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Samstag, 23. September 2017

Berchinale - Ausflug nach Berching



Der gleiche Platz vor Sonnenuntergang




Gestern war ich das erste mal in Berching, einem bezaubernden Ort westlich von Dietfurt, auch Kleinod des Mittelalters genannt. Indirekter Anlass war die Eröffnung der dreitätigen Aktion "Mittelalter trifft auf Lichtkunst" (Daten am Ende des Artikels)

Damit verbunden ist auch dieses Jahr die  Gemeinschaftsausstellung "Hotel Arcadia", bei der auch mein Sohn Fabian und seine Lebensgefährtin Anna Graf mit einer Installation beitrugen, sowie einige andere ehemalige oder noch-Regensburger Studenten ( Daten zur Ausstellung ebenfalls am Ende des Artikels)


Zu diesen Regensburger Studenten gehören neben meinem Sohn Fabian Burkes auch Fabian Bertelshofer und die Künstlerin Stephanie Walter (über die ich früher schon berichtete).

Stephanie Walter und der Berchinger Künstler Roman Jörg Mayer organisierten ferner diese Ausstellung.

So wie ich das verstanden habe, nicht das erste mal. Nach der Gastausstellung "Relocating Arcadia" (2015) im Turm der Stadtmauer  wurde dieses Jahr ein äußerst interessantes Gebäude gefunden: das seit 10 Jahren leerstehende Hotel "Zur Post" - die verlassenen Räume werden als Ausstellungsfläche genutzt. Das war wirklich ein gelungener Coup und eine herrliches Ambiente für die Ausstellung. 

Zudem waren viele Bürger Berchings begeistert, dieses seit 10 Jahren leerstehenden Gebäude endlich mal wieder von innen zu sehen. Ein Ehepaar erzählte mir schwärmend, wie hier früher "die Hölle loswar". 100 Betten, eine Diskothek, mehrere Gasträume, und immer ging es rund: denn in der Reisesaison fuhren hier täglich die Fernbusse von  Holland nach Italien und Holland nach Jugoslawien durch. Und täglich hielten Busse an, die Leute übernachteten und feierten hier. Das Gebäude war immer wieder in der Presse - vor kurzem wurde es von der Stadt an ein Ehepaar verkauft, das wieder Leben in das Gebäude bringen will.


Roman Jörg Mayer, Stephanie Walter

Ausstellungsort: das ehemalige "Hotel zur Post"

























Nach der Eröffnung der Berchinale ab 18.00 Uhr kamen die ersten Besucher - so richtig voll wurde es aber erst nachts, da dann die Besucher auch die Lichtinstallationen in der Stadt besichtigen wollten. Und am Samstag war dann den ganzen Tag die Hölle los, erfuhr ich später.



Ein Ehepaar (die Frau hatte hier früher gearbeitet, genauso wie ihre Mutter) gab mir einen Einblick in die Geschichte des Gebäudes: hier war die Disco-Tanzfläche. Der Raum war Cafe und Diskothek



Ich verlasse die Ausstellungsräume und erkunde den Ort. Noch ist nicht ersichtlich, welch herrliche Lichteffekte es nach Einbruch der Dunkelheit geben wird, aber ich genieße einfach, den mittelalterlichen Ort zu erkunden.

Hier in diesem malerischen Flusstal bastelten die Lichtkünstler an ihren Geräten, die dann nach Einbruch der Dunkelheit zum Einsatz kamen

Überall präsent: die Türme, Tore und Mauern der mittelalterlichen Stadtbefestigung




Licht-Installation im Durchgang

Der Rhein-Main-Donau-Kanal
(weiter östlich fließt der Vorgänger, der Ludwig-Main-Donau-Kanal, durch den Ort)


Die Vorbereitungen für die Lichtinstallationen im Flusstal laufen.

Eine Skulptur mitten im Fluss




Nochmal ein kurzer Blick in die Ausstellung, wo sich neugierige Besucher tummeln.



Es wird dunkel. Ich verlasse die Ausstellung und wandere durch die Stadt. Im Flusstal gibt es herrliche Lichtinstallationen, begleitet von elektronischer Musik. Eine gelungene Mischung.

An diesem Freitag war noch relativ wenig los, erst am Samstag war der Ort voller Besucher.












Man sieht an der Wand, wie der Akteur in der Farbemulsion rührt (siehe nächstes Bild)
 



















Tag-und-Nacht-Vergleich





Nachtrag zu den Fotos: ich hätte aus dem Auto das Stativ holen können. Aber ich wollte bewusst austesten, was noch ohne Stativ geht. Die meisten Bilder entstanden frei Hand mit 6400 ISO, bei anderen habe ich die Kamera irgendwo aufgelegt (Mauer, Parkbank). Bei einigen habe ich die ISO-Zahl auf 200 reduziert, so dass ich 10 Sekunden und länger belichten musste. Den Qualitätsunterschied würde man aber nur bei Detail-Vergrößerungen erkennen, weil dann das sonst auftauchende Rauschen fehlt. Insgesamt bin ich wieder einmal begeistert von meiner Einsteiger-DSLR von Canon, die Canon 550D, die ich seit Jahr 2012 benutze, und zwar zusammen mit einem ganz gewöhnlichen Super-Teleobjektiv (18-200) von SIGMA. Kein teueres lichtstarkes Objektiv also, sondern ein ganz normales Universal-Zoom-Objektiv.


Das übergreifende Lichtkunstfestival:

Mittelalter trifft auf Lichtkunst
Datum:  22.09.17 - 24.09.17
Freitag ab 17.00 Uhr, Sa./So. ab 14.00 Uhr bis ca. 23.00 Uhr
Infotelefon: 08462/205-13
Vom 22.-24. September verzaubert Lichtkunst und kunstvolle Architekturbeleuchtung die Besucher. Die mittelalterliche Altstadt mit ihren Mauern, Türmen, Gassen und dem Wasser bietet hierzu eine einmalige Kulisse.
Als Begleitprogramm gibt es einen Künstlermarkt und Kunstausstellungen, die Nacht der Offenen Türme und kleine Musikstationen. Speis & Trank steht unter dem Motto „Europa lädt ein“ - ganz im Zeichen des 25jährigen Jubiläums des Europakanals.
Ein Fotowettbewerb gibt es auch wieder, weitere Infos dazu finden Sie rechts oben beim Link Fotowettbewerb.
Die Lichtinstallationen bleiben bis 30.09.2017 stehen.
EINTRITT FREI!

Die Kunstausstellung:

"Hotel Arcadia" - Gruppenausstellung in Berching
Bahnhofstraße 1, 92334 Berching, Deutschland

Vernissage: Freitag 22.9. 18.00 Uhr

FR 22.09. 18-22 Uhr
SA 23.09. 14-22 Uhr
SO 24.09. 14-18 Uhr

SA 30.09. 14-18 Uhr

Im Rahmen des Lichtkunst-Festivalwochenendes "Berchinale" lädt die Stadt Berching zum zweiten Mal junge Künstler aus Nürnberg, Regensburg und Wien ins Altmühltal, um ihre künstlerischen Positionen zu präsentieren.

Fabian Bertelshofer
Fabian Burkes
Markus Burkhard
Adam Cmiel
Anna Graf
Monique Haber
Max Hanisch
Roman Jörg Mayer
Goda Plaum
Jack Savant
Christoph Scholter
Dominik Seibold
Stephanie Walter