Regensburger Tagebuch

Notizen von der nördlichsten Stadt Italiens

Mittwoch, 18. November 2020

Gemeinschaftsausstellung in der Galerie Insinger







 

Die  Galerie von Carola Insinger in Distelhausen bietet drei Künstlern in einer Gemeinschaftsausstellung die Möglichkeit ihre Werke der zu präsentieren.

Der Leitfaden „vom BAUM - zum HOLZ - zum PAPIER“ spiegelt die Wertschätzung für Bäume, die uns Holz liefern aus dem wiederum Papier hergestellt wird.

Die drei Künstler ergänzen sich in Ihren jeweiligen Arbeitsthemen:

Es sind Zeichnungen zum Thema Bäume (Gerda Moser), kunstvolle Drechselarbeiten mit frischem bemoostem Holz (Hugo Braun–Meierhöfer) und Origami-Steckobjekte aus Papier (Ursula von Kirchbach) ausgestellt.

Die Galerie ist an allen Adventswochenenden nachmittags von 13-17h geöffnet.

Mittwoch, 11. November 2020

Kunst trotz Lockdown - Tanja Raith im artspace Erdel ab 14.11.2020

Ich hatte mich getäuscht.  Nicht alle Ausstellungen sind blockiert.  Museen und Theater sind zwar geschlossen, aber die privaten  Kunst-Galerien dürfen weiterhin offen bleiben.

Und so hat sich zum Beispiel die Galerie "artspace Erdel" entschlossen, die Ausstellung FARBFLUCHT der Künstlerin Tanja Raith vom 14.11.2020 bis 06.01.2021 stattfinden zu lassen. 

Allerdings ohne den schönen Rahmen einer Eröffnung. Die Künstlerin Tanja Raith und Andi Blaimer werden am Samstag 14.11. anwesend sein, da aber nur 10 Personen in der Galerie sein dürfen, empfiehlt sich eine Anmeldung. Oder man wartet geduldig draußen. Das hat beim Galerienabend erstaunlich gut geklappt.

Als Sängerin ist Tanja Raith allgemein bekannt, vor allem unter dem Schlagwort "D'Raith Schwestern und der Blaimer", bzw., mittlerweile nur noch als Raith und Blaimer. Denn die Schwestern trennten sich 2019 und Tanja Raith und ihr Mann Andi Blaimer touren seit dem zu zweit.

Die Ausstellung FARBFLUCHT eröffnet dem Publikum eine weitere faszinierende Facette des künstlerischen Multitalents Tanja Raith: Ihre farbintensiven Bild-Kompositionen. Tanja Raith entwickelt aus malerischen, fotografischen und zeichnerischen Elementen Mixed-Media-Bilder. Sie verbindet digitale und analoge Elemente zu Gesamtkunstwerken. 

In diesem Jahr präsentierte Tanja Raith ihre Arbeiten in der Fronfeste Roding in einer umfangreichen Ausstellung. Mit überwältigender Resonanz.

Vom 14. November 2020 bis zum 6. Januar 2021 stellt Tanja Raith ihre Arbeiten unter dem Titel FARBFLUCHT im artspace Erdel aus. Die Eröffnung findet am 14. November 2020 von 17 bis 20 Uhr statt. 


FARBFLUCHT

Tanja Raith alichtBesondere Akzente der Lebensfreude, Kraft und Vitaltität setzt Tanja Raith nicht nur mit ihrer Musik, sondern auch mit ihren großformatigen Kunstwerken. Als hinreißende Sängerin ist Tanja Raith weithin bekannt. Die Ausstellung FARBFLUCHT eröffnet dem Publikum eine weitere faszinierende Facette des künstlerischen Multitalents: Ihre farbintensiven Bild-Kompositionen. Tanja Raith entwickelt aus malerischen, fotografischen und zeichnerischen Elementen Mixed-Media-Bilder. Sie verbindet digitale und analoge Elemente zu Gesamtkunstwerken.

Tanja Raith nennt ihre Farbcollagen FARBFLUCHT. Es ist ihr Bilder-Tagebuch. Sie baut ihre Bilder um eine Momentaufnahme herum auf und beginnt eine Geschichte zu erzählen. Dabei arbeitet sie mit einer von ihr speziell entwickelten Collagetechnik. Licht und Farbe sind die Grundlagen ihrer Bilder. In vielen Schichten, digital und analog im Wechsel, baut Tanja Raith ihre Bilder auf. 

Mittwoch, 4. November 2020

Cinescultura weicht in's Internet aus - www.cinescultura-stream.de


Die Kinos sind komplett im Lockdown, doch cinEScultura nicht! Das gesamte Filmprogramm des spanischen Film- und Kulturfestivals cinEScultura wird als Stream deutschlandweit abrufbar sein.

Dazu wurde eine eigene Streaming-Plattform geschaffen, die allerdings erst ab Samstag freigegeben ist. Dort kann man Tickets kaufen und später die Filme ansehen 

(die Seite ist ab Samstag aufrufbar: www.cinescultura-stream.de)

Ab Montag, 9. November  bis zum 22. November läuft dort das mit viele Liebe kuratierte Filmprogramm der XIII. cinEScultura. Ticketvorverkauf ab Samstag, 7. November 2020. 

Ein paar der Kurzfilme aus dem Kurzfilmprogramm kann man jetzt schon ansehen, und das auch noch kostenlos. Diese werden für das Cinestudiando-Projekt  zur Verfügung gestellt, das ich in der letzten Ankündigung beschrieben habe.


Übersicht über das Filmprogramm cinEScultura 2020
  • 3 Dokumentarfilme aus Galicen
  • 1 Kurzfilmprogramm mit 10 Kurzfilmen und cinEScultura-Kurzfilmpreis
  • Ópera Prima: 6 erste Kinofilme junger spanischer Filmschaffender mit dem II PREIS ÓPERA PRIMA der Stadt Regensburg für den Besten Film und dem I Preis CIMA für die Beste Regisseurin.


Das gesamte Programm digital: http://www.cinescultura.de/images/kataloge/cinescultura2020.pdf

Die Dokumentarfilme

Die Dokumentarfilme | documentalES spiegeln ihre Zeit und deren Geist, sie öffnen uns die Augen, und in unserem Fall erlauben sie es uns, einen direkten Blick auf die aktuelle Wirklichkeit der spanischsprachigen Welt zu werfen. Dieses breitgefächerte Film-Genre hat in den letzten 20 Jahren sehr an Präsenz und Bedeutung gewonnen. In einer so unruhigen Welt wie der heutigen scheint der Dokumentarfilm unserem Bedürfnis nach Klarheit zu entsprechen: Eine mehr oder weniger objektive Klarheit darüber, was im Zeitalter der fake news verschwiegen wird oder unklar bleibt. Die ausgewählten Dokumentarfilme behandeln folgende Themenkomplexe: die Verschmutzung der Meere, Waldbrände, Kriege, sexueller Missbrauch, Identität und Integration.

Corona-Ampelregelung abgeschafft - ja wirklich.

Die Corona-Ampelregelung von Bayern ist abgeschafft.

Es wird fürchterlich schlecht publiziert. Die Homepages der Ministerien und Kommunen machen es nicht deutlich, und in den  üblichen Medien (vor allem Zeitungen) wird es äußerst selten angesprochen. Im Gegenteil, Redakteure erklären in neueren Artikeln immer noch die alten Regelungen der Corona-Ampel.

Aber diese Regelung ist hinfällig.

Gut, es gibt noch die farbliche Einteilung der Inzidenzwerte, als Landkarte abrufbar zum Beispiel hier:

https://www.lgl.bayern.de/gesundheit/infektionsschutz/infektionskrankheiten_a_z/coronavirus/karte_coronavirus/

Aber das hat kaum mehr rechtliche Auswirkungen. Denn die Corona-Ampelregelung gilt seit dem 2.11.2020 nicht mehr.

Die Ampelregelung  wurde ersetzt durch die neue einheitliche Regelung, über die jetzt überall in den Medien berichtet wird, und die von keiner Farbe abhängt. Und die zum Beispiel von "10 Personen" statt "5 Personen" spricht.

Diese Neuregelung basiert auf einer Bundesempfehlung und wurde von allen Ländern umgesetzt. In Bayern über die so genannte "Achte Bayerische Infektionsschutzmaßnahmenverordnung

Hier verkündet: https://www.verkuendung-bayern.de/baymbl/2020-616/

Die liest sich für Laien schwer und ist umständlich auffindbar. Da sucht man besser Lesefassungen. Auf der Seite von regensburg.de ist die Neuregelung (über einen deutlichen Link auf der Startseite) auf der Unterseite https://www.regensburg.de/aktuelles/coronavirus/corona-regelungen für Laien verständlich gut erklärt.

Vor ein paar Tagen war da noch der Hinweis auf die Ampelregelung. Diese war in § 28 der Vorgängererordnung geregelt, der "Siebten Bayerische Infektionsschutzmaßnahmenverordnung". 

Die kürzlich erlassene "Achte" Verordnung hat diese Vorgängerverordnung komplett aufgehoben (siehe den letzten Paragraphen in der neuen Verordnung)

Damit ist z.B. die Überlegung, wieweit die neue 10-Personenregelung von der Ampel-5-Personenregelung für rote Gebiete überschrieben wird, erledigt. Die alte Regelung ist weg. Alle Aufsätze und Zeitungsberichte, die Sie im Internet über diese Regelung finden, sind veraltet.

Maskenpflicht

Was aber noch bleibt, ist die Maskenpflicht auf belebten Gebieten. Die wird durch Verfügungen der Kommunen konkretisiert.

 In Regensburg geschah das schon am 23.10.2020. In einer zusätzlichen Verfügung vom 31.10. wurde klargestellt, dass sich diese Verfügungen jetzt auf die 8. Bayer. Inf.VO beziehen sollen.



Die Links zur Maskenpflicht:

Meine Empfehlung an die Stadt:

Ich persönlich fände es gut, solche wichtigen Texte auch (barrierefrei) in HTML-Format zur Verfügung zu stellen. Ich wenn z.B. die Links anklicke, erscheint der Text NICHT in meinem Browser - es tut sich scheinbar gar nichts. Es wird (ohne Hinweis) eine PDF-Datei im Downloadordner abgespeichert. Dort muss ich die Dateien erst suchen und aufrufen. 

Das mag an meinen Browser-Einstellungen liegen, aber ein Aufruf von solch wichtigen Texten sollte immer leicht und sicher sein.


Nur zu Dokumentation: die alte Regelung war  hier, in § 28 der siebten Verordnung, und für rote Zonen galt der Absatz 2:



Samstag, 31. Oktober 2020

Besuch im Regensburger Riesenrad und kepler-plus

Am 4. Oktober hatte ich mir Zeit für einen Riesenrad-Besuch genommen. Denn ich wollte Fotos machen. Die Bäume waren noch grün und  das Wetter hat gepasst. Für die nächste Zeit war Schlechtwetter angesagt, und bis ich dann wieder mal Zeit für einen solchen Ausflug habe, sind die Bäume vielleicht schon entlaubt. Also habe ich mich brav angestellt, und man hat mir sogar eine eigene Kabine zugewiesen - so streng wurde das Sicherheitskonzept gehandhabt.

Ein Tipp für Besucher: nehmt ein Fernglas mit!

Hier eine  Auswahl der Fotos:

Freitag, 30. Oktober 2020

Schnell noch mal in's Palletti


Nach wochenlanger coronabedingter Abstinenz fällt mir die Decke auf den Kopf: ich will endlich mal wieder in die Stadt. Am besten in mein Stammlokal. In das Palletti. 

Ob da überhaupt was frei ist? Ja, da ist ein Plätzchen. Alle sitzen weit auseinander, zusätzlich gibt es Glas-Trennplatten. Ich fühle mich sicher. Und ich genieße die Atmosphäre, die Musik und das Stimmengewirr und meine Laune bessert sich. 

Außen wird übrigens gerade eine  Wand hochgezogen, so dass eine Art Wintergarten entsteht. Der wird wir die nächsten vier Wochen allerdings leer bleiben müssen.

Während ich das Kulturjournal durchblättere - meine Standardlektüre im Palletti -  wird mir bewusst, dass fast alle dort angekündigten Veranstaltungen im November ausfallen. Auch die Tanztage - die Ärmsten haben umsonst trainiert. 

Dienstag, 27. Oktober 2020

Weitere Ausstellung von Peter Dorn im Erdel Schaulager

Ab 31. Oktober gibt es im Schaulager des artspace Erdel die zweite Ausstellung von Peter Dorn mit vielen neuen Werken:

"von non finito bis ad infinitum II"

von PETER DORN.
31.10./18.00 Uhr bis 5.12.2020

Schaulager Erdel, Am Schallern 4.

Eröffnung: 31. Oktober 2020 von 18 bis 21 Uhr im Schaulager Erdel, Am Schallern 4. Die Ausstellung läuft bis zum 5. Dezember 2020.

  • Update 29.Oktober: Die Vernissage wird  stattfinden. Dann ist das Schaulager wegen der aktuellen Entwicklung geschlossen, aber die Betreiber sind telefonisch erreichbar.

Die Ausstellung ist eine Hommage an Peter Dorn, der 2020 mit dem Kulturpreis der Stadt Regensburg für sein Lebenswerk geehrt wird. Die Preisverleihung ist für den 17. November angesetzt.

Donnerstag, 22. Oktober 2020

Festival Fotografischer Bilder Regensburg - 22.10. bis 25.10.2020

Ab dem 22. Oktober gibt es in Regensburg  das Festival Fotografischer Bilder an verschiedenen Veranstaltungsorten. 

Die Vorträge finden im Leeren Beutel statt.  Begleitet wird das von einer Hauptausstellung, die im Kunst- und Gewerbeverein in der Ludwigstraße zu. sehen ist, und einigen Partnerausstellungen, die zum Teil schon begonnen haben. 

Die Vorträge werden aufgezeichnet und stehen ab November auf einem youtube-Kanal zur Verfügung.

Im Rahmen des dreitägigen Symposiums halten renommierte Wissenschaftler*innen aus der Medien- und Fototheorie, Expert*innen aus dem Fotokunstmarkt, Sammlungsleiter*innen, Historiker*innen, Philosoph*innen und Künstler*innen Vorträge und stellen sich der Diskussion mit dem Publikum.

Begleitet wird das Symposium von einer Hauptausstellung mit Arbeiten international tätiger Foto- und Kunstschaffender, die vom Festivalteam kuratiert wird, sowie einer Reihe von Partnerausstellungen.

Eine Filmreihe im Oktober und November rundet das Festival ab.

Initiiert und organisiert wird das Festival von Martin Rosner und Andy Scholz in Kooperation mit dem Kulturamt der Stadt Regensburg.

 

 Internationale Hauptausstellung:

  • »HÖHER SCHNELLER WEITER«
  • Ausstellungseröffnung: 22. Oktober 2020
  • Ausstellungsdauer: 23. Oktober bis 15. November 2020
  • Kunst- und Gewerbeverein Regensburg, Ludwigstr. 6, 93047 Regensburg

Tipp: kostenloser Vortrag "Innenansichten aus Indien"

Reisen dürfen wir nicht mehr. Aber Gucken können wir noch!

Ich möchte daher meine Leser noch einmal auf die kostenlose WebSeminar-Reihe der Zukunftsakademie aufmerksam machen. Vor allem aber auf das Seminar am 28.10., das von wieder von der Regensburger Referentin Andrea Rössler bestritten wird, deren Reisevorträge ich stets spannend fand:
 
Innenansichten aus Indien

von Andrea Rössler



aus der ZUKUNFTSAKADEMIE Web-Seminarreihe
"Eine Übersicht über die globale Entwicklung"

MI. 28.10.2020 - 19 UHR
 

 


Referentin: Andrea Rössler, Grundschulpädagogin, Bildungsreferentin der Zukunftsakademie Amberg

Indien von A-Z. Ein Jahr Reiseerfahrung durch Indien. Dazu ein Vortrag zu ausgewählten Fragestellungen rund um den Subkontinent. Natürliche Gegebenheiten und die extreme Umweltbelastung bilden die Grundlage. Was behindert Indien in seiner Entwicklung? Wir beschäftigen uns mit der Geschichte des Landes und den Auswirkungen auf heute.
Wie lebt es sich überhaupt in Indien und was bedeutet die Globalisierung für das Land?
Freuen Sie sich auf Indien pur – Erfahrungen, Ansichten und Einsichten mit vielen Fotos. 



Wer mitmachen will – einfach Zoom starten und einwählen unter https://us02web.zoom.us/j/2447587121

Kostenlos. Anmeldung nicht nötig. Sie brauchen das Programm ZOOM auf Ihrem PC, und dann klicken Sie am Mittwoch auf obigen Link.  

Näheres zu dieser Vortrags-Reihe, die im Frühjahr coronabedingt in ein kostenloses Internet-Angebot umgewandelt wurde, hier in meinem Artikel vom Juni: 

Dort gibt es auch technische Hinweise für diejenigen, die noch nie mit Zoom gearbeitet haben. Für mich als Dozent ist das Ding natürlich ein alter Hut - ich habe selbst damit unterrichtet.

Zu Andrea Rössler

Zu weiteren Terminen der Webseminar-Reihe



Montag, 19. Oktober 2020

Zur Ausstellung von Ivana Koubek - Dynamische Facetten


"Dynamische Facette" von Ivana Koubek in der Städtischen Galerie im Leeren Beutel


Die Ausstellung von Ivana Koubek in der Städtischen Galerie hatte ich bereits angekündigt. Mittlerweile habe ich sie mir auch zweimal angesehen (der Eintritt in der Städtischen Galerie ist ja inzwischen frei) und in einem zweistündigen Rundgang habe ich mir von der Künstlerin die Bilder ganz genau erklären lassen. Manches kannte ich schon von früheren Interviews, aber noch nie hatte ich Gelegenheit, die Details zu studieren.

Das Konzept der  Ausstellung war, fünf fünf ausgewählte Bereiche ihres Gesamtwerkes zu zeigen:

  • Die Legende der Agnes Bernauer (Geschichte, Politik).
  • Faust -  Walpurgisnachtstraum oder Oberons und Titanias goldene
  • Hochzeit (Literatur - Goethe, Shakespeare)
  • Regensburg (Architektur, expressiv schwarz-weiß)
  • Gaming ( Computerspiele, Virtuelle Welten)
  • Aktuelle Designer-Tätigkeit für Goebel Porzellan (Entwürfe-Dietrich, Monroe, Hebpurn)

Die Legende der Agnes Bernauer

Agnes Bernauer war die Tochter eines Baders in Augsburg. In diesem Bad lernte der bayerische Herzog Albrecht III. Agnes kennen und verliebte sich in sie. Ihre heimliche Hochzeit war in der damaligen Zeit etwas politisch und gesellschaftlich Unerhörtes. Deshalb ließ Albrechts Vater, Herzog Ernst, Agnes der Zauberei anklagen und am 12.10.1435 in Straubing ertränken.
 
Das im Jahre 2004 abgeschlossene monumentale Werk mit 42 Quadratmetern Größe assoziiert auf den ersten Blick in die Fachwerkarchitektur-Räumlichkeiten an der 18m langen Wand des Leeren Beutels die Fresken der Italienischen Malerei.  

In dem siebenteiligen monumentalen Zyklus analysiert Ivana KOUBEK die soziale Stellung der Frau im späten Mittelalter und die schrecklichen Prozesse in der Zeit der Hexenverfolgung. Die Dynamik und Spannung der Komposition unterstreicht sie durch eine Steigerung des malerischen Stils und mit ihrer eigenen Handschrift. 
 
Die Geschichte beginnt beim ersten Teilbild mit realistischer Malerei in irdisch warmen Tönen, der Atmosphäre des Bades, dem Eintritt in den Lebensstil der damaligen Zeit durch das Zitieren von Holzschnitten, Wasserspeiern und Texten. Es ging ihr in der Darstellung um "spielerische Verführung, Sinnlichkeit, Wollust und Ergebenheit, die Metamorphose der Formen und um die Liebe, die zum Untergang vorherbestimmt ist – um den allgegenwärtigen Tod". 
 


Die Legende der Agnes Bernauer,6 x 330 x 220 cm



Die Legende der Agnes Bernauer, Detail
 

Ausstellung re:form ab 23.10. im Andreas-Stadel


 

re:form

Lena Schabus und Marc Ditrich

STADEL-GALERIE (Künstlerhaus Andreas-Stadel)

Vernissage bzw. Opending Day: 23.10. von 15.00-22.00 Uhr
Führungen: 8.11. und 15.11., jeweils 15.00 Uhr (Anmeldung notwendig)

 

Am Freitag, 23. Oktober 2020 eröffnet die Ausstellung „re:form“ von Lena Schabus und Marc Dittrich in der Stadel-Galerie im Künstlerhaus Andreas-Stadel (Andreasstraße 28).  Die "Eröffnung" besteht statt aus einer klassischen Vernissage aus einem "Opening Day" von 15 bis 22 Uhr. In dieser Zeit sind die Künstler anwesend, führen durch die Ausstellung und stehen für Fragen zur Verfügung.

Ab dann ist die Ausstellung bis 15.11.2020 zu den üblichen Öffnungszeiten zu sehen.

Passend zum kulturellen Jahresthema der Stadt Regensburg „Provinz – Stadt – Metropole“ stehen im Zentrum der Ausstellung Städte, Architektur, Gebäude und künstlerische Veränderungen, wobei die unterschiedlichen Positionen mittels Fotoskulpturen aus verwobenen Laserprints und digitalen Bildcomposings gezeigt werden.


Öffnungszeiten:

Mittwoch 9.30-17.00 Uhr
Samstag/Sonntag 14.00-17.00 Uhr

 

Informationen zu den Künstlern (gemäß Beschreibung des Veranstaltungshinweises der Stadt Regensburg):

Lena Schabus

Lena Schabus greift den Gedanken der Stadt als lebendiger, sich ständig erneuernder, formender Organismus in ihren Bildern auf und überspitzt die Thematik zu unwirklichen Visionen oder Parallelwelten. Die Technik des digitalen Bildcomposings ermöglicht es ihr, unterschiedliche, fotografische Versatzstücke neu zu kombinieren, sodass eine täuschend echte Umgestaltung der Realität stattfindet. So türmen sich Siedlungen bis über den Horizont und bilden eine endlose Kulisse des menschlichen Zusammenlebens einer Metropolregion. Schabus spielt mit den vertrauten Sehgewohnheiten des Betrachters und dem irritierenden Moment. 

Lena Schabus (geb. 1990) studierte Bildende Kunst und Ästhetische Erziehung an der Universität Regensburg und erhielt unter anderem 2016 und 2020 den Kunstpreis des Kunst- und Gewerbevereins sowie den Kunstpreis 2018 der Sparda-Bank Amberg. Als „Artist in Residence“ arbeitete sie bereits in Tschechien (Pilsen) und Frankreich (Pujols) und hat seit vier Jahren ein Atelierstipendium im Künstlerhaus Andreas-Stadel inne. 

Marc Dittrich

Erst durch die nähere Betrachtung Marc Dittrichs Arbeiten entschlüsseln sich seine auf den ersten Blick massiven Gebäude. Er arbeitet mit bedrucktem Papier, Lineal und Roll-Messer und erschafft in konzentrierter Manier fragile, sich auflösende, geflochtene Gebäude. Das Material ebenso wie sein künstlerischer Ansatz befinden sich im Wechselspiel zwischen zerschneiden, wieder vereinen, verflechten, Verkettungen lösen und das Non-finito zulassen. 

Der Künstler arbeitet mit fotografischen Aufnahmen von Hochhausfassaden, kombiniert mehrere Laserprints desselben Hauses und schneidet diese in akkurater Handarbeit in Webstreifen. Es entstehen Haus-Skulpturen in unterschiedlicher Dreidimensionalität. So gehen seine Flechthäuser von der auf die Fläche bannenden Fotografie über den Druck und das plastische Gestalten zurück in den Raum und in das Volumen. 

Marc Dittrich (geb. 1976) studierte an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart und war Stipendiat der Triangle France in Marseille. 2012 war er auf der Shortlist des Boesner Art Award und von 2013 bis 2016 Stipendiat des Landkreises Esslingen. Der Künstler lebt und arbeitet in Kirchheim bei Stuttgart. 

Weitere Informationen

Die Ausstellung ist mittwochs von 9.30 bis 17 Uhr sowie samstags und sonntags von 14 bis 17 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei.

An zwei Sonntagen, am 8. und 15. November, wird um 15 Uhr eine Führung durch die Ausstellung angeboten. Wegen der eingeschränkten Teilnehmerzahl ist eine Anmeldung unter kontakt@lena-schabus.de erforderlich.