Regensburger Tagebuch

Notizen von der nördlichsten Stadt Italiens
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Dienstag, 10. März 2015

Das Jesuitengässel existiert wieder.

Das Jesuitengässel

Das ist das nach Jahrzehnten wiedereröffnete Jeseuitengässel - eine Verbindung zwischen Petersweg und Obermünsterstraße, rechts von dem alten  Diskothekengebäude. In den letzten Jahrzehnten war es praktisch nur ein Hinterhof, denn der letzte Parkhausbau hatte den historischen Verbindungsweg abgeriegelt.

Es ist noch nicht ganz fertig, aber der Verbindungsweg existiert, das Gässchen ist begehbar.

Eigentlich war noch eine Abzweigung zum Glockenturm der Obermünsterkirchen-Ruine vorgesehen. Hier sehe ich aber nur eine Betonwand. Möglicherweise ändert sich das noch.


15.02.2015, Blick in das Jesuitengässl von der Obermünsterstraße aus


Montag, 9. Juni 2014

Mein Abschied vom Obermünsterviertel

Das ist eigentlich der zweite Teil der Artikels über die Peterswegparkhaus und das Obermünsterviertel.

Ich habe ihm aber einen eigenen Titel gegeben. Denn hier geht es auch um einen persönlichen Aspekt: meine Erlebnisse in der Obermünsterstraße, die Kontakte, und unsere Entscheidung, die Obermünsterstraße mit unserer Galerie "Die Kunstzelle" vorzeitig zu verlassen.



Gegenüber dem Bagger, gleich neben Sanitätshaus Reiss: Obermünsterstraße 15, vor einem Jahr war hier die Galerie "Die Kunstzelle", Betreiber: Rita Dendorfer, Beate Stich, Ulrike Böck und ich.




Dieses Projekt bot für mich viele Überraschungen. Denn ich lernte das Obermünsterviertel von einer neuen Seite kennen. 

Donnerstag, 5. Juni 2014

Das Parkhaus Petersweg und das Schicksal des Obermünsterviertels

Mai 2014 - das Parkhaus Petersweg hat aufgemacht. Erholt sich jetzt das Obermünsterviertel? Eine Fotoreportage und gleichzeitig ein Rückblick auf unsere Zeit als Galeriebetreiber in der Obermünsterstraße.
Innen hui! Das muss man sagen. Schön und geräumig. Das neue Parkhaus Petersweg


Zwei Jahre lang draufgezahlt:  Betreiber der Pizzeria Paccin. Wird er sich erholen können?



Zwei Jahre lang draufgezahlt: der Betreiber der Pizzeria Paccino musste mit Umsätzen von 30 % des Üblichen "leben" und überleben, solange das Parkhaus wegfiel. Trotzdem musste er sich und seine Familie über Wasser halten. Er war in 2013 mein Nachbar, als wir nebenan die Galerie Kunstzelle betrieben. Die ebenfalls ohne Umsatz auskommen musste, bis sie in die Thundorferstraße umzog.

Andere Geschäftsinhaber hatten in dieser Zeit ganz aufgegeben. Die Obermünsterstraße glänzte mit leeren Läden. Das ist etwas, was ich aus meiner Anwaltszeit bei der Betreuung von Geschäftskunden oft erlebt habe: Brutale Umsatzausfälle wegen Straßenarbeiten oder anderer kommunaler Maßnahmen. Und niemand ersetzt das. Das ist einfach so. Kommunen zucken mit denSchultern, wenn Existenzen draufgehen. Dasselbe Problem derzeit auch in der Wollwirkergasse (vgl. Aufsatz von Wiedamann in der MZ)

Freitag, 8. November 2013

Obermünsterviertel historisch - Teil 7

.Weiteres Material

Nachgeschärfte Luftaufnahme von 1943

Bischof Wittmann war ein Pfarrer, der im Mittelmünster lebte und wirkte. Hier eine ältere Schrift über ihn.

Auch eine Fundstelle für Recherchen: Das historische Buch von Walderdorff, Regensburg in seiner Vergangenheit und Gegenwart; zu finden über google-books und kostenlos downloadbar




"Auf der Gred" ist eine Stelle beim Mittelmünster, und  taucht in alten Schriften auf.


Meyer - Radefeld (Karte von Radefeld in Meyers Atlas, 1873)

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Obermünsterviertel historisch - Teil 6

Bischof Wittmann's Schilderung der Erstürmung Regensburg durch Napoleon 1809 im Volltext 

Dieser Text stützt sich auf einen früheren Artikel im Tagebuch, in welchem ich einen Scan eines alten Buches digitalisiert hatte. Die Schilderung des späteren Bischof Wittmanns über die Erstürmung Regensburg durch Napoleon hat deshalb mit dem Obermünsterviertel zu tun, weil er hier wohnte und wirkte.

Die Franzosen stürmten und bombadierten von Süden her kommend (heute Bahnhof) die Stadtmauern vor allem zwischen altem Finanzamt/IHK und dem Peterstor (heutiger Standort "Amaro Ameise"). Das Peterstor war damals der einzige südliche Zugang zur Stadt und es befand sich dort auch ein heute nicht mehr existierender Turm, der Petersturm. Die Maximilianstraße gab es damals nicht und daher auch kein Tor beim heutigen Ernst-Reuter-Platz. Der Durchbruch der Franzosen gelang vor allem beim Peterstor, hinter dem sich das Obermünsterviertel befindet, wo sich Bischof Wittmann aufhielt.


G. M. Wittmann war Priester und Priesterseminarleiter ("Regens") in Regensburg und wurde 1829 auch Bischof. Durch seinen selbstlosen Einsatz zugunsten Hilfebedürftiger war er bereits vorher eine Legende. Besonders gefördert wurde dieser Ruf durch sein tatkräftiges Helfen in den Tagen, als Napoleon die Österreicher durch Regensburg jagte und dabei Teile der Stadt zerstörte, also am 23. April 2009.



Obermünsterviertel historisch - Teil 5

Teil 5: google-earth overlay mit amtlichen Plan von 1812




In einem früheren Artikel habe ich auf ein google-earth-overlay hingewiesen. Ich hatte das probeweise alten Stadtplänen aus 1812 gemacht.  Erst diese Bildkombination macht deutlich, wie die gegenwärtigen Ruinen und Gebäude einzuordnen sind, und wo Mittelmünster und Obermünster standen.


Obermünsterviertel historisch - Teil 3

Neues Material zu den Kirchen im Obermünsterviertel.



Der im zweiten Weltkrieg zerstörte Obermünsterkomplex, Aufnahme aus 1946


Obermünsterviertel historisch - Teil 4

Vor einiger Zeit sind Bilder von William Turner über die Obermünsterkirche im Internet aufgetaucht. Ich hatte darüber bereits berichtet. Sie zeigen wenig Detials, aber der Vollständigkeit halber nehme ich sie mit in diese Materialsammlung.




Obermünsterviertel historisch - Teil 2

Kloster Mittelmünster  - Benediktinerkloster - Jesuitenkolleg - Kirche St. Paul




Der Block, in dem sich das heutige Parkhaus am Petersweg befindet, war komplett in kirchlicher Hand; im östlichen Teil, ab Fröhliche Türkenstraße, befand sich das Stift "Mittelmünster", in alten Schriften auch St. Paul genannt, oder Benediktinerkloster, später Jesuitenkolleg.

Dieser östliche Teil wurde 1809 zerstört und lag 2 Jahre lang in Schutt und Asche. Dann wurde er abgerissen, da die Witterung eine Restaurierung unmöglich machte.

Dienstag, 20. August 2013

Erste Regensburger Overlays auf Google-Earth







Das wäre etwas für Computerfreaks und google-Earth-Freunde, oder für Praktikanten in der Stadtverwaltung: Alte Stadtkarten auf google-earth projezieren und der Allgemeinheit anbieten.

Das ist gar nicht schlimm. Ich habe das probeweise mit zwei Karten gemacht, einer Teil-Stadtkarte aus 1812 und einer selbst zugeschnittenen Teilkarte  für das Obermünsterviertel. Denn dieses Viertel ist historisch äußerst interessant.

Erst diese Einbindung hat mir klar gemacht, wie die gegenwärtigen Ruinen und Gebäude einzuordnen sind, und wo Mittelmünster und Obermünster standen.

Donnerstag, 13. Juni 2013

Das Obermünsterviertel hat eine eigene Webseite bekommen


Eine weitere Neuerung, mit der das Obermünsterviertel auftritt, ist die neue Quartiers-Homepage. Unter www.obermuensterviertel.de sind jetzt alle Informationen über das Obermünsterviertel abrufbar. 

Es wird ausführlich über die Möglichkeiten der aktiven Mitgestaltung beim anstehenden Sanierungsprozess informiert und gezeigt, welche Umbaumaßnahmen geplant sind. Auch wer bei zukünftigen der Straßen- und Platzgestaltung seine Ideen und Anregungen einbringen will, kann sich hier informieren oder sich durch den E-Mail-Newsletter auf dem Laufenden halten lassen. 

Insgesamt: sehr gut gemachte Webseite. Und es gibt einen Newsletter, wer informiert bleiben will.
 

Die neue Webseite des Quartiermanagements

Sonntag, 2. Juni 2013

Der Korbmacher und Pianist aus Regensburg

Ein interessanter Beitrag des Bayerischen Fernsehens über einen interessanten Mann in Regensburg:




Gesendet in der Sendung: “Wir in Bayern”, am 15. März 2013 um 15:30 Uhr im BR Bayerisches Fernsehen und über obigen Link derzeit noch als Video abrufbar.



Seit über 13 Jahren hat der Korbmacher und Pianist Hans Weger  in der Fröhlichen-Türken-Straße im Obermünsterviertel  sein Korb- und Rattanwaren-Geschäft. Wenn er einmal eine  Pause braucht, spielt er  Klavier; mitten in seinem Laden.

Mittwoch, 15. Mai 2013

Caroline Gmachl und ihre Hexerei


Am Anfang der Obermünsterstraße, gegenüber dem ehemaligen Donaustrudelquariter, hat vor kurzem ein uriges Geschäft aufgemacht: Caroline Gmachls "Hexerei".

Es hat sich schnell als beliebter Treffpunkt für die Geschäftsleute und Bewohner im Viertel entwickelt. Es gibt dort nämlich nicht nur österreichische Spezialitäten zu kaufen, sondern auch zu essen.

Die Betreiberin, Caroline Gmachl, kommt aus Salzburg und gewinnt mit ihrem österreichischen Charme schnell die Sympathien der Besucher. Und sie weiß sehr viel Interessantes über die einzelnen Leckerein zu erzählen. Und wenn Sie das Essen serviert, kommt man sich ein bisschen vor wie auf einer Hütte. Aber mit optimaler Sicht auf das Treiben in der Obermünsterstraße.