Regensburger Tagebuch

Notizen von der nördlichsten Stadt Italiens

Montag, 26. Oktober 2026

Pflasterschleifarbeiten am Haidplatz

Haidplatz am 14.10.2026




Wer Mitte Oktober über den Haidplatz ging, wird den Einsatz von Schleifmaschinen entdeckt haben. Und wer danach dort spazierte, bemerkte vielleicht, dass sich die Spaziergänger vorzugsweise in einem zwei Meter breiten Streifen bewegen, der eben geschliffen wurde. Sogar nachts, wo der Streifen kaum sichtbar ist, scheinen sich die Fußgänger ganz unbewusst auf dieser Trasse zu bewegen.

Hintergrund:

Eine barrierearme Fußgängerverbindung vom Watmarkt über den Rathausplatz und Kohlenmarkt bis zur Ludwigstraße am Haidplatz stand im Regensburger Stadtrat schon lange auf der Agenda. Noch im Januar lehnte das Tiefbauamt das Abschleifen des Altstadtpflasters ab, da beim damaligen Fräsverfahren Schäden am Verbund befürchtet wurden und man stattdessen über das aufwendige Verlegen neuer Steine nachdachte. 

Im April zeichnete sich durch den technischen Fortschritt eine neue Lösung ab: Mit einem neuen Schleifverfahren (die Maschinen gibt es noch nichtlange) versprach die Methode eine schonende Bearbeitung des Pflasters. Nach entsprechenden Beobachtungen bei Projekten in anderen Städten wie Neumarkt gab die Stadtverwaltung schließlich grünes Licht für Regensburg.

Mitte Oktober kam dann die Großfräse der Spezialfirma Feind zum Einsatz, um auf einer Länge von etwa 275 Metern und einer Breite von gut zwei Metern das Pflaster eben zu schleifen.

Bei dem zweistufigen Verfahren wurden zunächst Rillen in das Granitpflaster gefräst und die Oberfläche anschließend geglättet. Die Gesamtkosten der Maßnahme belaufen sich gemäß Pressemitteilung der Stadt auf rund 200.000 Euro. 

Die ebene Strecke soll mobilitätseingeschränkten Menschen mit Rollstuhl oder Rollator sowie allen Passanten das Vorankommen erleichtern und dient dem Tiefbauamt zugleich als Testfeld für mögliche weitere Standorte in der Altstadt.