Regensburger Tagebuch

Notizen von der nördlichsten Stadt Italiens

Donnerstag, 17. September 2026

Sonderausstellung "SPUREN" im Leeren Beutel - 25.09. bis 08.11.2026

Die Städtische Galerie im Leeren Beutel kündet eine interessante Ausstellung mitsamt umfangreichen Rahmenprogramm an:

„SPUREN“

Ausstellung mit Werken von

Susanne Böhm († 2000), 
Gisela Conrad (†2019), 
Wolfgang Keuchl (†2005), 
Helga Weichmann-Schaum (†2016)

Städtische Galerie Regensburg
25.09. bis 08.11.2026
Vernissage 24.09.2026, 19 Uhr


  • 25.09.2026: Fachtagung zum Thema "Kunstnachlass"
  • 02.10.2026, 18 Uhr: "Kunststulle": die Galerie KUNSTPARTNER stellt die (jetzt fertiggestellte) Gesamtedition von Susanne Böhms Werken vor (8 Hefte und eine Biografie); dazu gibt es Stullen, Wein, Bier und Gespräche
  • 09.10.2026, 18 Uhr: Barbara Krohn liest aus der Biografie

 

Wie bleibt künstlerisches Schaffen im kollektiven Gedächtnis lebendig? Mit dem Tod einer Künstlerin oder eines Künstlers schließt sich das Œuvre, doch seine Erzählung fängt oft erst an. Das materielle Erbe – Gemälde, Plastiken, Aufzeichnungen – wechselt in die Hände von Familie, Galerien oder öffentlichen Sammlungen.

Wie diese Werke sortiert, gepflegt und ausgestellt werden, prägt entscheidend, welche Facetten eines Lebenswerks die Zeit überstehen. In der Städtischen Galerie im Leeren Beutel beleuchten eine Sonderausstellung und eine Fachtagung dieses Thema aus verschiedenen Perspektiven.

Die Gruppenausstellung „SPUREN“ übersetzt diese theoretische Frage in eine unmittelbare, sinnliche Begegnung mit der Kunst. Im Zentrum stehen Arbeiten von Susanne Böhm (1946–2000), Gisela Conrad (1944–2019), Wolfgang Keuchl (1952–2005) und Helga Weichmann-Schaum (1932–2016).

Alle vier haben die Kunstszene in und um Regensburg nachhaltig geprägt. Dass ihre Nachlässe heute an unterschiedlichen Orten – in privater wie öffentlicher Verantwortung – liegen, zeigt exemplarisch die Bandbreite des Bewahrens. 

Finissage Gert & Uwe Tobias im KOG

Eine interessante Ausstellung geht bald zu Ende:

GERT & UWE TOBIAS
LOVIS-CORINTH-PREIS 2026
Kunstforum Ostdeutsche Galerie
9. Mai bis 27. September 2026

Finissage am 26.09.2026, 13:30


Aus der Webseite des KOG:

Gert & Uwe Tobias beleben das KOG mit ihrer unbeschwerten, vielschichtigen Kunst. Florales, Tierisches, Ornamentales und Rätselhaftes verbindet sich zu einer unverwechselbaren, farbenprächtigen Bildwelt mit einer bestechenden Ästhetik. Die beiden Künstler spielen gerne mit der Grenze zwischen Abstraktion und Figurativem. Vertrautes und Unerwartetes fließt zusammen und beflügelt die Fantasie.

Die Collage ist das Prinzip des Künstlerduos. Fragmente aus eigenen Arbeiten sowie aus Reproduktionen unterschiedlichster Herkunft finden zusammen. Auch ihre eigens entwickelte Holzschnitttechnik funktioniert wie eine Collage: Die Motive bauen die Künstler Stück für Stück auf, indem sie ausgesägte Holzformen abdrucken.

Für das KOG entwarfen Gert & Uwe Tobias ein maßgeschneidertes Ausstellungskonzept. Ältere und neuere Arbeiten hängen thematisch vereint nebeneinander. Das Museumsfoyer verwandelten sie in ein einzigartoges Gesamtkunstwerk.

Pictures for the Human Rights - ab 28.09.26 im DEZ

Im DEZ gibt es neben der schon angekündigten "Kathedrale"-Ausstellung noch eine weitere Ausstellung  im Oktober, diese aber in der Fläche vor Müller, Ebene 2:


Pictures for the Human Rights
(Ausstellung Menschenrechte)

28. September 2026 - 17. Oktober 2026
Vernissage 28.09.26 um 19.00 Uhr
DEZ, Fläche vor Müller, Ebene 2



Die international operierende Wanderausstellung „Pictures for the Human Rights“ startete 2021 im Thon-Dittmer-Palais und kommt im Herbst wieder nach Regensburg zurück. Und zwar in das Donaueinkaufszentrum.

30 Kunstschaffende aus 12 Nationen haben jeweils einen der 30 Artikel der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte interpretiert. Die Initiatorin ist die Regensburger Künstlerin Barbara Wilmers-Hillenbrand. 


Das Projekt begann im Jahr 2021 als lokales Corona-Projekt direkt in Regensburg und kehrt nach Stationen in Brüssel, Genf und New York (am Hauptsitz der Vereinten Nationen)

Die Werke haben QR-Codes. Diese führen Besucher zu Erklärungen in vereinfachter Sprache, Audiofassungen und Bildbeschreibungen für Sehbehinderte. 



Birgit Nadrau und Norihiko Terayama in der Galerie Lesmeister

Die Galerie Lesmeister kündigt eine neue Ausstellung mit höchst interessanten Werken von Birgit Nadrau (Nürnberg) und Norihiko Terayama (Japan) an. 

Erfreulicherweise ist die Vernissage an einem anderen Tag als dem Galerienabend, nämlich am Abend davor. 



PINK SILENCE
Birgit Nadrau und Norihiko Terayama
in der Galerie Lesmeister

Ausstellung: 26. September – 21. November 2026

Vernissage: Freitag, 25. September um 19 Uhr
Birgit Nadrau ist anwesend.


Die Ausstellung ist auch zum Regensburger Galerienabend am Samstag, 26. September von 18 - 23 Uhr zu sehen

Birgit Nadrau, "Unfold"



Während Birgit Nadrau bereits fest zum Künstlerstamm der Galerie gehört und dort öfter zu sehen war (wie im Frühjahr 2026 bei der Gruppenausstellung „FLORA“), ist Terayama ein Neuzugang im Galerieprogramm.


Die Werke von Birgit Nadrau und Norihiko Terayama entstehen aus einer Haltung der Konzentration und Wiederholung. Beide Künstler entwickeln ihre Arbeiten in langsamen, präzisen Prozessen, in denen Zeit zu einem sichtbaren Bestandteil des Bildes wird.

Birgit Nadrau verbindet Malerei mit Blattaluminium und knüpft damit an die Tradition der Ikonenmalerei an. Das metallische Licht ist dabei nicht Hintergrund, sondern Bildraum - ein immaterieller Ort zwischen Naturbeobachtung und spiritueller Erfahrung. Ihre floralen Motive erscheinen wie fragile Erscheinungen, die sich zwischen Licht, Erinnerung und Vergänglichkeit entfalten.
 
Norihiko Terayama entwickelt seine reliefartigen Arbeiten aus einem ebenso ritualisierten Verfahren. Farbige Tropfen werden auf einen temporären Untergrund gesetzt, nach dem Trocknen einzeln gelöst und mit Insektennadeln auf dem Bildträger befestigt. Aus tausenden dieser Elemente entstehen vibrierende Oberflächen, deren Wirkung sich aus Rhythmus, Licht und Schatten entfaltet.

Obwohl sich Materialität und Bildsprache deutlich unterscheiden, verbindet beide Positionen eine meditative Auffassung von Kunst. Wiederholung wird zum Erkenntnisprozess, Präzision zur Form der Achtsamkeit. Die Farbe Rosa bildet dabei den gemeinsamen Resonanzraum - nicht als Symbol, sondern als atmosphärisches Feld zwischen Körperlichkeit und Transzendenz, zwischen Stille und Energie. PINK SILENCE versteht sich als Einladung, Bilder nicht nur zu betrachten, sondern ihnen Zeit zu geben.

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Mittwoch, 16. September 2026

Regensburger Galerienabend am 26. September 2026

Wir können uns auf den nächsten Galerienabend freuen!


Regensburger Galerienabend
26. September 2026
18-23 Uhr

Am Samstag, den 26. September 2026 laden die Regensburger Galerien und Kunsträume wieder zum traditionellen Galerienabend ein.

Zwischen 18 und 23 Uhr öffnen 15 Ausstellungsorte ihre Türen und präsentieren aktuelle künstlerische Positionen, die zum Sehen, Denken und Diskutieren anregen. 

Der Galerienabend ist seit über zwei Jahrzehnten ein fester Bestandteil des kulturellen Lebens der Stadt.

Das Programm ist wieder wunder aufbereitet auf folgender Webseite:



 


Einzelheiten gemäß Pressemitteilung:

Zwei Wochen vor dem diesjährigen REGENSBURGER GALERIENABEND wird deutlich, wie vielfältig das Programm am 26. September ausfällt. Die 15 beteiligten Galerien, Kunstvereine und Ausstellungsorte zeigen ganz unterschiedliche künstlerische Positionen und machen die Regensburger Altstadt für einen Abend erneut zu einem besonderen Ort für Begegnung mit Kunst. Zahlreiche Künstlerinnen und Künstler sind persönlich vor Ort. Ergänzt wird das Ausstellungsprogramm durch Performances und weitere Veranstaltungen.