Bei einer Spazierfahrt an der Naab machte ich einen Abstecher zur Burg Wolfsegg. Die habe ich doch tatsächlich noch nie gesehen.
Die Burg Wolfsegg stammt aus 1278. Wegen der abgelegenen Lage wurde sie nie zerstört und ist durchgehend aus gotischer Bausubstanz. Sagt jedenfalls Wikipedia. Besichtigen konnte ich sie nicht, denn wie sich herausstellte, geht das nur am Wochenende
Die Weiße Frau und die Parapsychologen
Bekannt ist die Burg wegen der Sage von der
Weißen Frau, die in der Burg umgehen soll. Es wird behauptet, dass die
Sage auf das 15. Jahrhundert zurückgeht, allerdings findet sich in einer
Sagensammlung von 1848 noch nichts von dieser Geschichte.
Es gibt
Mutmaßungen, dass es sich dabei um die Frau des Burgherrn Ulrich von
Laaber, Klara von Helfenstein, handelt, die dieser töten ließ, nachdem
sie sich auf eine Liebschaft mit seinem Widersacher Georg Moller von der
Hammermühle von Heitzenhofen eingelassen hatte. Dies ist aber mit der
historischen Sachlage nicht in Einklang zu bringen, denn besagte Klara
überlebte ihren Gatten um vier Jahre.
Die Sage griff in den 60-er
Jahren auch eine Regensburger Wochenzeitung auf. 1968 reiste dazu der
New Yorker
Parapsychologe Hans Holzer mit seinem Medium Edith Riedl aus
Wien an, das die
Weizkammer als Tatort des Mordes identifizieren zu
können glaubte. Von Lichterscheinungen wird ebenfalls berichtet.
In
der Burg wurden immer wieder unerklärliche Geräusche aus der Höhle
wahrgenommen, die vermutlich von Wilderern stammten, die dort ihre Beute
versteckten und den Ruf als Geisterhöhle zu ihrem Nutzen pflegten.
Mehr Informationen zur Burg gibt es auf:
https://de.wikipedia.org/wiki/Burg_Wolfsegg
Seht ihr sie, die weiße Frau? Da im rechten Fenster! Oh Manno, ihr seid immer so langsam ... jetzt ist sie weg.
(
Webseite: www.burg-wolfsegg.de)
Die vermeintlich alte Kirche gegenüber, die ich noch nebenher dokumentiert habe, ist in Wirklichkeit relativ neu - sie stammt aus dem Jahr 1935. Es ist die Pfarrkirche Christkönig (
https://de.wikipedia.org/wiki/Christk%C3%B6nig_(Wolfsegg))