Regensburger Tagebuch

Notizen von der nördlichsten Stadt Italiens

Dienstag, 11. Februar 2014

Die Merkwürdigkeiten der Kreishauptstadt Regensburg

Als ich auf dieses alte Buch stieß, war ich überrascht: da waren Stiche mit Ansichten von Regensburg, die ich noch nicht kannte.





Das Buch stammt aus demJahre 1844 und lautet "Die Merkwürdigkeiten der könglich bayerischen Kreishauptstadt Regensburg" von A. Müller. Man findet es kostenlos zum Lesen oder zum Download auf google-books. Ich habe die PDF-Variante heruntergeladen und die vier Grafiken extrahiert. Alle Grafiken zeigen die Stadt von der Donau aus: die Dreifaltigkeitskirche, den oberen Wöhrd, Stadtamhof und ein Bild von flußabwärts auf Höhe des IT-Speichers oder des Bayernhafens.





Von einem der Bilder habe ich versucht, mittels GoogleEarth den Standpunkt des Betrachters zu finden. Was die anderen Bilder betrifft, hatte ich keine Zeit dazu, aber vielleicht wäre das eine Aufgabe für den computerversierten Leser.









Versuch der Rekonstruktion des Standorts des Betrachters zu obigem Bild:




Blick von der Thundorfer Straße oder dem Beschlächt rüber zu Stadtamhof, im Hintergrund die Dreifaltigkeitskapelle auf dem Dreifaltigkeitsberg. Links die Steinerne Brücke. Der Nordturm der Brücke und die Grenzanlagen sind 1809 zerstört worden und wurden nicht mehr rekonstruiert.

Blick von Pfaffenstein aus nach Regensburg.


Blick vom heutigen Bayerhafen aus nach Westen mit Blick zur Stadt, die damals noch bei der Ostbastei (später königliche Villa und Villapark) begann. Man sieht die  Brücke zum Unteren Wöhrd und dahinter die Steinerne Brücke.

Natürlich ist auch der Text interessant. Es schildert die Stadt im Jahre 1844. Das Maximilianthor war brandneu und erst nach der Erstürmung durch Napoleon im Jahre 1809 durch die Stadtmauer gebrochen worden (damals noch wirklich als "Tor" am Ende der ebenso neuen Maximilianstraße.). Die Klosteranlage Obermünster war noch vollständig, sie wurde erst 1944 weitgehend zerstört. Und für mich persönlich immer wieder faszinierend ist die soziale Versorgung durch Spitale, Armenhäuser und ähnlichen Institutionen im alten Regensburg.






Warum überhaupt der seltsame Buchtitel. Regensburg war doch freie Reichsstadt!? Nun ja, 1844 nicht mehr. 1810 fiel Regensburg zu Bayern und war somit nur noch eine bayerische Kreishauptstadt.




Auf digitale-sammlungen.de

http://bavarica.digitale-sammlungen.de/de/fs1/object/display/bsb10384006_00001.html?prox=true&ngram=true&context=untere+woerth&hl=scan&mode=simple&fulltext=untere+woerth

Auf google-books:

Die Merkwürdigkeiten der königlich-bayerischen Kreishauptstadt Regensburg: mit Stahlstichen (Google eBook)





Adalbert Müller


1844