Regensburger Tagebuch

Notizen von der nördlichsten Stadt Italiens
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Samstag, 20. Juli 2024

Säule für den Frieden ist jetzt im Historischen Museum

Die "Säule für den Frieden", hergestellt von Kindern beim Gassenfest 2024, mittlerweile im Foyer des Historischen Museums, wo sie bis März 2025 stehen bleibt.

Die Leiterin der gemeinnützigen Organisation "AktionKulturSozial",  Sabine Watzlawik,  hat beim diesjährigen Gassenfest der Sozialen Initiativen nicht nur den gesamten Bereich auf dem AAG-Sportplatz verwaltet, sondern hat auch ein eigenes Projekt beigesteuert: Die "Säule des Friedens". Eine Idee des Förderkreismitglieds "Steffi Zuber".

Dabei modellierten Kinder unter Anleitung des Organisation  eine Friedenssäule - die "Säule für den Frieden".

Vorbild war die Marc-Aurel-Säule in Rom. Allerdings geht es bei der aktuellen Säule nicht um eine Ehrung von Marc-Aurel und dessen erfolgreiche Schlachten, sondern umgekehrt um den Frieden. Die Kinder sollten aus Knetmasse Friedenssymbole nach eigenem Ermessen formen, die dann spiralförmig an die Säule geklebt wurden, eben ähnlich wie die Vorbildsäule in Rom. 

Die Reliefsymbole wurden dann am Ende bunt bemalt. Entstanden ist eine 4 m hohe wunderschöne Säule, die am Sonntag, dem dritten Tag des Festes,  tatsächlich fertig wurde. 

Die Kinder durften selbst über das Friedenssymbol entscheiden. Das konnte eine Friedenstaube sein, eine Katze, das Bruckmandl, ein Herz oder ein Fisch, händchenhaltende Paare, oder einfach das Wort Frieden in Buchstaben.

Die Sponsoren "Bechtle IT" und "Lions Club Castra Regina" haben entscheidend daran mitgewirkt, diese Aktion zu ermöglichen.

Die Säule im Museum

Die Säule 4 m hohe Säule ruht auf einem 100 kg schweren Sockel. Sie wurde nach dem Fest von weiteren ehrenamtlichen Förderern unter großem Aufwand ins Historischen Museum transportiert.  

Am 14. Juli hat Sabine Watzlawik unter Anwesenheit der Beteiligten die Säule vorgestellt.

Da die Säule im Foyer steht, ist sie ohne Eintritt für jedermann zugänglich.

Die Säule  ist im Museum  bis März 2025 zu sehen, genau genommen bis zum Todestag von Mark Aurel, dem Gründer unserer Stadt.  Danach soll sie  für gemeinnützige Zwecke versteigert werden. 



Maximilian Ontrup M.A. (Historisches Museum Regensburg), Dr. Joachim Zuber (Historisches Museum Regensburg), Prof. Dr. Wolfgang Otto (Förderkreis AktionKulturSozial e.V.), Martin Schaich M.A. (ArcTron 3D GmbH), Stephanie Zuber (Förderkreis AktionKulturSozial e.V.) , Roland König (Bechtle IT-Systemhaus), Sabine Watzlawik M.A. (AktionKulturSozial gGmbH), Markus Kick (Bechtle IT-Systemhaus), Michael Wingenfeld (Lions Club Castra Regina)

Samstag, 9. Dezember 2023

Dampflok in Regensburg - Nikolausfahrt der BR 52-8195

 Dampflok zu Besuch in Regensburg; 9. Dez 2023

Seit 1835 fuhren sie durch Deutschland: die dampfbetriebenen Lokomotiven. Im Jahre 1977 wurden die restlichen  Dampfloks in Deutschland ausgemustert. Es gab danach sogar ein Verbot. Das wurde 1985 zum 150jährigen Jubiläum der Bahn wieder beseitigt, so dass Museen und Verein seitdem Sonderfahrten mit Dampfloks durchführen können. 

Am 3. Dezember war sie das erster mal in Regensburg, am 9. Dezember noch einmal: die Dampflok 52-8195 der Fränkischen Museumseisenbahn. Diese veranstaltet seit 10 Jahren zur Adventszeit üblicherweise Sonderfahrten, so auch dieses Jahr.  Weil im Zug auch Nikolaus und Krampus mit fahren, spricht man von Nikolausfahrten. 

Die erste Fahrt konnte ich nicht beobachten - da hatte ich zu arbeiten. Aber am 9. Dezember marschierte ich mit Familie und Enkel zum Bahnhof. Letzterer ist kurz vor dem Bahnhof eingeschlafen und hat das Schönste verpasst.

Die Lokomotive ist eine sehr häufig verwendete Dampflok aus der Baureihe 52, die in Kriegszeiten mit vermindertem Materialeinsatz gebaut wurden. Nach dem Krieg wurden viele von ihnen wieder "zurückgebaut" bzw. aufgerüstet. So erhielt sie einen zweiten Sandbehälter, einen neuen Kessel und weitere Neuerungen. Aufgrund dieser Rekonstruktionen spricht man "Reko-Loks", erkennbar an der Zusatznummer, die bei 8x beginnt. Diese Lok hat die Nummer 52-8195. 



Donnerstag, 26. Dezember 2019

Was Julklapp bedeutet, warum Weihnachten 1918 traurig war, und Weihnachtsgedichte von Tucholsky

Was bedeutet eigentlich Julklapp. Ich habe das Wort bei einem Weihnachtsgedicht von Theobald Tiger entdeckt, also von Kurt Tucholsky, denn Theobald Tiger war eines seiner Pseudonyme, unter denen er geschrieben hat. Es gibt mehrere Weihnachtsgedichte von ihm, wie ich entdeckte, und eines druckte er in der Satirezeitung ULK ab, einer Beilage des Berliner Tageblatts. Dazu später noch mehr.





Also: Julklapp bedeutet:


Sonntag, 7. Juli 2019

Kepler als SciFi-Autor - Somnium, der Traum vom Mond



Johannes Kepler war ein Astronom. Eigentlich Gelehrter, befasste sich also auch mit Mathematik und mit seinem Werk Dioptrice erhob  er die Optik zur Wissenschaft.

Nun - da er zufälligerweise in Regensburg war, als er 1630 starb (er wollte beim Reichstag ausstehende Gehaltsforderungen geltend machen), gibt es bei uns  ein Denkmal (das "Kepler-Monument" im Bahnhofsareal) und ein Kepler-Gedächtnishaus mit Museum. Aber so richtig hat er mit Regensburg nichts zu tun.

Nichtsdestotrotz ist er eine interessante Person, die das astronomische  Weltbild gewaltig ins Wanken brachte. Da ich mich seit Kindheit an mit Astronomie interessiere, habe ich mich natürlich auch mit ihm beschäftigt.

Überraschenderweise war er auch als Science-Fiction-Autor tätig. Jawohl: es ist kaum bekannt, aber hat einen Sci-Fi-Forman über eine Reise zum Mond geschrieben. Die kann man kostenlos auf archive.org lesen. Der Titel "Somnium" ("Der Traum").


Sonntag, 23. Juni 2019

Der Regensburger Dom Teil 6 - die Türme im Detail

Weiter geht es in dieser Serie, diesmal mit Details zu den oberen Türmen bzw. Turmspitzen.

Mit Hilfe von Teleobjektiv und 3D-Modellen erkunde ich mit Ihnen diesen Bereich, den wir sonst nur undeutlich sehen, wenn wir wieder mal unten vor dem Heuport sitzen (sei es auf der kostenlosen Bank oder einem kostenpflichtigen Freisitz).


Was mir erst nach vielem Lesen klar wurde ist, dass beim Turmausbau nicht nur die eigentlichen Spitzen aufgesetzt wurden, die man fachmännisch "Turmhelme" nennt, sondern auch zunächstmal ein zusätzliches Geschoß aufsetzte, das achteckig ist und deshalb "Oktogongeschoß" genannt wird.

Da das achteckige auf eine viereckige Plattform gesetzt wurde, bleibt an den Ecken Platz für zusätzliche Streben bzw. Pfeiler, die dort platziert wurden. Die wiederum sind nicht im rechten Winkel zur Gesamtanlage, sondern quer gesetzt, also mit den Kanten Richtung Turmmitte, und die Seiten der Streben sind nach innen gewölbt, so dass dort Platz für Heiligenfiguren sind.


Sonntag, 17. Dezember 2017

Abenteuer Atlanten und Landkarten


Wenn Sie noch Zeit übrig haben, um sich selbst etwas zu Weihnachten zu schenken: blättern Sie doch mal in der Buchhandlung in Büchern über Kartographie.

Das ist ein unglaublich spannendes Thema, das mich nun schon seit mehr als 15 Jahren fasziniert und mich jeden Tag aufs Neue überrascht und begeistert.

Dabei greife ich nicht nur auf die Karten-Archive im Internet zurück, oder die youtube-Video-Dokus, sondern kaufe und lese immer wieder mal richtige Bücher. Ohne Bücher geht es eigentlich nicht. Erst diese erklären die Hintergründe und Zusammenhänge, und über diese wird man auf die interessanten Karten hingewiesen, die man dann zusätzlich im Internet suchen kann, damit man sie hochauflösend zoomen und betrachten kann.

Und wenn man dann ein großformatiges Buch vor sich hat, also einen Bildband, dann ist man sofort überzeugt und gefesselt. Der letzte Bildband, den ich vor einem halben Jahr gekauft habe (siehe unten), hat zwar 78 Euro gekostet, aber ich habe das nie bereut. Bis heute schlage ich dort immer wieder auf, wenn Bekannte kommen, dann lassen die vor Begeisterung nicht mehr los, und ich entdecke dort bis heute interessante Hinweise auf Karten, über die ich zusätzlich im Internet recherchiere.



Schnell merkt man, dass die Karten nicht nur schön sind, nein, man beginnt die die Technik des Kupferstichs wahrzunehmen. Oder deren nachträgliche Kolorierung (siehe Video weiter unten).

Interessant ist ferner, wie sich in den Karten zwichen 1500 und 1800 die neuen (bis dahin unbekannten) Erdteile wie Nordamerika, Südamerika Australien etc. herausschälen (Beispiele weiter unten). Spannend (und für viele schon ein Hobby für sich) sind auch die traditionell eingearbeiteten Seeungeheuer in den Meeren, oder die Einzeichnung von "Paradies" oder die Wohnorte von "Gog und Magog" in ganz alten Karten.

Wenn man dann noch die ganz alten Karten vor Einführung des Buchdrucks entdeckt, die Ebstorfer Weltkarte z.B., und die näher untersucht, wird es auf andere Weise spannend, vor allem für Rätselliebhaber: wo ist dort die Heimat? Die Donau, in unserem Fall, oder  Regensburg selbst

Gar nicht einfach, wenn auf der Karte der Norden nicht oben ist, und wenn die Ersteller nur ungenaue Informationen über die Länder, Städte und Flüsse hatten.


Zwei Beispiele aus der David-Rumsey-Sammlung

Um das alles näher zu erklären, habe ich zwei Karten aus zwei wunderschönen Atlanten herausgesucht, den Atlas von Pieter Goos, 1676 und einen Atlas von Blaue aus 1665.

Beide Karten sind zoombar! Sie können in die Details hineinzoomen.
Die Karten sind aus dem kostenlosen Online-Archiv der David Rumsey Stiftung, dich ich vor 15 Jahren entdeckte und immer wieder besuche. Ich habe die zoombare Versionen hier direkt eingebunden, mit einem Klick auf jeweils die rechte obere Ecke kommen Sie zu davidrumsey.com und können dort in voller Bildschirmgröße arbeiten

ATLAS VON GOOS

Der Atlas von Pieter Goos, 1676, ist nur einer von vielen wunderschönen Atlanten aus der Frühzeit des Buchrucks. Zommen Sie hinein indie Details und entdecken Sie die  Schönheit und die faszinierende Technik des Kupferstichs zeigt, der für diese Bücher verwendet wird. Bedenken Sie: jeder Strich aus einer gewöhnlichen Schattierung musste in die Kupferplatte "gestochen" werden.

Die hier ausgewählte Seite - ein Gesamtweltdarstellung vor allem in Betrachtung der damals "neuen Welt" in der Variante von zwei Kugeln, zeigt auch die faszinierende Unvollständigkeit einiger Erdteile, die auf allen Karten zwischen 1500 und 1800  prägend waren: Nordamerika noch unvollständig, Arktis noch unbekannt, Australien = New Holand unvollständig.

Mit jeder Rückkehr eines Seefahrers, mit jedem Reisebericht, konnten die einzelnen Kartenverleger wieder mehr Details hinzufügen.



Regensburg auf alten Karten, Teil 1


Regensburg auf historischen Karten - eine Sammlung mit mehr als 21 Ausschnitten aus Karten ab 1450.

Regensburg in einer der Bayern-Landtafeln von Philip Appian
https://www.ldbv.bayern.de/produkte/historisch/landtafel.html

Karte von Paolo Forlani über das Herzogtum Bayern, erschienen ca 1500-1599
http://gallica.bnf.fr/ark:/12148/btv1b84421004/f1.item.r=bavaria.zoom



Regensburg in einer der Atlas-Karten vom "Abbe de Dangeau"; 1693
mehr Infos: 1693 - Regensburg im Atlas vom Abbe de Dangeau

Samstag, 21. Oktober 2017

Die Walhalla - Lob, Kritik und Spott an der "marmornen Schädelstätte"




So wirklich rundherum begeistert von der Walhalla als solcher sind die wenigsten meiner Bekannten.  Und als das Ding vor 175 Jahren eingeweiht wurde, gab es damals schon von allen möglichen Seiten Spott und kritische Anmerkungen.

Aber interessant ist die Walhalla trotzdem, und ich habe hier ein paar Fakten zusammen getragen. Schließlich hat man immer wieder mal Besuch von auswärts.



Montag, 21. August 2017

Die Steinerne Brücke in 3D - für meine Leser schon jetzt

Mit Sonar und Laser an der Steinernen - so lautet ein interessanter Artikel in der heutigen MZ. Eine finnische Firma untersucht mit neuerer Technik die Pfeiler der Steinernen Brücke. Am Computer wird dann daraus ein 3D-Modell erzeugt. Die Pfeiler müssen nämlich alle sechs Jahre untersucht werden. Bis die 3D-Bilder fertig sind, ist ein aufwändiges Prozedere notwendig.

Meinen Lesern biete ich aber jetzt schon einen Blick auf die 3d-Ansicht der Pfeiler - wenn auch ohne eventuelle Schäden. Hier ist ein 3D-Modell der Steinernen Brücke, das Sie drehen und zoomen können, wie Sie wollen.

Die Steinerne Brücke von unten


Hier eine Direkteinbindung des drehbaren und zoombaren Modells auf dieser Webseite:

Samstag, 11. März 2017

Gargoyles am Regensburger Dom



Überall im Internet findet man Fotos von den "Gargoyles" am Regensburger Dom.

Gargoyles, das weiß man aus diversen Gruselfilmen, sind drachenartige Dämonen. Die ursprüngliche Bedeutung ist aber: Wasserspeier, anfangs französisch gargouille, und das hat was mit "gurgeln" zu tun. Englisch heißt es dann Gargoyle.

Vom Wasserspeier zum Dämon? Hmm!

Wasserspeier dienen der Wasserableitung an Dächern. Durch sie schießt das gesammelte Regenwasser in einem Bogen vom Gebäude weg und wird so daran gehindert, in das Mauerwerk einzudringen.

Wasserspeier wurden bereits in der Antike eingesetzt. Und schon damals erhielten sie oft die Gestalt von Figuren und Gesichtern, die das Regenwasser aus den Mündern speien. Verbreitet waren in der Antike vor allem Tierköpfe wie von Löwen oder Hunden, aber auch groteske Fratzen.

In der Romanik und Gotik wurden die Wasserspeier dämonenartig.  Man verwendete sie beim Bau größerer Kirchengebäude. So auch am Regensburger Dom "St. Peter".

Freitag, 20. Mai 2016

Letzte Impressionen vom Craft-Bier-Festival

I, Du & da Ander, beim Craftbier-Festival 2016,  6. Mai 2016, Regensburg

Die lezten Minuten der Konzerte beim Craft-Bier-Festival 2016, die habe ich hier erfasst. Ich spazierte gerade durch die Altstadt nach Hause, als ich am Neupfarrplatz vorbeikam. Die Musik klang gut, und ich beschloss ein paar Fotos zu schießen. Gerade noch rechtzeitig, denn bis ich einen Platz mit Aussicht hatte und die Kamera bereit war, war schon die letzte halbe Minute erreicht.

Später recherchierte ich: die Gruppe, die hier spielte, heißt "I, Du & da Ander", als Webseite habe ich nur diese facebook-Seite gefunden https://www.facebook.com/iduunddaander/

Craftbier-Festival, 6. Mai 2016, Regensburg, Neupfarrplatz mit Blick zum Dom

Übrigens: ich war angenehm überrascht, wie kultiviert und zivilisiert es auch noch zu dieser späten Stunde beim Craft-Beer-Festival zuging. Keine Grölereien, keine Besoffenen. Ich muss zugeben - ich hatte da im Vorfeld gewisse Vorurteile. Mehr dazu am Ende des Artikels. Zunächst noch die Fotos:

Montag, 9. Mai 2016

Die Reinhausener Kirche


Manchmal fotografiere ich nicht für mich und meine Leser, sondern für meine "Tante B", die seit Jahren das Altersheim nicht verlassen hat, oder für meine Mutter, die auch kaum mehr weg von Regenstauf kommt.

Meine "Tante Betty", sie ist eigentlich nur eine Verwandte, stammt aus Reinhausen. Ich besuche sie oft im Regenstaufer Altersheim und sie erzählt mir Geschichten aus dem alten Regensburg, die ich neugierig aufsauge. Umgekehrt freut sie sich über alles Material, das ich ihr über Regensburg oder Reinhausen liefere - alte Fotos, Postkarten, Bücher, eigene Fotos über die Orte, so wie sie heute aussehen, und sogar über google-earth-Ansichten auf dem Tablet.

Freitag, 2. Oktober 2015

Tipp - Sonderausstellung über Römer im Museum



Endeckt habe ich sie zufällig, in der Museumsnacht, und ich bin 2 Stunden hängen geblieben: eine Ausstellung zur römischen Armee, informativ, anschaulich und faszinierend.

Die Ausstellung heißt

Wir sind Legion – Kleine Soldaten ganz groß





Sonntag, 13. September 2015

Kreuzhof und Kreuzhofkapelle


Sie ist mittlerweile renoviert, die Kreuzhofkapelle St. Ägid in Regensburg-Ost, kurz vor Barbing. Als ich vor Jahren das letzte Mal dort spazierte, sah sie noch so aus, wie auf den 3D-Bildern von google-earth (die mit Material von 2004 erstellt wurden).




Der Ort, an dem die Kapelle steht, heißt Kreuzhof. Kreuzhof ist ein am Südufer der Donau gelegener kleiner Weiler östlich von Regensburg (https://de.wikipedia.org/wiki/Kreuzhof_%28Regensburg%29)

Der Name des Weilers geht auf das Regensburger Nonnenkloster Heilig Kreuz zurück, das hier von 1278 an bis in das 19. Jahrhundert hinein Ländereien und einen Gutshof besaß.

Die dörfliche Siedlung ist aber viel viel älter! Schon im 5. Jahrtausend v. Chr. war das Kreuzhof-Areal besiedelt; es fanden sich Spuren und Funde aus der Jungsteinzeit, Urnenfelderzeit und Hallstattzeit.

Später befand sich dort eine Villa Rustica, zur Versorgung der Römer in Regensburg. Mehr Informationen über Kreuzfindet Ihr bei der oben angegebenen Wikipedia-Seite.

Die Kapelle

Die denkmalgeschützte Kreuzhofkapelle ist ein romanisches Kirchengebäude aus dem 12. Jahrhundert

Bekannt ist sie wegen der Kreuzfahrerzüge, die von dieser Stelle "starteten".  Und weil sie Geburtsstätte eines souveränen Herzogtums Österreich war.

Mittwoch, 19. August 2015

Regensburg in 3D Teil 4: Tag und Nacht

Man kann sogar die Tagesbeleuchtung an den Modellen imitieren. Durch Einschalten der Uhrzeit-Beleuchtung am oberen Menürand und durch Verschieben des ZEigers kann man die 3D-Landschaft zu verschiedenen Tageszeiten betrachten. Google-Earth variiert dabei sogar die Ausleuchtung der Modelle genauso wie die gesamte Landschaft.



Dienstag, 18. August 2015

Regensburg in 3D - Teil 3 Die neuen Modelle

In Teil 2 sahen wir die von Usern manuell erstellten Modelle, die von google überprüft und in google-earth eingebunden werden. 

Hier in Teil 3  behandle ich die automatisch generierten Modelle. Erst diese ermöglichten die flächendeckende Darstellung eines Ortes, wozu seit kurzem auch Regensburg gehört.





Sonntag, 16. August 2015

Regensburg in 3D Teil 2

Modelle werden offenbar auf zweifache Weise erstellt:

a) mit 3D-Software wie sketchUp oder AutoCAD - die klassische Methode
b) mit Umwandlung von Luftaufnahmen in 3D-Modelle
    aa) von google selbst (automatisiert)
    bb) durch User,  mittels des Online-Tools "building-maker" von google

Ab 2005 benutzte man die erste Methode.  Viele Städte gaben Stadtmodelle für das gesamte Stadtgebiet in Auftrag und stellten sie der google-earth-community zur Verfügung. Andere Gebäude sind aus persönlichen Antrieb einzelner Internetuser entstanden, hauptsächlich mit der kostenlosen 3D-Modelling-Software sketchup, die google ebenfalls zur Verfügung stellte

Die Gebäude werden nach Prüfung in das offizielle google-earth aufgenommen. Wenn man bei google-earth dann die 3D-Gebäude "einschaltet", werden sie an entsprechender Stelle mit eingeblendet. Anfangs waren viele Modelle grau, nach und nach haben die Leute aber die Modelle coloriert oder mit Originalfotos von den Fassaden versehen.

Google-Earth-Modelle im Eigenbau: von Peter König
3D-Gebäude in 20 Schritten selbst bauen und hochladen.

I) Die klassische Methode: 3D-Software

Samstag, 15. August 2015

WOW - Regensburg jetzt komplett 3D auf google-earth

Google-earth sei dank. Regensburg kann man jetzt komplett in 3D betrachten. Jedes Bauwerk, bis hin zu meiner eigenen Hütte, ist dreidimensional betrachtbar. Man kann die Ansicht drehen oder sich um Orte herumbewegen, sich durch Gassen schlängeln und mehr.


Damit hat google ein peinliches Versäumnis der Stadt Regensburg ausgeglichen.

Denn es gab bis vor kurzem nur ein paar Gebäude zu sehen, die von Freiwilligen (privaten Usern) mit Hilfe von 3D-Modelling-Software erstellt wurde und der google-earth-community zur Verfügung gestellt wurde. Während andere Städte schon vor vielen Jahren Aufträge zur Modellierung gaben, Städte wie Venedig schon vor 5 Jahren komplett rekonstruiert waren, stand Regensburg bis vor kurzem so traurig da wie Bamberg, Augsburg oder Bogota (siehe Beispiele in Teil 2 der Artikelserie)


In diesem dreiteiligen Artikel  zeige ich aktuelle Screenshots, zum Vegleich ältere Screenshots, vermittle das technische Hintergrundwissen, da dies im Internet bisher nicht aufgearbeitet wurde, und zeige Bilder von anderen Städten.

So sah Regensburg bis vor kurzem aus, wenn man 3D-Gebäude zuschaltete. Peinlich für eine Welterbestadt, da andere Städte schon vor vielen Jahren gut aufgefüllt waren.



Regensburg mit hinzugeschalteten 3D-Gebäude-Modellen, August 2015

Dienstag, 7. Juli 2015

Faszination Eisenbahn-Technik

Da ich nun schon seit 35 Jahren neben der Bahn lebe, und da ich als Kind mit einer großen Modell-Eisenbahn spielen durfte, besteht natürlich ein gewisses Interesse an der Technik.

 Bei der Recherche über die Regensburger Bahn-Drehscheibe bin ich auf alte Fachbücher über den Eisenbahnbau gestoßen. Faszinierend, wieviel Mathematik dabei im Spiel war, alleine um eine ganz gewöhnliche Kurve zu konstruieren. Schließlich gibt es bei den Achsen keinen Differentialausgleich.

Aber seht selbst:




Die Bahn-Drehscheibe Regensburg Teil 2

Im ersten Teil hatte ich neben Satellitenfotos auch eigene Bilder gezeigt. Die Auswahl war aber mehr  auf fotografisch interessante Impressionen beschränkt.

Für alle Eisenbahnfreunde zeige ich weitere Bilder, die ich zu dokumentatorischen Zwecken machte.

Dabei sind auch Bilder von dem alten verfallen Häuschen.







Schöne alte Fotos von der Drehscheibe Regensburg fand ich hier:

Dort wird auch erwähnt, dass die Halle ca 2008/2009 wegen angeblicher Baufälligkeit abgetragen wurde.