Regensburger Tagebuch

Notizen von der nördlichsten Stadt Italiens

Dienstag, 7. Januar 2020

Am 10.1. Vernissage zur Ausstellung "Bild-Findung / Bild-Erfindung"

Vor kurzem wies ich auf eine neue Ausstellung im Kunst- und Gewerbeverein hin:

Bild-Findung / Bild-Erfindung
Gisela Griem - Johanna Obermüller - Wolfram Schmidt
Eröffnung: Freitag 10. Januar 2020 um 19.00 Uhr

Kunst- und Gewerbeverein; Ausstellungsdauer 11.1. bis 9.2.2020

Um ehrlich zu sein: ich hatte damals keine Infos über die Einzelheiten, aber ich wusste, dass der Fotograf und Künstler Wolfram Schmidt mitwirkt, dessen Bilder ich sehr schätze.

Mittlerweile habe ich die Presseinformationen und die Bilder - und das alles macht mir ordentlich Appetit auf die Ausstellung: uns erwarten wirklich spannende Werke und interessante Künstler.

Das Studium des Materials überraschte mich: das, was ich z.B. anfangs als abstrahierte Fotos hielt, waren in Wirklichkeit hochformatige Holzschnitte. Und Johanna Obermüller überrascht mich mit interessanten Plastiken, die sie neben ihren Drucken zeigt. Von Wolfram Schmidt gibt es die abstrahierten Abwandlungen von Fotomaterial, bei denen man nichts mehr von der Fotografie merkt.

Ich möchte ein paar der Bilder zeigen und etwas über die Künstler informieren.

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Sonntag, 5. Januar 2020

Das nahende Ende des Wirsing-Hochhauses



Memento Mori - Wirsinghochhaus
Oh, da wird ja abgerissen, höre ich wiederholt im Bekanntenkreis. Ja liest denn keiner mehr die Zeitung? Natürlich: das so genannte Wirsing Hochhaus wird seit November 2019 abgetragen.  Allerdings nicht gesprengt, wie ich in der Bildmontage suggeriere, sondern Stück für Stück normal abgerissen (Update 14.1.2020: mittlerweile wird Sprengung diskutiert).

Derzeit sind die kleineren Nebengebäude dran.

Wirsing-Hochhaus in der Abendsonne, 10.11.2019

Abgerissen wird natürlich nicht nur das Hochhaus, sondern der gesamte Gebäudekomplex, dessen Zentrum das sogenannte „Wirsing-Hochhaus“ ist - so bezeichnet nach dem Architekten Werner Wirsing (1919 – 2017). Es handelt sich um das1969 errichtete Dr.-Martin-Luther-Heim, das von der Evangelischen Kirche lange Jahre als Studentenheim betrieben wurde.

Was dahin kommt? Ein "Zentraler Busbahnhof" mit mehreren Buchten. Der löst die Haltestellen in der Alberstraße und am Bahnhof ab. Dieser Plan steht schon fest. Wie das aussieht, habe ich beim letzten Tag der offenen Tür im Alten Rathaus sehen können.

Ich habe ein wenig recherchiert und die Pläne auch im Internet auf den Webseiten der Stadtverwaltung entdeckt:

https://www.regensburg.de/rathaus/regensburg-plant-und-baut/bahnhofsareal-mit-zukunft/interims-zob

Dort können Sie auch sehen, wie sich die Stadt die Verkehrsführung vorstellt.


Der zeitlose Augenblick - Lokalisation von Fotos

Hier noch ein Schmankerl für diejenigen, die das (im letzten Artikel besprochene) Buch mit Fotos von Christoph Lang (Der zeitlose Augenblick) schon besitzen: screenshots von google-earth-Ansichten, die ich so aufbereitet habe, dass man den wahrscheinlichen Standort des Fotografen und seine Blickrichtung erkennt.

Denn die Orte zu finden, die auf den Fotos sichtbar sind, ist nicht immer so einfach. Manchmal sind die Häuser abgerissen, oder der Platz hat sich stark verändert.

Oder es fehlt einfach Hintergrundwissen. So sind die Fotos vom Stadtpark interessant, weil dort noch die Gebäudlichkeiten der "Oberpfälzer Kreisausstellung 1910" sichtbar sind. Eine nach dem Vorbild von Weltausstellungen kreierte Ausstellung, die auch Anlass für die Ausgestaltung des Stadtparks war. Die (entgegen dem Namen durchaus überregional bedeutsame) Ausstellung ist auf alten Ansichtskarten sichtbar (siehe meinen Beitrag auf: https://regensburg-historisch.blogspot.com/2011/09/die-oberpfalzische-kreisausstellung.html)


Fast alle Gebäude sind später abgerissen worden. Nur das Gebäude mit der Ostdeutschen Galerie steht noch, und auch hier muss man wissen, dass sich der Giebel mit dem Eingang damals auf der Westseite statt auf der Ostseite befand.

Auch der ehemalige Winterhafen ist kaum bekannt. Manche kennen noch das alte Eisstadion, wissen aber nicht, dass in den Jahrzehnten davor hier ein Hafenbecken war - der Winterhafen. Das Foto von der Schwimmbadanlage auf Seite 104 zeigt eben diesen Hafen (und nicht, wie man beim flüchtigen Lesen meinen könnte, die Schwimmbäder auf der Nordseite des Oberen Wöhrds)

Zu S. 104 (im Buch ist hier das Foto aus 1938 von einer Schwimmbadanlage im damaligen Winterhafen)

Die zugehörigen Fotos aus dem Buch zeige ich - schon aus urheberrechtlichen Gründen - hier natürlich nicht.
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Das Foto auf Seite 8 zeigt die (als Fassade noch bestehende) Hauptwache (die Säulen an der Westseite des Kaufhof Galeria) und rechts daneben ein herrliches Gebäude, das abgerissen wurde, als in den 1970er Jahren der Kaufhauskomplex am Neupfarrplatz gebaut wurde (siehe hierzu auch die interessante Luftbildaufnahme 1970, die den ganzen Komplex vor dem Abriss zeigt: http://reinis-welten.de/regensburg/bauwerkeplaetzeundsonstigesberuehmtes/diegeschichtedesneupfarrplatzes/index.html)


Seite 8


Buchtipp - Der zeitlose Augenblick - Band 2 der Fotos von Christoph Lang

Hier kommt ein Buchtipp für meine Leser: "Der zeitlose Augenblick" mit dokumentarischen Fotos von Regensburg aus der Zeit zwischen 1937 und 1959.

Dieses  Buch ist (wie auch der Vorgängerband) ein Muss für alle, die an der jüngeren Geschichte von Regensburg interessiert sind.

Schon der erste Band hatte mich begeistert, aber dieser zweite Band war für mich die Hammer-Überraschung: höchst interessante Fotos, zusammen mit einer noch größeren Fülle an wertvollen Hintergrundinformationen als im ersten Band - dank des immensen Wissens des Kulturhistorikers Dr. Morsbach, der das Buch kommentiert und herausgegeben hat, aber auch dank der extremen Recherchen, die er zu jedem Foto durchführte. Denn zu jedem Foto wurden akribisch die zugehörigen Personen, Häuser, Geschäfte rekonstruiert und Geschichtliches rund um diese Topics erzählt.

Das Buch hat eigentlich keine Werbung nötig, es wird wie der erste Band bald vergriffen sein, aber darum geht es mir: meine Leser darauf hinzuweisen, sich das Buch rechtzeitig zu besorgen.








Der komplette Titel des Buchs lautet "Der zeitlose Augenblick - Regensburg erster Stadtfotograf Christoph Lang 1937 bis 1959", erschienen im Dr. Morsbach Verlag, erhältlich in Regensburger Buchläden (jedenfalls beim Pustet), dagegen (noch) nicht sichtbar auf der Webseite des Morsbach-Verlags oder bei amazon.

Es ist der zweite Band mit ausgewählten Fotos von Christoph Lang. Das erste Buch erschien 2018 unter dem Titel "Alltag Wandel Leben", das bei amazon sichtbar, aber als nicht verfügbar gekennzeichnet ist. Auch nicht als Gebrauchtbuch.

Lang (1895-1966) war Regensburgs erster Stadtfotograf in der Zeit von 1937 bis 1959. Seite Aufgabe als Fotograf für das Stadtbauamt war in erster Linie die Dokumentation des Stadtbildes, seiner Veränderungen und Wandlungen. Aus den 22 Jahren seiner Tätigkeit hinterließ er 20 000 Aufnahmen.

Der Historiker Dr. Morsbach hatte schon im ersten Band aus dem Fundus interessante Fotos herausgegriffen und um wertvolle Informationen bereichert.  Es war schnell vergriffen. Leider hatte ich das Buch so spät gekauft, dass ich nicht mehr rechtzeitig eine Rezension schreiben konnte. Als ich den Verleger und Mitautor Dr. Morsbach traf, erzählte ich ihm, wie begeistert ich von dem Buch sei, und dass ich unbedingt etwas über das Buch schreiben möchte. Dabei erfuhr ich jedoch, dass das Buch bereits vergriffen ist, und wohl auch nicht nachgedruckt wird. Es sei aber ein zweiter Band in Vorbereitung.

Freitag, 3. Januar 2020

Vorsicht - Zone 30 in Weißenburgstraße

Aufpassen, liebe Leser. Die Weißenburgstraße ist Mitte Dezember  zur 30 km/h-Zone geworden.  Die Zone fängt schon nach der Brücke an, bzw. geht bis zum Brückenanfang (siehe Bild).

Anlass war die Feinstaubbelastung.

Die neue Beschränkung gilt  (gem. Stadtratsbeschluss vom 3. Dezember 2019) auch in den Straßen Jakobstraße, Neuhausstraße, Arnulfsplatz, Weißgerbergraben und Nordteil des Bismarckplatzes:




Um auf die Weißenburgstraße zurück zu kommen: nur wenige merken es, und es gibt täglich stille Kämpfe zwischen genervten, arglos normal fahrenden Fahrer (die die Umstellung nicht bemerkt haben) und Fahrer, die von der 30er Beschränkung wissen.

Eine Geschwindigkeitsbeschränkung bei dieser vierspurigen Hauptader vermutet man einfach nicht,  und wer sieht denn schon beim Fahren durch diese Straße nach den Schildern ganz rechts am Rand (das macht man allenfalls, wenn man anhalten möchte). Man muss schon konzentriert nach den Schildern spähen, um sie zu bemerken.


Auch ich habe es tagelang nicht bemerkt, wunderte mich aber einmal über einen Fahrer vor mir, der ohne Not 30 fuhr. Will der wechseln und wartet auf eine Gelegenheit? Nö, doch nicht. Ist der von auswärts und glaubt an eine 30er-Zone? Nö, der ist von hier. Warum zum Kuckuck fährt dieser Doldi die ganze Weißenburgstraße so langsam und beschleunigt erst beim Stobäusplatz? Komisch.

Erst zwei Tage später las ich es. Jawohl, die Zeitung war notwendig, und nur gut, dass ich so konsequent jeden Tag Zeitung lese, auch wenn ich zwei Tage lang nicht dazu gekommen bin. Allerdings überlas ich die schon vorangegangene Meldung Mitte Dezember, was beweist, auch auch gründliche Leser nicht alles mit bekommen, was in der Zeitung steht.


Die Stadtverwaltung sollte sich wirklich Gedanken machen, wie man deutlicher auf die Änderung hinweisen könnte. Eine Schrift am Boden wäre nicht schlecht gewesen. Bei jeder Vorfahrtsänderung gibt es ja auch gesonderte Hinweise.

Dabei geht es mir gar nicht so sehr um die Bußgeldgefahr, sondern um die Drängelei, die derzeit entsteht, weil einige von der Beschränkung wissen, die meisten nicht. Das könnte schon mal genervtes Gehupe ergeben, und unnötigen Stress bei allen Beteiligten.


Unabhängig von dieser Problematik bleibt uns allen eine weitere Gefahr: wir Fahrer sind Gewohnheitstiere, und wir fahren automatisch. Wir sind in Gedanken und fahren nach Gefühl. Obwohl ich seit ein paar Tagen von der Beschränkung weiß, bin ich wiederholt normal gefahren. Das erste mal von der Brücke her nach Haus: ich dachte noch auf der Brücke darüber nach, wie ich den Artikel im Regensburger Tagebuch formulieren könnte, und während ich so überlege, merke ich: ich bin schon längst in der Weißenburgstraße, über die ich schreiben will, und fahre die übliche Geschwindigkeit (im Gleichklang mit allen vor, neben und hinter mir, so dass mein Unterbewusstsein nicht klingelte). Und gestern ist es mir wieder passiert, obwohl ich auch da kurz vorher noch dachte: "Obacht".

Das wird wohl noch länger so bleiben. Und ich fürchte, früher oder später werde ich geblitzt werden, obwohl ich zu den gewissenhaften Fahrern gehöre. Aber ich bin über vier Jahrzehnte hier durchgefahren, das wird dauern, bis die innere Automatik umprogrammiert ist.








Dienstag, 31. Dezember 2019

"Bild-Findung / Bild-Erfindung" - Ausstellung im Kunst- und Gewerbeverein

Ausstellung

Bild-Findung / Bild-Erfindung
Gisela Griem - Johanna Obermüller - Wolfram Schmidt
11.1. bis 9.2.2020
Kunst- und Gewerbeverein
Ludwigstraße 6

Eröffnung: Freitag 10. Januar 2020 um 19.00 Uhr
Begrüßung durch Georg Haber, Einführung Tony Kobler

Am Samstag 18.1. und 1.2. gibt esjeweils um 15 Uhr Führungen durch die drei Aussteller*innen persönlich. Hierfür sind Anmeldungen bei dem Koopersationspartner, der VHS, notwendig: 0941-5072433






Montag, 30. Dezember 2019

Noch ein paar Tage: Hilfsaktion Somos von M. Buschheuer

Wegen der dramatischen Lage in den Flüchtlingslagern auf Somos und Lesbos, wo tausende von Kindern mangelhaft versorgt in Kälte und Dreck spielen, hat Michael Buschheuer (der Gründer von Sea Eye) kurz vor Weihnachten eine Hilfsaktion gestartet.

Ziel ist ein LKW-Transport von Gütern nach Griechenland. Dazu sind Sach- und Geldspenden  bis zum 2.1.2020 erbeten.

Hier der Videoaufruf von Michael Buschheuer zu dieser Aktion z.B. hier auf facebook:
https://www.facebook.com/100017435711114/videos/458078201450033/

oder eingebunden hier in diesem Artikel des Bayerischen Rundfunks:

https://www.br.de/nachrichten/bayern/grosse-hilfsbereitschaft-fuer-fluechtlinge-in-griechenland,Rm7bMD0



Sachspenden abzugeben in:
Wiener Straße 14, bei der Firma Buschheuer
9-16 Uhr, bis zum 2.1.2020

(Das Datum 2.1. wurde im Video genannt und dürfte vorrangig sein vor dem in einem Zeitungsartikel genannten Datumslimit 31.12.)

Geldspenden: Damit der Lastwagen fahren kann, müssen auch finanzielle Mittel gesammelt werden. Eine Spende erbittet Buschheuer an dieses Konto:

Space-Eye e.V.
Volksbank Raiffeisenbank Regensburg-Schwandorf
Iban: DE53 7509 0000 0001 0491 51
Bic: GENODEF1R01
Stichwort Samos

(Angaben übernommen aus dem MZ-Artikel vom 23.12.2019)



Siehe auch


https://www.deutschlandfunk.de/kinder-in-griechischen-hotspots-es-ist-eine-schande-fuer.1773.de.html?dram:article_id=430962  (stellvertretend für viele andere Medienmeldungen)


Sonntag, 29. Dezember 2019

Ampel mit Countdown

Eine nette Idee. Baustellenampel mit Countdown. Gesehen in Oberösterreich. Die Ampel zählt runter und man kann man sich darauf einstellen, wann sie umschaltet. Schnell mal noch Lipp-Gloss raus ...

Was sich die Ampelprogrammierer wohl für Silvester ausgedacht haben?



Oder ist das ein Selbstzerstörungsmechanismus?


Donnerstag, 26. Dezember 2019

Was Julklapp bedeutet, warum Weihnachten 1918 traurig war, und Weihnachtsgedichte von Tucholsky

Was bedeutet eigentlich Julklapp. Ich habe das Wort bei einem Weihnachtsgedicht von Theobald Tiger entdeckt, also von Kurt Tucholsky, denn Theobald Tiger war eines seiner Pseudonyme, unter denen er geschrieben hat. Es gibt mehrere Weihnachtsgedichte von ihm, wie ich entdeckte, und eines druckte er in der Satirezeitung ULK ab, einer Beilage des Berliner Tageblatts. Dazu später noch mehr.





Also: Julklapp bedeutet:


Bildershow - Jahresrückblick 2019


Das Jahr ist zwar noch nicht ganz vorbei und theoretisch könnte ich noch Fotos schießen. Aber ich habe trotzdem schon einen Jahresrückblick aus dem Pool der bisherigen Fotos erstellt und als Video auf youtube hochgeladen.

Die Adresse: 

Oder hier:


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Samstag, 21. Dezember 2019

Nachträgliche Videos zum legendären Kunsthaus Tacheles in Berlin


In Ergänzung zu einer früheren Reportage  habe ich Videos aus meinem Tacheles-Besuch in 2008 restauriert und auf  youtube hochgeladen.

Nachts im Kunsthaus Tacheles - 2008


Das Kunsthaus Tacheles war eine fantastische Einrichtung in Ostberlin. Es handelte sich um eine (heute denkmalgeschützte) Kaufhausruine, die 1990 von einer Künstlerinitiative vor der Sprengung gerettet wurde.

Von 1990 bis 2012 wurde die mehrstöckige Ruine von den Künstlern zwischengenutzt. Dann wurde das Gebäude geräumt. Dieses Jahr beginnt man mit dem Neuausbau, aber das Ganze wird trotz "kultureller Nutzung" überhaupt nichts mehr mit dem damaligen "Kunsthaus Tacheles" zu tun haben.

Für kunstaffine Besucher war das "Tacheles" ein regelrechtes Paradies, von dem man nicht so schnell genug bekam. Man ging über Lost-Place-artige, graffitibedeckte Treppen in verwinkelte Räume, in denen verschiedene Künstler ihre Werke anboten. Im obersten Stock war unter anderem ein russischer Künstler namens Rodin mit großformatigen, interessanten Werken - ihm hat man bei der Räumung ganz böse mitgespielt. Und in einer Art Balkonterasse gab es ein improvisiertes Cafe-Lokal, ich will es mal so nennen - urig und so gemütlich wie primitiv, mit chilliger Musik und Blick über Berlin. Als ich 2008 mit meinem Sohn dort war, war es schon dunkel, als wir diese Terasse entdeckten. Und obwohl wir ursprünglich das Gebäude verlassen wollten, versanken wir dort für lange Zeit im multilingualen Stimmengewirr und in der herrlichen Atmosphäre.

Ich hatte ein paar Jahre später, nämlich im Jahr 2015, einen Bericht darüber geschrieben und meine Fotos eingestellt.  Das war in diesem Artikel:

Aus den Fotos erkennt man noch nicht so ganz, wie verwinkelt  die Innenräume (des nach außen hin schmal wirkenden) Gebäudes waren. Und deshalb  liefere ich heute zwei  Videos nach, die ich damals mit meiner Digitalkamera machte.

Das war seinerzeit eine billige Reise-Digitalkamera mit schwacher Qualität. Ich musste die Videos  nachträglich aufhellen, sonst  hätte man kaum was erkannt. Das habe ich nachgeholt, und die Videos auf meinen Kanal in youtube hochgeladen. Anlass waren die Zeitungsmeldungen über den jetzt begonnenen Wiederaufbau das Quartiers.

Die Videos sind hier:

Und hier kommt der Versuch einer Direkteinbindung (wobei die Erfahrung zeigt, dass diese Direkteinbindungen im Laufe der Zeit durch technische Änderungen bei youtube verloren gehen):