Regensburger Tagebuch

Notizen von der nördlichsten Stadt Italiens

Samstag, 21. Dezember 2019

Nachträgliche Videos zum legendären Kunsthaus Tacheles in Berlin


In Ergänzung zu einer früheren Reportage  habe ich Videos aus meinem Tacheles-Besuch in 2008 restauriert und auf  youtube hochgeladen.

Nachts im Kunsthaus Tacheles - 2008


Das Kunsthaus Tacheles war eine fantastische Einrichtung in Ostberlin. Es handelte sich um eine (heute denkmalgeschützte) Kaufhausruine, die 1990 von einer Künstlerinitiative vor der Sprengung gerettet wurde.

Von 1990 bis 2012 wurde die mehrstöckige Ruine von den Künstlern zwischengenutzt. Dann wurde das Gebäude geräumt. Dieses Jahr beginnt man mit dem Neuausbau, aber das Ganze wird trotz "kultureller Nutzung" überhaupt nichts mehr mit dem damaligen "Kunsthaus Tacheles" zu tun haben.

Für kunstaffine Besucher war das "Tacheles" ein regelrechtes Paradies, von dem man nicht so schnell genug bekam. Man ging über Lost-Place-artige, graffitibedeckte Treppen in verwinkelte Räume, in denen verschiedene Künstler ihre Werke anboten. Im obersten Stock war unter anderem ein russischer Künstler namens Rodin mit großformatigen, interessanten Werken - ihm hat man bei der Räumung ganz böse mitgespielt. Und in einer Art Balkonterasse gab es ein improvisiertes Cafe-Lokal, ich will es mal so nennen - urig und so gemütlich wie primitiv, mit chilliger Musik und Blick über Berlin. Als ich 2008 mit meinem Sohn dort war, war es schon dunkel, als wir diese Terasse entdeckten. Und obwohl wir ursprünglich das Gebäude verlassen wollten, versanken wir dort für lange Zeit im multilingualen Stimmengewirr und in der herrlichen Atmosphäre.

Ich hatte ein paar Jahre später, nämlich im Jahr 2015, einen Bericht darüber geschrieben und meine Fotos eingestellt.  Das war in diesem Artikel:

Aus den Fotos erkennt man noch nicht so ganz, wie verwinkelt  die Innenräume (des nach außen hin schmal wirkenden) Gebäudes waren. Und deshalb  liefere ich heute zwei  Videos nach, die ich damals mit meiner Digitalkamera machte.

Das war seinerzeit eine billige Reise-Digitalkamera mit schwacher Qualität. Ich musste die Videos  nachträglich aufhellen, sonst  hätte man kaum was erkannt. Das habe ich nachgeholt, und die Videos auf meinen Kanal in youtube hochgeladen. Anlass waren die Zeitungsmeldungen über den jetzt begonnenen Wiederaufbau das Quartiers.

Die Videos sind hier:

Und hier kommt der Versuch einer Direkteinbindung (wobei die Erfahrung zeigt, dass diese Direkteinbindungen im Laufe der Zeit durch technische Änderungen bei youtube verloren gehen):



https://youtu.be/79Sw4CCNb9w


https://youtu.be/6K2mfU4eYLw

Das Gebäude von außen. Schon ein paar Jahre darauf war das Gebäude nicht mehr wieder zu erkennen.



Kunsthaus tacheles.berlin.from west
Kunsthaus Tacheles, Vorderansicht, 2008 (aus Wikipedia, CreativeCommons-Lizenz)

TachelesBack
Kunsthaus Tacheles Rückansicht, Wikipedia, Creative-Commons-Lizenz
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 Weitere Infos und Fotos zum ehemaligen Kunsthaus Tacheles seht Ihr in meinem Blogartikel aus 2015: Besuch im Berliner Tacheles (Regensburger Tagebuch, 08.04.2015)


Besuch im Berliner Tacheles; Innenhof (Regensburger Tagebuch, 08.04.2015)
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Links:

http://de.wikipedia.org/wiki/Kunsthaus_Tacheles

http://www.taz.de/!30363/
zeigt auch die internen Probleme des Vereins

Tolle Bilder: http://www.bushtrash.de/bilder/tacheles/tacheles.htm

Fotogalerie von Burkhart Rüchel:
http://www.arche-foto.com/tacheles.html
zeigt Bilder als Ruine, 1988, vor der Kunsthausbesetzung