Regensburger Tagebuch

Notizen von der nördlichsten Stadt Italiens

Sonntag, 16. Dezember 2012

Vernissage "Zwielicht" im Regensburger Kunstverein GRAZ




Zwielicht -Die Kunst der blauen Stunde
Fotos von der Eröffnungsfeier am Freitag, 14.12.2012, 20 Uhr
Dauer der Ausstellung 14.12 bis 12.01.2013
Öffnungszeiten Fr - Sa 16 - 19 Uhr
Zwielicht ist eine Themenausstellung, die sich aus Audio-, Video-, Raum- und Licht-Installationen, Skulpturen, Malerei, Zeichnung und Fotografie zusammensetzt.



Kurator Albert Plank

Einführung Albert Plank
Objekte, Installationen, Bilder zur blauen Stunde

Ausstellende Künstler:

Wilfried Anthofer, Andreas Glauser (Schweiz), Renate Haimerl-Brosch, Josef HöŸfler, Jürgen Huber, Frieda Kuterna (Belgien), Vasilij Plotnikov, Veronika Riedl, Axel T Schmidt, Gabriele Schober, Makato Takahashi (Japan) und Albert Plank, Thyra Thorn, Norbert Vollath (Irland) und mdwell
 
Bei der vorangegangenen Vernissage an diesem Tag im Leeren Beutel (Forum junge Kunst) traf ich auch Rayk Amelang, der dort mit als Künstler ausstellte. Dieser wiederum erinnerte mich daran, dass im Anschluss auch im GRAZ noch eine Vernissage stattfindet, was ich schon ganz vergessen hatte. Also spazierte ich rüber. Die Kamera hatte ich sowieso dabei. Es gingen noch mehrere Künstler vom Leeren Beutel rüber in die Schäffnerstraße.

Es hat sich gelohnt. Die Atmosphäre war wieder ganz besonders schön. 
Ich muss an dieser Stelle einmal anmerken: Sowohl bei den Veranstaltungen in der Seniorenresidenz als auch bei den Veranstaltungen im GRAZ herrscht immer eine besonders interessante und lockere Atmosphäre. Das Publikum ist viel gemischter, als in den üblichen Galerie-Vernissagen, und wohl auch entspannter und entkrampfter.

Meine Fotos von diesem Abend passen eigentlich ganz gut zum Thema der Ausstellung. Denn ich schoss mit der Canon 550 D ohne Blitz und Stativ aus der Hand. Und die Beleuchtung im Ausstellungsraum war bewusst knapp, also kamen auch entsprechend dunkle Bilder zustande. Und doch sind sie irgendwie farbig, leuchtend und kontrastreich. Komisch, nicht?









Das Objekt im Hintergrund an der Wand stammt von Jürgen Huber und hat den Titel "Ist das Kunst oder kann das hier weg?". Es ist Kunst, glauben Sie es mir.




Ich lieeeebe Silhouetten-Bilder.

Faszinierende Kombination von Innen- und Auße-Personen

Zur Vernissage war die Außen-Bar geöffnet. Es gab leckere Cocktails zu unverschämt günstigen Preis.

Equal goes it loose.

Kurator Albert Plank macht einführende Worte. Kurz und bündig, und trotzdem informativ,  so wie man sich Ansprachen wünscht.  (Tucholsky hätte seine Freude daran)

Kurator Albert Plank erklärt den Nosferatu-Effekt beim Fotografieren ohne Blitz. (Nichts für ungut, Albert)







An der linken Wand lief eine Multimediashow, hier überbelichtet, aber in nachfolgenden Bilder erkennbar. Ich habe sie bewusst aus dem spitzen Winkel heraus fotografiert um zu sehen, was dabei herauskommt.







Die Eistorte, auf gekühltem Podest stehend.

Wir sollen es aufmerksam betrachten, meinte der Kurator in der Ansprache. Wir haben trotzdem gerätselt und sind nicht schlau draus geworden. Da sind noch drei schwarze Linien, x y und z, also die dreidimensionalen Achsen, an die Wand gemalt. Half uns aber auch nicht.


Auch hier: im Laufe des Abend gab es unterschiedlichste Silhouetten, die von den sich unterhaltenden Besuchern stammten. War Teil des Konzepts, so wie ich das verstanden habe.

Peter Burkes im Spiegel des Objekts. Selbstportrait, aber nicht des Künstlers, sondern des Betrachters. Ganz schön philosophisch, gell?

Scheint zu schweben



Bloody Mary und Blue Angel, das waren die beiden Cocktails, die es an der Bar gab. Erst jetzt wird mir klar, dass diese Auswahl kein Zufall ist (der Schnellste bin ich auch nicht immer).


ein Bild von Rayk Amelang im Innenhof-Fenster seines Ateliers.

Auch im Hof gab es was zu sehen. Man muss nur die Augen aufmachen. Und darf nicht immer nach unten gucken.


Diese Lichtinsel hat mich fasziniert und ich habe sie mit mehreren Einstellungen fotografiert. Leider gingen die Details bei dieser verkleinerten Web-Version verloren. Aber auf meinem Monitor genieße ich die Bilderserie von diesen Lichtquellen.



Sehen Sie es? Ganz rechts im Bild? Auf dem Plakat, unten? Das Wort? Zwielicht?

Es war ein genialer Schachzug, in die Werkstatträume einer ehemalige Schlosserei umzuziehen, denn die Atmosphäre ist wirklich einmalig. Erinnert mich ein bisschen an Tacheles in Berlin



Weitere Bilder, Fotos, Werke  sind in den verwinkelten Nebenräumen zu sehen. Diese habe ich nicht fotografiert. Hören Sie sich auch die 8minütige Klangkomposition an, die im Loop zu hören ist. An der Theke im Hauptraum liegen die Kopfhörer.


Link-Tipp (Interview mit dem Kurator zu diesem Projekt):
http://www.port01.com/news/Regensburg/Zwielicht_Die_Kunst_der_blauen_Stunde-21-10165.htm


Kamera: Canon 550D, kein Blitz, kein Stativ.

Objektiv: die günstige und universal-geniale Sigma 18-200 (ohne Stabilisator, gibt es mittlerweile auch mit Stabilisator, soweit ich weiß). Es gibt teuere Alternativen für 18-200-Zooms, die lichtstärker sind (also noch kürzere Belichtungszeiten und damit bessere Bilder erlauben). Aber die Sigma ist schön leicht und klein und deshalb immer dabei. Und ich denke mir: wenn ich damit keine Bilder zustandebringe, kann ich nicht fotografieren, also was soll's.

Nachbearbeitung einzelner Bilder: jpgilluminator (Freeware) zum Aufhellen dunkler Partien und zum Begradigen stürzender Linien.

Die aufgehellten Partien sind manchmal verrauscht. Bei digital-Bildern gibt es diesen Effekt genauso wie bei den lichtempfindlichen Analogfilmen, wenn auch aus anderen Gründen.  Dieses Rauschen ließe sich mit NEATIMAGE (Freeware für privaten Gebrauch) korrigieren, aber ich habe mir nicht die Zeit dazu genommen.

Nachtrag: Ein Experiment mit einer temporären Picasa-Collage und dem Dienst ZOOM.IT