Jahresausstellung des Fotoclub Regenstauf
im Donaueinkaufszentrum
27.10. bis 06.11.2026
Eröffnung: 27.10. 18 ab 18 Uhr
Homepage des Fotoclubs Regenstauf: www.fotoclub-regenstauf.de/
Vertraute Spielfiguren lösen sich aus ihren ursprünglichen Zusammenhängen und treffen auf autobiografische Situationen, Beobachtungen aus dem Alltag und fiktionale Elemente. Erinnerung, Spiel und Gegenwart beginnen dabei ineinander überzugehen.KunstvereinGRAZ
Im Zentrum der Ausstellung steht ein gemeinsam entwickeltes, raumgreifendes Buchobjekt. Wie ein überdimensionales Bilderbuch entfaltet es unterschiedliche Szenarien, Figuren und Spielwelten. Malerei wird blätterbar, Bilder setzen sich in Bewegung und die Grenzen zwischen Buch, Bild und Spiel beginnen sich aufzulösen. Ergänzt wird die zentrale Arbeit durch weitere Buchobjekte, in denen reale und erfundene Geschichten aufeinandertreffen und neue Zusammenhänge entstehen.
Für beide Künstler:innen wird das Spielerische dabei zu einer künstlerischen Haltung. Janne Marie Dauer bewegt sich zwischen Comic, Illustration, Malerei und Animation. Jonas Mayer in seiner interdisziplinären Praxis Malerei, Skulptur und Installation verbindet und das Spielen als Haltung, Forschungsansatz und gestalterisches Prinzip untersucht. Aus Beobachtungen des Alltags und des urbanen Raums entwickelt er eine Bildwelt, in der sich Ernsthaftigkeit und Leichtigkeit begegnen. In „PLAYBOOK“ verbinden sich ihre unterschiedlichen künstlerischen Perspektiven zu einer gemeinsamen Bildwelt zwischen persönlicher Erinnerung, spielerischer Konstruktion und visueller Erzählung.
Die Malerei kann man zugleich als abstrakt und gegenständlich, konkret und erzählerisch bezeichnen. Was widersprüchlich scheint verbindet sich im malerischen Vorgehen: Sichtbare Arbeitsspuren verweisen auf sich selbst und bilden im selben Moment Anlässe zur räumlichen Orientierung und gegenständlichen Lesbarkeit.
Die Scherenschnitte sind dabei eine Weiterführung und Zuspitzung dieses Ansatzes: Die Malerei auf Transparentpapier lässt Körper und räumliche Illusion entstehen. Einfache Schnitte mit Messer durchbrechen diese materielle Ebene aus Papier und Farbe. Die ausgeschnittenen Negativformen zeigen dabei nichts anderes als die schlichte Wand dahinter. Doch im Auge der Betrachtenden werden diese Ein- und Ausschnitte, diese Fehlstellen zu überwirklich hellen plastischen Körpern und Figuren. In dieser Konstellation offenbart sich eine zentrale Erkenntnis: Das materiell gebundene Werk erschließt und ergänzt sich erst im Vorgang der individuellen Wahrnehmung zu einem geschlossenen Bild.
»Thomas Heyl diffamiert unseren Wunsch nach Bildern nicht, aber er führt uns behutsam und manchmal auch mit List dorthin, wo wir nicht umhin können, uns als Subjekte der Imagination zu erleben unsere Augen zu öffnen und auf den Grund der Bilder zu schauen, wo sich das verbirgt, was wir Schönheit nennen können«. (Franz Schneider)
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| Thomas Heyl; "Verlangsamen" |