Regensburger Tagebuch

Notizen von der nördlichsten Stadt Italiens

Freitag, 7. August 2020

Stimmungsvolle Vernissage in der Galerie Lesmeister



Am Mittwoch abend wurde in der Galerie Lesmeister die Gemeinschaftsausstellung "SPRAYED" eröffnet, die ich hier angekündigt hatte.

Das Wetter hätte nicht besser sein können, und dass der herrliche Innenhof zwischen Bachgasse und Wahlenstraße zur Verfügung steht, ist gerade in diesen Zeiten optimal. Die ehemalige Galeristin des Kunstkabinetts, Frau Schönsteiner-Mehr, war ebenfalls anwesend.

Von den drei Künstlern war nur Nico Sawatzki dabei. Katharina Grosse war verhindert und der Künstler namens Ashwan  musste wegen einer Erkrankung zu Hause in Barcelona bleiben.



Montag, 3. August 2020

Die blaue Nacht 2020 - nur virtuell

Tja, das war's mit der Blauen Nacht 2020. Es gab eine Online-Live-Übertragung von Musikkonzerten ohne Zuschauer. Das Video kann man auf


ansehen.

Die MZ berichtete heute über die eigenartige Stimmung unter den Beteiligten mit dem Titel "Saufroh, traurig und am Ende überwältigt". Die Musik wurde dabe nicht im Stadtpark, sondern im Wasserwerk organisiert.

Um zu zeigen, wie das ursprünglich geplant war, nehme ich mal ein Foto aus der Nacht in 2010 (damals durfte man das Ganze noch "Regensburger Blaue Nacht" nennen, später funkten die Nürnberger juristisch dazwischen):


Daraus wurde eher das:


Das zweite Foto stammt natürlich nicht von 2020, sondern auch von 2010, und entstand lange nach Mitternacht auf der Eingangsseite des Kunstforums. Aber es passt symbolisch ganz gut.

Madesta gibt ihre Galerie auf

Fr. Dr. Madesta, Galerienabend 2016,
damals in der Oberen Bachgasse


Als ich vor ein paar Tagen in der Wahlenstraße entdeckte, dass die Galerieräume von Andrea Madesta komplett leer sind, vermutete ich es schon. Mit einer heutigen Nachricht in der Tageszeitung ist es traurige Gewissheit: Andrea Madesta hat ihre Galerie  endgültig aufgegeben (Andrea Madesta zieht die Reißleine, MZ, 3.8.2020).

Als Gründe werden im Zeitungsbericht von Marianne Sperb der Wandel im Kunstmarkt, steigende Unkosten und schlussendlich die Auswirkungen von Corona genannt. Zum 1.7.2020 wurden die Räume an den Vermieter übergeben.

Dass sich eine Galerie dieser Größenordnung in der Altstadt nicht so einfach halten lässt, darüber diskutierten Kunstinteressierte schon länger. Dass Corona dann dem Galeriebetrieb "den Rest gibt", war zu befürchten.

Andrea Madesta, ehemals Leiterin  der Ostdeutschen Galerie, übernahm Anfang 2014 die damals dienstälteste Galerie in Regensburg, nämlich die Galerie von Peter Bäumler in der Oberen Bachgasse. Diese existierte von 1973 bis zum 31.12. 2013, dann ging Peter Bäumler in den Ruhestand.

 Frau Madesta führte die Galerie  anfangs unter altem Namen fort, später firmierte sie mit eigenem Namen. Am 1. Januar 2018 zog sie in die Wahlenstraße 3 um.


Nachtrag zu filming-location Regensburg

Hier sind ein paar Vergleichsfotos zu den Fotos von der Dreharbeiten-Nacht im März 2011 (vgl. meinen Artikel filming-location Regensburg von letzter Woche) und. den Artikel "Regensburg leuchtet" von 2011

Am 26. Dezember 2011 spazierte ich mit meiner Kameraausrüstung erneut am Marc-Aurel-Ufer an der Donau entlang. Ich beschloss, zum Vergleich zu den Fotos vom März ein paar Langzeitbelichtungen mit normaler Lichtumgebung zu machen. Das ergab natürlich eher unspektakuläre Fotos.



Sonntag, 2. August 2020

Buchtipp: "Alltag,Wandel,Leben" mit Fotos von Christoph Lang wieder erhältlich!



Der erste Band mit Fotos von Christoph Lang ist vor zwei Wochen als Zweitauflage erschienen. Er war kurz nach seinem Erscheinen im Jahre 2018 schnell vergriffen. Ich hatte das Buch gerade noch kaufen können, da es beim Pustet noch einige Zeit auslag. Von der geplanten Besprechung ließ ich aber ab, als mir Herr Morsbach mitteilte, dass das Buch bereits vergriffen ist.  Allerdings habe ich meinen Lesern die Bände 2 und 3 vorgestellt, von denen ich genauso begeistert war.

Nun - der erste Band ist wieder erhältlich. Er heißt mit kompletten Titel

"Alltag.Wandel. Leben. Regensburgs erster Stadtfotograf Christoph Lang 1937 bis 1959" von Peter Morsbach und Stefan Effenhauser, Morsbach Verlag

Wer das Buch allerdings im Internet sucht, um sich etwas zu informieren, wird erst mal abgeschreckt. Bei den üblichen Online-Händlern gilt es als vergriffen (auch bei amazon, und auch die Neuauflage),  bei pustet.de erscheint es nicht auf der Webseite (obwohl es in der Gesandtenstraße aufliegt) und die Webseite des Morsbach-Verlags ist noch im Umbau. 

Aber das Buch ist wirklich erhältlich, wie ich mir vom Verlag versichern habe lassen. Sie können es über jeden Buchhändler bestellen und somit etwas für die Einzelhändlerbranche tun.

Zum Buch:

 
Christoph Lang (1895-1966) war Regensburgs erster Stadtfotograf in der Zeit von 1937 bis 1959. Seine Aufgabe als Fotograf für das Stadtbauamt war in erster Linie die Dokumentation des Stadtbildes, seiner Veränderungen und Wandlungen. Aus den 22 Jahren seiner Tätigkeit hinterließ er 20 000 Aufnahmen.

Der Historiker Dr. Morsbach hatte schon in diesem im Jahre 2018 zuerst erschienenen Band aus dem Fundus interessante Fotos herausgegriffen, und um wertvolle Informationen bereichert. Der Leser findet also spannende Fotos vom "alten Regensburg", zusammen mit Fülle an wertvollen Hintergrundinformationen. Denn zu jedem Foto wurden akribisch die zugehörigen Personen, Häuser, Geschäfte rekonstruiert und Geschichtliches rund um diese Topics erzählt. Die Fotos gehen weit über das hinaus, was man bislang so im Internet über Ansichtskarten vom früheren Regensburg sehen oder sammeln konnte.


Samstag, 1. August 2020

Band 3 über die Fotos von Christoph Lang ist da

Noch besser, noch interessanter, und absolut empfehlenswert:



Er ist nun endlich erschienen, der von mir neugierig erwartete Band 3 der Buchserie mit Fotos des früheren Stadtfotografen Christoph Lang, der im Auftrag der Stadt Regensburg jahrelang Orte und Geschehnisse dokumentierte.

Der Band heißt "Eine Stadt im Zweiten Weltkrieg  - Regensburgs erster Stadtfotograf Christoph Lang 1937 bis 1959 - Band 3". Als Autoren werden diesmal genannt "Peter Morsbach" und "Hanna Specht".  Und bei dieses Buch konzentriert sich auf die Zeit von 1937 bis 1950. Es geht  also um den zweiten Weltkrieg und das zerstörte Regensburg nach Kriegsende.

Vom ersten Band (Alltag, Wandel, Leben) war ich so begeistert, dass ich eine Rezension schreiben wollte - aber da war das Buch schon vergriffen.  Vom zweiten Band war ich ebenfalls begeistert.  Er heißt "Der zeitlose Augenblick" und hielt zu meiner Überraschung noch mehr unbekannte Fotos und noch mehr Hintergrundwissen parat. Darüber schrieb ich zwei Artikel. Im zweiten Artikel suchte ich zu den oft schwer lokalisierbaren Fotos mit google-earth die Orte in Regensburg und dokumentierte das.

Schon beim zweiten Band  hieß es, dass die Kriegsfotos einem späteren Band vorbehalten sein sollen. Kann da noch viel Interessantes kommen, fragte ich mich zweifelnd, nachdem schon so viele Ecken in Regensburg gezeigt wurden?

Und wie. Das Buch hat allein schon mengenmäßig noch viel mehr Fotos als die früheren Bände, und sie sind allesamt spannend und zeigen neue, nicht bekannte Ansichten. Wer alte Fotos von Regensburg sucht, wird begeistert sein. Nur wenige waren schon bekannt, und wenn, auch nicht in dieser Qualität.

Aber auch ich die Hintergrundinformationen sind nochmal intensiver als in den sowieso schon beeindruckenden ersten Bänden. Der Historiker und Hauptautor Dr. Morsbach und Hanna Specht haben unglaubliche Recherche-Leistungen erbracht. Zu jedem Bild haben sie intensiv geforscht, alle Details analysiert, die Besitzer und Mieter der gezeigten Häuser eruiert, die Vorgeschichte und Nachgeschichte der Orte einbezogen.


Freitag, 31. Juli 2020

Wehmütiger Rückblick auf ein unbekümmertes 2019

Für das Jahr 2019 hatte ich bereits vor 7 Monaten  den üblichen Jahresrückblick mit ausgewählten Fotos erstellt.

Damals gab es das Thema Corona noch nicht. Ich habe deshalb einen zweiten Jahresrückblick erstellt, bei dem die gesellschaftlichen Ereignisse im Vordergrund stehen: Bürgerfest, Jazz-Weekend, Vernissagen und mehr. Für dieses Video habe ich nicht unbedingt die schönsten Bilder ausgewählt, sondern eher dokumentarische Fotos.

Erinnerungen an ein unbekümmertes gesellschaftliches Leben in und rund um Regensburg.

Zum Video auf youtube geht es hier lang: https://youtu.be/EBfCvTIsmIQ

Und wenn die Direkteinbindung klappt, dann können Sie das Video auch gleich hier sehen:




Wilma Rapf-Karikari und Ingo Kübler erhalten Kulturpreis des Landkreises Regensburg 2020

Wilma Rapf-Karikari und Ingo Kübler


Auch in diesem Jahr verleiht der Landkreis Regensburg einen Kulturpreis, einen Jugendkulturpreis sowie einen Kulturpreis für das Lebenswerk. Der Kulturpreis 2020 geht dabei an das Paar Wilma Rapf-Karikari und Ingo Kübler, die unter anderem über ihr Kunstpartnerprojekt und über ihre Galerie in Adlmannstein bekannt sind.

Bei dem seit 2008 verliehenen Kulturpreis des Landkreises Regensburg handelt es sich um eine vom Kulturausschuss des Kreistags ins Leben gerufene Auszeichnung für hervorragende Leistungen auf kulturellem, künstlerischem und wissenschaftlichem Gebiet. Mit der Verleihung dieses Preises soll kulturelles Engagement sowohl gewürdigt als auch geweckt werden. Der seit 2008 verliehene Preis für hervorragende Verdienste um das kulturelle Leben im Regensburger Land wird dieses Jahr zum 13 Mal verliehen. Die offizielle Preisverleihung soll im Herbst stattfinden.

Es war keine einfache Entscheidung, heißt es in der Pressemitteilung des Landkreises.  Aus insgesamt vierzig Vorschlägen musste die Jury den diesjährigen Kulturpreisträger des Landkreises auswählen. Das Votum sei am Ende aber einstimmig gewesen. Denn Wilma Rapf-Karikari und Ingo Kübler haben mit ihrer kontinuierlichen, von großem sozialem und kulturpolitischem Engagement getragenen Arbeit ganz wesentlich dazu beigetragen, dass der Landkreis Regensburg auch als Akteur zeitgenössischer Kunst und Kultur wahrgenommen wird.

Seit bald 30 Jahren kuratiert und organisiert Wilma Rapf-Karikari nunmehr schon Ausstellungen in der Region. In den 1990er Jahren in der Schlossgalerie Wörth a.d.Do. und seit 2005 zusammen mit Ingo Kübler in der Kunstpartner-Galerie Adlmannstein. 

Darüber hinaus gaben die beiden von 1994 bis 2018 gemeinsam den Kunstpartner-Kalender heraus. Dieser galt in der ostbayerischen Kulturszene als „Museum auf Papier – ein Museum, das zu den Menschen kommt“ (Wolfgang Herzer, Kunstverein Weiden). 

Donnerstag, 30. Juli 2020

Ausstellung in der Galerie Carola Insinger „Figuration und Farbe“


Vom 9. August bis zum 13. September 2020 präsentiert die Galerie Carola Insinger Arbeiten der Künstlerin Hanni Goldhardt.

Hanni Goldhardt
Figuration und Farbe
Malerei, Grafik, Objekt

9. August bis 13. September 2020
Galerie Distelhausen 
 
Keine Vernissage. Die Künstlerin ist
am Eröffnungstag (9.8.) anwesend


In der Ausstellung zeigt die Künstlerin überwiegend Arbeiten mit Acryl auf Leinwand, welche sich mit der figürlichen Abstraktion beschäftigen. Dabei nimmt sie Bezug auf eine oder mehrere Figuren, auf die Figur des Menschen, welche gleichzeitig aber abstrahiert oder stilisiert in den oft farbintensiven abstrakten Bildgrund eingebunden sind.

Ebenfalls zu sehen sind ein paar Objekte zu dem Thema und Druck-Grafik.

Mittwoch, 29. Juli 2020

Tipp: Kulturjournal August-September

Gerade bring ich es vom Cafe-Besuch heim, das neue Kulturjournal von Peter Lang. Es ist die brandneue Ausgabe für die Monate August/September. Es ist so berstend voll mit interessanten News, dass ich meine Leser auf diese Ausgabe aufmerksam machen will.

Gefallen haben mir die in der Corona-Krise enstandenen Prosatexte von Lesereinnen und Lesern, darunter  ein berührender Artikel von Claudia Böckel, der offenbar noch in der Lockdown-Zeit geschrieben wurde. Claudia Böckel ist mir von MZ-Artikeln her bekannt, ich wusste nicht, dass sie freie Autorin, Journalistin und Musikerin ist. Es gibt noch weitere Aufsätze von anderen Autoren, die ich aber noch nicht lesen konnte.

Interessant sind die Hinweise über die Stummfilmwoche, Ich hätte nicht gedacht, dass es noch soviele mir unbekannte Stummfilme deutscher Regisseure gibt. Aber am meisten freute mich, dass Herr Lang etwas über das Scala-Kino geschrieben hat und es gleich mit einer breiteren Recherche über die Geschichte Regensburger Kinos verbunden hat. Über das Scala wollte ich schon länger etwas schreiben, fand aber bisher kein  ausreichendes Material.

Es gibt ferner viele Ankündigungen hochinteressanter kultureller Veranstaltungen. Offenbar blüht das Regensburger Kulturleben wieder auf, so plötzlich und erfreulich wie ein Blumenteppich in einer Wüste nach einem kräftigen Regen. 

Unter anderem gibt es gleich zwei Ausstellungen zum Thema "Regensburg in dern Zwanzigern" im Leeren Beutel und im Haus der Bayerischen Geschichte, die Ausstellung Fernweh im Kunstforum, Lisa Eckhart kommt in's Marinaforum, ein Improvisationskonzert der Extraklasse in's Aurelium, Ausstellungen von Gastkünstlern im Andreasstadel, konkrete Hinweise zu interessanten Anlaufstellen am Tag des offenen Denkmals,  und und und...

Aber lest selbst. Das Kulturjournal liegt in Cafes aus. Ich selbst lese es traditionellerweise im Palletti. Ein früher beliebtes Ritual, das ich langsam wieder aufleben lasse: Mittagessen im Palletti und dazu Kulturjournal und Kunstzeitungen durchstudieren.

Filming-location Regensburg - Bekenntnisse des Felix Krull


Das ist witzig. Erneut ist Regensburg Drehort für eine Literaturverfilmung, die mit "Bekenntnissen" zu tun hat.

Vor kurzem fanden neben der Steinernen Brücke Dreharbeiten für den Film „Bekenntnisse des Hochstaplers Felix Krull“ statt (mehr dazu am Ende des Artikels). Im März 2011 gab es ebenfalls Dreharbeiten für eine Literatur-Verfilmung, und auch dort ging es um Bekenntnisse. Nämlich die "Bekenntnisse eines jungen Zeitgenossen“ nach einem Roman von Alfred de Musset. Für diesen Film stand der Musiker "Pete Doherty"  gemeinsam mit  Charlotte Gainsbourg und August Diehl vor der Kamera.

Dabei entstand eine meiner schönsten Foto-Sessions, die ich seinerzeit unter dem Titel "Regensburg leuchtet" im Blog veröffentlicht hatte. Einzelne Bilder zeigte ich ferner in Ausstellungen. Sehr beliebt ist das Bild von der Ruthof im Vordergrund, das derzeit in der aktuellen Ausstellung im Leeren Beutel hängt.

Die Stadt hatte die Straßenlaternen  auf der Steinernen Brücke abgeschaltet und auf der Jahninsel sorgten zwei gigantische Filmscheinwerfer für ein unglaubliche, fast surreale Beleuchtung.
 
https://lh6.googleusercontent.com/_uzLsIJX7LLU/TY-axhYcv2I/AAAAAAAAIGw/FFk5B95qFUI/s720/IMG_2835.JPG
Ausnahmsweise keine Bildbearbeitung. Die Strahlen stammen von den Film-Scheinwerfern


Begonnen hatte das Foto-Shooting im Bayerhafen, wo ich, wie schon am Vortag, mit Nachtfotos und Langzeitbelichtung experimentieren wollte. Ich war in diesen Tagen dabei, meine 200-ISO-Methode zu entwickeln und zu verfeinern. Im Gegensatz zum Abend davor lag ein stärkeres Licht über der Stadt, was mich im Laufe der Zeit neugierig werden ließ.


https://lh3.googleusercontent.com/_uzLsIJX7LLU/TY-aPwwgaoI/AAAAAAAAIGI/C0zsucemxrI/s720/IMG_2706.JPG
Langzeitbelichtungsexperiment im Osthafen, Nähe IT-Speicher.
Im Gegensatz zur Nacht davor war der Himmel über Regensburg stärker erleuchtet als sonst

Freitag, 24. Juli 2020

Ausstellung SPRAYED in der Galerie Lesmeister ab 5. August 2020

In den Räumen des ehemaligen Kunstkabinetts lädt die jetztige Galeristin Isabelle Lesmeister zu einer neuen Ausstellung ein, bei der Sprüharbeiten von drei KünstlerInnen vorgestellt werden. Das verspricht interessant zu werden.

SPRAYED
Ashwan, Katharina Grosse und  Nico Sawatzki
 5. August bis 12. September 2020
Galerie Lesmeister, Untere Bachgasse
Vernissage am 5. August von 19 - 21 Uhr






Katharina Grosse ist eine auf Spraytechnik spezialisierte Künstlerin. Sie ist seit 10 Jahren Professorin für Malerei an der Kunstakademie Düsseldorf, vorher war sie weitere 10 Jahre Professorin an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee.   Ihre Werke hängen in Museumssammlungen weltweit. Die ihr gewidmete Seite in Wikipedia enthält eine beachtliche Auflistung.

In der Ausstellung „Sprayed“ zeigt die Galerie Lesmeister druckgrafische Arbeiten dieser Ausnahmekünstlerin aus den Serien Cockeypane (2011) und Fo´Faux Rocks (2007).

https://www.katharinagrosse.com/info
https://de.wikipedia.org/wiki/Katharina_Grosse


Daneben Werke des Liverpooler Künstlers ASHWAN (*1971), der seine Arbeit als visuelles Tao des Boom-Bap-Sounds beschreibt. Für seine Werke nutzt er oft weggeworfene Kartonagen und verwandelt sie in Mixed-Media-Kunstwerke, die Sprühlack, oxidiertem Kupfer sowie einem rostenden Belag bearbeitet sind und in einem letzten Schritt mit Kunstharz überzogen werden. Seine Werke bewegen sich fließend zwischen Zwei- und Dreidimensionalität und beschwören Bilder einer multikulturellen und oft zerfallenen Urbanität herauf, so zum Beispiel der zerstörten Berliner Mauer oder den unberührt gebliebenen besprayten Teilen der Bronx aus den 1970er Jahren.

https://www.ashwan.co.uk/
https://www.galerie-lesmeister.de/artists/49866/ashwan/biography/


Der Regensburger Künstler Nico Sawatzki (*1984) kommt wie Ashwan ebenfalls aus der Street Art und arbeitet auch heute fast ausschließlich mit Sprühlack. Sein vielschichtiger Aufbau bei gleichzeitiger Dekonstruktion von Farbschichten lässt diffizile, imaginäre Raumkonstruktionen entstehen, die durch Verdichtung und Auflösung auf verschiedenen Bildebenen eine enorme Tiefenwirkung erzeugen. Er zeigt unter anderem eine raumgreifenden Arbeit, die eigens für die Ausstellung entstanden ist.

https://www.galerie-lesmeister.de/artists/62076/nico-sawatzki/biography/
http://www.nicosawatzki.de