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Sonntag, 12. Februar 2023

Finding Homeland - neue Ausstellung im KuG ab 3.3.2023

Die aktuelle KuG-Ausstellung "Unter Bäumen" läuft noch bis 19. Februar. 

Die nächste Ausstellung im Kunst- und Gewerbeverein wird für den 3. März angekündigt. Es ist eine Kooperation zweier Künstler:


Finding Homeland
Simone Distler, Fahar Al-Salih

3. März bis 2. April 2023


Am Freitag, 3. März 2023 wird um 19 Uhr die Ausstellung "Finding Homeland" mit Simone Distler und Fahar Al-Salih im Kunst- und Gewerbeverein Regensburg eröffnet.

Es begrüßt Dr. Georg Haber, 1. Vorsitzender. Tony Kobler, Sprecher des Ausstellungsausschusses, führt in das Werk ein. Simone Distler und Fahar Al-Salih sind anwesend.

Die Ausstellung läuft bis zum 2. April 2023 und ist jeweils Dienstag bis Sonntag von 12 bis 18 Uhr geöffnet. Die Ausstellungsräume befinden sich in der Ludwigstraße 6 in der Altstadt von Regensburg.

Begleitprogramm zur Ausstellung:

Am Sonntag, 12.03. und 26.03.2023 führt Tony Kobler M.A. durch die Ausstellung. Beginn ist um 14 Uhr. Die Gebühr beträgt 6 Euro. Anmeldung über die VHS Regensburg oder direkt an der Kasse.

Zur Ausstellung:

"Finding Homeland" ist die Kooperation zweier Künstler, die in ihrer Malerei der Frage nach Heimatsuche und Heimatfinden nachgehen. Heimat ist ein Konstrukt und „wird häufig eher als unklarer Sehnsuchtsort wahrgenommen. […] In den besten Fällen bringt er ein bisschen Stabilität oder ermöglicht zumindest ein kleines bisschen freien Raum zur Entfaltung […]. Selten sind es Länder, die dann Heimat darstellen, sondern viel eher sinnliche Erfahrungen wie Gerüche, Essen oder eben die Wahrnehmung der Landschaft.“ (Anabel Roque Rodríguez)

Eines der Kernthemen in den Arbeiten des Künstlers Fahar Al-Salih ist Heimat – ein sehr persönliches Thema, das er jedoch immer wieder als künstlerischen Raum für den Betrachter öffnet. Al-Salih bedient sich in seinen gestisch-expressiven »Shelter«-Bildern dem Motiv einer Hütte um die Abstraktion von Heimat darzustellen und dies gleichsam als Symbol für Geborgenheit und Sicherheit auf der einen sowie einem Freiheitsgefühl auf der anderen Seite zu nutzen. „Meine erste Malerei mit 10 Jahren zeigte Motive wie Berge und Hütten, um die Abstraktion von Heimat darzustellen und dies gleichsam als Symbol für Geborgenheit und Sicherheit auf der einen sowie einem Freiheitsgefühl auf der anderen Seite zu nutzen. Vielleicht sind es diese Themen aus meinem Nomadenleben, die mich geprägt haben: Jeder sucht, was er nicht hat“, so Al-Salih im Interview mit Roque Rodríguez.

Simone Distlers abstrakte Malerei lässt Anklänge an landschaftsähnliche Motive erahnen, Landschaft als Sehnsuchtsort für das entschwundene Gefühl der Einheit und Geborgenheit. In lasierend aufgetragenen zarten, durchscheinenden Farbschichten, durch Aussparungen und Verdichtung im Farbauftrag komponiert sie Formationen, die Assoziationen an Dünen, Wasser und Luft wecken. Zum gemeinsamen Projekt im Kunstverein sagt Simone Distler „Was mich an unserem Ausstellungstitel berührt ist die Verletzlichkeit des Menschen, die darin Platz hat. Das Leben kann so hart sein und hart machen, aber im Grunde suchen wir alle Trost, Halt, Sinn und Schutz“.

Zu den Künstlern:

Simone Distler

Simone Distler, geb. 1982 in Dettelbach/Unterfranken, studierte von 2009 bis 2014 Malerei an der Burg Giebichenstein Kunsthochschule in Halle/Saale und schloss ihr Studium als Meisterschülerin bei Prof. Ute Pleuger 2016 ab. Anschließend folgten verschiedene Stipendien u.a. das Graduiertenstipendium der Burg Giebichenstein und Arbeitsstipendien der Kunststiftung Sachsen-Anhalt und Kloster Bergischen Stiftung. Seit 2016 arbeitet sie freischaffend in Erdeborn.
Weitere Informationen: www.simonedistler.weebly.com

Fahar Al-Salih

Fahar Al-Salih, geboren 1964 in Belgrad, wuchs in Kuwait und im Irak auf. Er studierte bei Prof. Markus Lüpertz, Jerry Zeniuk und war Meisterschüler bei Hermann Nitsch. Al-Salihs Arbeiten werden national und international gezeigt. Seit 2022 ist ein Werk Teil der Sammlung von The National Museum of Contemporary Art in Bagdad. Heute lebt er in Karlsruhe. Seine Arbeiten beschäftigen sich mit dem Konzept von Heimat, Flucht und schaffen eine Brücke zwischen Europa und dem arabischen Raum.
Weitere Informationen: www.fahar.com