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Mittwoch, 22. November 2017

Die Guerickestraße im Januar 2014

Ich habe an diesem Tag alle Termine abgesagt und passe nur auf Yorki auf, der zwei Bein-Operationen hinter sich hat - die erste vor zwei Wochen, die letzte (wegen Komplikationen) am Wochenende in einer Tierklinik in Nürnberg. Ich bin mittlerweile ziemlich erschöpft, unausgeschlafen, und für die auf dem Schreibtisch wartenden Akten, die ich erledigen müsste, habe ich weder Nerven noch Geduld.  Um mich abzulenken, widme ich mal wieder dem vernachlässigten Blog und nehme mir alte Artikel-Entwürfe vor. 

Da ist unter anderem eine Foto-Dokumentation der Guerickestraße aus dem Jahr 2014, schon lange angelegt, aber der Text fehlt noch. 

Damals, im Januar 2014,  machte ich einen längeren Spaziergang mit Yorki und Kamera, wobei ich gezielt diese Straße dokumentieren wollte, die sich - nach Wegfall der Kasernen - bereits gewaltig im Umbruch befand.



Die Guerickestraße

Ich beginne den Spaziergang nicht ganz am Anfang, bei der Landshuterunterführung, sondern weiter hinten, beim Safferlinger Steg. Den überschreitend komme ich zum Bosch-Gebäude, das bekanntlicherweise an Samstagen als Flohmarkt-Gebäude diente und vielleicht noch dient.

Der Bosch-Markt selbst ist schon länger eingestellt. Ich kann mich noch erinnern, dass ich in den 80er oder 90er Jahren dort mit meinem Wagen zur Elektronik-Werkstatt gefahren bin; wann der Betrieb eingestellt wurde, weiß ich nicht mehr.

Einer Nachricht in regensburg-digital entnahm ich im Juli 2017, dass die Stadt Regensburg das Bosch-Gelände für 4,4 Millionen gekauft hat.




Das BOSCH-Gebäude

Bosch-Gebäude, im Hintergrund der Safferlinger Steg






Ich passiere das  LERAG-Gelände








Und hier beginnt das Viertel, das sich seit Abbruch der Kasernen von Jahr zu Jahr ändert. Im Jahre 1914 sieht man schon etliche Neubauten, aber auch Baustellen.






Blick Richtung Josefskrankenhaus




In diesem Bereich - also erst ganz am Ende der Guerickestraße und/oder in den Seitenstraßen dazu -  standen früher die Bordsteinschwalben, die dem Namen "Guerickestraße" den frivolen Ruf ab den siebziger und achtziger Jahren einbrachte. Sie seien schlagartig verschwunden, nachdem die Kaserne dicht gemacht hatte. Der ganze vordere Teil der Guerickestraße hatte damit also nichts zu tun.




Blick zurück


Dieser Gebäudeturm markiert das Ende der Guerickestraße. Dort residierte auch der Porno-Abmahnanwalt Urmann; beim Spaziergang fand ich noch sein Kanzleischild (U+C = Urmann und Collegen). Die Kanzlei existierte damals aber dort nicht mehr.







 Noch vor dem Wohnturm befand sich (damals, 2014) ein leerstehendes, leicht ausgebranntes Gebäude, das früher offenbar als Bordell diente





Danach endet die Guerickestraße in der Zeißstraße. In der Zeißstraße scheint sich in den letzten Jahren so gut wie nichts geändert zu haben.











Mission erledigt, wir gehen zurück.



Beim Rückweg mache ich einen Abstecher beim Sportplatzgelände und folge den Nebengleisen


Ich entdecke eine Sportanlage, von der ich bisher nichts wusste. Die Bezirkssportanlage Ost, wie sie heißt, ist gerade erst in Betrieb gegangen, was ich aber erst später bei Recherchen erfahren habe. Offenbar gehörte die Sportanlage zur Kaserne, war in den letzten Jahren verwildert und wurde zwischen 2012 und 2014 saniert. 2013 müssen wohl schon die ersten Wettkämpfe möglich gewesen sein und im April 2014 wurde auch eine Sportgaststätte feierlich der Öffentlichkeit übergeben (http://www.mittelbayerische.de/region/regensburg-stadt-nachrichten/sanierte-sportanlage-im-osten-blueht-auf-21179-art1048987.html und https://mobil.wochenblatt.de/news-stream/regensburg/artikel/32452/regensburg-investiert-in-sportstaette-im-stadtosten)






Ich komme auf einen freien Platz mit Baracken, die heute nicht mehr existieren. Folgende Fotos sind mehr Impressionen als Dokumentationen.

























Und zurück auf die Greflinger Straße auf dem Weg zum Safferlinger Steg




Vom Safferlinger Steg aus sehe ich die Güterwagons, die ich neben der Sportanlage Ost fotografiert hatte