Regensburger Tagebuch
Persönliche Tagebuch-Notizen aus der nördlichsten Stadt Italiens

Seite: Die Sanierung der Steinernen Brücke in Regensburg

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Beginn der Sanierungsmaßnahmen an der Steinernen Brücke



Im Jahre 2009 bekam Regensburg die Zusage für einen Millionenzuschuss zur Sanierung der Steinernen Brücke.

http://www.mittelbayerische.de/index.cfm?pid=10071&pk=493746&p=1

Regensburg bekam schließlich die Zusage für einen Millionenzuschuss zur Sanierung der Steinernen Brücke.

Im April 2010 begannen die Arbeiten. Damit die Arbeiten ungestört erfolgen können, wurde ein Behelfssteg gebaut, damit die Fußgänger den der jeweiligen Sanierungsabschnitt umgehen können. Der Behelfssteg wurde am 23.03.2010 vom Bürgermeister eröffnet.

www.mittelbayerische.de/index.cfm

 

Hier habe ich Fotos zur Sanierung und zum Behelfssteg zusammengestellt:

 

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Die Steinerne Brücke von Regensburg


Neben dem Regensburger Dom gilt die Steinerne Brücke als das bedeutendste Wahrzeichen Regensburgs.

Erbaut wurde die Steinerne Brücke innerhalb von nur 11 Jahren; vermutlich von 1135 - 1146. Jarhundertelang war sie zwischen Ulm und Wien die einzige Donaubrücke. Daher galt das Bauwerk als einer der wichtigsten Verkehrsknotenpunkte. Regensburg profitierte dadurch von einem nie dagewesenen wirtschaftlichen Aufschwung.

In 14 Bögen überspannt die Steinerne Brücke als Steinbogenbrücke auf c.a 300 Meter die Donau. Das Bauwerk steht auf insgesamt 16 Fundamentfüßen, auf denen die Tonnengewölbe des eigentlichen Brückenbauwerkes ruhen. Urspünglich verfügte die Brücke über drei Türme; allerdings wurden im Laufe der Zeit zwei abgerissen. Lediglich der Brückturm auf der Südseite konnte bis heute von der Zerstörung bewahrt bleiben.

2007 wurde die Steinerne Brücke für die Auszeichnung als Historisches Wahrzeichen der Ingenieurbaukunst in Deutschland nominiert und gilt als eines der bedeutendsten technischen und historischen Bau- und Kulturdenkmäler in Deutschland und Europa.

Leider hat der Zahn der Zeit als auch die Belastungen der letzten Jahrzente die Dauerhaftigkeit der Brücke stark herabgesetzt. Bereits vor einigen Jahren wurde sie für den privaten PKW-Verkehr gesperrt; am 1. August 2008 erfolgte dann auch noch die Sperrung für Busse und Taxis. Der Maßnahmegrund war ein Gutachten, wonach die Brückenbrüstungen dem Aufprall eines Busses nicht standhalten würden. Seitdem ist die Brücke verkehrsfrei.

Eine denkmalgerechte Sanierung wurde daher dringend notwendig, um dieses Erbe auch für die nachfolgenden Generationen zu erhalten.


    

 

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Sanierung der Steinernen Brücke

 

Sanierungsgründe

Die Steinerne Brücke in Regensburg hat seit über 800 Jahren so manche Katastrophe überstanden: Kriege, Hochwasser und Eisstöße. In der Neuzeit allerdings kam dann auch noch der motorisierte Verkehr dazu - und damit das Streusalz.

Bis in die 50er Jahre fuhr sogar noch eine Straßenbahn über das mittelalterliche Bauwerk. Bis 1997 waren auch noch Autos auf ihr unterwegs. Ungefähr 200 Busse und Taxis passierten zuletzt täglich auf der Steinernen Brücke die Donau. Dadurch musste im Winter Streusalz ausgebracht werden. Dies drang über die Jahrzente in den Körper des Bauwerks ein und griff den Naturstein an. Vor 3 Jahren sollen sogar Steinteile herabgestürzt sein.

Es bestand also dringender Handlungsbedarf. Um die Schäden in den nächsten Jahren zu beheben sind Fachleute für historische Brückenbauten mit einbezogen.

Auch hierzu habe ich Fotos aus den letzten zwei Jahren zusammengetragen, anhand derer man die Schäden ein wenig erkennen kann:


 

 

Steine für die Sanierung

Um das älteste Bau- und Kulturdenkmal Bayerns und Deutschlands denkmalgerecht zu sanieren und möglichst nahe am Original zu erhalten, waren Geologen lange auf der Suche nach einem geeigneten Grünsandstein. Dazu waren 17 Bohrungen, 1250 Proben und 9500 Analysen nötig, um den Naturstein zu finden, der den Ansprüchen der Denkmalschützer und Restauratoren genügte.

Mit Hilfe des Landesamtes für Umwelt wurde man schließlich fündig: in einem alten Steinbruch nahe Ihrlerstein (Kreis Kehlheim) entdeckte man das Originalgestein.

Allerdings wird wohl nach der denkmalgerechten Sanierung kein Verkehr mehr über die Steinerne Brücke führen, sieht man von tatsächliche Notfällen einmal ab. Die Belastungen müssten dauerhaft reduziert werden. Jedoch soll die Brücke für Fußgänger und Radfahrer geöffnet bleiben.

      

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