Regensburger Tagebuch

Notizen von der nördlichsten Stadt Italiens

Montag, 17. Mai 2021

Clement Loisel ab 27.Mai im Neuen Kunstverein

Der "Neue Kunstverein Regensburg" kündigt eine neue Ausstellung an:

Eröffnung der Ausstellung von 
Clement Loisel mit dem Titel "1,50m"

am 27. Mai um 19 Uhr .

Ort: Kunstraum des Neuen Kunstverein Regensburg e.V.
Schwanenplatz 4, 93047 Regensburg

Wenn die Inzidenzwerte in Regensburg weiterhin unter 100 bleiben, will der Verein eine Vernissage mit Künstlergespräch im Freien abhalten.

Der französische Maler zeigt einige seiner ausdrucksstarken Portraits, wie es in dem PDF-Flyer heißt. Auf der Homepage steht noch nichts, aber das wird sicher bald noch kommen: http://neuerkunstverein.de/

Webseite des Künstlers: http://clementloisel.com/

Weitere Bilder vom Künstler findet man z.B. bei http://www.artcampaign.de/works/clement-loisel-paintings/

Öffnungszeiten: Do und Fr: 16 bis 18 Uhr, Sa und So: 12 bis 14 Uhr
Ausstellungsdauer: 28. Mai bis 27. Juni 2021

Samstag, 15. Mai 2021

Fundstück - Stadtamhof im Jahre 1600

Bei der Durchsicht der Plattform "bavarikon.de" auf neuere Einträge stieß ich auf ein ungewöhnliches Fundstück: ein mir bis dahin völlig unbekanntes Aquarall von Lebschée. Es wurde zwar 1870 gemalt, soll aber den Zustand von Stadtamhof im Jahre 1600 zeigen. 



Die Ansicht ist so ungewöhnlich, dass ich anfangs ein Fantasiegebilde mutmaßte. Da waren Türme, die scheinbar gar nicht existierten, und vom Dom im Hintergrund ist nichts zu sehen. Ich habe mir das Bild dann nochmal genauer angesehen, und zwar zusammen mit Martin Kempter, der zufälligerweise zu Besuch da war. Und dann entdeckten wir genug, um  sagen zu können: die Ansicht ist realistisch. 

Standort des Betrachters ist Steinweg, möglicherweise Alte Nürnberger  Straße, unterhalb der Dreifaltigkeitskirche.  

Man sieht vorne am Bildrand ein paar Häuser von Steinweg, dann die Felder bzw. das Überschwemmungsland zwischen Steinweg und Statt am Hoff, das man später als Protzenweiher-Areal bezeichnete (später Dultplatz, heute Kanal). Die scheinbare Brücke über dieses Areal ist nur die leicht erhöhte, mit Steinen befestigte Straße von Steinweg nach Stadtamhof (zum Vergleich: ein Bild aus 1809 aus Wackenreiters "Die Erstürmung von Regensburg" aus einem ähnlichen Blickwinkel, am Ende des Artikels)

Es gab damals einen Stadttor-Turm am Nordausgang von Stadtamhof, der existiert heute nicht mehr. Heute ist dort das Portal am nördlichen Ende der Straße "Stadtamhof", dort wo das Walhalla-Bockerl steht.

Der höchste Turm dahinter (in der Mitte des Bildes) ist der "schwarze Turm", der nördlichste der drei Türme der Steinernen Brücke

Links davon sind St. Mang und ganz links der Andreasstadel, rechts im Bild ist die Spitalkirche St. Katharina. Der kleinere Turm in der Mitte war mir zunächst unklar - ist ist wohl der südliche Brückturm (siehe weiter unten). 

Von Regensburg selbst sieht man offenbar so gut wie nichts.

Es wäre natürlich interessant, weitere Häuser zu indentifizieren. Aber dazu muss man alte Karten oder Ansichten besitzen. Das Material, das ich besitze, zeige ich im Verlauf des Artikels, so kann sich jeder selbst an dem Thema versuchen.

Hier ist das Bild von Lebschee in zoombarer Version: 

https://www.bavarikon.de/object/bav:HVO-OBJ-0000000HVBSB1034?lang=de

Die Quelle, die Lebschée zur Verfügung hatte,  habe ich nicht herausgefunden. Ich kenne keine vergleichbare Ansicht von Stadtamhof, schon gar nicht aus dieser Zeit. Ich habe auch ältere Gesamt-Stadtansichten durchgesehen - hat da vielleicht jemand den Bereich um Stadtamhof "vergrößert" und perspektivisch umgemodelt?. Aber es passte nichts, wie ich noch zeigen werde. Lebschee muss also eine eher unbekannte Zeichnung als Vorlage gehabt haben. Allerdings muss man sagen: es gibt einfach in den Museen oder Institutionen von Regensburg so einige historische Ansichten, die noch nich für das Internet digitalisiert wurden (auch das geschichtsträchtige Regensburg ist da ein wenig hinterher - jahrelang warte ich darauf, dass die Stadtansicht von Bahre aus 1645 in vollem Umfang im Internet zu finden ist. Eintrittsgebühren würden damit bestimmt nicht verloren gehen)


Ausschnitt












Donnerstag, 13. Mai 2021

Regensburg damals - Autohaus Völker und SOPI-Tankstelle in der Runtingerstraße



Anlässlich des Vatertags gibt es heute einen Artikel, der mit meinem vor sechs Jahren verstorbenen Vater zu tun hat, und gleichzeitig ein Stück jüngere Geschichte von Regensburg reflektiert - auch wenn es nur ein unbedeutendes Mosaikstück ist.

In den Fünziger und Sechzigerjahren gab es eine Sopi-Tankstelle und ein Autohaus neben dem Josefskrankenhaus: dem Autohaus Völker. 

Diese Tankstelle war nicht an der Landshuter Straße, wie ich lange Zeit vermutete, sondern in der Runtingerstraße, die damals von der Landshuter bis zur Guerickestraße durchging. Die Tankstelle war etwa dort, wo bis vor ein paar Jahren die Notaufnahme des Krankenhauses war.

Mein Vater führte die Tankstelle, als ich klein war. Soweit ich das rekonstruieren kann, muss das in dem Zeitraum um 1958 bis 1961 gewesen sein. Mein aus dem Regensburger Raum stammender Vater hatte 1956 in Stuttgart für die Gasolin als Tankwartausbilder gearbeitet. Anlässlich meiner Geburt 1957 kam er nach Regensburg zurück, führte dort anfangs eine kleine Gasolin-Tankstelle vor dem Maximilian-Hotel (doch, die gab es!) dann die Sopi-Tankstelle beim Autohaus Völker, um die es hier geht, danach ab ca 1961/62 die Tankstelle in Regenstauf und etwa um 1966 die C&C Meister Tankstelle in der Donaustaufer Straße.

Ich kann mich daran erinnern, wie ich gelegentlich meinen Vater in der Tankstelle beim Autohaus Völker besuchte. Es gab eine ovalförmige, gläserne Tankwart-Kabine, die damals verbreitet war. Von da aus sah man in einen großen u-förmigen Hof, umsäumt von Garagen und Werkstätten voller Leben. Meine "Tante B" arbeitete dort, von der ich hier schon gelegentlich berichtet habe, und ein guter Bekannter der Familie, damals ein junger Mann - ich nannte ihn Onkel Toni. Er hatte später auch an der Regenstaufer Shell-Tankstelle mit gearbeitet und es gibt ein Foto, wo er mich im Leiterwagen über das Gelände fuhr.



Nachdem ich über Regensburg zu bloggen begonnen hatte, fing ich auch irgendwann an, über diese Tankstelle zu recherchieren.

Open-Air Theater im Ostpark - ein Projekt vom Theater Regensburg


Ostpark, 8. Mai 2021



Der Arzt hat mir mehr Bewegung aufgegeben. Also bin ich drauf los geradelt, und zwar in den Stadtosten. Denn die Altstadt ist mir zu deprimierend, und im Osten gibt es wenigstens eine interessante Stadtentwicklung. 

In der Nähe der Landshuter Straße gibt es auch einen kleinen Park, den Ostpark. Der ist so versteckt, dass ich mich erst einmal in meinem Leben dorthin verirrt hatte. Den wollte ich mir nochmal ansehen - und siehe da, hier tut sich was: das Theater Regensburg baut dort eine Open-Air-Bühne. 

Und so liest sich das auf der Webseite und auf den Aushängen des Theaters.

Auf dem Gelände des Ostparks entsteht derzeit eine temporäre Bühne sowie eine Zuschauertribüne für Freilicht-Theater, auf der wir eine Bespielung mit Schauspiel und Tanz planen. 
Der Park wird die ganze Zeit über für die Öffentlichkeit weiterhin nutzbar sein – der Veranstaltungsbereich nimmt in etwa ein Drittel des Parkgeländes ein. 
Wir hoffen damit, nach Monaten der Theaterschließung, den RegensburgerInnen wieder ein vielfältiges Programm bieten zu können und gemeinsam Live-Theater unter freiem Himmel erleben zu können. Sofern es die Pandemie-Lage zulässt, sind vom 5. Juni bis 22. Juli 2021 bis zu 20 Vorstellungen geplant.

Geplant sind

"Bunbury - Ernst sein ist alles" - Komödie von Oscar Wilde
"Summertime", Tanzabend von Georg Reischl und Alessio Burani
"Trash! das Musical Varietééééé" - Der akrobatische Musiktheater Wahnsinn

(mehr dazu am Ende dieses Artikels)


Dienstag, 11. Mai 2021

cinescultura - drei preisgekrönte Dokus im Stream ab 13.

Drei cineastische Perlen für Liebhaber des spanischen Films: 13. bis 23. Mai 2021 auf www.cinescultura-stream.de

Drei hochaktuelle, preisgekrönte Dokumentarfilme aus dem Jahr 2020 exklusiv als Deutschlandpremiere für das spanische Film- und Kulturfestival cinEScultura

  • „Mujereando – El quejío de una diosa” (Carmen Tamayo)
    Orginalversion mit englischen Untertiteln
  • „Marcelino – El mejor payaso del mundo” (Germán Roda)
    Orginalversion mit englischen Untertiteln
  • „La Zaranda – Teatro inestable“ (Venci Kostov und Germán Roda) Orginalversion
Die Filme sind ab 13. Mai auf obiger Webseite gegen Bezahlung abrufbar. 

Aus der Ankündigung von cinecscultura: