Regensburger Tagebuch

Notizen von der nördlichsten Stadt Italiens

Donnerstag, 6. Januar 2011

Der Regensburger Kalvarienberg (Teil 1)

http://lh3.ggpht.com/_uzLsIJX7LLU/TGf3sv0RrlI/AAAAAAAAAZg/4HYM8RpGEU8/s720/Doku-Dreifaltigkeitsberg-14.8.10-IMG_9505.JPG


Der Regensburger Kalvarienberg - das ist der Hügel, auf dem die Dreifaltigkeitskirche steht, und mit dem die Bergkette der "Winzerer Höhen" beginnt. Die Regensburger nennen ihn meist einfach Dreifaltigkeitsberg. Früher schrieb man den Namen mit C, also Calvarienberg. Unter diesem Namen findet man alte Postkarten oder Kupferstiche, dazu später.



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Kalvarienberg auf einer größeren Karte anzeigen


Ab und zu gehe ich dort mit Yorki spazieren und mache dann gleich Fotos von Regensburg. Weniger weil mich das Panorama reizt, sondern mehr zu dokumentarischen Zwecken, um Entwicklungen in der Stadt nach verfolgen zu können. Die Renovierung der Steinernen Brücke zum Beispiel. Daher mache ich zumindest einmal im Frühjahr und im Herbst eine kleine Fotosession, ohne großen Wert auf künstlerische Impressionen zu legen.


Hier sind ein paar Bilder vom August 2010



Woher kommt eigentlich der Name Kalvarienberg? Das erkläre ich am Besten über einen Umweg. Auf den Kalvarienberg geht nämlich ein Kreuzweg hoch, oben befindet sich eine Kapelle und der Friedhof.


Als Kreuzweg wiederum bezeichnet man ursprünglich die Nachahmung der Via Dolorosa (lat. „schmerzensreiche Straße“) in Jerusalem als Stationsweg vor Wallfahrtskirchen. Aus dem Heiligen Land zurückgekehrte Pilger legten Nachbildungen der heiligen Orte in ihrer Heimat an. Oftmals übertrugen sie exakt die Länge der Via Dolorosa auf ihren heimischen Kreuzweg.


Das Ziel des in der Heimat angelegten Kreuzwegs war nicht selten ein Kalvarienberg (von lat. calvariae locus; Schädelstätte), auf dem sich eine „Grabeskirche“ oder eine Darstellung der Kreuzigungsszene befand.


Der Begriff Kalvarienberg also, so Wikipedia, bezeichnet


"zunächst die Hinrichtungsstätte Jesu Christi vor den Toren Jerusalems, im weiteren Sinne auch umfangreiche Nachbildungen der Kreuzigungsszene, die im Zuge der Gegenreformation entstanden und von Katholiken als sakrale Stätten genutzt werden.


Der Begriff leitet sich aus der lateinischen Übersetzung des aramäischen Bergnamens Golgota der Vulgata-Bibel ab, wo er als calvariae locus, lateinisch für „des Schädels Ort“[1], wiedergegeben wird[2], heute auch mit "Schädelstätte" oder "Schädelhöhe" übersetzt[3]. Diese Übersetzung ist nicht unumstritten, ...  Als Kalvarienberge bezeichnet man heute ungefähr lebensgroße Nachbildungen der Kreuzigungsgruppe, oft auf kleinen Hügeln. Große Bedeutung erlangte die Errichtung von Kalvarienbergen im Barock." (Quelle: WIkipedia, http://de.wikipedia.org/wiki/Kalvarienberg)


Wird fortgesetzt!