Regensburger Tagebuch

Notizen von der nördlichsten Stadt Italiens

Samstag, 21. März 2026

Regina Hellwig-Schmid - ab 29.3.26 in der Minoritenkirche

Das Kulturamt lädt ein zur Ausstellungseröffnung der Kulturpreisträgerin Regina Hellwig-Schmid am Sonntag, den 29. März 2026 um 11 Uhr in der Minoritenkirche




Stroh zu Gold: Wert – Reichtum – Sinn
Rauminstallation und Performances von
Regina Hellwig-Schmid
Minoritenkirche
29.03. bis 17.05.2026

Eröffnung 29.03.2026, 11 Uhr



Aus dem Veranstaltungshinweis:

"Was macht eine Sache wertvoll? Ist es das Material, die Arbeit, die darin steckt oder der Wert, den wir ihr zuschreiben. „Stroh zu Gold“ nennt die Künstlerin Regina Hellwig-Schmid ihre Rauminstallation in der Minoritenkirche im Historischen Museum. Sie wird am 29. März um 11 Uhr eröffnet.

Im Inneren der Regensburger Minoritenkirche leuchtet es golden. Es riecht nach Stroh. Die Künstlerin Regina Hellwig-Schmid verwandelt Stroh zu Gold. Im sakralen Raum changiert ihr Werk zwischen ideeller und materieller Verheißung. In Installation und Performance hinterfragt sie Wert, Reichtum und Sinn. Hellwig-Schmid eröffnet so einen weitreichenden Dialog.

Sonntag, 15. März 2026

Erinnerungen an das Regensburger Baanthai (1982 - 2011)

Jeder ältere Regensburger kennt es wohl: das ehemalige Baanthai von Chailerd Toperngpong, ein thailändisches Lokal in der Dechbettner Straße 6, zwischen Dörnbergpark und Stadtpark.  Jetzt dient das Gebäude nur noch als Wohnhaus, aber die "BAANTHAI" Schrift ist noch auf der Fassade. 

In diesem Blogartikel geht es um das Lokal Baanthai, seinen Betreiber,den Sohn Florian Toperngpong, sowie um dessen "Baan-Thai-Kochbuch". Und auch das Zarap Zap Zap kommt vor.

Anlass für diesen längst überfälligen Artikel war ein Besuch der Witwe des Betreibers vor ein paar Jahren, als sie die Adresse einer gemeinsamen Bekannten benötigte. Ich kannte sie zwar von diversen privaten Begegnungen, wusste aber nur ihren Vornamen. Als ich mir den Familiennamen notierte, fragte ich überrascht: "Toperngpong? Etwa verwandt mit dem Kulturpreisträger?" Ja, das sei sie. Und dann erzählte sie im Verlauf des weiteren Gesprächs von einem Kochbuch, das ihr Sohn geschrieben hatte. Und ich erfuhr völlig überrascht, dass sie die Witwe des Betreibers von BAANTHAI sei, das sie nach dem Tod ihres Mannes, zusammen mit ihrem Sohn, noch ein paar Jahre lang betrieb.

Ich kaufte sofort das Buch (das in vielerlei Hinsicht lesenswert ist) und machte ein paar Fotos vom Gebäude für einen künftigen Blogartikel.

In dem genannten Kochbuch schildert Florian Toperngpong im letzten Kapitel auch sehr ausführlich die Geschichte der Familie und des Restaurants. Trotzdem hat es ein paar Jahre gedauert, bis ich endlich diesen Artikel fertigstellen konnte. Denn mir fehlten Daten, und ich wollte noch ein paar Bekannte über ihre Erlebnisse aus der damaligen Zeit fragen.

Das ehemalige BAANTHAI in Regensburg

Das ehemalige BAANTHAI in Regensburg

Das BaanThai war ein thailändisches Lokal in der Dechbettner Straße 6. Es existierte von 1982 bis 2011, also 29 Jahre lang.

Betreiber war der 1953 geborene und 2007 verstorbene Thailänder Chailerd Toperngpong  (sprich: Tschailerd) und seine Ehefrau Maria. Nach seinem völlig überraschenden Tod im Jahr 2007 haben seine Witwe und sein Sohn Florian das Lokal noch bis zum Jahr 2011 weiter betrieben.

Das Lokal war damals sehr beliebt. Wegen seiner thailändischen Küche, die sich wohltuend von den damaligen chinesischen Lokalen unterschied, aber auch wegen der herzlichen Atmosphäre. Florian Toperngpong bezeichnete es als verlängertes Wohnzimmer. Chailerd war nicht nur wegen seines lauten Lachens bekannt, sondern auch wegen seiner fröhlichen Art und seiner Neigung, Späße zu machen. Kinder liebten die Besuche dort, weshalb man viel Familien sah. In dem eingangs genannten Buch schildert der Sohn viele Personen und Erlebnisse aus der damaligen Zeit.

Samstag, 14. März 2026

Re.light 2026

Am Donnerstag, 12. März 2026 startete das laus dem Vorjahr bekannte Lichtkunstfestival "re.light" in seine 2. Ausgabe. 

Bis 22. März 2026 gibt es täglich Installationen zu sehen, und zwar an 14 Standorten jeweils in der Zeit von 18.30 bis 22.30 Uhr leuchten. auf der Webseite "https://relight-regensburg.de/" findet man die Veranstaltungsorte und den Vorschlag eines (5 km langen) Spaziergangs.

Ich hatte bisher nur gestern Gelegenheit, das eine oder andere zu sehen, weil ich wegen eines anderen Termins in die Stadt musste.

Mein Tipp: seht in der Obermünsterstraße vorbei.  Das hat mir wirklich sehr gefallen. Hinter dieser Videoinstallation steckte sehr viel Arbeit und viel Konzeption, und das alles ist gut "vertont". Ich habe mir zwei Durchgänge angesehen, bevor ich nach Hause bin. Videos werden nicht nur an die Fassaden, sondern auch an mehrere aufgestellte Glastafeln projiziert. Faszinierend waren auch die Schattensequenzen, wo sich manchmal auch echte Schatten von Spaziergängern mit den projizierten Schatten so vermischten, dass man keinen Unterschied merkte.


Die Installation stammt von Katje Heitmann und heißt Perpetuum. Auf der re.light-Webseite wird diese Station (mit der Nummer 11 auf dem Spaziergang) so beschrieben:

Freitag, 13. März 2026

Altes Rathaus - virtueller Rundgang in 3D

Eine Web-basierte Anwendung ermöglicht seit kurzem einen virtuellen 360°-Rundgang durch die historischen Innenräume des Alten Rathauses.  Bisher war der Zugang nur im Rahmen von Führungen möglich - oder an Tagen der offenen Tür. "Jetzt kann man sich einfach und bequem zu jeder Zeit und an jedem Ort ein eigenes Bild verschaffen.", heißt es in der Mitteilung der Stadt (Quelle)

Man findet das Ganze hier:

Ich habe mir das mal kurz angesehen . Man findet sich auf dem Platz vor dem Rathaus wieder und hat eine Ansicht ähnlich wie bei "Google Street View". Das heißt, man kann rundherum schauen.

Und beim ersten Besuch ist man vielleicht enttäuscht, denn man entdeckt vielleicht zunächst nur ein paar anklickbare Video-Links, in denen die Räume per Video erklärt werden. Aber keine Angst: es gibt wirklich einen 3D-Rundgang, den man selbst steuern kann. Man muss den Pfeil vor dem Eingang entdecken, der so aussieht, wie man es von Street-View oder von anderen 3D-Präsentationen her kennt. Dann kann man in das Gebäude treten und sich dort umsehen.

Innerhalb der Räume findet man wieder die Links zu Videos, in denen der Raum näher erklärt wird. Die Erklärungen sind aber relativ knapp. Das finde ich gut, weil somit die Führungen nicht überflüssig werden, in denen man viel mehr Interessantes erfährt.  Und das freut mich für alle Stadtführer.


Im alten Rathaus von Regensburg (echtes Foto, kein Screenshot)

Mittwoch, 11. März 2026

Vortragsreihe zum Todestag des heiligen Franz von Assisi

Zum Todestag  des heiligen Franz von Assisi

Zum 800. Todestag des heiligen Franz von Assisi im Jahr 2026 lädt die Katholische Erwachsenenbildung (KEB) zu einer Veranstaltungsreihe ein. In Vorträgen und weiteren Formaten soll Leben, Wirken und die bis heute anhaltende Bedeutung des Heiligen aus verschiedenen Perspektiven beleuchtet werden.

Den Auftakt macht am heutigen Abend ein Vortrag unter dem Titel „Franziskus von Assisi im Kontext seiner Zeit – Tradition, Aufbruch, Herausforderung“. Beginn ist um 19 Uhr im EmmeramForum. Referentin ist Andrea Riedl, die derzeit den Lehrstuhl für Mittlere und Neue Kirchengeschichte an der Fakultät für Katholische Theologie der Universität vertritt.

Im Mittelpunkt des Vortrags steht die Lebenswelt des Franziskus sowie die Entstehung der männlichen und weiblichen franziskanischen Ordenszweige. Darüber hinaus geht es um die historischen Rahmenbedingungen, Spannungen und Aufbruchsimpulse der franziskanischen Bewegung. Auch kunsthistorische Perspektiven auf die Person des Heiligen und seine Weggefährten werden thematisiert.

Der Eintritt ist frei, Spenden sind willkommen

Nach einiger Recherche fand ich dann endlich die Webseite mit den ganzen Terminen:

https://www.keb-regensburg-stadt.de/800-jahre-hl-franz-von-assisi/details/7-82420-franziskus-von-assisi-im-kontext-seiner-zeit/