Regensburger Tagebuch

Notizen von der nördlichsten Stadt Italiens

Sonntag, 17. Dezember 2017

Wie geht's Yorki

Yorki; hier mit Kater Fritzi, der im letzten Jahr von uns ging.
Der Frosch ist noch da.

Yorki erholt sich immer noch von der komplizierten Operation am zersplitterten Hinterbein; die letzte OP war vor drei Wochen.

Er muss sich schonen. Also hüpft er auf drei Beinen von einem Liegeplatz zum anderen, und nimmt zu.

Einmal täglich darf er vor dem Haus am Gehweg auf und ab schnuppern. Mit drei Beinen hat er ein nettes Tempo drauf und das sieht auch lustig aus. Seit zwei, drei Tagen benutzt er ab und zu das operierte Bein zum Auftreten, nur jeweils ein paar Meter. Das sieht weniger lustig aus, eher mitleiderregend. Aber es ist eine gute Entwicklung.

Samstag, 16. Dezember 2017

Die Regensburger Weihnachtsmärkte - eine erfreuliche Entwicklung




Vergesst den Nürnberger Christkindlmarkt, sagt ich. Der war schon vor 40 Jahren ein unbequemes Gedränge, und daran hat sich nichts geändert. Da haben wir Schöneres zu bieten.

Die zwei französischen Austauschstudentinen, die derzeit bei uns im Haus wohnen, hatten den Nürnberg Christkindlamrkt besucht - weil nun mal jeder bayerische Reiseführer über den dortigen Christkindlmarkt berichtet. Und sie flohen dann irgendwann von dessen Enge.

 Und so mussten wir den erstaunten Studentinnen erzählen, dass wir in Regensburg auch sehenswerte Christkindlmärkte haben. Die sogar noch gemütlicher und schöner sind. Und von denen es mehr als einen gibt.

Ich zeigte ihnen die Fotos aus den letzten Jahren und wir erzählten ein bisschen von der Geschichte und den einzelnen Märkten. Zum Beispiel der Neupfarrplatz-Christkindlmarkt, der ursprünglich der einzige war, dann ab 1982 der bezaubernde Kunsthandwerkermarkt am Kohlenmarkt und Haidplatz,  der damals ein ersehnte Alternative war, und seit ein paar Jahren der noch "alternativere" Adventsmarkt der Stadtmaus im Spitalgarten,  seinem Lagerfeuer und den Blick auf den beleuchteten Dom. Aber solche Äußerlichkeiten zählen nicht. Entscheidend ist, dass dieser Adventsmarkt eine besondere Atmosphäre hat, wo die Leute nicht die Buden abklappern, sondern sich treffen, zusammenstehen und gemütlich und kultiviert plaudern.

Ein Treffpunkt also, so wie die Altstadt-Cafes in den Sommernächten.

Und genau diese Atmosphäre hat sich mittlerweile auch am Neupfarrplatz entwickelt, der in meinen Augen früher etwas trostlos war - Läden mit 08-15-Weihnachtsschmuck und ein paar Ess-Buden, wo man sich versorgte und weiterging. Selbst noch vor vor 10 Jahren, als ich dort mit dem Heart-Chor auftrat, versuchten angetrunkene Jugendliche aus dem Bayerischen Wald zu stören - nur mit unserer Schlagfertigkeit konnten wir sie im Zaum halten. Aber damals begann sich der Markt schon zu ändern.

Und mittlerweile hat sich dieser Weihnachtsmarkt ganz wunderbar entwickelt - die Qualität der Produkte ist schöner geworden, die Auswahl von Essen und Trinken geht weit über Knacker und Bratwurst hinaus, aber vor allem: der Markt entwickelte sich zum Treff für Jung und Alt, für Touristen und Einheimische, die sich dort treffen und in immer kultivierterer Atmosphäre austauschen.

Gut für diese Entwicklung ist sicherlich, dass es neutrale Stehtische gibt. Man versorgt sich mit Getränken und Essen aus der Umgebung, und stellt sich dann zusammen - und langsam dürfte uns allen klar werden, dass die oft als "Fressbuden" verschmähten Versorger von Essen und Trinken eigentlich nichts Schlechtes sind. Jedenfalls, wenn man hier nicht einfach kauft und ohne Genuss weiterhastet. Sie haben die Funktion von Cafes und Restaurants übernommen, in denen man sich mit Freunden trifft, und genießt. Was soll daran schlecht sein? Und dass es neben Knacker und Bratwurst auch Crepes, Apfelstrudeln, Dampfnudeln, Mähburger (im Spital) und noch so viel mehr gibt, finde ich einfach klasse. Auch Traditionen haben sich entwickelt, und sie dürfen sich weiter entwickeln.

Dass ich einmal ein Befürworter von Christkindlmärkten werde, und bis jetzt sogar mehr als einmal in die Stadt wanderte, hätte ich früher nicht gedacht. Hier ein paar Fotos aus den letzten Jahren.


Der von der Stadtmaus organisierte Spitalgarten-Adventsmarkt

Dienstag, 12. Dezember 2017

Rüdiger Eisenhauers Sleigh Ride Orchestra - Weihnachtskonzert im Jazzclub

Gestern gab es zum fünften Mal das vorweihnachtliche Konzert mit einer von Eisenhauer speziell zusammengestellten Formation im Jazzclub:

Rüdiger Eisenhauers Sleigh Ride Orchestra feat. special Guest Lisa Bassenge


Das war gestern, am Sonntag 10. Dezember 2017 um 20.00 Uhr, im  Leeren Beutel. Wobei der Konzertsaal im "Leeren Beutel"  voll war.


Besetzung:

Mittwoch, 6. Dezember 2017

Regensburger Stadtkarte aus dem Jahre 1858 - zoombare Version

Regensburg im "Grosser Hand-Atlas uber alle Theile der Erde in 170 Karten", herausgegeben von Meyer im Jahre 1860. Darin gibt es nämlich eine Stadtkarte von Regensburg, Stand 1858, gezeichnet von Major Radefeld. Diese Stadtkarte von Meyer-Radefeld hatte ich bereits vorgestellt. Auf der Webseite der "David Rumsey Stiftung" für alte Karten fand ich die Möglichkeit, ein zoombare Version direkt hier einzubetten.

Diese Karte wurde nicht nur für das Buch verwendet, sondern es gibt sie auch als eigenständigen Druck. Wenn Sie im Orphee in den Keller gehen, dann sehen Sie dort so einen Druck an der Wand hängen.

Dort merken Sie auch, dass die digitalen Scans viel mehr Details verraten als der sichtbare Druck - und wieviel Feinarbeit in der Technik des Kupferstichs liegt.


Jahresausstellung im Kunstverein Graz 2017


Am 8.12.2017 wird die aktuelle Jahresausstellung des Kunstverein GRAZ eröffnet, die sich traditionellerweise "GRAZifikation" nennt. Es ist mittlerweile die fünfzehnte, heißt also

GRAZifikation XV.


Diese dauert  vom 9.12.2017 bis 30.12.2017.   Vernissage ist am 8.12.2017 um 20.00 Uhr

Wie immer stellen sowohl Mitglieder als auch Gäste aus: Barbara Gaukler,Matthias Schlüter, Renate Christin, Werner B. Jannek, Christian Havlicek, Vincent Pollak, Nicola Sommer, Lady B, Yosl, Lisa Kirk, Albert Plank, Rayk Amelang.