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Samstag, 3. Januar 2009

Ausstellungseröffnung Kunstverein GRAZ: Konkret Genug

Jürgen Huber, Vorsitzender des Kunstvereins GRAZ (und mittlerweile auch Stadtrat) fragt sich und uns: "Wo steht die Konkrete Kunst der Region nach dem Boom der figurativen Malerei?". Dazu hat er sich zur Beantwortung der Frage einige Künstler eingeladen. Ausstellungseröffnung ist am 16. Januar 2009.

Ein neus Jahr hat begonnen und gleich folgt im KunstvereinGRAZ die nächste Ausstellung.

Jürgen Huber, Vorsitzender des Kunstvereins GRAZ (und mittlerweile auch Stadtrat) fragt sich und uns: "Wo steht die Konkrete Kunst der Region nach dem Boom der figurativen Malerei?". Dazu hat er sich zur Beantwortung der Frage einige Künstler eingeladen.

Am 16.Januar eröffnet die Ausstellung um 20Uhr mit Arbeiten von:
Václav Malina, Sabine Straub, Svenja Doyen, Václav Sika und Elmar Göppl.

Eröffnung:  16. Januar 2009 um 20 Uhr
Dauer:  16. Januar bis 6. Februar 2009
Do. Fr. Sa. und So.  jeweils von 16 bis 19 Uhr
Zur Eröffnung spielt Albert Plank konkrete Musik.



Dieses Thema finde ich persönlich sehr interessant. Die Richtung der,  missverständlicherweise so getauften,  "Konkreten Kunst" hat mir immer sehr gefallen. Und die Werke, die es hier seit den dreißiger Jahren gibt, sind genauso faszinierende wie heute.



Der Begriff Konkrete Kunst wurde 1924 von Theo van Doesburg eingeführt und 1930 in einem Manifest justiert für eine Richtung der Kunst, die im Idealfall auf mathematisch-geometrischen Grundlagen beruht. Sie ist im eigentlichen Sinne nicht abstrakt, da sie nichts in der materiellen Realität Vorhandenes abstrahiert, keinerlei symbolische Bedeutung besitzt und mehr oder weniger rein durch geometrische Konstruktion erzeugt ist.

Weitere Informationen zur Konkreten Kunst finden Sie  auf Wikipedia: http://de.wikipedia.org/wiki/Konkrete_Kunst


Der KunstvereinGRAZ frägt angesichts der in den letzten Jahren fast ausschließlich figurativen Kunst nach dem Stellenwert, dem Zustand und den Hintergründen der einstmals modernsten aller modernen Künste der Konkreten Kunst.

Wie kann konkrete Kunst heute noch neu sein, frisch und überraschend sein, wenn doch viele Zeitgenossen der konkreten Kunst längst ihre Innovationsfähigkeit abgesprochen haben. Kann eine regionale Szene in Ostbayern und Westböhmen darauf befriedigende, spannende, ja neue Antworten liefern?

Jürgen Huber hat als Kurator der Ausstellung KONKRET GENUG mit Václav Malina aus Pilsen einen der profiliertesten Vertreter, mit Václav Sika einen der lustigsten Vertreter der konkreten Kunst aus Böhmen eingeladen. Mit dem klassischen Bildhauerarbeiten von Elmar Göppl und den mit Fäden übersponnenen, seltsamen nahe am Figurativen gemalten Bildern von Svenja Doyen, ebenfalls Regensburg und den kühlen Rhythmen-Reliefs (siehe Anhang), tastengleich und verspiegelt, von Sabine Straub (München) wird die Ausstellung "heiter an den Grenzen des Nichtfigürlichen, des Nichtsymbolischen und der Frage nach dem Signifikat und dem Signifikanten entlang spazieren", wie es im Pressetext heißt.