Anfang 2007 folgte dann der Umzug in die Altstadt. Seitdem füllt Löffler die relativ kleinen Räume in der Adresse "Am Brixener Hof 11" mit zeitgenössischer Kunst. Dass er diese zeitintensive Arbeit über ein viertel Jahrhundert hinweg quasi nebenberuflich gestemmt hat – im Hauptberuf ist er Sozialpädagoge –, nötigt mir tiefen Respekt ab.
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| Galerie "konstantin b" |
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| Bernhard Löffler, Betreiber der Galerie "konstantin b" |
Dann geht es weiter zum "
Schaulager Erdel" mit der Adresse "Am Schallern". Dort wurde von der Kuratorin Antonia Kienberger die Gemeinschaftsausstellung "anima/animal" eröffnet (die Vorankündigung findet ihr hier:
https://www.regensburger-tagebuch.de/2026/09/animaanimal-gruppenausstellung-im.html)
Die Künstler sind: Lisa Beane, Ursula Bolck-Jopp, Katharina Claudia Dobner, Wolfgang Domröse, Barbara Muhr, Zhao Bin und Zhenya Li. An diesem Abend persönlich mit dabei: die neu in der Galerie vertretene Münchner Künstlerin Zhenya Li, deren Koi-Bilder gut beim Publikum ankamen.
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| Zhenya Li und Antonia Kienberger |
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| "Schaulager Erdel" von außen |
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| Zhenya Li |
Weiter geht es zur Galerie art affair, wo um 19 Uhr die Ausstellung Deepness Color mit Werken von Raphael Rack eröffnet wurde. Diese Ausstellung gibt es bis zum 24. Oktober. Zu sehen sind großformatige, abstrakt-expressionistische Werke mit leuchtenden Farbkompositionen.
Die Galerie Art Affair feierte erst im vergangenen Herbst ihr 20-jähriges Bestehen. Gegründet wurde sie 2005 von Karl-Friedrich Krause, der die Galerie heute gemeinsam mit seinem Sohn Christopher Lüttgens betreibt. Bemerkenswert ist der Standort: Die rund 170 Quadratmeter umfassende Ausstellungsfläche befindet sich in den geschichtsträchtigen Räumen der gotischen Hauskapelle des Altmann’schen Hauses in der Neuen-Waag-Gasse 2.
Die Betreiber haben das Konzept in den letzten Jahren konsequent erweitert. Im November 2024 mieteten sie die gegenüberliegenden Räume in der Waaggasse hinzu, um großformatigen Werken noch mehr Entfaltungsraum zu geben (siehe dazu auch den Blog-Bericht:
Galerie Art Affair hat erweitert).
Zudem expandierte Art Affair erst vor Kurzem mit einer Zweigstelle in der Münchner Hackenstraße.
Während am Galerienabend der Sohn die Regensburger Ausstellung mit Werken von Raphael Rack eröffnete, befand sich zeitgleich sein Vater Karl-Friedrich Krause in der Galerie München, wo er sich um eine Kunstausstellung mit Werken von Dieter Nuhr und Jiny Lan kümmert, deren Eröffnung für den folgenden Tag vorgesehen war.
In der Roten Hahnengasse sehe ich beim "KunstvereinGRAZ" vorbei und bedauere wieder einmal, dass die aktuellen Räume so klein sind. An diesem Abend gibt es nicht nur eine Ausstellungseröffnung, sondern auch eine Performance, und zwar stündlich ab 19 Uhr. Präsentiert wird - gemäß booklet - eine Installation von Emil Borgeest, die im Kern aus einem großformatigen Bühnenprospekt besteht.
Ergänzt wird die bildnerische Arbeit durch mehrere angekündigte Live-Performances, bei denen Borgeest mit dem Drehleierspieler Jakob Steinmann zusammenarbeitet. Laut Begleitmaterial bewegt sich der Künstler in seinem Schaffen spartenübergreifend zwischen bildender und darstellender Kunst und ist gleichermaßen als Schauspieler, Regisseur, Tänzer sowie im Bühnen- und Kostümbild tätig.
Dies fand ich sehr interessant und lobenswert - gerade im KunstvereinGRAZ erwartet man mehr als nur eine Ausstellung. Allerdings ist der Platz begrenzt, und so mussten wir Außenstehenden weitergehen. Eine Performance wäre allerdings - aus zeitlichen Gründen - für mich sowieso nicht in einen Galerienabend-Rundgang zu integrieren gewesen. Ich möchte in den wenigen Abendstunden schließlich möglichst viele der Galerien besuchen.
Die Geschichte des Kunstvereins ist interessant. Ich habe den Verein kurz vor dem Verlassen seines ersten domizils im Jahre 2008 entdeckt und ihn im Laufe der Jahre begleitet. Es gab viele unglaublich faszinierende Ausstellungen und Aktionen, über die ich in diesem Blog berichtet habe.
Nach einer umfangreichen Recherche veröffentlichte ich im Juni 2023 den Artikel "
Geschichte des KunstvereinGRAZ", der 2024 ein Update erhielt. Dort findet der Leser auch umfangreiches Bildmaterial. Hier eine kurze Zusammenfassung der Standorte:
Gründer waren Stefan Göler, Wolfgang Grimm, Christian Havlicek und Jürgen Huber. Der Name des Kunstvereins kommt daher, dass neben dem ersten Gebäude ein Hinweisschild mit der Aufschrift GRAZ stand. Dieses Schild zeigte den ausfahrenden Zügen die Gleisrichtung an. Die Gruppe formierte sich im Jahre 2002 und wurde gemäß früheren Selbstdarstellungen im Jahre 2003 als nicht eingetragener Verein gegründet. Im Jahre 2008 wurde der Verein zum eingetragenen Verein. Schreibweise: "KunstvereinGRAZ e.V." ohne Leerzeichen zwischen Kunstverein und GRAZ. Eine hervorragend designte Webseite unter der domain www.kunstvereingraz.de gab es spätestens ab 2003.
1. Domizil: 2002 bis März 2008, ein ehemaliges Bahnhäuschen neben der Ladehofstraße
2. Domizil: September 2008 bis August 2018, Schäffnerstraße 21, ehemalige Schlosserei Steidl
3. Domizil: August 2021 bis Juni 2023: Obere Bachgasse
4. Domizil: seit April 2024 befinden sich die Ausstellungsräume in der Roten Hahnengasse 6
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| KunstvereinGRAZ, Rote-Hahnengasse |
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| Performance im KunstvereinGRAZ |
Ein paar Häuser weiter gehe ich an der
Schmuckgalerie Hannah Rembeck vorbei, die rappelvoll ist. Ich freue mich für die Galeristin, zwänge mich aber nicht mit hinein sondern sinnierte über die Entwicklung dieser Galerie, die ich über die Jahre verfolgt habe.
Nach dem unerwarteten, tödlichen Unfall der renommierten Regensburger Goldschmiedin Brigitte Berndt im Jahr 2017 hatte die junge Goldschmiedin Hannah Rembeck die Galerie von Berndt in der Unteren Bachgasse übernommen, um deren Lebenswerk in den Räumen in der Altstadt fortzuführen. Im Jahre 2019 zog sie an den jetzigen Standort "Hinter der Grieb" und führt seitdem eine Schmuck-Galerie unter ihrem eigenen Namen. Hannah Rembeck ist ausgebildete Goldschmiedin und versteht Schmuck - gemäß ihren eigenen Erklärungen auf ihrer Webseite - nicht als reines Statussymbol, sondern als zeitgenössische Kunstform.
Die Galerie vertritt dauerhaft die Werke von über 70 bis 80 internationalen Schmuckmacherinnen und -machern Bei der aktuellen Ausgabe des Galerienabends zeigt die Galerie die Sonderausstellung „Frei zu sein“. Dies ist ein Kooperationsprojekt mit der GEDOKmuc (Gemeinschaft deutscher und österreichischer Künstlerinnen).Eine fünfköpfige Fachjury hat dafür aus zahlreichen Einreichungen 17 weibliche Positionen ausgewählt.
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Die nächste Anlaufstelle ist die
Galerie Isabelle Lesmeister, deren Entwicklung ich ebenfalls seit vielen Jahren verfolge. Bevor sie sich mit eigenen Räumen selbstständig machte, war die Kunsthistorikerin Dr. Isabelle Lesmeister als Geschäftsführerin bei Art Affair tätig. Ende 2010 gründete sie schließlich ihre eigene „Galerie Lesmeister“ in der Obermünsterstraße. Dort lerne ich sie kennen, denn in der gleichen Straße hatte ich mit Rita Dendorfer, Beate Stich und Ulrike Buck zeitweise die Produzentengalerie "
Kunstzelle" betrieben.
Ihr primäres Ziel lag, erzählte sie mir damals, sei die klassische Galeristenarbeit: Es ging ihr nicht nur um das reine Kuratieren von Wechselausstellungen, sondern um die langfristige Betreuung, internationale Vermittlung und den strategischen Aufbau junger, zeitgenössischer Künstler.
Das hat sie im Laufe der Jahre meinen Beobachtungen gemäß erfolgreich umgesetzt.
Im Frühjahr 2020 übernahm dann Isabelle Lesmeister übernahm die renommierte, alteingesessene Galerie „Kunstkabinett“ in der Unteren Bachgasse 7. Dessen Gründerin, Marianne Schönsteiner-Mehr, hatte sich nach über 40 Jahren erfolgreicher Galerietätigkeit aus der Szene verabschiedet. Mit dem Einzug in diese großzügigen, geschichtsträchtigen Räume verdreifachte sich nicht nur die Ausstellungsfläche, sondern das Portfolio wurde auch um etablierte Positionen und Grafikkonzepte erweitert.
Neben ihrem eigenen Galeriebetrieb koordiniert und organisiert Lesmeister zudem seit Jahren den gesamten Regensburger Galerienabend, zeichnet für das offizielle Programm-Booklet verantwortlich und betreibt die zentrale Plattform
regensburger-galerien.de.
Beim diesjährigen Galerienabend präsentiert die Galerie unter dem Titel „Pink Silence“ eine Doppelausstellung mit Werken von Birgit Nadrau und Norihiko Terayama. Beide Positionen arbeiten in langwierigen, hochkonzentrierten Prozessen. Während Nadrau florale Motive in Kombination mit traditionellem Blattaluminium zu fast Lichträumen verarbeitet, konfrontiert Terayama die Betrachter mit reliefartigen, minimalistischen Strukturen. Die Technik hinter seinen Arbeiten ist höchst interessant und begeisterte die Besucher. Schauen Sie selbst - ein Paper mit einer Erklärung liegt aus. Die Ausstellung ist noch bis zum 21. November zu sehen.
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| Galeristin Isabelle Lesmeister (vor einem Werk von Norihiko Terayama) |
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| Isabelle Lesmeister und ausstellende Künstlerin Birgit Nadrau vor einem ihrer Werke |
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| Höchst faszinierende Technik hinter den Werken von Teramaya |
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| Aus dem (wegen Bauarbeiten gesperrten) Durchgang wurde eine Bar |
Ich wandere weiter zur Galerie "
Gallery Panta Rhei" am Watmarkt 4.
Die im September 2024 gegründete Galerie (siehe dazu meinen damaligen Bericht:
Neue Galerie am Watmarkt – Panta Rhei) agiert primär als Produzentengalerie des Künstlerduos Prof. Dr. Bernhard Rauch und Jordana Rae Gassner. Beide präsentieren dort ihre eigenen Arbeiten, zeigen aber auch externe Gastkünstler. In der Vergangenheit waren hier unter anderem Arbeiten von Michaela und Florian Geissler sowie des Malers Giuseppe Donnaloia zu sehen (zuletzt im Mai:
Giuseppe Donnaloia ab 3. Mai 26 im Panta Rhei).
Zum diesjährigen Galerienabend zeigt das Duo unter dem Titel „Aufbau: Vision, Texture, Form“ eigene neue Werke.
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| Jordana Rae, Prof. Dr. Bernhard Rauch |
Mein Weg führt mich zurück Richtung Donau, und zwar zum "artspace Erdel" direkt am Fischmarkt 3. Das ist der Hauptstandort der der Galerie Erdel. Über das ein paar Häuser weiter befindliche "Schaulager Erdel" hatte ich bereits oben berichtet.
Zu sehen sind dort Werke der bekannten Regensburger Künstlerin Renate Christin, die an diesem Abend auch persönlich anwesend war.
Wolfgang Erdel betreibt die Galerie am Fischmarkt bereits seit über zwei Jahrzehnten. Er startete die Vorbereitungen und erste kunstjournalistische Projekte im Netz bereits 2002/2003. Der reguläre Galeriebetrieb aber in den Räumen am Fischmarkt 3, die er später als "artspace Erdel" umbenannte, wurde schließlich im Frühjahr 2004 mit Ausstellungen von Regensburger und Berliner Künstlern offiziell eröffnet.
Was Anfang der 2000er-Jahre als Plattform für zeitgenössische Kunst und Kunstvermittlung im Internet begann, etablierte sich schnell als feste Institution in der Regensburger Altstadt. Die Expansion um das Schaulager im Jahr 2013 war die konsequente Folge, um dem gewachsenen Künstlerstamm mehr Raum zu bieten.
Dass der Fischmarkt trotz der spontanen, inoffiziellen Öffnung so gut gefüllt war, zeigt den Stellenwert, den sich Erdel hier über 15 Jahre – in denen ich die Entwicklung im Blog kontinuierlich begleite – erarbeitet hat.
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| Renate Christin; Galerist Dr. Wolfgang Erdel |
Nur wenige Schritte weiter, unten an der Donau und gleich nach dem Schaulager Erdel, besuche ich die kleine
Galerie Claus (Am Schallern 2).
Die von Dr. Tatjana Crönlein geführte und auf Fineart-Fotografie spezialisierte Galerie wurde erst im Frühjahr 2024 eröffnet. Als erstes fiel mir auf, dass mehr Fenster als sonst beleuchtet sind. Gibt es neue Räume? Oder war mir bisher etwas entgangen? Nein, mir ist nichts entgangen. Ich erfahre, dass kürzlich die (bisher sehr kleine) Galerie um einen Nebenraum erweitert wurde, was erfreulich ist.
Auch die Ausstellung ist höchst interessant und empfehlenswert.
Gezeigt wird die Ausstellung „Rainer & Hanna“ mit analogen Schwarz-Weiß-Fotografien von Michael Friedel aus den 1970er-Jahren. Friedel, der unter anderem als Reporter für den Stern und für GEO-Buchprojekte tätig war, fing in wunderschönen Aufnahmen Ikonen wie Rainer Werner Fassbinder, Hanna Schygulla, Klaus Kinski und Gunter Sachs in ihren frühen Jahren ein.
Alleine diese Portraits berühmter Leute aus frühen Jahren erfreute die Besucher und führte zu Diskussionen. Die Aufnahmen überzeugen aber auch handwerklich


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| Dr. Tatjana Crönlein |
Es ist kalt geworden, draußen. Aber glücklicherweise ist es nicht mehr weit zum Kunstkontor Westnerwacht, die Galerie von Dr. Emanuel Schmid. Die Galerie hat sich über die Jahre einen festen Platz im Regensburger Kulturleben erarbeitet, indem sie sich konsequent auf hochkarätige Druckgrafik und Kunst des frühen 20. Jahrhunderts spezialisiert.
Zum Galerienabend widmet sich das Kunstkontor dem Werk des deutschen Impressionisten Hans Meid (1883–1957). Unter dem Titel „Großes Theater“ werden seine bedeutenden Kaltnadel-Radierzyklen zu Shakespeares Othello und Mozarts Don Giovanni sowie weitere Grafiken gezeigt.
Hauptsächlich sind es Kaltnadelradierungen, gelegentlich Zeichnungen. Herr Schmid erzählt, dass er seit 40 Jahren Werke dieses Künstler sammelt und den Künstler immer noch für unterbewertet hält - auch wenn der Künstler seit einigen Jahren wieder dem Publikum näher gebracht werde.
Aber unbekannt ist er wohl nicht. Wikipedia sagt mir zum Künstler: "Er ist der wichtigste Vertreter des deutschen Impressionismus im Bereich der Graphik. Seine drei großen Kaltnadel-Radierzyklen zu Shakespeares Othello 1911, Mozarts Don Giovanni 1912 und zur Bibel 1916–1926 gehören zu den künstlerischen Höhepunkten in der Druckgraphik des 20. Jahrhunderts."
Alle Radierungen und Zeichnungen der Ausstellung sind Originale. Die Ausstellung, die bereits am 18. September eröffnet wurde, wird noch bis zum 19. Dezember gezeigt.
Obwohl es bereits sehr spät am Abend ist, zeigt sich in allen Räumen ein beachtlicher Besucherandrang. Über die Konzeption dieser historischen Jubiläumsschau unter dem Titel „100 Jahre – 100 Bilder – 100 Geschichten“ sowie über die lange Tradition des 1838 gegründeten Vereins habe ich bereits vor ein paar Tagen ausführlich berichtet (siehe dazu den oben genannten Blog-Beitrag).
Draußen wird es kühl, aber das ficht die Regensburger bekanntlich nicht an. Nicht nur, dass sie flanierend die Altstadt bevölkern, viele von ihnen sitzen auch "eiskalt" vor den Cafes.
Es ist nun sehr spät und ich bin erschöpft. Ich werde nicht alle Stationen besuchen. Aber auf dem Nachhauseweg besuche ich noch den
Neuen Kunstverein am Schwanenplatz 4, wo an diesem Abend eine Ausstellung eröffnet wurde (siehe meine Ankündigung:
Andreas Szöke im Neuen Kunstverein).
Die Ausstellungsräume sind noch sehr gut besucht, die Musiker noch am Spielen. Und die Werke des Künstlers überraschten und begeisterten mich.
Der 1959 in Kronstadt geborene Andreas Szöke betreibt die Kunst seit seiner Jugend als Autodidakt. Er arbeitet in einer doppelten Identität: tagsüber als praktizierender Pathologe in Köln, in seiner Freizeit als bildender Künstler. Seine künstlerische Arbeit dreht sich im Kern um das Thema Pathologie, und er stellt seine Werke bereits seit über 15 Jahren regelmäßig aus. In Köln betreibt er im Stadtteil Neustadt-Nord (Limburger Straße 21) das Atelier und die Galerie 21, die sowohl als sein Arbeitsraum als auch als Ausstellungsort für eigene Projekte und Gastkünstler dient.
Der Verein wurde 1987 auf Betreiben von Reiner R. Schmidt mit Hilfe von Freunden gegründet und am 10. August 1987 ins Vereinsregister eingetragen. Der Verein war stark geprägt von seinem Gründer, der bis 2021 den Vorsitz innehatte. Da er wegen eines Unfalls im Jahre 2019 gesundheitlich gehandicapt war, übernahm zunächst die zweite Vorsitzende Haimerl-Brosch seine Funktionen. Da sich sein Zustand nicht besserte, kam es 2021 zu Neuwahlen. Seitdem ist Renate Haimerl-Brosch erste Vorsitzende und Gründer Reiner R. Schmidt Ehrenvorsitzender. Der Verein ist seit 2015 am Schwanenplatz ansässig und hat dort bereits viele Ausstellungen organisiert.
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Duo LoBa2: Berle Wenzl/Saxophon und Stephan Brandl/Gitarre.
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| Renate Haimerl Brosch, Vorsitzende des Neuen Kunstverein Regensburg e.V. |
Wie üblich habe ich nicht alle Galerien besichtigt. Was ich diesmal nicht mehr geschafft habe, war: Kunstraum Sigismundkapelle, Stadtkunst von Peter Gigglberger, Galerie St. Klara und die Stadelgalerie Andreasstadel. Dahinter steckt aber keinerlei Wertung.
Ich möchte an dieser Stelle nochmal an meine fünfteilige Reportage über die Regensburger Galerien im Zeitraum 1973 bis 2016 hinweisen.
Die Artikelserie beginnt hier: