Regensburger Tagebuch

Notizen von der nördlichsten Stadt Italiens

Dienstag, 3. August 2021

Finissage im Kunst- und Gewerbeverein - mit Martin Bruno Schmid


Martin Bruno Schmid

Mit der angekündigten Finissage zur Ausstellung "4 Positionen aus der Galerie Schwarz Greifswald" endete die Ausstellung am vergangenen Sonntag, den 1. August 2021. 

Die Finissage bestand aus einer Präsentation des Künstlers Martin Bruno Schmid. Dieser Künstler war bei der Ausstellung mit vertreten, und zwar mit von ihm so genannten"facepeelings" (Magazine mit abgeschliffenem Cover) und Bohrzeichnungen.

Richtig bekannt aber wurde er mit konzeptionellen Werken im Bereich "Kunst am Bau". Und darüber ging der äußerst interessante Vortrag. 

Der Künstler zeigte und erklärte dokumentarisch das "making of" einige seiner Werke. So zum Beispiel die "Vier Tonnen verdrehter Sichtbeton" , an der Hochschule Furtwangen. Ein Werk, das erst durch die Erklärung und Schilderung des Entstehens verständlich und faszinierend wird. Oder die senkrecht durchgesägten Pfeiler im Tübinger Geozentrum. Ferner die goldenen Dübel im Humboldt-Forum. Und  die Beteiligung an der Kirche St. Fidelis, wo er dann aus einem einzigen Steinblock in verschachtelter Weise drei Elemente für die Kirche heraus sägte, nämlich Altar, Ambo und Taufbecken.

Wer die Links verfolgt, wird auf externen Seiten landen, also bei Zeitungsmeldungen. Auf der Webseite des Künstlers findet man Fotos von den Ergebnissen, aber ohne Erklärung des Hintergrunds. Und darum fand ich den Vortrag so hörenswert - ohne ihn würden nur Insider diese Werke kennen und verstehen.



Webseite des Künstlers: http://www.martinbrunoschmid.de/

Profilseite auf der Webseite der Galerie Schwarz: https://galerie-schwarz.de/martin-bruno-schmid/

https://de.wikipedia.org/wiki/Martin_Bruno_Schmid


Ich habe ein paar weitere Links heraus gesucht:

https://www.youtube.com/watch?v=MzggpJo3y78

https://www.youtube.com/watch?v=KLIPHcOmces

https://www.competitionline.com/de/projekte/73225/per/post/199302 (Kirche St. Fidelis)

https://www.ekiba.de/media/download/variant/230950/ (Entwurf für Kirche Waldkirch, in Anlehnung an die Idee in der Kirche St. Fidelis)

youtube.com/watch?v=QdsW12Mkz6w

https://www.stuttgarter-nachrichten.de/inhalt.kunst-im-kuenftigen-tuebinger-geozentrum-kraefte-die-ans-limit-gehen.0507ce2a-3df6-4a00-9d04-9217fc0ac816.html




Montag, 2. August 2021

Cinema Paradiso - open air Kino am Unteren Wöhrd

Cinema Paradiso (Foto aus 2014)

 

Am Grieser Steg gibt es wieder das open air Kino "Cinema Paradiso". Eigentlich schon seit Juli, und das Ganze läuft bis zum 22. August. 

Ich habe Stichproben gemacht: trotz vielfacher Buchungen sind für die künftigen Filme noch Plätze frei. Die kann man schön bequem online buchen, oder einfach nachsehen, wie es mit der Belegung aussieht.

Die nächste Woche dürfte das Kino mit dem wechselhaften Wetter etwas Pech haben, aber danach soll eine schöne, trockene und heiße Woche folgen. Ich hoffe, das hält bis zum 15.08. durch, für diesen Tag habe ich mir nämlich ein Ticket für "Drudenherz" gebucht.

Und wenn nun die Vorstellung kurzfristig abgesagt wird? Erhält man auf gleichem Weg sein Geld zurück, wie man gebucht hat. Das lese ich auf der Seite "Stattfindometer": https://cinemaparadiso-regensburg.de/stattfindometer/

Das Programm selbst sieht man hier: https://cinemaparadiso-regensburg.de/programmuebersicht/





Sonntag, 1. August 2021

PrinzLeoKultur - Eindrücke vom Eröffnungstag

Am Freitag den 16.07.2021 hat der Verein "Kulturviertel Regensburg" das Zwischennutzungsgelände eröffnet. Für mich war es ein schöner Abend mit interessanter Musik, Kunst und mit vielen schönen Gesprächen bis in die Nacht. 

Ich habe Fotos vom Freitag in diesem Video zusammen gefasst: 

https://www.youtube.com/watch?v=PUlS5AAhjPM

Was ich ansonsten gelernt habe: die vorherige Online-Buchung könnte - speziell bei kostenlosen Veranstaltungen -  zum  Desaster werden. 

Ich fand die Idee zuerst hervorragend: damit erspart man sich lästige Formalitäten am Eingang und man hat eine Mengenkontrolle. Aber am Freitag sah ich die Auswirkungen: Nur ganz wenig echte Besucher waren - neben den Veranstaltern und Ausstellern - am Gelände. 100 waren behördlicherseits erlaubt, als ich um 17.30 kam (zu Beginn des Abends) waren zwei Handvoll da. Trotzdem wurden schon um diese Uhrzeit am Eingang die  eintrittswilligen Spontanbesucher abgeblockt. Erst müssen ein paar Leute raus gehen, hieß es. Aber drinnen waren nur wenige von den 100 erlaubten Besuchern, die über ok-Ticket gebucht hatten.

Warum? Einige dürften ihre Pläne geändert haben und machten was anderes (ist ja kostenlos, da kann man mal vorsorglich buchen), andere dürften erst Stunden später gekommen sein. Der Abend ging ja von 17.00 Uhr bis 22.00 Uhr.

Und so spielten die beiden sowohl Singer-Songwriter Tim Bleil als auch später die Berliner Künstlerin mit Regensburger Wurzeln, Riva Leon, vor fast leeren Stühlen. Gut, es gab außen herum sitzende oder stehende Gruppen, die sicherlich die Musik als Hintergrund genossen haben,  aber das hätte so nicht sein dürfen. Wie gesagt: von den hundert erlaubten Besuchern (und diese 100 Tickets waren gemäß Webseite ausgebucht) war jeweils sehr wenig zu sehen. Schade um die Künstler.

Bessere Methode für kostenlose Veranstaltungen: online nichts anbieten, einfach die ersten 100 Leute rein lassen - die müssen halt Zettel ausfüllen, was soll's. Wenn dann die hundert voll sind, muss erst wieder jemand rausgehen, damit andere reinkommen. Da sich die Besucher auf den Tag verteilen, dürfte es eigentlich auch bei dreihundert Besuchern nie zu einem Limit kommen. Das hätte funktioniert.

Am Samstag war es übrigens noch schlimmer. Auch da gab es behördlicherseits Beschränkungen, und auch da wurde auf die Online-Buchung verwiesen. Es gab sogar drei Zeitabschnitte. Der erste Abschnitt war schon ausgebucht, als ich am Tag vorher buchen wollte (für Samstag hatte ich nämlich noch nicht gebucht). Also bin ich da auch gar nicht erst hin. Die ausstellenden Künstler erzählten mir aber, dass eine hervorragende tschechische Band vor komplett leeren Stuhlreihen spielen musste. Und auch auf dem Platz daneben war auch so gut wie niemand. Und auch in den Ausstellungsräumen waren nur wenig Besucher.

Kunstverein GRAZ hat die neuen Räume in der Oberen Bachgasse eröffnet

Der Kunstverein GRAZ eröffnete am 31.07. die neuen Räume in der Oberen Bachgasse

von links: Nicola Sommer, Vinc Pollak, Jörg Haala, Barbara Wimmer-Bulin, Renate Christin, Barbara Gaukler


Fast drei Jahre lang suchte der Kunstverein GRAZ nachneuen Räumen, nachdem er 2018 das herrliche und urige Mietobjekt in der Schäffnerstraße verlassen musste. Inzwischen hat er neue Räume gefunden, nämlich mitten in der Altstadt, in der Oberen Bachgasse 19. Dort war früher der wunderbare Papierladen "Schau-Hi", der zum Neupfarrplatz umgezogen ist. Das Haus steht aber vor der Sanierung - die aktuelle Mietsituation ist also wieder nur eine Zwischennutzung, und zwar für eineinhalb Jahre.

Jörg Haala, der 1. Vorstand des Vereins, stellte die Räume am gestrigen, belebten Samstag nachmittag vor: zwei-einhalb Räume für Ausstellungen, und hinten ein Gemeinschaftsatelier. Dort druckte Vinc Pollak T-Shirts. 

Die Ausstellungsräume sind noch leer. Anlässlich der "Eröffnung" gab und gibt es aber zwei Schaufensterausstellungen.

Barbara Gaukler gestaltete das rechte Schaufenster mit einer "Tütenaktion". Die Papiertüten sollen an den herrlichen Laden "Schauhi" von Christine Kindermann erinnern.

Vinc Pollak übernahm das linke Schaufenster und bestückte es unter dem Titel "Ein Stück Kunstverein" mit Holzobjekten.

Gemäß Webseite soll es Mitte August bereits die erste Ausstellung geben: "Träumen Mutationen", Skulpturen und Grafik von Traudl Platschek (München) und Georg Kleber (Rehling), kuratiert von Barbara Gaukler. Vernissage ist am Freitag den 13.8. um 19.00 Uhr mit einer Live-Performance

Webseite: https://kunstvereingraz.de/verein/

Vernissage im Luftmuseum Amberg

Vernissage am Eingang des Luftmuseums; 30.07.21

Das Wunderbare an Kunst-Events ist, dass man nicht nur immer wieder mit interessanter Kunst überrascht wird, sondern auch sympathische Leute kennen lernt - seien es Künstler selbst, Besucher oder Galeristen. Inklusive Kunstmuseumsbetreiber.

Das hat sich vor zwei Tagen im Amberg bestätigt. Dort wollte ich eigentlich nur mal das "Luftmuseum" besuchen, von dem mir schon seit zwei Jahrzehnten so viele Bekannte vorschwärmen. 

Nach einer Autopanne, bei der ich bei Sommerhitze eineinhalb Stunden auf den Pannendienst warten musste, kam ich um etwa 17 Uhr schnaufend in Amberg im Museum an. Wohl wissend, dass ich nur noch eine Stunde offizielle Besuchszeit habe, aber ich wollte das nun mal durchziehen. 

Der Kassier beruhigte mich: heute sei eine Vernissage um 19.00 Uhr, deshalb könne ich mir Zeit lassen. Welch angenehme Überraschung.

Tatsächlich wurden am späteren Abend  mit der Vernissage gleichzeitig drei neue Sonderausstellungen eröffnet:

Stefan Stock - Motion of the Air  (bis 24.10.2021)

Iskender Yediler  - YedilAIR (bis 24.10.2021)

Flora Lottner - Lüftlmalerei zwischen Heimatkunst und Kitsch 

Einige Räume waren wegen der letzten Vorbereitungen noch gesperrt, als ich das Museum besichtigte. Wegen dieser Einschränkung benötigte ich zunächst nur eine dreiviertel Stunde für den Rundgang in den drei Etagen, aber bereits da wusste ich, dass sich der Ausflug gelohnt hatte. 

Dann ging ich essen, und zwar in der wunderbaren Gaststätte nebenan, wo ich eine üppige und leckere Speise erhielt, und spazierte dann wieder rüber zum Eingang, wo sich langsam Besucher und Journalisten versammelten.