Regensburger Tagebuch

Notizen von der nördlichsten Stadt Italiens

Freitag, 20. Mai 2022

Jazz im Juni 2022 - Regensburger Jazzclub

  

Do  02.06.2022  20.00    Ivan Audes Trio                                                                 Jazzclub im Leeren Beutel

                                    Modern Jazz • Koop.: Sudetendeutsches Musikinstitut

 

Mo 06.06.2022  20.00    Session im Leeren Beutel                                                  Jazzclub im Leeren Beutel

                                    Sessionleiter: Frank Wittich

 

So  12.06.2022  20.00    Re: Calamari                                                                      Jazzclub im Leeren Beutel

                                    Modern Creative Jazzrock aus Köln und Berlin

 

Fr   24.06.2022  20.00    Lukas Langguth Trio                                                         Jazzclub im Leeren Beutel

                                    Cinematic Jazz

 

Fr   01.07.2022  20:00    Michael Wollny – Christian Brückner                                 Theater am Bismarckplatz

                                    Heinrich Heine: Traumbilder  • Jazz im Theater

 


Einzelheiten:


Sonntag, 15. Mai 2022

Doppelausstellung Dobner/Riepl im artspace Erdel



Katharina Claudia Dobner & Heiner Riepl
Besondere Zeiten. Besondere Bilder.
artspace Erdel
19. Mai - 18. Juni 2022

Eröffnung 19. Mai 19 Uhr


Mit der Ausstellung „Farben Europas“ mit Werken aus Renate Christins großartigen Europa-Projekten startete die Galerie Erdel damals hoffnungsfroh in das neue Jahr:  

"Wir fühlten Aufbruchsstimmung und holten die wunderbare, bereichernde Vielfalt Europas mit Renates Arbeiten in die Galerie.
Jetzt blicken wir mit einer gänzlich anderen Gefühlswelt auf die Ereignisse in Europa."

Besondere Zeiten erfordern besondere Bilder, dachten sich Wolf Erdel und Antonia Kienberger, und entschlossen sich in einer Doppelausstellung zwei Bilderzyklen von zwei Künstlern zu zeigen, mit denen die Galerie seit Jahren zusammenarbeiten: Katharina Claudia Dobner und Heiner Riepl.

Unter dem Titel "Das Große Welttheater: Bilder zur Zeit" präsentiert "artspace erdel"  vom 19. Mai bis 18. Juni 2022 großformatige Arbeiten, die in den Jahren 2017-2021 entstanden sind, also den aktuellen Krisen vorgelagert, die uns in der Zusammenschau aber eine höchst berührende Reflektion zur Gegenwart bieten können.

Die Eröffnung findet am 19. Mai um 19 Uhr im artspace Erdel, Fischmarkt 3 statt. Heiner Riepl ist anwesend. 

  • Die Bühnen- und Kostümbildnerin Katharina Claudia Dobner schuf 2020 das siebenteilige Werk „Purgatorio“, das die sieben Stufen des Läuterungsberges zeigt, die Dante mit seinem Seelengeleiter Vergil in der Divina Commedia durchschreitet. Zu Beginn dieses Aufstiegs ritzt ein Engel Dante sieben P für "peccata"/ Sünde in die Stirn. Sie verschwinden, wenn er durch Erschütterung, Mühe und innerem Trieb zur Heilung und Läuterung gefunden hat.
      
  • Der Maler Heiner Riepl kehrt für die Auseinandersetzung mit dem Thema Krieg nach fast 40 Jahren abstrakter Malerei vorübergehend zur figurativen Malerei zurück. In vier großformatigen Arbeiten aus den Jahren 2017-21 zeigt er, dass zivilisatorische Errungenschaften eher in sich zusammenstürzen als fixe Weltbilder.



Tipp: Fatima Durović im KunstvereinGRAZ

Bilder von Fatima Durovic (links) und Matthias Schlüter (rechts)
in der Ausstellung im KunstvereinGRAZ

Vor ein paar Tagen habe ich mir die Ausstellung im Kunstverein GRAZ mit Bildern von Matthias Schlüter und Fatima Durovic angesehen.

Wie ich schon angekündigt hatte, mag ich die Bilder von Schlüter sehr und ich war neugierig auf die Bilder von Fatima Durovic. Von letzterer (in Deutschland unbekannten) Künstlerin konnte ich nur eines ihrer Bilder auf dem Veranstaltungsflyer sehen, sonst fand ich nichts im Internet über sie.

Das Ergebnis meines Besuchs: ihre großformatigen und irgendwie "leuchtenden" Bilder haben mich hellauf begeistert. Vom Gesamteindruck bis hin zu den Details. Das ist abstrakte Malerei, wie ich sie liebe. 

Vom Verein war der 2. Vorsitzende Vincent Pollack anwesend, und der half mir dann, den Instagram-Kanal zu finden. Offenbar kürzt die Künstlerin dort ihren Namen ab in "Fatima Dur" und "fat dur" - kein Wunder, dass die google-Suche versagte.

Hier ist er, der versteckte Instagram-Kanal: https://www.instagram.com/fat.dur/

Noch besser: seht Euch die Bilder direkt im Kunstverein GRAZ in der Oberen Bachgasse an, denn dort kommen die großformatigen Bilder erst wirklich zur Geltung. 

Allerdings ist die Galerie nicht immer zugänglich: Freitag und Samstag von 17:30 bis 19:30 Uhr sowie nach Vereinbarung

Die Künstlerin hat offenbar in Deutschland noch nicht ausgestellt. Der Kontakt ist durch die Bekanntschaft mit einem Vereinsmitglied entstanden. Man sollte also die seltene Möglichkeit nutzen, ihre Bilder aus der Nähe zu betrachten.

Leider war die Künstlerin bei der Vernissage verhindert, hörte ich. Na wer weiß, vielleicht gibt es eine Finissage? 

Freitag, 13. Mai 2022

Alex Bär im Art Affair - ab 20.05.2022

Die Galerie "Art Affair" bereitet sich auf seine nächste Ausstellung in den Räumen der Altstadt vor:

ALEX BÄR  
Die Magie des Kontrapunkts

VERNISSAGE
20.05.2022 um 19.00h


Es ist die dritte Einzelausstellung des Künstlers Alex Bär im Art Affair

Der Schweizer (*1967) absolvierte sein Studium 1997-2002 bei Prof. Arno Link und seinem damaligen Assistenten Neo Rauch. Inzwischen lehrt auch Alex Bär als Dozent an verschiedenen Akademien.

Die Motive in den Gemälden des Künstlers ergeben sich aus gesellschaftlichen und politischen Sujets, sowie aus der Betrachtung von Menschen, Liebespaaren oder Landschaften. Seine Verbildlichung der Personen und Gegenstände ist figürlich, zeigt aber auch surrealistische Anteile. Reizvoll ist, dass jedes Bild von Blick zu Blick neue Details freigibt und neue Perspektiven ermöglicht. Seine Personen wirken im ersten Moment unförmig, je- doch offenbaren sie schon nach kurzer Zeit eine Form der Leichtigkeit und Zärtlichkeit, die fasziniert.


Dienstag, 10. Mai 2022

Kunstquartier in der Wahlenstraße - Eröffnungswochenende am 14. und 15. Mai 2022

Die Künstlerin Marthe Leithenmayr und die Golschmiedin Susanne Wenzel haben sich zusammen getan und betreiben künftig den Laden in der Wahlenstraße 6 (bisher eine Arbeitsgemeinschaft von Leitzhenmayr und zwei Studenten unter dem Namen "Kunstbüro") mit dem neuen Namen "Kunstquartier". 

Es gibt eine Eröffnungsfeier am 14. und 15. Mai, jeweils ab 11 Uhr, open end.

Weitere Informationen auf der Webseite: kunstquartier-regensburg.de

Kunstquartier
Wahlenstraße 6

Sonntag, 8. Mai 2022

Rauminstallation „Niemands Party“ von Karl Iaro im „neunkubikmeter“

Als ich vor kurzem durch die Pustetpassage wanderte, traf ich den nächsten Künstler beim geleerten Schaufenster "neunkubikmeter". Er erzählte, dass es eine Vernissage am Montag abend gebe.

Ein Blick in die Projektseite der Stadt Regensburg verriet mir mehr über die nächste Runde des "neunkubikmeter"-Fensters. Der Künstler Karl Iaro stattet das Fenster mit der installativen Arbeit „Niemands Party“ aus.

Schaufenster sind normalerweise zur Ausstellung von Objekten da, welche darauf warten, von den Passantinnen und Passanten bemerkt und wahrgenommen zu werden. Diesmal aber entwickelt sich das Schaufenster zu einem Gastgeber eines Festes ohne Gäste. Der Boden des Schaufensters wird mit Konfetti bedeckt, welches in kurzen Abständen immer wieder mit Druckluft hochgeschleudert und durch den Raum gewirbelt wird. Über dem See aus Papierschnipseln und den wiederkehrenden Fontänen dreht sich langsam eine Diskokugel. Die Party verliere damit ihre sinnstiftende Umgebung, heißt es in der Ankündigung, und zurück bleibe nur noch eine leere Hülle, wodurch die philosophische Frage aufgeworfen werde: was fehlt und was bleibt noch, wenn es fehlt?

Karl Iaros Installation ist vom 9. bis zum 29. Mai 2022 in der Pustetpassage zu sehen. Eröffnet wird die Rauminstallation am Montag, den 9. Mai 2022 um 18 Uhr mit einer Vernissage.

Karl Iaro ist studierter Industriedesigner, arbeitet aber bereits seit 2020 als freischaffender Künstler. Seit 2012 beteiligt er sich an Ausstellungen und erarbeitet eigene Projekte. Karl Iaro behandelt in seinen meist installativen Arbeiten philosophische Fragestellungen und setzt sich mit mechanischen Themen auseinander.

Beim Betrachten der Installationen auf seiner Webseite erkenne ich einige Arbeiten wieder, die im letzten Jahr im Zwischennutzungsgelände von PrinzLeoKultur zu sehen waren.

Donnerstag, 5. Mai 2022

Im GRAZ ab 6. Mai - Matthias Schlüter und Fatima Durović

Die nächste  Ausstellung im Kunstverein GRAZ steht an:

Kein Anfang - kein Ende
Fatima Durović und Matthias Schlüter

06.05.2022 bis 28.05.2022
Vernissage am 6. Mai um 19 Uhr

Kunstverein GRAZ, Obere Bachgasse 19

Ausstellung im KunstvereinGRAZ e.V. mit Malerei von Fatima Durović (Novi Pazar, Serbien) und Matthias Schlüter (Dietfurt).

Aus der Ankündigung (Quelle)
Fatima Durović aus Novi Pazar, Serbien, geboren 1980, zeigt mit ihrer Malerei ein Erforschen der inneren Welt mithilfe visueller Elemente und eine Suche nach unendlicher Freiheit. Auf Leinwand und Papier präsentiert sie abstrakte Farbkompositionen in schwer bestimmbaren Formen und schickt die Betrachtenden auf die Suche nach innerer Ressonanz. Die Bildflächen erscheinen wie Ausschnitte aus einem eigenen grenzenlosen Universum. Fatima Durović zeigte ihre Arbeiten in Serbien und Montenegro, 2021 auch in Madrid und Brüssel.

Malerei von Matthias Schlüter ist in Regensburg lange bekannt. Der gebürtige Berliner und bekennende Donaldist zeigt ganz aktuelle Arbeiten, entstanden in den letzten Monaten. Er entwickelte kunstvolle Labyrinthe und Netzstrukturen auf Leinwand und in dem von ihm gern gewählten Leporello-Format. Angeregt vom Thema Wasser entwickelte er verwirrend klare und höchst dynamische Arbeiten. Formen und Objekte lassen sich oft gut erkennen, jedoch scheinen auch hier die Bilder nur einen Ausschnitt aus einem Größeren und Weiteren Raum zu sein.

Die Ausstellung Kein Anfang – kein Ende wird zu sehen sein im KunstvereinGRAZ. 

Eröffnung ist am Freitag, 6.5.2022 um 19 Uhr. Geöffnet ist die Ausstellung jeweils Freitag und Samstag von 17:30 bis 19:30 Uhr sowie nach Vereinbarung.

Fr. 6.Mai bis Sa 28.Mai. KunstvereinGRAZ, Obere Bachgasse 19 

kunstvereinGRAZ.de

Aktionen am 8. und 9.Mai zum Thema Jakobsweg

Ausstellung, Konzert und ein internationaler Studientag_

immer wenn der Jakobustag auf einen Sonntag fällt, findet in Santiago de Compostela ein „Heiliges Jahr“ statt. Das war 2021 der Fall. Wegen der Coronabeschränkungen im letzten Jahr wurde das „Heilige Jahr“ bis 2022 verlängert. 

Diesen Anlass hat die Katholische Erwachsenenbildung (KEB) aufgegriffen und lädt zusammen mit zahlreichen internationalen Partnern am Montag, 9. Mai zu einem Internationalen Studientag zum Thema „Jakobsweg und europäische Identität“ in das Priesterseminar in Regensburg ein. Umrahmt wird der Studientag mit einer Fotoausstellung im Welterbezentrum Regensburg und einem Konzert in der Jakobskirche am 8. Mai 2022.

Bereits am Sonntag, 8. Mai wird eine gleichnamige Fotoausstellung mit Bildern vom Jakobsweg von Prag und Pilsen bis Regensburg im Besucherzentrum Welterbe Regensburg gemeinsam von den Bischöfen von Pilsen und Regensburg um 17 Uhr eröffnet.

 Davor findet um 15.30 Uhr am Sonntag, 8. Mai in der Jakobskirche ein Konzert mit Musik vom Jakobsweg mit der Gruppe „ENTRE dos MARES“ und Jean-Claude Benazet statt. 

Eine Teilnahme am Studientag und an der Eröffnung der Ausstellung ist auch online möglich! 

Im Einzelnen:

Mittwoch, 4. Mai 2022

Neues von Inge Faes

Inge Faes tritt kürzer, hieß es in einem Artikel in der gestrigen Ausgabe der Mittelbayerischen Zeitung. Sie nehme nicht Abschied von der Bühne, aber trete zum letzten Mal im Ensemble auf, also mit Tobias Ostermeier und Matthias Leitner. 

Also habe ich mir gleich mal eine Karte für das aktuelle (und möglicherweise letzte) Gemeinschaftsprogramm reserviert. Das geht mittlerweile ganz bequem über das okticket-System. 

Inge Faes habe ich die ersten Male entweder Ende der 70er oder Anfang der 80er Jahre am Theater an der Uni gesehen. Ich weiß nicht, ob das schon unter der von ihr gegründeten Gruppe "Statt-Theater" oder als Teil von "Theater Companie" war. Wikipedia entnehme ich, dass sie 1978 durch ihr Studium nach Regensburg kam, am Theater an der Uni bekannt wurde und 1980 die Gruppe "Statt-Theater"  zusammen mit Peter Nikisch, Peter Geyer und Wolfgang Köppl gründete. 

http://lh3.ggpht.com/_uzLsIJX7LLU/TTi3ctN8P0I/AAAAAAAAC6w/5G6jpB0S1r4/s640/thomas-wiser-jubilaeum-18.10.09-152.JPG
Inge Faes bei einer Benefizveranstaltung im Jahre 2009 vom Thomas-Wiser-Förderverein
http://www.regensburger-tagebuch.de/2009/10/inge-faes-und-jurgen-wagner.html

Ich habe die Kabarett-Gruppe über die Jahre hinweg mit anhaltender Begeisterung verfolgt - auch wenn ich zugeben muss, dass die unglückliche Lage am anderen Ende der Stadt und die geringe Sitzzahl dazu führte, dass ich nur noch selten Auftritte besuchte - spontane Besuche waren sinnlos, da ausverkauft, und Reservierungen erfordern langfristigere Planungen, was bei mir nicht immer so einfach war. Wenn es allerdings früher ein solches Online-Ticket-Kaufsystem gegeben hätte wie heute, wäre das anders gewesen. 

Zuletzt sah ich sie im DEZ im Juli letzten Jahres ("Wir wollten nur spielen")

Das aktuelle Programm lautet:

Das 43ste Programm des
Kabarett Statt-Theater Rgbg

"Im Abgang blumig"

Termine: siehe https://www.statt-theater.de/index.html


Siehe auch: 





Ausstellung "The mess yet to come" im KuG eröffnet

Die angekündigte Ausstellung "The mess yet to come" wurde am 29.04.2022 im Kunst- und Gewerbeverein eröffnet. Dabei wurde wohl ein wenig improvisiert: im letzten Moment fiel die Entscheidung, die Eröffnungsreden im Treppenhaus zu veranstalten und erst danach die Türen für die Ausstellungsräume (in denen zum Teil eine Performance vorbereitet wurde), zu öffnen. 

Das haben so einige der später ankommenden Besucher nicht verstanden und sind, als sie im EG die Stehenden auf der Treppe sahen, wieder gegangen. Nachdem die Organisatoren später davon erfahren haben, gelobten sie für die Zukunft bessere Kommunikation. Für die Weggehenden war es schade: sie haben eine wirklich interessante Ausstellung verpasst. 

Ich jedenfalls werde nochmals hingehen, und mir einige Räume nochmals in Ruhe ansehen. Denn das eine oder andere muss ich noch mit den Pressetexten in Einklang bringen, außerdem gibt es noch viele Details zu studieren. 

Zu den einzelnen Installationen gibt es eine neue, verbesserte Darstellung, und zwar der Text von Marco Hompes, Direktor Kunstmuseum Heidenheim, aus der Einführungsrede.

Diesen finden Sie hier:


Bilder von der Eröffnung am 29.04.2022

Begrüßung: Dr. Georg J. Haber, 1. Vorsitzender Kunst- und Gewerbeverein
Eröffnung: Oberbürgermeisterin Gertrud Maltz-Schwarzfischer
Einführung: Marco Hompes, Leiter Kunstmuseum Heidenheim

Links oben: Dr. Haber, Vorsitzender KuG, rechts oben: Marco Hompes, Mitte links: OB Maltz-Schwarzfischer. Mitte: Raum mit Installation "Mehrung" (Anbetung der Idee des exponentiellen Wachstums), nur am Eröffnungstag zusammen mit Performance






„The Mess Yet To Come“

 Felix Burger, Matthias Böhler und Christian Orendt 

vom 30. April bis 24. Juli 2022 

Kunst und Gewerbeverein, Ludwigstraße 

 

Bayernausstellung "Wirtshaussterben? Wirtshausleben!" in Regensburg

Am 29. April eröffnete im Haus der Bayerischen Geschichte in Regensburg die Ausstellung "Wirtshaussterben? Wirtshausleben!" mit einem Festwochenende: Aktionen für die ganze Familie, verlängerte Öffnungszeiten bis 21 Uhr im Museum und freier Eintritt in alle Ausstellungen am 30.04. und 01.05.2022. Die Eröffnung hat über Bayern hinaus großes Medienecho gefunden, aber wohl weniger wegen des Themas, als wegen der Prominenz am Eröffnungstag: Söder war da und Aiwanger auch.

Ich habe mir die Ausstellung angesehen und finde sie informativ, interessant,  und einfach sehenswert.




Es geht um die Geschichte des Wirtshauslebens, und nicht um das "Wirtshaussterben", wie man beim flüchtigen Anlesen des Titels irrtümlich glaubt. Man muss den Titel vollständig  lesen: das  "Wirtshaussterben" steht als Frage da, die Antwort ist "Wirtshausleben!". Und so ist zu Recht das Thema Sterben nur eine "Ecke" in der ganzen Ausstellung. Dort gibt es unter anderem ein paar Videos mit Interviews zu den einzelnen Ursachen.  

Überraschend dagegen ist, wieviel Interessantes es um die Geschichte der Wirtshauskultur gibt, beginnend bei den römischen Tavernen bis in die Neuzeit. Wirtshaus hat nicht nur mit Biersaufen und Raufereien zu tun, sondern war auch immer Platz für Vereine, für Theater, für Singen, für Kegeln und andere Sportarten und mehr.

So erfährt man, wie über Weltausstellungen das Klischee von bayerischen Festhallen in der Welt verbreitet wurde, oder wie einzelne urige Personen überregional bekannt wurden (darunter der Schmalzlerfranz aus Regensburg, Werbe-Ikone der Schnupftabakfabrik Bernard". Ferner, wie oft Künstler oder Künstlervereinigungen die Wirtshauslandschaft geprägt haben, sei es mit ihrem Design (bei der Herstellung von Wirtshausmöbeln oder durch Gestaltung durch Festhallen, die als Vorbild dienten) bis hin zur Kreation der Schützenliesl durch den Malerfürsten Kaulbach. Erstmals wird das schätzungsweise fünf Meter große Original gezeigt, mit Coletta Möritz als Biermadl-Modell (siehe zur Geschichte der Schützenliesl z.B. https://www.abendzeitung-muenchen.de/muenchen/coletta-als-schuetzenliesl-bayerns-erstes-pin-up-girl-art-371948 oder https://www.sueddeutsche.de/...)

Kleiner Tipp: irgendwo finden Sie ein Schild an der Wand, wo es um das Lüsterweibchen des Künstlers "von Rümann" geht, das wiederum von Gabriel von Seidl im Festsaal der Münchner Künstlervereinigung Allotria verwendet worden sei - Sie finden aber kein Bild oder Schaufenster neben dieser Tafel. Dann sehen Sie mal nach oben an die Decke: da hängt es, das Lüsterweibchen aus 1885.


Ich will nicht alles verraten. Aber ein letzter Tipp: versäumen Sie nicht, die Betrunkenen-Brille aufzusetzen und zu versuchen, einen Schlüssel in die Tür zu stecken.


Es gibt 600 gut erklärte Exponate, im Kinosaal daneben läuft eine 30-minütige Filmdokumentation, und neben dem schon vergangenen Eröffnungswochenende gibt es zwei weitere Fest-Wochenenden

Ausstellung 
"Wirtshaussterben? Wirtshausleben"
30.04.2022 bis 11.12.2022
Im "Donausaal" des Hauses der Bayer. Geschichte (EG)
Dienstag bis Sonntag 9-18 Uhr, Montag geschlossen



Künftige Fest-Wochenenden:

27.05. bis 29.05.2022:

„O-Ton Süd – Musik und Mundart am Museum“
Freitag, 27. Mai bis Sonntag, 29. Mai.
Freitag: Couplet AG
Samstag: verschiedene Musik, abends ein Konzert mit
LaBrassBanda mit den Desperate Brasswives als Vorband.

Für den Freitag und für den Samstag ab 18.00 Uhr gilt: Eintrittskarten
im Vorverkauf. Die Tickets für Freitag kosten 15 Euro, für Samstag 30 Euro.
Die Musik am Samstag-Nachmittag (bis 18.00 Uhr) ist offenbar frei.

06.08. bis 07.08.2022

Großes Museumsfest für die ganze Familie


Ausführliche Informationen zur Ausstellung und zum Rahmenprogramm finden Sie unter: www.hdbg.de/wirtshausleben.


 

Montag, 2. Mai 2022

kunst.schau22 im Foyer des Audimax - ab 5. Mai 2022

Am Donnerstag, den 05. Mai, um 18.00 Uhr wird im Audimax-Foyer (so genannte "Kunsthalle") die diesjährige Jahresausstellung unter dem Titel "kunst.schau22" eröffnet.

Dabei werden Werke von Studierenden und Lehrenden des Instituts gezeigt, die in den vergangenen Jahren vorwiegend im Rahmen von Seminaren und in freier Atelierarbeit entstanden sind.

Ausstellung 
„kunst.schau22“
Institut für Bildende Kunst und Ästhetische Erziehung Regensburg
Malerei, Plastik, Zeichnung und Fotografie.

Kunsthalle der Universität Regensburg (Audimax-Foyer, 1. OG)
06. Mai bis 19. Juni
Eröffnung am 05. Mai um 18.00 Uhr


Zur Eröffnung:

Nach der Begrüßung durch Vertreter der Stadt Regensburg wird Prof. Dr. Birgit Eiglsperger, Lehrstuhl für Bildende Kunst und Ästhetische Erziehung, in das künstlerische Schaffen der Studierenden und Lehrenden des Instituts einführen.

Dauer der Ausstellung: 6. Mai bis 19. Juni 2022

Öffnungszeiten: 
Montag bis Mittwoch 12.00 bis 15.00 Uhr; 
Donnerstag von 16.00 bis 19.00 Uhr; 
an Samstagen, Sonntagen und Feiertagen geschlossen

Eintritt frei