Regensburger Tagebuch

Notizen von der nördlichsten Stadt Italiens

Donnerstag, 19. Juli 2018

Zeitsprung an der Römermauer

Zeitsprung an der Römermauer, gerahmt,  70x50 cm,  Giclée-Druck

Das ist eines meiner Lieblingsbilder aus den Regensburg-Experimenten. Es ist eine Kombination eines meiner Lieblingsfotos aus dem Jahre 2014 mit einem Detail der römischen Peutinger-Karte, auf  der man die wohl älteste Abbildung von Regensburg sieht.

Im Februar 2014 machte ich eine Reihe von Fotos von der Römermauer beim Dachauplatz, darunter eine Tele-Aufnahme mit den Silhouetten von zwei römischen Kriegern, die in Wirklichkeit nur auf die Glasfenster aufgedruckt sind.

Beispiele us der Fotoserie vom 2.2.2014, Römermauer

Diese Kombination von Mauer und Silhouetten auf einigen der Bilder ist so wunderschön, dass sich das alleine schon für eine Ausstellung geeignet hätte.

Eines dieser Bilder habe ich bereinigt, also z.B. die "Notausgang"-Beleuchtung weg-retouchiert, und dann mit der Peutinger-Karte kombiniert.

Die Peutinger-Karte ist für mich eine der faszinierendsten historischen Karten sowieso, und das nicht nur, weil darauf die älteste Darstellung von Regensburg ist. Eine Miniaturabbildung hängt im städtischen Museum im Durchgang zur Kirche,  aber die "echte" Karte ist riesig, 6,80 Meter um genau zu sein.

Benefiz-Aktion im DEZ geht zu Ende - nur noch bis Samstag

Nur noch zwei-ein-halb Tage. Am Samstag abend ab 18.00 Uhr  hängen wir die Bilder in der Benefiz-Kunstausstellung im DEZ ab und räumen die Skulpturen weg. Dann endet die  dreiwöchige Benefiz-Aktion der Regensburger Charity Art Group im Donaueinkaufszentrum.

Dazu ein paar Worte in eigener Sache.

Ich selbst war diesmal nach einer längeren Pause wieder mit vertreten. Sogar mit einer komplett neuen Bilderserie, die ich mit enormen finanziellem Aufwand im Frühjahr drucken ließ und für die kommenden Ausstellungen der Charity-Art-Group gedacht war.

Dabei habe ich auf alles verzichtet, was ich bisher ausgestellt hatte - also kein Acryl, kein Aquarell, keine normalen Fotos.



Vielmehr habe ich mich auf das besonnen, was mich die letzten 20 Jahre am intensivsten beschäftigt hat, und zwar ohne Unterbrechung: Experimentelles, seien es abstrakte Kompositionen aus dem Bereich Digital-Art, oder Fraktalbilder, oder Experimente mit meinen Fotos.


Dienstag, 17. Juli 2018

Ausstellungseröffnung - Helmut Wolf in der Galerie Distelhausen

Am Freitag abend wurde die Ausstellung von Helmut Wolf in der Galerie von Carola Insinger eröffnet. Die Laudatio sprach Michael Eibl, 1. Vorsitzender des Kuratoriums Europäische Kulturarbeit e. V. , und es wurde ein schöner Abend in lockerer Atmosphäre und interessanten Gästen, wobei nicht nur die beiden Galerieräume, sondern auch der Garten zur Verfügung stand.

Helmut Wolf ist für seine wunderbaren Holzskulpturen bekannt und viele seiner Werke sieht man in manchen Lokalen in Regensburg. Wer seine Arbeiten noch nicht kennt, kann sich eine Vorstellung von seinen Werken machen, wenn er diesen Artikel liest, den ich 2014 anlässlich eines Atelier-Fests machte.

Schon bei seiner  Ausstellung vor einem Jahr im Krankenhaus St. Josef überraschte der Bildhauer viele seiner Fans, indem er auch  mit eigenen Bildern an die Öffentlichkeit ging. Diesmal ist der Anteil gemalter Bilder noch höher, und sie fanden unter den anwesenden Kunstinteressierten nicht nur respektvolle Anerkennung, sondern es gab  noch während des Abends einige Ankäufe durch Besucher.



Helmut Wolf (Künstler), Carola Insinger (Galeristin), Michael Eibl (Laudator)


Der Eingang zur Galerie Distelhausen

Diese Vernissage gab mir endlich die Gelegenheit, die Galerie in Distelhausen kennen zu lernen, von der ich schon viel gehört hatte. Sie wird seit 12 Jahren von Carola Insinger betrieben, die dazu den schon vom Verfall bedrohten Kuhstall im Elternhaus restaurierte und umbaute. Das Ergebnis lässt sich sehen, es entstanden wunderbare Räume. Und die Galeristin, die früher jahrelang im Kunsthof Weichmann gearbeitet hatte,  ist stolz darauf, dass sie sich diese Galerie ganz alleine aufgebaut hat.


Mittwoch, 11. Juli 2018

Die fünf Synagogen Regensburgs

Gerade kommt die Meldung des Bayerischen Rundfunks, dass Regensburg im kommenden Jahr die "Judenvertreibung von 1519" zum Jahresthema machen will.

Damals, also 1519,  musste das  am Neupfarrplatz existierende Judenviertel, das dort jahrhundertelang friedlich existierte und international vor allen in Gelehrtenkreisen berühmt war,  aufgrund eines überraschenden Beschlusses innerhalb von zwei Wochen geräumt werden.

Die Gebäude dieses Viertels wurden danach komplett abgerissen. Darunter auch die Synagoge, deren genauen Standort man in den 90er Jahren bei Grabungen entdeckte - es ist dort, wo heute das Boden-Denkmal existiert (der Brunnen wurde dazu eigens nach Westen versetzt).

Der zugehörige Friedhof vor den Toren der Stadt (etwa heutiger Bahnhofspark),  wurde geschändet, die über viertausend Grabsteine wurden meist zerstört, teilweise aber auch von Regensburger Bürgern mit Billigung des Rates entwendet und als sichtbare makabre Trophäe des „Sieges“ über die Juden in Hauswände eingemauert. Heute sind noch ca. 60 dieser „Judensteine“ erhalten; ein paar Beispielfotos sieht man bei Wikipedia

Die gesamte Geschichte ist so schaurig wie interessant. Immerhin waren die hier lebenden Juden von den Bürgern eher geschätzt und wurden sogar gegen Jugendfeinde geschützt. Wie aber dann doch Hassprediger und neidische Geschäftsleute im 15. Jahrhundert einen Stimmungsumschwung erreichen konnten, und welche Standard-Strategien sie dabei verwendeten, ist auch auch für den Nichthistoriker lesenswert.

Letztlich kam es durch den Tod von Kaiser Maximilians I. am 12.1.1519 zu einem Macht-Vakuum, das der Rat der Stadt Regensburg nutzte, um am 21.2.1519 den Beschluss der Räumung zu überbringen.

Der Artikel in Wikipedia über das Judentum in Regensburg bringt leider nur einen guten Überblick, ist aber auch wieder so extrem zusammengefasst, dass viele Details fehlen, die für das Verständnis wichtig wären.


Ich will dieses Thema hier nicht vertiefen (hierzu gibt es mittlerweile gute Bücher und Aufsätze), sondern will die Meldung zum Anlass nehmen, einen schon länger vorbereiteten Artikel freischalten, der die Synagogen in Regensburg betrifft.

Denn so wie 1519 auch die Synagoge mit abgerissen wurde, kam es in der Nazi-Zeit erneut zu einem überraschenden Abriss einer Synagoge, die damals am Brixener Hof war (neben der Kaffee-Rösterei). Dort wird jetzt ein neues Gebäude errichtet, das in 2019 fertig sein wird.


Wenn man aus diesem Anlass über die Geschichte der früheren Synagogen recherchiert, findet man  verwirrendes Material, und kommt irgendwann zu einer überraschenden Entdeckung: es gab vier Synagogen in Regensburg, die fünfte ist im Bau. Und was in Texten als "alte" und "neue" Synagoge bezeichnet wird, hängt davon ab, wann ein Buch oder Aufsatz erschienen ist, was zu Verwechslungen führen kann.




Dieser Artikel hat das Ziel, die Geschichte der Regensburger Synagogen aufzuzeigen und gemeinfreies Anschauungsmaterial zu bündeln.


Sonntag, 8. Juli 2018

Helmut Wolf in der Galerie Insinger in Distelhausen

Es gibt eine neue Ausstellung des Künstlers Helmut Wolf, diesmal in der Galerie von Carola Insinger in Distelhausen:

Helmut Wolf
Skulptur und Grafik
14. Juli bis 26. August 2018
 

Vernissage: Freitag, 13. Juli 2018, um 19 Uhr

Einführung: Michael Eibl, 1. Vorsitzender des Kuratoriums
Europäische Kulturarbeit e. V. Beratzhausen

Galerie Carola Insinger
Distelhausen 1 . 93188 Pielenhofen

Öffnungszeiten:
Freitag/Samstag/Sonn- und Feiertage: 14 – 18 Uhr
und nach Vereinbarung: Tel. 0172 8610036

www.galerie-distelhausen.de

Samstag, 7. Juli 2018

Eröffnung der Charity-Art-Wochen im DEZ

Am Mittwoch gab es die Eröffnungsfeierlichkeiten für die diesjährige DEZ-Benefizaktion der Charity-Art-Group Regensburg.

Die läuft übrigens hervorragend - in den wenigen Tagen bis gestern sind schon etliche Bilder verkauft worden. Da klingelt die Kasse für die zwei sozialen Einrichtungen, die heuer begünstigt sind: Aktion Sonnenschein e.V. (Förderverein für das Kinderzentrum St. Martin) und Drug Stop e.V.

Was mit den Geldern geschieht, das erklärten diesmal ausführlich die beiden engagierten Leiterinnen, Frau Riebeling und Fr. Hoffmann-Plank, bei ihren Ansprachen.

Vorher fand die Bürgermeisterin Maltz-Schwarzfischer lobende Worte für den ehrenamtlichen Einsatz der Mitglieder und freute sich, wieder als Schirmherrin auftreten zu dürfen. Völlig zu recht wies sie darauf hin, dass viele der Kunstwerke zu erstaunlich günstigen Preisen angeboten werden, so dass der Käufer sogar noch "gewinnt", obwohl er gleichzeitig etwas für einen guten Zweck unternimmt, ein Win-Win-Situation also, wie sie es formulierte.

Und es sprachen noch Thomas Zink vom Donaueinkaufszentrum, ohne dessen Unterstützung dieses Projekt unmöglich wäre, ferner Vorstand und Gründerin Rita Dendorfer, und die angehende Kunsthistorikerin und Neumitglied Ricarda Jaksch als Sprecherin für den Verein selbst, also die Regensburger Charity Art Group.

Mehrere der Redner gingen auf den enormen Aufwand ein, der hinter der gesamten Organisation von Tombola und Kunstausstellung steckt, und den man erst erfasst, wenn man sich näher damit beschäftigt.

Bürgermeisterin Gertrud Maltz-Schwarzfischer


Mirjam Avelli - Premiere von Chico und Chicolina (Neufassung) in Geiselhöring



Hier kommt ein Tipp für Kurzentschlossene, die gerne lachen, für den morgigen Sonntag:


Mirjam Avelli und Stefan Avelli spielen morgen auf dem Bürgerfest in Geiselhöring eine neue Version  von "Chico und Chicolina".

Chico und Chicolina ist ein  Clown/Comedystück, das auch vor der Neufassung schon genial anzusehen war (wie man durch Suchen auf youtube feststellen kann). Aber die bisherige Fassung war ohne Ton, gedacht für internationalen Einsatz. Nunmehr gibt es eine komplett neue Fassung mit Sprache - und die Premiere ist eben morgen am


im Rahmen des Bürgerfestes Geiselhöring.

Mirjam Avelli stammt aus Regensburg. Einigen ist sie bekannt als Gründerin von "Scants of Grace e.V." und der Organisation des "Jahninselfests", anderen als Clownin, die u.a. seit 20 Jahren in der Hedwigs-Klinik spielt

Mirjam Avelli ist Sozialpädagogin, die auch Musik und Bewegung studiert hat, und sich auf Performance,  Clownsarbeit, Akrobatik, Jonglage, Tanz und Bewegungstheater spezialisiert hat.

Einen Einblick in ihr wirklich faszinierendes Treiben können Sie auf der Webseite bekommen:





Inhalt des Stücks

"Wer ist heute Chef?"

Ein rasant- witziges Clownsstück, in dem Chico und Chicolina damit beschäftigt sind, Ihre Show "ordnungsgemäß" zum Besten zu geben. Dies funktioniert natürlich hinten und vorne nicht, und bringt Chicolina zur Weißglut. Zum Schluss wird Alles gut, nachdem 2 freiwillige Feuerwehrmänner aus dem Publikum über den "Sicherheistcheck" alles im Griff bekommen: Der finale Höhepunkt kann beginnen! 


Freitag, 6. Juli 2018

Oper "Don Pasquale" im Taschenbuchformat

(Update: gegeben wird Don Pasquale und nicht La Boheme; darauf machte mich Peter Lang vom Kulturjournal aufmerksam; er selbst konnte die Programmänderung nicht mehr korrigieren, da die aktuelle Ausgabe schon im Druck war)

Habe im Kulturjournal was Interessantes entdeckt: Eine Veranstaltung im Thon-Dittmer-Palais am 10.7.2018, 17.30 Uhr: "Don Pasquale" im Taschenbuchformat.

Das gab es schon mal in Regensburg, z.B. 2014, und so hieß es im Veranstaltungskalender Regensburg damals:

Mit der „Oper im Taschenbuchformat“ gelingt es, die „große Oper“ sehr authentisch und nah im Kleinen erleben zu können: Ein Instrumentalquintett als „Orchester“ und vier Sänger, bringen alle wesentlichen Arien und Ensembles der Oper auf die Bühne; darüber hinaus erklärt die unterhaltsame und zugleich informative Moderation die gesamte Handlung und bietet sowohl für „Anfänger“ als auch für “Operngeübte” jeden Alters Interessantes zum Werk, den handelnden Figuren und dem Komponisten.

Der aktuelle VA-Hinweis:
https://www.regensburg.de/veranstaltungen/detail/195277

Sonntag, 1. Juli 2018

Unsere Benefiz-Wochen starten - Regensburger Charity Art Group im DEZ 2018

Zum elften Mal: die alljährlichen Benefiz-Wochen der Regensburger Charity Art Group e.V. stehen an.


Das Plakat enthält einen Fehler: die Aktionswochen starten am 2. Juli.




Regensburger Charity Art Group 2018

Benefiz-Ausstellung und Aktionen 

02. Juli 2018 bis 21. Juli 2018

Donaueinkaufszentrum


(auf der Fläche zwischen 
Drogerie Müller und Peek & Cloppenburg)


Ausstellungseröffnung ist am  04.07.2018 um 19 Uhr mit Ansprachen u.a. von Bürgermeisterin G. Maltz-Schwarzfischer

Donnerstag, 28. Juni 2018

Thomas-Wiser-Haus - Open Air Kino am 6. Juli 2018



In der Kinopause - open-air-Kino im Thomas-Wiser-Haus Regenstauf (mehr Fotos)


Open Air Kino
und „All You Can Eat - Buffet“ 

Französische Komödie "Birnenkuchen mit Lavendel"

im Thomas Wiser Haus

Freitag, 6.Juli 2018 – 19:30 Uhr


Das Thomas Wiser Haus lädt auch dieses Jahr ein zur traditionellen Filmnacht mit Schlemmerbuffet im romantischen Garten der Thomas-Wiser-Anlage.

Diesmal präsentiert das Thomas Wiser Haus die französische Komödie Birnenkuchen mit Lavendel aus dem Jahr 2016.

Buffeteröffnung um 19:30 Uhr
Filmbeginn bei Einbruch der Dunkelheit

Wer nur den Film sehen will: Eintritt frei, Spenden erbeten
Wer das „All you can eat“ - Buffet dazu haben will: 10,-

Wie romantisch das Ganze sein kann, wenn das Wetter passt, zeigen die Fotos von der Filmnacht 2015, hier: https://www.regensburger-tagebuch.de/2015/07/openair-kino-mit-monsieur-claude-und.html

Mittwoch, 27. Juni 2018

Ausstellung im ehemaligen GLORIA-Kino

Gerade lese ich den neuesten Newsletter von Dr. Maria Baumann, und bin begeistert: es gibt eine Kunst-Ausstellung im ehemaligen Gloria-Kino!




KUNST IM KINO  
von MUTSUO HIRANO und THOMAS LANGE

Eröffnung: Samstag, 30. Juni 2018, 18 Uhr


Einführung: Dr. Maria Baumann

Grußwort: Bürgermeister der Stadt Regensburg Jürgen Huber


Ort: Gloria, Simadergasse 2a 93047 Regensburg
Dauer der Ausstellung: 30.06. – 29.07.2018

Skulptur von Mutsuo Hirano



Aus dem Mitteilungstext:

Durch die Ausstellung von Bildern, Skulpturen, Keramiken und Objekten wird das seit langem verlassene Kino noch einmal für kurze Zeit wieder zum Leben erweckt.

Es werden ca. 40 Keramikskulpturen in den Rängen und auf den Sitzplätzen sowie 50 Bilder kleineren Formates (als Mosaik angebracht) gezeigt. Beide Installationen “imitieren” das einstige Kinopublikum.


Philosophische Einsichten im DEZ

Ein hellsichtiger  Philosoph hat da ein passendes Schild im DEZ aufgestellt.

Bleibt zu ergänzen: "Nach dem Spiel ist diesmal nicht vor dem Spiel"

Donaueinkaufszentrum, 27.06.2018, 19:13 Uhr