Regensburger Tagebuch

Notizen von der nördlichsten Stadt Italiens

Samstag, 5. März 2016

Memories - Jazz-Sessions im Diba Kult in 2009

Teil der Artikelserie

Soweit ich sehe, bin ich nie dazugekommen, diese Bilder aus 2009 zu veröffentlichen. Sie betreffen das legendäre "Diba-Kult und Büro" in der Krebsgasse, das Reza später aufgeben musste, nachdem Partygäste, die sich die Räume ausgeliehen hatten, einen Brand ausgelöst hatten und der Mietvertrag gekündigt wurde.



September 2009.  Laura und ihr Verlobter Juanma aus Spanien sind wieder zu Besuch bei uns in Regensburg. Nachdem ich sie nachmittags schon durch das UNICEF-Fest im Villapark geführt hatte (siehe Bericht) zeigte ich ihnen abends die Stadt, die vor allem für Juanma neu ist. Wir machen Pause im Diba-Cafe, wo gerade Jana Veznikova  (2cent-Band) Dienst hat, die ich auch vom Heart-Chor her kannte.






Jana schließt mit die beiden sofort ins Herz. Da Laura Fragen zur Ukulele stellt, die an der Wand hängt, nimmt Jana das Instrument, zeigt ihr ein paar Griffe und animiert uns zum Singen.



Wir haben Geschmack auf Musik bekommen, und Jana weist und darauf hin, dass im Diba-Kult-und-Büro gerade wieder eine  Jazz-Session stattfindet. Dort gehen wir hin.





Reza hat lange nach solchen Räumlichkeiten gesucht: Räume, wo er nicht nur wohnen kann, sondern wo er auch kulturelle Aktivitäten organisieren kann. zum Beispiel Ausstellungen, Konzerte, private Film-Abende für Cineasten, Jazz-Sessions für die Jazzer (immer Mittwochs) und andere Sessions für andere Musiker (ich glaube, das war Sonntags), Parties, Lesungen und mehr. Alles mehr im halb-privaten Rahmen, also für seine Freunde und für alle Diba-Stammgäste, sowie deren Freunde. Im Grunde so etwas wie der legendäre Jazz-Keller von Richard Wiedamann, wo im Grunde jeder willkommen war. Aber es war privat und es gab keine Gewinnerzielungsabsicht.




Reza, der selbst gut Gitarre spielt, kennt die Musiker schon aus Zeiten vor der Diba-Cafebar-Gründung. Er traf sich mit ihnen oft in der Cafe-Bar in der Gesandtenstraße.

Für das Diba-Cafe selbst war das Lokal zu klein - Versuche mit Musikauftritten zeigten das. Das Diba-Kult-und-Büro war nun eine ideale Möglichkeit für die Musiker um sich zu treffen und zu üben. 


 Wir fühlen uns rundherum wohl.





Juanma ist völlig fasziniert.


Für die Musiker ist die Lokalität ein Traum. Warum?. Weil sie dort rauchen durften.


Eigentlich erstaunlich - denn Reza war der erste, der in Regensburg freiwillig sein Lokal rauchfrei machte, ein Jahr bevor dies Gesetz wurde. Das haben ihm die Musikerfreunde auch ziemlich übel genommen und sind eine Zeitlang beleidigt ins Jakobi gegangen. Dort besuchte ich sie ein paar mal bei ihren Sessions, gab es aber auf, weil die Luft zum Schneiden dick war.


Aber Reza hatte nichts gegen das Rauchen generell. Er war nur der Ansicht, dass das Diba-Cafe zu klein ist, und seine Angestellten jammerten oft über die gesundheitlichen Auswirkungen des Rauchs. Hier im Diba-Kult-und-Büro war aber genug Raum und Luft - sogar ich, der ich als Dozent rauchgeschwängerte Räume meiden muss, wenn ich meine Stimme schonen will, hielt es dort gut aus.

Helmut Nieberle, Jazzgitarrist und Musiklehrer (https://de.wikipedia.org/wiki/Helmut_Nieberle)



Franzi Forster

Die Variante ohne Blitz gefällt mir besser



Das folgende Foto zeigt die Werbung für das anstehende Gitarren-Festival-Regensburg. Dieses Festival wurde von wem ins Leben gerufen? Richtig! Von Reza Pezeshki, ganz alleine. Große Projekte zu stemmen war nämlich nie ein Problem für ihn

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Später gingen wir nochmals zurück zum Bismarckplatz auf einen spanischen Sherry als Betthupferl.


Jana Veznikova hat später die 2centBand mit gegründet - zusammen mit dem Bassisten Hannes Wagner

Oh, wie ich dich vermissen werde, du lärmendes aber labendes Ding




 
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Juanma und Laura am Nachmittag (anlässlich einer Foto-Session zum Projekt "Augen-Blicke")




Sommernacht in Regensburg - so erlebten Laura und Juanma unsere Stadt
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Besuch im Villapark - UNICEF-Kinderfest