Regensburger Tagebuch
Persönliche Tagebuch-Notizen aus der nördlichsten Stadt Italiens

Seite: Thomas Wiser Haus und Thomas-Wiser-Förderverein

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Über das Thomas Wiser Haus, Regenstauf

Regensburg, 2. Oktober 2009

Was haben Inge Faes, das "Lisabuch", der Minimarathon,  die Prominentenaktion "Laufen hilft" und  das INES-Projekt mit dem Regenstaufer Thomas-Wiser-Haus zu tun? Hier verrate ich es Ihnen.

 

http://www.thomas-wiser-haus.de/logo100-bild.gif

 

Zuerst zum Thomas-Wiser-Haus selbst.
 
Regenstaufer kennen es einfach als das Kinder- und Jugendheim Regenstauf. Es wurde 1879 durch den Dechant Dr. Thomas Wiser  gegründet.  der selbst als Halbweise aufgewachsen war, und mit Hilfe einer Stiftung für ein "Waisenhaus" sorgen wollte.

Heute ist das Thomas-Wiser-Haus eine überregionale Institution mit mehreren "Häusern" und "Projekten", Außenstellen und ambulanten Hilfen, darunter eben auch die jährliche "Laufen-hilft" Benefizaktion oder das INES-Projekt für essgestörte Mädchen.

Erfolgsgeschichte ab 1989

Im Jahre  1989 übernahm der Pädagoge Karl-Heinz Weiß die Leitung des Heims, das zuletzt von den Mallersdorfer Schwestern geführt wurde. Mit Hilfe seiner fachlichen und organisatorisch-kaufmännischen Talente startete das Heim innerhalb der nächsten Jahre zu einer branchenweit bekannten und erfolgreichen Institution, die als Vorbild angesehen wurde.  Ich schreibe das hier nicht von einer Broschüre ab, sondern ich habe es selbst mit verfolgen können.

Karl-Heinz Weiß war der erste weltliche Leiter (anfangs Erziehungsleiter, dann Gesamtleiter) im Heim. Er brachte viele neue Ideen und Anregungen mit und stellte das Heim in eine heilpädagogische und therapeutische Kinder- und Jugendeinrichtung um. Moderne Pädagogik und Therapie wurden eingeführt, genau so, wie es Thomas Wiser in seinem Nachlass gefordert hatte.

"... und im übrigen soll die Erziehung immer auf der Höhe der Zeit sein..." (mit dieser weisen Festlegung hat er für Innovation und Fortschritt in der pädagogischen Haltung des Thomas-Wiser-Hauses gesorgt)

Jugenwohngruppen

Seine Tätigkeit beschränkte sich nicht auf die bloße Fortführung oder Modernisierung der Heimleitung. So organisierte er zum Beispiel eine (provisorisch im ehemaligen Kolpingshaus untergebrachte) Spielgruppe für 10-12 Aussiedlerkinder mit Integrations- und Sprachproblemen, baute die eigenen Gebäude in Regenstauf aus,  und begann mit der Einrichtung einer im eigenen Haus untergebrachten "Jugendwohngruppe". 

Ziel einer JWG ist die Verselbständigung der Jugendlichen. Sie führen in der Gruppe einen weitgehend selbstständigen Haushalt. Dazu gehören unter anderem Einkaufen, Kochen, Wäsche waschen, Reinigen der Räume, Renovierungsarbeiten und Ausüben von kleineren Reparaturen. Die Betreuung des/ der Jugendlichen endet, wenn er/ sie einen Schulabschluss und eine geeignete Ausbildung gemacht hat und daher zur selbstständigen und eigenverantwortlichen Lebensführung im eigenen Haushalt fähig ist. (Quelle: Broschüre "125 Jahre Thomas Wiser Haus)

So war 1991 das Heim mit insgesamt 48 Kindern in 4 Gruppen ein modernes und konkurrenzfähiges Heim geworden
 

Villa Kunterbunt

Mit der Aufnahme eines durch Missbrauch verstörten Mädchens setzte das Haus im Jahr 1992 setzte neue Maßstäbe. Man merkte schnell, dass dieses Mädchen in keiner Gruppe gut integrierbar ist. Eine eigene therapeutischen Gruppe für stark vernachlässigte oder misshandelte und missbrauchte Kinder wurde angestrebt. Auf der Suche nach Räumen für eine derartige Gruppe von Kindern mit schweren Störungen ihrer Entwicklung und Persönlichkeit mietete man ein eigenes Haus an und stellte entsprechende Erzieher und Therapeuten ein. Das Haus nannte man "Villa Kunterbunt".

Selbst das reichte bald nicht mehr für die vielen Aufnahmeanfragen der Jugendämter aus. Die Gebäude wurden 1993 erweitert und eine weitere Kindergruppe (»Gruppe 4«) eröffnet.

Kindergruppen nehmen Kinder ab dem 3. Lebensjahr auf, die eine längerfristige Perspektive benötigen. Grundlage ist es, den Kindern liebevolle Zuwendung, Sicherheit und klare Grenzen zu von Kindern, Jugendlichen und MitarbeiterInnen. Die Hilfe zur Erziehung ist erfolgreich beendet, wenn eine positive Reintegration des Kindes in die Herkunftsfamilie möglich ist oder es in eine andere Form der Betreuung vermittelt werden kann. Bei entsprechendem Alter wird der/die Jugendliche bzw. junge Erwachsene in eine selbstständige Wohnform begleitet. (a.a.O.)

Einführung der Freizeitpädagogik

Ab 1993 wurden Freizeitpädagogen für ganz neue gruppenübergreifendes Angebote eingestellt (Uschi Winter, Jürgen Mertin). Kinder und Jugendliche sollen dabei lernen, mit ihrer freien Zeit konstruktiv umzugehen, und dabei  ihre Sozial-, Persönlichkeits- und Sachkompetenz erweitern.  Seitdem veranstalten die Freizeitpädagogen Projekte wie:

  • Benefizlauf "Laufen hilft" im Rahmen des Regensburger Marathons (Mini-Marathon).
  • Weihnachtsmarkt der sozialen Initiative in Regenstauf,
  • Sommerfest auf dem Heimgelände im 2-Jahres Rhythmus
  • monatliche Veranstaltung eines Kinderkinos,
  • jährliches Open Air Kino

Die Freizeitpädagogen organisieren ferner

  • Kunstprojekte zusammen mit Kunststudenten aus Regensburg;
  • Kletteraktionen;
  • und Benefizveranstaltungen wie zum Beispiel die  Kabarett-Veranstaltung mit Inge Faes am 10. Oktober 2009

Außenstelle Ramspau

1995 wurde ein Gebäude in Ramspau für eine Außenstelle erworben und komplett saniert, und umgebaut. Ich habe das Gebäude sowohl während des Umbaus als auch danach gesehen und war beeindruckt. Die Jugendlichen konnten bei beim Umbau viel mithelfen und wurden dadurch sehr stark in den Veränderungsprozess mit einbezogen.

HPT - Heilpädagogische Tagesstätten

September 1996 wurde die erste  heilpädagogische Tagesstätte (HPT) gegründet.

Der Schwerpunkt einer pädagogischen Arbeit einer HPT liegt in der individuellen Entwicklungsförderung der Kinder, der schulischen Förderung, der Beratung, der Anleitung und dem Training der Eltern. Die Kinder lernen klare, verbindliche Strukturen und Regeln. Neben der Hausaufgabenbetreuung üben sie neue Verhaltensweisen im Umgang mit anderen und werden in haus wirtschaftliche Tätigkeiten mit einbezogen. Diese Nachmittagsgruppe ist vor allem für Jungen und Mädchen, die einen erhöhten erzieherischen Bedarf haben (z.B. ADHS, Lern- und Leistungsprobleme, familiäre Krisen (a.a.O.)

Auf Anfrage des Landkreises Schwandorf wurde 1998 eine zweite heilpädagogische Tagesstätte in Burglengenfeld eingerichtet.

Das "Cinque-Torre Projekt"

Regensburger Zeitungsleser haben vielleicht schon Berichte darüber über "Cinque-Torre" Projekt gelesen. Es handelt sich um ein erlebnispädagogische Langzeitprojekt für verhaltensauffällige Jugendlich, das 1996 gegründet wurde und den Gruppenprozess ein Jahr begleiten sollte.

Cinque-Torre ist ein gigantischer Klettergarten in den Ampezzaner Dolomiten, dessen Besuch den Abschluss des Projekts bilden sollte. Das Projekt bestand aus einer Reihe von Maßnahmen wie Klettern oder Bergtouren. Mehr als zwei  Jahre sind die Jugendlichen mit ihren Erziehern immer wieder in die Berge gefahren. Dabei lernten die Jugendlichen, soziale Verantwortung für das eigene Leben und das anderer zu übernehmen.   

Dieses Projekt gewann bei einem  Internationalen Kongress den ersten Preis. Gewürdigt wurden dabei nicht nur die Erfolge bei den Jugendlichen, sondern auch die professionelle Durchführung und die Dokumentation (was mich persönlich kein bisschen wunderte).

Treibende Kraft für dieses Projekt war Karl-Heinz Weiß selbst, der bei der Sportart Klettern den enorme sozial-therapeutische Erziehungswirkung erkannte: Das lebensnotwendige Füreinander: Wer voranklettert, muss Vertrauen auf den Partner lernen, umgekehrt muss der Partner, der das Seil sichert, Verantwortung über das Leben und die Gesundheit des Kletterers übernehmen.

Die 8-Sterne-Gruppe

Im Jahr 1999 übernahm das Thomas-Wiser-Haus ein ihm aus sozialen Kreisen angebotenes Gebäude und richtete die  "8 Sterne-Gruppe" ein.

In dieser Gruppe befinden sich Kinder und Jugendliche, die einen besonderen Erziehungsbedarf oder eine seelische Behinderung haben und deren Eltern die Erziehung nicht leisten können.

Eulenspiegel

Im Jahr 2000 entstand eine familientherapeutische Kinderwohngruppe namens "Eulenspiegel". Hintergrund war die Erkenntnis, dass in manchen Fällen die Einbeziehung der Eltern in die therapeutische Arbeit sehr wichtig ist. 

(Das Angebot)  soll ein familienunterstützendes und -ergänzendes Angebot mit dem Ziel der Rückführung des Kindes in eine veränderte familiäre Situation nach in der Regel maximal 2 Jahren sein. Wesentlicher Bestandteil und damit Voraussetzung ist die gezielte Zusammen arbeit mit den Eltern. Die Familie wird als Lernfeld gesehen, das für die Kinder während der Zeit der stationären Unterbringung erhalten bleibt und aktiv in den Hilfeprozess miteinbezogen werden soll. Die Kinder im Alter zwischen 6 und 14 Jahren werden daher an den Wochenenden und größtenteils in den Ferien nach Hause beurlaubt. (a.a.O.)

Außenstellen Cham

Auf Wunsch des Jugendamts Cham im Jahr 1998 wurden in Cham zwei Häuser gebaut und sowohl eine heilpädagogische Tagesstätte  als auch eine Jugendwohngruppe errichtet. Diese Häuser wurden zum größten Teil durch Zuschüsse finanziert

Das Lisabuch

Im Jahr 2000 erschien ein Buch, das als sogenanntes Lisabuch schnell zu einem Branchen-Hit wurde: "Lisa ... und dann kam ich in's Heim" . In dieser bebilderten Geschichte erzählt das Heimkind "Lisa" auf wunderschöne und gleichzeitig aufklärende Weise vom Verlassen der Familie und Eingewöhnen in einer neuen, fremden Umgebung.  In Ich-Form erzählt das Mädchen, warum sie nicht bei ihren Eltern bleiben konnte, wie sie ins Heim gebracht wurde und dort ihren ersten Tag erlebte. 

 

Das Buch wiederum war eine Idee und ein Projekt der genauso engagierten wie talentierten (und bezaubernden) Pädagogin Uschi Winter, die ich als Mitglied des Fördervereins damals kennenlernte, als sie das Projekt vorstellte, das vom Förderverein unterstützt werden sollte. Der Inhalt des Buchs wurde im Heim selbst in Zusammenarbeit von Kindern und Pädagogen erarbeitet. Auch die Bilder stammen vorn Kindern - dazu wurde der Malwettbewerb »Mein schönstes Erlebnis im Kinderheim« unter Kindern im Alter von 6 bis 18 Jahren organisiert.

Auch wenn mit diesem Buch kein monetärer Gewinn erzielt wurde, so haben die Kinder durch die Anerkennung ihrer Leistung einen sehr hohen persönlichen Erfolg erlangt.  Das Buch erhielt zwei Auszeichnungen,  und der geneigte Leser kann es über's Internet auf der Seite 

http://www.lisabuch.de

bestellen.

Noah's Nest

Die bislang letzte Gruppen-Angebotserweiterung ist eine Gruppe für Langzeitkinder ab dem 6. Lebensjahr, genannt "Noahs Nest". Ziel ist es, dass die Kinder in diesem »Nest« positive Bindungserfahrungen machen können und ganzheitlich in ihrer Entwicklung gefördert werden

Die Förderung des Kindes erfolgt durch alltags- und handlungsorientierte Pädagogik, d.h. durch die Betreuung von verschiedenen Tieren und der Bewirtschaftung von Obst- und Gemüsegarten. Hier wird der Grundgedanke der Selbstversorgung, den alle Gruppen hinsichtlich kochen, waschen und putzen befolgen, noch weiter gefasst.

Die Kinder lernen im Umgang mit den Tieren Verantwortung zu übernehmen, denn die Tiere brauchen regelmäßige Betreuung. Beim Ernten und Bewirtschaften des Obst- und Gemüsegartens lernen die Kinder wie bspw. Saft und Marmelade entsteht und vieles mehr.

INES - Wohngruppe für Mädchen mit Essstörungen

Es gibt noch viele Projekte, z.T. auch staatenübergreifend (»bike 2 history« - ein mit Österreich organisierte erlebnispädagogisches Langzeitprojekt), auf die ich nicht alle eingehen will. Unbedingt nennenswert ist aber das Projekt INES, einer Einrichtung für Mädchen mit Ess-Störungen

Die intensivtherapeutische Wohngruppe für Mädchen mit Essstörungen „INES“ liegt im Norden von Regensburg. Das Angebot richtet sich an Mädchen im Alter von 12-18 Jahren, die an einer Essstörung (Anorexia nervosa (Magersucht), Bulimia nervosa (Ess-Brechsucht), Binge-Eating-Disorder (Esssucht)) leiden und für die eine therapeutische und pädagogische Betreuung außerhalb der Familie hilfreich und notwendig ist. Voraussetzung für die Aufnahme ist ein Körpergewicht, das keinen Krankenhausaufenthalt mehr indiziert  

Erst im September 2009 gab es INES-Benefizparty auf dem Haidplatz zu Gunsten mit Konzerten, Köstlichkeiten und Informationen. Ich hatte nicht darüber berichtet, das ganze ist leider an mir vorbei gegangen.

Nähere Informationen zum INES-Projekt: http://www.thomas-wiser-haus.de/angebote/Ines.htm

Laufen hilft und MINI-Marathon

Was hat es nun mit "Laufen hilft" auf sich, von dem man jährlich in der Zeitung lesen kann? Laufen hilft ist ein 5-km-Benefizlauf für das Thomas-Wiser-Haus. Hier gehen Regensburger Prominente aus Gesellschaft, Politik und Wirtschaft für eine gute Sache an den Start. Sie laufen 10 Kilometer oder wenn möglich auch den Halbmarathon und unterstützen mit ihrer Startgebühr und Spenden die Jungen und Mädchen des Thomas Wiser Hauses.

Im Zusammenhang mit dem Thomas-Wiser-Haus liest man auch oft vom "Mini-Marathon". Dies ist aber keine Erfindung des Hauses. Die Jugendlichen des Hauses nehmen seit vielen Jahren am Mini-Marathon teil. Im Laufe dieser Zeit fanden immer mehr Kinder Gefallen am Laufen und so stellt die Regenstaufer Einrichtung mittlerweile eine der teilnehmerstärksten Gruppen der Veranstaltung. Das Laufen hat dabei durchaus pädagogische Aspekte. Natürlich möchte jeder einen guten Platz in seiner Altersgruppe erreichen, doch das Dabeisein und vor allem das Durchhalten ist für die Kinder das Wichtigste, erklärt z.B. die Pädagogin Uschi Winter. Das Thomas-Wiser-Haus organisiert dabei üblicherweise eine Hüpfburg und ein Zelt.

Fundstellen zu "Laufen hilft" (auf die Schnelle gegoogelt, viel Informatives ist nicht zu finden):
http://www.regensburg-marathon.de/soziales.htm
https://www.dallmeierpartner.de/presse/spiegel/Laufen%20hilft_web.pdf (2004)

Legasthenie

Wie Sie bemerkt haben, ist die Tätigkeit des Hauses längst nicht mehr auf die Heimunterbringung konzentriert, sondern bietet Hilfen aller Art. Von den Angeboten des Hauses möchte ich noch folgende zwei ambulante Hilfen erwähnen: Legasthenietherapie und Betreutes Wohnen

Legasthenie:

Typische Fehler legasthener Kinder sind z.B., dass sie Buchstaben und Laute nicht unterscheiden oder verbinden können. Dies bringt nicht nur Schulschwierigkeiten mit sich, sondern beeinflusst dann auch die persönliche, emotionale und soziale Entwicklung der Betroffenen.

Den Kindern kann mit einer kombinierten Psycho- und Lerntherapie erfahrungsgemäß gut geholfen werden. Das Thomas Wiser Haus bietet hier den betroffenen Kindern entsprechende Hilfe.

Mehr Informationen zu Legasthenie und Therapie und einen Antrag auf Kostenerstattung finden Sie hier: 

http://www.thomas-wiser-haus.de/angebote/Legasthenietherapie%20in%20Cham/Antragsverfahren%20und%20Info.htm

 

Betreutes Wohnen:

Das Betreute Wohnen richtet sich als Angebot an junge Erwachsene und je nach individuellem Entwicklungsstand an Jugendliche ab dem 16. Lebensjahr.  Sowohl Jungen und Mädchen die eine Begleitung aus einer Jugendwohngruppe heraus in einen eigenständigen Haushalt benötigen als auch Jugendliche, die bisher bei ihren Eltern gelebt haben können das Angebot in Anspruch nehmen.

http://www.thomas-wiser-haus.de/angebote/Betreutes%20Wohnen/Betreutes%20Wohnen.htm

 

Lesetipp: 

Broschüre zum 125. Geburtstag des Thomas-Wiser-Hauses (125 Jahre Thomas Wiser)

http://www.thomas-wiser-haus.de/125a%20Thomas%20Wiser%20Haus/Bilder%20Chronik/Chronik_TWH_Web.pdf

 Interessant ist auch die "Blitzlicht"-Seite der Onlinepräsenz des Hauses.Dort findet man eine Liste der Ereignisse des Jahres :

 http://www.thomas-wiser-haus.de/Blitzlichter.htm

 

Unterstützung

Wenn Sie das Heim unterstützen wollen, z.B. durch eine Spende, empfehle ich Ihnen, das aber nicht direkt tun, sondern sich an den Thomas-Wiser-Förderverein wenden. Diese kann z.B. Spenden viel gezielter und effektiver einsetzen, ohne an finanztechnischen oder bürokratischen Hürden behindert zu werden. Auch als Multiplikator (jemand, der wiederum andere Spenden oder Einnahmequellen akquiriert) können Helfer ihre Fähigkeiten beim Förderverein einsetzen. Den Förderverein erkläre ich gesondert.

Eine Spendenquittung bekommen Sie beim Förderverein übrigens genauso wie bei Spenden an das Haus direkt.

Ein paar Lesetipps:

Webseite: http://www.thomas-wiser-haus.de

Beitrag von Isolde Stöcker-Gietl, MZ, zum Thema misshandelte Kinder (Villa Kunterbunt)
 http://www.mittelbayerische.de/index.cfm?pid=2680&pk=18321&p=1

http://www.mittelbayerische.de/index.cfm?pid=1441&pk=305301&p=1

http://www.mittelbayerische.de/index.cfm?pid=2735&pk=443821&p=1

http://www.mittelbayerische.de/index.cfm?pid=3439&pk=267839&opv=snd

http://www.mittelbayerische.de/index.cfm?pid=1433&pk=12012

http://www.librikon.de/Webseiten%20Portrait%20um%2011/Freiheit.htm (zum Lisabuch)

http://www.armin-wolf.com/benefiz.php (Armin Wolf ist Pate für das INES-Projekt)

http://www.bezirk-oberpfalz.de/php/anzeige/aktuelles/aktuelleseintrag.php?key=1029

 

 

 

 

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Buchempfehlung


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Thomas Wiser Förderverein

Regensburg, 3.10.2009

Neben dem Thomas-Wiser-Haus selbst gibt es einen Förderverein. Dieser wurde 1999 unter Mitwirkung des Thomas-Wiser-Hauses, der Pfarrei und des Bürgermeisters und anderer Personen gegründet. Der eingetragene Name des Fördervereins lautet: "Förderverein Thomas Wiser Haus e.V."

Hauptziele der Gründung waren Öffentlichkeitsarbeit  und externe Finanzierungshilfen.

Die Öffentlichkeitsarbeit bezieht sich dabei weniger auf das Haus selbst, als auf die Heimkinder und Jugendlichen. So gab es viel Unwissen und Vorurteile über das Regenstaufer Heim und seine Heimkinder. 

Bei den Finanzierungshilfen ging es um die Akquirierung von Spenden und Durchführung von Benefizaktionen.  Das Haus selbst hat keine Resourcen für derartiges Sozialmarketing. Beim Thema Finanzierung spielte auch die Erkenntnis eine Rolle, dass eine bloße Spende an das Haus aufgrund finanztechnischer und bürokratisch-rechtlicher Vorgaben nicht immer optimal sind.

Mit HIlfe des Vereins können völlig unbürokratisch den Kindern diejenigen Leistungen zugeführt werden, für die ein Bedarf vorhanden ist.

Der Verein beschreibt seine Funktion auf seiner Webseite www.foerderverein-thomas-wiser-haus.de folgt:

Der Verein fördert und unterstützt die Anliegen des Thomas Wiser Hauses. Insbesondere sind wir Anwalt der Kinder und Jugendlichen nach außen. Wir werben für Verständnis und Toleranz gegenüber den Kindern und ihrer besonderen Bedürfnislage.

Das Haus selbst bietet zwar anerkanntermaßen eine qualifizierte Betreuung und Unterkunft.  Doch darüber hinaus sind die finanziellen Möglichkeiten sehr eingeschränkt, dies insbesondere in Zeiten finanzieller Engpässe in den öffentlichen Haushalten. Deshalb überprüfen üblicherweise die  zahlenden Träger  sehr streng die Haushaltspläne bzw. Tagessatzkalkulationen derartiger Institutionen. Die Träger wollen mit den Tagessätzen nur die notwendigen Ausgaben finanzieren.

Das Thomas Wiser Haus erhält derzeit

für jedes Kind für dessen persönlichen Bedarf

einen  jährlichen Pauschalbetrag von 770 Euro

Damit sind die Kosten für Kleidung, Schuhe, Schulbedarf, Freizeitgestaltung, Geburtstags- und Weihnachtsgeschenke und persönlichen Bedarf zu finanzieren.

Die Finanzierung von Klassen-, Abschlussfahrten oder anderen Schulausflügen ist aus diesen Mitteln genauso wie die Anschaffung von Fahrrädern, Skiern, Schlittschuhen u.ä.  jedoch nicht möglich.

Genau hier greift die Unterstützung des Fördervereins. So finanziert er zum Beispiel  alle Klassenfahrten,  schulische Veranstaltungen,  Nachhilfeunterricht oder Musikunterricht,  da diese Dinge aus dem laufenden Budget des Hauses nicht finanziert werden können.

Die Einnahmen des Fördervereins werden ferner  verwendet für:

  •  Geschenke für Kommunion Firmung und Konfirmation
  •  Bekleidungszuschüsse / Brillenfassungen / Brillen
  •  Bücherkauf / Zeichenplatte für Technisch-Zeichnen
     
  •  Klassenfahrten / Abschlussfahrten für Schüler, die ihre Schulausbildung beenden
  •  Musikunterricht / Gitarrenunterricht / Reitstunden / Gesangsunterricht /Schlagzeugunterricht
  •  Nachhilfe / Quali-Vorbereitungskurs
     
  •  Unterstützung der Aktion „Laufen hilft“
  •  Geschenke für besondere Leistungen (z.B. ein gutes Prüfungsergebnis, sportliche Auszeichnung)
  •  Mutter-Kind-Kurs
  •  Präsente für die Teilnehmer des Minimarathons
  •  Unterstützungen im Freizeitbereich für Zeltlager u.ä.: z.B. Fahrräder / Skier / Schlittschuhe / Graffiti-Projekt / Trommelkurs / Brotbackmaschine / Klangspieltisch / Fußballtor – Torwand - Kicker

Der Verein finanziert dies, außer durch die Mitgliedsbeiträge, u.a. durch

  • Spendenaktionen oder Spendenakquisition (*)
  • Teilnahme am jährlichen Weihnachtsmarkt der sozialen Initiativen
  • der (schon zum Renner gewordene) Regenstaufer Jahreskalender
  • die Laufen-Hilft Aktion (5-km Benefizaktion im Rahmen des Regensburger Marathons,
  • bei der  prominente Regensburger für einen guten Zweck laufen
  • kulturelle Benefizveranstaltungen (wie z.B. die Kabarett-Veranstaltung von Inge Faes im Oktober 2009)
  • Das vereinseigene Buchprojekt „Ich war kein braves Mädchen“ mit Kindheitsgeschichten prominenter Leute (bis hin zum Papst Benedikt) unter der Leitung von Sieglinde Geipel
  • dem Bücher- und Schallplattenmarkt und vielen anderen Aktionen

 Frau Sieglinde Geipel

Frau Sieglinde Geipel ist und war von Anfang an die Vorstandsvorsitzende und treibende Kraft des Vereins. Ohne ihre Tatkraft und ihren Einsatz würde es den Verein wahrscheinlich nicht geben, auf keinen Fall hätte er meiner Einschätzung nach solchen Erfolg gehabt. Frau Geipel ist Lehrerin und ist auch außerhalb dieses Vereines in vielfacher Weise sozial engagiert.

Sie ist es auch, die den Regenstaufer Jahreskalender "erfunden" hat, der wegen seines besonders interessanten Inhalts stest schnell ausverkauft ist. Sie gestaltet und macht diese Kalender auch weiterhin selbst.

Frau Geipel ist auch diejenige, die das derzeitige Buchprojekt "Ich war kein braves Mädchen" in Angriff genommen hat. Mit diesem Buchprojekt hat sie nicht nur  Bürger aus Regenstauf und Umgebung, sondern auch Prominente angesprochen und dabei wirklich erstaunliches geschafft.  Unter den Autoren sind:

  • Bundeskanzlerin Angela Merkel, die das Vorwort für das Buch schrieb.
  • die Schauspielerin Senta Berger, die das Buchprojekt unterstützt
  • Horst Seehofer, 
  • Dr. Edmund Stoiber,
  • Brigitte Zypris,
  • Dr. Annette Schavan,
  • Ulla Schmidt,
  • Emilia Müller,
  • Staatsministerin Stewens,
  • Werner Schnappauf.
  • Zahlreiche regionale Politiker

und, wer hätte das für möglich gehalten:

  • Papst Benedikt XVI, der ebenfalls eine Kindheitsgeschichte beigesteuert hat (kein Witz)

Über einhundert Kindheitsgeschichten konnte sie bisher sammeln. 

Siehe auch den Zeitungsbericht  über das Buchprojekt "Ich war kein braves Mädchen"
http://www.thomas-wiser.org/media/presseberichtneu.pdf

Ferner die Unterseite auf der Webpräsenz des Vereins:
http://www.foerderverein-thomas-wiser-haus.de/html/einbuch.html

 

Die Homepage

Die Homepage des Vereins: http://www.foerderverein-thomas-wiser-haus.de/

Der komplette Name des Vereins: Verein der Freunde und Förderer Thomas Wiser Haus Regenstauf e.V.

Ansprechpartner: Sieglinde Geipel, 1. Vorsitzende

Spendenkonto: 8 186 900 Sparkasse Regensburg (750 500 00)

 


 (*) Ich habe den Begriff der  "Spendenakquisition" bewusst gesondert neben dem Begriff der "Spendenaktion" verwendet, weil es viele Spender gibt, die bezüglich iherer Spende nicht genannt werden wollen.

 

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