Regensburger Tagebuch

Notizen von der nördlichsten Stadt Italiens

Freitag, 10. August 2018

Fahrradfalle Blumenstraße

An der Einmündung Dr. -Held-Str. zur Blumenstraße hat sich in den letzten zwei Jahren eine Gefahrenquelle für Radfahrer entwickelt, die mittlerweile schon vielen Nachbarn aufgefallen ist. Ich möchte mit diesem Artikel auf diese Gefahrenquelle hinweisen. Natürlich gibt es parallel hierzu ein Schreiben an die Stadtverwaltung.







An dieser Einmündung  kommen vor allem abends (zwischen 17.00 Uhr und 19.00 Uhr) gut zwei bis drei Radfahrer pro Minute von Osten her die Blumenstraße entlang und passieren mit zügiger Geschwindigkeit die Einmündung der Dr.-Held-Straße, ohne auf die Vorfahrt zu achten. Kommen aus der Dr. Held Straße  Autos oder ihrerseits Radfahrer, werden sie ignoriert.

Ungefähr 9 von 10 Radfahrer fahren hier konsequent durch.  Einige erschrecken, wenn sie die Vorfahrtslage erkennen, aber viel zu spät, weil sie schon mitten im Einmündungsbereich sind.

Wenn ich in der genannten Zeit mit dem Hund spazieren gehe (oder wenn ich abends mit dem Auto über die Dr. Held-Straße nach Hause komme) erlebe ich so gut wie immer einen Beinahezusammenstoß oder eine kritische Situation. Ich brauche mich nur ein paar Minuten an dieser Einmündung aufhalten.

Als ich Fotos für diese Dokumentation machte, gab es schon nach einer Minute einen Beinahezusammenstoß zwischen einem heimkommenden, radfahrenden Nachbar (er kam aus der Dr. Held-Straße) und einem von der Blumenstraße kommenden Radfahrer, der geradeausblickend zügig  durchfuhr.

An sich wäre aber die Regelung klar: rechts vor links. Wer konzentriert fährt, denkt daran. Ich gehe davon aus, dass die hier durchfahrenden Radfahrer nicht rücksichtslos sind, sondern unbewusst fahren und einer typischen Psychofalle zum Opfer fallen. Optisch gesehen ist die Blumenstraße für einen von Ost kommenden Radfahrer eine durchgehende Straße und wird offenbar von vielen Radfahrern unbewusst als Vorfahrtsstraße wahrgenommen. Nachfolgende Fotos sollen das zeigen.

Ein Hinweisschild auf Rechts-vor-Links wäre nicht schlecht, vielleicht auch eine Bodenmarkierung.

Das Problem tauchte auf, nachdem vor drei Jahren eine durchgehende Radfahrer-Verbindung zum Candis-Viertel geschaffen wurde. Wieso ausgerechnet von dort abends soviele Pendler in den Stadtkern fahren, verstehe ich auch nicht, aber es ist so.

Optisch gesehen ist die Blumenstraße für einen von Ost kommenden Radfahrer eine durchgehende Straße und wird offenbar von vielen Radfahrern unbewusst als Vorfahrtsstraße wahrgenommen.
 


An sich wäre aber die Regelung klar: rechts vor links. Wer konzentriert fährt, denkt daran. Dass 9 von 10 Radfahrern von rechts kommende Fahrzeuge oder Radfahrer missachten und unbeirrt geradeaus durchfahren, zeigt, dass die Vorfahrtslage nicht erkannt wird.




Ein Spiegel wäre vielleicht noch eine Überlegung, andererseits darf der von der Dr.-Held-Straße kommende Fahrer davon ausgehen, dass er die Vorfahrt hat - insofern hilft ihm das Wissen des herannahenden Radfahrers nicht viel.  Immerhin kann er  erkennen, dass jemand mit ungeminderter Geschwindigkeit in die Einmündung fährt.

Ein mittig angebrachter Spiegel, der in beide Richtungen wirkt, hätte einen anderen Vorteil: die von der Dr. Held-Str. kommenden Verkehrsteilnehmer können besser nach rechts in den westlichen Teil der Blumenstraße  sehen. Denn seit mit dem neuen Studentenwohnbau der letzte  Parkplatz in der Blumenstraße weggefallen ist, parken immer mehr Fahrer ihre Autos in der Kurve oder im Kurvenbereich (jedenfalls tagsüber). Auch hier hat sich in eine neue Gefahrenquelle entwickelt, auch diese erst in den letzten Jahren.