Regensburger Tagebuch
Persönliche Tagebuch-Notizen aus der nördlichsten Stadt Italiens

Seite: Regensburg im Mai 2008

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Bilderrätsel 25052008

Ein Gesicht wölbt sich aus der Steinfläche. Ist es der in Karbonit eingegossene Han Solo, durch eine intergalaktische Zeitverschiebung in's heutige Regensburg versetzt? Oder wollte sich nur ein Maurer verewigen? Wie auch immer, ich will nur wissen, wo sich dieses Gesicht befindet. Macht Euch Gedanken, die Auflösung gibt es nächste Woche.


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Lösung zu Bilderrätsel 16052008

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Die weibliche Steinfigur findet man in der Waaggasse zwischen Haidplatz und Rathausplatz, gegenüber der Galerie "Art-Affair". Sie drückt tatsächlich das aus, was man vermutet: Rutsch mir den Buckel runter - ohne Abbremsen. Der Hintergrund war ein Streit. Ein Regensburger Bürger namens Leo Gumprecht musste sich mit Baugenehmigungen herumschlagen. Als er 1340 selbst Bürgermeister wurde, war er frei und konnte er es sich nicht verkneifen, das auch so zu zeigen.


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Hundsgemein

19.05.2008
Blick auf die Westfassade der Steinernen Brücke. Ein Witzbold hat an einem Wasserspeier ein Fahrrad aufgehängt. Beweis für die extreme Parkplatznot in Regensburg. Wann schafft die Stadtverwaltung endlich mehr Parkplätze?


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Bilderrätsel 16052008

Es wird Zeit für das erste Bilderrätsel, nachdem ich es schon seit Wochen versprochen habe. Ratet, in welcher Straße oder Gasse ich folgende Steinfigur fotografiert habe. Ihr könnt dabei ruhig Eueren Augen trauen: die Frau streckt wirklich ihren Hintern raus.


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Macht Euch mal Gedanken, und nächste Woche verrate ich die Loesung.

Ein Tipp: ihr seid mit Sicherheit alle schon mal drunter vorbei gegangen.

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Galerie Arte Nobilis

07.05.2008
Beim Fotografieren alter Türen in Regensburg stieß ich in der Oberen Bachgasse auf einen besonders interessanten, schönen Torbogen, gleich gegenüber der Galerie Bäumler. Zu meiner Überraschung gehörte auch eine interessante Galerie dazu. Und als meine Begleiterin und ich, nebst unseren zwei Hunden, die Galerie betraten, kamen wir in ein herzliches Gespräch mit der Galeristin, die ebenfalls einen Hund besitzt.

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So geschah es also, dass ich endlich die Galerie näher kennenlernte, die ich bisher nur so am Rande wahrgenommen hatte. Beschämend eigentlich, für jemand, der sich für Kunst interessiert. Aber ich bin schon eine Zeitlang nicht mehr dort hin gekommen.

Den Namen kann ich mir schwer merken, deshalb musste ich jetzt, da ich das schreibe, schnell im Internet nachsehen: "Arte Nobilis" steht da, artenobilis.com. Von der Galeristin selbst erfuhren wir, dass die Galerie schon seit eineinhalb Jahren existiert, dass sie Kunstgeschichte und vergleichende Kulturwissenschaften studiert hatte, und dass sie sehr zufrieden sei mit ihrer Galerie. Ach ja, und dass es sich bei arte nobilis um einen Kunstnamen handelt, abgeleitet aus der lateinischen Schreibweise für "edle Kunst". Ich hoffe, ich habe das richtig wieder gegeben.

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Im Internet fand ich dann auch Informationen zu "meiner" Tür: sie gehört zu einer ehemaligen romanischen "Hl. Kreuzkapelle im Bach", die um 1190/ 1200 entstanden ist, und Regensburger Patriziergeschlechtern als Hauskapelle diente. Bis heute sei das skulptierte Westportal erhalten (Skulpiert?Ah! Wieder was hinzu gelernt!).

Nachtrag: in Rainer Fürsts alternativem Stadtführer (Donau-Strudl Spezialausgabe) fand ich weitere Details: Die Umfassungsmauern und das Portal dieser dreiteiligen Kreuzkapelle sind noch erhalten. Die Kapelle befand sich Besitz berühmter  Kaufmannsfamilien im 14. und 15. Jahrhundert.
Der Torbogen und die Figuren rechts und links erinnern an den Stil am Schottenportal.

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Benefiz-Veranstaltung: Open Stage für Haiti

Ich gebe hier im Originaltext einen Veranstaltungshinweis einer Bekannten weiter, die eine Benefizveranstaltung organisiert.

Party tut gut.

Haiti – Wer denkt da nicht an türkisblaues Wasser, weiß3 Sandstrände und Sonne satt? Doch die Karibik hat auch ihre Schattenseiten. Die Unruhen der letzten Wochen in Haiti haben wieder gezeigt, wie schwer es für viele Menschen dort ist, über die Runden zu kommen.

Daher haben sich junge Künstler aus Regensburg zusammen getan, um eine Gruppe Haitianer zu unterstützen, die sich für die Ärmsten in ihrem Land einsetzt.

Nach dem Motto „Jeder kann helfen“ bringen Schauspieler, Tänzer, Poeten und Musiker ihre Talente für den guten Zweck ein und überraschen so mit einem vielseitigen Programm. Die After-Show-Party garantiert Flo von Mortal Kombat.

Und das Motto gilt für alle. Jeder, der dabei ist, trägt seinen Teil für die gute Sache bei.

Open Stage für Haiti
22.05.08
Alte Mälzerei (underground)

Einlass: 19Uhr Beginn: 20Uhr
Eintritt: 5-10 Euro, ermäßigt 3-6 Euro
Info: hilfefuerhaiti@af-i.de

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Samstag letzter Tag: Gitarrenfestival 2008

Wie schon früher berichtet, hat Reza Pezeshki auch dieses Jahr wieder ein Gitarrenfestival organisiert. Hier nochmals die Daten:

Ort: Brauereigasthof Eichhofen, 93152 Eichhofen
Zeit: Mittwoch 30.4. 08 bis Samstag 3.5.08
Genre: Jazz bis Soul

Karten in der DIBA-Cafebar Regensburg (Drei-Mohren-Gasse).

Webseite: www.gitarrenfestival-regensburg.de

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Einzelheiten gemäß dem mir vorliegenden Programm:

Auftritte:

  • Mittwoch 30.04.08, Willie Salomon, Amerikanischer Blues und Roots Musik
  • Donnerstag 01.05.08, Nieberle-Gabla, Tango Jazz
  • Freitag 02.05.08, Augustin Wiedemann, klassische Gitarre
  • Samstag 03.05.08, Yankee Meier und Steffi Denk, Soul Jazz

Workshop:


Jazz Gitarren Workshop mit Helmut Nieberle, am
  • Freitag 02.05.08 und
  • Samstag 03.05.08

Anmeldung und Infos zu dem Workshop unter 0170-6626606

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Die Eiche erwacht

01.05.2008

Einer der Gründe, warum ich lieber auf dem kleinen Balkon mit dem verrosteten Geländer sitze, der von der Küche aus erreichbar ist, statt auf der großen schönen Balkonterasse, dürfte wohl auch der Blick auf die Eiche sein. Inmitten einer grünen Insel, die man zwischen den alten Wohnblocks und der Bahn nicht vermutet, thront sie hier seit vielen hundert Jahren, und spannt ihre Äste mit einer Spannweite von 30 Meter hinweg über Nachbars Rasen. Nur die letzten Stürme haben ihrer wohlgeformte Krone schwer geschadet.

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Seit 30 Jahren begleitet und erfreut sie uns in allen Jahreszeiten und zu allen Tageszeiten mit verschiedenen Facetten. In obigem Foto z.B. am Abend des 29. Aprils, während die Sonne für die Garten Sitzenden bereits unter dem Horizont ist, die Krone aber noch erleuchtet wird. Zwei Spechte haben sich dieses Jahr schon eingenistet, und liegen um diese Uhrzeit wahrscheinlich noch immer auf ihren kleinen Spechtsommerliegen beim Sonnenbad, die Specht-Sonnenbrille aufgesetzt, und mit Faktor 20 eingecremt.

Die Eiche am Morgen des 29. April (links) und am Morgen des 1. Mai (rechts).


Eine Besonderheit dieses riesigen Baumes, der einen kleinen Wald ersetzt und entsprechend vielen Vögeln Platz bietet (was nicht immer gut ist; Sie wissen ja: "5 Uhr morgens, die Vögel brüllen"), ist die Verzögerung beim Ausschlagen im Frühjahr. Während die umstehenden Obstbäume und Sträucher bereits grüne Spitzen bekommen, sind die Äste der Eiche noch kahl. Wenn das Laub der kleineren Bäume bereits voll ergrünt ist, entfaltet sich die Eiche erst in filigranen und frühlingszartem Grün. Das liegt einfach daran, dass der Saft länger braucht, bis genügend davon in die Zweige geflossen ist. Aber dann geht's schnell, wie man oben sieht.

Übrigens: im Herbst ist es umgekehrt - die Eiche verliert ihre Blätter erst, wenn die übrigen Bäume bereits kahl sind.

Im Sommer, wenn die Eiche voll ergrünt ist, sieht das ganze so aus:



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Im Sommer 2006 frühmorgens geschossen, wenn die tiefliegende Sonne den Baumstamm erleuchtet



Böse Zungen behaupten, dass der Baum nur deshalb so spät dran ist, weil die vorbeifahrenden Züge die ersten Blätter wegwehen und die Äste immer wieder von vorne produzieren müssen. Das ist natürlich Unfug. Allerdings, für Wermutstropfen sorgen manche Züge schon.

Zwar haben wir, als wir vor 30 Jahren eingezogen sind, die Züge schon nach drei Tagen kaum mehr registriert, wie das bei Bahnanwohnern üblicherweise so läuft. Nur wenn wir im Freien sitzen und die Unterhaltung mal eine Minute lang einstellen müssen, bis der Güterzug vorbei ist, werden wir an die Bahn erinnert, und damit kann und muss man leben. Aber in den letzten Jahren hat es sich eingebürgert, dass die Personenzüge, die "an sich" immer leiser werden, mit so hoher Geschwindigkeit vorbeischießen, dass sich das Geräusch, wesentlich lauter als jeder Güterzug, wie ein Messer durchs Hirn schneidet. Und von einem gleichmäßigen Geräusch kann man da auch nicht mehr reden, da diese Züge hinter dem Nachbarhaus oder anderen Geräuschhindernissen hervorkommen.

Jemand hat mir gesagt, dass das dann passiert, wenn Züge zu spät dran sind, und die Zugführer schneller als die Richtlinien es vorsehen einfahren. Denkbar wär's, im Zug selbst dürfte das Geräusch ja immer gleich laut, bzw. dank verbesserter Technik sogar leiser als früher sein.

Auf jeden Fall, ich bin neugiertig, wie lange die Spechte das aushalten. Vielleicht sehen wir sie eines Tages mit kleinen Specht-Kopfhöhrern auf?

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Unser Regensburg: Cafe Latte in Stadtamhof

Dom, Steinerne Brücke, Steinerne Brücke, Dom. Immer die gleichen Bilder, wenn man an Regensburg denkt. Aber das sind nicht die Bilder, die wir selbst mit Regensburg assoziieren. "Unser" Regensburg, das sieht so aus:

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Frühstück in Stadtamhof, 20. April 2008


Und weitere Bilder folgen. Nach und nach.

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