Regensburger Tagebuch

Notizen von der nördlichsten Stadt Italiens

Freitag, 17. Juni 2016

Familie Zant und soziales Regensburg



Bei Recherchen zum Thema Barmherzigkeit und Sozialtverhalten im historischen Regensburg (die Recherchen begann ich schon lange vor dem "Jahr der Barmherzigkeit", in welchem wir uns befinden, auch wenn es keiner mitbekommt) fand ich einen interessanten Aufsatz über die Familie Zant:

Die Zant und das Zanthaus http://www.dr-bernhard-peter.de/Heraldik/Galerien/galerie492.htm
Auf dieser Seite gibt es nicht nur ausführliche Infos über die Wappen, sondern auch über die Familie Zant selbst, wobei als Quelle auf das Buch von Karl Bauer verwiesen wird.






Demnach waren die "Zant" ein bedeutsames Patriziergeschlecht und zwar eines der erfolgreichsten. Ihr Aufstieg begann in Regensburg kurz nach dem Aussterben der Grafen von Bogen im Jahre 1242. In der Mitte des 13. Jh. (also ca 1250) waren die Zant bereits angesehene Patrizier der Stadt. Unter anderem hatten sie die Pflegschaft des Katharinenspitals.

Die Zantfamilie gab der Stadt Regensburg viele wohltätige Stiftungen. Unter anderem sind sie die Stifter der Allerheiligenkapelle, des Katharinenspitals, des Siechenhauses und der Kirche St. Lazarus (Leprosenhaus), der Totenkapelle des Chorstiftes zur Alten Kapelle und Miterbauer der Chorkirche des Domes, wie eine vom Historischen Verein am Stammhaus angebrachte Gedenktafel verrät.

Heinrich Zant stiftete die Allerheiligenkapelle, Konrad Zand die Markuskapelle im Kanonikerstift Unserer Lieben Frau zur Alten Kapelle 1299, Albrecht Zant vermutlich die Lazaruskapelle.

Dementsprechend findet man viele  Zant-Wappen an Gebäuden der Stadt. Weitere Zandtwappen finden sich in Regensburg als Schlußstein im Goliath-Haus am alten Watmarkt, in der Allerheiligenkapelle im Hospital, am Leprosenhaus und der Kapelle St. Lazarus sowie am Chorhaupt des Domes.


Natürlich dachte ich, ich füge "mal schnell" ein Foto von einem Wappen ein. Da gibt es doch Fotos von der Fassade der Schnupfe, war mal, 2009? oder 2008? oder doch später?. Die "Schnell-Mal"-Suche dauerte eine Stunde, 120.000 Bilder aus 8 Jahren waren zu durchsuchen.


Zant-Wappen in der Speichergasse



Ferner gibt es einen Aufsatz von Artur Dirmeier, als Word-Dokument auf der Webseit des Spitals abrufbar: Die Zant. Geschichte und architektonisches Erbe einer Patrizierfamilie.Artur Dirmeier
http://www.spital.de/_daten/archiv/webedition/web_zant.pdf