Regensburger Tagebuch

Notizen von der nördlichsten Stadt Italiens
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Mittwoch, 5. März 2025

Interview über das Regensburger Tagebuch im Podcast von Regensburg(R)Leben

marinaforum

Im September wurde ich von der Stadt Regensburg - bzw. der Tochterfirma "Regensburg Tourismus GmbH" - zu einem Interview im marinaforum geladen. Und zwar zu einem Interview für die Podcast-Serie 

REGENSBURG (R) LEBEN


Auf der Webseite https://regensburg-r-leben.podigee.io/ wird dieses Podcast präsentiert, das von, mit und für Regensburger sowie Gäste gestaltet wird. 


Der Podcast thematisiert das Leben in Regensburg und die vielfältigen Erlebnismöglichkeiten vor Ort. Er dient als Plattform, um Veranstaltungen vorzustellen, Interviews mit Regensburgern und Regensburgerinnen zu führen, sowie Initiativen und  Vereine der Stadt zu präsentieren.

Um diese Interviews anzuhören, braucht man nicht unbedingt ein besonderes Programm oder einen besonderen Zugang über bestimmte Plattformen, wie viele glauben. Man kann einfach oben genannte Webseite aufrufen, und dort die Beiträge anhören.


Unter Führung meiner sympathischen Interviewpartnerin Carolyn Molski hat mir das Ganze  viel Spaß gemacht. Anlass für das Interview war mein Blog, also das "Regensburger Tagebuch", Frau Teisinger hatte das Ganze vermittelt. Das Interview mit mir ist hier anzuhören:

https://regensburg-r-leben.podigee.io/50-regensburger-tagebuch



Ehrlich: es ist für mich schlimm, meine eigene Stimme zu vernehmen. Also habe ich nur zweimal kurz reingehört. Aber ich war ja dabei, und weiß was gesprochen wurde

Donnerstag, 14. November 2024

Bericht von der Regensburger Kulturpreisverleihung 2024

OB Maltz-Schwarzfischer überreicht den Kulturpreis 2024
an Regina Hellwig-Schmid



Am 13. November 2024 fand die jährliche Kulturpreisverleihung statt. Genau genommen wird dabei  immer ein Kulturpreis und drei Kulturförderpreise verliehen. Die Preisträger selbst standen schon im Juli fest, die offizielle Verleihung fand gestern statt.

Den Kulturpreis der Stadt Regensburg 2024 erhält die Ausstellungsmacherin Regina Hellwig-Schmid für die Gründung und jahrelange Durchführung des internationalen Kunstfestivals donumenta. 

Die drei Kulturförderpreise wurden vergeben an den multimedialen Konzeptkünstler und Fotografen Jonas Höschl, das Bürgertheater Regensburg e. V. sowie den Cellisten und Komponisten Tomasz Skweres.

Die Verleihung fand diesmal nicht im marinaforum, sondern im Theater am Bismarckplatz statt.

Eingeleitet wurde der Abend mit einem denkwürdigen Auftritt: Kulturreferent Wolfgang Dersch und Moderator Dominik Glöbl spielten ein jazziges Intro; Dersch mit Posaune, Glöbl mit Trompete. Der Kulturreferent erklärte dazu, dass er früher jahrelang im Orcherstergraben als Musiker spielte, und schon immer mal wissen wollte, wie sich das anfühlt, auf der Bühne zu stehen. 



v.l.: Dominik Glöbl und Wolfgang Dersch




Verliehen wurden erst die Kulturförderpreise. Wie üblich, gab es vorher jeweils eine Laudatio.


Die Preisträger


Jonas Höschl (Kulturförderpreis 2024)
Laudator Chuck Winter

Jonas Höschl ist ein politisch gelesener Konzeptkünstler und Fotograf. Zuletzt erhielt er für sein künstlerisches Werk, welches die Medien Druckgrafik, Sound, Video und Installation umfasst, unteranderem den Bayerischen Kunstförderpreis für Bildende Kunst, sowie den Kulturpreis des Bezirks Oberpfalz für Druckgrafik. Er ist Teil des Künstler- und Künstlerinnenkollektivs "Tannhäuser Kreis".


Bürgertheater Regensburg (Kulturförderpreis 2024)
http://www.buergertheater-regensburg.de/
(Laudatio: Stefanie Junge)

Im Rahmen des großen Jubiläums „350 Jahre Immerwährender Reichstag“ gründete sich 2013 auf Initiative des Theaters Regensburg das Bürgertheater. Eine Gruppe von 50 engagierten Laienschauspielern entwickelte eine Szenenfolge zur Zusammenkunft der Gesandten und erweckte die Geschichte so auf unterhaltsame Weise zum Leben. Beflügelt von der positiven Resonanz und ausverkauften Vorstellungen wurde Anfang 2015 ein gemeinnütziger Verein gegründet und das Bürgertheater Regensburg war geboren!

Tomasz Skweres (Kulturförderpreis 2024)
https://www.tomasz-skweres.com/biography
(Laudatio: Andreas Meixner)

Tomasz Skweres - geboren am 3. April 1984 - ist ein polnischer Komponist und Cellist, der sowohl in Wien  als auch in Regensburg lebt und arbeitet. Er studierte Komposition bei Chaya Czernowin und Detlev Müller-Siemens und Cello bei Valentin Erben und Stefan Kropfitsch an der Universität für Musik und darstellende Kunst in Wien.


Dann wurde der Kulturpreis verliehen

Regina Hellwig-Schmid
http://www.regina-hellwig-schmid.de/
(Laudatio: Dr. Birgit Eigelsperger)

Regina Hellwig-Schmid lebt und arbeitet als freischaffende Künstlerin und Kuratorin in Regensburg. Seit 1986 wirkt sie künstlerisch in den Bereichen Land Art, Malerei, Video und Fotografie, Installation und Performance. Bis heute zeigt Hellwig-Schmid ihre Kunst in zahlreichen Einzel- und Gruppenausstellungen im In- und Ausland.

1992 eröffnete die Künstlerin in Regensburg das offene Atelier „Am Wiedfang“. 

1994 gründete sie mit acht Kolleginnen und Kollegen den bis heute bestehenden Verein Kunstknoten e. V. – und damit den organisatorischen Hintergrund ihrer Arbeit. 

Mittwoch, 4. September 2024

Podcast "Regensburg erleben"

Seit mittlerweile über zwei Jahren spricht die Regensburg Tourismus GmbH im Podcast „REGENSBURG |R| LEBEN“ über das Leben in Regensburg. Im Podcast werden unter anderem Regensburger interviewt und Initiativen und Vereine vorgestellt

Geplant ist auch ein Interview mit mir über das Regensburger Tagebuch. Das wird in den nächsten Wochen im marinaforum aufgezeichnet werden.

Dabei ist mir eingefallen, dass ich wieder mal einen Blick hinter die Kulissen gewähren könnte. Viele meiner Artikel sind vordatiert. Das heißt, ich habe jetzt schon einige Artikel geschrieben, die in den nächsten Wochen erscheinen werden. Das liegt daran, dass ich es für unglücklich halte, wenn Veranstaltungshinweise mehr als 1 Woche vorher erscheinen - das hat meines Erachtens nur Sinn, wenn man Karten reservieren muss. Ansonsten vergisst man leicht wieder den Hinweis.

Im Administrationsbereich sieht man dann die vorprogrammierten Artikel, die Artikel im Entwurf und die schon erschienenen Artikel. Die Liste in beiliegendem Screenshot geht eigentlich noch weiter in die Zukunft.





Montag, 4. Dezember 2023

Bericht von der Kulturpreisverleihung 2023 im marinaforum




Am Abend des 15. November 2023 verlieh die Stadt Regensburg im vollbesetzten Sall des marinaforum den Kulturpreis sowie drei Kulturförderpreise. Im Anschluss gab es den traditionellen Empfang, der Gelegenheit gab, Kontakte zu pflegen und Kontakte zu erweitern.

Sowohl Stadtrat als auch Stadtverwaltung darf man für diese Veranstaltung loben. Den Stadtrat für die gelungene Auswahl der Preisträger, die Stadt wegen der gelungenen Veranstaltung. Auch wenn der Vortragsteil fast drei Stunden dauerte, waren diese kurzweilig. Launige Laudationes, interessante Videos, gute Musikeinlagen und der Ausschnitt aus einem Theaterstück, das die Theatergruppe St. Anton derzeit aufführt. Die Theatergruppe ist eine der Preisträge an diesem Abend. 

Zwischendurch gab es Musikbeiträge von Riva Leon und Lisa Fischer.

Die Preisträger wurden im Juli vom Stadtrat beschlossen, die Verleihung selbst fand an diesem Abend statt.

Der Kulturpreis ging an:

  • Peter Engel (Laudatio: Toni Schmid)

Kulturförderpreise gingen an:

  • Barbara Muhr (Laudatio: Anne Wiegand)
  • Transit Filmfest (Laudatio: Dr. Herbert Schwaab)
  • Theatergruppe St. Anton e.V. (Laudatio: Andreas Meixner)

Der Abend wurde moderiert von Daniela Schuster; nach einleitenden Ansprachen von Kulturreferent Wolfgang Dersch und OB Maltz-Schwarzfischer gab es Musikeinlagen und die Preisverleihungen.

Wie es der Tradition entspricht durfte jeder Preisträger sich einen Laudator aussuchen, und deren Reden waren durchwegs unterhaltsam und informativ. Zum Kulturpreisträger Peter Engel gab es außerdem einen Kurzfilm von Stefan  Effenhauser, der Engel durch sein Atelier folgte. Peter Engel dürfte mit 54 Jahren eine der jüngsten Kulturpreisträger sein.  Er ist dem Laien durch seine Wimmelbücher, dem Fachmann durch seine langjährige Tätigkeit als Theatermaler bekannt. (Statt Webseite: Kulturdatenbankeintrag

Die Theatergruppe St. Anton unter der Leitung von Stephan Roggenbuck erhielt eine enthusiastische Laudatio von Meixner. Die Gruppe hat über 70 aktive Mitgliedern bestehende Theatergruppe und existiert gut 40 Jahre. Webseite: https://www.theatergruppe.net/

Die in Straubing geborene Barbara Muhr ist bildende Künstlerin und seit 2016 als freie Künstlerin tätig. Einigen Beobachtern der Kunstszene dürfte sie aus ihrer Zeit im Andreasstadel bekannt sein; mittlerweile arbeitet sie in zwei Ateliers in Regensburg und Straubing.  Die  Moderatorin inszenierte auf der Bühne ein Interview mit der Künstlerin. Barbara Muhr war zeitweise wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Kunstgeschichte und ist seit 2023 freiberufliche Mitarbeiterin der Kunstsammlungen des Bistums Regensburg. Webseite: https://barbaramuhr.jimdofree.com

Das "Transit Filmfest" macht seit 15 Jahren zukunftsweisendes Kino. Ursprünglicher Name war "Heimspiel", die Umbenennung erfolgte 2019. Die Gruppe besteht aus einem ehrenamtlichen Team aus Studierenden und Medienwissenschaftlen, das in enger Zusammenarbeit mit dem Lehrstuhl für Medienwissenschaft der Universität Regensburg jedes Jahr ein mehrtägiges Filmfestival in den Regensburger Altstadtkinos organisiert. „30 junge Leute arbeiten ein Jahr daran, dass in drei Kinos zehn Filme pro Tag zu sehen sind“, erzählte derLaudator. Sie holen Gäste aus aller Welt , in diesem Jahr waren es an die 4000 Besucher - Festivalleiterin ist Chrissy Grundl; Laudator Dr. Schwaab von der Universität hat die Gruppe über die Jahre hinweg unterstützt. Beide wiesen darauf hin, dass der extreme Einsatz bisher ehrenamtlich erfolgte, und es Zeit wäre, daran etwas zu ändern. Webseite: https://www.transit-filmfest.de/


Weitere Details über die Künstler findet ihr in der offiziellen Mitteilung der Stadt Regensburg über diesen Abend (nach den Bildern)

Gertrud Maltz-Schwarzfischer

 

Mittwoch, 9. November 2022

Gelungen - die Kulturpreisverleihung 2022 im marinaforum

Im Rahmen der städtischen Kulturpreisverleihung wurden am Abend des 26. Oktober 2022 im marinaforum die kulturellen Auszeichnungen der Stadt Regensburg verliehen.

Verliehen wurden wieder ein Kulturpreis und drei Kulturförderpreise. Und die Anwesenden waren sich einig: das waren wunderbar ausgewählte Preisträger und insgesamt eine schöne Veranstaltung mit exzellenten Musikdarbietungen

OB Maltz-Schwarzfischer



Kulturpreisverleihung 2022 im marinaforum



Übersicht über die Preise:

Kulturpreis: 
  • Dr. Medard Kammermeier (Laudatio: Florian Sendtner)

Kulturförderpreise
  • Rebekka Maier alias "Die Nowak" (Laudatio: Katharina Dobner)
  • Nico Sawatzki (Laudatio: Dr. Mathias Listl)
  • Ghost Town Radio (Laudatio: Säm Wagner)

Über die einzelnen Geehrten möchte ich etwas ausführlicher schreiben - weshalb auch dieser Artikel so spät erscheint.






Kulturpreis 2022: Dr. Medard Kammermeier (für sein Lebenswerk)

Da ist zunächst der Kulturpreis. Dr. Medard Kammermeier erhielt den Kulturpreis 2022 für sein Lebenswerk und sein jahrzehntelanges Engagement für die Kino-Szene in Regensburg. 

Ihm haben wir unglaublich viel zu verdanken. Vor allem den Arbeitskreis Film e.V. und somit die filmgalerie im Leeren Beutel, ihm verdanken wir aber auch die Existenz der Stummfilmwoche und die der Kurzfilmwoche

Schließlich kamen Festivals wie die Französische Film- und Kulturwoche dazu, sowie das Filmfestival "Heimspiel" (heute Transit Festival), und als wenn das noch nicht genügt, sorgte er auch für die beliebte Open-Air-Reihe Cinema Paradiso und seit mehr als einem Jahrzehnt leitet er die Kinos im Andreasstadel. 


Dr. Medard Kammermeier


Montag, 8. November 2021

Impressionen vom DillyDally Designmarkt 2021

Dilly-Dally-Designmarkt im marinaforum, Sonntag 7.11.2021, kurz vor mittag

Wenn jemand künstlerisch eine Skulptur erstellt, nennt man es Kunst. Wenn jemand künstlerisch einen nutzbaren Gegenstand herstellt, z.B. Schmuck, eine Vase oder einen Fotokalender,  nennt man es Kunsthandwerk. Wenn jemand künstlerisch das Design für ein Serienprodukt erstellt, spricht  man von Design. 

Wobei umgekehrt Design nicht immer als "künstlerisch" bewertet sein muss, aber eines ist allen gemeinsam: das KREATIVE.

Die Unterscheidungen haben übrigens mehr gewerberechtliche und steuerrechtliche Bedeutung. Sie wollen gar nicht abwerten, wie viele meinen.  Wer sich für Kunst interessiert, wird sich für alle drei Bereiche interessieren. Darum ist es auch richtig, wenn in der "Pinakothek der Moderne" eine großer Bereich dem "Design" gewidmet ist. Oft wurden und werden auch wirklich anerkannte (klassische) Künstler mit dem Entwurf von Produktdesign beauftragt. 

Der immer wieder sehenswerte DillyDally-Designmarkt bewegt sich im Bereich von Design und Kunsthandwerk. Es sind kleine Unternehmer, die ihre kreativen Entwürfe unter einem eigenen Mode-Label vertreiben, oder Schmuck anbieten, oder als Destillerien exotische Gins oder Glüh-Gin-Erfindungen vermarkten, Selbständige, die nachhaltige Produkte mit eigenem Design versehen (Taschen, Küchenprodukte, bemalbare T-Shirts), Kreative, die ausgefallene Uhren oder Gürtelschnallen verkaufen, oder ausgefallene Lampen, Stempel, Grußkarten und nette Sachen, die man sonst in Läden wie "Schwesternliebe" in der Kramgasse findet.

Der diesjährige Dilly-Dally-Markt fand im ehemaligen Zentralgebäude des Schlachthofs statt, das nach dem Umbau "marinaforum" heißt und das Zentrum des "marina-Quartiers" darstellt. 

Ich habe im letzten Absatz bewusst das Wort falsch geschrieben, nämlich mit Bindestrich. In Wirklichkeit heißt es DillyDally. Das fiel mir auf, als ich beim googeln "dilly-dally" eingab und nicht schnell genug die erwarteten Treffer hatte. Darum - also damit dieser Artikel gefunden wird -  habe ich bewusst die falsche Schreibweise mit eingebaut.

Im Gegensatz zum ersten DillyDally-Markt im Jahre 2013, damals in der Jahnhalle, ist die Bandbreite der Produkte schon merkbar schmäler. Damals gab es auch Möbel, Snow-Boards, Glas, Upcycling-Produkte (einen ausführlichen Bericht findet der Leser hier: https://www.regensburger-tagebuch.de/2013/11/impressionen-vom-dillydally-designmarkt.html).

Aber mehr hätten wohl in die Hallen nicht reingepasst. Sowohl die Haupthalle in der Mitte, der nördliche Nebenraum dazu, der große Raum im Westen und vor allem der Saal im Osten waren gut gefüllt, und wenn man mehr Stände aufgebaut hätte, wäre es wohl etwas zu eng geworden. 

Auch in der Galerie gab es ein wenig zu sehen, das hatte mit "Do it yourself" zu tun, und ich sah dort Nähmaschinen herum stehen.  

In der Eingangshalle ein DJ, der für gute Musik sorgte, ein Cafe, mit allem was man wünscht, daneben an der langen Theke Getränke und Essen, vom Degginger betrieben. Man konnte sich nicht beklagten. Ich war erst am Sonntag dort, als von 3G auf 2G verschärft wurde (offenbar aufgrund amtlicher Vorgaben), und es war komisch für mich, ohne Maske herum zu laufen. 

Der Eintritt war mit 10 Euro meines Erachtens noch im  akzeptablen Bereich, jedenfalls waren schon vormittags genug Besucher da, denen das nicht zu viel war. Und ab der Mittagsstunde wurde es noch voller. Aber gut - das sagt nichts. Schließlich weiß man erst drinnen, ob man genug angeboten bekommt. Aber eines ist sicher: die Atmosphäre war hervorragend, und der Designmarkt ist an diesem denkmalgeschützten Ort mit der herrlichen Zollinger-Decke ganz hervorragend aufgehoben.

Weitere Fotos vom Dilly-Dally-Designmarkt (DillyDally Designmarkt) 2021 in einer Bildershow: 

https://www.youtube.com/watch?v=biays-w7-hE

Samstag, 30. Oktober 2021

9. Dilly-Dally diesmal im Marina Forum am 6. und 7.11.2021

Der DillyDally-Markt zieht diesmal in das Marina-Forum im ehemaligen Schlachthof. Das ist ein viel passenderes und würdigeres Ambiente für diesen herrlichen Markt. 

Natürlich gibt es auch diesmal wieder Musik. Und es soll einen Rikscha-Shuttle-Service an der Donau geben, dessen Einzelheiten aber man erst vorher in den "social"-Kanälen abrufen muss


D I L L YD A L L Y   D E S I G N M A R K T

6./7.11.2021
MARINA FORUM Regensburg

SA 12-21 Uhr (3G)
SO 10-18 Uhr (2G!)


Foto aus 2013: Dilly-Dally in der Jahn-Halle




Kurz nach dem großen Markt gibt es noch einen PopupStore im Degginger:  D I L L Y D A L L Y   P O P U P  S T O R E, 18.11.-23.12.2021, DEGGINGER Regensburg


Aus der Pressemitteilung:

MOVE ON UP!
DillyDally zieht weiter die Donau runter, von der RT-Halle ins Marinaforum und alle sind

eingeladen mitzukommen.

We really like to keep on moving und freuen uns SO, euch nach der Corona-Pause in einer

neuen Location begrüssen zu dürfen - in der ehemaligen, nachhaltig sanierten Markthalle

des denkmalgeschützen Alten Schlachthofs erwarten euch luftige Räume voller Licht

unter einer spektakulären Deckenkonstruktion in Zollinger-Bauweise.

Mittwoch, 29. Juli 2020

Tipp: Kulturjournal August-September

Gerade bring ich es vom Cafe-Besuch heim, das neue Kulturjournal von Peter Lang. Es ist die brandneue Ausgabe für die Monate August/September. Es ist so berstend voll mit interessanten News, dass ich meine Leser auf diese Ausgabe aufmerksam machen will.

Gefallen haben mir die in der Corona-Krise enstandenen Prosatexte von Lesereinnen und Lesern, darunter  ein berührender Artikel von Claudia Böckel, der offenbar noch in der Lockdown-Zeit geschrieben wurde. Claudia Böckel ist mir von MZ-Artikeln her bekannt, ich wusste nicht, dass sie freie Autorin, Journalistin und Musikerin ist. Es gibt noch weitere Aufsätze von anderen Autoren, die ich aber noch nicht lesen konnte.

Interessant sind die Hinweise über die Stummfilmwoche, Ich hätte nicht gedacht, dass es noch soviele mir unbekannte Stummfilme deutscher Regisseure gibt. Aber am meisten freute mich, dass Herr Lang etwas über das Scala-Kino geschrieben hat und es gleich mit einer breiteren Recherche über die Geschichte Regensburger Kinos verbunden hat. Über das Scala wollte ich schon länger etwas schreiben, fand aber bisher kein  ausreichendes Material.

Es gibt ferner viele Ankündigungen hochinteressanter kultureller Veranstaltungen. Offenbar blüht das Regensburger Kulturleben wieder auf, so plötzlich und erfreulich wie ein Blumenteppich in einer Wüste nach einem kräftigen Regen. 

Unter anderem gibt es gleich zwei Ausstellungen zum Thema "Regensburg in dern Zwanzigern" im Leeren Beutel und im Haus der Bayerischen Geschichte, die Ausstellung Fernweh im Kunstforum, Lisa Eckhart kommt in's Marinaforum, ein Improvisationskonzert der Extraklasse in's Aurelium, Ausstellungen von Gastkünstlern im Andreasstadel, konkrete Hinweise zu interessanten Anlaufstellen am Tag des offenen Denkmals,  und und und...

Aber lest selbst. Das Kulturjournal liegt in Cafes aus. Ich selbst lese es traditionellerweise im Palletti. Ein früher beliebtes Ritual, das ich langsam wieder aufleben lasse: Mittagessen im Palletti und dazu Kulturjournal und Kunstzeitungen durchstudieren.

Mittwoch, 13. November 2019

Bericht von Kulturpreisverleihung und Künstlerempfang 2019


Preisverleihungen im marinaforum Regensburg, 22.10.2019


Im Rahmen des städtischen „Empfangs für Künstlerinnen, Künstler, Kulturgestalterinnen und Kulturgestalter“ wurden am 22. Oktober 2019 im marinaforum die kulturellen Auszeichnungen der Stadt Regensburg verliehen.

Über die Preise und ihre Empfänger wurde in den Medien berichtet, aber  über die Veranstaltung als solche fand ich nichts.

Das möchte ich nachholen, denn die Veranstaltung war wunderbar und lobenswert. Vor allem erfüllte sie die selbst gesetzten Ziele.

Die Preisverleihung gibt es schon seit vielen Jahren, die Verbindung mit einem Empfang erst seit einigen Jahren. Der Abend soll der Kulturszene gewidmet sein und den Zweck haben, die Wertschätzung auszudrücken und „danke“ zu sagen. Um aus der Rede von Maltz-Schwarzfischer zu zitieren
"... danke zu sagen - all jenen, die dieses kulturelle Leben in unserer Stadt ausmachen, sich für die Kultur stark machen und engagieren: alleine, im Verbund, im großen Netzwerk und im Ehrenamt. Sie bewegen etwas. Und vor allem: sie bewegen uns – die Politik, die Gesellschaft, das Publikum. Sie halten uns den Spiegel vor, laden ein zu Diskurs und Debatte. Sie nehmen Einfluss auf unsere Stadtgesellschaft, definieren den Zeitgeist."

Und was den Empfang betrifft, sollte er auch der Möglichkeit der Vernetzung  dienen; so hieß es an anderer Stelle.

Ich finde, das alles ist gelungen, und zwar bezüglich beider Teile des Abends: den Preisverleihungen und dem Empfang. Also vielen Dank an die Stadt Regensburg.

Die Preisverleihung

Im ersten Teil des Abends gab es die Preisverleihung im Veranstaltungssaal des marina-forums, dem denkmalgeschützten Gebäude des Schlachthofs.


Montag, 1. Oktober 2018

Die Zollinger-Decke im Schlachthof bzw. Marina Forum



Das denkmalgeschützte Schlachthof-Gebäude ist von 1888; die Gebäudeteile mit der Zollingerdecke entstanden 1927. Das Gebäude wird seit Frühjahr 2018 unter dem Namen  marinaforum als Tagungscenter benutzt. Das besondere an dem denkmalgeschützten Gebäude ist das Zollingerdach.

Architekt Friedrich Zollinger hatte damals diese materialsparende und raffinierte Lamellenbauweise von gewölbten Holzdecken erfunden und patentieren lassen. Daher spricht man von Zollingerdecke oder Zollingerdach, Letzteres ein Begriff, der Einzug in das Internetlexikon von Wikipedia gefunden hat (https://de.wikipedia.org/wiki/Zollingerdach).

Gelegentlich liest man auch  Zollbauweise bzw. Zoll-Lamellen-Bauweise. Es ist eine wirklich raffinierte Konstruktion.



Samstag, 14. April 2018

Steampunk im Marina Forum - sehenswert!

Seit heute morgen können Sie gleichzeitig den renovierten Schlachthof (marina forum) von innen ansehen und das steampunk-Spektakel bestaunen, das es heute und morgen dort gibt (morgen allerdings mit veränderter Aufstellung).

Ich wollte nur mal kurz vorbeisehen, um die restaurierte Zollingerdecke zu fotografieren, blieb dann aber begeistert über 2 Stunden - und gehe nochmals hin. Gehen Sie hin, auch mit Kindern, da gibt es viel zu bestaunen. Sei es unglaubliche Technik-Spielereien (bis hin zu vollwertigen Computern im Retro-Look) oder fantasievollen Kostümen. Und für Kinder gibt es workshops. Denn stemapunk hat viel mit Do-it-yourself zu tun, auch wenn es mittlerweile steampunk-Mode fertig zu kaufen gibt. Aber Kerngedanke ist es, selbst zu konstruieren und zu kreieren.

Wer es nicht kennt: steampunk ist ein Stil in der Art von Jules-Vernes-Filmen, Orson-Wells-Verfilmungen (Zeitmaschine), Liga der unglaublichen Gentlemen oder Wild Wild West.

Die Idee ist: wie würde jemand in 1850 sich die Zukunft ausmalen. Als Retro-Futurismus bezeichnet man es deshalb auch. So entwickelte sich der Stil. Und das ist noch viel faszinierender, wenn man die Sachen nicht nur im Internet, sondern in Echt und in Aktion sieht. Die Hauptattraktionen findet man im Raum rechts ganz hinten.




Mittwoch, 31. Januar 2018

Neues zum marinaforum - dem ehemalige Schlachthof-Gebäude

Das SchlachthofGelände, heute "marina-Quartier" mit dem neuen Veranstaltungszentrum "marinaForum" im Zentrum. Stand: Anfang 2017
Das Tagungs- und Kongresszentrum "marinaforum Regensburg" im Marina Quartier soll 2018 eröffnet werden. Worum geht es?
  • Das Marina-Quartier - das ist das neue Stadtviertel, das auf dem Gelände des Schlachthofs entstand - und immer noch entsteht
    .
  • Und das Tagungszentrum marinaForum entsteht im  zentralen und denkmalgeschützten Gebäude des ehemaligen Schlachthofs. Das Gebäude wird oft auch Zollingerhalle genannt, weil die bemerkenswerte  Holzdeckenkonstruktion auf den Architekten  Zollinger zurück geht.

Spaziergang 06.01.2018 und 03.07.2016
Das Schlachthofgebäude (marinaForum) befindet sich oben und unten jeweils rechts im Bild, in der mittleren Zeile dagegen links (entgegengesetzte Blickrichtung)

Der Regensburger Schlachthof ist ein Industriedenkmal aus dem Jahre 1888 mit vielen architektonischen Highlights, z.B. die sieben Segmentbogentonnen in Zollinger Lamellenbauweise im westlichen Teil.

In den 1990er Jahren wurde der Betrieb eingestellt.

 2011 wurde das Gelände verkauft, die Stadt wollte es (angeblich aus Angst vor den unkalkulierbaren Altlasten) nicht selbst bebauen. Verkauft wurde es an eine Schweizer Firma, und siehe da, kurz darauf wurde es an die bekannte Regensburger Firma "Immobilienzentrum" verkauft (siehe Artikel in regensburg-digital von 2015)

Seitdem wird es bebaut. Viele neue Wohnblöcke sind um das alte Schlachthofgebäuder herum entstanden und sind schon längst bezogen. In der Nordwestecke entstehen gerade die letzten Blöcke. Im November 2016 wurde auch das Schlachthof-Wirtshaus wiederbelebt - jetzt als Hotelgaststätte mit Kneitinger Bier. Man kann gut essen dort.

Parallel dazu wurde und wird das denkmalgeschützte Kerngebäude selbst bebaut -  und soll eben dieses Tagungs- und Kongresszentrum werden. Vor Jahren schimpften Kritiker über diesen Verwendungszweck; sie wollten lieber eine Kulturhalle. Aber vergeblich.

Das Zentrum namens "marinaForum" wird von der Stadt benutzt und verwaltet, und zwar über die Stadt-Tochter "Regensburg Tourismus GmbH" (Abteilung Veranstaltungsmanagement Säle).

Der weiter unten eingebundene Animationsfilm zeigt, wie das künftige Zentrum aussieht.


Ein Teil der Schlachtofhallen, erbaut 1888, mit der besonderen Holzdeckenkonstruktion des Architekten Zollinger
nach der Stillegung und vor der Renovierung (Foto aus 2013)

Als ich vor Jahren die ersten Architektenentwürfe von der renovierten Halle sah, war ich enttäuscht. Die schönen Holzdecken kommen kaum mehr zu Geltung, und irgendwie sind sie mir für Tagungen und Kongresse zu schade. Da hätte ich auch lieber etwas Kulturelles gesehen, oder eine Markthalle.

Aber gemosert ist aus der Sicht eines Außenstehenden leicht - das Ganze muss realisierbar sein, und offenbar bestand tatsächlich ein starker Bedarf an solchen Tagungsorten. Und nur wenn man detailliert alle Fakten und Pros und Contras kennt, kann man Entscheidungen treffen.