Regensburger Tagebuch

Notizen von der nördlichsten Stadt Italiens

Freitag, 19. Juli 2019

Thomas-Wiser-Haus - Filmnacht am 19.07.2019


Filmnacht im Thomas-Wiser-Haus Regenstauf (Foto aus 2015)

Open Air Kino
„Ein Sommer in der Provence“
 
im Thomas Wiser Haus, Regenstauf
Freitag, 19.Juli 2019 

Buffet ab 19:30 Uhr, Kino ab Einbruch Dunkelheit

Der Wetterbericht kling phantastisch, und daher freuen wir uns auf die diejährige Filmnacht im Garten des Thomas Wiser Haus, dieser exzellenten sozialen Einrichtung in Regenstauf.

Es gibt die  französische Komödie: „Ein Sommer in der Provence“ aus dem Jahr 2014.

Optional: Buffet

Wer will, kann dies wieder kombinieren mit einem All-you-can-eat-Buffet für 12 Euro.

Der Kinofilm selbst ist kostenlos (Spenden erwünscht)

Regensburger Jazzweekend 2019 ist eröffnet

Gestern abend startete das Regensburger Jazzweekend mit den traditionellen Eröffnungskonzerten im Gewerbepark. Es spielten drei Gruppen: Gruppe Fainschmitz, die Big-Band Mega Mereneu Project und The Sazerac Swingers. Dazwischen gab es eine Ansprache, u.a. von Bürgermeister Jürgen Huber.
Der Abend war traumhaft schön, es war mild und die Sazerac Swingers boten mit ihrer mitreissenden Musik einen wunderbaren Abschluss.


Wegen besonderer Termine werde ich vom Freitag und Samstag nicht viel mitbekommen. Wer sich informieren will, hier gibt es das Programm, hervorragend nach Orten und nach Zeit sortiert:

http://bayerisches-jazzweekend.de/2019/



Donnerstag, 18. Juli 2019

Abendstimmung am Adlersberg

Adlersberg, 9. Juli 2019.

Es ist ein relativ kühler Sommertag, aber warm genug für einen Ausflug nach Adlersberg.

Das haben sich meine Freunde Irmgard und Gerhard gewünscht, die wieder mal zu Besuch nach Regensburg kamen (Stammleser kennen sie schon aus früheren Beiträgen).

Am Abend vorher hatten wir einen wunderschönen Ausflug durch das nächtliche Regensburg mit einem Aufenthalt im Innenhof des Bischofshofs. Heute waren sie vor allem im Museum der bayerischen Geschichte, das ihnen gefiel, und sie haben dabei auch gleich Interviews für ihren Radiosender (extra radio Hof) gemacht. Danach schwärmten sie vom leckeren Essen in der Bratwurstkuchl und gönnten sich ein Eis gegenüber dem Dom. Und abends treffen wir uns eben im Biergarten in Adlersberg, was wir in den letzten Jahrzehnten irgendwie nie geschafft hatten.  Um die Sache perfekt zu machen, buchten sie gleich eine Übernachtung.



Montag, 15. Juli 2019

Bilder vom Seifenkistenrennen 2019 in Weiden



Am Sonntag, den 14. Juli 2019, veranstaltete der Stadtjugendring Weiden das dritte große Seifenkistenrennen in Weiden. Ich war mit Bekannten dort und wir hatten einen herrlichen Tag.

Vereine, Organisationen und Schulen waren eingeladen, sich mit einer eigenen Kiste daran zu beteiligen; ingesamt waren es ungefähr 45 Teilnehmer.

Mit dem Seifenkistenrennen warb der Stadtjugendring für die Werte des Aktionsbündnisse Weiden ist bunt. Dort tritt er für gegenseitigen Respekt, Toleranz und Chancengleichheit ein.

Die Teilnehmerliste findet man auf der facebookseite "https://www.facebook.com/weidenerseifenkistenrennen"

Engel Aloisius rast vorbei. Der blaue Dunst ist  künstlich - die Seifenkiste hat natürlich keinen Motor.


Bilder von der Vernissage von Helmut Wolf vom 12.7.2019

Am Abend des  12. Juli 2019 wurde die Ausstellung von Helmut Wolf in der Galerie von Carola Insinger eröffnet. Die Laudatio sprach sein  Weggefährte und Künstler Matthias Schlüter, der für seine launige Rede einen deutlich anhaltenden Applaus erhielt.

Bei der Musik gab es  Überraschungen: Vorgesehen war eigentlich lediglich Peter Knoll, der für interessante Musik Ethnoinstrumenten und Gitarre bekannt ist. Aber dessen Freund Heinz Grobmeier, der zusammen mit Knoll seit über 20 Jahren Konzerte gibt, war zufälligerweise in der Nähe und trat im Laufe des abends mit auf.

Und eine weitere Überraschung gab es: der Künstler selbst ließ sich überreden, zusammen mit Peter Knoll einen fetzigen Blues auf der Mundharmonika zu spielen.



Samstag, 13. Juli 2019

Ausflug nach Linz - ein Fest für die Sinne

Regensburg, 13. Juli 2019

Im Juni dieses Jahres war ich wieder in Linz. Was für eine Stadt! Für Kulturinteressierte ist das der Hammer - ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll zu schwärmen.

Die Stadt habe ich im Jahre 2009  anlässlich des ars-electronica-Festivals entdeckt. Seitdem war ich ein paar mal dort, und das war viel zu selten. Schon seit Jahren will ich über diese Kulturstadt berichten - und jetzt ist mir die MZ zuvorgekommen. Vor zwei Wochen mit einem ganzseitigen Bericht, und vor einer Woche mit einer Beilage der Stadt Linz.

Wenn jetzt manche Leser skeptisch waren und meinten "na ja, das sind doch nur Marketing-Texte der Stadt Linz, die man in die Presseagenturen eingespeist hat":  ja, gut möglich. Aber die Texte sind wahr; sie sind nicht schöngefärbt, sondern eher noch untertrieben.

Ich will hier erklären, warum so viele Besucher von Linz schwärmen, und Ihnen ein paar konkrete Tipps geben. Auch will ich das Missverständnis mit dem "Höhenrausch" aufklären

Aber zunächst ein paar Bilder, die aus den Jahren 2009 bis heute stammen:

Über den Dächern von Linz.  Vom Dach des Kulturquartiers (bzw. Offenen Kulturhaues) aus gesehen (begehbar im Rahmen der Ausstellungsformate "Höhenrausch" oder "Sinnesrausch"

Das Lentosmuseum (links) und das ars-electronica-center (rechts), dazwischen die Donau

meine Empfehlung für Kultur-Spots in Linz - und das sind durchaus noch nicht alle

Besuch in Linz: ars electronica Festival 2009

Regensburg, 8.9.2009. Ich bin wieder zurück in Regensburg.

Das war ein unglaublicher Tag, dieser Besuch in Linz. Ich sah das jährliche "ars electronica Festival" mit internationelen Künstlern, die ihre Werke über die Stadt hinweg verteilt ausstellten (3. bis 8.9.2009), sah das "ars electronica center", eine Art Museum, bei aber Hight-Tech-Entwicklung künstlerisch dargestellt wird, sah das Bruckner Haus, das Lentos Museum, und die schöne Gegend um die Donau herum sowie ein wenig von der bezaubernden Altstadt, soweit die Zeit noch reichte.

im ars electronica enter

Ich hatte nur eine kleine Digitalkamera dabei, mit der ich mich begnügen musste. Die Bilder sind deshalb nicht in gewohnter Qualität.


Besuch in Linz: Gudrun Geiblinger und das Brucknerfest


Gudrun Geiblinger und ihre Bilder - Ausstellung im Brucknerhaus 2013

Regensburg/Linz 16.9.2013

Gestern wurden das Brucknerfest 2013 in Linz eröffnet. Das Fest begann mit der Bilder-Ausstellung Künstlerin Gudrun Geiblinger im Brucknerhaus. Ich hatte Glück, traf sie persönlich während der Vorbereitung und sie war sofort bereit für ein  ein paar Fotos.

Sommernacht in der Gesandtenstraße

Langzeitbelichtungen August 2009, zu einer animierten Grafik kombiniert

Freitag, 12. Juli 2019

Abstecher nach Wien im Juni 2014

Hier kommen Fotos  von meinem Besuch in Wien vom 18.6.2014 und 19.6.2014. Ich hatte damals meinen Sohn besucht, weil er dort Lehramt an der Kunstakademie studierte.

Ankunft abends am 18. Juni 2014 und ein Spaziergang durch die milde Nacht.
Die Karlskirche, nachts

Donnerstag, 11. Juli 2019

Mittelalterfest Spectaculum vom 12. - 14. Juli 2019

Am Wochenende gibt es wieder das Regensburger Spectaculum, veranstaltet von der Stadtmaus.

Der Mittelaltermarkt am Grieser Spitz feiert dabei das  20-jährige Jubliäum.

Am Freitag um 18.00 Uhr geht es mit Mittelaltertänzen los, um 19.45 ist offizielle Eröffnung.
Das Programm findet man hier: https://www.stadtmaus.de/regensburger-spectaculum.html



Also ich fand die bisherigen Veranstaltungen durchaus gelungen. Die schöne Lage am Grieser Spitz ist idealer Schauplatz. Das Programm gestaltet sich mit Live-Musik, Schaukämpfen, Gauklern, Feuershows und zahlreichen Mitmachaktionen für Jung und Alt , es gibt einen Warenmarktmit  Schmuck, Accessoires und kulinarischen Leckereien. Und für Kinder gab es jedenfalls bisher immer fantasievolle Angebote.

Besuch der Kunstakademie Wien, Atelierhaus

Ein Ausflug nach Wien, wo mein Sohn studiert(e), führte mich am 17. Juni 2014 zunächst in die Kunstakademie. Weil es zwei davon gibt, muss man den richtigen Namen nennen: "Akademie der bildenden Künste Wien".  Das Hauptgebäude ist in der Schillerstraße, aber die Ateliers und die Ausstellungsräume sind in einem anderen Gebäude, bei der Lehargasse., das sogenannte Atelierhaus.  Dort werden jährlich die Arbeiten von Studenten ausgestellt, und das war der Anlass für den Besuch.

Dieses für sich alleine schon herrliche Gebäude war übrigens früher das "Semperdepot" (also Depot für das Theater), und  ist noch näher am Naschmarkt als der Hauptbau (https://de.wikipedia.org/wiki/Atelierhaus_der_Akademie_der_bildenden_K%C3%BCnste_Wien)





Mittwoch, 10. Juli 2019

Blick über Wien - der Theodor Körner Hof, ein Gemeindebau



Matzleinsdorfer Hochhaus im Theodor-Körner-Hof Gemeindebau, Wien

Seit Jahren möchte ich über dieses Erlebnis berichten: der Besuch des obersten Stockwerks eines Wiener Hochhauses, das zu einem so genannten "Gemeindebau" gehört, dem "Theodor-Körner-Hof". 

Das war im Jahre 2014, zum Abschluss eines Kunstprojekts der Studenten der Kunstakademie Wien. Dabei ging es, soweit ich mich erinnern kann, um die Gentrifizierung von Städten oder ähnlichem. Die Ausstellung fand deshalb zunächst in einer leeren Wohnung innerhalb des Gemeindebau-Viertels statt, mein Sohn war mit am Projekt beteiligt, und ich war als Besucher dabei und hatte das als Anlass für einen Wienbesuch genommen.

Der Professor hatte zum Abschluss eine Überraschung für uns alle parat: ein Besuch im obersten Stockwerk des Hochhauses, das im Zentrum der Gemeindebau-Anlage steht, und das kurz vor Sonnenuntergang.


Sonntag, 7. Juli 2019

Kepler als SciFi-Autor



Johannes Kepler war ein Astronom. Eigentlich Gelehrter, befasste sich also auch mit Mathematik und mit seinem Werk Dioptrice erhob  er die Optik zur Wissenschaft.

Nun - da er zufälligerweise in Regensburg war, als er 1630 starb (er wollte beim Reichstag ausstehende Gehaltsforderungen geltend machen), gibt es bei uns  ein Denkmal (das "Kepler-Monument" im Bahnhofsareal) und ein Kepler-Gedächtnishaus mit Museum. Aber so richtig hat er mit Regensburg nichts zu tun.

Nichtsdestotrotz ist er eine interessante Person, die das astronomische  Weltbild gewaltig ins Wanken brachte. Da ich mich seit Kindheit an mit Astronomie interessiere, habe ich mich natürlich auch mit ihm beschäftigt.

Überraschenderweise war er auch als Science-Fiction-Autor tätig. Jawohl: es ist kaum bekannt, aber hat einen Sci-Fi-Forman über eine Reise zum Mond geschrieben. Die kann man kostenlos auf archive.org lesen. Der Titel "Somnium" ("Der Traum").


Regensburg 1880er - was heute der e-Scooter, war damals das Fahrrad


Sie erinnern sich noch an die Diskussionen in den letzten Monaten über die Zulassung der Elektro-Tretroller? Man wusste nicht wohin damit. Auf die Straße, Fahrradweg, Gehweg? Man musste erst Zulassung klären und die Straßenverkehrsordnung ändern.

In diesem Zusammenhang fand ich kürzlich etwas  Witziges: einen wunderbaren Aufsatz auf dem ebenso wunderbaren Portal "heimatforschung-regensburg".

In diesem Aufsatz geht es um die Entwicklung des Radfahrens in Regensburg, über die Anfänge, die Vereine, das Velodrom und mehr. Garniert mit herrlichen alten Fotos, die ich bis dahin noch nicht gesehen habe.

Und dort las ich erstaunt, dass in den 1880er Jahren die gleichen Probleme auftauchten, wie heute mit e-Scootern und in der lokalen Zeitung diskutiert wurden. Da gab es Unfälle auf den Straßen, in der Lokalzeitung regten sich die Leute über diesen neumodischen Sport auf, und als 1891 ein Kutscher ein paar überholende Radfahrer in den Graben drängte, wurde er nur deshalb freigesprochen, weil es keine polizeilischen Ausweichvorschriften in der Straßenverkehrsordnung gab. Die war erst 1879 erlassen worden, sah aber Fahrräder nicht vor.


Hier in 1910 schon etabliert, war das Fahrrad
20 Jahre davor in Regensburg ein für viele ärgerliches  Novum
(dieses Foto ist nicht dem Aufsatz entnommen, sondern ist ein Ausschnitt aus einer alten Ansichtskarte)

Aber zunächst: der Aufsatz stammt aus 2017, erschien in der Reihe der "Verhandlungen des historischen Vereins" und heißt:

Von Kunstfahrern, Radfahrer-Consuln und Roten Radlern
Regensburger Fahrradgeschichte bis zum Ersten Weltkrieg
Von Norbert Stellner
https://www.heimatforschung-regensburg.de/2862/11/10-Stellner-211-250.pdf

Das Fahrrad als Störenfried-Vorläufers des e-Tretrollers

In den 1880er Jahren tauchte das (1861 erstmals mit Pedalantrieb erfundene) Fahrrad immer öfters auch in Regensburg auf.

Zunächst aber war es ein Störenfried. In der erst kurz zuvor erlassenen Verkehrsordnung gab es das "Veloziped" (auch "Velociped" oder "Pedal-Veloziped") nicht. Da war die Rede von Fußgängern, Reiter und Fuhrwerken. Die Radfahrer wussten selbst nicht, wo sie fahren durften und wie. Und der Aufsatz zitiert Artikel aus der örtlichen Zeitung (hier dem "Regensburger Anzeiger"), z.B. im Juli 1883:

„Regensburg, 13. Juli. Vorgestern Abends ist auf dem Kasernplatz eine alte Frau von einem Velocipedisten überfahren worden. Der Velocipedsport auf den Strassen und Plätzen der Stadt ist eine Liebhaberei, mit welcher man im Interesse der Sicherheit der Person keineswegs einverstanden sein kann. 
Geschieht die nächtliche Fahrt ohne Laterne und Glocke, so bildet dieselbe eine Gefahr für die Passanten der Strasse, wie der Vorfall vorgestern Abends beweist. Eine ortspolizeiliche Vorschrift wäre auch für diesen Sport dringend am Platze.“
Und eine Monat später gab es wieder eine Meldung:

Helmut Wolf in der Galerie Insinger ab 12. Juli 2019

In Distelhausen steht eine neue Ausstellung des Bildhauers Helmut Wolf an:

Helmut Wolf
"tü tü und wau wau"
13. Juli 2019 bis 18. August 2019

Vernissage: 12. Juli 2019, um 19 Uhr
Einführung: Matthias Schlüter
Musik: Peter Knoll




Galerie
Carola Insinger
Distelhausen 1
93188 Pielenhofen

Öffnungszeiten:
Freitag/Samstag/Sonn- und Feiertage: 14 – 18 Uhr
und nach Vereinbarung: Tel. 0172 8610036

www.galerie-distelhausen.de

Mittwoch, 3. Juli 2019

Das ist die ausführliche Pressemitteilung zum Urteil zu Wolbergs

Oh, das ist jetzt schwer zu vermitteln. Der OB Wolbergs wurde zwar in zwei Fällen der Vorteilsannahme für schuldig gesprochen, erhält aber keine Strafe. Nicht weil das so gering gewesen wäre, sondern weil er in einem so genannten "Verbotsirrtum" (§ 17 STGB) gehandelt hat.

Das geht aus der Pressemitteilung hervor, und die habe ich gesucht, nachdem mir alle durchgesehenen Zeitungsmeldung viel zu oberflächlich waren. Da hieß es immer nur: schuldig, aber ohne Strafe. Warum, fragt sich da der Jurist!?

Daher habe ich hier die PM auch in vollem Wortlaut übernommen und nachstehend abgedruckt. Aber vorher schnell eine Erklärung für den Laien:

Was ist Verbotsirrtum? Wenn jemand glaubt, korrekt zu handeln aber nicht weiß, dass er einen Tatbestand aus dem Strafgesetzbuch verwirklicht.

Dass Wolbergs ohne Arglist in die Strafbarkeitsfalle tappte, habe ich schon befürchtet. Denn ich habe die wirklich denk- und merkwürdigen zwei Urteile des BGH (Bundesgerichtshofs) zur Stuttgarter Parteispendenaffäre, die jedes Gericht beachten muss, wenn es Vorteilsannahme prüft,  ziemlich intensiv studiert.

Und mit der strengen Ansicht des BGH  reicht es, wenn jemand im Wahlkampf Spenden annimmt und nicht bemerkt, dass er den Anschein erweckt, dass der andere dadurch irgendwelche Vorteile erhalten wird. Dass dem OB das nicht bewusst war, ergab sich aus den abgehörten Telefonaten, wo er einfach nicht verstand,warum ihm Bestechlichkeit oder Vorteilsannahme vorgeworfen wird - er habe doch niemand etwas als Gegenleistung versprochen Wenn man mal davon ausgeht, dass er nichts von der Abhöraktion wusste (und nicht schauspielerte), dann kann man davon ausgehen, dass er niemand was versprochen hat - und trotzdem in die Strafbarkeitsfalle getappt ist, die seit den genannten BGH-Urteilen für alle Wahlkämpfe in größeren Städten existiert (von einem "Skandal", wie es die Medien voreilig und journalistisch inkorrekt formulierten, kann also keine Rede sein)

Dass er also verurteilt wird, weil die Richter nach genauer Sichtung von einem Anschein ausgehen,  hatte ich schon befürchtet - wie gesagt. Dass  das Gericht mit Verbotsirrtum ( § 17 StGB) arbeitet, damit hatte ich allerdings nicht gerechnet.

In keinem Gespräch mit Juristenkollegen kamen wir auf diese Idee. Eher diskutierten wird, ob die BGH-Ansicht einfach falsch ist, weil hier Fahrlässigkeit in Vorsatz umgewandelt wird, indem der "Anschein" aus objektiver statt subjektiver Sicht bewertet werden soll (nein, das erkläre ich jetzt nicht näher). Jedenfalls eine interessante Wendung. Ob die Staatsanwaltschaft hier in Berufung gehen wird? Würde mich nicht wundern, so wie sie bisher aufgetreten ist. In dem Urteil wird die Staatsanwaltschaft übrigens  nochmal richtig heftig gerügt. Aber das war für den informierten Pressebeobachter zu erwarten.

Hier ist also die Pressemitteilung:

 

Pressemitteilung 7/2019 vom 03.07.2019

Urteil im Strafverfahren gegen Joachim Wolbergs, Volker Tretzel, Franz W. und Norbert Hartl

Landgericht Regensburg sieht nach Freispruch in allen bis auf zwei Anklagepunkten von Strafe gegen Joachim Wolbergs ab, Volker Tretzel und Franz W. erhalten Bewährungs-/Geldstrafen, Norbert Hartl wird freigesprochen

Am 60. Tag der Hauptverhandlung hat das Landgericht Regensburg das Strafverfahren gegen den Oberbürgermeister der Stadt Regensburg Joachim Wolbergs, den Bauträger Volker Tretzel, dessen früheren Mitarbeiter Franz W. und den Stadtrat Norbert Hartl erstinstanzlich abgeschlossen. In ihrem Urteil vom 3. Juli 2019 gelangte die Wirtschaftsstrafkammer zu der Überzeugung, dass Joachim Wolbergs lediglich zwei Fälle der Vorteilsannahme im Zusammenhang mit den Parteispenden der Jahre 2015 und 2016 (insgesamt rund 150.000 Euro) anzulasten sind und er in allen übrigen Anklagepunkten freizusprechen ist.

Dienstag, 2. Juli 2019

Moni Müller im Neuen Kunstverein - ab 11. Juli 2019


Ausstellung "lazy sunny afternoon"
Plastische Arbeiten und Performance
Künstlerin Moni Müller

im "Neuen Kunstverein Regensburg"
11. Juli bis 18.August 2019

Eröffnung: 11. Juli, 19.00 Uhr

Begrüßung: Renate Haimerl Brosch, 2. Vorsitzende
Einführung: Jutta Rohwerder



Die Düsseldorfer Künstlerin  Moni Müller zeigt im im Neuen Kunstverein Regensburg (Schwanenplatz) unter anderem die titelgebende plastische Arbeit ‚lazy sunny afternoon’. Laut Einladungstext handelt es sich dabei um  ein schwebendes Gebilde aus hunderten geknüllter Discounterprospekte.

Zur Vernissage ist die Künstlerin anwesend und zeigt ‚reflexionen’, Performance in Progress.

Ort:

Kunstraum des Neuen Kunstvereins Regensburg e.V.
Schwanenplatz 4, 93047 Regensburg

Öffnungszeiten: Do und Fr: 16 bis 18 Uhr, Sa und So: 12 bis 14 Uhr
Ausstellungsdauer: 12. Juli bis 11. August 2019

Sonntag, 30. Juni 2019

Bürgerfest 2019 zweiter Tag - die Sozialen Initiativen und die Bürgerfestgeschichte


Am zweiten Tag des Bürgerfestes bleibt es tagsüber relativ ruhig. Erst abends strömen die Massen auf die Straßen und Plätze.

Im Weißgerbergraben sind wie immer die Sozialen Initiativen vertreten. Dessen Gründer und Leiter Reinhard Kellner ist seit dem ersten Bürgerfest 1973 mit dabei.

Er hat altes Filmmaterial zusammengestellt und diese DVD und andere alte Bürgerfest-Filme werden in einer Dauerschleife im GARBO-Kino (betrieben von Achim Hofbauer) gezeigt - und zwar von 12.00 Uhr bis 17.00 Uhr. Der Eintritt ist kostenlos, es gibt am Eingang eine Spendenbox, bei der man einen Euro einwerfen kann. Den genannten Film von Kellner kann man auch in der Mediathek von TVA ansehen, im Kino sind aber weit mehr Filme zu sehen.

Die Filme sind höchst sehenswert, nicht nur wegen der alten Ansichten von Regensburg.


Samstag, 29. Juni 2019

Bürgerfest 2019 - die ursprüngliche Atmosphäre gibt's noch



Beim Lesen des Programms war ich etwas abgeschreckt ist und hatte Angst, das Bürgerfest ist nur noch ein riesiges Musikfestival, wo man in der Masse hin und her geschoben wird.

Aber die angenehme Überraschung für mich gestern war: es gibt sie noch, die ursprüngliche Atmosphäre, wie sie die Bürgerfeste in den Siebziger Jahren hatte. Wo noch Bürger für Bürger organisierten, wo witzige Ideen für gute Laune sorgten, wo Vereine und Idealisten hinter dem Fest standen.

Das erlebte ich gestern als erstes in der Thundorfer Straße, wo sich offenbar Vereine aller Art konzentrierten (ähnlich wie bei den Sozialen Initiativen im Weißgerber Graben). Da ist z.B. der Verein für krebskranke Kinder (VKKK), der für gute Laune sorgte: Mit gezielten Würfen an eine Öffnung in einer Wand verursacht der Besucher, dass ein daneben sitzender Freiwilliger in ein Wasserbecken platscht. Der Freiwillige sitzt in Badehose auf einem Klappsitz mitten in der selben Wand. Der Erlös für die ganze Aktion geht natürlich an den Verein.

Schräg gegenüber fand ich der Reihe nach: einen deutsch-spanischen Stand (mit Pedro Alvarez von CinesCultura), einen Stand eines deutsch-französichen Vereins und einen Stand von Italienern: D'Amici Italia e.V.

Die Italiener hatten einen italienischen Chor organisiert, die auf der Straße vor dem Stand italienische  Arien und Lieder sangen, angeführt von einem Akkordeonspieler, und umringt von begeisterten Zuhörern.

Für Bombenstimmung sorgten freundliche und engagierte Mexikaner im Innenhof des Ratskellers, der auch über den Zieroldsplatz (Don Juan Denkmal) zugänglich ist. Im lustig umdekorierten Innenhof gab es eine Karaoke-Show und eine echt phantastische, kosmopolitische Stimmung. Was ja auch im Sinne des diesjährigen Mottos ist "Regensburg in Europa".

Da wir von Vereinen sprechen, noch eine Empfehlung: der Kran am Kornmarkt, mit dem 80m hoch gehieft wird, ist wirklich einen Besuch wert. Der Ausblick ist fantastisch.

Die Zeitung schreibt von einem Glasboden, was Leute mit Höhenangst berücksichtigen sollten - aber das ist nur ein winziger Ausschnitt im Boden. Ich selbst habe während der ganzen Zeit den Boden gar nicht wahrgenommen, und ich war auch ansonsten überrascht, dass ich trotz meines normalerweisen empfindlichen Magens kein Problem mit dem Höhen-Ausflug hatte. Der Erlös geht an den Verein "IG Historische Straßenbahn" und die Mitarbeiter, die dort bis in die Nacht hinein Dienst machen, arbeiten ehrenamtlich.

Noch ein letzter Tipp: Es laufen Filme über alte Bürgerfeste am Samstag und Sonntag jeweils 13.00 Uhr im Garbo-Kino


Den Freitag abend begann ich mit einem Besuch des Krans, den die Interessengemeinschaft Straßenbahn am Kornmarkt betreibt - ich wollte die letzten Sonnenstrahlen ausnutzen. Die letzten Jahre hatte ich diesen Besuch zeitlich nie geschafft. Ich habe es nicht bereut:

Donnerstag, 27. Juni 2019

Am 5. Juli - Friday for Future Aktion in Regensburg

Unter dem Titel "Future for Regensburg" gibt es am 5. Juli 2019  verschiedene Demo-Züge durch Regensburg und abends eine Kundgebung am Domplatz.

Einzelheiten und Stadtpläne findet man auf der Webseite https://futureforregensburg.de

Auf der Webseite heißt es:

Am 05. Juli 2019 werden wir, gemeinsam mit sehr vielen Menschen, die Regensburger Innenstadt für den motorisierten Verkehr unzugänglich machen.
Wir sehen uns zu dieser Aktionsform genötigt, da aktuell die lebenserhaltenden Ziele der Begrenzung der Erdüberhitzung auf 1,5 Grad Celsius und die Einhaltung des Pariser Klimaabkommens weit verfehlt werden. Mit der Aktion Future for Regensburg machen wir auf acht regionale Kernforderungen aufmerksam und setzen ein deutliches Zeichen für die Dringlichkeit des Handlungsbedarfs. Wir teilen unsere Zukunftsvision von einer verkehrsberuhigten und damit lebensfreundlichen Stadt – einer Vision der reinen Luft, der Gesundheit und der klimaneutralen Mobilität. (Quelle: https://futureforregensburg.de/aktionskonsens/)

Künstler aus Crecy La Chapelle in Pielenhofen

Vielleicht haben Sie es heute auch in der MZ gelesen: Künstler aus Crecy La Chapelle stellen in Pielenhofen aus. Der Zeitpunkt für die Vernissage ist natürlich etwas unglücklich, zumindest, wenn man Freitag abend auch noch auf das Regensburger Bürgerfest will. Aber selbst in diesem Fall: die Ausstellung läuft vom 29.6. bis 21.7.2019. Ort: Klosterstadel Pielenhofen.

Wer die Vernissage besuchen will: sie beginnt mit einer Aktion im Freien, nämlich auf der Naabinsel unterhalb der Brücke. Danach geht es in den Klosterstadel.

Organisiert hat die Ausstellung der Kulturkeller e.V. Pielenhofen



Sonntag, 23. Juni 2019

Der Regensburger Dom Teil 6 - die Türme im Detail

Weiter geht es in dieser Serie, diesmal mit Details zu den oberen Türmen bzw. Turmspitzen.

Mit Hilfe von Teleobjektiv und 3D-Modellen erkunde ich mit Ihnen diesen Bereich, den wir sonst nur undeutlich sehen, wenn wir wieder mal unten vor dem Heuport sitzen (sei es auf der kostenlosen Bank oder einem kostenpflichtigen Freisitz).


Was mir erst nach vielem Lesen klar wurde ist, dass beim Turmausbau nicht nur die eigentlichen Spitzen aufgesetzt wurden, die man fachmännisch "Turmhelme" nennt, sondern auch zunächstmal ein zusätzliches Geschoß aufsetzte, das achteckig ist und deshalb "Oktogongeschoß" genannt wird.

Da das achteckige auf eine viereckige Plattform gesetzt wurde, bleibt an den Ecken Platz für zusätzliche Streben bzw. Pfeiler, die dort platziert wurden. Die wiederum sind nicht im rechten Winkel zur Gesamtanlage, sondern quer gesetzt, also mit den Kanten Richtung Turmmitte, und die Seiten der Streben sind nach innen gewölbt, so dass dort Platz für Heiligenfiguren sind.


Samstag, 22. Juni 2019

Hintergrundwissen zur bayerischen Geschichte


In diesem Beitrag will ich dem Besucher des neuen Regensburger Museums der bayerischen Geschichte helfen, indem ich ihm das Grundgerüst für die bayerische Geschichte zeige. So wird einiges in der Ausstellung klarer.

Ich selbst habe mich über viele Jahre hinweg immer wieder mit dieser komplexen Materie der bayerischen Geschichte beschäftigt -  und war jedesmal auf's Neue  verwirrt. Auch der Wikipedia-Artikel "Geschichte Bayerns" erschlägt mit Details und überfordert den Neueinsteiger.

Aber ich denke, ich habe mittlerweile einen Weg gefunden, die Geschichte  so zu vereinfachen, dass sie einem Neueinsteiger hilft. Das hier ist sozusagen "meine kleine Geschichte Bayerns".

Die drei Phasen

Vereinfacht gesehen haben wir drei große Abschnitte in der Geschichte Bayerns (bzw. Baierns, wie das bis zum Jahre 1825 hieß, bevor der griechenbegeisterte König Ludwig I. das Ypsilon einführte):
  • Herzogtum/Kurfürstentum 555 bis 1806 (mit einer kleinen Unterbrechung)
  • Königreich 1806 bis 1918
  • Freistaat 1918 bis heute







555-788
frühes Herzogtum

911-1806
späteres Herzogtum (ab 1623 Kurfürstentum)
ab 1806
Königreich
ab 1918
Freistaat

Bekanntlicherweise geht die Dauerausstellung im Obergeschoß des Museums nur auf die Zeit von 1806 bis heute ein. Das Bayern davor wird in dem Film angesprochen, der im Erdgeschoß im 360-Grad-Panoramaraum kostenlos präsentiert wird.



Herzogtum/Kurfürstentum

So etwa um 500 n.Chr. bildete sich aus dem im bayerischen Raum (Kerngebiet: Donau bis Alpen) aus den dort ansässigen oder eingewanderten vielen Volksstämmen sowie den übriggebliebenen Römern ein "Volk", das in den geschichtlichen Büchern als Bajuwaren bezeichnet wurde. Ab 555 ist als politisches System das Herzogtum aktenkundig, wo jeweils ein Herzog über sein Gebiet regiert (über ihn standen die Könige des Frankenreichs, vor 788, oder die Kaiser des Hl. Römischen Reichs, bis 1805).

Bei dieser  ersten Phase der Herzogtums haben wir zwei Besonderheiten.

a) Ab 1623 wurde dem baierischen Herzog die Kurfürstenwürde verliehen, so dass er den Kaiser mitwählen durfte. Ab diesem Zeitpunkt ist es üblich, das vom Herzog beherrschte Territorium "Kurfürstentum" zu nennen. Daher gibt es alte Landkarten, bei denen es  z.T. "Herzogtum Baiern", zum Teil aber auch "Kurfürstentum Baiern" heißt, je nach dem, welche Zeit dargestellt wird. Wenn man davon absieht, dass auch ein Kurfürstentum im Kern ein Herzogtum ist, könnte man also auch in vier Abschnitte unterteilen.

Freitag, 21. Juni 2019

Hinter den Kulissen des Regensburger Hafens


Am Dienstag, 18.6.2019, war ich vom BFBM (Bundesverband der Frau in Business und Management e.V.)  zu einer Rundfahrt durch das Regensburger Hafengebiet eingeladen. Damit konnte ich endlich mal hinter die Kulissen des Hafengebiets blicken, durch das ich im Laufe der Jahrzehnte schon oft spazieren ging oder fuhr.

Organisiert wurde die Hafenrundfahrt von Frau Petra Schmidt (Terre des Langues), Gründungsmitglied der Regensburger Regionalgruppe.

Bei dieser Veranstaltung waren außer den Mitgliedern auch andere Frauenverbände eingeladen und gerne kamen noch ein paar Männer dazu.


Die Führung selbst erfolgte durch Frau Michaela Wöhrl, Geschäftsbereichsleitung Grundstücks- und Immobilienmanagement Bayernhafen.

Donnerstag, 20. Juni 2019

Erfahrungsbericht zum Museum der bayerischen Geschichte

In diesem Artikel geht es um die Frage, ob sich ein Besuch im neuen "Museum der bayerischen Geschichte" lohnt. Dabei bespreche ich  ausschließlich  die Dauerausstellung im ersten Stock, also dem eigentlichen Kern des Museums.

Es geht hier also nicht um die Architektur, den immer noch zweifelhaften Standort, oder andere Themen, über die man diskutieren könnte.

Museum der bayerischen Geschichte, Regensburg (Eröffnungstag)
Ich war mittlerweile drei mal im Museum, und ich habe auch die Begleitmagazine durchgelesen, die ich im Laden kaufte

Ab dem zweiten Besuch wusste ich: ja, der Besuch lohnt sich, und zwar selbst dann, wenn man fünf Euro zahlen muss (ab 1. Juli also). Abgesehen von der verunglückten Ausschilderung (an deren Verbesserung schon intensiv gearbeitet wird) bin ich von der ganzen Ausstellung angenehm überrascht und durchgehend überzeugt. Warum, werde ich hier schildern.


Montag, 17. Juni 2019

Miet-Elektroroller in Linz - die Flut der e-scooter


Seit März 2019 gibt es e-Tretroller (e-scooter) in Linz in Österreich. Ich habe die Roller beim gestrigen Tagesausflug nach Linz gesehen und ich habe ein bisschen recherchiert, da das Thema auch in Regensburg "heranrollen" wird.


Donnerstag, 6. Juni 2019

Finissage zur Ausstellung von Kirchbach

Die Ausstellung von Ursula von Kirchbach in der Galerie an der Donau endet am 14. Juni 2019.

Zum Abschluss gibt es am

Freitagabend, 14. Juni ab 19.00 Uhr 
eine Finissage









Jubiläumsausstellung im Kunstkabinett wurde verlängert

Die Ausstellung zum 40jährigen Jubiläum der dienstältesten Galerie in Regensburg, dem "Kunstkabinett" in der Unteren Bachgasse, wurde verlängert:

40 Jahre KUNSTKABINETT
verlängert bis 31. August 2019

Künstler:

Elvira Bach, Eduardo Chillida, Paul Flora, Günther Förg, Armin Göhringer, Katharina Grosse,
Peter Hermann , Helge Leiberg, Feng Lu, Heinz Mack, Peter Ernst Mehr, A.R. Penck, Otto Piene,
SEO, Manfred Sillner, Antoni Tapies, Günther Uecker u.v.m.

Noch zwei Tage - Fotoausstellung "Fire and Light" im DEZ


Nur noch bis Samstag, 8. Juni 2019: im DEZ gibt es eine interessante Fotoausstellung,  die ich heute entdeckt habe: "Fire and Light", im 2. Flur vor dem "Müller".

Fire and Light, so nennt sich auch die Regensburger Fotogruppe, die hinter der Ausstellung mit dem gleichnamigen Titel steht.

Die Gruppe beschäftigt  sich hauptsächlich mit Nachtfotografie und Lightpainting. Beispiele sieht man auch auf ihrer Webseite www.fire-and-light.club


Mittwoch, 5. Juni 2019

Das neue Museum hat eröffnet - zieht Euch warm an.

(Update 20.06.2019: es gibt mittlerweile einen ausführlichen Erfahrungsbericht hier: https://www.regensburger-tagebuch.de/2019/06/erfahrungsbericht-zum-museum-der.html)



Ha, ich war schon drin!

Ich habe den unterrichtsfreien Vormittag genutzt, um in den ersten Stunden nach der Eröffnung das neue "Museum der bayerischen Geschichte" zu erkunden. Und ich schaffe es gerade noch, die Bilder hoch zu laden und diese Zeilen zu schreiben, bevor ich wieder Schüler mit Steuerrecht quäle.

Seht es Euch an. Der Eintritt ist frei.

Bedenkt, dass es im Museum relativ kühl ist, vor allem unten im Vorführraum - wer wegen der Sommerhitze leicht angezogen ist, kann in's Frösteln geraten.


Montag, 3. Juni 2019

Vernissage bei Galerie Kunstpartner in Adlmannstein

Bei herrlichstem Wetter strömten am gestrigen Sonntagvormittag die Kunstinteressierten zur Galerie "Kunstpartner" in Adlmannstein, wo die Ausstellung "Hinterm Horizont" eröffnet wurde.

Ausgestellt und angeboten werden  Werke von den Künstlern Kurt Sennebogen, Ekkehard Keppler, Rose Karrer-Bäuerle, Renate Christin, Axel T. Schmidt und Margot Luf - allesamt sehenswert. Die Ausstellung gibt es noch bis zum 30. Juni 2019

Eröffnung der Ausstellung "Hinterm Horizont" durch Galeriemitbetreiber Ingo Kübler
am Sonntag den 2. Juni 2019 in Adlmannstein

Welterbetag 2019 in Regensburg

Am 2. Juni 2019 luden Welterbestätten in ganz Deutschland zum UNESCO-Welterbetag ein. So auch in Regensburg, wo sich das Geschehen auf die Thundorfer Straße konzentrierte. Als  Schwerpunktthema wurde "Jüdisches Leben" angesetzt (wir erinnern uns:  offizielles kulturelles Jahresthema 2019 ist "Stadt und Gesellschaft" mit Fokus "Juden in Regensburg").




Sonntag, 2. Juni 2019

Regensburger Welterbetag 2019 - 2. Juni 2019

Heute, am Sonntag, 2. Juni lädt die Stadt Regensburg die Regensburgerinnen und Regensburger wieder dazu ein, ihr Welterbe am Welterbetag noch besser kennenzulernen.

Hauptsächlich am Marc-Aurel-Ufer (also neben der Thundorfer Straße) ist am Welterbetag einiges geboten: Unter dem Motto „Jüdisches Leben“ will der Welterbetag 2019 jüdische Kultur und Traditionen in den Mittelpunkt rücken.

Thematisch passend: Die Ausstellung „Regensburg - Mittelalterliche Metropole der Juden“ im Historischen Museum Regensburg endet heute am 2.6.2019

Das offizielle Programm zum Welterbetag findet man hier

Um 14.00 Uhr eröffnet  Bürgermeisterin Gertrud Maltz-Schwarzfischer den Welterbetag, und gemäß Programm gibt es eine "musikalische Überraschung"

Nach dem Start um 14 Uhr wird es unter den Bäumen am Marc-Aurel-Ufer zahlreiche Informations- und Mitmachstationen geben.

Die Jugendbauhütte, die Welterbekoordination der Stadt Regensburg und die Deutsche Stiftung Denkmalschutz stellen ihre Aktivitäten vor und freuen sich über Fragen und Austausch mit den Gästen. Auch das Museum der Bayerischen Geschichte als zukünftiger Nachbar des Welterbezentrums wird sich präsentieren und wer Glück hat, gewinnt eine Eintrittskarte (komisch eigentlich, wenn doch der Eintritt die nächste Zeit frei sein soll)


Samstag, 1. Juni 2019

Museum der bayerischen Geschichte öffnet ab 5. Juni 2019

Am 5. Juni wird  das Museum für jedermann geöffnet - offenbar mit den gewöhnlichen Öffnungszeiten, also ab 9 Uhr.

Feierlichkeiten gibt es am Vortag, aber nur für geladene Gäste (weshalb es missverständlicherweise in manchen Zeitungsmeldungen heißt, die Eröffnung sei am 4. Juni)

Bis 30. Juni 2019 ist der Eintritt frei.

Das "Wirtshaus" ist jetzt schon geöffnet, wie ich heute sah. Es heißt übrigens bewusst nicht Cafe, sondern "Wirtshaus",  und tatsächlich: es sieht aus wie ein Cafe im Wirtshaus-Look.


Wer vorher schon einen Blick in das Museum werfen will, kann das über einen TVA-Bericht vom 29. Mai machen:

https://www.tvaktuell.com/mediathek/video/regensburg-vorbericht-museum-des-hauses-der-bayerischen-geschichte/


Öffnungszeiten

Täglich außer montags von 09:00 bis 18:00 Uhr
Fällt ein Feiertag auf einen Montag, so ist das Museum geöffnet.
Geschlossen am 24.12., 25.12., 31.12., 01.01. sowie am Karfreitag


Fake-Meldung? Heute am 1.6. sehe ich jedenfalls niemand reinspazieren

HINTERM HORIZONT - Ausstellung in der Kunstpartner-Galerie in Adlmannstein


Die Galerie "Kunstpartner" in Adlmannstein lädt in diesem Jahr ein zur Ausstellung

HINTERM HORIZONT
Grafik, Malerei, Zeichnung und Objekte
 
von Renate Christin, Rose Karrer-Bäuerle,
Ekkehard Keppler, Margot Luf,
Kurt Sennebogen & Axel T Schmidt 
Ausstellungseröffnung am Sonntag, 02. Juni um 11 Uhr 

Ausstellungsdauer:


02. Juni bis 30. Juni 2019
Sonntag von 14 –17 Uhr
und nach Vereinbarung

Freitag, 31. Mai 2019

Museum für Kinder - Die bunten Glasfenster im Dom

Das "Museum für Kinder" der Kunstsammlungen des Bistums Regensburg lädt Kinder zwischen 6 und 12 Jahren mit ihren Begleitern zu einer Aktionsführung in den Dom St. Peter ein:

Samstag, 1. Juni, 14 Uhr
Alles in Butter? Die bunten Glasfenster im Dom

Aus der Mitteilung:

Wenn die Sonne durch die farbigen Glasfenster des Regensburger Doms scheint, dann leuchtet der Innenraum in den schönsten Farben. Man könnte meinen, unzählige bunte Edelsteine funkeln! Die Fenster sind aber nicht nur bunt, sondern erzählen schon seit vielen Jahrhunderten Geschichten aus der Bibel. Auch ein Esel, der wegen einer Besonderheit richtig berühmt wurde, versteckt sich in einem der Fenster. Wir finden heraus, was an ihm so besonders ist und wer überhaupt all die gläsernen Kunstwerke geschaffen hat. Wer gerne wissen möchte, was Butter mit unseren Glasfenstern zu tun hat, der ist bei dieser spannenden Tour durch den Dom genau richtig.


TREFFPUNKT: DOMPLATZ 5
ORT: Dom und Domschatz
ALTER: ca. 6 bis 12 Jahre
DAUER: rund 90 Minuten
Anmeldung unter domfuehrungen@bistum-regensburg.de oder unter 0941/597 1662

Donnerstag, 30. Mai 2019

Ausstellung "Zwei Türme für den König" ist eröffnet

Die Ausstellung "Zwei Türme für den König - 150 Jahre Vollendung der Regensburger Domtürme" wurde gestern eröffnet.




Die Exponate sind in der Ulrichskirche zu sehen und sind wirklich interessant. Es gibt auch einen sehr empfehlenswerten Katalog (8 Euro) mit einer guten Schilderung der Baugeschichte.

Was er nicht ersetzen kann ist der persönliche Eindruck, den man bekommt, wenn man direkt vor den (aus der Nähe gesehen riesigen) Steinelemente steht, die am Gebäude verwendet werden.

Es gibt wohl auch Führungen, aber nur pro Monat eine (siehe am Ende des Artikels).

Ausstellung von Gisela Conrad eröffnet


Heute am 30. Mai 2019 wurde die Ausstellung von Gisela Conrad in der Galerie Distelhausen eröffnet. Frau Gabriela Kašková führte in die Ausstellung ein.



 Der Ausstellungstitel lautet "Die andere Seite des Mondes".

Mittwoch, 29. Mai 2019

Der Regensburger Dom Teil 5 - der Bau der Turmspitzen

In den Jahren 1859 bis 1869 hat man den stümpfen Domtürmen endlich die langersehnten Spitzen verpasst.

Die Fertigstellung im Jahr 1869 ist der Grund, warum dieses Jahr das 150jährige Jubiläum des "Domspitzen-Ausbaus" gefeiert wird. Auch die bevorstehende Ausstellung "Zwei Türme für den König" (Vernissage am 29.05.2019  in der Ulrichskirche) bezieht sich auf dieses Thema.

Die Geschichte über diesen Ausbau ist durchaus interessant und es gibt ein wunderschönes, empfehlenswertes Buch dazu:

Friedrich Fuchs, Die Regensburger Domtürme 1859 - 1869 (1. Auflage 2006). 

Im ersten Teil wird die Hintergrundgeschichte zum Turmausbau erzählt, bei der auch König Ludwig I. und sein Sohn König Maximilan II. eine Rolle spielten, danach gibt es eine Dokumentation der einzelnen Statuen, die auf den Turmspitzen (für Fußgänger kaum sichtbar) versteckt sind.






Der Regensburger Dom Teil 4 - Das Rätsel der ungleichen Domtürme

Sozusagen als Annex zu Teil 3 der Artikelserie über den Dom gibt es hier noch einen Ausflug über ein rätselhaftes Thema, über das ich im Laufe der Jahre gestolpert bin. Es handelt sich um das Rätsel der ungleichen Domturmbedeckungen.

Von 1500 bis 1860 waren die Domtürme stumpf. Die Turmstümpfe waren durch flache,  pyramidenförmige Dächer bedeckt. Das sieht man nun auf unzähligen alten Stichen und Zeichnungen, wie ich in Teil 3 gezeigt habe.

Einige der Bilder aber zeigen ungleiche Dachbedeckungen, die  Bedeckung des nördlichen (linken) Turms sieht flacher oder anders aus als beim südlichen (rechten) Turm.

Da viele frühere Stadtansichten und Grafiken ungenau sind, hat das nicht viel zu bedeuten. Ich vermutete zuerst, dass hier einfach falsch beobachtet oder falsch von anderen Skizzen übernommen wurde. Aber einige der Bilder sind so deutlich, dass das keine gute Erklärung ist. Sie deuten darauf hin, dass zumindest anfangs, also um 1500, die Dächer ungleich waren. Ich recherchierte und ich diskutierte mit Freunden, kam aber nicht weiter.


Der Regensburger Dom Teil 3 - Dom ohne Spitzen



Beispiele für Bilder vom Dom ohne Turmspitzen



Ungefähr 1500 war der Dom im wesentlichen fertig. Die beiden Turmstümpfe waren nur durch   provisorische "Pyramidaldächer" geschlossen. Im Gegensatz zu Notre Dame und anderen Kathedralen war das nicht Absicht, sondern eigentlich wollte man weiterbauen. Aber das Geld reichte nicht. Ungefähr 350 Jahre lang war der Dom so sichtbar, erst 1859 begann man mit dem Bau der heutigen Domspitzen.

Auf unzähligen alten Stichen und ganz wenigen Fotos (die Fotografie entwickelte sich erst ca 1840) sieht man den Dom mit seinen stumpfen Türmen. Vor ein paar Jahren durchforstete ich meine historischen Bilder und legte  eine Sammlung an, auf denen die Domtürme zu sehen sind. Seitdem kamen nur noch ganz wenige weitere Bilder hinzu.

Dienstag, 28. Mai 2019

Der Regensburger Dom Teil 2 - 3D Modell

Wer eine Vorstellung vom Aufbau des Doms haben will, kann sich im Internet kostenlos ein 3D-Modell herunterladen.

Es ist allerdings nicht von einem Fachmann aus Regensburg, sondern von einem unbekannten Autor, der offenbar nicht auf Regensburg spezialisiert ist. Die Details sind wohl nicht wissenschaftlich korrekt, wie ein Kommentator im Downloadportal vermerkte. Aber es hilft dem Laien, sich den Dom näher zu betrachten.

Es handelt sich um ein Modell, das mit kostenlosen Programmen wie sketchup erstellt und angesehen werden kann. Man kann es in alle Richtungen drehen, die Fassaden wegklicken und  verschiedene Transparenzstufen einstellen. Es ist mit geologischen Referenzdaten versehen, so dass es bei google-earth an der richtigen Stelle eingebunden werden kann (siehe am Ende des Artikels).

Wer kein 3D-Programm hat und sich nicht die Arbeit machen will, sketchup oder ähnliche Programme herunterzuladen, hat noch eine andere Möglichkeit. Er kann sich direkt auf dem Downloadportal eine 3D-Ansicht aktivieren - er kann dann mit Hilfe der Maus direkt im Internet-Browser das Modell drehen.







Download-Adresse auf 3D-Warehouse:
https://3dwarehouse.sketchup.com/model/782def806c7a555241673c0282ef581/Regensburger-Dom


Der Regensburger Dom Teil 1 - Basics

Sowohl der Brand der Notre Dame vor einigen Wochen, als auch das "Jubiläum zum Bau der Domtürme" veranlassen mich, eine kleine Artikelserie über den Dom zu schreiben. Dabei werde ich auch meine Sammlung von historischen Bildern zeigen und ein 3D-Modell vorstellen, das sich jeder kostenlos herunterladen kann. Ein weiterer Artikel wird sich mit einem Rätsel befassen, das mit den Domtürmen zu tun hat, und über das ich bisher nie etwas lesen konnte.



Wir beginnen im heutigen Artikel mit  einigen Basisdaten - keine Angst, es kommen keine trockenen Wikipedia-Fakten. Es handelt sich um  meine persönliche Zusammenstellung.


Sonntag, 26. Mai 2019

Zwei Türme für den König. - Ausstellung in der Ulrichskirche

Zum Domturmjubiläum gibt es eine Ausstellung

Zwei Türme für den König.
150 Jahre Vollendung der Regensburger Domtürme

29. Mai bis 29. September 2019
Ulrichskirche

Eröffnung: 29.05.2019 - 17.00 Uhr


Kaum noch vorstellbar, dass der Dom gut 350 Jahre lang keine Turmspitzen hatte. Um 1520 waren nach 250 Jahren Bauzeit im ehemals wirtschaftsstarken und selbstbewussten Regensburg die Kräfte und das Geld für den Dom als großem Gemeinschaftsprojekt von Stadt und Bistum erschöpft. Die Kathedrale stand am Ende des Mittelalters eindrucksvoll im Herzen der Stadt, doch die Türme waren nur bis zur halben Höhe fertig und erhielten vorläufige Notdächer.

Im Barock erwachten gewagte neue Planungsphantasien zum Ausbau der Türme. Doch erst ab 1859 wuchsen die Türme empor. Für König Ludwig I. von Bayern sollte der gotische Bau mit himmelsstrebenden Spitzen im Geist des 19. Jahrhunderts nicht nur ein Denkmal "Teutscher Eintracht", sondern auch ein monumentales Denkmal für das Haus Wittelsbach werden. 1858 kam Ignatius von Senestrey auf den Regensburger Bischofsstuhl. Noch vor seiner Weihe verkündete er seinen Beschluss, den Dom fertig bauen zu wollen, ein Denkmal für Christus, den König.

Genau vor 150 Jahren war es dann vollbracht: Seitdem ragen die Domtürme 105 Meter hoch über die Dächer der Stadt.

Vier Monate lang wird das Jubiläum gefeiert, mit einem Pontifikalamt am 30. Juni mit großer Domkirchweih auf dem Domplatz, mit Ausstellungen in St. Ulrich und an dreizehn Orten der Stadt, mit einem virtuellen Balanceakt zwischen den Domspitzen, mit Führungen und Aktionsführungen für Kinder, mit einem Skulpturenprojekt des international renommierten Künstlers Otmar Hörl auf dem Neupfarrplatz, mit einer Licht-Performance, einem großen Festkonzert im Dom und mehr.

Das detaillierte Veranstaltungsprogramm mit allen Angeboten finden Sie auf folgendem Flyer.

Bilder von der Kunstschaunacht 2019 in Kallmünz

Auf den Straßen war es merklich ruhiger als bei früheren Kunstschaunächten. Seltsamerweise merkte man das nur eingeschränkt in den Galerien und Ateliers, wo sich genug Besucher tummelten, um die Aussteller zufrieden zu stellen - jedenfalls diejenigen, mit denen ich gesprochen hatte.

Stephan Fürnrohr z.B., der seine Fotogalerie (derzeit mit den in der MZ besprochenen, spektakulären Grönlandfotos) geöffnet hatte, konnte sich nicht beklagen. Auch die Galerie am Fels war gut besucht. Wieder mit dabei die Mühle, wo diesmal Claudia Neubauer platziert wurde, weil der gewohnte Raum am Westende des Ortes nicht zur Verfügung stand. Aber hier kamen ihre großformatigen Bilder auch besser zur Geltung.


Samstag, 25. Mai 2019

Bilder vom Bachgassenfest

25.05.2019, Obere und Untere Bachgasse.


Giselher Gollwitz (Musikkult e.V.) kümmert sich um "seine" Musiker









 Abstecher in die Wahlenstraße: