Bischof Wittmann's Schilderung der Erstürmung Regensburg durch Napoleon 1809 im Volltext
Dieser Text stützt sich auf einen früheren Artikel im Tagebuch, in welchem ich einen Scan eines alten Buches digitalisiert hatte. Die Schilderung des späteren Bischof Wittmanns über die Erstürmung Regensburg durch Napoleon hat deshalb mit dem Obermünsterviertel zu tun, weil er hier wohnte und wirkte.
Die Franzosen stürmten und bombadierten von Süden her kommend (heute
Bahnhof) die Stadtmauern vor allem zwischen altem Finanzamt/IHK und dem
Peterstor (heutiger Standort "Amaro Ameise"). Das Peterstor war damals
der einzige südliche Zugang zur Stadt und es befand sich dort auch ein
heute nicht mehr existierender Turm, der Petersturm. Die
Maximilianstraße gab es damals nicht und daher auch kein Tor beim
heutigen Ernst-Reuter-Platz. Der Durchbruch der Franzosen gelang vor allem
beim Peterstor, hinter dem sich das Obermünsterviertel befindet, wo sich
Bischof Wittmann aufhielt.
G. M. Wittmann war Priester und Priesterseminarleiter ("Regens") in Regensburg und wurde 1829 auch Bischof. Durch seinen selbstlosen Einsatz zugunsten Hilfebedürftiger war er bereits vorher eine Legende. Besonders gefördert wurde dieser Ruf durch sein tatkräftiges Helfen in den Tagen, als Napoleon die Österreicher durch Regensburg jagte und dabei Teile der Stadt zerstörte, also am 23. April 2009.