Regensburger Tagebuch

Notizen von der nördlichsten Stadt Italiens

Freitag, 31. Dezember 2021

Zwischenstand im Bauprojekt Guerickestraße 35 - Boschgebäude abgerissen.

 Bauprojekt Guerickestraße 35,  Foto vom 29.12.2021

Beim Safferlinger Steg plant die Stadt, sozial geförderte Wohnungen zu errichten. Das der Stadt gehörende Gelände des ehemaligen Boschdienstes in der Guerickestraße 35 wurde mittlerweile komplett abgerissen.

Der Abriss begann am 12.4.21, die Entwicklungsstadien habe ich fotografisch dokumentiert und zuletzt in diesem Artikel zusammengefasst: https://www.regensburger-tagebuch.de/2021/06/das-ehemalige-bosch-gebaude-wird.html

Extrem mild - der letzte Tag 2021 in Regensburg

Der Silvestertag in Regensburg ist unglaublich mild. In der Altstadt wimmelte es von Spaziergängern.  Bis zu 16 Grad wurde in Bayern gemeldet. 

Als ich am Spätnachmittag an der Dreimöhrenstraße vorbeiging, war es bestimmt schon kälter - aber immer noch so mild, dass die Leute draußen saßen. Und die auf diesem Foto sichtbaren Freisitze haben KEINE Heizung, wohlgemerkt. Ich habe eigens nachgesehen.

Silvester 16.30 Uhr - milder Jahresausklang in Regensburg



Mittwoch, 29. Dezember 2021

3 x junge Kunst - Riebel, Kiss und Söllner im KUG

Bei einem Altstadtbesuch habe ich einen Abstecher in die  Ausstellungsräume des Kunst- und Gewerbevereins gemacht. Dort ist (nur noch bis zum 31.12.) die Ausstellung "3 x junge Kunst" zu sehen, die ich hier angekündigt hatte. Die Künstler sind: Toni Kiss (Antonia Szanett Kiss), Tanja Riebel und Clemens Söllner. Die Ausstellung fand ich sehenswert, und ich verweilte dort weitaus länger als erwartet.

Wegen der abgesagten Vernissage - und wohl auch wegen der Feiertage - ist über die Künstler kaum etwas berichtet worden. Was ich schade finde, ebenso schade finde ich es, dass die Ausstellung so kurz läuft. Deshalb habe ich mich bemüht, etwas über die Künstler zu recherchieren und diesen Bericht zu erstellen.

Alle drei Künstler sind "junge" Künstler (Jahrgang 1989 bis 1991), die zwar schon ausgestellt haben, aber noch nicht so bekannt sind. 

Toni Kiss (Antonia Szanett Kiss)

Die größte Überraschung für mich war die Künstlerin Toni Kiss mit ihren extrem vielseitigen Arbeitsstilen (Tusche, Malerei, Objekte) und originellen Technik-Erfindungen (u.a.. getrocknete Blumen auf Menschenhaar, wirklich faszinierende Objekte!). Erst mühsame Recherchen führten mich zu näheren Informationen im Internet, und jetzt weiß ich, dass es eine aus Ungarn stammende Künstlerin ist, die seit 2017 in Straubing lebt und mit vollem Namen Antonia Szanett Kiss heißt.

https://www.works.io/antonia-zsanett-kiss (dort auch Vita)

https://www.instagram.com/antoniazsanett.kiss/

Auf der Instagram-Seite findet man auch Fotos, auf denen alle drei Künstler anlässlich der Ausstellungseröffnung (oder der Hängung) zu sehen sind.

Tanja Riebel

Von Tanja Riebel (die im Künstlerhaus Andreasstadel residiert) findet man viele großformatige Gemälde, vor allem in dem großen Veranstaltungsraum mit Galerie. Ihre Webseite: https://www.tanja-riebel.com

Frau Riebel lehrt an der Universität Regensburg (Kunst und Ästhetische Erziehung)

Clemens Söllner

Clemens Söllner zeigt hier großformatige Intarsienarbeiten, bei denen mich beeindruckt hat, dass er sogar die dreidimensionalen Schattierungen umgesetzt hat. 

Genau genommen handelt es sich nicht um Intarsien, sondern um so genannte "Marketerie". Bei Intarsien werden dünne Holzplättchen in Vollholz eingefügt, bei Marketerie werden auf einen Holzhintergrund ausschließlich dünne Holzplatten aufgeklebt, so dass ein Muster oder Bild entsteht. Die Marketerie ist also im Grunde eine Art Furnierung (siehe Wikipedia-Erklärung weiter unten). Die Werke sind alle sehr großformatig; gezeigt werden in dieser Ausstellung nur Bilder von Schmetterlingen. In der Profilseite auf den Webseiten des "Berufsverbands bildender Künstler" findet man auch andere Motive.

Web: https://www.kunst-in-ostbayern.de/kuenstler/soellnerclemens.html

Ausstellung "3 x junge Kunst" im Kunst- und Gewerbeverein, Ludwigstraße

Tanja Riebel

Atelier im Künstlerhaus Andreasstadel

https://www.tanja-riebel.com

Toni Kiss = Antonia Szanett Kiss

Aufgewachsen in Ungarn, seit 2017 in Straubing

https://www.works.io/antonia-zsanett-kiss (dort auch Vita)

https://www.instagram.com/antoniazsanett.kiss/

(auf der Instagram-Seite findet man auch Fotos von allen drei Künstlern anlässlich der Ausstellungseröffnung)


Clemens Söllner,

Marketerie

stammt aus Tirschenreuth, gegenwärtige Adresse fand ich nicht heraus.

https://www.kunst-in-ostbayern.de/kuenstler/soellnerclemens.html

(dort findet man auch andere Motive als die in der aktuellen Ausstellung gezeigten Schmetterlinge)



Zur Technik der Marketerie fand ich auf Wikipedia folgende Informationen:

Freitag, 24. Dezember 2021

Frohe Weihnachten 2021

Was könnte man jetzt alles schreiben. Aber statt vieler Worte sage ich nur: frohe Weihnachten, liebe Leser. Lasst es uns genießen, trotz aller widrigen Umstände.



Montag, 20. Dezember 2021

Ganz schön ausgefallen - trauriges Weihnachten für Regensburger Kulturszene

 

Es hagelt Absagen - trauriger Monat für die Regensburger Kulturszene (Stand 19.12.2021)


Als ich Anfang Dezember das "Kulturjournal" durchlas, befiel mich tiefstes Mitleid. Denn bei allen Veranstaltungshinweisen war eines damals schon klar: keiner der Termine war sicher. Angesichts der explosionsartigen Pandemie-Entwicklung musste jeder Künstler oder Veranstalter in der Unsicherheit leben. Und alleine diese Ungewissheit ist ein schlimmer Zustand. Die Absage natürlich ist noch schlimmer.

Und tatsächlich sind jetzt - Mitte Dezember - sehr viele Veranstaltungen abgesagt. Dabei waren höchst interessante Termine dabei. Grünwald, Django Asül, Hans Klafl (der kabarettistische Ex-Lehrer), AC/DC-Revival-Band (immer wieder gut), Peter Nüesch, Michael Altinger, Cordes Sauvages, das Eberhofer-Trio (Rita Falk, Christian Tramitz und Florian Wagner - "Die Oma wird ned g'schubst"), Rodscha & Tom Palme, Domspatzen, Weihnachtscircus und und und. 

Dienstag, 7. Dezember 2021

18. GRAZifikation - Jahresausstellung des Kunstverein GRAZ ab 10.12.2021


GRAZifikation 18 - "Raum nur auf Widerruf"
10. Dezember bis 15. Januar
Freitag und Samstag 17.30 bis 20.00 (oder auf Anfrage)

Vernissage am 10.12.2021, 19 Uhr (2G+)

KunstvereinGRAZ Obere Bachgasse 19

Nach zwei Jahren ohne Weihnachts-Ausstellung lädt der KunstvereinGRAZ e.V. endlich wieder in 
eigenen Räumen zu einer GRAZifikation ein. In der Oberen Bachgasse 19 stellt der KunstvereinGRAZ Arbeiten der GRAZ-Künstlergemeinschaft und eingeladener Gäste aus.

Die 18. GRAZifikation nimmt thematisch die schwierige Platz-Situation für Kultur in Regensburg 
auf und führt den Titel „Raum nur auf Widerruf“. Nach fast drei Jahren Suche mit vielen „seltsamen“  Angeboten für 18 Monate ein Dach über dem Kopf zu haben – viel Energie war gebunden, die eigentlich der Kunst- und Kulturvermittlung zugute kommen sollte – und bald wird es wieder  so sein. Die Ausstellung zeigt verschiedene künstlerische Perspektiven auf diese prekäre Situation und spannt einen Bogen vom trauten Heim zum Mangel an bezahlbaren Räumlichkeiten, Spekulation und Immobilienmonopoly. 

Vernissage:  Freitag, 10. Dezember 2021, 19 Uhr, unter den aktuellen Corona-Regeln, bitte bringen Sie eine FFP2-Maske und 2G plus-Nachweise mit.

Kuratiert wird die Ausstellung von: Barbara Gaukler, Vincent Pollak



Sonntag, 5. Dezember 2021

Zauberhafte Animation zu Schedryk - Carols of Bell

Das international bekannte Lied "Carol of Bells" war ursprünglich ein ukrainisches Sternsingerlied, über das ich vor Jahren einen ausführlichen Artikel schrieb. Dort habe ich zahlreiche youtube-Videos eingebunden, denn das Lied wird nicht nur von Chören, sondern unter anderem auch von Rock und Pop-Bands auf hundertfache Weise interpretiert.

Darunter ist die nachfolgende herrliche Animation, die ich zur Einstimmung in die Weichnachtszeit für Euch heraus gepickt habe. 

Den oben genannten Artikel - und vor allem dieses Video -  sehe ich mir jährlich mehrfach an, oft auch außerhalb der Weihnachtszeit. Das Lied wurde nicht nur gut vertont, sondern auch mit einer wunderschönen märchenhaften Erzählung umkleidet. 

Das Video wurde hochgeladen (und gemäß youtube-Titel wohl auch gesungen) von einem ukrainischen Rock-Sänger, der eigentlich als Sänger einer  Punk-Band bekannt wurde, Oleh Skrypka (auch Oleg Skrypka, siehe Wikipedia-Eintrag zum Sänger). 

Neue Ausstellung im Kunst- und Gewerbeverein ab 11. Dezember 2021


3 x Junge Kunst, Toni Kiss - Tanja Riebel - Clemens Söllner
11.12. - 31.12.2021
Vernissage abgesagt

Nähere Informationen: 

https://www.kunst-und-gewerbeverein.de/programm/id/3-x-junge-kunst-toni-kiss-tanja-riebel-clemens-soellner


Hinweis für diejenigen, die eine schriftliche Einladungskarte erhalten haben: die ursprünglich geplante Vernissage wurde wegen Corona abgesagt.

Montag, 22. November 2021

Ausstellung im "Neuen Kunstverein" - Komm unter meine Flügel

Komm unter meine Flügel
Kunstschaffende des Neuen Kunstvereins

Eröffnung am Donnerstag, den 25. November 2021 um 19 Uhr

Laut Einladung findet die Eröffnung sowohl im Kunstraum des Neuen Kunstverein Regensburg e.V., Schwanenplatz 4 als auch im Restaurant Leerer Beutel, Betholdstraße 9 statt. Zumindest sind beide Orte genannt. 

Begrüssung: Renate Haimerl Brosch, 2. Vorsitzende

Öffnungszeiten: Do und Fr: 16 bis 18 Uhr, Sa und So: 12 bis 14 Uhr

Ausstellungsdauer: 26. November 2021 bis 6. Januar 2022



Samstag, 20. November 2021

Tja, das war's dann mit den Weihnachtsmärkten 2021

Die Buden waren schon aufgebaut, die Waren zum großen Teil schon eingelagert, die Glühweintanks gefüllt. Am gestrigen Freitag kamen die Budenbesitzer in die Regensburger Altstadt für letzte Arbeiten, als sie vom "Aus" hörten. 

Das Land Bayern hat angekündigt, die Weihnachtsmärkte zu verbieten - was aus formalen Gründen erst ab Mittwoch in Kraft treten wird, aber eigentlich ab sofort gewünscht ist. Die Stadt Regensburg hat dann auch sofort "seinen" Christkindlmarkt abgeblasen. 


Fotos vom Haidplatz, Kohlenmarkt und Neupfarrplatz, 20.11.2021. 


Nur beim Fürsten läuft noch der (am Mittwoch gestartete) "Romantische Weihnachtsmarkt". Organisator Kittel will laut Zeitungsmeldungen die paar Tage bis zum kommenden Mittwoch - oder bis er eine ausdrückliche Untersagung erhält - noch ausnutzen. 

Der Fürstliche Markt war am Mittwoch und Donnerstag nur für Beschäftigte aus sozialen Berufen geöffnet (Tag der sozialen Berufe) und startete gestern für die Allgemeinheit. 

Damit das für Leser verständlich wird, die erst in Jahren diesen Artikel lesen: die so genannte vierte Welle der Corona-Pandemie hatte in den letzten Tagen eine (bei den Laien unerwartet) dramatische Entwicklung genommen, so dass die Bundesländer und auch der neue Bundestag  - ebenso wie andere Staaten - radikale Maßnahmen ergriffen, die weit über das hinausgingen, was man sich in den letzten Monaten hätte vorstellen können.

Jazz im Dezember 2021 (jazzclub Regensburg)




Hier sind die Veranstaltungen des jazzclub Regensburg für den Dezember 2021

So 05.12.2021 20:00

Toby Mayerl presents: A Very Special Christmas
Die Soul-WeihnachtsrevueJazzclub im Leeren Beutel


Besetzung: Ashonte „Dolo“ Lee – voc | Michael „Michon“ Deiml – voc, perc, dr | Diana Laden – voc | Michael „Dandy“ Dandorfer – g, b | Markus „Mackl“ Strobl – sax, g | „Dirty“ Harry Zawrel – b, g | Christoph „Funky“ Huber – dr, perc | Toby Mayerl „The cosmic pope“ – p, musical director

Bekannte und eher selten gehörte amerikanische Christmas Songs, ausgewählte deutschsprachige Weihnachtslieder und einige Instrumentalstücke bilden das musikalische Gerüst einer neu erdachten Weihnachtsrevue.

Im über 90-minütigen Konzertprogramm treffen Kompositionen von Donny Hathaway und Stephanie Mills auf funky Arrangements von Wilson Pickett oder Dionne Warwick.

Unbekannte Christmas Songs wechseln sich mit Traditionellem ab und am Ende tanzen alle den „Boogie Woogie Santa Claus“.

Seit vielen Jahren plant Toby Mayerl schon seiner Vorliebe für Soul Christmas in einem abendfüllenden Programm zu huldigen, durch die besonderen Umstände im Jahr 2020 wurde das Ganze bei einem in nur drei Wochen aus dem Boden gestampften Pilotkonzert getestet. Und zwar mit riesigem Erfolg online über 30.000 Zuschauer, eine immense Spendensumme, Top Einschaltquoten auf OTV und begeisterte Kommentare allerorten.

Unter der Leitung des Pianisten Toby Mayerl musizieren folgende Größen der Nordbayerischen Livemusikszene: der Sänger Ashonte ‚Dolo‘ Lee, außerdem am Gesang und Percussion Michael ‚Michon‘ Deiml, die Sängerin Diana Laden, des weiteren Michael ‚Dandy‘ Dandorfer a n der Gitarre, Harry Zawrel am Bass und zu guter Letzt beehrt uns mit Gitarre und Saxophon Markus ‚Mackl‘ Strobl. An den Drums sorgt der überregional bekannte Schlagzeuger Christoph Huber für den nötigen Backbeat.

Im über 90 minütigen Konzertprogramm treffen Kompositionen von Donny Hathaway und Stephanie Mills auf funky Arrangements von Wilson Pickett oder Dionne Warwick.

Unbekannte Christmas Songs von den Emotions wechseln sich mit Traditionellem ab, Chet Atkins schaut vorbei und am Ende tanzen alle den „Boogie Woogie Santa Claus“.

Veranstaltungsort: Jazzclub im Leeren Beutel AK 28 € . VVK 25€ . AK M&S&S 17 € . VVK M&S&S 15 €
Eintrittskarten gibt es ausschließlich im Vorverkaufs-Portal!



So 12.12.2021 20:00 
Schlippenbach Trio
Winterreise 2021


Jazzclub im Leeren Beutel

Besetzung: Alexander von Schlippenbach – p | Rudi Mahall – cl, bcl | Dag Magnus Narvesen – dr
 

Mittwoch, 17. November 2021

Glaskünstler Mark Angus in der Städtischen Galerie - ab 20.11.2021

Der britische Glaskünstler Mark Angus lebt in Frauenau im Bayerischen Wald. Ab 20. November zeigt er in der Städtischen Galerie im Leeren Beutel eine Installation mit 80 hinterleuchteten Glasmalereibildern, kombiniert mit zweisprachigen Texten.

80 Capriccios und die
Verstörungen des Selbst

Glasmalereien und Texte von Mark Angus
20.11.2021 bis 30.1.2022

Städtische Galerie Regensburg



Seine expressiven Bilder sind, finde ich jedenfalls, höchst interessant. Wer neugierig ist, kann ein wenig googeln oder sich das nachstehende youtube-Video ansehen, das ich herausgesucht habe (auch wenn es sich nicht speziell auf die Ausstellung bezieht).

Ab Samstag, 20. November, ist die Ausstellung zu den regulären Öffnungszeiten der Städtischen Galerie (Dienstag bis Sonntag 10 bis 16 Uhr, geschlossen 24., 25. und 31. Dezember 2021, sowie am 1. Januar 2022) bei freiem Eintritt zugänglich. Sie läuft bis Sonntag, 30. Januar 2022.

Über den Künstler fand ich einen Bericht auf youtube (https://www.youtube.com/watch?v=xcSaEI7Hrtc):




Aus der Pressemitteilung der Stadt Regensburg 

Winterausstellung in der Galerie Insinger

Offenbar gibt es ein neues Konzept für die Winterpause in Distelhausen. Soeben erhalte ich diese Mitteilung über die bevorstehende "Winterausstellung" für November 2021 bis Februar 2022. Somit wäre die Galerie jeweils am Wochenende geöffnet (13-17 Uhr).

 


Webseite der Galerie: http://www.galerie-distelhausen.de/

Mittwoch, 10. November 2021

Neue Ausstellung im GRAZ, Vernissage am 13.11.2021

Eine neue Ausstellung wird vom Kunstverein GRAZ angekündigt:

Austellungstitel: "3"

- Jelena Vukmanović ( Video- und Rauminstallation)
- Lazy Lemming (Multimediakunst)
- MinJoung Paik (Malerei, Video und Collagen)

14.11. bis 04.12.2021
Vernissage am 13.11. um 19 Uhr


Kuratorin : Erna Oklapi

Ausstellungseröffnung : Vernissage 13.11.2021, 19 Uhr
Ausstellungsdauer : 14. November – 04. Dezember 2021
Öffnungszeiten : Sonntag 14. November 13 bis 18 Uhr, sonst Freitag und Samstag, 17:30 –
20:00 Uhr

Aus dem Pressetext:

Ab Mitte November füllen sich die Räume des KunstvereinGRAZ mit multimedialer Kunst von  Jelena Vukmanović (Serbien), Lazy Lemming (Deutschland) und MinJoung Paik (Südkorea).

  

Diese drei Künstlerinnen bringen uns drei Perspektiven in drei Formaten, um das zu erleuchten, was wir übersehen und unterbewusst fühlen, aber dennoch verdrängen.

 

Mit Video, Animation, Video- und Rauminstallation und Figuren zeigen uns drei Künstlerinnen aus drei Teilen der Welt Wahrnehmung und Akzeptanz von: Fehler, Ausgesetztsein, Überwältigung und Achtsamkeit gegenüber der Welt um uns herum. Drei Künstlerinnen, drei Perspektiven, drei Geschichten – in einer Einheit dieser Ausstellung.

Virtuelles Archiv zur 95. Jahresschau im KUG

Der jetzigen HU-Quintett-Ausstellung voraus gegangen war im KUG die 95. Jahresschau Oberpfälzer und niederbayerischer Künstler und Kunsthandwerker 2021. Diese hatte am 17.10.2021 geendet. 

Die Vernissage konnte ich nicht besuchen, aber natürlich habe ich sie mir Tage später angesehen.

Ich finde diese Jahresausstellungen deshalb interessant, weil es unter den enormen Vielzahl von Künstlern immer Neues zu entdecken gibt. Vor allem Künstler, die mir noch nicht bekannt waren, aber auch neuere Werke von schon bekannten Künstlern. Dann beginnt zu Hause das Recherchieren über diese Künstler, und es öffnen sich neue Welten. 

Wer die Ausstellung verpasst, für den gibt es die Möglichkeit, die Werke virtuell anzusehen. Auf der Homepage des KUG sind die Bilder archiviert:


Allerdings bleiben bei so einigen Werken viele Details auf der Strecke. Feinheiten oder Strukturen können auf Fotos nicht gut abgebildet werden, und so entstehen aus höchst interessanten Werken unscheinbare, flache Bilder. 

So zum Beispiel auch bei der Holzskulptur von Rena Mayer (die mir übrigens am besten gefallen hat). Die Bildhauerin hatte in früheren Ausstellungen Bronze-Werke gezeigt; diesmal (und für mich neu) zeigt sie ihr Talent im Bereich Holz. "Kettensäge, Esche, geflämmt, gekalkt" stand als Beschreibung  angeschrieben.  Die faszinierenden Strukturen, die hier entstanden sind, sind in dem Ganzkörper-Foto auf der Homepage des KUG nicht annähernd erkennbar - Gott sei Dank habe ich ein paar Fotos für mich selbst geschossen.

Holzskulptur von Rena Mayer, "Keep Distance"
(Kettensäge, Esche, geflämmt, gekalkt)

Entdeckt und weiter verfolgt habe ich nach dem damaligen Besuch unter anderem auch folgende Künstler:

Lesenswert - das neue Buch über Prüfening von Fritz Rehbach und Gabriele Deml


das neue Buch von Rehbach und Deml: Großprüfening

Das seit Monaten erwartete Buch über Prüfening ist endlich da. Es heißt "Großprüfening" und stammt von dem Autoren-Duo Fritz Rehbach und Gabriele Deml. Und es übertrifft meine Erwartungen.

Die Autoren "haben haben historische und aktuelle Privatfotografien, Stadtpläne und Bilder des Stadtfotografen Christoph Lang zusammengetragen", heißt es in der Buchbeschreibung. Und das klingt erst mal nur nach einer Zusammenstellung von interessanten Bildern.

Aber in Wirklichkeit haben die Autoren wesentlich mehr geschaffen: ein systematisch gegliedertes, höchst informatives Werk über Prüfening selbst mitsamt Umgebung - bis hin zu Schwalbennest, Rennplatz, Flugplatz, Dechbetten, Schloß Prüfening und Mariaort. Und das alles mit einer Fülle von Details sowie vielen vielen Fotos, die bisher nirgends veröffentlicht waren. So gründlich recherchiert, dass man das Buch ruhig als wichtigen Beitrag zur Stadtforschung bezeichnen kann.

Das Buch beginnt mit einer geschichtlichen Beschreibung, natürlich begleitet mit historischen Bildner, dann kommt das erste (aber nicht letzte) Hauptkapitel "Leben im Dorf. Beschreiben werden ehemalige und noch vorhandene Gaststätten, Bauernhöfe, die St Annakirche, die Kirchenmaler Gebhard, das Kloster/Schloß Prüfening, die Fähre und dann die Handwerksbetriebe, nach Branchen gegliedert. Und zu jedem Anwesen oder Objekt wurden nicht nur private Fotos eingeholt, auch die Personen wurden gefragt und so ganze Familiengeschichten erschlossen.

Das wird fortgeführt im Kapitel "Eingemeindung 1938", in der Gliederung nur ein unscheinbares Kapitel mit Unterpunkt "Namen und Adressen der Prüfeninger im Jahr 1939/40" - in Wirklichkeit erstreckt sich dieses Kapitel über weitere siebzig Seiten, wo verschiedenste Anwesen und ihre Familiengeschichten dargestellt werden, natürlich immer mit entsprechenden alten Fotos, sowie einem Foto aus heutiger Sicht.

Im nächsten Kapitel heißt es "Entwicklung und Nachbarschaft".

Hier wird zunächst der Rote Brachweg und die Ligasiedlung und Rennweg behandelt, ferner die Straßenbahn mit Endstation Prüfening.

Weiter geht es mit dem Rennplatz, der mich besonders interessiert hat - denn dort lebte ich die ersten Lebensjahre mit meinen Eltern in der damaligen Gaststätte am Rennplatz (Wohnung im ersten Stock, darunter die von meiner Mutter betriebene Gaststätte). Und siehe da: eine Reihe neuer, bisher unveröffentlichter Fotos taucht auf, eine erfreuliche Überraschung, nachdem ich fünfzehn Jahre lang nur ein paar magere Dokumente zusammentragen konnte.

Das Schützenheim wird näher beschrieben, dann der damalige Flugplatz (ein für sich schon interessantes Thema), und die Messerschmittwerke (die Grund dafür waren, warum gerade Prüfening so gern zerbombt wurde).

Der Bau der Autobahnbrücke Sinzing in den 60er Jahren wird gezeigt, und dann geht es noch nach Dechbetten, zur Wallfahrtskirche und zu der (manchen noch erinnerlichen und schon in historischen Plänen sichtbare) Ziegelei.

Natürlich ist das Buch vor allem für Regensburger interessant, die im Westen wohnen oder gewohnt haben. Für andere Regensburger sind die detaillierten Beschreibungen vieler Familiengeschichten sicherlich eher uninteressant. Aber trotzdem findet man noch genug anderes interessantes Material. Wie eben den Rennplatz, den Bau der Sinzinger Eisenbahnbrücke, die Fähre in früheren Jahren, die Straßenbahn. Man sieht alte Fotos von der Walba, von den Biergärten in Prüfening oder von einem Auto, das über die zugefrorene Donau fährt. Kurz und gut: das  Buch dürfte auch für Nicht-Prüfeninger von Interesse sein, sofern sich für "Regensburg in alten Zeiten" interessieren.


Übrigens: Großprüfening ist das, was wir sehen, wenn wir die Prüfeninger Straße zu Ende fahren. Prüfening eben. Es gibt noch das "Kleinprüfening", und damit meint man die Siedlung auf der anderen Seite der Donau, letztlich zu Sinzing gehörend.

Hurzlmeier mal fünf - eine sehenswerte Ausstellung im KUG




Gabriella Watenphul und Ehemann Rudi Hurzlmeier, Bruder August Hurzlmeier, Julina Barbara Rose Hurzlmeier (vorne) und Leonhard Hurzlmeier (hinten); nur online anwesend und daher nicht im Bild: Frida Hurzlmeier. 


Es war eine wunderschöne Vernissage zu einer höchst sehenswerten Ausstellung. Am 29. Oktober wurde die (hier angekündigte) Ausstellung " Das HU-Quintett" im Kunst- und Gewerbeverein eröffnet. 

Und wie der Leser aus der Vorankündigung weiß, handelt es sich um insgesamt fünf Familienmitglieder aus der Familie Hurzlmeier, im Zentrum der Künstler Rudi Hurzlmeier. Im Laufe der Jahre trat er mit zwei seiner Kinder (Julina und Leonhard), und später auch mit Bruder "August" als "The HU" auf, wie man aus älteren Veranstaltungsplakaten entnehmen kann.

In der aktuellen Ausstellung band er erstmals noch die Werke seiner in Norwegen lebenden Enkelin Frida mit ein, aus denen das Talent und der Witz des "Dynastiegründers" hervor spitzt. 

Somit entstand aus "The HU" das "The HU Quintett", und der Untertitel der Ausstellung lautete "Die Künstlerdynastie Hurzlmeier - Erstmals zu fünft in einer Ausstellung".  Wobei die Bilder gemeint sind. Persönlich anwesend waren auch fast alle, aber die Enkelin Frida, die in Norwegen bei der Mutter lebt, war nur per Videokonferenz zugeschaltet und somit immerhin "digital anwesend".

Mein Foto von der Familie zeigt übrigens nicht das Quartett, denn Frida fehlt natürlich auf dem Bild. Links im Bild ist die Ehefrau von Rudi Hurzlmeier, "ohne die es die HU-Gruppe nicht geben würde", wie es hieß.

Die Ausstellung

Wenn Sie die Ausstellung besuchen - nehmen Sie sich Zeit mit. 

Alleine die Bilder von Rudi Hurzlmeier laden zum intensiven Studium ein. Manche sind schwarzhumorig, andere hintersinnig, wieder andere einfach nur komisch - aber immer muss man mehrfach hinsehen. 

Rudi Hurzlmeiers Bilder haben Sie sicher schon gesehen: im Spiegel, in der Süddeutschen, FAZ und anderen Zeitschriften. Und er arbeitet seit vielen Jahren für Satirezeitungen "Titanic" und "Eulenspiegel".

In der Vorankündigung nannte ich ihn deshalb "Cartoonist", entsprechend einer PM. Und so fing er auch an. Aber irgendwann lernte er autodidaktisch die malerische Sprache der alten Meister,  und veröffentlichte ab den 90er Jahren ausgefeilte Werke der "komischen Kunst". 

Und er ging immer öfter weg von den klaren Pointen der Satire und widmete sich irgendwann Sujets, die nicht an einer Pointe festgemacht sind, sondern "freischwebende Unfug" (Originalformulierung aus  einem früheren Interview mit dem SRW). Heraus kommen vergnügliche Bilder, bei denen man oft erst nachdenken muss, das Bild nach weiteren Details erkunden muss, bis man lächelnd oder lachend versteht (oder weiterhin rätselnd zurückbleibt, wie z.B. ich bei dem einen oder anderen Bild).

Mit diesem Konzept (malerischer Stil und zweckfreie Komik) gehört er zur Sparte "komische Kunst" und erinnert er an seine Künstlerkollegen Manfred Deix und Gerhard Glück, die ebenfalls malerisch und nicht nur zeichnerisch arbeiten.  Aus urheberrechtlichen Gründen binde ich hier vorsichtshalber keine Beispiele ein, aber eine sehr große Auswahl finden sie auf der Webseite dieser Galerie: https://www.galerie-kk.de/ausstellungen/k%C3%BCnstler/hurzlmeier-rudi

Aber genauso vergnüglich  sind die Bilder der anderen Familienmitglieder. Immer wieder überraschend waren für mich und meine Begleiter die Bilder von Julina (geboren als Julian, aber da sie sich seit 15 Jahren Julina nennt, benutze ich hier die weibliche Form), in denen wir viel Witz und Talent entdeckten. 

Die im Subtext verwendete Bezeichnung als "Familien Dynastie" ist natürlich nicht allzu ernst zu nehmen, schließlich steckt hier keine "Macht" dahinter. Aber als Satiriker und Vertreter der komischen Kunst waren Wortspiele wie  "The HU" (erinnert an The Who) und "Dynastie" naheliegend. 

Passend zu diesem satirischen Stil war die Rede von Achim Frenz, Museumsleiter der Caricature Frankfurt und guter  Freund der Familie. Kurz vorher hatte ihm Dr. Haber, Vorsitzender des KUG, mit die vorbereitete Laudatio zerschossen, indem er zuviele Details über den Künstler erzählte. Und so improvisierte sich Achim Frenz erfolgreich durch sein Redemanuskript, immer wieder bissig-grantige Bemerkungen zur Seite schießend, und erzählte Interessantes über die Familie. 

Sagenhaftes Regensburg

Übrigens:  Der in München lebende Rudi Hurzlmeier hat viel Regensburg-Bezug. Er ist in Mallersdorf geboren und in Regensburg zur Schule gegangen. 

Von ihm gibt es nicht nur gut 20 Bücher, sondern auch ein in den 90er Jahren erschienenes satirisches Büchlein über Regensburg: "Sagenhaftes Regensburg. Hurzlmeiers optimaler Stadtführer". 

Montag, 8. November 2021

Impressionen vom DillyDally Designmarkt 2021

Dilly-Dally-Designmarkt im marinaforum, Sonntag 7.11.2021, kurz vor mittag

Wenn jemand künstlerisch eine Skulptur erstellt, nennt man es Kunst. Wenn jemand künstlerisch einen nutzbaren Gegenstand herstellt, z.B. Schmuck, eine Vase oder einen Fotokalender,  nennt man es Kunsthandwerk. Wenn jemand künstlerisch das Design für ein Serienprodukt erstellt, spricht  man von Design. 

Wobei umgekehrt Design nicht immer als "künstlerisch" bewertet sein muss, aber eines ist allen gemeinsam: das KREATIVE.

Die Unterscheidungen haben übrigens mehr gewerberechtliche und steuerrechtliche Bedeutung. Sie wollen gar nicht abwerten, wie viele meinen.  Wer sich für Kunst interessiert, wird sich für alle drei Bereiche interessieren. Darum ist es auch richtig, wenn in der "Pinakothek der Moderne" eine großer Bereich dem "Design" gewidmet ist. Oft wurden und werden auch wirklich anerkannte (klassische) Künstler mit dem Entwurf von Produktdesign beauftragt. 

Der immer wieder sehenswerte DillyDally-Designmarkt bewegt sich im Bereich von Design und Kunsthandwerk. Es sind kleine Unternehmer, die ihre kreativen Entwürfe unter einem eigenen Mode-Label vertreiben, oder Schmuck anbieten, oder als Destillerien exotische Gins oder Glüh-Gin-Erfindungen vermarkten, Selbständige, die nachhaltige Produkte mit eigenem Design versehen (Taschen, Küchenprodukte, bemalbare T-Shirts), Kreative, die ausgefallene Uhren oder Gürtelschnallen verkaufen, oder ausgefallene Lampen, Stempel, Grußkarten und nette Sachen, die man sonst in Läden wie "Schwesternliebe" in der Kramgasse findet.

Der diesjährige Dilly-Dally-Markt fand im ehemaligen Zentralgebäude des Schlachthofs statt, das nach dem Umbau "marinaforum" heißt und das Zentrum des "marina-Quartiers" darstellt. 

Ich habe im letzten Absatz bewusst das Wort falsch geschrieben, nämlich mit Bindestrich. In Wirklichkeit heißt es DillyDally. Das fiel mir auf, als ich beim googeln "dilly-dally" eingab und nicht schnell genug die erwarteten Treffer hatte. Darum - also damit dieser Artikel gefunden wird -  habe ich bewusst die falsche Schreibweise mit eingebaut.

Im Gegensatz zum ersten DillyDally-Markt im Jahre 2013, damals in der Jahnhalle, ist die Bandbreite der Produkte schon merkbar schmäler. Damals gab es auch Möbel, Snow-Boards, Glas, Upcycling-Produkte (einen ausführlichen Bericht findet der Leser hier: https://www.regensburger-tagebuch.de/2013/11/impressionen-vom-dillydally-designmarkt.html).

Aber mehr hätten wohl in die Hallen nicht reingepasst. Sowohl die Haupthalle in der Mitte, der nördliche Nebenraum dazu, der große Raum im Westen und vor allem der Saal im Osten waren gut gefüllt, und wenn man mehr Stände aufgebaut hätte, wäre es wohl etwas zu eng geworden. 

Auch in der Galerie gab es ein wenig zu sehen, das hatte mit "Do it yourself" zu tun, und ich sah dort Nähmaschinen herum stehen.  

In der Eingangshalle ein DJ, der für gute Musik sorgte, ein Cafe, mit allem was man wünscht, daneben an der langen Theke Getränke und Essen, vom Degginger betrieben. Man konnte sich nicht beklagten. Ich war erst am Sonntag dort, als von 3G auf 2G verschärft wurde (offenbar aufgrund amtlicher Vorgaben), und es war komisch für mich, ohne Maske herum zu laufen. 

Der Eintritt war mit 10 Euro meines Erachtens noch im  akzeptablen Bereich, jedenfalls waren schon vormittags genug Besucher da, denen das nicht zu viel war. Und ab der Mittagsstunde wurde es noch voller. Aber gut - das sagt nichts. Schließlich weiß man erst drinnen, ob man genug angeboten bekommt. Aber eines ist sicher: die Atmosphäre war hervorragend, und der Designmarkt ist an diesem denkmalgeschützten Ort mit der herrlichen Zollinger-Decke ganz hervorragend aufgehoben.

Weitere Fotos vom Dilly-Dally-Designmarkt (DillyDally Designmarkt) 2021 in einer Bildershow: 



Mittwoch, 3. November 2021

Vernissage für Fürnrohr-Ausstellung am 4.11. in Kallmünz


Gerade noch rechtzeitig erfahren: Stephan Fürnrohr zeigt wieder fantastische Fotografien von nordischen Eiswelten. Seine Bilder sind immer wieder erstaunlich und faszinierend (siehe Homepage)

Die Ausstellung ist in Kallmünz, vom 5. bis 28. November, und für die laufende Ausstellung gilt (im Gegensatz zur Vernissage) die normale 3G-Regel. 

Die Vernissage allerdings ist am 4. November um 19 Uhr, und hier gilt die 3G-Plus Regel, dafür besteht keine Maskenpflicht. 

Für Musik sorgt das Loba Duo




Vom Wesen des Eises – phantastische 
Welten in Fotografien vonStephan Fürnrohr.

Altes Rathaus, Kallmünz,

5. bis 28. November,

Vernissage am 4.11.21 um 19 Uhr

Musik: Loba Duo 
(Bert Wenzl, Sax, und Stephan Brandl, Gitarre)


Ausstellung: 5. bis 28.11.2021 jeweils samstags und sonntags von 13:30 Uhr bis 17:30 Uhr. 

Der Eintritt ist frei. Für den Besuch der Ausstellung gelten die 3G-Regeln. Die Kontakte müssen nicht mehr erfasst werden.


Vernissage am Donnerstag, 4.11.21. um 19 Uhr mit dem Loba Duo. 

Bertl Wenzl (Saxophone) und Stephan Brandl (Gitarre) spielen Klassiker des Modernen Jazz und Eigenkompositionen. Die Veranstaltung erfolgt und den 3G+- Regeln., d.h. Geimpfte, Genesene und Personen mit einem negativen PCR-Test haben Zutritt. Im Inneren muss keine Maske getragen werden. Der Eintritt ist frei.

Homepage des Fotografen: www.time-for-inspiration.de

Dienstag, 2. November 2021

Jazz im November 2021 (jazzclub Regensburg)



Hier sind die Veranstaltungen des jazzclubs für November:

Achtung! Ab November gilt "3G+"
also geimpft, genesen oder mit entsprechendem PCR Test.


Do  04.11.2021  20:00    Tobias Meinhart                                                                Jazzclub im Leeren Beutel

                                    The Painter

 

Besetzung: Tobias Meinhart – ts, ss, alto fl | Eden Ladin – piano | Matt Penman – b | Obed Calvaire – dr

 

Das Schaffen von Musik hat viel mit dem Schaffen in der bildenden Kunst gemeinsam. Sowohl Musiker als auch bildende Künstler sprechen in ihren kompositorischen Prozessen von Farben, Skizzen und Texturen. Saxophonist Tobias Meinhart hat nahezu synästhetische Visualisierungen entwickelt, während er Musik spielt und hört. Seine neue Aufnahme „The Painter“ präsentiert sein aktuelles Werk mit vielfältigen, brillanten Stücken, welche die Leinwand der Welt erhellen. 

 

Samstag, 30. Oktober 2021

9. Dilly-Dally diesmal im Marina Forum am 6. und 7.11.2021

Der DillyDally-Markt zieht diesmal in das Marina-Forum im ehemaligen Schlachthof. Das ist ein viel passenderes und würdigeres Ambiente für diesen herrlichen Markt. 

Natürlich gibt es auch diesmal wieder Musik. Und es soll einen Rikscha-Shuttle-Service an der Donau geben, dessen Einzelheiten aber man erst vorher in den "social"-Kanälen abrufen muss


D I L L YD A L L Y   D E S I G N M A R K T

6./7.11.2021
MARINA FORUM Regensburg

SA 12-21 Uhr (3G)
SO 10-18 Uhr (2G!)


Foto aus 2013: Dilly-Dally in der Jahn-Halle




Kurz nach dem großen Markt gibt es noch einen PopupStore im Degginger:  D I L L Y D A L L Y   P O P U P  S T O R E, 18.11.-23.12.2021, DEGGINGER Regensburg


Aus der Pressemitteilung:

MOVE ON UP!
DillyDally zieht weiter die Donau runter, von der RT-Halle ins Marinaforum und alle sind

eingeladen mitzukommen.

We really like to keep on moving und freuen uns SO, euch nach der Corona-Pause in einer

neuen Location begrüssen zu dürfen - in der ehemaligen, nachhaltig sanierten Markthalle

des denkmalgeschützen Alten Schlachthofs erwarten euch luftige Räume voller Licht

unter einer spektakulären Deckenkonstruktion in Zollinger-Bauweise.

Freitag, 29. Oktober 2021

Galerie an der Donau muss schließen - ''OpenHouse Party am 12. und 13. November


Muss aufhören: "Galerie an der Donau"


Sowohl Webseite als auch facebook-Seite der "Galerie an der Donau", die von einer Künstlergemeinschaft betrieben wird,  zeigen seit Frühjahr 2020 keinen Eintrag mehr. Lediglich über Martha Leithenmayr wusste ich, dass die Galerie geräumt werden muss, und deshalb vor dem Ende steht. 

Jetzt ist es offiziell, ein Aushang an der Galerie sowie eine facebook-Einladung teilen das Ende mit und laden zu einer Abschiedsfeier ein.

"Unsere Räumlichkeiten werden leider verkauft - Die Galerie an der Donau schließt ihre Tore - aber nicht ohne eine letzte OpenHouse Party. Am 12. und 13.11.21 von 15.00 - 22.00 wollen wir mit allen Freunden der Galerie Abschied feiern. Wir packen die Hütte noch einmal richtig voll Kunst - freut Euch auf Goolbyepreise. Wir freuen uns auf Euch! (Bis dahin könnt Ihr gerne durch die Fenster spicken und auch schon mal was reservieren)"


Galerie an der Donau

Weisse Lammgasse 2 (gegenüber historischer Wurstkuchl) 

Neuer Kunstverein - „Nahsicht“ von Maximilian Erl und Tamara Hoyer

Wer für heute abend noch nicht genug Auswahl für künstlerische Impressionen hat, der kann sich einen Besuch im Neuen Kunstverein am Schwanenplatz überlegen. Dort ist heute die Vernissage für eine Ausstellung, in der zwei interessante Installationen gezeigt werden. 


„Nahsicht“ 
Maximilian Erl und Tamara Hoyer
25.10. bis 7.11.21
Vernissage 29.10.2021 - 19 Uhr


Tamara Hoyer und Max Erl zeigen uns zwei Installationen zum Jahresthema der Stadt: NAHSICHT.

Aus dem Pressetext

Ein überlebensgroßer Vogel Strauß steckt seinen Kopf durch die Decke des Ausstellungsraumes und schaut sich neugierig um. Mit seinen langen Wimpern und feucht glänzenden Augen blickt der Vogel erwartungsvoll auf die Besucher. Die etwa 120 cm große Skulptur ist mit freundlicher Unterstützung des Kulturreferats der Stadt Regensburg entstanden und wird im Kontext des kulturellen Jahresthemas „Nahsicht” präsentiert.
 
Im zweiten Raum des Kunstvereins zeigen die Künstler ihre Skulptureninstallation „Peterskirchlein?!“. In zwei Holzregalen aus dem Baumarkt stellen die Künstler acht Modelle des Peterskirchleins aus (das in den Grünanlagen in der Nähe des Bahnhofs als „vergessener Ort“ bekannt ist) und spielen damit an die Skulptureninstallation "Souvenir, Souvenir?!" von Ottmar Hörl an, der vor zwei Jahren 150 farbige Plastiken des Regensburger Doms an den Neupfarrplatz brachte.


 

Bericht von der Eröffnung der Ausstellung von Günter Krempl

Am Dienstag gab es im DEZ die Eröffnung der bereits angekündigten Ausstellung von Günter Krempl. 




Günter Krempl


Man konnte sehr viele Musiker im Publikum sehen, was nicht verwunderlich ist. Günter Krempl hatte sich in den 80er Jahren als Mitbegründer und Namensgeber der Band CRAMPLE einen Namen in der Musikszene gemacht. So traf ich denn auch etliche Bekannte aus dieser Szene.

Nach der Eröffnung durch DEZ-Geschäftsführer Thomas Zink führte der Laudator in die Arbeit von Krempl ein. Er erzählte von den vielen Reisen des Künstlers, der hauptberuflich unter anderem als IT-Spezialist arbeitete. Bei den Reisen interessierten ihn stets auch die Kunstausstellungen. Etwa im Jahre 2009 begann er dann selbst mit der künstlerischer Betätigung und realisierte seitdem sein Talent als Skulpteur und Bildhauer.

Die vielen Reisen spiegeln sich deutlich  in der erstaunlich breiten Palette von Stilen und Materialien wieder, die beim Betrachten der Ausstellung sofort auffällt.

Es falle ihm auch schwer, zweimal im selben Stil zu arbeiten, erzählte später der Künstler selbst in seiner Ansprache. Das ging soweit, dass ihm die Fertigstellung der Serie "Paare" - Doppelportraits - Schwierigkeiten machte, weil er nach der ersten Person sich überwinden musste, die zweite Person in selber Machart herzustellen.

In der Regel verwendet er wenig Farbe. Zu den Ausnahmen gehört aber ein Art von Ultramarin-Blau, eine Mischung, die er sich selbst erarbeitet hat. Offenbar hat er die Farbe im Jardin Majorelle in Marokko gesehen und entsprechende Recherchen angestellt. In dieser Farbe leuchteten dann auch die fazinierenden, offenbar aus Gartenmöbelresten hergestellten Figuren rund um das Rednerpult.

Was noch auffällt ist, dass der Künstler auch im Bereich Holzschnitt Talent zeigt.

Die Ausstellung mit vielen faszinierenden Objekten ist noch bis zum  13.11.2021 zu sehen. Ort: Ausstellungsfläche vor Sparda-Bank.


Mittwoch, 27. Oktober 2021

Renate Haimerl Brosch im Schaufenster "neunkubikmeter"

Bis Ende Dezember  hat das Kulturamt den Schaukasten  Nr. 4 in der Pustetpassage angemietet, um ihn Künstlern und Kulturschaffenden zur Verfügung zu stellen - eine Unterstützungsaktion in Corona-Zeiten.

Zuerst hatte ihn Florian Toperngpong verwendet, um dort jeden Mittag ein Interview durchzuführen (https://www.regensburger-tagebuch.de/2021/09/12-uhr-mittags-ein-lunch-talk-im.html)

Ab Mittwoch, 27. Oktober 2021, wird der Kunst- und Kulturraum „neunkubikmeter“ in der Pustetpassage drei Wochen lang zur Bühne von Renate Haimerl-Brosch mit der künstlerischen Installation „Fadenspiel“. 

Das Gespinst entwickelt sich aus feinem Eisendraht vor japanischem Reispapier.






Die Vision hinter dem „Fadenspiel“

Netze aus feinem Eisendraht spannen sich von Wand zu Wand, von Boden zur Decke. Die zarten Linien dieser zarten Formation spielen mit der Hell-Dunkelwirkung, die durch Drehung und Verspannung verstärkt wird. Zwischen den Netzen finden sich dicht gewickelte Kokons. Den Hintergrund bildet japanisches Reispapier, welches durch rückwärtige Beleuchtung ein diffuses Licht wirft. Die Installation wurde ursprünglich im September 2020 in Landshut zum 50jährigen Jubiläum des Kunstvereins Landshut im Schaufenster eines Stoffladens gezeigt und wandert nun in einer modifizierten Form nach Regensburg in den Kunst-, Kultur und Ideenraum „neunkubikmeter“.

Über die Künstlerin

Renate Haimerl-Brosch hat Sozialpädagogik mit Zusatzqualifikation Kunsterziehung und Kulturmanagement studiert und arbeitet primär in Regensburg und im AtelierHaus Neukirchen. 

Neben der Arbeit an ihren zahlreichen preisgekrönten künstlerischen Ausstellungen ist sie seit einigen Jahren 2. Vorsitzende des Neuen Kunstvereins Regensburg.

Weitere Informationen: https://www.regensburg.de/presseservice/aktuelle-pressemitteilungen/391583/488742/installation-aus-feinem-eisendraht-von-renate-haimerl-brosch-im-schaukasten-neunkubikmeter.html

Cinescultura - neue Termine und Informationen

Nicht nur viel Kino, sondern auch ganz viele Filmgespräche und interessante Begegnungen bietet das XIV. spanische Film- und Kulturfestival im zweiten Live-Block vom 28. Oktober bis zum 1. November 2021 im Festivalkino filmgalerie im Leeren Beutel in Regensburg. 

Beachte vor allem die Filmpreisverleihung am 31. Oktober!

Fünf Deutschlandpremieren in der Sektion Opéra Prima, acht hervorragende Filme und drei Filmgespräche mit Filmschaffenden mit breitem thematischen Spektrum versprechen äußerst interessante Diskussionen. Außerdem sind die Jurymitglieder der Sektion Ópera Prima und des Kurzfilmpreises vollzählig anwesend. Als Ehrengast kommt auch Alexa Portilla, die den Preis für die beste Regisseurin in der Sektion Ópera Prima im Namen von CIMA verleihen wird. Ein absolut dichtes Programm! Das streaming auf www.cinescultura-stream.de läuft bis 15. November weiter.

Die Filmgespräche

In der Sektion Dokumentarfilm läuft 31. Oktober um 20:00 Uhr Das Jahr der Entdeckung / El año del descubrimiento
Die 200 Minuten sind wahrlich monunmental, jedoch absolut sehenswert. Ein notwendiger, wichtiger Dokumentarfilm, ein Kunstwerk in der spanischen Filmgeschichte. 2020 wurde der Film mit zwei Goyas ausgezeichnet: Als bester Dokumentarfilm und für den besten Schnitt. Zum Filmgespräch ist der Produzent des Films Pedro Palacios anwesend. Pedro Palacios produzierte viele Formate für das spanische öffentlich-rechtliche Fernsehen. Er ist Mitbegründer der LACIMA-Filmproduktionsgesellschaft und ausführender Produzent.

Mädchen / Chavalas läuft am 29. Oktober 2021 um 20:45 als Deutschlandpremiere. 
Dieses Loblied auf die Freundschaft gewann 2021 auf dem Filmfest von Málaga den Publikumspreis. Gelobt wurden die herzerfrischende Darstellerinnen voller Charisma und Authentizität. Die Regisseurin Carol Rodríguez Colás hat für ihre Kurzfilme zahlreiche Preise bekommen. Derzeit arbeitet sie an einem Dokumentarfilm. 

Zwei neue Ausstellungen im Luftmuseum am 29.10. - Bildhauerei aus Regensburg und neue Werke von Peter Lang

Zugegeben - ich habe mich in diesem Sommer in das Luftmuseum in Amberg verguckt. Das ist aber nicht der einzige Grund, warum ich eine am Freitag startende Doppelausstellung ankündige, denn ein wenig hat sie schon auch mit Regensburg zu tun. Mit dabei sind nämlich das Regensburger Bildhauerduo Katharina Ganslmeier und Markus Genzwürker.

Mit zwei neuen Sonderausstellungen startet das Luftmuseum in die Winterzeit. Pünktlich zum Ferienbeginn werden die Ausstellungen „Landsyn“ und „Nenne es Himmel“ am Freitag, 29. Oktober 2021 um 19 Uhr im Luftmuseum eröffnet. Alle Interessierten sind zur Vernissage eingeladen. Es gelte 3G, hieß es in der Ankündigung. Ich könnte mir aber vorstellen, dass die Eröffnung als solche wieder vor dem Eingangstor stattfindet, so dass man zumindest Getränke zur Verfügung stellen kann (bei Vernissagen in Innenräumen ist es wegen der Maskenpflicht aktuell nicht möglich zu "catern").


„Nenne es Himmel“ von Katharina Ganslmeier und Markus Genzwürker

In der gotischen Hauskapelle wird  das Regensburger Bildhauerduo Ganslmeier und Genzwürker Arbeiten aus Blech, Silber, Holz und Wachs präsentieren. Sie verwenden für ihre Werke christlich-religiöse Motive und daraus bekannte eindrucksvolle Ornamente. Es entstehen ganz neue Ansichten von Strahlenkränzen und Faltenwürfen, Wolkenformen und Heiligenflügeln. Katharina Ganslmeier und Markus Genzwürker sind Holzbildhauer und leben in Regensburg.


„LANDSYN“ von Peter Lang

Der Oberpfälzer Peter Lang ist Maler und Druckgrafiker, und dem Leser des regensburger-tagebuchs sicherlich bekannt. Denn er stellte in den letzten Jahren öfters im Art Affair und in Adlmannstein aus.

Im Zentrum seiner Arbeiten steht die Transformation des sinnlich Wahrnehmbaren beim Betrachten von Landschaften in oftmals großformatige Bildwerke. Die Gemälde bewegen sich zwischen Abbildung und Abstraktion. Im Sommer 2021 realisierte Peter Lang ein einzigartiges Projekt und begab sich auf ein Schiff, das mehrere Wochen lang Island umrundete. Die neu entstandenen Bilder der Serie „Landsyn“ (Isl: Land in Sicht) werden im Luftmuseum nun zum ersten Mal präsentiert.



Frühere Vernissage am Eingang des Luftmuseums, Foto vom  30.07.21

Dienstag, 26. Oktober 2021

Künstlerbegegnung in der St. Ulrichkirche am 31.10.21

Zum Abschluss der Ausstellung in der Ulrichskirche, "Der göttliche Funke II":

Künstlerbegegnung mit Markus Lüpertz 
in der St. Ulrich Kirche 
am Sonntag den 31.10.21 
von 19.00 bis 20.00 Uhr 
Eintritt frei (3G beachten)


Markus Lüpertz


Die Galerie "Art Affair" teilt mit:

"Der göttliche Funke" unsere sehr schöne Zusammenarbeit mit Dr. Maria Baumann und dem Diözesan Museum St. Ulrich sowie Markus Lüpertz geht langsam zu Ende. Nicht nur in der Presse sondern auch von vielen Besuchern gab es sehr positives Echo für alle Beteiligten. Der wirklich letzte Termin ist damit: Künstlerbegegnung mit Markus Lüpertz in der St. Ulrich Kirche am Sonntag den 31.10.21 von 19.00 bis 20.00 Uhr, Eintritt frei. 
Es gelten die 3G-Regeln

Lüpertz-Ausstellung in Ulrichskirche, 2021




Montag, 25. Oktober 2021

Große Fußstapfen - Vorstandswechsel im Thomas Wiser Förderverein


Hauptversammlung vom 21.10.2021 - nach dem Vorstandswechsel.
Von links: Sieglinde Geipel, Marianne Auburger, Peter Burkes, Franziska Kowalli,
Karl-Heinz Weiß, Annemarie Schäfer, Franz Raschof.


Über die mittlerweile überregional wirkende Einrichtung des Thomas-Wiser-Hauses in Regenstauf habe ich schon früher berichtet. Über den 1999 gegründeten Thomas-Wiser-Förderverein auch.

Viele Leser wissen, dass ich Mitglied in der ehemaligen Regensburger Charity-Art-Group war, die mit
Benefizveranstaltungen Spenden unter anderem für dieses Thomas-Wiser-Haus, aber auch für andere Kindereinrichtungen sammelte. 

Was wenige wissen: noch viel länger bin Mitglied des älteren Thomas-Wiser-Fördervereins, das sich speziell auf die Unterstützung der Einrichtung und der Jugendlichen konzentriert. Genaugenommen bin ich Gründungsmitglied sei 1999. 

Und noch zehn Jahre länger, nämlich seit 1989, verfolge ich das Schicksal des Thomas-Wiser-Hauses selbst. Seit es Karl-Heinz Weiß  von den damals leitenden Mallersdorfer Schwestern übernommen hat und und zu einer überregionalen heilpädagogischen Einrichtung für Kinder- und Jugendlichen ausbaute. Ich habe die Nöte sowohl der Kinder als auch die organisatorischen und finanziellen Probleme der Stiftung erlebt. Und da fand ich die Ende der 90er aufgetauchte Idee von dem Förderverein eine gute Gelegenheit. 

Dabei hatte ich bei den Diskussionen im Vorfeld die Idee eines Fördervereins kritisch und gründlich hinterfragt: warum eigentlich ein Förderverein? Könnten die Leute nicht direkt an das Haus spenden? Wo sind die Vorteile, Unterschiede, Umsetzungsprobleme? 

Aber als die Vereinsgründung spruchreif wurde, waren diese Fragen klar beantwortet, ich verstand das System des Fördervereins und seine Vorteile.

Und eines war mir schon in der Zeit von Studium und Referendariat klar geworden. Die Frage "Soll ich mich gesellschaftlich engagieren?" stellt sich eigentlich nicht. Die Frage lautet eher: "Wo soll ich mich engagieren?".

Dass ich mich jetzt, zwanzig Jahre später, zur Übernahme der Vorsitzendentätigkeit überreden ließ, ist eine längst fällige Fortführung dieses Gedanken. Äußerst umbequem, aber notwendig. 

Sonntag, 24. Oktober 2021

Renate Christin ab 4. November im artspace Erdel




Während im Schaulager der Erdel-Galerie die Ausstellung von Zhao Bin zu sehen sein wird, wird am 4. November im Hauptraum der Galerie, also im "artspace Erdel" am Fischmarkt, eine Ausstellung von Renate Christin eröffnet

"... und da ist auch noch ein Hund"
Neue Arbeiten von Renate Christin
artspace Erdel
04.11.2021 bis 04.12.2021
Vernissage 4. November, 19 Uhr


Renate Christin arbeitet seit mehr als 40 Jahren als freischaffende Künstlerin in Sinzing bei Regensburg.

Von 2002 - 2008 war sie Vize-Präsidentin der Künstlerinnen-Vereinigung GEDOK und des European Council of Artists sowie weiterer Künstlervereinigungen (SAFIR, GRAZ u.a.). 

1998 - 2005 arbeitet sie als Gastdozentin an der Libera Accademia di Belle Arti in Triest. 

Sie ist Trägerin des Kunstpreises der Masaryk´s Academy of Arts, Prag und war über 26 Jahre lang die künstlerische Leiterin des internationalen Kunstforums auf Schloss Eichhofen.

2002 erhielt sie den Nordgaupreis des Oberpfälzer Kulturbundes und 2018 wurde Renate Christin mit dem Kulturpreis des Landkreises Regensburg für ihr Lebenswerk geehrt.

Ihre Arbeiten befinden sich in Museen in Deutschland sowie im europäischen Ausland und in vielen öffentlichen Sammlungen.

Webseite der Künstlerin: http://www.renatechristin.de/

Ausstellung:

Öffnungszeiten artspace Erdel, Fischmarkt 3

Donnerstag und Freitag 11-17 Uhr und Samstag 11-15 Uhr und jederzeit gerne nach Absprache
Tel.: 0941.70 21 94
Mobil Wolf Erdel: 0170.31 80 748
E-Mail: wolf@erdel.de
www.erdel.de

Zao Bin ab 28. Oktober im Schaulager der Erdel-Galerie

Die Herbstausstellung im Schaulager der Galerie Erdel ist dem chinesischen Künstler ZHAO BIN gewidmet. Die Galerie Erdel vertritt den Künstler Zhao Bin seit der Zeit an der Akademie der Bildenden Künste, München.  Im Jahre 2006 machte Zhao Bin dort sein Diplom in der Klasse Professor Axel Kasseböhmer. 

Die aktuelle Einzelausstellung konzentriert sich auf die neuesten Arbeiten aus den Jahren 2019-21 und trägt den Titel "solus eris".

SOLUS ERIS
Neue Arbeiten von Zao Bin
28. Oktober -11. Dezember 2021

(Achtung Terminänderung!)
Vernissage mit Künstlervorstellung am 11.11.2021

Eröffnung am 28.10. um 19.00 Uhr

im Schaulager der Erdel-Galerie (Am Schallern 4)




Zhao Bin, Aufnahme aus 2012

Zhao Bin reagiert in seinen Arbeiten stets auf aktuelle gesellschaftliche Strömungen.

In den Nullerjahren thematisierte er  die Gamifizierung vieler Lebensbereiche, indem er Menschen als Spielfiguren mit Smiley-Kopf und einem Symbol für ihren Energiestatus durch die Kunstgeschichte und andere Lebenssituationen reisen lies.

In den 2010er Jahren sorgte er mit seiner Serie "Mega-Cities" bei Museen in China und Korea für Aufsehen.

Samstag, 23. Oktober 2021

Cartoonist Hurzlmeier und seine Familie im Kunst- und Gewerbeverein - THE HU Quintett




Eine höchst interessante Ausstellung im Kunst- und Gewerbeverein macht neugierig:

The HU Quintett

Die Künstlerdynastie Hurzlmeier - 
Erstmals zu fünft in einer Ausstellung

vom 30. Oktober bis 28. November 2021
Eröffnung am 29.10.2021, 19.00 Uhr
Begrüßung: Dr. Georg Haber, 1. Vorsitzender
Einführung: Achim Frenz, Museumsleiter der Caricatura Frankfurt


Rudi Hurzlmeier, geboren 1952 in Mallersdorf, ist deutscher Cartoonist, Maler und Autor.

Wenn man nun die Einladungskarte studiert, meint man erst, das mit dem "Quintett" ist nur eine satirische Fiktion. Aber das Quintett gibt es wirklich: die Künstlerfamilie Hurzlmeier

Um Wikipedia zu zitieren: 

Er und seine Frau Gabriella Watenphul haben zwei Söhne, ebenfalls Maler und Zeichner.[2][3] Julian, mit dem Downsyndrom geboren, ist ein origineller Außenseiter-Künstler.[4] Leonhard studierte in München und ist international erfolgreich.[5] Gemeinsam verstehen sie sich als die Künstlerdynastie The HU.


Der Kunst- und Gewerbeverein schreibt dazu: 

"Die einzigartige Künstlergruppe „THE HU“ ist weltweit aktiv und biografisch eng mit Regensburg verbunden. Der Kunst- und Gewerbeverein Regensburg präsentiert nun erstmals das drei Generationen umfassende „THE HU“ QUINTETT, mit einer wilden Auswahl von Werken der so inklusiven wie exklusiven Künstlerfamilie – und seiner stilistischen Bandbreite von locker und lustig, abstrakt und exotisch bis hochkomplex und urkomisch."

Bei der elektronischen Einladung war noch ein zweiter Flyer dabei, der die Personen näher beschreibt. 

Da dieses Quintett so außerordentlich interessant ist, hatte ich mir zuerst die Mühe gemacht, die wichtigsten Daten abzutippen (rüberkopieren geht von solch komplexen PDF-Dateien leider nicht,) Am Ende stellte ich fest, dass der Text auch auf der Webseite des Vereins steht und nur kopiert werden musste:

 

Skulpturen von Günter Krempl im DEZ - Eröffnung am 26.10.21

Am Dienstag gibt es im DEZ eine offizielle Eröffnung einer Ausstellung, die schon am Vortag beginnt. 

Als Mitbegründer und Namensgeber der Band CRAMPLE in den 80er Jahren wurde er schon als Regensburger „Rockurgestein“ bezeichnet. Außerdem war er hauptberuflich im IT-Bereich tätig. Die letzten Jahre hat er sich autodidaktisch in die Bildhauerei eingearbeitet. Wenn man ein wenig im Internet nach Beispielen recherchiert, sehen die Ergebnisse recht interessant aus.


TRAUMPAARE und EINZELGÄNGER

Skulpturen von Günter Krempl
DEZ, Fläche vor der Sparda-Bank,
25.10.2021 bis 13.11.2021

Eröffnung: Dienstag, 26.10.21, 18 Uhr


Ausstellung in Sigismundkapelle - Vernissage am 28.10. abends

In der Sigismundkapelle eröffnet am Donnerstag abend eine neue Ausstellung:

Utopisierung Mikro RG
Stanislaus Müller-Härlin
29.10. bis 20.11.2021
Vernissage am 28.10.2021 - 19.30 Uhr
Sigismundkapelle (Thon-Dittmer-Hof)


In der Einladung heißt es zur Vernissage: "kurze Worte, Bier, Feuer, evtl. Musik".

Bei dem Projekt handelt es sich um eine Mitmachaktion von Müller-Härlin. Die Ausstellung wächst also über Ihre Einsendungen und die Reaktionen des Künstlers.

Mitmachen können Sie über die Webseite www.utopisierung.com

Die Idee: Die aktuellen der Krisen verlangen sicherlich nach großen Lösungsansätzen und Utopien. Aber wohin mit den individuellen Kleinkrisen, den eigenen Miniproblemen, die nur überstanden werden können, wenn sie utopisiert werden?

Ein zerknüllter Stadtplan ist Grundlage eines Zufallsverfahrens, nachdem in Regensburg lebende Menschen eingeladen werden, eine ganz persönliche Problemstellung zu formulieren, die der Künstler zeichnerisch oder fotografisch-utopisierend beantworten wird und damit in Fragmenten auf Makroebene Handlungsspielraum aufzeigt.

Auch während der Laufzeit der Ausstellung können Besucher/innen aktuelle, individuelle Probleme, für die sie sich eine positive Lösungsstrategie wünschen, dem Künstler digital zusenden. Fragen wie Antworten bilden im Kunstraum Sigismundkapelle eine wachsende Raumarbeit auf dem Weg nach Utopia.

Stanislaus Müller-Härlin wird – unabhängig davon, wo er sich aufhält - täglich mindestens eines der geschilderten Probleme in freier zeichnerischer oder fotografischer Form mit dem Ziel einer Utopisierung bearbeiten. Das Ergebnis sendet er unmittelbar an den Ausstellungsdrucker, aus dem so zu unbestimmten Zeiten Blätter wie Blüten fallen, sodass über den Ausstellungszeitraum ein stetig wachsendes Feld aus künstlerisch-arkadisierten Problemen entsteht.

Eine Finissage gibt es am Samstag, den 20.11. ab 16:00 Uhr (mit Tanzmusik mit Nyckelharpa, Feuer und Bier)

Webseite Künstler:
www.muellerhaerlin.com




Sigismundkapelle im Thon-Dittmer-Palais
Haidplatz 8, 93047 Regensburg
Öffnungszeiten
Mi–Fr: 17.00–19.00 Uhr
Sa: 11.00–16.00 Uhr
oder nach Vereinbarung
www.regensburg.de/sigismundkapelle

Dienstag, 19. Oktober 2021

Blaue Lilie in Kallmünz jetzt endgültig zu

In Kallmünz gab es viele Jahre lang das Galerie-Cafe Blaue Lilie, gleich neben dem Münter. Das Cafe wurde betrieben von Uschi Schlichtinger, in den letzten Jahren zusammen mit dem Künstler Arpad Racz, dessen herrlichen Bilder dort mit ausgestellt waren.

Über eine enge Treppe ging es rauf zu einer Dachterrasse mit herrlichem Ausblick auf die Kallmünzer Felsen.

Schon vor ein paar Jahren kündigte Uschi Schlichtinger, die sich auch an der "Galerie an der Donau" in Regensburg beteiligt hatte, den Wunsch nach Aufgabe des Cafes an. Jetzt ist es wirklich so weit. Auf facebook teilte sie mit:

Jetzt ist es also wirklich so weit: meine Blaue Lilie gibt es nicht mehr.
Am 17.10. habe ich endgültig die Türe geschlossen.
Einerseits freue ich mich sehr auf den so genannten Ruhestand (....), aber das Galeriecafé Blaue Lilie - Kallmünz ist Geschichte.

Anlässlich dieser Nachricht habe ich alte Fotos von der Blauen Lilie zusammen gestellt. Ferner habe ich einen Videoclip mit diesen und ein paar weiteren Fotos erstellt und auf youtube hochgeladen (siehe Link am Ende dieses Beitrags)


Cafe und Galerie Blaue Lilie (2013, Kunstschaunacht)


Weitere Fotos aus 2015:


Im Flur: Bilder von A. Racz

 

Sonntag, 17. Oktober 2021

Zweite Premiere von "Sand" im Veledrom - wenn Tänzer im Beach-Sand herumwirbeln.



Jubelnder Applaus mit Bravo-Rufen und Fußgetrampel. So wurden die Premiere des Tanztheaterstücks "Sand" gestern im Velodrom quittiert.

Das war von Anfang an schön, gestern. Schon vor dem Beginn, also vor dem Veledrom, als sich die Leute sammelten und sich freuten: "endlich wieder solche Treffen, endlich wieder diese Atmosphäre". Das Spektakel wurde in der Rede von Reischl als "zweite Premiere" bezeichnet. Denn das Stück hatte seine Uraufführung am 20. November 2020 und da wusste man schon vom nächsten Shutdown, der zwei Tage später begann. Ob da nur geladene Gäste Zutritt hatten, konnte ich nicht mehr herausfinden. Es gab jedenfalls eine sehr ausführliche Besprechung auf einer österreichischen Tanztheaterplattform, der ich hilfreiche Informationen entnehmen konnte.

Zehn Tonnen Beachbar-Sand waren da offenbar aufgeschüttet worden, im Hintergrund eine Kette von Kunst-Felsen, zwischendurch platziert waren drei Röhrenfernseher, die gelegentlich assoziative Hinweise zeigten (sofern man sich darauf konzentrieren konnte) und an einer Stelle sogar - ferngesteuert - in Flammen standen. Letzteres eine faszinierende Meisterleistung des Bühnenbildners.

Die fesselnde und abwechslungsreiche Musik stammte von Nils Frahm, sie ist hauptsächlich klavierbasiert.

Kann man nun auf Sand tanzen? Ja, es geht, die zehn Tänzer (die elfte Tänzerin war krankheitsbedingt ausgefallen) bewiesen es. Sie taten mir gelegentlich ein wenig leid, denn das staubte schon manchmal deutlich, und beim Auftreffen auf dem Boden rutschen die Füße doch ein paar Millimeter weg. Aber das Ergebnis sah - zumindest für uns Zuschauer - hervorragend aus. Nur wenn mal ein Tänzer ganz gewöhnlich den Standort wechseln musste, also ohne Tanz über die Bühne ging oder von der Bühne ging, wurde aus der sonst gewohnten eleganten Fließbewegung ein gewöhnliches Gehen. Mehr erlaubt Sand nicht.  Aber das dürfte wohl kaum jemand bemerkt haben und ist auch nicht wichtig.