Regensburger Tagebuch

Notizen von der nördlichsten Stadt Italiens

Montag, 14. Januar 2013

Das Regensburger Bruckmandl


Regensburg sucht: Ja, wo iss er denn, der arme Arm?

Lieber Arm dran, als Arm ab. Anlässlich des Armverlustes des Regensburger Bruckmandl auf der Steinernen Brücke, eines der Wahrzeichen seit dem Spätmittelalter, trage ich Informationen, historische Bilder und eigene Fotos zusammen.

Außerdem sehen Sie eine (eigentlich wenig informative) Aufzeichnung von ARD in der Sendung quer



Das Bruckmandl auf der Steinernen Brücke in der Abendsonne; Foto von P. Burkes aus 2009

 Am Brückenscheitel der Steinernen Brücke - östliches Steingeländer - befindet sich das Bruckmandl (Brückenmännchen), welches laut Wikipedia einst die städtischen Freiheitsrechte und die Emanzipation aus der Vormundschaft des Bischofs symbolisierte. Was aber meines Erachtens fraglich ist. Diese Figur stammte ursprünglich aus dem Jahre 1446, die aktuelle Ausführung wurde am 23. April 1854 aufgestellt. Was auch hier Wikipedia wieder unterschlägt: es gab im 16. Jahrhundert eine Neufassung der Figur, die sich bis 1850 hielt. Diese zweite Figur (in Wikipedia "Vorgängerfigur" genannt, befindet sich im Historischen Museum Regensburg und hat - wen wunderts - abgetrennte Arme.

In der Nacht zum 27. Dezember 2012 verlor die Figur auf ungeklärte Weise ihren rechten Arm, woraufhin die Stadt Regensburg Anzeige gegen Unbekannt erstattete. Übrigens ist es auch dieser (mindestens dritten, jedenfalls aktuellen) Figur schon öfters an den Kragen, äh Arm gegangen


Regensburger Bruckmandl / Bruckmännchen auf der Steinernen Brücke


Montage zweier Bilder aus dem "Abriss der Stadt Regensburg 1630" mit der Ostansicht der Steinernen Brücke.









Ein anderer Abschnitt aus den "Abriss-Bildern", der die Brücke von Westen her zeigt.


Regensburger Bruckmandl und Touristen auf der SteinernenBrücke





Der Tourist versucht, das Bruckmandl nachzuahmen. Falsche Richtung, Junge, nach oben, nicht nach unten sehen!

vielleicht ist er ja einfach nur traurig.


Alte Ansichtskarte mit dem Regensburger Bruckmandl

eine Fotomontage aus einer früheren Serie von Acrylbildern,
Zeichnungen und Fotos mit dem Titel" Begegnungen"

Bodenehr, Gabriel, Stich aus ca 1700, Die Donau Brück zu Regensburg

Ausschnitt aus  Bodenehr, Gabriel, Stich aus ca 1700, Die Donau Brück zu Regensburg

Bodenehr, Donaubrück, Detail





Das Bruckmandl, ARD-Beitrag:

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Frevel am Wahrzeichen - Wer hat das Bruckmandl zerstört? | quer vom BR

Veröffentlicht am 11.01.2013 Auf der Steinernen Brücke in Regensburg sitzt seit Jahrhunderten das Bruckmandl, ein Wahrzeichen von Regensburg und schaut erhaben und stolz auf die Donau hinab. Doch seit ein paar Tagen fehlt ihm der rechte Arm. Wurde das Bruckmandl Opfer der Witterung? Wind und Wasser hatten bereits Spuren auf dem Sandstein hinterlassen. Oder war es mutwillige Zerstörung? Vandalismus am Wahrzeichen? Die Regensburger gehen von einem Verbrechen aus: Es wäre nicht das erste an ihrem Bruckmandl... -- quer begibt sich auf Spurensuche. - quer mit Christoph Süß immer donnerstags, 20.15 im Bayerischen Fernsehen.

http://quer.de/blog


Fortsetzung folgt

Im nächsten Teil gibt es nähere Informationen, weitere Bilder, und Links