Regensburger Tagebuch

Notizen von der nördlichsten Stadt Italiens

Montag, 14. September 2026

Jahresschau 2026 des Kunst- und Gewerbevereins



Jahresschau des Kunst- und Gewerbevereins Regensburg
gleichzeitig Jubiläum: 100 Jahre Jahresschau

19.09. bis 25.10.2026
Eröffnung 18. September 2026 um 19 Uhr



Eröffnung: 18. September 2026 um 19 Uhr
Begrüßung: Dr. Georg J. Haber
Einführung: Prof. Dr. Christoph Wagner

Mit dem Gründungsjahr 1838 gehört der Regensburger Kunst- und Gewerbevereinen zu den ersten Kunstvereinen in ganz Deutschland. 

1925 fusionierten der Kunst- und der Gewerbeverein und es entstand eine weit in die Region ausstrahlende Plattform für zeitgenössisches Kunstgeschehen und kunstvoll gestaltetes Handwerk. Seit 1926 veranstaltet der Kunst- und Gewerbeverein Regensburg e.V. mit der „Jahresschau“ ein regelmäßig stattfindendes Ausstellungsformat, das allen Künstler und Kunsthandwerker mit Bezug zu Niederbayern und der Oberpfalz offensteht. 

Diese 100-jährige Tradition – herausragend im bundesweiten Vergleich – möchte der Verein feiern. 

100 Jahre - 100 Bilder - 100 Geschichten

Diese Kontinuität im wilden Wandel der Zeiten lässt der Verein in einer kuratierten Sonderausstellung Revue passieren und holt die Kunst in die Gegenwart, angefangen mit Lina Ammer 1926 bis hin zur letzten U40 Kunstpreisträgerin Anja Bader 2025.

Zusätzlich zeigt der Verein als Sonderschau "30 unter 40" die interessantesten Werke innerhalb der Jahresschauen seit 1996, die mit dem U40 Kunstpreis ausgezeichnet wurden.





Es wurde ein Katalog zum Jubiläum erstellt.
Erschienen im Morsbach Verlag. Erhältlich im Buchhandel und im Verein. ISBN: 978-3-96018-144-6

Freitag, 4. September 2026

Manege frei für das 9. Kulturpflaster in Regensburg - 11. bis 13. September 2026

 Kulturpflaster 2016


Beim 9. KULTURPFLASTER am letzten Sommerferien-Wochenende (11. bis 13. September 2026) kommen die Stars des Straßenzirkus in die Stadt: Clowns und Jongleurinnen, Seiltänzer und Akrobatinnen – Künstlergruppen aus aller Welt, an acht Plätzen und Bühnen zugleich. 

Ort sind die Plätze in der Altstadt - von Neupfarrplatz bis Haidplatz - sowie der Rasen im Schwimmverein auf der Jahninsel.

Wie immer haben wir Besucher die Qual, dass wir uns nicht teilen können. Denn das Kulturpflaster wird von absoluten Profis bespielt, deren Auftritte sehenswert sind.

Bei allen Auftritten ist der Eintritt frei. Die Künstlerinnen und Künstler leben vom Hutgeld – also von dem, was wir ihnen freiwillig geben.


Dienstag, 25. August 2026

Fricitions on Landscape - Hauptausstellung noch bis 06.09.2026

Die Ausstellung zum Projekt "Frictions on Landscape" gibt es noch bis 6. September zu sehen. Ort: Städtische Galerie im Leeren Beutel, verteilt auf 2. OG und 3. OG.

Bei "Fricitions on Landscape" geht es eigentlich um ein dreiteiliges Projekt, bestehend aus Symposium, Begleitveranstaltungen und eben dieser Ausstellung im Leeren Beutel. Das Projekt startete im Juni, die Ausstellung ist noch bis 6. September 2026 zu sehen. Der Eintritt ist frei. 

Ich habe mir die Werke angesehen und möchte auf die sehenswerte Ausstellung hinweisen.



Im Zentrum dieses Projektes stehen die Spannungen („Frictions“) zwischen Mensch, Natur und Ressourcennutzung der Gegenwart. Die Ausstellung verbindet künstlerische Positionen mit wissenschaftlicher Forschung und fragt danach, wie Landschaften historisch geformt und als kultureller, politischer und ökologisch geprägter Raum genutzt werden. 

Seit Juni ist die Hauptausstellung in der Städtischen Galerie im Leeren Beutel auf zwei Etagen zu sehen. 
  • 2. Obergeschoss: Analytischer Blick auf gesellschaftliche Reibungen und Spannungen durch Werke von Caterina Rossato, Mahroo Movahedi und Barbara Wimmer-Bulin.

  • 3. Obergeschoss: Die poetische und kritische Installation „Paranatur“ von Andrina Jörg zur Mensch-Umwelt-Beziehung. 

Ich möchte bei dieser Gelegenheit  auf die Webseite der Künstlerin Caterina Rossato hinweisen. Dort können Sie sehen, dass die Künstlerin noch weit mehr Kreatives und Interessantes zu bieten hat, als die (in der Ausstellung zu sehenden) faszinierenden Montagen: https://caterinarossato.com/

Die Künstlerin Andrina Jörg (Webseite: https://andrinajoerg.ch/), die ihre Bilder im zweiten OG zeigt, hat mich auf den ersten zwei Metern (ich begann links beim Schaukasten) tatsächlich getäuscht. Ich dachte schon, es handelt sich um echte Botanik-Informationen, bis ich die amüsanten Tricksereien erkannte. Mit Alltagsmaterialien aus Küche und Bad entstehen Modelle von Landschaften in verkleinertem Grössenmassstab. Die (meist fotografierten) Installationen sind teilweise sehr aufwändig und erinnern mich an landart - auch wenn der Begriff hier nicht passt. Warum? Sehen Sie selbst.

Dienstag, 11. August 2026

Günther Kempf in der Städtischen Galerie - noch bis 6. September

REMIX Fools Hands / Narrenhände
Günther Kempf
Städtische Galerie Leerer Beutel
25.06. bis 06.09.2026

Sondertermin:
Meet & Greet / Künstlergespräch
20.08.2026, 19 Uhr

Aus der Pressemitteilung der Stadt:
Mit der Ausstellung „REMIX Fools Hands / Narrenhände“ verwandelt Günther Kempf das 1. Obergeschoss der Städtischen Galerie im „Leeren Beutel“ in ein temporäres Gesamtkunstwerk. Die weiß gestrichenen Wände werden zur unmittelbaren Arbeitsfläche des Künstlers. Im Verlauf der Ausstellung entsteht ein Werk, das wächst, sich wandelt und mit dem Ende der Präsentation unwiederbringlich verschwindet.

Der freischaffende Künstler Günther Kempf ist Maler, Bildhauer und Musiker. Seit mehr als 30 Jahren begeistert er das Regensburger Publikum mit seinen Arbeiten in zahlreichen Ausstellungen. Spuren seiner unverwechselbaren Bildsprache finden sich auch im Regensburger Stadtraum, wo seine großformatigen Fassadenarbeiten vielen Menschen im Alltag begegnen.

Ausgehend von der Bildsprache des Comics, insbesondere der belgisch-französischen Schule, entwickelte Günther Kempf seine eigenwillige künstlerische Sprache zwischen Figuration, Symbolik und malerischer Geste. Seine Arbeiten erscheinen direkt, frei und voller erzählerischer Energie. Was sonst als Regelbruch verstanden werden könnte, wird hier zum Ausgangspunkt eines freien künstlerischen Prozesses, wie auch das Konzept der Ausstellung beweist.

Der Titel der Ausstellung greift das alte Diktum „Narrenhände beschmieren Tisch und Wände“ auf und verwandelt es schöpferisch produktiv. Bei Günther Kempf wird die Wand selbst zum Träger der künstlerischen Arbeit. Der Ausstellungsraum wird zum Schauplatz eines offenen Prozesses, in dem Kunst nicht als abgeschlossenes Objekt erscheint, sondern als flüchtiges Ereignis im Hier und Jetzt.

Sondertermin:


Donnerstag, 20.08.2026:
19 Uhr, Meet & Greet / Künstlergespräch
Kulinarisches vom Restaurant & Bistro Orphée

Große Ostbayerische Kunstausstellung 2026 in Deggendorf

Regensburger Kunstinteressierte kennen sie natürlich: die "Große Ostbayerische Kunstausstellung" des BBK. Eine Ausstellung, in der für jeden Geschmack etwas dabei ist.

Die jährlich stattfindende Ausstellung wird in dreijährigem Rhythmus an verschiedenen Ausstellungsorten präsentiert: in der Städtischen Galerie Regensburg (zuletzt 2025), im Kunst- und Gewerbeverein Regensburg (zuletzt 2024) und im Kulturviertel Deggendorf. 

Und dieses Jahr ist Deggendorf dran. 

Ich habe nach meinem Besuch in Zwiesel am letzten Sonntag auch noch diese Ausstellung besucht und möchte hier auf diese Ausstellung hinweisen:



Große Ostbayerische Kunstausstellung
BBK Niederbayern/Oberpfalz
27. Juni - 6. September 2026

Deggendorf (Stadtmuseum u. Handwerksmuseum)




Auf den Ausstellungsflächen des Stadtmuseums und Handwerksmuseums zeigen 76 Kunstschaffende insgesamt 123 Werke und geben einen umfassenden Einblick in die aktuelle ostbayerische Kunstszene. 

Der Eintritt ist günstig: 4 Euro, ermäßigt 2 Euro. Bei Temperaturen ab 30 Grad gibt es im August freien Eintritt. Seit 13 Uhr haben wir freien Eintritt, sagte mir der Portier im Handwerksmuseum. 

Veranstaltungsort ist diesmal Stadtmuseum und ein Raum im schräg gebenüberliegenden Handwerksmuseum. Diese Kombination wird oft praktiziert. Der Eintritt gilt immer für beide Museen. 

Gleich hinter dem Handwerksmuseum gibt es noch den Kapuzinerstadl, in welchem derzeit auch eine Ausstellung von drei Künstlern zu sehen ist. Diese habe ich aber am Sonntag nicht geschafft.

Klimaanlagen gibt es aber in den Museen nicht. Im Stadtmuseum war es aber gut auszuhalten.

Ein Parkhaus ist gleich daneben. Ein paar Meter weiter kommt man zum Stadtzentrum.



Deggendorfer Stadtmuseum (links) und Handwerksmuseum (rechts)