Regensburger Tagebuch

Notizen von der nördlichsten Stadt Italiens

Montag, 20. April 2026

Offene Ateliers im Andreasstadel am 25.04.2026


Mit den Offenen Ateliers am Samstag den 25. April 2026 öffnen die Künstlerinnen und Künstler des Andreasstadels die Türen ihrer Ateliers und gewähren einen Einblick in ihre Arbeitsräume.

Von 14 bis 19 Uhr haben Kunstinteressierte die Möglichkeit, eine breite Palette von Kunststilen zu entdecken, von Malerei, Illustration, Linoldruck, Holzbildhauerei, 3D-Druck über Keramik bis hin zu Multi-Media Art und vielem mehr.

Die Offenen Ateliers bieten eine besondere Gelegenheit, die Künstlerinnen und Künstler direkt zu treffen. Besucherinnen und Besucher können Fragen stellen, sich über kreative Prozesse austauschen und mehr über die Inspiration hinter den Kunstwerken erfahren.

Zu sehen sind die Ateliers von KUNSTbeTRIEB, Paula Birnbaum, Florian Hauer, Annika van Schoor, Lena Schabus, Kathi Ringlstetter, Thomas Freiss, Marion Abate, Johanna Kaljanac, Cristina Friedl, Koloman Wagner, das InterCultureLab, Marie Doerfler, Thomas Bieniek und das Atelier Kunst inklusiv.

Die Künstlerin Jennifer Ermer lädt um 15 Uhr und um 17 Uhr zu Führungen durch alle Ateliers ein.

Durch diese persönliche Interaktion haben die Kunstinteressierten die Chance, die Geschichten hinter den Kunstwerken selbst zu erkunden. Darüber hinaus werden einige Künstlerinnen und Künstler gern ihre Techniken und Materialien vorstellen, was den Besucherinnen und Besuchern einen tieferen Einblick in die Vielfalt der künstlerischen Ausdrucksformen ermöglicht.


Samstag, 25.04.2026
14 - 19 Uhr
Andreasstraße 28, 93059 Regensburg
www.kuenstlerhaus-andreasstadel.de
www.instagram.com/kuenstlerhaus_andreasstadel

Übrigens: die Gastateliers des Kulturamts, das Regensburger Artist in Residence, kurz RAIR, in der Brückstraße öffnen an diesem Tag ebenfalls ihre Türen.


Freitag, 17. April 2026

Gedenktag zum Tod von Dr. Peter Morsbach - 25.04.2026

Dr. Peter Morsbach (am Gassenfest Juni 2024)

Am Samstag, 25. April 2026 findet im Salzstadel von 9 - 18 Uhr ein Kolloquium zum Gedenken an an Dr. Peter Morsbach statt. Das Kolloquium ist aufgeteilt in vier Themenblöcke (ab 9.30, 11.30, 14.30 und 16.30 Uhr)  Alle Interessierten sind herzlich eingeladen. Der Eintritt ist frei. Veranstaltungsort: im Brücksaal des Salzstadels 93047 Regensburg, Weißes-Lamm-Gasse 1, direkt neben der Steinernen Brücke

Der völlig überraschende Tod von Peter Morsbach vor einem Jahr, am 22. April 2025, war viele Regensburger ein Schock. In ein paar Tagen, nämlich am 27. April 2026, hätte er seinen 70. Geburtstag gefeiert. Wir nähern uns also sowohl Todestag als auch Geburtstag.

Viele kennen nur Teile aus seinem Tätigkeitsspektrum. Das Kolloquium will über die Vielseitigkeit dieses bemerkenswerten Mannes aufklären. Das Programm findet der Leser am Ende dieses Artikels

Wer nicht den ganzen Tag Zeit hat, für den habe ich einen Überblick zusammengestellt:

Prof. Dr. Peter Morsbach (1956–2025) war eine der prägenden Persönlichkeiten für Denkmalpflege, Baugeschichte und Geschichtsbewusstsein in Regensburg und der Oberpfalz. Neben seiner wissenschaftlichen Tätigkeit engagierte er sich über Jahrzehnte hinweg in zahlreichen kulturellen und bürgerschaftlichen Projekten:

  • Er war langjähriger Vorsitzender der Altstadtfreunde Regensburg , ein Verein, dem Regensburg bekannterweise unglaublich viel zu verdanken hat. Ferner war er
  • Kunsthistoriker, Bauforscher und Denkmalpfleger, spezialisiert auf Architektur- und Stadtgeschichte
  • Honorarprofessor an der OTH Regensburg für Denkmalpflege und Baugeschichte
  • langjähriger Herausgeber des Regensburger Almanach (2014-2022)
  • Gründer und Leiter des Morsbach Verlag (seit 2003), mit Schwerpunkt auf regionaler Kunst- und Kulturgeschichte
  • Initiator, Autor und Ausstellungsmacher, der Geschichte einer breiten Öffentlichkeit zugänglich machte

Seine Schwerpunkte:

  • Lebenslange Beschäftigung mit Schloss Alteglofsheim
    • Dissertation über Bau- und Ausstattungsgeschichte des Schlosses
    • Über 40 Jahre Forschung und Vermittlung vor Ort
    • Regelmäßige, viel beachtete Schlossführungen für die Öffentlichkeit
  • Engagement für Burgen- und Kulturlandschaftsforschung
    • Mitbegründer und Vorsitzender des Arbeitskreises für Flur- und Kleindenkmalforschung in der Oberpfalz
    • Erstellung von Bestandsaufnahmen historischer Burgen und Schlösser (u. a. Grundlage für Projekte wie die „Burgensteige“)
  • Breites ehrenamtliches Netzwerk
    • Aktiv im Oberpfälzer Kulturbund und weiteren Fachgesellschaften
    • Mitglied in wissenschaftlichen Beiräten (u. a. Welterbezentrum Regensburg)
  • Ausgezeichneter Kulturvermittler
    • u. a. Deutscher Preis für Denkmalschutz, Kulturpreis des Landkreises Regensburg, Albertus-Magnus-Medaille 

Ich fand seine Reden, Ansprachen und Führungen (z.B. in Schloss Alteglofsheim) brilliant formuliert, voller Witz und höchst informativ. Persönlich begegnete er mir und anderen Menschen gegenüber sehr freundlich und aufgeschlossen. Zuletzt traf ich ihn am Gassenfest 2024, wo wir uns nicht nur gut unterhielten, sondern wir auch eine gemeinsame Recherche für einen geschichtlichen Blogartikel ins Auge fassten. Dazu kam es leider nicht mehr. Mit der Suchfunktion dieses Blogs (die leider in der Mobilversion nicht sichtbar ist) können Sie ältere Artikel aufrufen, in denen ich über ihn berichtet hatte.

Die Laudatio zur Kulturpreisverleihung (Landrkeis Regensburg) in 2019 findet man (dank Herrn Feuerer) hier:
https://www.heimatforschung-regensburg.de/3254/1/1_Regensburger_Land_2019_Feuerer.pdf

Und ich freue mich, dass nun endlich auch ein Wikipedia-Eintrag zu Herrn Morsbach zu finden ist:


Programm des KOLLOQUIUM 

Mittwoch, 15. April 2026

Eröffnung "Schnittmenge": 24.04.2026 im Kunst- und Gewerbeverein Regensburg



Ausstellung "Schnittmenge"
Kunst- und Gewerbeverein Regensburg
25. April bis zum 24. Mai 2026

Eröffnung 24.04.2026 um 20 Uhr


Am Freitag, den 24. April 2026 wird - entgegen der Gewohnheit - erst um 20 Uhr die Einzelausstellung "Schnittmenge" des aus Bad Waldsee stammenden Künstlers Axel F. Otterbach eröffnet.

Bis zum 24 Mai 2026 werden Skulpturen und Objekte aus unterschiedlichem Material wie Marmor oder Granit gezeigt, aber auch Fotoarbeiten, Entwurfszeichnungen und sogenannte „Brandzeichnungen“, die in ihrer fast dreidimensionalen Eigenart die plastische Arbeit von Otterbach gleichwertig begleiten und erweitern.

Begrüßung: Tony Kobler, 3. Vorsitzender des Kunst- und Gewerbevereins
Einführung in die Ausstellung: Thomas Warndorf


Raum - Zeit - Licht
Der Titel der Ausstellung „Schnittmenge“ steht für die Zusammenfassung des künstlerischen Gesamtwerks von Axel F. Otterbach. 1948 geboren, folgte nach einem Bildhauer-Studium und der Ausbildung zum Restaurator ein Stipendium der Kunststiftung Baden- Württemberg in Florenz und Carrara. Seither verfolgt er das Ziel, den fortwährenden Prozess seiner Auseinandersetzung mit Raum, Zeit und Licht für den Betrachter fühl- und erlebbar zu machen.

Axel F. Otterbach geht es um bildnerische Inhalte, die von Raum, Form und Oberfläche bestimmt sind. Dabei überrascht der Künstler oft mit ungewöhnlichen Materialien. Objekte, die wie Arbeiten aus Stahl erscheinen, bestehen tatsächlich aus Holzplatten mit aufwändig aufgetragenen Eisenfeilspänen. Licht spielt in seinem Werk eine zentrale Rolle, zuweilen sind seine Marmorobjekte an auslaufenden Kannten so schmal geglättet, dass das Licht sich nicht nur an den Kanten bricht, sondern den Stein zu einem „Lichtraum“ wandeln kann. Dieser Effekt wird bei manchen Arbeiten durch Goldaufträge noch verstärkt, die auch in den Metall-Objekten eine Rolle spielen. Axel F. Otterbachs Schaffen strebt nach erlebbaren Licht-Raum-Bezügen. Er spricht davon, „gegen den Stein zu arbeiten“, wenn er Strukturen herausarbeitet und seinen Objekten einen Grad der Abstraktion verleiht, der erstaunlicherweise zu grundsätzlichen Formen der Naturhaftigkeit zurückführt.

Manche Objekte erweisen sich als Modelle für größere Arbeiten. Axel F. Otterbach ist im gesamten süddeutschen Raum für seine Großplastiken im öffentlichen Raum bekannt, zuletzt für den „Brückenstein“ in seinem Heimatort Bald Waldsee. Siebenundzwanzig zu einem Rundbogen zusammengefügte Steine, jeweils aus den EU-Mitgliedstaaten, symbolisieren die Statik und damit die Einheit Europas, ein weiterer Stein ist daneben platziert und erzählt vom Brexit.

Die zweidimensionalen Kohle- und Graphit-Zeichnungen sowie die Brandzeichnungen stehen in enger Verbindung zum dreidimensionalen Werk. Manchmal handelt es sich tatsächlich um Entwürfe, es sind aber auch Zeichnungen parallel zur Arbeit an der Großplastik entstanden, als auch nach der fertigen Skulptur.


Begleitprogramm zur Ausstellung

Führungen in Kooperation mit der VHS Regensburg Stadt: 26. April und 17. Mai um 14 Uhr mit Tony Kobler. Kosten: 6 Euro (keine Ermäßigung möglich) zuzüglich Eintritt 4 / 2 Euro. Treffpunkt am Besucherempfang.

Aspekte 2026 im DEZ - Eröffnung am 28.04.2026

Die Gemeinschaftsausstellungen der Serie "Aspekte" ( ein Gemeinschaftsprojekt von BBK und DEZ, das sich über Jahrzehnte hinweg sehr bewährt hat) war bisher immer interessant. Dieses Jahr beginnt die nächste Ausstellung am 28.04.2026 um 19 Uhr auf der Ausstellungsfläche Ebene 2; der Ausstellungstitel lautet "fragil".

Die Ausstellung dauert bis zum 16. Mai.2026.






Kollektive Collage - Pauline Adler und Lisa Stengl

 "Kollektive Collage"
kuratiert von Pauline Adler und Lisa Stengl
Kunst, Musik, Workshops, Lokalgeschichte und Kulinarik
17.04. bis 25.04.2026

Theresia - Raum für Ideen (ehem. Theresienkirche)

In der profanierten Kirche St. Theresia in Kumpfmühl (jetzt "Theresia - Raum für Ideen") gibt es ab 17. April die nächste Ausstellung. Am 17.04.  gibt es ein Essen nur mit Voranmeldung.  Ob die Ausstellung ansonsten zugänglich ist, habe ich nicht herausgefunden. Die Vernissage ist für den nächsten Tag angesetzt, dem 18. April um 18 Uhr. 

Im Zentrum steht eine Ausstellung der Werke von Pauline Adler und Günther Kempf. Am Eröffnungsabend wird es eine Performance von Stephanie Müller und Klaus Erika Dietl geben, ferner ein fortlaufendes Performance-Video von Paula Dischinger sowie ein Konzert der Formation Tres Hombres. Die weiteren Angebote sowie die Öffnungszeiten habe ich am Ende des Blogbeitrags notiert.

Man sagt, in der Kirche sei es sehr kalt. Also ist warme Kleidung empfehlenswert.

Pauline Adler ist vielen Regensburgern als Gründerin und künstlerische Leiterin des Hesperidengartens bekannt, den sie zusammen mit ihrem Mann von 1990 bis 2010 betrieb.
Danach hat sie ein Atelier in der Institution "Stadtkunst" in der Prüfeninger Straße bezogen und gibt dort auch workshops. Sie beschäftigt sich mit Landart, ferner mit schier unglaublichen Installationen und Objekten, die sie aus natürlichen Materialien gestaltet. Das erste Mal sah ich ihre Werke im Frühjahr 2019 anlässlich einer Ausstellung im green spirit (https://www.regensburger-tagebuch.de/2019/05/kunst-zu-gast-ausstellungseroffnung-im.html)

Günther Kempf hat sich als Maler und Bildhauer einen honorigen Namen gemacht und gehört zu den wenigen, die von der Kunst leben können. Von ihm stammen übrigens die bunten Bilder an der Hausmauer des Hotels Orpheé oder die Comics vor dem Palletti. Über seine Ausstellungen (meistens in Distelhausen) habe ich in diesem Blog schon oft berichtet.


Programm und Öffnungszeiten:

Freitag, 17. April 19 – 21 Uhr (Essen nur mit Voranmeldung; bereits ausgebucht)

Samstag, 18. April 10 – 22 Uhr 
  • 10 - 12 Uhr: Workshop mit Stephanie Müller und Klaus Erika Dietl, München, Künstlerduo “Mediendienst Leistungshölle”.
  • Vernissage 18 Uhr (mit Wolfgang Dersch und Christiane Haupt-Schmid)
  • 10 Uhr Konzert „Tres Hombres“, Eintritt frei

Sonntag, 19. April 14 – 18 Uhr
  • 15 Uhr: Live-Interviews. Unter dem Titel „Zeitzeugen Kumpfmühls erzählen“ befragt Dr.Girg, 1.Vorsitzender des Geschichts- und Kulturvereins Kumpfmühl, einige Kumpfmühler Bürger über ihre persönlichen Erinnerungen und die Bedeutung der Kirche für das Viertel.

Freitag, 24. April 14 – 18 Uhr, 19 – 21 Uhr (Essen nur mit Voranmeldung)

Samstag, 25. April 10 – 22 Uhr
  • 14-16 Uhr Workshop mit Pauline Adler
  • 14-16 Uhr Workshop mit Fritz Joas
  • Nach 16 Uhr: Finissage bis 22 Uhr

Ort: Theresienkirche, Kumpfmühler Str. 39, 93051 Regensburg