Regensburger Tagebuch

Notizen von der nördlichsten Stadt Italiens

Sonntag, 4. Oktober 2026

Zamp Wimmer ab 8. Oktober im artspace Erdel

Zamp Wimmer (Foto:Wolf Erdel)



Zamp Wimmer lebt und arbeitet als Künstler in München. Mit seiner Arbeit bewegt er sich in den Themenbereichen Malerei, Grafik, Installation, soziale Kommunikation, Fotografie und Forschungsthemen zu Wahrnehmung und Kommunikation.

Am 8. Oktober 2026 eröffnet die Galerie "artspace Erdel" am Fischmarkt 3 um 19 Uhr die Ausstellung

EINS NULL NULL EINS / Tausend + eine Nacht
mit Arbeiten von Zamp Wimmer.

 8.Oktober - 21.November.2026 
Vernissage 08.10.26 um 19 Uhr

Bei der Eröffnung am 8. Oktober ist der Künstler anwesend.


Dauer der Ausstellung: 8. Oktober - 21. November 2026
Galerie artspace Erdel
Fischmarkt 3 | Regensburg
Mittwoch- Freitag: 11 - 17 Uhr, Samstag: 11 -15 Uhr

https://erdel.de/

Über den Künstler Zamp Wimmer
Zamp Wimmer lebt und arbeitet als Künstler in München. Mit seiner Künstlerischen Arbeit bewegt er sich in den Themenbereichen Malerei, Grafik, Installation, soziale Kommunikation, Fotografie und Forschungsthemen zu Wahrnehmung und Kommunikation.

Sein Lebensthema: "Ich bin ein Anhänger des Gesamtkunstwerks - sowohl im Leben als auch in der Kunst.

Weder das eine noch das andere offenbart sogleich seinen Sinn und Wert; beides bedarf der Zeit, um sich zu entfalten. .... Die Wahrheit liegt im Ganzen. Nicht als geschlossenes oder isoliertes System, sondern als ein sich stetig wandelnder Raum der Möglichkeiten .... in dem Kunst und Leben schließlich eine Einheit bilden."(Zitat Zamp Wimmer)

Die Bilder sind sinnlichste Erforschungen unserer körperlichen und geistigen Lebenswelt. Seine Themen reichen von der Erotik indischer Tempelkunst zu den Ursprüngen unserer abendländischen Philosophie und Wissenschaft Griechenlands und des Mittelmeerraumes bis zu den Erkenntnissen neuester quantenphysikalischer Forschungen.

Weitere Infos www.erdel.de und www.zampwimmer.com 


Nachts beim DEZ

Seit Yorki nicht mehr da ist, bin ich nur noch selten mit der Kamera spazieren. Außer ich war auf einer Veranstaltung. Und wenn ich nach so einer Veranstaltung nachts ins Freie trete, dann juckt es mich, meine ruhige Hand zu testen. Schaffe ich es, im Dunkeln ohne Stativ und mit gewöhnlichem, billigen Objektiv halbwegs scharfe Bilder aus der Hand zu schießen? Wenn irgend möglich mit höchster  Zoom-Stufe, wo eigentlich das normale Handzittern jede Nachtaufnahme unscharf werden lässt? Und ohne Auflegen auf festen Grund?

Das macht mir immer wieder Spaß. Und so gibt es endlich mal wieder ein paar reine Impressionen. Folgende Fotos entstanden nach demVerlassen des DEZ nach einer Vernissage. 



Donnerstag, 1. Oktober 2026

„Pictures for the Human Rights“ feiert Finale im DEZ





Am Abend des 28. September 2026 wurde im Donaueinkaufszentrum (DEZ) die Ausstellung „Pictures for the Human Rights“ feierlich eröffnet. Es ist die vorerst letzte Station einer eindrucksvollen Wanderausstellung, die 2021 im Regensburger Thon-Dittmer-Palais ihren Anfang nahm. Dazwischen lag eine Reise durch zahlreiche Städte – darunter Karlsruhe, Frankfurt am Main, Luxemburg, Bonn, Düsseldorf und Nürnberg – sowie Präsentationen im Europäischen Parlament in Brüssel und am Hauptsitz der Vereinten Nationen in New York.

30 Kunstschaffende aus 12 Nationen haben jeweils einen der 30 Artikel der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte künstlerisch interpretiert.

Hinter der Initiative steht die Regensburger Künstlerin Barbara Wilmers-Hillenbrand. Ihre Motivation: Die Menschenrechte sind zwar da, im Alltag aber oft zu wenig bekannt. Mit dem Projekt wollte sie diese Grundrechte über die universelle Sprache der Kunst im öffentlichen Raum sichtbar machen und Passanten zum Nachdenken anregen.

Mittwoch, 30. September 2026

Galerienabend 2026 - mit Fokus auf die Galerien

Zuerst ein Hinweis: das ist nicht der übliche Bericht über meinen Rundgang mit ein paar Impressionen. Vielmehr habe ich mich  auch mit der Galeriegeschichte der besuchten Galerien auseinandergesetzt.

Wie viele meiner Leser wissen, habe ich 2016 eine fünfteilige Reportage "Geschichte der Regensburger Galerien 1973-2016" verfasst (beginnend bei: https://www.regensburger-tagebuch.de/2022/06/35-jahre-neuer-kunstverein-jubilaum-2022.html) Und das wollte ich - jedenfalls für die besuchten Galerien - aktuell halten. 


Auf dem Weg zur ersten Vernissage sehe ich als erstes bei der Galerie "konstantin b" vorbei. 

Dies ist mir wichtig, denn diese Galerie wird das letzte mal am Galerienabend teilnehmen. Galerist Bernhard Löffler will seine Galerie aus gesundheitlichen Gründen Ende Dezember schließen - nach 25 Jahren Galerietätigkeit mit interessanten Künstlern und interessanten Werken.  

Seine aktuelle (wirklich sehenswerte!) Ausstellung heißt "Herbstauslese 2026" wurde am 5.9. eröffnet und ist bis zum 12. Dezember zu sehen. 21 Kunstschaffende sind vertreten, darunter Florian Topergnong, Liz Zitzelsberger, Alois Achatz, Matthias Brandl, Claudia Doderer, Heiner Glas, Renate Höning, Notburga Karl, Willem Julius Müller.

Etwas schade ist, dass die Galerie die letzten Monate seines Daseins mitten in einer Baustelle verbringen muss. Andererseits sind die Besucher seiner Galerie sowieso auf die feinen Kunstwerke fokussiert, und dürfte nur wenig aus Laufkundschaft bestehen.

Herr Löffler begann seine Galeristentätigkeit im November 2001. Er übernahm den winzigen Raum in Stadtamhof von einem HNO-Arzt, der dort zuvor die Galerie Konstantin geführt hatte, und hängte das kleine „b.“ für Bernhard an. So entstand "konstantin b". 

Anfang 2007 folgte dann der Umzug in die Altstadt. Seitdem füllt Löffler die relativ kleinen Räume in der Adresse "Am Brixener Hof 11" mit zeitgenössischer Kunst. Dass er diese zeitintensive Arbeit über ein viertel Jahrhundert hinweg quasi nebenberuflich gestemmt hat – im Hauptberuf ist er Sozialpädagoge –, nötigt mir tiefen Respekt ab. 



Galerie "konstantin b"  

Bernhard Löffler, Betreiber der Galerie "konstantin b"
 

Dienstag, 29. September 2026

Andrea Rössler wieder unterwegs

Die Regensburger Bildungsreferentin und Weltreisende Andrea Rössler ist wieder unterwegs. Diemsal auf einems echswöchiger Roadtrip durch die Länder östlich von Deutschland: Ungarn – Rumänien – Serbien – Kroatien – Slowenien – Österreich

Und wie jedesmal berichtet sie laufend auf spannende und lebendige Weise über ihre täglichen Erfahrungen. auf ihrem Blog "https://www.roessler-andrea.de".

"https://www.roessler-andrea.de"



Der Reisebericht begann am 31. August in Verbalog in Ungarn, gleich nach der österreichischen Grenze: "Sechs Wochen, ein Schlüssel und ein paar Ziegen" 

Andrea Rössler ist eine Regensburger Bildungsreferentin, Pädagogin und leidenschaftliche Reisende. Die gelernte Reisekauffrau hat zahlreiche Länder bereist und berichtet seit rund zwei Jahrzehnten in Reisevorträgen von ihren Erfahrungen. Heute ist sie vor allem als Bildungsreferentin der Zukunftsschule tätig. Daneben arbeitet sie als Beraterin und Referentin für interkulturelle Kommunikation und engagiert sich unter anderem im von ihr gegründeten gemeinnützigen Verein Friends4Friends

Berichte über Andrea Rössler in diesem Blog: hier ist eine Liste

Samstag, 26. September 2026

Wolfram Schmidt in der Galerie Insinger - ab 4. Oktober 2026


ZweigeGewirr
Wolfram Schmidt

4. Oktober bis 15. November 2026
Eröffnung: 04.10.2026 um 11 UHR

Einführende Worte: Dr. Antonia Kienberger



Zweiggewirr 03, Wolfram Schmidt




Galerie Carola Insinger
Distelhausen 1, 93188 Pielenhofen, 
www.galerie-distelhausen.de, +
49 172 8610036

Öffnungszeiten: Sa. So. und Feiertage 13 - 17 Uhr und nach Vereinbarung

Donnerstag, 24. September 2026

Anima/Animal - Gruppenausstellung im Schaulager Erdel ab 26.09.2026

Mit Start am Galerienabend gibt es eine neue Ausstellung im Schaulager Erdel mit sieben Künstlerinnen und Künstlern aus den USA, China und Deutschland.

Neu mit im Programm: Zhenya Li, 1986 in Shanghai geboren, Medienkünstlerin und fantastische Malerin. Sie lebt jetzt mit ihrer Familie in München und wird am Eröffnungstag in der Galerie anwesend sein.

Anima / Animal
Ausstellung im Schaulager Erdel

Mit Lisa Beane, Ursula Bolck-Jopp, Katharina Claudia Dobner,
Wolfgang Domröse, Barbara Muhr, Zhao Bin und Zhenya Li

26. September - 7. November 2026
Eröffnung: Samstag, 26. September 2026 um 18 Uhr



Übrigens: auch Renate Christin wird am Galerienabend anwesend sein, und zwar im Galerieraum am Fischmarkt (artspace Erdel).


Zur Anima/Animal-Ausstellung:
Warum tauchen Tiere eigentlich so oft in der Kunst auf?

Die Antwort ist: Weil sie Geschichten erzählen. Schon seit Tausenden von Jahren malen, zeichnen und formen Menschen Tiere – mächtige Löwen, schlaue Füchse, prunkvolle Pferde, geheimnisvolle Eulen, farbenfrohe Schmetterling, giftige Schlangen und natürlich immer der Rassehund als Gefährte des Menschen.

Tiere stehen als Symbol für Status, Tiere stehen als Symbol für seelische Zustände des Menschen. Tiere verkörpern das Schweben zwischen Traum und Realität, stehen für spirituelle Reinheit, aber auch für das Abgründige im Menschen.

Diese Ausstellung versammelt zeitgenössische Künstlerinnen und Künstler aus verschiedenen Kulturkreisen, in deren Malerei Tiere als Chiffre stehen.

Spannend, wie der Maler Zhao Bin aus China den Pandabären als alter ego benutzt. Überwältigend Barbara Muhrs Triptychon „The law of the jungle“. Faszinierend Wolfgang Domröses Bilderwelten aus Fischen, Schildkröten, Reptilien und Fabelwesen. Fantasievoll Katharina Claudia Dobners Symbiose von Tier und Mensch / Mensch und Tier. Und bezaubernd Ursula Bolck-Jopps Faible für Wildkatzen. Und neu: Zhenya Li aus Shanghai. Sie lässt uns eintauchen in die Welt der Kois und Kirschblüten. 
(Quelle: https://www.erdel.de/)



Galerie Erdel artspace & Schaulager

artspace Erdel: Fischmarkt 3
Schaulager Erdel. Am Schallern 4

Öffnungszeiten: Mittwoch- Freitag 11 - 17 Uhr / Samstag 11 - 17 Uhr und nach Vereinbarung: 0941.702194

Bericht von der 100. Jahresschau des Kunst- und Gewerbevereins

Begrüßung durch Dr. Georg J. Haber

 

Donnerstag, 17. September 2026

Sonderausstellung "SPUREN" im Leeren Beutel - 25.09. bis 08.11.2026

Die Städtische Galerie im Leeren Beutel kündet eine interessante Ausstellung mitsamt umfangreichen Rahmenprogramm an:

„SPUREN“

Ausstellung mit Werken von

Susanne Böhm († 2000), 
Gisela Conrad (†2019), 
Wolfgang Keuchl (†2005), 
Helga Weichmann-Schaum (†2016)

Städtische Galerie Regensburg
25.09. bis 08.11.2026
Vernissage 24.09.2026, 19 Uhr


  • 25.09.2026: Fachtagung zum Thema "Kunstnachlass"
  • 02.10.2026, 18 Uhr: "Kunststulle": die Galerie KUNSTPARTNER stellt die (jetzt fertiggestellte) Gesamtedition von Susanne Böhms Werken vor (8 Hefte und eine Biografie); dazu gibt es Stullen, Wein, Bier und Gespräche
  • 09.10.2026, 18 Uhr: Barbara Krohn liest aus der Biografie

 

Wie bleibt künstlerisches Schaffen im kollektiven Gedächtnis lebendig? Mit dem Tod einer Künstlerin oder eines Künstlers schließt sich das Œuvre, doch seine Erzählung fängt oft erst an. Das materielle Erbe – Gemälde, Plastiken, Aufzeichnungen – wechselt in die Hände von Familie, Galerien oder öffentlichen Sammlungen.

Wie diese Werke sortiert, gepflegt und ausgestellt werden, prägt entscheidend, welche Facetten eines Lebenswerks die Zeit überstehen. In der Städtischen Galerie im Leeren Beutel beleuchten eine Sonderausstellung und eine Fachtagung dieses Thema aus verschiedenen Perspektiven.

Die Gruppenausstellung „SPUREN“ übersetzt diese theoretische Frage in eine unmittelbare, sinnliche Begegnung mit der Kunst. Im Zentrum stehen Arbeiten von Susanne Böhm (1946–2000), Gisela Conrad (1944–2019), Wolfgang Keuchl (1952–2005) und Helga Weichmann-Schaum (1932–2016).

Alle vier haben die Kunstszene in und um Regensburg nachhaltig geprägt. Dass ihre Nachlässe heute an unterschiedlichen Orten – in privater wie öffentlicher Verantwortung – liegen, zeigt exemplarisch die Bandbreite des Bewahrens. 

Finissage Gert & Uwe Tobias im KOG

Eine interessante Ausstellung geht bald zu Ende:

GERT & UWE TOBIAS
LOVIS-CORINTH-PREIS 2026
Kunstforum Ostdeutsche Galerie
9. Mai bis 27. September 2026

Finissage am 26.09.2026, 13:30


Aus der Webseite des KOG:

Gert & Uwe Tobias beleben das KOG mit ihrer unbeschwerten, vielschichtigen Kunst. Florales, Tierisches, Ornamentales und Rätselhaftes verbindet sich zu einer unverwechselbaren, farbenprächtigen Bildwelt mit einer bestechenden Ästhetik. Die beiden Künstler spielen gerne mit der Grenze zwischen Abstraktion und Figurativem. Vertrautes und Unerwartetes fließt zusammen und beflügelt die Fantasie.

Die Collage ist das Prinzip des Künstlerduos. Fragmente aus eigenen Arbeiten sowie aus Reproduktionen unterschiedlichster Herkunft finden zusammen. Auch ihre eigens entwickelte Holzschnitttechnik funktioniert wie eine Collage: Die Motive bauen die Künstler Stück für Stück auf, indem sie ausgesägte Holzformen abdrucken.

Für das KOG entwarfen Gert & Uwe Tobias ein maßgeschneidertes Ausstellungskonzept. Ältere und neuere Arbeiten hängen thematisch vereint nebeneinander. Das Museumsfoyer verwandelten sie in ein einzigartoges Gesamtkunstwerk.

Pictures for the Human Rights - ab 28.09.26 im DEZ

Im DEZ gibt es neben der schon angekündigten "Kathedrale"-Ausstellung noch eine weitere Ausstellung  im Oktober, diese aber in der Fläche vor Müller, Ebene 2:


Pictures for the Human Rights
(Ausstellung Menschenrechte)

28. September 2026 - 17. Oktober 2026
Vernissage 28.09.26 um 19.00 Uhr
DEZ, Fläche vor Müller, Ebene 2



Die international operierende Wanderausstellung „Pictures for the Human Rights“ startete 2021 im Thon-Dittmer-Palais und kommt im Herbst wieder nach Regensburg zurück. Und zwar in das Donaueinkaufszentrum.

30 Kunstschaffende aus 12 Nationen haben jeweils einen der 30 Artikel der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte interpretiert. Die Initiatorin ist die Regensburger Künstlerin Barbara Wilmers-Hillenbrand. 


Das Projekt begann im Jahr 2021 als lokales Corona-Projekt direkt in Regensburg und kehrt nach Stationen in Brüssel, Genf und New York (am Hauptsitz der Vereinten Nationen)

Die Werke haben QR-Codes. Diese führen Besucher zu Erklärungen in vereinfachter Sprache, Audiofassungen und Bildbeschreibungen für Sehbehinderte. 



Birgit Nadrau und Norihiko Terayama in der Galerie Lesmeister

Die Galerie Lesmeister kündigt eine neue Ausstellung mit höchst interessanten Werken von Birgit Nadrau (Nürnberg) und Norihiko Terayama (Japan) an. 

Erfreulicherweise ist die Vernissage an einem anderen Tag als dem Galerienabend, nämlich am Abend davor. 



PINK SILENCE
Birgit Nadrau und Norihiko Terayama
in der Galerie Lesmeister

Ausstellung: 26. September – 21. November 2026

Vernissage: Freitag, 25. September um 19 Uhr
Birgit Nadrau ist anwesend.


Die Ausstellung ist auch zum Regensburger Galerienabend am Samstag, 26. September von 18 - 23 Uhr zu sehen

Birgit Nadrau, "Unfold"



Während Birgit Nadrau bereits fest zum Künstlerstamm der Galerie gehört und dort öfter zu sehen war (wie im Frühjahr 2026 bei der Gruppenausstellung „FLORA“), ist Terayama ein Neuzugang im Galerieprogramm.

. 
Die Werke von Birgit Nadrau und Norihiko Terayama entstehen aus einer Haltung der Konzentration und Wiederholung. Beide Künstler entwickeln ihre Arbeiten in langsamen, präzisen Prozessen, in denen Zeit zu einem sichtbaren Bestandteil des Bildes wird.

Birgit Nadrau verbindet Malerei mit Blattaluminium und knüpft damit an die Tradition der Ikonenmalerei an. Das metallische Licht ist dabei nicht Hintergrund, sondern Bildraum - ein immaterieller Ort zwischen Naturbeobachtung und spiritueller Erfahrung. Ihre floralen Motive erscheinen wie fragile Erscheinungen, die sich zwischen Licht, Erinnerung und Vergänglichkeit entfalten.
 
Norihiko Terayama entwickelt seine reliefartigen Arbeiten aus einem ebenso ritualisierten Verfahren. Farbige Tropfen werden auf einen temporären Untergrund gesetzt, nach dem Trocknen einzeln gelöst und mit Insektennadeln auf dem Bildträger befestigt. Aus tausenden dieser Elemente entstehen vibrierende Oberflächen, deren Wirkung sich aus Rhythmus, Licht und Schatten entfaltet.

Obwohl sich Materialität und Bildsprache deutlich unterscheiden, verbindet beide Positionen eine meditative Auffassung von Kunst. Wiederholung wird zum Erkenntnisprozess, Präzision zur Form der Achtsamkeit. Die Farbe Rosa bildet dabei den gemeinsamen Resonanzraum - nicht als Symbol, sondern als atmosphärisches Feld zwischen Körperlichkeit und Transzendenz, zwischen Stille und Energie. PINK SILENCE versteht sich als Einladung, Bilder nicht nur zu betrachten, sondern ihnen Zeit zu geben.

Ich habe nach den Homepages gesucht:

Mittwoch, 16. September 2026

Regensburger Galerienabend am 26. September 2026

Wir können uns auf den nächsten Galerienabend freuen!


Regensburger Galerienabend
26. September 2026
18-23 Uhr

Am Samstag, den 26. September 2026 laden die Regensburger Galerien und Kunsträume wieder zum traditionellen Galerienabend ein.

Zwischen 18 und 23 Uhr öffnen 15 Ausstellungsorte ihre Türen und präsentieren aktuelle künstlerische Positionen, die zum Sehen, Denken und Diskutieren anregen. 

Der Galerienabend ist seit über zwei Jahrzehnten ein fester Bestandteil des kulturellen Lebens der Stadt.

Das Programm ist wieder wunder aufbereitet auf folgender Webseite:



 


Einzelheiten gemäß Pressemitteilung:

Zwei Wochen vor dem diesjährigen REGENSBURGER GALERIENABEND wird deutlich, wie vielfältig das Programm am 26. September ausfällt. Die 15 beteiligten Galerien, Kunstvereine und Ausstellungsorte zeigen ganz unterschiedliche künstlerische Positionen und machen die Regensburger Altstadt für einen Abend erneut zu einem besonderen Ort für Begegnung mit Kunst. Zahlreiche Künstlerinnen und Künstler sind persönlich vor Ort. Ergänzt wird das Ausstellungsprogramm durch Performances und weitere Veranstaltungen.

 

Andreas Szöke im Neuen Kunstverein - Eröffnung 26.09.26

Am Galerienabend gibt es im Neuen Kunstverein Regensburg eine Ausstellungseröffnung:


Zeichnung, Fotografie, Pathologie
Andreas Szöke, Köln

27.09.26 bis 25.10.26
Vernissage am 26.09.26, 19 Uhr


Am Tag der Vernissage:
Gespräch von Georg Tassev mit Andreas Szöke 

Musik: Duo LoBa2: Bertl Wenzl/ Saxophon, Stephan Brandl/Gitarre


Ort: Kunstraum des Neuen Kunstvereins Regensburg e.V.
Schwanenplatz 4, 93047 Regensburg

Öffnungszeiten Kunstraum: Fr: 18 bis 20 Uhr, Sa und So: 14

Regensburger Jazzclub im Oktober 2026


Das ist das Programm des Jazzclubs Regensburg für den Oktober 2026

Freitag, 02.10.2026 20:00 Uhr

Tribez x Maniac – Loop Sessions

Energiegeladener Sound der Regensburger TRIBEZ. trifft auf Producer und Rapper Maniac

 

Freitag, 09.10.2026 20:00 Uhr

Reis – Demuth - Wiltgen

‚Sly‘ – Klaviertrio mit innovativen, modernen Pianosounds

 

Samstag, 10.10.2026    ab 18:00 Uhr

Jazz meets Lange Nacht der Museen

mit: Jazz4mation - The Art Of Pop

 

Donnerstag, 15.10.2026 20:00 Uhr

Amaro Freitas Trio

Jazzikone aus dem Herzen Brasiliens – roh, spirituell, unverwechselbar

 

Freitag, 16.10.2026 20:00 Uhr

Nähmaschinenquartett

Vier Musiker, ein nahtloser Sound zwischen Jazz, Fusion und Pop

 

Sonntag, 18.10.2026 19:00 Uhr

Big Band Meeting

Goethe Gymnasium Bigband Meets Isle of Swing Bigband

 

Dienstag, 20.10.2026 20:00 Uhr

Gerwin Eisenhauer’s Twenty Strings & A Drumkit

Play The Music Of Aphex Twin

 

Donnerstag, 22.10.2026 20:00 Uhr

Tokunbo

Folk Noir mit Seele und Soul

 

Donnerstag, 29.10.2026 20:00 Uhr

Miles Davis – John Coltrane Centennial

Allstar-Quintett ehrt zwei Jazz-Legenden




Einzelheiten:

Ausstellung Faszination Kathedrale - ab 22.09.26 im DEZ


Ausstellung 
Faszination Kathedrale
DEZ Große Ausstellungsfläche, Ebene 2

22. September 2026 - 02. Oktober 2026
Vernissage am 22.9.26 um 19.00 Uhr


Anlässlich des 750 jährigen Jubiläums des Regensburger Doms St. Peter zeigt die Ausstellung eindrucksvoll, wie Künstlerinnen und Künstler sich mit dem Thema Kathedrale auseinandersetzen – von historischen Positionen bis hin zu zeitgenössischer Kunst.

Zu sehen sind Werke renommierter Künstlerinnen und Künstler, ergänzt durch eigens für das Projekt geschaffene Arbeiten von jungen regionalen Kunstschaffenden wie Valentin Goppel, Tanja Riebel und Koloman Wagner. Die präsentierten Werke umfassen unterschiedliche künstlerische Gattungen, darunter Malerei, Fotografie und Skulptur. Diese Vielfalt eröffnet facettenreiche Zugänge zum Thema Kathedrale und macht die Ausstellung zu einem spannenden Erlebnis für Kunstinteressierte und Neuentdecker gleichermaßen.

Kurzführungen bieten vertiefte Einblicke in die gezeigten Werke und ihre Themen:

Termine:
Mittwoch, 23. September, 11:00–11:30 Uhr
Samstag, 26. September, 11:00–11:30 Uhr
Montag, 28. September, 16:00–16:30 Uhr
Mittwoch, 30. September, 11:00–11:30 Uhr
Freitag, 2. Oktober, 16:00–16:30 Uhr

Die Führungen sind kostenlos, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Montag, 14. September 2026

Jahresschau 2026 des Kunst- und Gewerbevereins



Jahresschau des Kunst- und Gewerbevereins Regensburg
gleichzeitig Jubiläum: 100 Jahre Jahresschau

19.09. bis 25.10.2026
Eröffnung 18. September 2026 um 19 Uhr



Eröffnung: 18. September 2026 um 19 Uhr
Begrüßung: Dr. Georg J. Haber
Einführung: Prof. Dr. Christoph Wagner

Mit dem Gründungsjahr 1838 gehört der Regensburger Kunst- und Gewerbevereinen zu den ersten Kunstvereinen in ganz Deutschland. 

1925 fusionierten der Kunst- und der Gewerbeverein und es entstand eine weit in die Region ausstrahlende Plattform für zeitgenössisches Kunstgeschehen und kunstvoll gestaltetes Handwerk. Seit 1926 veranstaltet der Kunst- und Gewerbeverein Regensburg e.V. mit der „Jahresschau“ ein regelmäßig stattfindendes Ausstellungsformat, das allen Künstler und Kunsthandwerker mit Bezug zu Niederbayern und der Oberpfalz offensteht. 

Diese 100-jährige Tradition – herausragend im bundesweiten Vergleich – möchte der Verein feiern. 

100 Jahre - 100 Bilder - 100 Geschichten

Diese Kontinuität im wilden Wandel der Zeiten lässt der Verein in einer kuratierten Sonderausstellung Revue passieren und holt die Kunst in die Gegenwart, angefangen mit Lina Ammer 1926 bis hin zur letzten U40 Kunstpreisträgerin Anja Bader 2025.

Zusätzlich zeigt der Verein als Sonderschau "30 unter 40" die interessantesten Werke innerhalb der Jahresschauen seit 1996, die mit dem U40 Kunstpreis ausgezeichnet wurden.





Es wurde ein Katalog zum Jubiläum erstellt.
Erschienen im Morsbach Verlag. Erhältlich im Buchhandel und im Verein. ISBN: 978-3-96018-144-6

Freitag, 4. September 2026

Manege frei für das 9. Kulturpflaster in Regensburg - 11. bis 13. September 2026

 Kulturpflaster 2016


Beim 9. KULTURPFLASTER am letzten Sommerferien-Wochenende (11. bis 13. September 2026) kommen die Stars des Straßenzirkus in die Stadt: Clowns und Jongleurinnen, Seiltänzer und Akrobatinnen – Künstlergruppen aus aller Welt, an acht Plätzen und Bühnen zugleich. 

Ort sind die Plätze in der Altstadt - von Neupfarrplatz bis Haidplatz - sowie der Rasen im Schwimmverein auf der Jahninsel.

Wie immer haben wir Besucher die Qual, dass wir uns nicht teilen können. Denn das Kulturpflaster wird von absoluten Profis bespielt, deren Auftritte sehenswert sind.

Bei allen Auftritten ist der Eintritt frei. Die Künstlerinnen und Künstler leben vom Hutgeld – also von dem, was wir ihnen freiwillig geben.


Dienstag, 25. August 2026

Fricitions on Landscape - Hauptausstellung noch bis 06.09.2026

Die Ausstellung zum Projekt "Frictions on Landscape" gibt es noch bis 6. September zu sehen. Ort: Städtische Galerie im Leeren Beutel, verteilt auf 2. OG und 3. OG.

Bei "Fricitions on Landscape" geht es eigentlich um ein dreiteiliges Projekt, bestehend aus Symposium, Begleitveranstaltungen und eben dieser Ausstellung im Leeren Beutel. Das Projekt startete im Juni, die Ausstellung ist noch bis 6. September 2026 zu sehen. Der Eintritt ist frei. 

Ich habe mir die Werke angesehen und möchte auf die sehenswerte Ausstellung hinweisen.



Im Zentrum dieses Projektes stehen die Spannungen („Frictions“) zwischen Mensch, Natur und Ressourcennutzung der Gegenwart. Die Ausstellung verbindet künstlerische Positionen mit wissenschaftlicher Forschung und fragt danach, wie Landschaften historisch geformt und als kultureller, politischer und ökologisch geprägter Raum genutzt werden. 

Seit Juni ist die Hauptausstellung in der Städtischen Galerie im Leeren Beutel auf zwei Etagen zu sehen. 
  • 2. Obergeschoss: Analytischer Blick auf gesellschaftliche Reibungen und Spannungen durch Werke von Caterina Rossato, Mahroo Movahedi und Barbara Wimmer-Bulin.

  • 3. Obergeschoss: Die poetische und kritische Installation „Paranatur“ von Andrina Jörg zur Mensch-Umwelt-Beziehung. 

Ich möchte bei dieser Gelegenheit  auf die Webseite der Künstlerin Caterina Rossato hinweisen. Dort können Sie sehen, dass die Künstlerin noch weit mehr Kreatives und Interessantes zu bieten hat, als die (in der Ausstellung zu sehenden) faszinierenden Montagen: https://caterinarossato.com/

Die Künstlerin Andrina Jörg (Webseite: https://andrinajoerg.ch/), die ihre Bilder im zweiten OG zeigt, hat mich auf den ersten zwei Metern (ich begann links beim Schaukasten) tatsächlich getäuscht. Ich dachte schon, es handelt sich um echte Botanik-Informationen, bis ich die amüsanten Tricksereien erkannte. Mit Alltagsmaterialien aus Küche und Bad entstehen Modelle von Landschaften in verkleinertem Grössenmassstab. Die (meist fotografierten) Installationen sind teilweise sehr aufwändig und erinnern mich an landart - auch wenn der Begriff hier nicht passt. Warum? Sehen Sie selbst.

Dienstag, 11. August 2026

Günther Kempf in der Städtischen Galerie - noch bis 6. September

REMIX Fools Hands / Narrenhände
Günther Kempf
Städtische Galerie Leerer Beutel
25.06. bis 06.09.2026

Sondertermin:
Meet & Greet / Künstlergespräch
20.08.2026, 19 Uhr

Aus der Pressemitteilung der Stadt:
Mit der Ausstellung „REMIX Fools Hands / Narrenhände“ verwandelt Günther Kempf das 1. Obergeschoss der Städtischen Galerie im „Leeren Beutel“ in ein temporäres Gesamtkunstwerk. Die weiß gestrichenen Wände werden zur unmittelbaren Arbeitsfläche des Künstlers. Im Verlauf der Ausstellung entsteht ein Werk, das wächst, sich wandelt und mit dem Ende der Präsentation unwiederbringlich verschwindet.

Der freischaffende Künstler Günther Kempf ist Maler, Bildhauer und Musiker. Seit mehr als 30 Jahren begeistert er das Regensburger Publikum mit seinen Arbeiten in zahlreichen Ausstellungen. Spuren seiner unverwechselbaren Bildsprache finden sich auch im Regensburger Stadtraum, wo seine großformatigen Fassadenarbeiten vielen Menschen im Alltag begegnen.

Ausgehend von der Bildsprache des Comics, insbesondere der belgisch-französischen Schule, entwickelte Günther Kempf seine eigenwillige künstlerische Sprache zwischen Figuration, Symbolik und malerischer Geste. Seine Arbeiten erscheinen direkt, frei und voller erzählerischer Energie. Was sonst als Regelbruch verstanden werden könnte, wird hier zum Ausgangspunkt eines freien künstlerischen Prozesses, wie auch das Konzept der Ausstellung beweist.

Der Titel der Ausstellung greift das alte Diktum „Narrenhände beschmieren Tisch und Wände“ auf und verwandelt es schöpferisch produktiv. Bei Günther Kempf wird die Wand selbst zum Träger der künstlerischen Arbeit. Der Ausstellungsraum wird zum Schauplatz eines offenen Prozesses, in dem Kunst nicht als abgeschlossenes Objekt erscheint, sondern als flüchtiges Ereignis im Hier und Jetzt.

Sondertermin:


Donnerstag, 20.08.2026:
19 Uhr, Meet & Greet / Künstlergespräch
Kulinarisches vom Restaurant & Bistro Orphée

Große Ostbayerische Kunstausstellung 2026 in Deggendorf

Regensburger Kunstinteressierte kennen sie natürlich: die "Große Ostbayerische Kunstausstellung" des BBK. Eine Ausstellung, in der für jeden Geschmack etwas dabei ist.

Die jährlich stattfindende Ausstellung wird in dreijährigem Rhythmus an verschiedenen Ausstellungsorten präsentiert: in der Städtischen Galerie Regensburg (zuletzt 2025), im Kunst- und Gewerbeverein Regensburg (zuletzt 2024) und im Kulturviertel Deggendorf. 

Und dieses Jahr ist Deggendorf dran. 

Ich habe nach meinem Besuch in Zwiesel am letzten Sonntag auch noch diese Ausstellung besucht und möchte hier auf diese Ausstellung hinweisen:



Große Ostbayerische Kunstausstellung
BBK Niederbayern/Oberpfalz
27. Juni - 6. September 2026

Deggendorf (Stadtmuseum u. Handwerksmuseum)




Auf den Ausstellungsflächen des Stadtmuseums und Handwerksmuseums zeigen 76 Kunstschaffende insgesamt 123 Werke und geben einen umfassenden Einblick in die aktuelle ostbayerische Kunstszene. 

Der Eintritt ist günstig: 4 Euro, ermäßigt 2 Euro. Bei Temperaturen ab 30 Grad gibt es im August freien Eintritt. Seit 13 Uhr haben wir freien Eintritt, sagte mir der Portier im Handwerksmuseum. 

Veranstaltungsort ist diesmal Stadtmuseum und ein Raum im schräg gebenüberliegenden Handwerksmuseum. Diese Kombination wird oft praktiziert. Der Eintritt gilt immer für beide Museen. 

Gleich hinter dem Handwerksmuseum gibt es noch den Kapuzinerstadl, in welchem derzeit auch eine Ausstellung von drei Künstlern zu sehen ist. Diese habe ich aber am Sonntag nicht geschafft.

Klimaanlagen gibt es aber in den Museen nicht. Im Stadtmuseum war es aber gut auszuhalten.

Ein Parkhaus ist gleich daneben. Ein paar Meter weiter kommt man zum Stadtzentrum.



Deggendorfer Stadtmuseum (links) und Handwerksmuseum (rechts)





Internationale Glasausstellung in Zwiesel - und Zwiesler Buntspecht 2026

In Zwiesel locken - wie jedes Jahr im August - gleich zwei Ausstellungen: die sehenswerte "Internationale Glaskunstausstellung" im Waldmuseum und der  "62. Zwiesler Buntspecht", eine allgemeine Kunstausstellung, über die ich schon mal vor zwei Jahren berichtet hatte. 

Ich besuchte beide Ausstellungen am Sonntag, wohl wissend, das ich das auch mit der Zwieseler Glasnacht nächste Woche hätte verbinden können. Ich habe den Ausflug nicht bereut. Vor allem die Glaskunstausstellung gefiel mir sehr gut.

Internationale Glaskunstausstellung 2026 im Waldmuseum Zwiesel

Waldmuseum Zwiesel - gleich neben der Kirche

Die Internationale Glaskunstausstellung 2026 hat diesmal das Thema "Mystische Kreaturen und Mythische Wesen" und wird vom 31.07. - 16.10.2026 gezeigt. Es gibt eine Finissage am 16. Oktober um 19 Uhr. Ort ist das "Waldmuseum Zwiesel"  in der zweiten Etage. Der Eintritt umfasst auch den Besuch von Erdgeschoß und erster Etage.

Die Öffnungszeiten: Mo, Do, Fr, Sa, So: 10:30 bis 16:00 Uhr. Di und Mi sind normalerweise Ruhetage - aber während der bayerischen Schulferien gibt es keine Ruhetage. Ort: Waldmuseum Zwiesel, Kirchplatz 3, 94227 Zwiesel, Tel. +49 9922 503706, https://www.waldmuseum-zwiesel.de/veranstaltungen/internationale-glaskunstausstellung/

Nach einer Mittagsmahlzeit, die ich mir mit acht emsigen Wespen teilte, ging ich durch die sonntäglich-menschenleere Hauptstraße zurück Richtung  "Zwiesler Buntspecht"-Ausstellung. 

Rechts vom Rathaus: der Weg zur Terrasse der Mittelschule

Der Zwiesler Buntspecht (hier ohne e im Wort Zwiesel) findet schon zum 62. mal statt, und zwar vom 3. August bis 30. August 2026. Veranstaltungsort ist die riesige Aula der Mittelschule und ein Nebenraum. 

Die traditionsreiche Kunstausstellung zeigt täglich von 13:00 bis 18:00 Uhr Werke aus den Bereichen Malerei, Bildhauerei (Glas, Holz, Stein, Metall) und Keramik. Die Werke sind von bayerischen und tschechischen Künstlern. Wie üblich ist das verbunden mit einer Ausstellung von Werken der  Glasfachschule Zwiesel sowie  einer Sonderausstellung - diesmal vom Künstler Siegfried Schriml. 

Adresse: Mittelschule Zwiesel, Böhmergasse 7, Zwiesel. Täglich von 13 bis 18 Uhr. Webseite: www.bayerischer-waldverein-zwiesel.de/buntspecht/. Eingang unten über die Terrasse, also nicht oben beim Haupteingang der Schule. 

Zwiesler Buntspecht 2026

Bei der Rückfahrt nach Regensburg habe ich in Deggendorf pausiert, um mir dort die diesjährige Ostbayerische Kunstausstellung anzusehen. Darüber poste ich einen eigenen Veranstaltungshinweis.

Wer sich für eine der hier genannten Ausstellungen in Zwiesel interessiert, könnte das am 14. August mit dem Besuch der Zwiesler Glasnacht verbinden. 


Siehe auch: 

Sonntag, 9. August 2026

Zwieseler Glasnacht kommt am 14.08.26



Am Freitag, den 14. August 2026 (Beginn: 18:00 Uhr), lädt die Glasstadt Zwiesel wieder zur „Zwieseler Glasnacht“ ein. Das bedeutet eine Nacht lang Party, Glas, Feuer und Licht

Jedes Jahr Mitte August ( um "Mariä Himmelfahrt") verwandelt sich die Zwieseler Innenstadt einen Abend lang in eine Partymeile, auf der unter dem Motto "Glas-Feuer-Licht" an verschiedenen Plätzen der Stadt gefeiert wird. 

Traditionell wird die Glasnacht von dem amtierenden Bürgermeister sowie der Glaskönigin eröffnet. Schwedenfeuer und Windlichter aus Glas weisen allen Besuchern im Anschluss den Weg zu den einzelnen Veranstaltungsorten, an denen ein abwechslungsreiches Programm angeboten wird. Live-Musik, Glasvorführungen und kulinarische Leckereien sorgen bis weit nach Mitternacht für beste Stimmung.

Ich hatte die Glasnacht eher zufällig im Jahr 2024 erlebt, als ich eine Glaskunstausstellung in Zwiesel besuchte. Einen Bericht darüber gibt es hier: https://www.regensburger-tagebuch.de/2024/08/von-zwiesel-zu-bayerisch-eisenstein.html

Man kann das als Tourist gut verbinden mit einem Besuch von zwei parallel laufenden Ausstellungen:

  • Internationale Glaskunstausstellung im Waldmuseum
  • Zwieseler Buntspecht 

44. Regensburger Stummfilmwoche - 11. bis 16. August 2026

Stummfilmklassiker, kombiniert mit Live-Musik. Das Ganze möglichst OpenAir im traumhaft schönen Ambiente des Thon-Dittmer-Innenhofs. Das ist  das Erfolgsrezept der Regensburger Stummfilmwochen. 

1982 erstmals vom "studentischen Arbeitskreis Film" als Einzelprojekt durchgeführt, schlossen sich VHS und DAI  an, so dass ab 1983 diese Veranstaltung alljährlich im Thon-Dittmer-Palais durchgeführt werden konnte. Ab hier wurde dann auch gezählt. Dieses Jahr startet die 44. Stummfilmwoche, und zwar

vom 11. bis 16. August 2026

Die Wetteraussichten sind in diesem Jahr hervorragend.  Bei schlechtem Wetter werden die Vorführungen ins Kino im Leeren Beutel verlegt, dort ist auch der Sitz des Vereins, der heute "Arbeitskreis Film Regensburg e.V." heißt.

Ich habe jahrelang die Filme im Arkadenhof besucht, mittlerweile kenne ich natürlich die meisten Filme. Allerdings gibt es mittlerweile restaurierte Fassungen, und immer wieder tauchen neue Schätze auf. 

Gestartet wird mit einem Klassiker von Harald Lloyd, "Safety Last" (deutscher Titel "Ausgerechnet Wolkenkratzer"), der auch die berühmte Uhr-Szene enthält, die wohl schon jeder mal zumindest als Screenshot gesehen hat. 

In dieser ikonischen Sequenz hängt der Hauptdarsteller Harold Lloyd am Zeiger einer riesigen Uhr an der Fassade eines Wolkenkratzers weit über dem Straßenverkehr. Gefilmt wurde die Szene ohne Spezialeffekte mithilfe einer optischen Täuschung: Das Set war auf dem Dach eines tiefer gelegenen Gebäudes platziert, sodass die Kamera die echte Straßenschlucht im Hintergrund erfasste, während Lloyd bei einem Sturz auf eine Plattform gefallen wäre. Abgesehen davon sind die artistischen Leistungen von Lloyd immer noch erstaunlich.

Harold Lloyd in „Safety Last!“ (1923) Quelle: Wikimedia Commons (Gemeinfrei)


Das Programm zur Stummfilmwoche findet ihr auf: www.stummfilmwoche.de/

Übrigens: Herr Medard Kammermeier, der federführend beteiligt war an der Etablierung der Stummfilmwoche (und später auch der Kurzfilmwoche) erhielt im Jahre 1922 den Kulturpreis der Stadt Regensburg (siehe https://www.regensburger-tagebuch.de/2022/11/gelungen-die-kulturpreisverleihung-2022.html)

Eingangs nannte ich das DAI, das neben VHS das Projekt unterstützte. Ältere Regensburger kennen den Begriff noch, der fest mit dem Thon-Dittmer-Palais verbunden war: DAI bedeutet Deutsch Amerikanisches Institut. Das DAI Regensburg existierte bis 1999 im Thon-Dittmer-Palais. Die Geschichte der Amerikahäuser findet man hier: 
https://www.historisches-lexikon-bayerns.de/Lexikon/Amerikah%C3%A4user

Samstag, 8. August 2026

Wieder mal gelungen - REWAG Nacht in Blau 2026

REWAG Nacht in Blau 2026

Es war eine der schönsten "blauen Nächte" im Regensburger Stadtpark, die ich erleben durfte. Das Wetter war bis in die milde Nacht hinein genial, und die Musikauswahl gelungen. 

Die Organisation durch die Stadttocher "REWAG" war hervorragend, lediglich der Ansturm auf die Essens- und Getränkeausgaben war wohl stärker als geplant. Das Publikum war zivilisiert und bis in die Nacht hinein friedlich. Viele hatten ihren eigenen Proviant mitgebracht, den sie auf Picknick-Decken oder den auf den von der REWAG gestellten Tischen ausbreiteten. Besucher entdeckten in dem gefüllten Park fast zwangsläufig alte und junge Bekannte, man hörte vielerorts ein freudiges "Ja-hallooo!". Unserer Gruppe ging es nicht anders - manchmal entdeckten wir gleich mehrere alten Bekannte gleichzeitig.

Es gab zwei Musikbühnen und eine dritte Bühne war für Tanzworkshops und Jonglagen bestimmt. Die Veranstalter hatte wieder kostenlos viele Stühle und Tische aufgestellt, die man frei nutzen durfte. 

Ich selbst kam erst ab 18 Uhr und  genoss zuerst die Cosmonautix mit ihrem fetzigen Sound auf der grünen Bühne, und zwischendurch ein wenig Swing mit "Sissi swingt" auf der blauen Bühne. Dazwischen durften Spaziergänge und Gespräche nicht fehlen. 

Später hörte ich die kolumbianische Band "Dr. Krapula", die für ihre sozialkritischen Texte bekannt sind. Wir wechselten dann aber doch zur italienischen Band "Rekkiabilly". Diese international angesehene Rockabilly-Band wird neuerdings mit einem Bläsersatz unterstützt und fegte uns einfach weg - vom ersten bis zum letzten Stück.  Diese Band war eine echte Überraschung und ein wunderbarer Abschluss Konzertphase.

Nach 22 Uhr gibt es keine Bühnenmusik mehr, aber die Leute saßen noch auf den Bänken herum und unterhielten sich. Ich bekam endlich ein Getränk und pflanzte mich auf eine der Bänke, in deren Umfeld ein wenig Musik am Tisch zu hören war. Nicht zu laut, grad so, dass man halt an den Nachbartischen "völlig losgelöst" mitsingen konnte, und ansonsten mit ruhigen Gesprächen um mich herum. Ich hielt es im Park noch eine Stunde aus, obwohl ich mittlerweile alleine unterwegs war. Zu schön war die Atmosphäre und die traumhafte Beleuchtung im Park. 

Vielen Dank an die Organisatoren. Und ich bin dankbar für das wunderbare Regensburger Publikum.




Cosmonautix spielen  ihren "Rocket Balalaika Speedfolk"





Die gelbe Bühne; im Hintergrund das KOG und der Pallas Athene auf der Dachkuppel, in der gelegentlich aufblitzenden Sonne leuchtend





Sissi swingt - auf der blauen Bühne

Die Sonne bricht durch

Auf der gelben Bühne steht einer Kopf

Kolumbianische Band Dr. Krapula

Es wird langsam dunkel - die blaue Nacht bricht herein



Rekkiabilly 











Austausch

 













Auch nach 22 Uhr - die Leute genießen die milde Nachtluft

Mit Liebe zum Detail





Endlich keine Schlange vor der Getränkeausgabe