Regensburger Tagebuch

Notizen von der nördlichsten Stadt Italiens
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Montag, 20. April 2026

Offene Ateliers im Andreasstadel am 25.04.2026


Mit den Offenen Ateliers am Samstag den 25. April 2026 öffnen die Künstlerinnen und Künstler des Andreasstadels die Türen ihrer Ateliers und gewähren einen Einblick in ihre Arbeitsräume.

Von 14 bis 19 Uhr haben Kunstinteressierte die Möglichkeit, eine breite Palette von Kunststilen zu entdecken, von Malerei, Illustration, Linoldruck, Holzbildhauerei, 3D-Druck über Keramik bis hin zu Multi-Media Art und vielem mehr.

Die Offenen Ateliers bieten eine besondere Gelegenheit, die Künstlerinnen und Künstler direkt zu treffen. Besucherinnen und Besucher können Fragen stellen, sich über kreative Prozesse austauschen und mehr über die Inspiration hinter den Kunstwerken erfahren.

Zu sehen sind die Ateliers von KUNSTbeTRIEB, Paula Birnbaum, Florian Hauer, Annika van Schoor, Lena Schabus, Kathi Ringlstetter, Thomas Freiss, Marion Abate, Johanna Kaljanac, Cristina Friedl, Koloman Wagner, das InterCultureLab, Marie Doerfler, Thomas Bieniek und das Atelier Kunst inklusiv.

Die Künstlerin Jennifer Ermer lädt um 15 Uhr und um 17 Uhr zu Führungen durch alle Ateliers ein.

Durch diese persönliche Interaktion haben die Kunstinteressierten die Chance, die Geschichten hinter den Kunstwerken selbst zu erkunden. Darüber hinaus werden einige Künstlerinnen und Künstler gern ihre Techniken und Materialien vorstellen, was den Besucherinnen und Besuchern einen tieferen Einblick in die Vielfalt der künstlerischen Ausdrucksformen ermöglicht.


Samstag, 25.04.2026
14 - 19 Uhr
Andreasstraße 28, 93059 Regensburg
www.kuenstlerhaus-andreasstadel.de
www.instagram.com/kuenstlerhaus_andreasstadel

Übrigens: die Gastateliers des Kulturamts, das Regensburger Artist in Residence, kurz RAIR, in der Brückstraße öffnen an diesem Tag ebenfalls ihre Türen.


Montag, 9. März 2026

Eröffnung der Ausstellung WELTWUNDERN



Im Kunst- und Gewerbeverein wurde am 6. März 2026 die (hier von mir angekündigte) Ausstellung WELTWUNDERN eröffnet. Die Künstlerinnen Andrea Golla, Martina Salzberg, Elke Zauner, Jasmin Schmidt und Erika Wakayama stellen ihre Werke aus. 

Die Begrüßung erfolgte - in Vertretung von Herrn Dr.  Haber - durch Vorstandsmitglied Antonia Kienberger. Diese ging auf die Viten der Künstlerinnen ein. 

Danach führte  Tony Kobler in die Ausstellung und ging dabei auf die Werke selbst ein. Die Zeit reichte nicht für alle Details - aber dazu ist Gelegenheit bei seinen Führungen am 8.3. und 22.3. um jeweils 14 Uhr. Am 22. März  gibt es im Anschluss an die Führung, um 15 Uhr, eine Gesprächsrunde mit den Künstlerinnen Golla, Salzberg und Zauner.

Interessant ist der kleine Raum im Osten, der "Idas Wunderkammer" genannt wird. Wunderkammer nannte man Kuriositätenkabinette, und der Name Ida bezieht sich auf die die Kunstförderin und Frauenrechtlerin Ida Dehmel, 1870 als Ida Coblenz geboren. 

Nachdem Tony Kobler mich in seinem Vortrag auf diese Person neugierig gemacht hatte, recherchierte ich anschließend - im Cafe um die Ecke- und ich kann meinen Lesern nur empfehlen, sich mit dieser interessanten Person zu befassen. Hier sind ein paar grundlegende Daten:

Ida Dehmel erschaffte zusammen mit ihrem zweiten Ehemann, dem damals bekannten Dichter Richard Dehmel, 1901 in Berlin einen Kunstsalon für avantgardistische Kunst, wo Dichter und Künstler von Rang und Namen verkehrten. Anfangs in ihrer Wohnung, 1912 aber ließen sie dann ein vom Architekten Walther Baedeker neu errichtetes Haus in Blankenese erstellen, das heute noch als Dehmel-Haus existiert, und das sie zu einem Gesamtkunstwerk ausgestalteten. Das Dehmel-Haus gehört heute der Stadt Hamburg und enthält circa 40.000 Archivalien.

Ida Dehmel engagierte sich ferner als Frauenrechtlerin, und sie gründete nicht nur den Frauenbund zur Förderung Deutscher Bildender Kunst sondern auch  die GEDOK (ursprünglicher Name "Gemeinschaft deutscher und oesterreichischer Künstlerinnen und Kunstfreundinnen); der Verein ist bis heute das älteste und europaweit größte Netzwerk für Künstlerinnen aller Kunstgattungen. 

Sie engagierte sich auch noch in anderen Verbänden und Organisationen, und förderte Künstlerinnen, indem sie Mäzene vermittelt.

Ab 1933 wurde Ida Dehmel als Jüdin ausgegrenzt. Sie musste ihre Ämter niederlegen und durfte nicht mehr publizieren. 1942 beging sie Selbstmord, um der Deportation zu entgehen. 

Einen Einstieg für Recherchen über Ida Dehmel findet man auf Wikipedia



Idas Wunderkammer


Mittwoch, 10. Dezember 2025

BBK-Zwischennutzungsprojekt im DEZ in der zweiten Runde

BBK Zwischennutzungsprojekt "Kunstraum im DEZ", 9.12.2025

Regensburg, 10.12.2025

Das BBK-Zwischennutzungsprojekt "Kunstraum im DEZ" startete letzte Woche und kommt bei Besuchern sehr gut an, wie ich beim gestrigen Besuch erfahren durfte. Zufälligerweise anwesend war auch Herr Zink, der Leiter des Donaueinkaufszentrums, sowie die Künstlerinnen Sabine Ortner und Julia Knorr. Frau Knorr ist nicht nur in dieser Woche Mitausstellerin, sondern organisiert auch das ganze Projekt für die BBK. Im Laufe des Gesprächs traf auch Frau Doris Ranftl ein, die ihren Arbeitsplatz auf den abendlichen Workshop aufbaute. 

Diese Woche, also Mo 8.12. bis Sa 13.12.25, stellen aus: Claudia Burgmayer-Papagno, Franziska Gietl, Korbinian Huber, Sabine Ortner und Julia Knorr. 

Über das Projekt:

Wer meine Ankündigung nicht gelesen hat, hier nochmals die Hintergrundinformation über dieses Projekt, das nur bis Ende Februar läuft:

Der Berufsverband Bildender Künstlerinnen und KünstlerNiederbayern/Oberpfalz übernimmt vom 1.12.25 bis 28.2.2026 temporär eine leerstehende Verkaufsfläche im Donau-Einkaufszentrum - und zwar beim Haupteingang West (Ärztehaus) gegenüber dem dm-Markt.

Über 40 Künstlerinnen und Künstler des Berufsverbandes können dort ein vielfältiges Programm aus Atelier, Ausstellung und Aktion präsentieren. Das Programm wird durch Workshops (z. B. Cyanotypie), Malkurse, Ausstellungen, Aktionen und Verkaufsmöglichkeiten ergänzt. Das Projekt wird unterstützt durch die Vereinigung der Kaufleute im DEZ, die Stadt Regensburg und das Kulturjournal.


Julia Knorr, Sabine Ortner und Thomas Zink (Geschäftsführer DEZ)

 

Samstag, 5. April 2025

Galerie Art Affair hat erweitert

Das war ein feiner Schachzug. Die Galerie Art Affair hatte im November 2024 die gegenüberliegenden Räume in der Waaggasse gemietet und somit die Ausstellungsfläche deutlich erweitert. In diesen Räumen war ein Jahr lang eine so genannte Iris-Galerie, die dann an diesem Standort aufgab.

Das ist zunächst gut für die Art-Affair Galerie. Diese wird von Karl-Friedrich Krause und seinem Sohn Christopher Lüttgens betrieben. In den neuen Räumen können sie ganzjährig die Werke von exklusiven Künstlern wie Markus Lüptertz oder Willi Siber ausstellen, während in den gegenüberliegenden alten Räumen das wechselnde Ausstellungsprogramm betrieben wird.

Das ist aber auch gut für die Kunstinteressierten in Regensburg, denn wir können somit langfristig hochkarätige Kunst und großformatige Bilder bewundern - was in einem relativ kleinen Ort wie unseren nicht so selbstverständlich ist.



Waaggasse, Richtung Kohlenmarkt;
links die Haupträume der Galerie Art Affair, rechts gegenüber die neuen Räume

Die neuen Räume enthalten aktuell überwiegend Werke von Markus Lüpertz

Donnerstag, 6. März 2025

Das Ende der Galerie Hammer in Regensburg






Die Galerie Hammer gibt es nicht mehr. Sie war eine der ältesten Galerien in Regensburg. Von 1990 bis Januar 2025 fand man sie in dem Durchgang zwischen Unterer Bachgasse und Haidplatz.

Die Räume sind bereits leer. Anfang Februar 2025 war der Auszug. Der Mietvertrag mit der Stadtbau wurde beendet. 

Im letzten Jahr starb Frau Pilar Hammer, und ebenfalls im letzten Jahr erlitt Herr Ludwig Hammer einen Schlaganfall.

Die drei Söhne haben sich nun schweren Herzens dazu entschieden, die Galerie aufzugeben.
Ludwig Hammer und seine Frau Pilar, Keramikkünstlerin, zogen in den 80er Jahren von Weiden nach Regensburg und hatten sich zuerst in Wollwirkergasse niedergelassen.  Ab 1990 wurde  dann der Durchgang bei der Unteren Bachgasse als Keramikwerkstatt und Kunstgalerie ihr neues  Zuhause.






Galerie Hammer am Galerienabend 2019




Die Galerie Hammer war zum Zeitpunkt ihrer Schließung die dienstälteste Galerie in Regensburg. 

Sie hatte sogar einen zusätzlichen Raum in der Brückstraße, gegenüber dem Buchgeschäft. Die Hauptgalerie ist aber versteckt in der Passage zwischen Unterer Bachgasse und "Vor der Grieb". Ganz klarer Schwerpunkt ist die Vermarktung der Arbeiten von Helene Beauvoir, der Schwester von Simone de Beauvoir. In einem Abschnitt in Wikipedia zu Helene de Beauvoir heißt es:
Besonders hervorzuheben ist ihre Beziehung zu dem Galeristen Ludwig Hammer, den sie 1970 auf der Schifffahrt von Yokohama nach Russland kennenlernte. Eine lebenslang anhaltende Freundschaft entstand. „C´est au cours de ce voyage que je rencontrai Ludwig Hammer qui m´organisa différentes expositions à l’étranger. Un ami très cher.“ S. 248, Souvenirs, Hélène de Beauvoir[1]. 
Heute befindet sich in der Galerie Hammer in Regensburg ein beachtlicher Teil ihrer mehr als 3000 farbenprächtigen und ausdrucksstarken Werke. Der Nachlass wird in der Staatlichen Bibliothek Regensburg aufbewahrt.

Bei meiner Reportage über die Geschichte Regensburger Galerien (Dez 2016) versuchte ich, das Eröffnungsjahr der Galerie herausfinden. Das gelang mir zunächst nicht - weder über die Webseite, das Internet im allgemeinen oder frühere Galerienführer. Ich fragte dann direkt beim Galeristen an und erhielt folgende interessante Anwort:
Meine Galerie hat ihren Anfang in Weiden schon vor 1960 als Malerei Galerie Hammer. Das war die erste ! in der Oberpfalz ? Seit 1988 sind wir in Regensburg. Zuerst in der Wollwirkergasse ein kleines Fenster, dann ab 1990 in der Unteren Bachgasse 6.

Samstag, 14. Dezember 2024

Fritz Koenig zum 100. Geburtstag - Vortrag am 18.12.2024


FRITZ KOENIG ZUM 100. GEBURTSTAG
Werke im öffentlichen Raum - auch in Regensburg
Vortrag von Dr. Stefanje Weinmayr

18.12.2024, 19 Uhr


Ort: Regensburg, Runtingerhaus, Keplerstraße 1, Großer Runtingersaal


Am 24. Juni 2024 wäre der Bildhauer Fritz Koenig, einer der bedeutendsten Protagonisten der Skulptur der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts, 100 Jahre alt geworden. 

Seine Skulpturen prägen den öffentlichen Raum vieler Städte auf der ganzen Welt, von New York bis Yokohama, von Dakar bis London. 

Auch in Regensburg gibt es Werke von seiner Hand: Die „Große Säulenkaryatide R“ von 1966/1968 auf dem Grundstein der Universität Regensburg und den Albrecht-Altdorfer-Brunnen (1981/1982) unweit des Domes St. Peter.Eintritt frei. 


Ansonsten kann man viele seiner faszinierenden Werke kostenlos auf "bavarikon.de" ansehen.

Der Vortrag ist ein Angebot des Historischen Vereins Oberpfalz und Regensburg (HVOR) in Zusammenarbeit mit dem Heimatpfleger der Stadt Regensburg.


Fritz Koenig; 1924-2017
Bayer. Staatsbibliothek, CCO

Samstag, 5. Oktober 2024

Tage der offenen Ateliers im Oktober 2024

Die Tage der offenen Ateliers stehen wieder an. Wie immer, getrennte nach Regensburg und Landkreis bzw. Oberpfalz. 
  • Am 13.10. 24 öffnen BBK-Mitglieder ihre Ateliers im Stadtgebiet Regensburg, und
  • am 20.10. 24 gibt es die offenen Ateliers im Landkreis Regensburg und in der Oberpfalz

Und eigentlich gibt es da noch den "Tag der offenen Kunstwerkstatt" in Niederbayern - und zwar morgen, am 6. Oktober 2024. Veranstalter ist da aber nicht der BBK, sondern der Bezirk Niederbayern. Und als Regensburger muss man natürlich ein bisschen fahren.


Hier das Programm des BBK für Regensburg und Oberpfalz:



Dienstag, 17. September 2024

Neue Galerie am Watmarkt - Panta Rhei

Eine neue Kunstgalerie kommt in Regensburg. Die "Gallery Panta Rhei" eröffnet ihre Räume am Watmarkt 4. Im Fokus sollen deutsche und amerikanische Künstler stehen.


Betreiber sind Prof. Dr. Bernhard Rauch und Jordana Rae Gassner, beide selbst Künstler. Aktuell werden - gemäß Webseite - Bilder von den beiden Betreibern und von Aleksandra Piasecka zu sehen sein.



Die offizielle Eröffnungsfeier findet am

Freitag, den 20. September, ab 17:00 Uhr

Freitag, 26. Juli 2024

KinderKulturFest der „1000 Formen“ ab 27.07.2024 im M26

vom 27.07. - 11.08.2024 gibt es im M26 für interessierte Eltern das


KinderKulturFest der „1000 Formen“

 "M26", Maximilianstraße 26

Drei farbenfrohe und vielförmige Installationen französischer Künstlerinnen und Künstler laden im Rahmen des KinderKulturFests der „1000 Formen“ im M26 (Maximilianstraße 26) zum Entdecken von Formen, Farben und Figuren ein. 

Die interaktive Ausstellung ist speziell für Kinder von 0 bis 6 Jahren konzipiert und steht im Zeichen der künstlerischen Früherziehung und kulturellen Sensibilisierung von Kleinkindern.

Für ältere Kinder bis 12 Jahre gibt es donnerstags bis sonntags ein begleitendes Angebot von Studierenden der Bildenden Kunst und Kunstvermittlung. 

Der Eintritt ist frei.


Wann:
27.07. - 11.08.2024
Mo 09:30 - 12:30 Uhr, Di 09:30 - 12:30 Uhr, Mi 09:30 - 12:30 Uhr, Do 09:30 - 12:30 Uhr, Fr 09:30 - 12:30 Uhr, Sa 09:30 - 12:30 Uhr, So 09:30 - 12:30 Uhr


Ort:
M 26 - Zwischennutzungsprojekt
Maximilianstraße 26
93047 Regensburg

Veranstalter ist das Kulturamt Regensburg

Donnerstag, 18. Juli 2024

Rena Mayer erhält ersten Preis bei der Jahresausstellung des Kunstverein Erding

Welch schöne Überraschung für die Regensburger Bildhauerin Rena Mayer: bei der Jahresausstellung des Kunstvereins Erding stellte sich bei der Vernissage heraus, dass sie den ersten Preis erhalten hatte. Und zwar mit der Holzskulptur "Keep distance!". 

Für die Jahresausstellung des Kunstvereins Erding haben in diesem Jahr besonders viele Künstlerinnen und Künstler Arbeiten eingereicht. Das Motto  war "Der Mensch ist dem Menschen ...“  Die Jahresausstellung ist  eine bayernweit offene Kunstschau und  prämiert auch die besten Werke des Jahres.

Bei der Vernissage vergab man die vom Landkreis Erding und der Sparkasse Erding-Dorfen gestifteten Kunstpreise. Ohne dass die Künstler davon wussten, hatte eine unabhängige Jury  drei Arbeiten für den ersten, zweiten und dritten Preis ausgewählt.

Der erste Preis ging an Rena Mayer. der zweite Preis an Stefan Duttenhofer aus Poing für seine Videoarbeit „Bewegung erster und zweiter Ordnung“ und der dritte Preis an Yuxin Yang für das Aquarell „Here’s Looking at You, Kid“.


Die Ausstellung im Frauenkircherl am Schrannenplatz gibt es noch bis zum 21. Juli 2024
Homepage der Künstlerin: https://www.rena-mayer.de/


Keep Distance!, von Rena Mayer




Freitag, 12. Juli 2024

Brückenfest in Kallmünz - 13. und 14. Juli 2024

Aber morgen und übermorgen ist es wieder soweit.  Alle drei Jahre sollte es dieses Brückenfest geben, und wegen Corona wurden es diesmal sechs Jahre.

Ich gebe hier den Text aus der Homepage des Vereins "Kultureck Kallmünz e.V." wieder:


Brückenfest 
am 13. und 14. Juli 2024
KulturEck Kallmünz. e. V.


Brückenfest 24 - lang erwartet und legendär.

Drei Bühnen - Kunsthandwerkermarkt - Kulturpfad

Samstag: ab 15:00 Eröffnung am Marktplatz
Sonntag: ab 10 Uhr Heilige Messe auf der Bühne, ab 11 Uh Festbetrieb

Schirmherr: 1. Bürgermeister, Martin Schmid

Kulinarik: Sie werden bestens versorgt von den  Partnervereinen und professionellen Caterern.


Montag, 4. Dezember 2023

Bericht von der Kulturpreisverleihung 2023 im marinaforum




Am Abend des 15. November 2023 verlieh die Stadt Regensburg im vollbesetzten Sall des marinaforum den Kulturpreis sowie drei Kulturförderpreise. Im Anschluss gab es den traditionellen Empfang, der Gelegenheit gab, Kontakte zu pflegen und Kontakte zu erweitern.

Sowohl Stadtrat als auch Stadtverwaltung darf man für diese Veranstaltung loben. Den Stadtrat für die gelungene Auswahl der Preisträger, die Stadt wegen der gelungenen Veranstaltung. Auch wenn der Vortragsteil fast drei Stunden dauerte, waren diese kurzweilig. Launige Laudationes, interessante Videos, gute Musikeinlagen und der Ausschnitt aus einem Theaterstück, das die Theatergruppe St. Anton derzeit aufführt. Die Theatergruppe ist eine der Preisträge an diesem Abend. 

Zwischendurch gab es Musikbeiträge von Riva Leon und Lisa Fischer.

Die Preisträger wurden im Juli vom Stadtrat beschlossen, die Verleihung selbst fand an diesem Abend statt.

Der Kulturpreis ging an:

  • Peter Engel (Laudatio: Toni Schmid)

Kulturförderpreise gingen an:

  • Barbara Muhr (Laudatio: Anne Wiegand)
  • Transit Filmfest (Laudatio: Dr. Herbert Schwaab)
  • Theatergruppe St. Anton e.V. (Laudatio: Andreas Meixner)

Der Abend wurde moderiert von Daniela Schuster; nach einleitenden Ansprachen von Kulturreferent Wolfgang Dersch und OB Maltz-Schwarzfischer gab es Musikeinlagen und die Preisverleihungen.

Wie es der Tradition entspricht durfte jeder Preisträger sich einen Laudator aussuchen, und deren Reden waren durchwegs unterhaltsam und informativ. Zum Kulturpreisträger Peter Engel gab es außerdem einen Kurzfilm von Stefan  Effenhauser, der Engel durch sein Atelier folgte. Peter Engel dürfte mit 54 Jahren eine der jüngsten Kulturpreisträger sein.  Er ist dem Laien durch seine Wimmelbücher, dem Fachmann durch seine langjährige Tätigkeit als Theatermaler bekannt. (Statt Webseite: Kulturdatenbankeintrag

Die Theatergruppe St. Anton unter der Leitung von Stephan Roggenbuck erhielt eine enthusiastische Laudatio von Meixner. Die Gruppe hat über 70 aktive Mitgliedern bestehende Theatergruppe und existiert gut 40 Jahre. Webseite: https://www.theatergruppe.net/

Die in Straubing geborene Barbara Muhr ist bildende Künstlerin und seit 2016 als freie Künstlerin tätig. Einigen Beobachtern der Kunstszene dürfte sie aus ihrer Zeit im Andreasstadel bekannt sein; mittlerweile arbeitet sie in zwei Ateliers in Regensburg und Straubing.  Die  Moderatorin inszenierte auf der Bühne ein Interview mit der Künstlerin. Barbara Muhr war zeitweise wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Kunstgeschichte und ist seit 2023 freiberufliche Mitarbeiterin der Kunstsammlungen des Bistums Regensburg. Webseite: https://barbaramuhr.jimdofree.com

Das "Transit Filmfest" macht seit 15 Jahren zukunftsweisendes Kino. Ursprünglicher Name war "Heimspiel", die Umbenennung erfolgte 2019. Die Gruppe besteht aus einem ehrenamtlichen Team aus Studierenden und Medienwissenschaftlen, das in enger Zusammenarbeit mit dem Lehrstuhl für Medienwissenschaft der Universität Regensburg jedes Jahr ein mehrtägiges Filmfestival in den Regensburger Altstadtkinos organisiert. „30 junge Leute arbeiten ein Jahr daran, dass in drei Kinos zehn Filme pro Tag zu sehen sind“, erzählte derLaudator. Sie holen Gäste aus aller Welt , in diesem Jahr waren es an die 4000 Besucher - Festivalleiterin ist Chrissy Grundl; Laudator Dr. Schwaab von der Universität hat die Gruppe über die Jahre hinweg unterstützt. Beide wiesen darauf hin, dass der extreme Einsatz bisher ehrenamtlich erfolgte, und es Zeit wäre, daran etwas zu ändern. Webseite: https://www.transit-filmfest.de/


Weitere Details über die Künstler findet ihr in der offiziellen Mitteilung der Stadt Regensburg über diesen Abend (nach den Bildern)

Gertrud Maltz-Schwarzfischer

 

Sonntag, 1. Oktober 2023

Kunstwochenende von drei Regensburger Kunstvereinen: 11. bis 15.10.2023

Ein interessantes Projekt von drei Regensburger Institutionen führt zu einem langen Kunstwochenende, das letztlich schon an einem Mittwoch Abend beginnt:

Motto: KunstVereint
Kunstwochenende am Schwanenplatz 4.
11. bis zum 15. Oktober 2023
Eröffnung: Mittwoch 11.10.23 um 19 Uhr


Es handelt sich um eine Gemeinschaftsaktion von:

  • dem Kunst- und Gewerbevereins:
  • Neuer Kunstverein 
  • Förderverein des Kunstforums Ostdeutsche Galerie 

 

Die Aktion besteht: erstens aus einer Verkaufsausstellung von Jahresgaben der drei Vereine. Zweitens erhofft man sich einen regen Austausch zwischen Kunstliebhabern, Kunstförderern und Künstlerinnen und Künstlern. Und drittens soll es eine etwas andere Plattform sein, auf der die Entwicklung des künstlerischen Schaffens in summa zu sehen und zu genießen sei.

Die Eröffnung findet am 11. Oktober 2023 um 19 Uhr in den Räumlichkeiten des Neuen Kunstvereins am Schwanenplatz 4 statt.

Die Vorstände und die ausstellenden Künstlerinnen und Künstler sind anwesend. Donnerstag bis Sonntag gehen die Veranstaltungen wie Künstlergespräche, musikalische Darbietungen etc. von 14 bis 19 Uhr weiter. Aktuelle Informationen hierzu finden sich auf den Kanälen der drei Vereine auf Facebook und Instagram.

Podiumsdiskussion am 5.10.2023 um 19:30

Bereits am 5. Oktober 2023 findet im PresseClub Regensburg, bei uns im Hause im ersten Stock rechts um 19:30 Uhr eine Podiumsdiskussion statt. 

Das Thema: Kunstgenuss in die Gesellschaft hineintragen. 

Hierzu diskutieren Dr. Kirsten Remky, 1. Vorsitzende der Freunde und Förderer des Kunstforums Ostdeutsche Galerie, Renate Haimerl Brosch, 1. Vorsitzende des Neuen Kunstvereins und Tony Kobler, 3. Vorsitzender und Sprecher des Ausstellungsausschusses des Kunst- und Gewerbevereins, über die Aktivitäten ihrer Vereine, ihre Zielsetzungen, Herausforderungen, Erfolge und auch über die Frage, wie attraktiv Kunstvereine heute noch sind oder wieder werden. 

Den Abend moderiert Dr. Antonia Kienberger. Der Eintritt ist frei!

Erste Einblicke zur Ausstellung finden Sie auf der Website: www.kunst-und-gewerbeverein.de

Dienstag, 1. August 2023

Lindinger und Schmid verabschieden die Kunstzeitung


Gabriele Lindinger und Karlheinz Schmid - "Lindinger und Schmid" - beenden die Herausgabe der KUNSTZEITUNG, die seit 1996 bundesweit und auch in anderen Ländern auslag. 

Die Ausgabe mit der Nummer 306 für Juni Juli 2023 wird die letzte sein schreiben Sie. In ihrem Beitrag mit dem Titel "Diese Kunst Zeitung ist die letzte Ausgabe - unwiderruflich." 

Was bleiben wird ist der brancheninterne Informationsdienst "KUNST" (schon 1991 gegründet, also fünf Jahre vor der Kunstzeitung) und das Unternehmen "Lindinger & Schmid GbR" als Beratungsunternehmen in Berlin.

Die Einstellung der Kunstzeitung fand bundesweit in starkes Echo in vielen Medien.  Sogar in Luxemburg, wo die Zeitung offenbar auch in den Galerien auslag, erschien ein ausführlicher und bedauernder Artikel im dortigen "Tagblatt". Die von L&S vorgebrachten Gründe für die Einstellung werden viel beachtet und diskutiert - denn sie haben mit der Branchenentwicklung zu tun. 

Ich persönlich habe die Zeitung gern gelesen, vorzugsweise im Palletti, wo die Zeitung bis zum Schluss auslag.

Die Kunstzeitung

Die Zeitung startete 1996, als Wohnort und Verlagsort noch Regensburg war - das Verlegerehepaar zog erst 2013 mitsamt Verlag nach Berlin, dort in 1200 qm große Räume. Vorher schon hatte das Paar ein Büro in Berlin angemietet (2003/2004).

Die Zeitung enthält nicht nur Veranstaltungshinweise, sondern Kritiken, harte Nachrichten und Randbetrachtungen zum internationalen Kunstbetrieb. Ein Netz von mehreren Dutzend freien Mitarbeitern schrieb für die Zeitung. Offenbar wurde der kritische Ton nicht immer vom Kunstbetrieb geschätzt und führte möglicherweise zur Umsatzflaute nach der Pandemie - worauf ich später noch näher eingehen werde.

Die Zeitung wurde kostenlos in Museen Kunstvereinen, Galerien, Universitäten und Buchhandlungen verteilt - insgesamt 1.900 Stationen. Gemäß Impressum beträgt die Auflage 200.000 Exemplare. Die Verteilung erfolgte im gesamten deutschsprachigen Raum. Im Jahr 2013 (? zu verifizieren) zog das Verlegerehepaar nach Berlin um.

In den 20 Jahren davor haben die Herausgeber  in Regensburg gewirkt, und zwar sowohl mit einer Galerie und mit diversen Veranstaltungen als auch mit dem schon genannten Branchenblatt "Kunst".

Das Ende der Kunstzeitung

"Wir wollen nicht mehr, wir steigen aus". Das sei eine wohlüberlegte Entscheidung und keine spontane Notiz.  

Die Gründe findet man sowohl in einem Beitrag in der letzten Ausgabe als auch auf ihrer Homepage. Zusammen genommen ergeben sich zwei Hauptgründe, die wiederum eine gemeinsame Quelle haben, nämlich den Einbruch der Anzeigeneinnahmen im Rahmen der Pandemie.

  • Die Einnahmen haben sich nach der Pandemie nicht genügend erholt, so dass der Verlag im Minus arbeitet und die Verleger jeden Monat privates Geld drauf legen müssen. Sie machen dafür aber nicht nur die allgemeine Entwicklung verantwortlich (unter anderem eine oberflächlichere Einstellung der Kunstmuseen zum Thema Werbung und Kunstvermittlung), sondern deuten auch an, dass sich ihre jahrelange kritische Berichterstattung über die Kunstbranche rächt. Angeblich wurde der Verlag im Laufe der Jahre immer öfter um günstigere Berichterstattung gebeten, wenn man Anzeigen schalte. Etwas, dem sich der Verlag nie beugen wollte

  • Keine Corona-Hilfen: während beispielsweise der private Hörfunk 20 Millionen Zuschuss für coronabedingten Einnahmeausfall bekam, erhielt der Verlag entgegen ihrem Antrag keinen Cent aus dem „Neustart-Etat der Kulturstaatsministerin“ - mit offenbar fragwürdigen Argumenten. Das hat die Verleger deutlich verärgert und offenbar das Fass zum Überlaufen gebracht.

Samstag, 24. Juni 2023

Abschlussveranstaltung KunstvereinGRAZ in der Bachgasse - 24.06.2023

Fotos von der Abschlussveranstaltung, mit der der KunstvereinGRAZ e.V. von seinen Räumen in der Bachgasse Abschied nahm.


Mittwoch, 21. Juni 2023

Geschichte des KunstvereinGRAZ - 2003 bis 2023 (mit Update 2024)

Anlässlich der Abschlussveranstaltung im KunstvereinGRAZ am 24.06.2023 möchte ich einen Rückblick auf die bisherige  Geschichte des Vereins verfassen. Denn soweit ich das erkennen kann, ist das nirgendwo umfassend dokumentiert.

Da auf der Vereinsseite der informative Aufsatz von Gerd Burger nicht mehr existiert, musste ich erst mühsam in meinen alten Artikeln recherchieren.  Viel  Material, das ich im Laufe der Jahre gesammelt hatte,  ist verloren gegangen, Links zu informativen Artikel sind mittlerweile tot. Meine Rettung waren die archivierten Website-Abbildungen auf der "wayback-machine" von archive.org, wo ich die Webseite des Vereins bis zurück zum Jahr 2003 verfolgen konnte.

Überblick:

Die Gruppe formierte sich im Jahre 2002 und wurde gemäß früheren Selbstdarstellungen im Jahre 2003 als nicht eingetragener Verein gegründet. Im Jahre 2008 wurde der Verein zum eingetragenen Verein.  Schreibweise: "KunstvereinGRAZ e.V." ohne Leerzeichen. Eine hervorragend designte Webseite unter der domain www.kunstvereingraz.de gab es spätestens ab 2003.

1. Domizil: 2002 bis März 2008, ein ehemaliges Bahnhäuschen neben der Ladehofstraße
2. Domizil: September 2008 bis August 2018, Schäffnerstraße 21, ehemalige Schlosserei Steidl
3. Domizil: August 2021 bis Juni 2023: Obere Bachgasse

Gründungsmitglieder 2003 waren:
  • Gisela Bender
  • Jürgen Huber
  • Stefan Göhler
  • Trude Donauer
  • Wolfgang Grimm
  • Christian Havlicek
  • Gerd Burger
  • Barbara Krohn
  • Gebrüder Teichmann
  • Wolfgang Reuther
  • Martin Haigis = BeigeGc
Liste der Vorstände ab e.V.-Gründung 2008:
  • Jürgen Huber, 2008 - 2010
  • Renate Christin 2010 - 2015
  • Albert Plank 2015 - 2019
  • Jörg Haala 2019 bis heute


1. Domizil: Ladehofstraße

Im Sommer 2002 taten sich vier Maler zusammen, renovierten das ca. 600 qm große ehemalige Zugleiterhaus im Gleisgelände des ehemaligen Verladebahnhof nahe der Ladehofstraße, richteten Ateliers und einen Veranstaltungsraum ein und riefen einen freien Kunstverein ins Leben. Das waren Stefan Göler, Wolfgang Grimm, Christian Havlicek und Jürgen Huber.

Der Name des Kunstvereins kommt daher, dass neben dem ersten Gebäude ein Hinweisschild mit der Aufschrift GRAZ stand. Dieses Schild zeigte den ausfahrenden Zügen die Gleisrichtung an. Der Verein hatte also nie etwas mit der Stadt Graz zu tun. Aber bis heute muss ich verwirrten Bekannten erklären, dass der Kunstverein GRAZ ein Regensburger Künstlerverein ist.


Die Geburtsstätte  des Kunstverein GRAZ, leerstehend seit 2008, fotografiert am 19.10.2013
 


Google-Earth-Screenshot 2004

Montag, 19. Juni 2023

GRAZ Abschlussveranstaltung in der Bachgasse - 24.06.2023

Die Finissage zur aktuellen Ausstellung im GRAZ ist auch gleichzeitig als Abschlussveranstaltung des Vereins geplant. Denn der Kunstverein muss wieder mal sein Domizil verlassen und somit ist das die letzte Aktion in der gegenwärtigen Adresse.

Der Veranstaltungstitel "Der große Rausflug - Der KunstvereinGRAZ landet wieder auf der Straße" ist etwas missverständlich. Die Räume in der Oberen Bachgasse waren nämlich im Rahmen einer Zwischennutzung nur befristet gemietet. Danach soll das Haus renoviert werden. Das Ende war also vorprogrammiert. Jedenfalls feiert der Verein diesen letzten Aktionstag mit Musik und Textbeiträgen von Regensburger Künstlern und Künstlerinnen.

Neue Räume sind  noch nicht gefunden.


Der große Rausflug
Abschlussveranstaltung des KunstvereinGRAZ
(gleichzeitig Finissage zur Ausstellung
PECHUNDSCHWEFEL von Barbara Muhr / Lena Schabus / Sofia Seidl)


Samstag, den 24.06.2023 ab 17.30

17:30 Beginn
17:45 Rede Vincent Pollak (2. Vorsitzender)
18:00 Autor*innenkollektiv Salamander (Lesung)
18:20 Lena Krebs (spoken word)
18:40 Štekdozna (live music)
19:30 CM4K (live electronic music)
21:00 Roland Holzer (live electronic music)


KunstvereinGRAZ in der Oberen Bachgasse (Foto aus 2022)



Donnerstag, 9. März 2023

Matinee zum Thema "Warum Kunst"


MATINEE "WARUM KUNST"
Mit Dr. Dr. Rainer Erlinger
am Sonntag, 2. April, 11 Uhr
im Kunstpartner-Schaulager, Adlmannstein


Sonntag, 2. April um 11 Uhr; 

Eintritt: 12€

Bitte anmelden: info@kunstpartner.eu oder Tel: 0175 360 91 09

Thema: Wozu braucht es Kunst und was ist Kunst eigentlich?

Warum Kunst machen - warum Kunst betrachten – warum Kunst zeigen – warum Kunst sammeln, usw. Diese umfassende Thematik wird Dr. Dr. Rainer Erlinger (Mediziner und Jurist)  bei der Auftaktveranstaltung im KUNSTPARTNER Schaulager umkreisen/anreißen. 

Bislang publizierte er vor allem auf dem Gebiet der Ethik. Sie erinnern sich noch an die wöchentliche „Gewissensfrage“ im  SZ-Magazin? Dabei ging es um Höflichkeit,  Lächeln, Liebe – eine gute Basis, da Kunst ja u.a. als Kommunikationsmöglichkeit erlebt wird, als „Ausdruck der Wertschätzung menschlicher Vorstellungen und Ideen, als Voraussetzung gemeinschaftlichen Lebens“. Kunst sei „Quelle des Vergnügens, Freiraum für Fragestellungen, Experimentierfeld, Synonym für Erneuerung und  Austausch . . .“, heißt es in einer lesenswerten Publikation des Baseler Kunstmuseums Fondation Beyeler. 

Die Matinee ist als Auftaktveranstaltung gedacht, der in loser Folge weitere Gespräche folgen werden: über Kunstkritik, über das Sehen, über professionelle und dilettantische Kunst - ein weites Feld, das immer wieder beackert werden will.


KUNSTPARTNER GbR 
Wilma Rapf-Karikari und Ingo Kübler
Altenthanner Straße 1
93170 Adlmannstein

Sonntag, 5. Februar 2023

Faszinierende Vielfalt und meditatives Betrachten - "Unter Bäumen" im KuG

Im Kunst- und Gewerbeverein gibt es noch bis 19. Februar die Ausstellung "Unter Bäumen"




Ich war schon vier mal dort. Und ich werde mit Sicherheit noch öfters reinschauen. Jedesmal, wenn ich in der Stadt bin und etwas Zeit übrig habe. 

Und ich weiß im voraus, ich werde jedesmal länger als geplant verweilen. Ich werde - nach meinem obligatorischen Blick in den Baumstamm mit dem Titel "Wirbel" - mich vor die riesigen Grafiken stellen und ausschnittweise Details betrachten. Ich werde wiederholt die jeweils verwendete Technik studieren, werde bewundern, dass man mit diesen verwirrenden Details auf drei Meter Entfernung die Illusion eines Fotos erzeugen kann. Ich werde mich über die vielfältige Makro-Struktur von Spanplatten wundern, die eigentlich für sich schon eine künstlerische Darstellung wert wäre und erst durch das Hell-Dunkel-Spiel hervorkommt (ein Nebeneffekt, der vom Künstler anfangs sicher nicht gewollt war). 

Aber vor allem weiß ich, dass ich während dieser Betrachtungen in einen meditativen Zustand verfalle. Diese Bilder werden nicht langweilig, wenn man sich Zeit nimmt.

Wenn mich jemand fragt, was in der Ausstellung dieser beiden Künstler zu sehen ist: Grafiken und Holzskulpturen. Grafiken in verschiedenster Technik - Radierungen aller Art, Aquatinta-Druck, Faserstifte oder Kohle-Asche-Lehm auf Papier. Und Holzskulpturen von Georg Thumbach, bei denen das Innere von Baumstämmen herausgearbeitet wird. Und als Zwischending zwischen Grafiken und Skulpturen gibt es noch bearbeitete Spanplatten, die wie Fotos wirken. Dazu später.

Das Ausstellungs-Thema ist "Unter Bäumen", also stellen die Holzspkultpuren keine Menschen dar, sondern anatomisch zerlegte Bäume, und die Grafiken zeigen Geflechte von Ästen, Zweigen, Wiesenflächen, oder das Lichtspiel auf Waldlichtungen.

Montag, 23. Januar 2023

Projekt C26

Ein Projekt der Mediengestalter bei den Eckert-Schulen Regenstauf führte zu einer kleinen, zweitätigen Ausstellung in den Räumen "La Terazza" am 19. und 20. Januar. Ausstellungstitel lautete Projekt C26, die Künstler waren Denis Lang, Rudi Hidlmajer und Heinrich Brunner. 

Da meine Kollegen schon am ersten Tag von den Bildern schwärmten, ging ich in einer Pause rüber in "Schule 2" und sah mir die  - sehenswerten - Werke an. Dabei lernte ich auch den Dozenten-Kollegen Heinrich Brunner kennen, einer der drei ausstellenden Künstler und Fachlehrer für Mediengestaltung. Er betreibt in Riedenburg auch eine Galerie, die aber nur im Sommer geöffnet ist. Er steuerte für diese Ausstellung äußerst faszinierende Bildmontagen bei, in denen er eigene Fotos verarbeitet. Soweit er  Bilder aus dem Raum Regensburg verarbeitete, entstanden Fantasiegebilde, die mich begeisterten. 

Leider sind die aktuellen Bilder noch nicht auf seinem instagram-Kanal, er meinte aber, er werde sie nach und nach dort einstellen.


Erika Dani (Leiterin Mediengestalter), rechts: Heinrich Brunner,
einer der drei ausstellenden Künstler