Regensburger Tagebuch
Persönliche Tagebuch-Notizen aus der nördlichsten Stadt Italiens

Seite: Transportschiff Tamri

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Regensburg zwischen Rotterdam und Schwarzem Meer - Plausch im alten Hafen

Ein Besuch auf dem in Regensburg ankernden Transportschiff "Tamri".

Das rumänische Transportschiff "Tamri" im Schubverband mit einem Leichter. Capitan: C. Vasile,
Mein "Gastgeber" und Führer: STeuermann Fatu Ermegon-Valeric (ich hoffe, ich habe es richtig geschrieben)

Eigentlich wollte ich mit Yorki nur ein bisschen im alten Hafen spazieren gehen, etwa dort, wo das Kulturzelt sonst residiert, und ein paar Fotos vom Dom schießen. Der Steuermann der der dort angetäuten Frachter grüßt uns winkend und ich frage ihn, ob ich mir mal das Schiff ansehen kann. Darauf erfolgt prompt eine Einladung und Führung durch das Schiff.

Eigentlich sind es zwei Schiffe, so wie es im Transportbereich üblich ist, ein Motorschiff und ein Begleitschiff, ein so genannter "Leichter". Beide haben große Ladeflächen. Meist fahren sie im Schubverband, das Motorschiff hinten, also schiebend, so wie man es bei der Segelscheinprüfung lernt - schließlich segelt man auch auf Donau und Rhein und die Schifffahrtregeln müssen gelernt sein. Manchmal, so erklärt mir der Steuermann, fahren sie auch im Koppelverband, also leicht versetzt nebeneinander.

Es ist Sonntag und Ruhe auf dem Schiff. In den nächsten Tagen müssen sie den daneben lagernden Stoß von Baumstämmen laden und zum Schwarzen Meer bringen. Das Schiff kommt von Rotterdam und hatte unterwegs andere Frachtaufträge erledigt.

Das Schiff selbst,  stammt aus Rumänien, und natürlich auch die Mannschaft.

 

 

 

 

 

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Ein Besuch an Bord der Tamri

Blick von der Brücke flußaufwärts zum Dom; dazwischen die Nibelungenbrücke.

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Hier regiert der Steuermann

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Nach der Einladung, an Bord zu kommen, müssen wir erst mal unsere Schwindelfreiheit beweisen. Da das Geländer vorübergehend fehlte, war das Geländerseil am Laderaum befestigt.

 

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Der Steuermann und ein Matrose

 

 

 

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Dieser Holzstapel muss in den nächsten Tagen aufgeladen und zum Schwarzen Meer gebracht werden. Heute ist Sonntag, da geht nichts

 

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 Einblick in die Brückentechnik

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Die Brücke ist tagsüber der Lebensraum, also muss er wie ein Wohnzimmer ausgestattet sein.

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Die lokale Karte ist in Deutsch. Damit muss der rumänische Steuermann, der nur gebrochen Deutsch spricht, klar kommen.

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Die Spitze des Begleitschiffs, dem "Leichter", ganz am anderen Ende im Vergleich zur Brücke. Hier ein Blick unter die Nibelungenbrücke hindurch - zu sehen ist die Hengstenbergbrücke und dahinter die Steinerne Brücke.

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Der Leichter, rechts davon (flußabwärts) kaum sichtbar das eigentliche Transportschiff.

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 Im Teleobjektiv sehen die beiden Schiffe viel kürzer aus. 

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Ein bisschen Know-How über die Schifffahrt auf der Donau.

Heute befahren verschiedene Schiffstypen die Donau. Neben rund 100 Hotelschiffen, welche zu Mehrtags-Kreuzfahrten vor allem zwischen Passau, Wien, Budapest und dem Schwarzen Meer ablegen, fahren eine Vielzahl an internationalen Frachtschiffen und zahlreiche Tagesausflugsschiffe auf der Donau.

Die Stromgeschwindigkeit liegt selbst bei Hochwasser - solange noch geschleust wird - nicht über 10 km/h, die berüchtigten Hexenkessel wie z.B. das Eiserne Tor, die Stromenge bei Grein oder die Isarmündung sind durch Schleusen etc. entschärft und völlig harmlos.

Die oft durchaus bedeutenden Strudel sind zwar gewöhnungsbedürftig, für den aufmerksamen Rudergänger aber keineswegs gefährlich. Nur der Einsatz eines Autopiloten ist da natürlich stark eingeschränkt, zumindest im oberen Bereich, und bei Niedrigwasser auch dort, wo sich die Fahrrinne gelegentlich von mehreren Kilometern auf wenige hundert Meter Breite verengt.

Das ermöglicht in diesem Bereich auch erstmals den Einsatz von Containerschiffen, ein großes Containerterminal ist in Rousse (Bulgarien) bereits in Bau. Sonst wird auf der unteren Donau, das ist bis zur Nordgrenze Rumäniens, vor allem mit Schubverbänden von bis zu 10 Einheiten - ein Schuber und neun Lastkähne, dies ergibt eine Transportkapazität von 15.000t - gearbeitet, auf der mittleren Donau, das ist bis zur Nordgrenze Ungarns, noch immer mit bis zu fünf Einheiten und im oberen Bereich noch mit drei Einheiten gearbeitet. Ein großer Teil der Fracht besteht dabei aus Massengütern wie Kohle und Baustoffen.

 

Auf der Donau herrscht die Verbandsform vor. Etwa 90% aller Transporte werden in dieser Form und nur 10% durch einzeln fahrende Motorgüterschiffe durchgeführt. Für das Rheinstromgebiet ist das Verhältnis von Einzelfahrern zu Verbänden genau umgekehrt.

Ein Verband besteht aus einem Motorgüterschiff (Schiff mit eigenem Laderaum) bzw. aus einem Schubboot und einem oder mehreren antriebslosen Leichtern (engl. Bargen), die mit dem Motorgüterschiff oder Schubboot starr verbunden sind.

 

Schubverband mit vier Leichtern

 

Donau

Rhein

Länge

193 m

193 m

Breite

22 m

22,80 m

Tiefgang

2,7 m

3,70 m

Tragfähigkeit

7.000t

11.000t

Quelle: VNF - Voies navigables de France

 

Quelle: http://www.donauschifffahrt.info/daten_fakten/schiffe/schiffstypen/schiffsverbaende/

Die Grundregel der Formationsbildung lautet: Schiffseinheiten in Verbänden sind so zu gruppieren, dass die Wasserwiderstände bei Fortbewegung möglichst gering sind. Um den Widerstand der abgleitenden Bugwelle zu verringern, werden die Leichter nach hinten versetzt angeordnet.

Um Kurven mit besonders starken Krümmungsradien mit Verbänden besser durchfahren zu können,  werden Verbandseinheiten – falls die technischen Einrichtungen an den Schiffseinheiten vorhanden sind – nicht starr, sondern mit gelenkigen Verbindungen gekuppelt, wodurch in der Krümmung ein gesteuertes Knicken des Verbandes möglich wird. Die Manövrierfähigkeit der Leichter kann zusätzlich durch ein Bugstrahlruder erhöht werden. Um die Spurstabilität des Verbandes zu steigern, werden Passivruder eingesetzt.


Die Anordnung der Leichter im Verband erfolgt, je nach Fortbewegungsrichtung, stromaufwärts bzw. stromabwärts. Stromaufwärts soll der Verband eine möglichst geringe Querschnittsfläche zur Strömung aufweisen (Minimierung des Treibstoffverbrauches), weshalb die Leichter hintereinander, in so genannter Zigarren- oder Spargelform, angeordnet werden. Im Gegensatz dazu fahren die Leichter stromabwärts nebeneinander, um die Manövrierfähigkeit des Verbandes, vor allem das Anhalten, zu erleichtern.

Die maximale Anzahl der Leichter eines Verbandes wechselt auf den einzelnen Abschnitten der Donau. So ist die Donau zwischen dem Hafen Passau in Deutschland und der ungarisch-slowakischen Grenzstrecke für Verbände mit bis zu vier Leichtern bei normalen Fahrwasserverhältnissen problemlos befahrbar. Im Unterlauf der Donau kann ein Verband aus bis zu 16 Leichtern bestehen

Die Donau und ihre Schifffahrt sind seit jeher miteinander verbunden. Der rund 2.800 km lange Strom wird von vielen verschiedenen Schiffstypen, unter anderem Tagesausflugsschiffe, Kabinenschiffe, Frachtschiffe oder Motorboote befahren. Hier soll der Fluss Donau, die historische Entwicklung der Donauschifffahrt und die heute wichtigsten Tagesausflugs-Schifffahrts-Unternehmen auf der Donau vorgestellt werden.


 

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