Regensburger Tagebuch

Notizen von der nördlichsten Stadt Italiens

Dienstag, 17. Mai 2016

Slideshow - Stadtentwicklung Regensburg


Die Stadtentwicklung in Regensburg hat etwas Besonderes: sie ist sprunghaft. Riesige Gebiete werden schlagartig frei und neu bebaut. Nibelungekaserne, Luitpoldkaserne, Schlachthof, Zuckerfabrik und Ladehofstraße sind gute Beispiele hierfür. Und die Zeit nach 1810, als Regensburg zu Bayern fiel, ein weiteres. Darum fasziniert mich dieses Thema immer mehr.

In folgendem Video-Film  habe ich google-earth-Ansichten einzelner Stadtteile so hintereinander geschaltet, dass man die Entwicklung der letzten Jahre sehen kann. Das Video dauert etwa 12 Minuten.

 Bei google-earth können Sie die aktuellen Bilder mit Stand 2014 mit Bilder aus früheren Jahren vegleichen; das sind vor allem Bilder aus 2011 und 2004, abhängig vom Gebiet.

Vom Stadtrand abgesehen  kann man sogar zum Jahr 1943 zurückspringen, denn vor einigen Jahren wurden die Luftüberwachungsaufnahmen der Allierten an google zur Verfügung gestellt. Ich habe die Screenshots so sortiert, dass jedes Gebiet mit der ältesten Ansicht beginnt. Eine umgekehrt sortierte Bilderfolge muss ich noch erstellen.


Auf youtube ansehen: https://youtu.be/_qz6YcT-xFk
Oder gleich hier:




Basismaterial für die sich überblendenden Bilder sind screenshots von google-earth-Ansichten. Nachfolgend eine Montage von 4 Bildern des Baugebiets Holzgartenstraße. 1943-2014 (im Video ab 11:52) 

Baugebiet Holzgarte4nstraße

Dazu die Broschüre der Stadt Regensburg (Baugebiete in Regensburg 1990-2016), Auszug:



Das Ganze könnte man noch verbessern. Ich möchte die Leser anregen, eigene Videos zu erstellen.

Anleitung:

Als Screenshot-Programm empfehle ich  InstantShot für Mac oder greenshot für Windows. Achtet darauf, immer exakt den gleichen Ausschnitt aus google-earth zu "fotografieren" (bei instantshot gibt es die geniale Funktion "letztes Bild noch mal" womit der Bildausschnitt gemeint ist), sonst habt ihr eine Schweine-Arbeit beim nachträglichen Zuschneiden (ich musste das machen und mir erst ein Programm suchen, bei dem man das "Zuschneiden wie beim letzten Bild" exakt wiederholen kann. Ich musste nämlich bei vielen Bildern den kompletten google-earth-Menübereich ausschneiden)


Achtet bei den Screenshots von google-earth darauf, dass das google-Logo und alle urheberrechtlichen Angaben zu erkennen sind. Das ist  Voraussetzung dafür, dass ihr die Bilder im Rahmen des fair-use (also z.B. für unterrichtende oder nicht-kommerzielle Zwecke) benützen dürft.

Benutzt im Himmels Willen keine Screenshots von google-maps (statt google-earth)  auch nicht die dortige Satellitenansicht, die der google-earth-Ansicht ähnelt. Das ist absolut tabu.

Dann in einen Ordner legen, mit Picasa-Desktopsoftware oder anderer Software ein Slideshow-Video erstellen. Nur "überblenden", nicht "schwenken und überblenden".

Auf youtube hochladen (aber nicht mit der internen Picasa-Hochladefunktion, die geht seit kurzem nicht mehr, sondern manuell) und dort mit werbefreier Musik hinterlegen, die youtube anbietet. Das angewandte Musikstück muss gleichlang oder länger als das Video sein, denn eine Loop-Funktion gibt es bei dieser youtube-Vertonung nicht. Dann hört die Musik mitten im Video auf und beim Rest herrscht komische Stille. Natürlich könnt ihr es auch zu Hause mit einem Videoprogramm vertonen.

Wenn ihr Picasa-Desktop nicht installiert habt, kann es sein, dass ihr es bei google nicht mehr bekommt. Seit 1.5.2016 sollte, wie schon lange vorher angekündigt, das Programm nicht mehr gewartet und nicht mehr angeboten werden, Alternativen sind wohl in Vorbereitung. Eine alternative Downloadadresse für die (trotzdem noch funktionsfähige) Software findet ihr z.B. über folgenden Artikel, den ich bei blog.user-archiv.de eingestellt hatte: http://blog.user-archiv.de/2016/03/die-zukunft-von-picasa.html

Google-Earth-Ansichten über die Zeitleiste gibt es zwar theoretisch für alle möglichen Gebiete in Deutschland, aber nur ganz wenige Städte sind so gut und oft erfasst worden. Wenn ihr aus dem Stadt-Kerngebiet rausgeht, dann taucht z.B. für das Jahr 2004 nur noch eine grüne verwaschene Fläche auf, und erst wenn man zurückzoomt, merkt man, dass hier ein altes, höchst undeutliches Satelliten-Foto zugrundeliegt.