Regensburger Tagebuch

Notizen von der nördlichsten Stadt Italiens

Mittwoch, 7. August 2019

ICH BIN NICHT AUS NEU-ULM - komisches Dialekt-App im neuen Museum

Haha, das ist witzig. Der gestrige Artikel in der Tageszeitung über die Dialekt-Software, die sich in einem der Nebenräume des neuen Museums befindet, beweist mir, was ich bis dahin nur vermuten konnte: die Software ist misslungen.


Die Leute beschwerten sich offenbar massenhaft über falsche Ergebnisse.

Und so ähnlich ging es mir: zusammen mit einer Bekannten ging ich die Fragen dieser interaktiven Software durch. Wir gaben an, welche Dialektwörter wir für bestimmte Begriffe benutzen (z.B. Staunze für Mücke). Wir hatten nur selten unterschiedliche Antworten, und beide stammen wir aus Regensburg. Das kuriose Ergebnis: Wir wurden in Neu-Ulm verortet. Neu-Ulm! Ulm!!!.

Aber im Gegensatz zu machen Besuchern waren wir nicht verärgert, nur verdutzt bis belustigt. Und am Ausgang schrieb ich in das Gästebuch so kryptisch wie augenzwinkernd: "Absolutes Kompliment für die Ausstellung! Aber: ICH BIN NICHT AUS NEU-ULM!".

Nun wird die Software überarbeitet. Die Software sei noch zu ungenau,

Montag, 5. August 2019

Römerrastplatz am Ernst-Reuter-Platz

Am Ernst-Reuter-Platz hat sich etwas geändert.  Am 4. Juni 2019 wurde hier die neue Platzgestaltung eingeweiht.

Das Ganze nennt sich "Römerrastplatz" und besteht plangemäß aus vier Elementen: Zunächst aus  einem begehbaren Brunnen und einem Kunstwerk, in welchem die Donau eingefräst ist. Hinzu kommt  noch eine Sitzgelegenheit aus alten Römer-Quadern und ein neuartiges Info-System, das über das "römische Regensburg" informieren soll. Letztere beiden Elemente sind mir allerdings nicht aufgefallen, als ich vor einer Woche dort vorbei spazierte. Ich könnte sie aber auch einfach übersehen haben (was letztlich auch nicht gut ist).


Die Konzeption des Platzes stammt von  Architekt Joachim Peithner  - sein Ziel war, dass das Umfeld als Rast- und Informationsplatz zum römischen Regensburg genutzt wird.

Die Stahlplatte stammt vom Künstler Paul Schinner. Er wurde damit beauftragt, den Donauverlauf in Europa auf einer Stahlplatte darzustellen. Entlang der ausgefrästen Donau werden außerdem die wichtigsten römischen Stationen und Kastelle eingraviert.


Freitag, 2. August 2019

Bilder von der Blauen Nacht Klassik 2019



Der erste Tag von dem mittlerweile echt zweitätigen Event, der Blauen Nacht REWAG, war der Klassik (und ein wenig dem modernen Jazz) gewidmet - und war ein voller Erfolg. Der Regenschauer am Abend konnte die Laune der Besucher nicht dämpfen, davor und danach war das Wetter traumhaft schön.




Blaue Nacht REWAG 2019 - im Hintergrund das KOG-Gebäude, darüber die Domspitzen

Die neuen Fahrradstraßen in Regensburg

Da ich fast jeden Tag mit dem Fahrrad durch die Hemauerstraße Richtung Altstadt fahre, fielen mir die Symbole natürlich sofort auf: "Fahrradstraße". Ein Kameramann von TVA stand am Straßenrand und filmte (Sie finden gut 3 Filmberichte auf der Webseite von TVA) und in der Zeitung war dann auch noch mal zu lesen, was los ist.


Der Stadtrat hatte nämlich Anfang 2019 im Rahmen des Gesamtkonzepts „Fahrradfreundliche Stadt“ beschlossen, den Radverkehrsanteil von 19 auf 25 Prozent bis 2030 zu steigern. Für die Planungsreferentin Christine Schimpfermann war diese Zielvorgabe laut einer Pressemitteilung der Stadt  ein Ansporn: „Um dieses Ziel zu erreichen, muss auch die Infrastruktur auf die steigende Zahl an Radlerinnen und Radlern hin ausgerichtet werden. Regensburg will daher erstmals auf das Instrument der Fahrradstraßen zurückgreifen.“


Freitag, 26. Juli 2019

Mitmachaktion CLEAN-UP am 28.07. vormittags

Eine Müllsammelaktion an acht Brennpunkten in Regensburg.

Die Mitglieder im neu gegründeten Cleanup Network e. V. organisieren einen Clean Up Day. Am 28. Juli, von 10 bis 12.30 Uhr, wollen sie an acht Plätzen in Regensburg Müll sammeln und auf die Verschmutzung der Welterbestadt aufmerksam machen. „Alle, die mithelfen wollen, sind herzlich willkommen!“ Für Getränke, Eimer und Zangen ist gesorgt. Nur Handschuhe sollten selbst mitgebracht werden.

Am Hauptstandort beim Bahnhof am Café Schwammerl wird auch eine Bühne aufgebaut. Dort spielt die Band Edgar. Die Helfer werden mit kostenlosen Getränken versorgt.


Weitere Standorte sind Jahninsel, Am Grieser Spitz (Treffpunkt Andreasstadl), in Reinhausen (TP Alex-Center), im Donaupark (TP ist ab Infineon-Parkplatz ausgeschildert), am Aberdeenpark (TP bei der Schule am Sallerner Berg), auf den Winzerer Höhen (am Grillplatz) sowie an der Donau (TP Steinerne Brücke, Altstadtseite).

Der gesammelte Müll wird zum Regensburger Schwammerl gebracht und um 15.00 Uhr dort abgeholt. Beim Schwammerl sind laut MZ-Bericht auch Biertische und ein Stenz-Eisverkauf.

Facebook: https://www.facebook.com/cleanupregensburg/

Montag, 22. Juli 2019

Jazzweekend 2019 am Sonntag - Abschied zum Dahinschmelzen



Das Jazzweekend 2019 ist vorbei und es war schön. Freitag und Samstag war ich verhindert, aber am Sonntag war ich intensiv unterwegs. Und ich war sehr zufrieden - es gab genug für meinen Geschmack.

Und das Wetter machte diesmal mit. Lediglich ein Platzregen am Sonntag nachmittag erwischte uns am Kohlenmarkt, wo wir uns dann gutgelaunt unter die Sonnenschirme drängten und mit wildfremden Besuchern scherzten.

Die Schirme sah man überall, und die haben ihre Vor- und Nachteile. Nachteil ist, dass man wegen ihrer geringen Höhe die Bühne nicht so richtig sieht, Vorteil ist, dass man bei Sonne nicht dahinschmilzt und  im Falle eines Regens nur auf der rechten Körperseite patschnass wird (na ja, irgendwie sucht sich der Regen schon seinen Weg durch die Schirme).


Freitag, 19. Juli 2019

Thomas-Wiser-Haus - Filmnacht am 19.07.2019


Filmnacht im Thomas-Wiser-Haus Regenstauf (Foto aus 2015)

Open Air Kino
„Ein Sommer in der Provence“
 
im Thomas Wiser Haus, Regenstauf
Freitag, 19.Juli 2019 

Buffet ab 19:30 Uhr, Kino ab Einbruch Dunkelheit

Der Wetterbericht kling phantastisch, und daher freuen wir uns auf die diejährige Filmnacht im Garten des Thomas Wiser Haus, dieser exzellenten sozialen Einrichtung in Regenstauf.

Es gibt die  französische Komödie: „Ein Sommer in der Provence“ aus dem Jahr 2014.

Optional: Buffet

Wer will, kann dies wieder kombinieren mit einem All-you-can-eat-Buffet für 12 Euro.

Der Kinofilm selbst ist kostenlos (Spenden erwünscht)

Regensburger Jazzweekend 2019 ist eröffnet

Eigentlich ist sie nur inoffiziell eröffnet. Die offizielle Eröffnung ist immer am Freitag, aber am Donnerstag abend gibt es traditionellerweise ein Eröffnungskonzert im Gewerbepark mit ein paar derjenigen Gruppen, die dann auch am Wochenende spielen.

Gestern abend also startete das Regensburger Jazzweekend mit diesen traditionellen  Eröffnungskonzerten im Gewerbepark. Es spielten drei Gruppen: Gruppe Fainschmitz, die Big-Band Mega Mereneu Project und The Sazerac Swingers. Dazwischen gab es eine Ansprache, u.a. von Bürgermeister Jürgen Huber.

Der Abend war traumhaft schön, es war mild und die Sazerac Swingers boten mit ihrer mitreissenden Musik einen wunderbaren Abschluss.


Wegen besonderer Termine werde ich vom Freitag und Samstag nicht viel mitbekommen. Wer sich informieren will, hier gibt es das Programm, hervorragend nach Orten und nach Zeit sortiert:

http://bayerisches-jazzweekend.de/2019/



Donnerstag, 18. Juli 2019

Abendstimmung am Adlersberg

Adlersberg, 9. Juli 2019.

Es ist ein relativ kühler Sommertag, aber warm genug für einen Ausflug nach Adlersberg.

Das haben sich meine Freunde Irmgard und Gerhard gewünscht, die wieder mal zu Besuch nach Regensburg kamen (Stammleser kennen sie schon aus früheren Beiträgen).

Am Abend vorher hatten wir einen wunderschönen Ausflug durch das nächtliche Regensburg mit einem Aufenthalt im Innenhof des Bischofshofs. Heute waren sie vor allem im Museum der bayerischen Geschichte, das ihnen gefiel, und sie haben dabei auch gleich Interviews für ihren Radiosender (extra radio Hof) gemacht. Danach schwärmten sie vom leckeren Essen in der Bratwurstkuchl und gönnten sich ein Eis gegenüber dem Dom. Und abends treffen wir uns eben im Biergarten in Adlersberg, was wir in den letzten Jahrzehnten irgendwie nie geschafft hatten.  Um die Sache perfekt zu machen, buchten sie gleich eine Übernachtung.



Montag, 15. Juli 2019

Bilder vom Seifenkistenrennen 2019 in Weiden



Am Sonntag, den 14. Juli 2019, veranstaltete der Stadtjugendring Weiden das dritte große Seifenkistenrennen in Weiden. Ich war mit Bekannten dort und wir hatten einen herrlichen Tag.

Vereine, Organisationen und Schulen waren eingeladen, sich mit einer eigenen Kiste daran zu beteiligen; ingesamt waren es ungefähr 45 Teilnehmer.

Mit dem Seifenkistenrennen warb der Stadtjugendring für die Werte des Aktionsbündnisse Weiden ist bunt. Dort tritt er für gegenseitigen Respekt, Toleranz und Chancengleichheit ein.

Die Teilnehmerliste findet man auf der facebookseite "https://www.facebook.com/weidenerseifenkistenrennen"

Engel Aloisius rast vorbei. Der blaue Dunst ist  künstlich - die Seifenkiste hat natürlich keinen Motor.


Bilder von der Vernissage von Helmut Wolf vom 12.7.2019

Am Abend des  12. Juli 2019 wurde die Ausstellung von Helmut Wolf in der Galerie von Carola Insinger eröffnet. Die Laudatio sprach sein  Weggefährte und Künstler Matthias Schlüter, der für seine launige Rede einen deutlich anhaltenden Applaus erhielt.

Bei der Musik gab es  Überraschungen: Vorgesehen war eigentlich lediglich Peter Knoll, der für interessante Musik Ethnoinstrumenten und Gitarre bekannt ist. Aber dessen Freund Heinz Grobmeier, der zusammen mit Knoll seit über 20 Jahren Konzerte gibt, war zufälligerweise in der Nähe und trat im Laufe des abends mit auf.

Und eine weitere Überraschung gab es: der Künstler selbst ließ sich überreden, zusammen mit Peter Knoll einen fetzigen Blues auf der Mundharmonika zu spielen.



Samstag, 13. Juli 2019

Ausflug nach Linz - ein Fest für die Sinne

Regensburg, 13. Juli 2019

Im Juni dieses Jahres war ich wieder in Linz. Was für eine Stadt! Für Kulturinteressierte ist das der Hammer - ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll zu schwärmen.

Die Stadt habe ich im Jahre 2009  anlässlich des ars-electronica-Festivals entdeckt. Seitdem war ich ein paar mal dort, und das war viel zu selten. Schon seit Jahren will ich über diese Kulturstadt berichten - und jetzt ist mir die MZ zuvorgekommen. Vor zwei Wochen mit einem ganzseitigen Bericht, und vor einer Woche mit einer Beilage der Stadt Linz.

Wenn jetzt manche Leser skeptisch waren und meinten "na ja, das sind doch nur Marketing-Texte der Stadt Linz, die man in die Presseagenturen eingespeist hat":  ja, gut möglich. Aber die Texte sind wahr; sie sind nicht schöngefärbt, sondern eher noch untertrieben.

Ich will hier erklären, warum so viele Besucher von Linz schwärmen, und Ihnen ein paar konkrete Tipps geben. Auch will ich das Missverständnis mit dem "Höhenrausch" aufklären

Aber zunächst ein paar Bilder, die aus den Jahren 2009 bis heute stammen:

Über den Dächern von Linz.  Vom Dach des Kulturquartiers (bzw. Offenen Kulturhaues) aus gesehen (begehbar im Rahmen der Ausstellungsformate "Höhenrausch" oder "Sinnesrausch"

Das Lentosmuseum (links) und das ars-electronica-center (rechts), dazwischen die Donau

meine Empfehlung für Kultur-Spots in Linz - und das sind durchaus noch nicht alle