Regensburger Tagebuch

Notizen von der nördlichsten Stadt Italiens

Samstag, 13. Juli 2019

Besuch in Linz: ars electronica Festival 2009

Regensburg, 8.9.2009. Ich bin wieder zurück in Regensburg.

Das war ein unglaublicher Tag, dieser Besuch in Linz. Ich sah das jährliche "ars electronica Festival" mit internationelen Künstlern, die ihre Werke über die Stadt hinweg verteilt ausstellten (3. bis 8.9.2009), sah das "ars electronica center", eine Art Museum, bei aber Hight-Tech-Entwicklung künstlerisch dargestellt wird, sah das Bruckner Haus, das Lentos Museum, und die schöne Gegend um die Donau herum sowie ein wenig von der bezaubernden Altstadt, soweit die Zeit noch reichte.

im ars electronica enter

Ich hatte nur eine kleine Digitalkamera dabei, mit der ich mich begnügen musste. Die Bilder sind deshalb nicht in gewohnter Qualität.




Gegenüber: das Lentos Museum, das eine der Ausstellungsorte für das jährliche Festival ist

Weiter hinten das Bruckner Haus. Auch dort  war eine der Ausstellungsflächen für das Festival

Bruckner Haus


Was ist die ars electronica?
 
Die Ars Electronica (von lateinisch ars: Kunst) ist ein Festival zur Präsentation und Förderung von Kunst in enger Verbindung mit (digitaler) Technik und gesellschaftlichen Fragestellungen, das alljährlich in Linz (Oberösterreich) stattfindet.
 
Die erste Ars Electronica wurde am 18. September 1979 im Rahmen des internationalen Brucknerfestes gemeinsam mit der ersten Linzer Klangwolke und der Musik von Bruckners achter Sinfonie eröffnet. Als Projekt-Vorläufer wird manchmal das forum metall genannt.

Initiatoren des Festivals waren der ORF-Oberösterreich und das Brucknerhaus in Linz. Die Konzeption der Ars Electronica als Forum zum Austausch von Ideen und Ort der Präsentation von Projekten an der Schnittstelle von Kunst, Technologie und Gesellschaft ging auf Hannes Leopoldseder, Intendant des ORF-Landesstudios Oberösterreich, den Elektronikmusiker Hubert Bognermayr, den Musikproduzenten Ulrich Rützel und den Kybernetiker und Physiker Herbert W. Franke zurück.

Weltweit war diese Veranstaltungsreihe eine der ersten, die sich mit digitaler Kunst und ihren Möglichkeiten sowie den gesellschaftlichen Auswirkungen der Digitaltechnik auseinandersetzte.

Bestandteile der Ars Electronica

Sowohl in der realen wie auch in der virtuellen Welt umfasst die Ars Electronica folgende Abteilungen:
  • Ars Electronica Center (AEC): Das „Ars Electronica Center – Museum der Zukunft“ in Linz ist das führende Museum der digitalen Kunst und Medienkunst. Es wurde 1996 eröffnet und präsentiert dem Besucher auf 3000 m² Projekte rund um die Computerkunst und Technologie. Für das Kulturhauptstadtjahr 2009 wurde das AEC um das Doppelte nach Osten hin vergrößert.
  • Ars Electronica Futurelab: Das Futurelab verfolgt interdisziplinäre Forschungsprojekte im Spannungsfeld von Kunst, Technologie und Gesellschaft.
  • Ars Electronica Festival: jährliches Festival der digitalen Kunst (siehe unten)
  • Prix Ars Electronica: Mit dem Prix Ars Electronica, mitunter als „Oscar“ der Computerkunst bezeichnet, werden jährlich Projekte im Bereich der digitalen Kunst und Medien ausgezeichnet. Die Auszeichnung erfolgt zur Zeit (2012) in den folgenden Kategorien:
    • Computeranimation/Film/Visual Effects
    • Interactive Art
    • Digital Musics & Sound Art
    • Hybrid Art
    • Digital Communities
    • u19 – create your world (bis 2010 freestyle computing genannt)
    • [the next idea] Art and Technology Grant
Festival


Das Ars Electronica Festival als Grundstein der Ars Electronica wird seit 1979 jährlich in Linz durchgeführt, begleitet von einem großen Medienecho. Es ist das international bedeutendste Festival der digitalen Kunst, das Trends und langfristige Entwicklungen zukunftsorientiert in Form künstlerischer Werke, Diskussionsforen und wissenschaftlicher Begleitung vorstellt. Bis 1995 wurde es geleitet durch Peter Weibel, seit 1996 durch Gerfried Stocker.
Ausstellungen und Performances finden im Ars Electronica Center, im Brucknerhaus, im Lentos, in den Räumen der Universität für künstlerische und industrielle Gestaltung und an verschiedenen weiteren Orten in Linz statt. Nur 2010 wurden alle Ausstellungen, Symposien und auch die Verleihung des Prix Ars Electronica an einem Ort, den Gebäuden der ehemaligen Linzer Tabakfabrik, zusammengeführt.

Schwerpunktmäßig gibt es verschiedene Kooperationen mit Forschungseinrichtungen wie der Universität Tokio (2008), dem MIT Media Lab (2009) oder dem Japan Media Arts Festival (2009), die ihre Tätigkeit im Rahmen des Festivals präsentieren. 

Im Rahmen der Ars Electronica werden regelmäßig Medienkunstprojekte gefördert, teils auch in Kooperation mit Unternehmen.

Während des Festivals werden neben den Ausstellungen auch Symposien zu techno-kulturellen Phänomenen und den philosophisch-theoretischen Aspekten der technologischen Entwicklung unter Beteiligung internationaler Experten durchgeführt.

Shrink Performance, von Lawrence Malstaf Die Luft wurde abgepumpt, die Statisten (Kunststudenten) bekamen Schläuche für Zuluft und Abluft. Alle paar Minuten veränderten sie ihre Stellung. Vgl. auch https://vimeo.com/9647426.







Lentos-Museum












Auf dem Platz sind ebenfalls Stände mit Ausstellungen

Über die Donaubrücke hinweg geht es zum "ars electronica center"



EOS-Center

eine nur vorübergehend zu erlebende Skultpur eines Künstlers


Sensoren und Fühler reagieren auf die Nähe von  Besuchern und führen zu motorgesteuerten Bewegungen der Enden dieser Glasfaser-Lichtinstallation


















Dialog mit einem Roboter










Burkes im Lentos-Museum. Aber leider nur im Spiegel.

Und wer nicht mehr aufnahmefähig ist, setzt sind in den Park und genießt den Anblick des Donautals