Regensburger Tagebuch

Notizen von der nördlichsten Stadt Italiens

Montag, 15. August 2016

Von Blumen, Bienen und so

Wenn die schweren Gedanken nicht verfliegen wollen, schnappe ich die Kamera, gehe in den Garten und fotografiere Blumen in der Abendsonne. Das hilft meistens.



Fortschritt Bahnunterführung B15 Zeitlarn


Da man nicht mehr durchführen kann, bekommen wir die Entwicklung überhaupt nicht mehr mit. hier ein paar Fotos von Verwandten, die dort wohnen, und den Fortschritt dokumentieren.


Donnerstag, 11. August 2016

Wie erkennt man einen Herzinfarkt und was ist zu tun?

Heute am 11. August ist der vierte Jahrestag zum Herzinfarkt - also mein vierter Geburtstag. Ich hatte die letzten Jahre einen Aufsatz darüber geschrieben, wie man ihn erkennt und wie man rasch und richtig handelt. Neues ist nicht hinzugekommen. Ich empfehle allen, diesen Aufsatz zu lesen:

 


 

Sonntag, 7. August 2016

Last Music Session in Diba

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https://youtu.be/Le1d2ndK1go

30. Juli 2016, Diba-Cafe Regensburg, kurz vor der Schließung wegen abgelaufenen Mietvertrags. Eine milde Sommernacht. Die Ukulele-Fraktion trifft sich zu einer Session.

Samstag, 6. August 2016

Die Regensburger Wachten

Seit dem 12.Jahrhundert war das Regensburger Stadtgebiet in Bezirke, sogenannte Wachten, eingeteilt. Jeder Bezirk hatte einen Wachtmeister mit weitreichenden militärischen und polizeilichen Vollmachten. Einmal im Jahr gab es eine Bürgerversammlung jeder Wacht, das Wachtgeding. Dort wurde ihnen unter Vorsitz des Wachtmeister ihre Pflichten und Freiheiten verlesen und sie schwuren den Treueid. Jede Wacht hatte eine bürgerliche Infanteriekompanie, die sich bei Tumulten oder Feuer an vorbestimmten Plätzen zu versammeln hatte.



Auszug aus "Regensburg in seiner Vergangenheit und Gegenwart" von Graf Hugo von Walderdorff, erschienen 1869 im Pustet Verlag.

Beginn Buchauszug:
Gegenwärtig wird die Stadt in 8 Distrikte oder Wachten innerhalb der Stadtmauern, wozu noch 1 Felddistrikt, die Häuser ausserhalb der Stadt begreifend, und Kumpmühl kommt, eingetheilt. Stadtamhof ist eine selbständige Stadt.
Die Eintheilung nach Wachten reicht weit in das Mittelalter zurück; statt der alten Namen wird jetzt gewöhlich die Bezeichnung nach "Litera" (A-K) gebraucht.

Den alten Stadttheilen entspricht diese Eintheilung wie folgt:

Westnervorstadt
  • Westner-Wacht (Lit A)

Neustadt
  • Scherer-Wacht (B), 
  • Wildwercher-Wacht (C) , 
  • Donau-Wacht (mit dem obern Wehrt) (D). 
Diese 4 Wachten (Westnervorstadt und Neustadt) bilden die obere Stadt
Altstadt (Römer-Castell)

  • Wahlen- (Waler-) Wacht, Lit E
  • Wittwanger Wacht (mit dem Cathar.-Spital in Stadtamhof) (F)
  • Pauluser-Wacht (G)
Ostenvorstadt
  • Ostner-Wacht (mit dem untern Wehrt) (H)
Diese 4 Wachten (Altstadt und Ostenvorstadt) bilden die untere Stadt.
Endlich der Felddistrikt (Lit I.) und Kumpfmühl (Lit. K.)
Ende des Auszugs

Hier ist mein Versuch einer Umsetzung in eine Tabelle

 
Obere Stadt Untere Stadt Außerhalb
Westnervorstadt
  • Westner-Wacht (A)
Ostenvorstadt
  • Ostner-Wacht (mit dem unteren Wöhrd) (H)


  • Felddistrikt (Lit I.)
  • Kumpfmühl (Lit. K.)
Neustadt
  • Scherer-Wacht (B)
  • Wildwercher-Wacht (C)
  • Donau-Wacht (mit oberem Wöhrd) (D)
Altstadt (Römer-Castell)
  • Wahlen- (Waler-) Wacht, (E)
  • Wittwanger Wacht (mit dem Katharinenspital in Stadtamhof) (F)
  • Pauluser-Wacht (G)






Linktipps:

Ein äußerst interessanter Aufsatz von Ulrike Sturm auf reinis-welten erklärt die einzelnen Wachten genauer und geht auf die Stadtbildentwicklung von Regensburg ein

Im Buch von Karl Bauer findet man (weit weniger ausführliche) Beschreibungen zu den Wachten auf S. 16 ff im Kapitel "Straßen und Häuser.

Und schließlich gibt es noch einen kostenlos herunterladbares Straßenverzeichnis, sortiert nach den historischen Wachten, auf den Seiten der Stadt Regensburg:


Freitag, 5. August 2016

Geschichte des Bienenkorbhaus in Regenstauf




Das denkmalgeschützte Bienenkorbhaus oder Menathhaus, Regenstauf  ist derzeit im Besitz der Gemeinde Regenstauf, die dort nach Sanierung die Räume für öffentliche Zwecke benutzten will.


Ein interessanter Artikel von Hermann Binninger in der Juli-Ausgabe des Ostbayernkurier enthält eine akribische Auflistung der Geschichte des Hauses - zu schade, um im Altpapier verlorenzugehen. Hier sind die wichtigsten Eckdaten:

Linktipp: Interview mit Markus Dankesreiter vom HeartChor

Markus Dankesreiter, hauptberuflich Homöopath, ist seit vielen Jahren Chorleiter des Heart Chor Regensburg, den ich hier schon öfters vorgestellt habe.


Hier ist ein interessantes Interview mit ihm, geführt von Natalie Köpff, auf dem Blog der Medienwerkstatt GmbH (blog.hallowelt.com):


Markus Dankesreiter mit dem Heartchor am Uni-Campusfest 2012
Foto: P. Burkes

Dienstag, 2. August 2016

Die neue Busrampe an der Hengstenbergbrücke

Jetzt fühle ich mich aber schon ein ganz klein bisserl verarscht.  Ich stehe gerade mal seit einer halben Minute  am Donauufer  als schon der zweite Bus die neue Busrampe herunterfährt. Und überhaupt ist hier nicht wenig Betrieb.

Die Rampe werde kaum benutzt, hieß es. Nur ab und zu für die Versorgungs-LKW. Die Leute selber sollen zu Fuß gehen, das sei von der Stadt auch nicht anders gewünscht. So hat man bei der Podiumsdiskussion damals die protestierenden Bürger beschwichtigt.

Die hatten sich geärgert, dass entgegendem ursprünglichen, abgesegnetem Konzept plötzlich Busrampen hinzugeplant wurden.


Die neue Busrampe am Donaumarkt

Die gleiche Szene, diesmal ohne Zoom: Gerade erst war ein Bus die Rampe herunter gefahren und fährt an mir vorbei, während der zweite Bus (aus dem vorherigen Bild) schon die Rampe herunter kommt.



Ja, ich weiß, dass es Pro- und Contra-Argumente gibt, ich weiß, dass der Bürger nicht über alle Details gründlich aufgeklärt werden kann - weshalb es eben eine Regierung über Gewählte gibt und keine Direktdemokratie.  Ich weiß auch, dass es einen Unterschied gibt zwischen Passagieren, die vom Schiff in die Stadt wollen und Passagieren, die hier überhaupt erstmal zusteigen, also mitsamt Gepäck an das Schiff gebracht werden. Trotzdem - ich habe genau mitverfolgt, wie sich die Planungen entwickelten, vor allem aber auch, wie diese Planung von der Stadt (damals noch unter Schaidinger) dem Bürger übermittelt wurde.

Und zumindest was diese Informationspolitik betrifft: ich fühle mich ein ganz klein bisserl verarscht.
Siehe auch:


Wasserskiteam Show an der Donau in Obernzell

Nach einem Ausflug ins Mühlbachviertel fahre ich zurück nach Regensburg. Ich fahre an der Donau entlang und bin eine halbe Stunde von Passau entfernt, als die Abendsonne durchbricht. Ich halte an einer Parkbuch an. Drüben ist die Promenade beleuchtet, Megafonstimmen zeugen von einer Festivität und auf der Wasseroberfläche bewegen sich Fackeln und Motorboote.

Ich erhalte die Auskunft, dass dort drüben eine Wasserski-Show läuft. Genaugenommen handelt es sich um das Promenadenfest des Wasserskiteams Obernzell, wie ich später dem Internet entnehme. Die Kamera wollte ich ursprünglich nur als Fernrohr benutzen, habe aber dann doch ein paar Fotos gemacht. Die herrliche Stimmung konnte ich jedoch nicht wirklich einfangen.





Romantisches Baugelände am Dörnberg.

So ein Baugelände kann stimmungsvoll sein. Zumindest vor Sonnenuntergang, und wenn auf der Baustelle Ruhe herrscht, so wie Sonn- und Feiertags.

Die Fotos stammen übrigens vom 20. Mai 2016. Damals war auf diesem Gelände noch eine Bombe vergraben, die man dann später bei den Sondierungen entdeckte.





Freitag, 29. Juli 2016

Die letzten Tage des Diba-Cafes

Good Bye, Diba-Cafe!
Heute abend werde ich ein letztes Mal dort sein. Im Diba.

Morgen fahre ich ein paar Tage zu meinem Sohn nach Österreich, und wenn ich zurückkomme, gibt es das DIBA nicht mehr.

Ein  schwer beschreibbares Gefühl.

























Warum das Dach der Pustet-Passage weg ist


Blick in die Pustetpassage, Oktober 2012


Mein Vater erzählte mir einmal, dass die Pustet-Passage zu seiner Zeit ganz "en vogue" war; der neueste Schrei sozusagen. Da flanierte man durch.



Zu seiner Zeit - das müsste nach 1957 gewesen sein, denn 1957 wurde der alte Pustetbau (ein ganzer Häuserblock zwischen Gesandtenstraße und Rote Hahnen Gasse) durch einen Neubau ersetzt. So die Firmengeschichte.


Nun - die alte Dame namens Pustet-Passage ist derzeit ohne Dach. Sie soll nämlich im August renoviert werden.




Diese Gelegenheit nutzen auch die Mieter und renovieren ihrerseits ihre Lokale: Palletti, Scala, Carlitos

Das Palletti will Küche und Verglasung renovieren, das Scala renoviert ebenfalls und das Carlitos unten wird neu gestaltet: es wurde von Scala übernommen.

Dort im ehemaligen Carlitos soll auch der neue Eingangsbereich des Scalas entstehen, der alte Eingangbereich gehört dann ganz dem Paletti. Das ist sehr sinnvoll.


Zwei Artikel aus dem März erläutern mehr Einzelheiten: