Regensburger Tagebuch

Notizen von der nördlichsten Stadt Italiens

Samstag, 4. April 2015

Fantastisch - am 9. April erste PanamericanArte Ausstellung in Regensburg

Es ist soweit - die erste Ausstellung zum  Projekt PanamericanArte, über das ich schon berichtet hatte, beginnt am 9. April 2015 in Regensburg. Ort: Minoritenkirche/Städt. Museum

PanAmericanArte
Kulturen verbinden – Brücken bauen

Ausstellungseröffnung 

9. April 2015 um 18 Uhr

Es sprechen:
Michael Schäffer, Projekt PanAmericanArte,
Joachim Wolbergs, OB der Stadt Regensburg
Musik:
Andy Weiss Trio

Ort
Minoritenkirche / Historisches Museum,

Das Projekt ist in meinem Augen spektakulär, innovativ, voller Facetten und vor allem: noch lange nicht abgeschlossen.

115 Meter Roll-Leinwand mit Originalgemälden von Künstlern aus Nord und Südamerika, erstmals ausgerollt im Oktober 2014 am Donauufer. Eines der Ergebnisse aus dem PanamericanArte-Projekt. 100  freiwillige Hände halfen für diese Kunstinstallation mit, die einen kleinen Vorgeschmack auf die Ausstellung ab 9. April gibt.


Auf youtube: https://www.youtube.com/watch?v=6kFmTW6YjsA




Zwei Regensburger haben das Projekt begonnen:  Michael Schäffer, und Künstlerin Mariana Steiner mit argentinischer Herkunft.  40 Jahre lang träumten sie davon, und vor Jahren realisierten sie mit sehr viel Mühe und Ehrgeiz das  Projekt.

Die beiden bereisten  die legendäre „Panamericana“ , die Straße, die von Nordamerika über Mittalamerika bis Südamerika zum Feuerland führt.

Dabei haben sie Künstler besucht, immer verbunden mit der Bitte, ein Stück Leinwand zu gestalten. ohne das Gemälde des vorherigen Künstlers gesehen zu haben. Ergebnis: 115 Meter Roll-Leinwand mit Originalgemälden von 150 Künstlern aus Nord und Südamerika, erstmals ausgerollt im Oktober 2014 am Donauufer.

Aber das ist noch nicht Alles.


Nach und nach  werden Künstler für Einzelausstellungen nach Europa geholt. Beispiel: die Ausstellung von Fred Andrade  am 30.11.2014 im ehemaligen eon-Gebäude (Parkside). Die Aktion war ein voller Erfolg.


Ferner: die 150 Kunstwerke des Projektes werden in mehreren   Ausstellungen in Deutschland/Europa einem großen Publikum gezeigt, die erste ab 9. April 2015 .

Ähnlich einer Auktion kann man bei den Ausstellungen oder auf der Homepage ein Gebot für ein Bild abgeben. Die Entwicklung des Preises kann man auf der Homepage verfolgen. Spätestens Ende 2016 ist die Auktion beendet und das Höchstgebot erhält den Zuschlag für das jeweilige Kunstwerk.  70% der erzielten Erlöse werden dann ausgewählten Hilfsprojekten in Lateinamerika zugeführt. Diese bedürftigen Einrichtungen haben die Akteure selbst besucht und sind von der Notwendigkeit ihrer Unterstützung 100%-ig überzeugt.

Und weiter: die geschlossenen Kontakte und Netzwerke werden völkerverbindend benutzt.

Viele persönliche und innige Kontakte zu  hervorragenden Künstlern, entlang der Panamericana haben uns motiviert, künftig zeitgenössische Kunst aus Amerika nach Europa zu holen. Getreu unserem Slogan „Kulturen verbinden – Brücken bauen“ werden wir den Künstlern in Regensburg und darüber hinaus eine Plattform bieten, hier auszustellen. Wir wollen aber auch Vermittler sein für deutsche Künstler, die an Ateliertausch oder an Projekten in Amerika interessiert sind. (Maria Steiner, http://panam.mariana-steiner.de/)

Ein Nebenprodukt sind die herrlichen Reiseberichte des Ehepaar Steiners auf ihren Webseiten, die auch für Nicht-Kunstinteressierte lohnenswert sind:




Ein zäher Kampf mit großem Erfolg

Dabei war das Ganze Projekt kein Kinderspiel, im Gegenteil.

Das Projekt entwickelte sich zu Beginn nur langsam. Es war den Künstlern nur schwer vermittelbar,  dass ein Gemälde entstehen sollte, das alle Völker und Kulturen des Kontinents, grenzübergreifend von Kanada über Alaska bis Feuerland verbindet.

Mit Zähigkeit und Ehrgeiz überzeugten wir nach und nach die Künstler entlang dieser „Traumstrasse“ und fuhren diese auch gezielt an, manchmal aber auch vergebens.

Erst ab Mexiko sollte sich dies ändern. Das Projekt „PanAmericanArte“ bekam dort viel Aufmerksamkeit von den Künstlern, in der Öffentlichkeit und Unterstützung von Presse und TVdass sie  weiterempfohlen wurden, oder die Künstler selbst an sie herantraten, um sich zu beteiligen.

20 Länder wurden mittels geländegänigen Campingwagen so bereist und über 105.500 km in Sachen Kunst zurückgelegt.
"Am Ende konnten wir über 150 Künstler auf unserer ca. 115 m langen Leinwand vereinen. 115 Werke beweisen, dass man über die Kunst Grenzen überwinden kann und einen Beitrag zur Völkerverständigung leisten kann. 


Mitte:  Michael Schäffer und Mariana Steiner, rechts daneben Künstler Fred Andrade und Frau, ganz links OB Wolbergs

Michael Schäffer überreicht dem Oberbürgermeister einen Hut

Mariana Steiner (Künstlerin und Intitiatorin von panamericanarte) mit Spanischdozentin Nubia Jaimes



Es ist uns nicht nur gelungen ein gemeinsames Kunstwerk zu schaffen, worauf alle beteiligten sehr stolz sind, sondern wir haben es auch geschafft, dass die Künstler der verschiedenen Kulturen untereinander Kontakte knüpfen und Netzwerke aufbauen. Viele von ihnen bedankten sich dafür, dass sie an diesem Projekt teilnehmen durften. Nach Abschluss unserer Tour stehen wir immer noch mit den meisten Künstlern in engem Kontakt." Mariana Steiner, http://panam.mariana-steiner.de/



Homepage von PanAmericanArte:


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