Regensburger Tagebuch

Notizen von der nördlichsten Stadt Italiens

Samstag, 24. Juli 2021

Neues von der Galerie Kunstpartner in Adlmannstein

Die angekündigte Ausstellung „BLÜHSTREIFEN“ ist eröffnet und bis inklusive 8. August jeden Sonntag von 14 – 17 Uhr zu besuchen.

Das Konzert mit Susi und den Spießern ist bereits ausgebucht.

Schaulagerbesuche sind wieder möglich -  einfach anrufen und einen Termin vereinbaren. 09408 13 16 oder 0175 360 91 09




Im August geht "Kunstpartner" auf Landkreistour: im Auftrag von Kulturreferent Dr. Thomas Feuerer wurden vier Tagesfahrten entwickelt, bei denen sehr unterschiedlichen Regionen hinsichtlich moderner Architektur, Kunstateliers und auch Musik erkundet werden.


Die Ausflugstermine:

Samstag, 07.08.2021: Der Norden

Samstag, 14.08.2021: Der Osten

Samstag, 21.08.2021: Der Süden

Samstag, 28.08.2021: Der Westen

Nähere Informationen und die Möglichkeit zur Anmeldung: https://www.vhs-regensburg-land.de/programm/kultur-und-gestalten/kategorie/Landkreiskulturfahrten/174#inhalt

KUNSTPARTNER GbR Wilma Rapf-Karikari und Ingo Kübler
Altenthanner Straße 1
93170 Adlmannstein
https://www.kunstpartner.eu/
09408 13 16 oder 0175 360 91 09 oder info@kunstpartner.eu

Mittwoch, 14. Juli 2021

PrinzLeoKultur - Eröffnung durch Oberbürgermeisterin am 16.07.2021

Artikel aktualisiert am 15.07.(!)

PrinzLeoKultur Eröffnungswochenende
Eröffnung des Kulturareals auf dem Gelände der Prinz-Leopold-Kaserne
Freitag 16.07. bis Sonntag 18.07.2021
Eröffnung durch Oberbürgermeisterin 
am 16.07. um 18.00 Uhr
Eingang Dieselstraße 7, Regensburg

Über die kulturelle Zwischennutzung auf dem abrissfertigen Prinz-Leopold-Kasernen-Gelände habe ich bereits berichtet, ebenso über den kürzlich gegründeten Verein, der die kulturelle Nutzung organisiert, und zwar hoffentlich langfristig: der "Kulturviertel Regensburg e.V."



Zufahrt über Dieselstraße 7

An diesem Wochenende öffnet der Verein die Tore - nicht zum ganzen Gelände, sondern zu dem bereits beschriebenen nördlichen Areal, der für die Zwischennutzung zur Verfügung steht.

Die Oberbürgermeisterin Gertrud Maltz-Schwarzfischer wird am Freitag, dem 16.07.2021 um 18:00 Uhr, diese Veranstaltung eröffnen.

Öffnungszeiten:
Fr. 16.07.   17.00 - 22.00 Uhr (Eröffnung OB um 18.00 Uhr)

Sa 17.07.   11.00 - 22.00 Uhr (es gibt drei Zeitblöcke, für die gesondert zu buchen ist)

So 18.07.   12.00 - 18.00 Uhr

Der Eintritt ist kostenlos. Damit man am Eingang keine Zeit verliert, seine Adressdaten anzugeben, wurde eine Reservierung über okticket organisiert.

In den lost-places-Räumen gibt es Kunstausstellungen, Veranstaltungen, gutes Essen und hoffentlich gemütliche Atmosphäre. Der Verein wird außerdem sein Sommerprogramm vorstellen, das er in den letzten Wochen mit den Kulturschaffenden erstellt hat. 

Aus der Pressemitteilung:
Am Freitag (16.07.) starten wir um 18.00 Uhr auf dem Gelände und eröffnen die PLK mit ein paar einleitenden Worten unseres Vorstands. Gleichzeitig öffnen wir hier auch endlich unsere tollen Ausstellungsräume. Um 19.00 Uhr folgt ein Akustikprogramm von Liva Leon und Tim Bleil. Um 20.30 Uhr zeigen wir euch eine audiovisuelle Performance von Katharina Tennberge-Holzer und Roland Holzer. Den ganzen Abend über gibt es leckere Getränke und natürlich auch etwas zu Essen.
Gratis-Tickets für Freitag erhaltet Ihr über den folgenden Link auf OK-Ticket.

Am Samstag (17.07) haben wir für den MišMaš-Tag in Kooperation mit dem EU Projekt kultur|kontakt|kreativ bereits ab 11.00 Uhr geöffnet. Ganz unter dem Motto „deutsch-tschechischer MišMaš“ können die BesucherInnen sich unter anderem durch verschiedene offene Workshopangebote und Mitmachaktionen bis 22.00 Uhr auf dem Gelände treiben lassen. Bands und DJ’s, Sitzgelegenheiten und auch eine leckere Verpflegung erwarten die Gäste auf dem Gelände.

Samstag gibt es drei verschiedene Zeiteinheiten für die sich jeweils Gratis-Tickets gezogen werden müssen.
1. 11.00 bis 15.00 Uhr:
Ab 11.00 Uhr: Infostände des Koordinierungszentrum Deutsch-Tschechischer Jugendaustausch
12.00 bis 13.30 Uhr: Band VanSwing aus Pilsen
12.00 bis 14.00 Uhr: Kunstworkshop „Grattage, Frottage, Décalo-What?!“
13.30 Uhr bis 14.30 Uhr: Theaterworkshop von čojč „Sind wir die Generation Müll?“
Jonglage und Flow-Arts Schnupperkurs mit Pascal Simon
Gratis-Tickets für die erste Zeiteinheit erhaltet Ihr über den folgenden Link.

2. 15.30 Uhr bis 18.30 Uhr:
16.00 bis 18.00 Uhr: Kunstworkshop „Grattage, Frottage, Décalo-What?!“
16.30 bis 17.30 Uhr: Theaterworkshop von čojč „Sind wir die Generation Müll?“
17.00 bis 18.00 Uhr: DJ Chappry El
Gratis-Tickets für die zweite Zeiteinheit erhaltet Ihr über den folgenden Link.

3. 19.00 bis 22.00 Uhr:
20.00 bis 21.00 Uhr: Musik des internationalen Trios OS PAROS DO SAMBA
21.00 bis 22.00 Uhr: Funky Disco House Musik mit DJ Chappry El
Gratis-Tickets für die dritte Zeiteinheit erhaltet Ihr über den folgenden Link.

Außerdem habt Ihr nun auch die Möglichkeit Mitglied im Verein Kulturviertel Regensburg e.V. zu werden. Das geht ganz einfach über den folgenden Link. Auch bestehende Mitglieder sollen sich bitte über den Link nochmals registrieren.




Sonntag, 11. Juli 2021

Sommer im Park - Gastro-Erlebnis im Stadtpark



Ein neues Gastro-Erlebnis gibt es im Stadtpark. Elf  Altstadt-Gastronomen haben sich zusammengetan und eine Freisitzfläche im Park erhalten. Außer bei der Filmbühne handelt es sich um Clubs, die mangels Freisitze kaum Umsatzmöglichkeiten in der Pandemie hatten. Zum Ausgleich hat ihnen die Stadt diese Möglichkeit eröffnet.

Jeder Club hat eine eigene Parzelle mit eigenem Ein- und Ausgang; die Parzellen sind sternförmig um ein Zentrum angeordnet. Zum Teil sind sie über speziell angelegte Wege erreichbar. Abgetrennt werden die Parzellen durch blumengeschmückte Paletten.

Das Konzept stammt von Kosmonaut-Betreiberin Sophia Ramm und hieß in der Planungsphase "Baradies"; mittlerweile ist der offizielle Name "Sommer im Park" und es gibt auch eine Webseite, auf der man Plätze reservieren kann:

Am Sonntag ist derzeit zu, aber man hofft, dass man künftig auch Sonntags öffnen kann. Ansonsten sind die Zeiten: DO – SA: 17 – 24 Uhr.  

Auf Musik wurde bewusst verzichtet.

Heute hat die TVA einen Bericht mit Interview und weiteren Informationen veröffentlicht;  den findet ihr auf: https://www.tvaktuell.com/mediathek/video/sommer-im-park-11-gastronomen-10-biergaerten/




Ab 16.Juli Eröffnungswochenende prinzleokultur - Zwischennutzung in der Leopoldkaserne

In diesem Artikel informiere ich über die Bebauungplanung im Südosten, ferner über den frisch gegründeten Verein "Kulturviertel Regensburg e.V." und um die (eigentlich schon laufende) Zwischennutzung auf dem Gelände ("prinzleokultur") und schließlich über das Eröffnungswochenende am 16. bis 18. Juli mit Ausstellungen und Veranstaltungen auf dem Zwischennutzungsgelände.

Werden neuer Stadtteil: das Gebiet der Prinz-Leopold-Kaserne
 sowie die links und rechts angrenzenden Areale 

Zwischennutzung an der nördlichen Ecke des Areals (Eingang über Dieselstraße)


Zunächst: das Gebiet rund um die ehemalige Prinz-Leopold-Kaserne im Stadtosten soll ein komplett neues Stadtviertel werden. 

Die Stadt Regensburg wird fast alle bestehenden Gebäude bis 2022 abreissen und auf dem Areal nicht nur einfach Wohnungen, sondern einen richtigen Stadtteil mit Parks und Einkaufsmöglichkeiten errichten. Dabei steht sie unter Zeitdruck, denn die mit eingeplanten Sozialwohnungen müssen bis 2024 stehen - sonst drohen Strafen bezüglich der staatlichen Fördermittel.

Das Neubau-Projekt ist auf folgender Webseite der Stadt Regensburg näher beschrieben:

Ein Bebauungsplan steht noch nicht. Aber es gab einen Ideenwettbewerb und drei Gewinner; die Pläne können Sie über obigen Link einsehen. An diesen Entwürfen will sich die Stadt dann orientieren, wenn sie den endgültigen Plan erstellt.

Die Zwischennutzung - "PrinzLeoKultur"

Die nördlichste Ecke des Geländes hat die Stadt für die Zeit bis 2022 der Zwischennutzung zur Verfügung gestellt. Dafür wird der Name "PrinzLeoKultur" verwendet.

Sie beauftragte das Architektenteam "bauwärts" (Architektin Stephanie Reiterer aus Regensburg und Jan Weber-Ebnet aus München), die wieder Kulturschaffende, Vereine und sonst Interessierte zu Ideensitzungen einlud. Am Ende kam eine Vereinsgründung heraus, nämlich am 11. Juni 2021. Dieser hat die Leitung über die Zwischennutzung des Geländeteils. Dieser plant unter Hochdruck ein Veranstaltungswochenende ab kommenden Samstag.

Die Einbindung der Interessierten war gut organisiert und ist hervorragend auf der Webseite von "bauwärts" dokumentiert: http://bauwaerts.de/prinzleokultur/

Bei dem ersten Gespräch am 7.5., das als Videokonferenz stattfinden musste, waren 100 Teilnehmer angemeldet. weitere Termine waren am 14.5., 21.5. und 4.6. (erstmals live). am 11. Juni kam es dann zur Gründung des (letztlich unvermeidlichen) Vereins, nachdem man andere Organisationsformen durchdiskutiert hatte.

Mit beteiligt an diesen Gesprächen waren u.a. der AK Film, der Kunstverein GRAZ, die Vereine "con_temporary" und "Scants of Grace". Schon während dieser Gespräche liefen einzelne Nutzungen, z.B. für Filmaufnahmen oder sonstige Aktivitäten, die dann natürlich einzeln von der Stadt genehmigt werden mussten. 

Die Gründung des Vereins ist auch gut auf regensburg-digital.de beschrieben: https://www.regensburg-digital.de/der-regensburger-osten-soll-zum-testlabor-werden/15062021/


Die vielen organisatorischen und rechtlichen Fragen, mit denen die interessierten Teilnehmer konfrontiert wurden, überraschten so manchen, nur nicht die alten "Vereinshasen". Wer Erfahrung hat, weiß natürlich, dass kleine spontane "GbRs" (Gesellschaften bürgerlichen Rechts") nicht reichen, sondern ein Verein oder eine Genossenschaft zu gründen ist. Am 11. Juni war dann alles vorbereitet und der Verein wurde konstituiert. 

Nach mehreren Wahlgängen einigte man sich auf den Namen "Kulturviertel Regensburg". Man hat die Hoffnung, dass der Verein über 2022 hinaus etwas kulturelles in dem Stadtteil organisieren kann, eventuell ist auch eine Aufspaltung notwendig, so dass ein Teil das Prinz-Leo-Gebiet bearbeitet und ein neuer Teil  andere Umbaugebiete in Regensburg in Angriff nimmt. 

Das war nämlich von Anfang an von der Stadt und den Beteiligten geplant: man will hier ganz generell experimentieren. Wie können bei Umbaugebieten die Zwischennutzungen organisiert werden? 

In das Vorstandsgremium wurden unter anderem auch die Architekten von bauwärts gewählt, insgesamt sieht der Vorstand so aus:

Jan Weber-Ebnet - 1. Vorsitzender

Hubertus Hinse - 2. Vorstandsmitglied

Louisa Reinheimer - 3. Vorstandsmitglied
Stephanie Reiterer  - Kassenwartin 

Philipp Eichhorn - Schriftführer

Ich habe ein wenig recherchiert: Hubertus Hinse, den manche vielleicht in Zusammenhang mit "Drudenherz" kennen, ist Autor, Schauspieler, Theaterpädagoge und Filmemacher (http://www.hubertus-hinse.com/) . Louisa Reinheimer ist Kunststudentin und wissenschaftliche Assistentin an der Uni Regensburg. Phillip Eichhorn ist Architekt und Fotograf (https://eichhorn-creativestudio.de/). Jan Weber-Ebnet und Stephanie Reiterer sind - wie schon eingangs erwähnt - Architekten aus München und Regensburg und betreiben die Agentur "bauwärts.de"

Ich selbst habe den Gründungsprozess nicht selbst miterlebt, sondern über die Webseite von bauwärts verfolgt. Erst gestern war ich das erste mal persönlich auf dem Gelände, und zwar eher zufällig - Bekannte von mir werden dort ausstellen und waren gerade auf dem Weg dort hin, um das Organisatorische zu klären.


Veranstaltungswochenende 16. Juli bis 18. Juli 2021

Eigentlich war schon ab Juni geplant, mit Veranstaltungen an die Öffentlichkeit zu gehen, aber sowohl Kulturamt als auch der Verein wurden etwas von der Baubehörde ausgebremst. Nun ist es ab kommenden Wochenende so weit. Der Verein arbeitet mit Hochdruck an der Organisation des Wochenendes; es gibt auch schon einen Verantwortlichen für die Presse und es ist wohl auch schon eine Pressemitteilung verfasst oder unterwegs, hörte ich gestern bei einem Gespräch. 

Nach 32 Jahren - wehmütiger Abschied von den Steuerfachangestellten.


Nach 32 Jahren: wehmütiger Abschied von den Steuerfachangestellten. Natürlich waren es nicht immer dieselben. Aber ich habe 32 Jahre lang Steuerfachangestellte beim Berufsförderungswerk umgeschult, und in den letzten Jahren machte das zwei Drittel der ganzen Lehrzeit aus. 

Und ich LIEBTE diesen Unterricht. Ich beherrschte den Stoff, liebte es, schwierige Sachverhalte didaktisch zu erklären, kannte alle Prüfungsfragen auswendig. 

Aber das Entscheidende: ich liebte das Steuerfach-Volk. Ich hatte mit diesen Teilnehmereine Menge Spaß.  Denn das war die seltsamste Erfahrung bei all meinen Lehrtätigkeiten: dass diese Leute, die einen so scheinbar trockenen Stoff wählten, so gut gelaunte Menschen sind. Die arbeiteten fleißig, aber wir hatten trotzdem Gaudi. Unglaublich: Zwei Stunden Gewerbesteuer und trotzdem wird gelacht.

Am letzten Wochenende wurden die letzten Viertsemester verabschiedet. Nun ist es also ganz vorbei. 

Vor vier Semestern beschloss Regenstauf, den Lehrgang einzustellen. Somit fielen nacheinander die Erstsemester, Zweitsemester und Drittsemester weg. Das letzte halbe Jahr hatte ich  nur noch die Viertsemester zu betreuen, die 2019 starteten. Diese haben vor ein paar Tagen ihre mündliche Prüfung abgelegt. 

Die letzten Wochen bin ich mit sehr viel Wehmut in den Unterricht gegangen. Dass wir dann dort zu lachen hatten, war nur ein vorübergehender Trost.

Ich muss dazusagen: meine Teilnehmer sind erwachsen, zwischen 21 und 55, und da macht Unterricht natürlich sowieso Spaß. Aber bei den Steuerfachangestellten war das nochmal etwas anderes. 

Donnerstag, 8. Juli 2021

Gruppenausstellung in Distelhausen: Helmut Wolf, Matthias Schlüter und Simon Jakob

Für die Galerie Distelhausen von Carola Insinger ist eine neue Gemeinschaftsausstellung in Vorbereitung, wie ich gerade vom Künstler Helmut Wolf erfahre:



"Wieder zusammen"
Skulptur, Plastik, Grafik, Malerei
Helmut Wolf, Matthias Schlüter, Simon Jakob

17.7. bis 29.8.
Vernissage 17.7. 19.00 Uhr




Helmut Wolf präsentiert vorwiegend aktuelle Holzskulpturen


Matthias Schlüter zeigt aktuell passend
zum Thema Corona - Malereien und Zeichnungen.

Simon Jakob ergänzt die Ausstellung mit
kleinen Bronzen - Objekten „Stiere“

Galerie Carola Insinger
Distelhausen 1
93188 Pielenhofen
Telefon: 0172 / 86 100 36
ÖFFNUNGSZEITEN
Freitag/Samstag/Sonn-u. Feiertage 14:00 – 18:00 Uhr und nach Vereinbarung

Samstag, 3. Juli 2021

Statt-Theater im DEZ - Wir wollten nur spielen





Endlich wieder Kabarett, endlich wieder Statt-Theater. Mit den drei "t", wohlbemerkt. Gestern habe ich das aktuelle Programm des Statt-Theaters in der DEZ-Bühne genossen. Bei angenehmsten Temperaturen, wetterunabhängig, und mit großzügigen Stuhl-Abständen.

Das aktuelle Programm des Statt-Theaters heißt "Wir wollten nur spielen". 

Und die aktuelle Besetzung  ist: 
  • Inge Faes, 
  • Tobias Ostermeier und 
  • Matthias Leitner
Der Mit-Gründer Peter Nikisch tritt bekanntlicherweise nicht mehr auf, gehört aber zum Team und lieferte zum aktuellen Programm Textbeiträge.

Die  Regensburger Kabarett-Truppe, verfolge ich seit ihrer Gründung in den 80er Jahren, als sie in den Uni-Studententhaterräumen auftraten. Von  Inge Faes bin ich sowieso rundherum begeistert, und die Mitakteure Tobias Ostermeier und Matthias Leitner haben mich schwer überzeugt. Sehr lebendig und vielseitig: Tobias Ostermeier, und absolut überzeugend in seinen Rollen (und somit nicht nur einfach der Musiker der Truppe): Matthias Leitner, der offenbar hauptberuflich als Lehrer in der renommierten Musikschule Hemau arbeitet.

Auch das Programm hat mir gefallen - Kabarett, so wie ich es mir vorstelle. Alltagsbeobachtungen und Gesellschaftskritisches, mit der richtigen Prise Investigativ-Information (ohne dass es zu trocken wird), und niemals die üblichen platten oder übertriebenen Seitenhiebe auf politische Themen, die mich in so manchen Fernsehkabarettsendungen langweilen.  

Gut beobachtet und witzig dargestellt: der Ablauf einer Zoom-Konferenz; sehr investigativ bzw. informativ: die Darstellung der bayerischen Schul-Bildungspolitik in der Pandemie - und auch davor. Denn schon ab den 80ern versuchte man an den Schulen die Technik einzuführen, beginnend mit Sprachlaboren, dann mit Computern bis hin zu Beamern - ich kenne das alles von meinem zweiten Bildungsweg. All diese  Themen ohne plumpe Übertreibungen gut beobachtet wiederzugeben, so dass es dann auch noch wortwitzig ist - das ist nicht so einfach. Hier ist es gelungen. Sehr interessant für mich: die Projektförderung für Leute, die Asylanten "Wohnräume" anbieten, aus der Sicht eines Beamten. Und von den restlichen Sketchen fällt mir noch ein: ein Stück über die Art und Weise, wie Fernsehjournalisten verzweifelt versuchen, aus nichtigen Anlässen Spektakuläres heraus zu wringen.

Leute - wir haben ein gutes Kabarett in Regensburg, und derzeit kann man dieses Kabarett in den großzügigen Räumen des ehemaligen DEZ-Dehner-Gartencenters genießen statt in den stets ausgebuchten Kellerräumen. Also nutzt es aus!

Man kann mittlerweile auch bequem über okticket buchen, aber auch an der Abendkasse bekommen Sie mit Sicherheit Karten. Dafür sorgen die großen, angenehmen Räume, die trotz großer Stuhlreihenabstände immer noch sehr viele Plätze bieten


die DEZ-Bühne - ehemals der Anbau des Dehner-Gartencenters
(hier kurz vor der Turm-Theater-Aufführung "Loriot" im Mai 2021)



Heute (am 3.Juli)  und am 27. und 29. Juli sind weitere Termine in diesem Monat. Dazwischen gibt es Termine in Traidendorf, ferner am 30.7. beim Pernsteiner - in diesen Fällen hängt die Veranstaltung aber wohl vom Wetter ab. Ich habe mal die Termine für den Juli nach Datum sortiert zusammen gestellt (siehe unten). Für August und September sind ebenfalls Termine geplant.

Weitere Infos und Online-Buchungsmöglichkeiten über folgende Webseite:
https://www.dezbuehne.de/kabarett-statt-theater-wir-wollen-nur-spielen/



Kommende Termine im Juli (ab heute, 3. Juli) gemäß Webseite:

03.07. im DEZ
17.07. in Traidendorf
18.07. in Traindendorf
24.07. in Traidendorf
25.07. in Traidendorf
27.07. im DEZ
29.07. im DEZ
30.07. beim Pernsteiner
August und Septemer: siehe Webseite https://www.statt-theater.de/

Die Termine im DEZ sind "wetterfest". 

Kleinkunstbühne Statt Theater
https://www.statt-theater.de/

Donnerstag, 1. Juli 2021

Stadttheater: Rheingold im Hafen - viele Plätze freigeworden

Wegen Erweiterung von 500 auf 1500 Besucher sind überraschend Buchungsmöglichkeiten für die Rheingold-Aufführung im Westhafen frei geworden. Ich habe heute im Online-Buchungssystem nachgesehen: für den 3.7. sind noch etliche Plätze frei, für den 4.7. noch viel mehr.

Am 3.7. dürfte das Wetter sehr gut sein. Am 4.7. (für diesen Tag hatte wir schon vor Wochen reserviert) sieht es ein wenig kribbelig aus: es ist zwar tagsüber 25 Grad warm und abends milde 20 Grad, aber es könnte abends das regnen anfangen. 

Allerdings scheint sich die Wettervorhersage mit jedem Aufruf ein wenig zu verbessern.


Webseite zum Informieren und/oder Buchen:

https://www.theater-regensburg.de/spielplan/details/das-rheingold-im-hafen-1/


Das Rheingold‹ im Hafen


Oper von Richard Wagner (1813 – 1883)

Dichtung vom Komponisten

in der Bearbeitung für Soli und mittelgroßes Orchester von Eberhard Kloke

Szenische Open-Air-Aufführung im bayernhafen Regensburg, Westhafen


gekürzt auf eine Spieldauer von 90 Minuten

Musikalische Leitung Chin-Chao Lin
Inszenierung Andreas Baesler
Bühne Harald Thor
Kostüme Tanja Hofmann
Videodesign und Mapping Clemens Rudolph
Licht Martin Stevens
Dramaturgie Julia Anslik
Zur Besetzung
Spielstätte Westhafen


Premiere 03.07.2021


Bereits bei der TOSCA-Aufführung im vorletzten Jahr (die ich leider nicht besuchen konnte) zeigte sich, wie beeindruckend die Hafen-Kulisse für Theater-Aufführungen ist. Ich habe jedenfalls im Bekanntenkreis nur Gutes gehört.

Hier ist ein youtube-Video von der Tosca-Aufführung:



Nachtrag: wir standen schon alle am Gelände, als die ersten Wolkenfronten kamen und die Aufführung abgesagt wurde.

Mittwoch, 30. Juni 2021

Neues email-Abo-System

 Für meine email-Abonnenten:

Nun habe ich doch noch ein email-Abo-System gefunden. Quasi im letzten Moment, denn ab morgen soll der alte Dienst angeblich nicht mehr funktionieren.

Derzeit schalten alle Blogs auf den Dienst von "follow.it" um. Der ist offenbar auch datenschutzkonform. Das versuche ich auch

Allerdings schaffe ich es beim besten Willen nicht, die bisherige Abonnenten-Liste auf den neuen Dienst zu übertragen (obwohl das angeblich geht).

Sie müssen sich also neu anmelden. 

Der neue Dienst ist insofern besser, als man nur einmal am Tag eine email erhält. Wenn ich also mal drei Artikel am Tag veröffentliche, erhalten Sie nicht so viele emails.

Benutzen Sie das Anmeldefeld auf rechts unten in der Menü-Spalte. Ich hoffe, das Ganze klappt. 



Regensburg im Jahre 1900 - Stadtplan mit Vogelschau-Ansicht

Ein Stadtplan ist eine Sache, ein Plan in "Vogelschau-Ansicht" dagegen ist viel interessanter. Denn die Gebäude werden dreidimensional dargestellt, aus einer Schrägansicht. Man nannte das auch "Kavalieransicht". 

Solche alten Ansichten von Regensburg könnte man stundenlang studieren. Diese Spezial-Karte von 1900 ist jetzt nicht so alt, dass man sie als uninteressante historische Ansicht abtun könnte, nein - so lange ist das nicht her. Die Stadt scheint vertraut. Da kann man Veränderungen sehen, die die älteren unter uns noch erlebt haben. Den Abriss des Viertels am Neupfarrplatz/Kassiansplatz zum Beispiel, im Rahmen der Neugestaltung in den Siebzigern. Oder der Abriss am Schwanenplatz, weil man vierspurige Straßen plante. 

Dann natürlich die älteren Veränderungen, etwa durch den zweiten Weltkrieg. Da verschwand dann das Viertel, wo heute  das Kolpingshaus steht, oder der Bereich, wo später der Donaumarkt hinkam (heute Haus der bayerischen Geschichte). Das alte Stadtlagerhaus steht noch. Auch die Obermünsterkirche sieht man hier noch, die im 2. Weltkrieg zerstört wurde. 

Die auf 1900 datierte Karte ist ungenau. Darauf hat mich mein Freund Martin Kempter hingewiesen, als ich ihm die Karte zeigte. Der Plan müsste eher auf die Zeit zwischen 1903 (wegen der vorhandenen Straßenbahn) und 1907 (fehlende Götz-Villa) datiert werden. Andererseits sind im Laufe der Arbeiten an dem Plan wohl Überschneidungen entstanden - es fehlten Gebäude, obwohl andere, zeitgleich entstandene,  schon eingetragen sind.

Ihr könnt den Link zur Deutschen Fotothek benutzen und dort herum-zoomen: 

http://www.deutschefotothek.de/documents/obj/90044335

 Ein paar Details zeige ich beispielhaft hier in diesem Blogbeitrag:

ehemaliges Mittelmünstergebiet mit damaliger Jesuitenbrauerei und ohne Parkhaus


Das Gebiet um (heutiges) Kolpingshaus und Schwanenplatz und späterem Donaumarkt

Finissage der Kempf-Ausstellung in Distelhausen

Die Abschlussveranstaltung zur Ausstellung "Tupilaqen" mit Werken von Günther Kempf fand bei schönstem Wetter  am Sonntag, dem 26. Juni 2021 statt. Wie schon angekündigt, gab es zu dieser Finissage eine "Serenade". Günther Kempf, der bekanntlicherweise auch als Musiker auftritt, spielte mit seinen Freunden unter dem riesigen Baum im Garten des Anwesens in Distelhausen. Schöne Balladen in schöner Umgebung zu schönen Werken - und unter den Besuchern hörte man sehr oft den Spruch "schön, dass wir uns wieder sehen können".

Zur Ausstellung selbst verweise ich auf die Links am Ende dieses Beitrags. Die faszinierenden Werke kann man sich auch jetzt noch ansehen, und zwar online. Denn Wolfram Schmidt hatte für die Galeristin Carola Insinger eine 360-Grad-Panorama-Version der Ausstellung errichtet, die man über die Webseite der Galerie sicherlich noch eine gewissen Zeitlang ansehen kann.


Günther Kempf mit Freunden

Dienstag, 29. Juni 2021

Das ehemalige Bosch-Gebäude wird abgerissen - zugunsten von Sozialwohnungen

Beim Safferlinger Steg plant die Stadt, sozial geförderte Wohnungen zu errichten. Das der Stadt gehörende Gelände des ehemaligen Boschdienstes in der Guerickestraße 35 wird abgerissen, geplant ist außerdem eine Verbesserung des Safferlinger Stegs, das ist der Bahnübergang an dieser Stelle.

Guerickestraße 35 auf google-earth (mit 3D-Funktion)


Das Gebäude des ehemaligen Bosch-Dienstes wird eigentlich schon seit dem 12.04.2021 abgerissen. Aber weil auf sorgfältige Materialtrennung geachtet wurde und der Abriss deshalb vor allem von innen her begann, war der Fortschritt äußerlich nicht so schnell erkennbar. 

Aber jetzt wird es deutlich. Hier ein Fotos aus den letzten Tagen:

29.06.2021


26.06.2021

26.06.2021





Zur Geschichte des Gebäudes

Das Gebäude ist den meisten als ehemaliger Bosch-Dienst bekannt. In den 80er Jahren schaute ich dort vorbei, wenn ich Probleme mit der Batterie oder der Elektrik hatte; ab den 90er Jahren habe ich vor allem den Dauerflohmarkt im ersten Stock besucht. 

Was wenige wissen: ursprünglich war das Gebäude ein Lager von Edeka. Das ergibt sich aus Luftbildaufnahmen aus den 50er Jahren und Adressbucheinträgen.

  • Vor 67 Jahren: Edeka-Lager (EDEKA war noch 1969 im Adressbuch eingetragen)
     
  • dann Nutzung durch Bosch-Dienst Fritz Schmidt KG + Fritz Schmidt KG Elektrogeräte + Hans Zelzer Spedidion  (Adressbucheintrag 1975, Eintrag Schmidt KG zuletzt gesehen in 1980)
     
  • dann Bosch-Dienst Küblböck (ab wann, unbekannt, jedenfalls gefunden im Adressbuch 2005; die Fa. Küblböck zog irgendwann in einen Neubau in der Bukarester Straße)
     
  • Ab ca 90er Jahre diente das Obergeschoß des Hauptgebäude jahrelang als Dauer-Flohmarkt für das Wochenende; die Betreiber hatten dort aber Dauermietplätze (gemäß Adressbucheinträge dürfte das ab 1990 gewesen sein)
Bei den Recherchen half mir Martin Kempter.


Zur Zukunft des Geländes

Im August 2017 kaufte die Stadt Regensburg das Gelände. Sie zahlte 4,4 Mio für das rund 5.300 qm große, als Gewerbefläche ausgewiesene Grundstück (siehe Nachricht in regensburg-digital hier)

Was die Stadt damit vorhat, schilderte sie zunächst noch etwas knapp ihrer Webseite "Wohnbauoffensive": https://www.regensburg.de/leben/wohnen-u-bauen/wohnbauoffensive/karte-wohnbauoffensive/guerickestrasse-35
Über die Säule II des Bayerischen Wohnungspaktes (KommWFP) soll auf der Fläche öffentlich gefördertes Wohnen entstehen. Als Generalübernehmer wurde die Tochter der Stadtbau GmbH, die Stadtbau-Baubetreuungs-GmbH, beauftragt. Parallel dazu wird der Safferlinger Steg überarbeitet und u.a. barrierefrei gestaltet. Außerdem ist ein Fuß- und Radweg entlang der Bahntrasse vorgesehen.