Regensburger Tagebuch

Notizen von der nördlichsten Stadt Italiens

Donnerstag, 1. Februar 2018

So sah das leere Zuckerfabrikgelände 2011 aus


Jetzt ist auch das letzte Gebäude der Zuckerfabrik komplett abgerissen. Vor ein paar Tagen machte ich die jüngsten Fotos vom leeren Gelände, ferner zeige ich Fotos vom 9.12.2017 und vom 18.10.2017.

Das nehme ich zum Anlass, auf ein Video hinzuweisen - ein Schmankerl, das ich im letzten Jahr auf meiner Festplatte fand:

ein Rundschwenk auf dem planierten Zuckerfabrikgelände im Jahre 2011.

Dort sieht man ganz hinten auch dieses letzte Gebäude, das noch sechs Jahre lang benutzt wurde. Ansonsten war das Gelände leergefegt, alle Abrissfahrzeuge waren weg und das Gebiet wartete auf den Startschuss zur Neubebauung.

Gefilmt mit meinem Galaxy-Tab, daher die eingeschränkte Auflösung.

Direkt auf youtube: https://youtu.be/2jnnbVr1SVQ

Buchtipp - Verlassene Orte in der Oberpfalz

Noch ein Buchtipp: Verlassene Orte in der Oberpfalz, von der Fotografin Nina Schütz.

Aha, ein Buch mit Lost-Places Fotos, dachte ich, als ich beim Pustet stöberte. Na ja, das fotografiere ich auch manchmal, und  "Lost Places" Fotos von anderen Fotografen reißen mich so schnell nicht vom Hocker. Aber ich blätterte trotzdem  hinein - und war hellauf begeistert.

Die fotografierten Örtlichkeiten sind der Hammer, ich hätte nicht gedacht, dass man solche Motive noch finden kann, noch dazu in nächster Umgebung. Und die fotografische Umsetzung ist ebenfalls hervorragend, das muss ich neidlos anerkennen. Denn das gibt es ja auch: Lost Places entdecken, und dann achtlos drauf los fotografieren. Hier  nicht.

Sie können das Buch beim Pustet kaufen, bei einem anderne Buchhändler bestellen, und bei amazon bestellen - aber dort leider nicht ansehen (Blick-ins-Buch gibt es hier nicht). Die Rezensionen bei amazon zeigen übrigens einen Bestnotenschnitt, was mich nicht wundert.

Verlassene Orte in der Oberpfalz – faszinierende Fotografien geheimnisvoller Lost Places zwischen Weiden, Amberg und Regensburg von  Nina Schütz

Mittwoch, 31. Januar 2018

Aktuelle Hinweise für Kunstinteressierte

Ich möchte Kunstinteressierte nochmals auf folgende Termine hinweisen:

ferner aktuell laufende Ausstellungen (gemäß Regensburger Kulturjournal):
  • Art Affair: Peter Lang (nur noch heute);
  • kunstforum Ostdeutsche Galerie: Mehr Licht, (bis 22.4.18)
  • kunstforum Ostdeutsche Galerie: Invisible Outer Space (bis 25.2.18)
  • Altstadtgalerie:Bilder von Reinhold Treffer (bis 20.2.18)
  • GalerieLesmeister: Urban Jungle (bis 17.02.)
  • Kunstkabinett: Werke von K. Grosse und G. Uecker
  • Städt.galerie: koneX (bis 4.2.18)
ohne Anspruch auf Vollständigkeit.

Neues zum marinaforum - dem ehemalige Schlachthof-Gebäude

Das SchlachthofGelände, heute "marina-Quartier" mit dem neuen Veranstaltungszentrum "marinaForum" im Zentrum. Stand: Anfang 2017
Das Tagungs- und Kongresszentrum "marinaforum Regensburg" im Marina Quartier soll 2018 eröffnet werden. Worum geht es?
  • Das Marina-Quartier - das ist das neue Stadtviertel, das auf dem Gelände des Schlachthofs entstand - und immer noch entsteht
    .
  • Und das Tagungszentrum marinaForum entsteht im  zentralen und denkmalgeschützten Gebäude des ehemaligen Schlachthofs. Das Gebäude wird oft auch Zollingerhalle genannt, weil die bemerkenswerte  Holzdeckenkonstruktion auf den Architekten  Zollinger zurück geht.

Spaziergang 06.01.2018 und 03.07.2016
Das Schlachthofgebäude (marinaForum) befindet sich oben und unten jeweils rechts im Bild, in der mittleren Zeile dagegen links (entgegengesetzte Blickrichtung)

Der Regensburger Schlachthof ist ein Industriedenkmal aus dem Jahre 1888 mit vielen architektonischen Highlights, z.B. die sieben Segmentbogentonnen in Zollinger Lamellenbauweise im westlichen Teil.

In den 1990er Jahren wurde der Betrieb eingestellt.

 2011 wurde das Gelände verkauft, die Stadt wollte es (angeblich aus Angst vor den unkalkulierbaren Altlasten) nicht selbst bebauen. Verkauft wurde es an eine Schweizer Firma, und siehe da, kurz darauf wurde es an die bekannte Regensburger Firma "Immobilienzentrum" verkauft (siehe Artikel in regensburg-digital von 2015)

Seitdem wird es bebaut. Viele neue Wohnblöcke sind um das alte Schlachthofgebäuder herum entstanden und sind schon längst bezogen. In der Nordwestecke entstehen gerade die letzten Blöcke. Im November 2016 wurde auch das Schlachthof-Wirtshaus wiederbelebt - jetzt als Hotelgaststätte mit Kneitinger Bier. Man kann gut essen dort.

Parallel dazu wurde und wird das denkmalgeschützte Kerngebäude selbst bebaut -  und soll eben dieses Tagungs- und Kongresszentrum werden. Vor Jahren schimpften Kritiker über diesen Verwendungszweck; sie wollten lieber eine Kulturhalle. Aber vergeblich.

Das Zentrum namens "marinaForum" wird von der Stadt benutzt und verwaltet, und zwar über die Stadt-Tochter "Regensburg Tourismus GmbH" (Abteilung Veranstaltungsmanagement Säle).

Der weiter unten eingebundene Animationsfilm zeigt, wie das künftige Zentrum aussieht.


Ein Teil der Schlachtofhallen, erbaut 1888, mit der besonderen Holzdeckenkonstruktion des Architekten Zollinger
nach der Stillegung und vor der Renovierung (Foto aus 2013)

Als ich vor Jahren die ersten Architektenentwürfe von der renovierten Halle sah, war ich enttäuscht. Die schönen Holzdecken kommen kaum mehr zu Geltung, und irgendwie sind sie mir für Tagungen und Kongresse zu schade. Da hätte ich auch lieber etwas Kulturelles gesehen, oder eine Markthalle.

Aber gemosert ist aus der Sicht eines Außenstehenden leicht - das Ganze muss realisierbar sein, und offenbar bestand tatsächlich ein starker Bedarf an solchen Tagungsorten. Und nur wenn man detailliert alle Fakten und Pros und Contras kennt, kann man Entscheidungen treffen.

Entwicklung bei den Regensburger Galerien

Regensburger Galerien: http://www.regensburger-tagebuch.de/p/galerien-in-regensburg.html


Meine Liste von Regensburger Galerien, die ich auf einer festen Unterseite innerhalb dieses Blogs pflege, ist auch für mich selbst ein nützliches Archiv, um schnell auf die wichtigsten Daten zurückgreifen zu können - inkl. Kontaktdaten.

Ich habe diese Liste wieder auf den neuesten Stand gebracht und so auch die Veränderungen in der Galerienszene mit verfolgt:

Die Galerie Madesta ist am 1. Januar 2018 umgezogen - von der Oberen Bachgasse in die Wahlenstraße 3; die Galerie und Raumstatt am Stärzenbach musste wegen Ablauf des Mietvertrags Mitte 2017 den Betrieb völlig einstellen (wobei  allerdings nach dem Tod von Hr. Schlichtinger im Jahre 2012 kaum noch Aktivitäten sichtbar waren).

Die Schmuckgalerie Brigitte Berndt  wird  weitergeführt wird, und zwar wohl unter altem Namen. Der Ehemann der verstorbenen Brigitte Berndt, Herr  Jürgen Ebert, ist neuer Inhaber und  als neue Ansprechpartnerin wird Fr. Hannah Rembeck genannt. Die Galeristin kannte Hannah Rembek und hatte mit ihr eine Ausstellung für den Herbst geplant; nun führt Rembek die Galerie im Sinne der Verstorbenen fort.  Vier Ausstellung im Jahr sind geplant, im April gehe es los.

Der Ehemann Jürgen Ebert hat gemäß einer Reportage von Peter Lang (Kulturjournal) denNachlass gesichtet und zum großen Teil bereits in einer digitalen Datenbank  als Werkverzeichnis aufbereitet. Außerdem verweist das Kulturjournal auf die Webseite monoraum.net - dort finde man Pressebeiträge, Laudationes und eine Übersicht über die von Brigitte Berndt kuratierten Schauen, ihre eigene Ausstelllungen und weitere Informationen.

Bei der einen oder anderen Galerie waren die Öffnungszeiten abzuändern - denn auch das habe ich überprüft.

Update: in der Februarausgabe des Kulturjournals gibt es je eine Reportage über die Galerie Madesta und die Galerie von Brigitte Berndt.