Regensburger Tagebuch

Notizen von der nördlichsten Stadt Italiens

Donnerstag, 11. Juni 2009

Alte Aquarelle digitalisieren

Alte Aquarelle digitalisieren ist nicht einfach.

Typischerweise versucht man es mit einem Scanner. Das führt zu fürchterlichen Ergebnissen, gleichgültig, wie man den Scanner kalibriert.

Ein Bekannter hat zwei Scanner "verbraucht" bis er nach dem Kauf des dritten Scanners merkte, dass es nicht an den Qualitäten des Gerätes liegt. 

Ein Aquarell ist wegen der Oberflächenstruktur des Aquarellpapiers nicht zum Scannen  geeignet. Das einzige, was weiterhilft, ist das Abfotografieren mit einer Digitalkamera und eine entsprechende Nachbearbeitung.

Die Nachbearbeitung in einer Bildbearbeitungssoftware ist mühsam aber regelmäßig notwendig. Vor allem der so genannte Weißabgleich ist nötig, damit das Bild keine verfälschende Färbung hat.

Nach und nach fotografiere ich übriggebliebene Aquarelle aus den Jahren 1988 und folgende. Die schönsten habe ich verschenkt, das war auch oft ihr Hauptzweck. Künstlerische Ambitionen hatte ich damals nicht.

Hier sind die ersten Bilder, im Moment noch sehr flüchtig nachbearbeitet.

Peter Burkes; Aquarell aus dem Jahr 1988

Eine kleine Übung auf dem Anwesen meiner damaligen Schwiegereltern, einem alleinstehenden Häuschen auf einem Hügel im andalusischen Hinterland. Der "Ort" oder das "Anwesen" hat den Namen "Albalote". Das Bild entstand 1988, etwas 15 km landeinwärts von Velez-Malage entfernt, eine Küstenstadt, die wiederum 20 km östlich von der Hafenstadt Malaga liegt.

Peter Burkes; Aquarell einer Nebellandschaft

Eines der ersten Nebelbilder. Nebellandschaften als Aquarell zu malen  war für mich die totale Herausforderungund spornte mich zu vielen Bildern an. Dieses Bild entstand ebenfalls zwischen 1988 und 1990, Vorlage war, glaube ich, ein Bild in einer amerikanischen Ausgabe der National Geographic, die ich damals abonniert hatte.

Peter Burkes; Aquarell einer griechische Kapelle

Diese Aquarell ist für mich eine Erinnerung an meine Zeit als Refrendar am Finanzamt in Regensburg. Ich arbeitete im Büro einer sympathischen Finanzbeamtin, die übrigens selbst malte, und sah dort täglich ein Kalenderbild von einer griechischen Kapelle an der Wand hängen. Ich wagte nicht, mir den Kalender auszuleihen, also prägte ich mir Detail für Detail ein und malte jeden Abend ein wenig an dem Bild, bis es fertig war.
Es entspricht übrigens ziemlich exakt dem Original, abgesehen davon, dass ich einen Ast nicht malte, weil er mich in der Komposition störte. Im Nachhinein ist mir selbst ein Rätsel, wie ich mir die Einzelheiten so exakt merken konnte.

Peter Burkes; Aquarell weiblicher Akt liegend; Rückenansicht
Eine Übung aus der Zeit, als ich Hautfarben übte. Eine Vorlage hatte ich nicht, ich malte aus dem Stehgreif. Zeitpunkt: zwischen 1988 und 1990

Peter Burkes; Aquarell eines Aquarellkastens
Dieses Aquarell ist in Wirklichkeit sehr klein, etwa 10 cm breit.