Regensburger Tagebuch

Notizen von der nördlichsten Stadt Italiens

Sonntag, 26. Juni 2016

Manfred Sillner als Gastkünstler im DEZ


Oh je. Was soll ich nur tun. Das ganze Wochenende schon schiebe ich die Entscheidung vor mich her: welche Bilder soll ich diesmal im DEZ hängen. Morgen geht es los mit der Hängung, abends muss alles komplett sein.

 Die Regensburg-Fotos kann ich nicht mehr sehen - Blumenbilder? Anamorphe Kunst? Meine Op-Art-Bilder?  Acryl-Bilder?

Ich bin blockiert, und zwar weil ich weiß, dass alsKünstler Manfred Sillner mit dabei sein wird. Er gehört zu den diesjährigen Gast-Künstlern - die aber genauso wie wir alle 20% vom Erlös für die Benefiz-Zwecke spenden, wie wir Mitglieder. Das ist gut für die Sache, denn bei solchen hochkarätigen Gastkünstlern wie ihn sind schon andere Preise im Spiel als bei mir. 
Transparente Lasuren sorgen für unglaubliche Effekte ind en Details - als wenn das Gesamtkonzept nicht schon fantastsich genug wäre.


Was er wohl ausstellen wird? Seine berühmten Regensburg-Bilder, die Mona-Lisa oder die anderen legendären Bilder sind eigentlich in Sammler-Besitz, auch wenn es Kuratoren gelingt, diese für Ausstellungen auszuleihen. Aber da ist genug anderes, vor allem Radierungen bieten sich an .. aber egal was er ausstellt, es bewegt sich in einer anderen Welt als meine Bilder.

Aber so darf man nicht denken, ich weiß.

Samstag, 25. Juni 2016

Mari Schandri und ihr Regensburger Kochbuch




Voll zugänglich lesbare Version am Ende des Artikels

Im Jahre 1867 erschien erstmals ein denkwürdiges Kochbuch in einem Regensburger Verlag. Autorin war Marie Schandri, die offenbar 40 Jahre lang als Köchin im Gasthof "zum Goldenen Kreuz" am Haidplatz gearbeitet hatte. Dementsprechend der Titel:

Regensburger Kochbuch  - 1050 Original-Kochrecepte auf Grund vierzigjähriger Erfahrung, zunächst für die bürgerliche Küche. 

Das Buch hatte in der vierten Auflage stattliche 479 Seiten und erschien im Regensburger Verlag von Alfred Coppenreuth,  vormals  "Montag und Weiß'sche Buchhandlung".

'Wie bei allem in der Welt so sind auch in der Kochkunst Erfahrung und Übung Hauptsachen; allein beide wird man sich leichter und schneller an der Hand eines guten und zuverlässigen Kochbuches aneignen. schreibt die Autorin in ihrem Kochbuch.  Das "Regensburger Kochbuch" entwickelte sich seit dem ersten Erscheinen 1867 angeblich zu einem überregional gelesenen Kochbuch-Klassiker in Deutschland. Zumindest wenn man der Werbung für die Neuerscheinungen glauben darf.

Zehn Monate später erschien die zweite Auflage, erweitert um „100 ganz neue
Recepte für feinere Küche, die dem Verleger von einem vielerfahrenen fürstlichen
Mundkoche überlassen wurden“.

Auf google-books kann man sich die vierte Auflage des  Buchs (erschienen 1871)  kostenlos ansehen.

Ansonsten gibt es das Buch in Varianten als Neu-Drucke im Buchhandel.Genaugenommen wurde das Buch kontinuierlich weiterentwickelt, ab der 97. Auflage wurde es neu überarbeitet und als "Neues Regensburger Kochbuch" vom Pfanneberg Fachbuchverlag weitergeführt (vgl. http://www.fs-fachbuch.at/images/products/04976-98.pdf?osCsid=af8e416c76e3)


Marie Schandri war das Pseudonym der Verlegergattin Isabella Coppenrath, die
ihre Rezeptsammlung zu einem marktführenden Kochbuch machte.

Die Geschichte des heute noch am Haidplatz in Regensburg bestehenden Gebäudes lässt sich bis ins 15. Jahrhundert zurückverfolgen. Als Beherbergungsstätte von Kaisern und Königen, Fürsten und Diplomaten genoss der Gasthof über Jahrhunderte hohes Ansehen.

In Regensburg trafen sich seit dem 16. Jahrhundert regelmäßig
Herrscher aus aller Welt. Sie brachten viel Gefolge mit, eigene Köche, eigene
Konditoren. So konnten die Regensburger in die Kochtöpfe vieler Länder schauen.
Kulinarische Neuerungen wie Pralinen oder Kaffee waren hier früher bekannt als
anderswo. Die gesammelten Rezepte, vereint im Regensburger Kochbuch, waren
umfassend, aktuell und überregional. (entnehme ich dem Vorwort zur 98. Auflage, 2009)

Im Jahre 2013 erschien das Buch "Das neue Regensburger Kochbuch" und hier wird nur noch Jutta Ulrich als Autorin genannt.

Allerdings - das Original ist es nicht mehr, klar. Denn nach und nach wurden die klassischen Rezepte unter ernährungswissenschaftlichen Aspekten überarbeitet. Bewährtes wurde beibehalten, Veraltetes wurde verworfen. Modernes wie vegetarische Küche, Vollkorngebäck, Cocktails und Longdrinks wurden neu aufgenommen. Aus dem Vorwort zur 98. Auflage:

Das Regensburger Kochbuch erfuhr eine kontinuierliche Überarbeitung und Erweiterung. 1869 wurde Anna Hubers „Die vollständige Fastenküche“ angehängt,
1896 ihre „Einmachkunst“. Im 20. Jahrhundert gab es Neuerungen bei den Themen
Krankenkost und Süßspeisen, Bäckerei, Eis.

Der Tradition verbunden, die moderne Ernährung berücksichtigt: Das Buch ist seit der 97. Auflage unter dem Namen „Das neue Regensburger Kochbuch“ weiterhin aktuell. Ein Drittel der Rezepte wurde ausgetauscht, nicht mehr Zeitgemäßes verworfen, Heutiges neu aufgenommen. Das große Rezeptangebot wurde erweitert um vegetarische Küche,Vollkorngebäck sowie Cocktails und Longdrinks. Die vorliegende 98. Auflage wurde nochmals überarbeitet und an vielen Stellen ergänzt. Bewusst verzichtet wird weiterhin auf Abbildungen, im Vordergrund stehen reichhaltige Erfahrung und hoher Gebrauchsnutzen. Beides wird nicht zuletzt garantiert durch den Praxistest bei der modernen Ausbildung an der Berufsfachschule für Hauswirtschaft und Kinderpflege im Institut der Englischen Fräulein. 

Die 4 Auflage 1871 kann man bequem auf google books (oder nachstehend eingebunden) lesen: Link zur Ansicht des Buches auf google-books »

Wer eine frühere Variante lesen will - oder vergleichen möchte:

Die 2. Auflage 1898 gibt es Scan auf
http://reader.digitale-sammlungen.de/de/fs1/object/display/bsb10298819_00005.html


Sie können die Originalversion der 4. Auflage direkt hier lesen, wenn Sie wollen:

Donnerstag, 23. Juni 2016

Für Schnell-Leser: Napoleon jagt durch Regensburg

Hier mal was für Schnellleser: Seiten aus dem Buch von Wackenreiter über "Die Erstürmung von Regensburg 1809".


Haha, Späßle gmacht.

Das ist nur eine animierte Grafik, die eine Automatik-Software aus hochgeladenen Bildern erstellte. Das komplette Buch von Wackenreiter gibt es als PDF im Internet bei google-books, ich habe mir aber mal vor ein paar Jahren die Mühe gemacht, die PDF-Datei in Bilddateien umzuwandeln - quasi als Test der Software nitro-reader.  Jede Buchseite wurde zu einer jpg-Bilddatei. Diese hatte ich noch im November 2012 in ein Webalbum hochgeladen. Vor kurzem bin ich wieder darauf gestoßen.

Die Bilddateien sind gemeinfrei, jeder kann sie kopieren und weiterverwenden. Eine Rückfrage ist nicht nötig.

Das Buch ist nicht nur spannend zu lesen (sofern man mal die Frakturschrift versteht), sondern enthält auch auch ein paar äußerst aussagekräftige Stiche, z.B. eine Ansicht des zerbombten Stadtamhofs nach der Schlacht.


Bild auf den Eingangsseiten, es zeigt eine Ansicht von Regensburg von Süden, also ungefähr dort, wo jetzt das Bahnhofgelände ist, vielleicht da, wo die Galgenberger Brücke über das Bahngelände geht (ohne Gewähr). Eine Bahn gab es damals nicht, auch keinen Park zwischen Bahnhof und der Stadtmauer, und auch keine Öffnung der Stadtmauer, wo heute die Maximilianstraße mündet. Eigentlich gab es auch keine Maximilianstraße, die gab es erst nach der Schlacht, als man beim Wiederaufbau das zerstörte Viertel abriss und eine gradlinige, breite Straße namens Maximilianstraße baute.

Dienstag, 21. Juni 2016

Open-Air Filmnacht 2015 mit Schlemmerbuffet - Thomas-Wiser-Haus Regenstauf

Hoffentlich macht das Wetter wieder so gut mit, wie letztes Jahr. Denn diese Aktion  ist schon was Schönes

Das war die Open-Air-Filmnacht 2015.


Das Thomas Wiser Haus lädt am Freitag 15. Juli 2016 ein zur traditionellen Filmnacht mit Schlemmerbuffet im romantischen Badegarten.

Diesmal  präsentiert das Thomas Wiser Haus und Tom’s Bühne eine Komödie aus dem Jahr 2008.

Willkommen bei den Sch'tis



Der erfolgreichste französische Film aller Zeiten ist eine herzerfrischende Komödie, die spielerisch Vorurteile unterläuft und einer verleumdeten Volksgruppe ein Denkmal an der Kinokasse setzt. Klischees und Regionales nimmt der Regisseur, der gleichzeitig die Hauptrolle spielt, gekonnt auf die Schippe.


• Buffeteröffnung um 19:30 Uhr

• Filmbeginn bei Einbruch der Dunkelheit

• Eintritt frei, Spenden erbeten

• „All you can eat“ - Buffet: 10,-

Bericht vom letzten Jahr: hier

Regenstaufer Ortsverschönerung - Hauptstraße 17 wird jetzt abgerissen

Und es geht los. Das Haus Hauptstraße 17 neben dem Menath-Haus wird abgerissen. Die Hintergründe habe ich in folgendem Artikel im April geschildert:
http://www.regensburger-tagebuch.de/2016/04/regenstauf-abriss-hauptstrae-17-und.html


Montag, 20. Juni 2016

Flashback - Rundschwenk durch das leere Zuckerfabrik-Gelände 2011

Neu in meinem youtube-Kanal: ein Video aus dem Jahre 2011

Rundschwenk durch das leere Zuckerfabrik-Gelände (Candis-Viertel) im September 2011 - nach der Räumung, vor der Neubebauung.

https://youtu.be/2jnnbVr1SVQ
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Sonntag, 19. Juni 2016

Remember Fritzi - sie liebten sich wie Hund und Katze

Fritzi und Yorki - sie liebten sich wie Hund und Katze
Ein paar Fotos aus alten Tagen, gefunden beim Aufräumen der Festplatte.

Ausstellung DIE FORM DER FARBE in Art Affair

Zwei Künstler, eine Ausstellung: in der Art Affair ab 9. Juli, Vernissage am 8. Juli:



DIE FORM DER FARBE
Iryna Pryval & Sascha Banck

Vernissage:
Freitag, 08. Juli, 19 Uhr


Beide Künstlerinnen sind anwesend und freuen sich ebenso wie das Team der  Galerie Art Affair
Sie begrüßen zu dürfen!

Ausstellungsdauer: 09. Juli – 30. Juli 2016




Freitag, 17. Juni 2016

Der Donaumarkt, mal expressionistisch

Für diesen Artikel habe ich  meine Fotos ausnahmsweise  NICHT korrigiert. Die stürzenden Linien bleiben und bilden eine expressionistische Wirkung. Also eine subjektive Sicht, bei der das schräge Gefühl des Fotografen wiedergegeben wird, wenn er sieht, was da hochschießt.





Da haben sich die Bürger so lange gewehrt. Und jetzt haben viele das Gefühl: "ausgeschmiert".


Ich habe gerade einen der Entwürfe zur Stadthalle in dem genialen Buch "Sündenfall an der Donau" (von Peter Eiser, Günter Schießl, 2004) angesehen, und vergleiche das mit dem geistigen Auge mit dem neuen Museum. Hihi. Da hätten sich die Regensburger die Gegenwehr wohl gleich sparen können, oder?

Diesselbe Stelle, diesselbe Blickrichtung.




Familie Zant und soziales Regensburg



Bei Recherchen zum Thema Barmherzigkeit und Sozialtverhalten im historischen Regensburg (die Recherchen begann ich schon lange vor dem "Jahr der Barmherzigkeit", in welchem wir uns befinden, auch wenn es keiner mitbekommt) fand ich einen interessanten Aufsatz über die Familie Zant:

Die Zant und das Zanthaus http://www.dr-bernhard-peter.de/Heraldik/Galerien/galerie492.htm
Auf dieser Seite gibt es nicht nur ausführliche Infos über die Wappen, sondern auch über die Familie Zant selbst, wobei als Quelle auf das Buch von Karl Bauer verwiesen wird.