Regensburger Tagebuch

Notizen von der nördlichsten Stadt Italiens

Montag, 23. März 2020

CinEScultura 2020 verschoben auf November



Das ursprüngliche Plakat. Die dort abgedruckten
Termine gelten aber nicht mehr



Dass das diesjährige Festival nicht zum geplanten Termin im April stattfindet, ist angesichts der aktuellen Lage klar. Glücklicherweise hatte ich meine Ankündigung noch nicht veröffentlicht, sie schlummert im Entwurfsstadium.

Die Ausweichtermine stehen bereits fest, wie ich gerade erfahre. Die Festivalleitung verschob die XIII. cinEScultura auf den Herbst, in der Hoffnung, dass sie dort ihr "Schiff im Sturm auf Kurs halten" können. Wenn es soweit ist, werde ich meine Leser genauer informieren


Hier die Termin-Änderungen im Überblick


Kino und Filmgespräche: Opera prima II - Kurzfilme - Preisverleihungen9. November- 15. November 2020 | 18:30 & 20:45 Uhr | Filmgalerie im Leerer Beutel, Bertoldstraße 9
A
usstellung Spanien - ein Land der Filmkultur19. Oktober- 14. November 2020 | Stadtbücherei Regensburg, Haidplatz 8
Ausstellung turEScultura: Historische Tourismusplakate aus Spanien28. September- 10. Oktober 2020 | DEZ
Ausstellung: Street Art von Gato Mwahrscheinlich im Herbst | Café Lila
Lesung: Sara Mesa - Quasi
vermutlich Ende Oktober 2020 | 20:00 | Buchhandlung Dombrowsky, St.-Kassians-Platz 6 | Eintritt: 8 Euro / 6 Euro


Konzert: Maria Rodés - Lilithvermutlich Ende Oktober 2020 | 20:30 Uhr | Jazzclub im Leeren Beutel, Bertoldstraße 9 | Eintritt: 25 Euro / 15 Euro

Donnerstag, 19. März 2020

Erster Tag im Ausnahmezustand

Es ist Mittwoch, 14.30, ein herrlich warmer Vorfrühlingstag. Und der erste Tag, an denen die meisten Geschäfte wegen der Corona-Bekämpfing geschlossen sind. Ich werfe kurz einen Blick in das DEZ, weil ich wissen will,  ob bzw. welche Geschäfte geöffnet sind. Dort hat man in kompakter Form, was auch in der Altstadt gilt: kaum Leute, und nur ein paar Geschäfte sind geöffnet: Friseure, Metzgertheken, Bäckertheken, der BIO-Laden und andere Lebensmittelgeschäfte.

Die Tische an den Imbiss-Läden waren um 14.45 schon gesperrt, von wenigen Ausnahmen abgesehen.

Und später, draußen an der Donau, stelle ich erstaunt fest: kaum Spaziergänger, trotz des guten Wetters. Genauso heute am Donnerstag. Ich war am Europakanal, ein Lieblingsplatz für meinen Hund. Dort war gähnende Leere, trotz herrlichstem Wetter. Offenbar hat sich die Stimmung so stark auf die Seelen geschlagen, dass sich die Leute überhaupt nicht mehr raus trauen.

Fotos von gestern und heute:




Tom Kristen im artspace Erdel - Fotos von der Vernissage

Am 27.2. wurde die Ausstellung des Künstlers Tom Kristen eröffnet. Über diese Ausstellung, die noch bis 24.4. in der Erdel-Galerie läuft, hatte ich im Vorfeld hier  berichtet.

Ich wurde angenehm überrascht - nicht nur von den Bildern selbst, sondern auch von dem Künstler, der eine unterhaltsame Rede hielt, und den Informationen über ihn. Von ihm stammt übrigens auch das geniale Kunstwerk am Eingang der neuen Synagoge in Regensburg. Dort hat er das Gedicht  „Gemeinsam“ von Rose Ausländer in Spiralenform gebracht.

Wegen der im letzten Blogartikel erklärten Zeitnot beschränke ich mich darauf, nur einige Fotos von dem Vernissage-Abend zu zeigen. In der Mittelbayerischen gibt es vom 3.3.2020 einen Artikel mit weiteren Informationen.








Galerist Dr. Wolf Erdel

Antonia Kienberger

Tom Kristen









Wolfram Schmidt








Turbulenter als vorher

Wenn ich letzte Woche noch davon ausging, dass mir bald viel Zwangs-Freizeit bevorsteht, weiß ich es mittlerweile besser: Ich arbeite mehr denn je - derzeit fast jeden Tag bis Mitternacht.

Hintergrund: ich wirke seit vielen Jahren als Dozent bei verschiedenen Erwachsenenbildungseinrichtungen - vor allem dem Berufsförderwerk in Regenstauf, ferner dem Regionalen Bildungszentrum und einem Fernlehrinstitut. Und wie zu erwarten war, beendeten alle Bildungsträger Anfang dieser Woche den Präsenzunterricht - auch die, die von der Anordnung rechtlich nicht erfasst waren.

Da aber die Einrichtungen - wie übrigens bei anderen Schulen und Bildungseinrichtungen auch - auf Fernunterricht umgestiegen sind, damit die Schüler weiterhin betreut werden, sind wir Dozenten mehr als früher im Einsatz. Im BFW nutzen wir die hervorragende Infrastruktur, um während der sonst üblichen Unterrichtszeiten Unterrichtsmaterialien zu erarbeiten - das reicht aber nicht. Den mündlichen Unterricht von zwei Stunden durch Materialien zu ersetzen, die der Schüler versteht, kostet mehr als zwei Stunden Zeit. Und daher sitzen wir zu Hause ebenfalls am Computer und tippen.

Obwohl ich zu den Kollegen gehöre, die für die meisten Fächer aus sich heraus verständliche Skripten verwenden, merke ich, dass auch das nicht genug ist. Ich muss sie umschreiben oder ergänzen. Dazu kommen organisatorischen Anweisungen, Abstimmungen mit Kollegen, das Erarbeiten neuer Übungen und das mühselige Tippen von Lösungen (die man sonst an der Tafel erledigt).

Ich habe viele Bekannte, die in weiteren Schulen und Bildungseinrichtungen tätig sind, und diese berichten Ähnliches. Und überall wird zwangsläufig improvisiert. Aber eines ist durch die Bank gemeinsam: die Dozenten jammern nicht, sondern hängen sich mit Eifer rein.

Und es macht mir Spaß, wieder mal meine Kenntnisse auf dem neuesten Stand zu bringen. Ich denke dabei an Lernplattformen wie "Moodle" oder "Team", mit denen ich mich beschäftigen muss.



Die letzten Tage habe ich bis in die Nacht gearbeitet, so auch heute. Ich nehme mir aber jetzt mal die Zeit, um ein paar Blog-Artikel zu veröffentlichen oder Entwürfe frei zu schalten.

Burkes an seinem High-Tech-Computer

Freitag, 13. März 2020

Was wird gelesen im Tagebuch

Gestern abend traf ich in der Stadt dern Regensburger Schauspieler Holger Wilhelm Matthias, bekannt als Brunner Wirt in "Dahoam is dahoam".

Ich erzählte ihm, dass mein Interview mit ihm aus dem Jahre 2014 (Blogartikel "Der Brunner Wirt im El Churrado - dahoam is dahoam") auch heute noch so häufig aufgerufen wird, dass es oft in den Top-Ten der  Zugriffsstatistiken auftaucht. Wohlbemerkt: der aktuellen Statistiken, die sich nur auf die letzte Woche oder Monat bezieht, wo  also alte Artikel mit mit den neu erschienenen Artikel konkurrieren.

Zu Hause sah ich nach, und tatsächlich war der besagte Artikel ganz oben, eigentlich untern den fünf ersten fünf. Wobei ich natürlich dazu sagen muss, dass in jüngster Zeit nicht viel neue Artikel erschienen sind.

Und da ich das alle paar Jahre mache, zeige ich bei dieser Gelegenheit wieder mal einen kleinen Blick in die Statistik:





ArtikelSeitenaufrufe
17
16
15
14
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Donnerstag, 12. März 2020

Sonntag, 8. März 2020

Die 26. Kurzfilmwoche beginnt am 11. März 2020

Vom 11. bis zum 18. März findet die diesjährige "Internationale Kurzfilmwoche Regensburg" statt. Thema ist diesmal "Natur und Nachhaltigkeit". Orte sind: Ostentorkino, Filmgalerie im Leeren Beutel, Wintergarten und  das W1 Jugendzentrum.

Die Homepage (www.kurzfilmwoche.de) wird derzeit offenbar überarbeitet, aber man kann zumindest das Programm als PDF-Datei herunterladen. Optisch besser aufbereitet findet ihr das Angebot auf den Seiten der Mittelbayerischen Zeitung, und zwar hier

Es geht los am Mittwoch den 11.03. im Ostentorkino:
Eröffnungsfeier ab 19 Uhr; ab 22 Uhr gibt es im Kino das Eröffnungsfilmprogramm und parallel dazu in der Kinokneipe die Eröffnungsparty. Zumindest is so geplant.
Am Donnerstag gibt es - neben den Wettbewerbsfilmen in den drei Kinos (Ostentor, Filmgalerie, Wintergarten) noch einige begleitene Veranstaltungen im W1 Jugenzentrum

Interessant darunter: Eine Vernissage um 18.00 Uhr. Eröffnet wird eine Ausstellung zu Augmented und Virtual Reality von internationalen Künstlern wie Tamiko Thiel (interaktive Augmented-Reality-Großbildprojektion EVOLUTION OF FISH), Janne Pulkkinen, Hannes Vartiainen, Pekka Veikkolainen (VR-Installation THE FISH) und Anna Kekkonnen (Expanded Cinema UNDERWATER MOMENTUM). Mehr Infos hier.

Update: Am Freitag sollte es wieder die  traditionelle Zündfunkparty im Leeren Beutel geben. Diese wurde mittlerweile abgesagt (https://www.br.de/radio/bayern2/sendungen/zuendfunk/zuendfunk-party-108.html)
Zündfunkparty im Leeren Beutel abgesagt!
Das weitere bzw. komplette Programm findet ihr hier:
https://www.kurzfilmwoche.de/kurzfilmwoche.2020.pdf

Sonntag, 23. Februar 2020

Nu is er weg, der Wirsing-Turm

Ein Krach, ein Wumms, dann wird es leise. Kamera läuft nicht, so ne Scheiße.

Das haben viele um mich herum gedacht, die wir eine halbe Stunde lang gewartet hatten. Ich auch, denn die Sprengung des Wirsing-Turms kam eine Minute früher als erwartet, und die Videofunktion war noch nicht eingeschaltet.

Aber das macht nichts - es gibt auf youtube eine schöne Video-Aufzeichnung der Stadt Regensburg und von ein paar anderen auch noch. Die Links habe ich zusammengestellt, das Video der Stadt habe ich hier in dem Artikel direkt eingebunden.

Jetzt ist er weg, der Kepler-Turm oder Wirsing-Turm, manche nennen es auch das "ehemalige Studentenwohnheim" (es handelte sich um das1969 errichtete Dr.-Martin-Luther-Heim, das von der Evangelischen Kirche lange Jahre als Studentenheim betrieben wurde) oder das "Wirsing-Gebäude" (nach dem Architekten Werner Wirsing).

Wir werden uns  an den neuen Anblick gewöhnen müssen. Was dort hin kommt? Zuerst ein provisorischer  Busbahnhof ("Interims-ZOB"), dessen Pläne sie hier sehen können: https://www.regensburg.de/rathaus/regensburg-plant-und-baut/bahnhofsareal-mit-zukunft/interims-zob. Wie es weiter geht, steht noch nicht fest. Nach dem Bürgerbegehren ist vieles wieder offen.


Die nächste Stunde nach der Sprengung habe ich damit verbracht, von verschiedenen Blickwinkeln aus  den ungewohnten Anblick des Areals zu dokumentieren. Bis hin zum ersten Stock des Bahnhofs aus, wo es tatsächlich zwei Fenster mit Blick zum Gelände gibt.



Donnerstag, 20. Februar 2020

Tom Kristen ab 27.2. in der Galerie "artspace Erdel2

Tom Kristen machte sich in den letzten Jahren vor allem mit Kunst im öffentlichen und sakralen Raum einen Namen. Nach zehn Jahren stellt Tom Kristen erstmals wieder in seiner Heimat Ostbayern aus, und zwar in der Galerie artspace Erdel in Regensburg


Sänger im Dickicht
Werke von Tom Kristen

Malerei, Zeichnungen und Druckgrafik 2009-2019
artspace Erdel, Fischmarkt

Eröffnung: 27. Februar 2020 um 20 Uhr
Dauer der Ausstellung: 27. Februar – 24. April 2020


Tom Kristen ist zur Eröffnung anwesend.
Öffnungszeiten der Ausstellung
 Montag bis Freitag von 11-18 Uhr und nach Vereinbarung




Über Tom Kristen

Mittwoch, 19. Februar 2020

Gruppenausstellung in der Galerie Lesmeister - heute Vernissage


ALLES ANDERS
Künstler der Galerie 2010 - 2020
Galerie Lesmeister
Vernissage am 19. Februar von 19 - 21 Uhr


Erstmals zeigt die Galerie Isabelle Lesmeister in einer Gruppenausstellung ausgewählte Werke von GaleriekünstlerInnen und GastkünstlerInnen aus den vergangenen 10 Jahren. Die Internationalität der Galerie wird deutlich, wenn man sich die Herkunftsländer der Künstler ansieht: sie stammen aus 10 verschiedenen Ländern.

Mit einer besonderen Art der Präsentation, der Salonhängung, wird an die frühen Gruppenausstellungen der Salonkünstler und an die ersten Galerien im 19. Jahrhundert erinnert.

Künstler:

ASHWAN (UK), Maria Agureeva (RU), Luis Álvarez (CU),  Tania Brassesco & Lazlo Passi Norberto (IT), Giulia Dall ́Olio (IT), Lars Fischedick (ZA), Jenny Forster (DE), Yunieski Frías (CU),
Silja Götz (ES), Camille Hannah (AU), Jeremy Holmes (US), Mathias Hornung (DE), Huber.Huber (CH), Kelvin López (CU), Edgar Molino Marrero (CU), Birgit Nadrau (DE), Anna Nemes (HU), Karlos Pérez (CU), Requer (CU), Nico Sawatzki (DE), Madeleine Schollerer (DE), Johanna Strobel (DE), Angelika Tóth (HU)


Galerie Isabelle Lesmeister
Dr.
Isabelle Lesmeister
Obermünsterstrasse 6
93047 Regensburg


www.galerie-lesmeister.de (dort ist die Veranstaltung noch nicht vermerkt, der Termin stimmt aber) 

Ausstellung „Vom Kumor in der Hunst“ ab 21.02.2020



Nein, das ist kein Vertipper, die Ausstellung heißt wirklich so, auch wenn natürlich letztlich gemeint ist "vom Humor in der Kunst". Und mit diesem Thema will die  diesjährige Ausstellung auch etwas über den Fokus der zwei vorangegangenen reinen Karikaturenausstellungen des Kunst- und Gewerbevereins (in 2006 und 2013) hinaus gehen.

Karikaturenausstellung „Vom Kumor in der Hunst“
im Kunst- und Gewerbeverein Regensburg,
Ludwigstraße 6, Ausstellungssaal im 1. OG

 
Eröffnung am Freitag, 21. Februar 2020 um 19 Uhr
Ausstellungsdauer: 22. Februar bis 29. März 2020

plus zahlreiche Termien für Sonderveranstaltungen (siehe Ende des Beitrags)


Zum dritten Mal lädt sich der Kunst- und Gewerbeverein Regensburg die Humoristen ein. Bereits bei den vorangegangenen Karikaturenausstellungen 2006 und 2013 wurden regionale und überregionale Künstler präsentiert. Damals ging es um speziell um Karikatur.

Vortrag über Luftangriffe auf Regensburg am Do 20.02. im Aurelium

Bildvortrag von Peter Schmoll
 
Luftangriffe auf Regensburg
Die Messerschmitt-Werke und Regensburg im Fadenkreuz alliierter Bomber 1939 – 1945
 
Aurelium Lappersdorf (Am Anger 1) I 
Do. 20.02.2020 I 19 Uhr I Eintritt frei
 
Über Regensburg schien am 17. August 1943 die Sonne, als sich die Bomber näherten. Um 12.24 Uhr ertönte in der Stadt Fliegeralarm, um 12.42 Uhr fielen die ersten Bomben. Nach 22 Minuten Luftangriff: 402 Tote, 1800 Verletzte, unzählige zerstörte Gebäude, darunter die Messerschmitt-Werke, die das Hauptangriffsziel waren.
 

Montag, 17. Februar 2020

Georgischer Abend am 22. Februar 2020 in Karlstein



Immer mehr Leute entdecken das Land Georgien und schwärmen vor allem von der Herzlichkeit und Gastfreundlichkeit der Leute in diesem Land. Erst heute gab es eine einstündige Sendung in der Serie Breitengrad auf Bayern 2.

Wer mehr vom Land sehen und hören will, und das gleichzeitig mit einem leckeren 4-Gänge-Menü mit georgischer Küche verbinden will, der interessiert sich vielleicht für den "Georgischen Abend" im renommierten Landgasthof Lautenschlager in Karlstein. Es gibt neben Essen auch Tanz und eine Bilderpräsentation. Eine eine entsprechende Veranstaltung vor einem Jahr war sehr erfolgreich.

Organisiert ist der Abend vom Thomas-Wiser-Förderverein Regenstauf.
  • Es gibt ein 4-Gänge-Menü mit georgischen Speisen
     
  • Vier junge Georgierinnen werden wieder georgische Tänze aufführen. 
     
  • Sieglinde Geipel (Vorsitzende des Vereins) und Rudolf Geipel präsentieren Fotos von Georgien und erzählen über den Alltag und die Traditionen in diesem Land.
     

Preis für das Essen: 38,00 € pro Person (4-Gang Menü inklusive Mineralwasser). Ansonsten gibt es eine Spendenbox.

Termin: 22. Februar 2020
Einlass: 18:00 Uhr, Beginn 19:00 Uhr

Kartenvorverkauf über Frau Geipel
(sieglinde.geipel@gmx.de),  oder direkt im Landgasthof Lautenschlager: https://www.landgasthof-lautenschlager.de/index.php/8-veranstaltungen/200-22-02-2020-georgischer-abend

Sonntag, 16. Februar 2020

Nachruf Helmut Nieberle

Es ist eine der unangenehmsten Beiträge, die ich in diesem Blog schreiben musste: der Regensburger Jazz-Gitarrist Helmut Nieberle ist am 9. Februar 2020 gestorben. Dass dieser, für seine rundherum liebenswürdige und freundiche Art beliebte Mensch schon mit 63 Jahren von uns gehen musste, ist sehr traurig.

Helmut Nieberle, "Gipsy-Gitarissimo-Session" am 9. Januar 2013 im Lokanta

Nachrufe gibt es einige zu lesen, in der SZ wie in BR Klassik oder in der Jazz-Zeitung. Denn er hatte mit seinem enormen Fähigkeiten einen europaweiten Ruf erworben. Eine kleine Liste von informativen Beiträgen habe ich zusammengestellt. Ihr findet sie am Ende des Artikels, und dort findet ihr auch nähere Informationen über seine musikalische Laufbahn.

Helmut war Musiklehrer in Regensburg, und zwar seit Anfang der 80er Jahre an der von Richard Wiedamann gegründeten (und später städtischen) Musikschule. Laut Wikipedia war er schon ab 1979 Mitglied der Formation "Rabo Swing Machine" unter Wiedamann, die manche von uns noch in Jazz-Weekends oder bei den Sessions in Wiedamanns Übungskeller erleben durften. Nieberle unterrichtete aber wohl auch am Freien Musikzentrum in München, in Augsburg und anderen Orten.


Montag, 3. Februar 2020

Astrid Schröder ab 5.2. im Schaulager der Galerie Erdel

Astrid Schröder, Shifting signs, Acryl auf Leinwand, 80 x 140 cm, 2019

Astrid Schröder stellt ihre aktuellen Arbeiten im Schaulager der Galerie Dr. Erdel in Regensburg aus.

Astrid Schröder
Aktuelle Arbeiten
Ausstellung vom  5. Februar - 5. März 2020
Schaulager der Erdel Galerie - Am Schallern 4


Öffnungszeiten: Montag bis Freitag 11-18 Uhr u.n.V.
Am Schallern 4
93047 Regensburg
Telefon: 0941.702194
www.erdel.de


Astrid Schröder studierte von 1991 bis 1997 Akademie der Bildenden Künste München bei Prof. Jürgen Reipka, wurde seine Meisterschülerin und schloss 1999 ihre Ausbildung mit dem Diplom ab. Seit 1997 arbeitet Astrid Schröder als freischaffende Künstlerin.

Für ihre Kunst wurde Astrid Schröder mit zahlreichen Preisen geehrt, u.a. von der Stadt Regensburg, vom Kunst- und Gewerbeverein Regensburg, der LfA Bank Bayern und der Bayerischen Staatsregierung.

Samstag, 1. Februar 2020

Der Katzentempel - Katzen-Cafe in der Obermünsterstraße


Katzentempel in Regensburg, Obermünster Str. 19

Vorhin stellte ich in einem Gespräch fest, dass es manche einfach noch nicht mitbekommen haben, weil sie die örtliche Tageszeitung nicht lesen. Daher für alle, die sich anderweitig informieren: Regensburg hat seit zwei Wochen ein Katzencafe, genannt "Katzentempel". Das befindet sich in der Obermünsterstraße, etwa gegenüber dem Parkhaus. 

Sechs Tempelkatzen der Rasse "Britisch Kurzhaar" leben hier und lassen sich vom Publikum streicheln: Amon, Phantom, Yamato, Hermann, Kistune und Poppy. Sie stammen alle vom Tierschutz.

Vorgestellt werden sie auf dieser Unterseite der Homepage: https://katzentempel.de/tempelkatzen/regensburg. Im Lokal selbst werden sie auf Tischkarten ebenfalls vorgestellt, unter Angabe ihres Charakters und ihrer Lieblingskraulstelle. Dass sie sehr verspielt sind, beweisen die Videos und Filmberichte (eines der Videos ist nachfolgend in diesem Artikel direkt eingebunden).


Thomas Leidner, der Gründer, hat 2013 das erste Cafe in München eröffnet. In Regensburg eröffnete am 16.01.2020 der fünfte Ableger der "Katzentempel".  Andere Katzentempel sind in München, Nürnberg, Hamburg. Leipzig und Rosenheim. Gemäß einem heutigen Bericht in der Tageszeitung liegen schon sehr viele Reservierungen  für den Regensburger Katzentempel vor.

Ich selbst war noch nicht drin, sondern bin nur dran vorbei gegangen. Ich hae ein paar Videos, Fotos und Hintergrundberichte zusammen gestellt.


Video von IDOWA auf youtube:  https://www.youtube.com/watch?v=xZsEje1bE9Y

Weitere Fundstellen:


Der Wirsing-Turm, bereit zur Sprengung

Der Wirsing-Turm sieht jetzt, am 1. Februar, richtig nackt aus. Er wurde so weit wie möglich entkernt, damit die baldige Sprengung möglich ist.




Freitag, 31. Januar 2020

Silvia Jilg ab 9.2. im Leeren Beutel - Jazz-Club-Galerie

Bild: Silvia Jilg


Am Sonntag, den 9.2.2020 wird eine neue Ausstellung im Leeren Beutel eröffnet:

silvia jilg
„tiere wie du und ich“

am sonntag, 09. februar, 2020, 11 uhr
in der jazz-club-galerie
restaurant leerer beutel
bertoldstraße 9, 93047 regensburg

begrüßung: winni freisleben
einführung: renate christin


ausstellungsdauer: 09. februar – 21. april 2020
öffnungszeiten: mo 19 - 23 uhr
di – Sa 11 - 23 uhr
restaurant leerer beutel
bertoldstraße 9, 93047 regensburg

Mittwoch, 29. Januar 2020

Art Affair mit Ausstellung verschiedener Galeriekünstler

Galerie Art Affair, Galerienabend 2019




Zum Jahresstart 2020 präsentiert die Galerie Artaffair einen Querschnitt der von der Galerie vertretenen Künstler.


Auf 170 qm Ausstellungsfläche erwarten uns Werke von Willi Siber,  Anna Bocek,  Ralf Koenemann, Alex Bär, James Francis Gill sowie Bronzeskulpturen von Markus Lüpertz.






ARTAFFAIR. GALERIE FÜR MODERNE KUNST
Inh. Karl-Friedrich Krause
Neue-Waag-Gasse 2
93047 Regensburg
Tel: 0941 - 599 95 91
info@art-affair.net

Donnerstag, 16. Januar 2020

Hochhaus am Kepler-Areal - Sprengung am 23. Februar 2020

Der gut 30 Meter hohe Turm  am Kepler-Areal (Kepler-Turm, Wirsing-Hochhaus) wird am 23. Februar um  11.00 Uhr gesprengt.



Ursprünglich war ein normaler Abbau geplant, im Laufe des Januars entschied sich dann die Stadt für eine Sprengung.



Der Wirsing-Turm soll laut Zeitungsbericht durch drei Sprengungen fallen. Die äußere Gebäudehülle soll dabei in sich zusammenfallen, der innere Gebäudekern nach Süden in Richtung Bahnhof kippen. Die erste der kurz hintereinander erfolgenden Sprengungen soll die dem Turm vorgelagerte Stützenkonstruktion zum Einsturz bringen.

Das Experimentalbild entstand noch zu einer Zeit, als von Sprengung nicht die Rede war. Ich betitelte es als "Memento Mori, Wirsing-Hochhaus". 


Wie ich schon berichtet hatte, soll auf dem Gelände ein provisorischer zentraler Busbahnhof entstehen, die Pläne der Stadt findet ihr hier:



https://www.regensburg.de/rathaus/regensburg-plant-und-baut/bahnhofsareal-mit-zukunft/interims-zob

Dienstag, 7. Januar 2020

Am 10.1. Vernissage zur Ausstellung "Bild-Findung / Bild-Erfindung"

Vor kurzem wies ich auf eine neue Ausstellung im Kunst- und Gewerbeverein hin:

Bild-Findung / Bild-Erfindung
Gisela Griem - Johanna Obermüller - Wolfram Schmidt
Eröffnung: Freitag 10. Januar 2020 um 19.00 Uhr

Kunst- und Gewerbeverein; Ausstellungsdauer 11.1. bis 9.2.2020

Um ehrlich zu sein: ich hatte damals keine Infos über die Einzelheiten, aber ich wusste, dass der Fotograf und Künstler Wolfram Schmidt mitwirkt, dessen Bilder ich sehr schätze.

Mittlerweile habe ich die Presseinformationen und die Bilder - und das alles macht mir ordentlich Appetit auf die Ausstellung: uns erwarten wirklich spannende Werke und interessante Künstler.

Das Studium des Materials überraschte mich: das, was ich z.B. anfangs als abstrahierte Fotos hielt, waren in Wirklichkeit hochformatige Holzschnitte. Und Johanna Obermüller überrascht mich mit interessanten Plastiken, die sie neben ihren Drucken zeigt. Von Wolfram Schmidt gibt es die abstrahierten Abwandlungen von Fotomaterial, bei denen man nichts mehr von der Fotografie merkt.

Ich möchte ein paar der Bilder zeigen und etwas über die Künstler informieren.

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Sonntag, 5. Januar 2020

Das nahende Ende des Wirsing-Hochhauses



Memento Mori - Wirsinghochhaus
Oh, da wird ja abgerissen, höre ich wiederholt im Bekanntenkreis. Ja liest denn keiner mehr die Zeitung? Natürlich: das so genannte Wirsing Hochhaus wird seit November 2019 abgetragen.  Allerdings nicht gesprengt, wie ich in der Bildmontage suggeriere, sondern Stück für Stück normal abgerissen (Update 14.1.2020: mittlerweile wird Sprengung diskutiert).

Derzeit sind die kleineren Nebengebäude dran.

Wirsing-Hochhaus in der Abendsonne, 10.11.2019

Abgerissen wird natürlich nicht nur das Hochhaus, sondern der gesamte Gebäudekomplex, dessen Zentrum das sogenannte „Wirsing-Hochhaus“ ist - so bezeichnet nach dem Architekten Werner Wirsing (1919 – 2017). Es handelt sich um das1969 errichtete Dr.-Martin-Luther-Heim, das von der Evangelischen Kirche lange Jahre als Studentenheim betrieben wurde.

Was dahin kommt? Ein "Zentraler Busbahnhof" mit mehreren Buchten. Der löst die Haltestellen in der Alberstraße und am Bahnhof ab. Dieser Plan steht schon fest. Wie das aussieht, habe ich beim letzten Tag der offenen Tür im Alten Rathaus sehen können.

Ich habe ein wenig recherchiert und die Pläne auch im Internet auf den Webseiten der Stadtverwaltung entdeckt:

https://www.regensburg.de/rathaus/regensburg-plant-und-baut/bahnhofsareal-mit-zukunft/interims-zob

Dort können Sie auch sehen, wie sich die Stadt die Verkehrsführung vorstellt.


Der zeitlose Augenblick - Lokalisation von Fotos

Hier noch ein Schmankerl für diejenigen, die das (im letzten Artikel besprochene) Buch mit Fotos von Christoph Lang (Der zeitlose Augenblick) schon besitzen: screenshots von google-earth-Ansichten, die ich so aufbereitet habe, dass man den wahrscheinlichen Standort des Fotografen und seine Blickrichtung erkennt.

Denn die Orte zu finden, die auf den Fotos sichtbar sind, ist nicht immer so einfach. Manchmal sind die Häuser abgerissen, oder der Platz hat sich stark verändert.

Oder es fehlt einfach Hintergrundwissen. So sind die Fotos vom Stadtpark interessant, weil dort noch die Gebäudlichkeiten der "Oberpfälzer Kreisausstellung 1910" sichtbar sind. Eine nach dem Vorbild von Weltausstellungen kreierte Ausstellung, die auch Anlass für die Ausgestaltung des Stadtparks war. Die (entgegen dem Namen durchaus überregional bedeutsame) Ausstellung ist auf alten Ansichtskarten sichtbar (siehe meinen Beitrag auf: https://regensburg-historisch.blogspot.com/2011/09/die-oberpfalzische-kreisausstellung.html)


Fast alle Gebäude sind später abgerissen worden. Nur das Gebäude mit der Ostdeutschen Galerie steht noch, und auch hier muss man wissen, dass sich der Giebel mit dem Eingang damals auf der Westseite statt auf der Ostseite befand.

Auch der ehemalige Winterhafen ist kaum bekannt. Manche kennen noch das alte Eisstadion, wissen aber nicht, dass in den Jahrzehnten davor hier ein Hafenbecken war - der Winterhafen. Das Foto von der Schwimmbadanlage auf Seite 104 zeigt eben diesen Hafen (und nicht, wie man beim flüchtigen Lesen meinen könnte, die Schwimmbäder auf der Nordseite des Oberen Wöhrds)

Zu S. 104 (im Buch ist hier das Foto aus 1938 von einer Schwimmbadanlage im damaligen Winterhafen)

Die zugehörigen Fotos aus dem Buch zeige ich - schon aus urheberrechtlichen Gründen - hier natürlich nicht.
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Das Foto auf Seite 8 zeigt die (als Fassade noch bestehende) Hauptwache (die Säulen an der Westseite des Kaufhof Galeria) und rechts daneben ein herrliches Gebäude, das abgerissen wurde, als in den 1970er Jahren der Kaufhauskomplex am Neupfarrplatz gebaut wurde (siehe hierzu auch die interessante Luftbildaufnahme 1970, die den ganzen Komplex vor dem Abriss zeigt: http://reinis-welten.de/regensburg/bauwerkeplaetzeundsonstigesberuehmtes/diegeschichtedesneupfarrplatzes/index.html)


Seite 8


Buchtipp - Der zeitlose Augenblick - Band 2 der Fotos von Christoph Lang

Hier kommt ein Buchtipp für meine Leser: "Der zeitlose Augenblick" mit dokumentarischen Fotos von Regensburg aus der Zeit zwischen 1937 und 1959.

Dieses  Buch ist (wie auch der Vorgängerband) ein Muss für alle, die an der jüngeren Geschichte von Regensburg interessiert sind.

Schon der erste Band hatte mich begeistert, aber dieser zweite Band war für mich die Hammer-Überraschung: höchst interessante Fotos, zusammen mit einer noch größeren Fülle an wertvollen Hintergrundinformationen als im ersten Band - dank des immensen Wissens des Kulturhistorikers Dr. Morsbach, der das Buch kommentiert und herausgegeben hat, aber auch dank der extremen Recherchen, die er zu jedem Foto durchführte. Denn zu jedem Foto wurden akribisch die zugehörigen Personen, Häuser, Geschäfte rekonstruiert und Geschichtliches rund um diese Topics erzählt.

Das Buch hat eigentlich keine Werbung nötig, es wird wie der erste Band bald vergriffen sein, aber darum geht es mir: meine Leser darauf hinzuweisen, sich das Buch rechtzeitig zu besorgen.








Der komplette Titel des Buchs lautet "Der zeitlose Augenblick - Regensburg erster Stadtfotograf Christoph Lang 1937 bis 1959", erschienen im Dr. Morsbach Verlag, erhältlich in Regensburger Buchläden (jedenfalls beim Pustet), dagegen (noch) nicht sichtbar auf der Webseite des Morsbach-Verlags oder bei amazon.

Es ist der zweite Band mit ausgewählten Fotos von Christoph Lang. Das erste Buch erschien 2018 unter dem Titel "Alltag Wandel Leben", das bei amazon sichtbar, aber als nicht verfügbar gekennzeichnet ist. Auch nicht als Gebrauchtbuch.

Lang (1895-1966) war Regensburgs erster Stadtfotograf in der Zeit von 1937 bis 1959. Seite Aufgabe als Fotograf für das Stadtbauamt war in erster Linie die Dokumentation des Stadtbildes, seiner Veränderungen und Wandlungen. Aus den 22 Jahren seiner Tätigkeit hinterließ er 20 000 Aufnahmen.

Der Historiker Dr. Morsbach hatte schon im ersten Band aus dem Fundus interessante Fotos herausgegriffen und um wertvolle Informationen bereichert.  Es war schnell vergriffen. Leider hatte ich das Buch so spät gekauft, dass ich nicht mehr rechtzeitig eine Rezension schreiben konnte. Als ich den Verleger und Mitautor Dr. Morsbach traf, erzählte ich ihm, wie begeistert ich von dem Buch sei, und dass ich unbedingt etwas über das Buch schreiben möchte. Dabei erfuhr ich jedoch, dass das Buch bereits vergriffen ist, und wohl auch nicht nachgedruckt wird. Es sei aber ein zweiter Band in Vorbereitung.

Freitag, 3. Januar 2020

Vorsicht - Zone 30 in Weißenburgstraße

Aufpassen, liebe Leser. Die Weißenburgstraße ist Mitte Dezember  zur 30 km/h-Zone geworden.  Die Zone fängt schon nach der Brücke an, bzw. geht bis zum Brückenanfang (siehe Bild).

Anlass war die Feinstaubbelastung.

Die neue Beschränkung gilt  (gem. Stadtratsbeschluss vom 3. Dezember 2019) auch in den Straßen Jakobstraße, Neuhausstraße, Arnulfsplatz, Weißgerbergraben und Nordteil des Bismarckplatzes:




Um auf die Weißenburgstraße zurück zu kommen: nur wenige merken es, und es gibt täglich stille Kämpfe zwischen genervten, arglos normal fahrenden Fahrer (die die Umstellung nicht bemerkt haben) und Fahrer, die von der 30er Beschränkung wissen.

Eine Geschwindigkeitsbeschränkung bei dieser vierspurigen Hauptader vermutet man einfach nicht,  und wer sieht denn schon beim Fahren durch diese Straße nach den Schildern ganz rechts am Rand (das macht man allenfalls, wenn man anhalten möchte). Man muss schon konzentriert nach den Schildern spähen, um sie zu bemerken.


Auch ich habe es tagelang nicht bemerkt, wunderte mich aber einmal über einen Fahrer vor mir, der ohne Not 30 fuhr. Will der wechseln und wartet auf eine Gelegenheit? Nö, doch nicht. Ist der von auswärts und glaubt an eine 30er-Zone? Nö, der ist von hier. Warum zum Kuckuck fährt dieser Doldi die ganze Weißenburgstraße so langsam und beschleunigt erst beim Stobäusplatz? Komisch.

Erst zwei Tage später las ich es. Jawohl, die Zeitung war notwendig, und nur gut, dass ich so konsequent jeden Tag Zeitung lese, auch wenn ich zwei Tage lang nicht dazu gekommen bin. Allerdings überlas ich die schon vorangegangene Meldung Mitte Dezember, was beweist, auch auch gründliche Leser nicht alles mit bekommen, was in der Zeitung steht.


Die Stadtverwaltung sollte sich wirklich Gedanken machen, wie man deutlicher auf die Änderung hinweisen könnte. Eine Schrift am Boden wäre nicht schlecht gewesen. Bei jeder Vorfahrtsänderung gibt es ja auch gesonderte Hinweise.

Dabei geht es mir gar nicht so sehr um die Bußgeldgefahr, sondern um die Drängelei, die derzeit entsteht, weil einige von der Beschränkung wissen, die meisten nicht. Das könnte schon mal genervtes Gehupe ergeben, und unnötigen Stress bei allen Beteiligten.


Unabhängig von dieser Problematik bleibt uns allen eine weitere Gefahr: wir Fahrer sind Gewohnheitstiere, und wir fahren automatisch. Wir sind in Gedanken und fahren nach Gefühl. Obwohl ich seit ein paar Tagen von der Beschränkung weiß, bin ich wiederholt normal gefahren. Das erste mal von der Brücke her nach Haus: ich dachte noch auf der Brücke darüber nach, wie ich den Artikel im Regensburger Tagebuch formulieren könnte, und während ich so überlege, merke ich: ich bin schon längst in der Weißenburgstraße, über die ich schreiben will, und fahre die übliche Geschwindigkeit (im Gleichklang mit allen vor, neben und hinter mir, so dass mein Unterbewusstsein nicht klingelte). Und gestern ist es mir wieder passiert, obwohl ich auch da kurz vorher noch dachte: "Obacht".

Das wird wohl noch länger so bleiben. Und ich fürchte, früher oder später werde ich geblitzt werden, obwohl ich zu den gewissenhaften Fahrern gehöre. Aber ich bin über vier Jahrzehnte hier durchgefahren, das wird dauern, bis die innere Automatik umprogrammiert ist.