Regensburger Tagebuch

Notizen von der nördlichsten Stadt Italiens

Freitag, 5. Juli 2024

OpenAir-Filmnacht in Regenstauf am 12. Juli 2024

Open-Air-Filmnacht 2015


Auch dieses Jahr gibt es wieder eine Filmnacht im Thomas-Wiser-Haus, "Romantische Filmnacht" genannt. Wenn das Wetter gut ist, wird es eine Open-Air-Kinoveranstaltung, ansonsten wird in das Gebäude ausgewichen.

Gezeigt wird wieder ein Film mit Herz und Humor, eine Verfilmung einer Autobiografie, die Aufsehen erregte.






Termin ist der 12. Juli 2024. 

Wie immer ist der Eintritt für den Kinobesuch frei (Spenden erbeten). Wer will, kann beim Eingang ein All-you-can-eat-Buffet für 12 Euro buchen. Eintritt ab 18 Uhr, Filmbeginn bei Eintritt der Dunkelheit.


Ort: der Freibadbereich im unteren Teil des Thomas-Wiser-Geländes (siehe nachfolgenden Plan). 


Mittwoch, 3. Juli 2024

Nachlese zum gelungenen Gassenfest 2024



Das diesjährige Gassenfest der sozialen Initiativen ist vorbei. Ich möchte hier nicht - wie in früheren Jahren -  die üblichen stimmungsvollen Fotos abdrucken (ich habe im Gegenteil nur simple Handy-Fotos mit dokumentatorischen Charakter), sondern darauf eingehen, wie das neue Konzept auf mich wirkte.

Zunächst für diejenigen, die noch nicht den Hintergrund kennen: der Verein Soziale Initiativen e.V. ist ein Dachverband für die sozialen Initiativen in Regensburg und existiert seit 1974; geleitet von Reinhard Kellner. Seit 2005 veranstaltet der Verein so genannte "Gassenfeste", anfangs in der Altstadt, später in der Ostengasse (daher der ab dann verwendete Name Ostengassenfest), und das Fest fand in der Regel alle zwei Jahre statt. 

Bei den letzten Malen wurden auch Gebiete an der Donau einbezogen (Brüchnergelände, das Gebiet vor dem Pulverturm).

Das neue Konzept

Diesmal hat man auf die Ostengasse ganz verzichtet und ist auf das Donauufer und den Sportplatz ausgewichen. Denn Kosten und Aufwand für die dreitägige Sperrung war den Veranstaltern zu hoch. Das Festname wurde wieder mal angepasst und zwar in "Gassenfest an der Donau". 

Es verteilte sich auf die drei Areale an der Donau: das Areal vor dem Museum, wo der Biomarkt stattfindet (so genannte Donauterassen und in Zusammenhang mit dem Gassenfest Neuland), die Donaulände (das restliche Gebiet von Museum bis zum Pulverturm kurz vor der Königlichen Villa) und der AAG-Sportplatz, der eigentlich auch bisher mit dabei war und hauptsächlich den Kindern und Jugendlichen gewidmet war.

Die Organisatoren

Organisatoren waren:
  • für die Donauterassen beim Museum Daniel Frost vom Freitags-Biomarkt in Zusammenarbeit mit dem Ghost-Town-Radio; dort gab es auch eine der drei Bühnen
  • die Donaulände organisierte die Sozialen Inititativen selbst (unter Leitung von Kellner); auch hier gab es eine Bühne
  • das AAG-Gelände managte sourverän Sabine Watzlawik mit ihrer Organisation "AktionKulturSozial" (sowohl die gemeinnüztige GmbH als auch der Förderverein). Natürlich gab es auch hier eine Bühne.

Mein Resumee

Wie ich in der Blogüberschrift schon verraten habe: ich fand das Gassenfest 2024 gelungen. Es erfüllte seinen Hauptzweck, wonach sich die Organisationen vorstellen können und es lieferte eine schöne Atmosphäre, im AAG-Bereich auch sehr viel Mitmachmöglichkeiten.

Gut, aus Fotografensicht gab es nicht die genialen Fotos, die man bei Sonnenuntergang in der Ostengasse machen kann. Aber dafür ist das Fest nicht da. Und die Atmosphäre an der Donaulände in der Stunde, in der die Sonne tief steht und diesen Bereich aushellt, ist für die Besucher wunderbar.

Im ersten Moment wirkte das Fest auf mich kleiner als in der Ostengasse. Aber das täuschte, und zwar gewaltig: die vielen Stände und Zelte verteilten sich viel stärker auf den Arealen an Donau. In Wirklichkeit waren sehr viele Organisationen vertretem, und es gab ein sehr umfangreiches Programm an Veranstaltungen und Mitmachaktionen. 

Die Liste der Mitmacher habe ich - aus dokumentatorischen Gründen- am Ende des Blogartikels eingebunden, man kann sie auch auf der Homepage der Sozialen Initiativen nachlesen (und zwar hier)

Die Kooperation mit dem Bio-Markt

Verwirrend war für mich anfangs, dass sich im Bereich der "Donauterassen" beim Museum die Stände der sozialen Organisationen mit den Ständen des Biomarktes vermischten - die eigentlich gewerblich sind, wenn auch natürlich "sympathisch-gewerblich". Wer hier landete, wusste zuerst nicht "habe ich jetzt das Gassenfest verlassen und bin beim Bio-Markt, der sich am Rande angeschlossen und die Öffnungszeit verlängert hat?" Erst bei näherem Hinsehen sieht man dann, dass sich Stände der Sozialen Initiativen dazwischen befinden und man kam zögerlich zum Schluss: "das gehört wohl doch noch zum Gassenfest".

Und die sozialen Stände dort profitierten durchaus von dem Gemengelage. So war Dr. Morsbach von den Altstadtfreunden sehr zufrieden von der Örtlichkeit neben dem Museum, da es sehr viel Publikumskontakt gab.

Die Kooperation mit dem Biomarkt ist insgesamt wohl eine akzeptable Zusammenarbeit, dachte ich beim letzten Spaziergang am Sonntag - und hörte dann im Hintergrund eine Sprecherin der Sozialen Initiativen, die auf der Bühne an der Donaulände darauf hinwies: keiner der Standbetreiber hier verdient etwas, alle arbeiten ehrenamtlich. Das stimmt dann natürlich nicht so ganz, schmunzelte ich vor mich hin. Andererseits: auch in den früheren Ostengassenfesten haben gewerbliche Gastronomen mit teil genommen, also gab es schon immer diese Mischung von ehrenamtlich und kommerziell. Das ist in Ordnung. Massen an Besuchern müssen versorgt werden - die bekommen Hunger und Durst und das alles können die Sozialen nicht alleine abdecken.  Ich musste mich dreimal anstellen, um einen Kaffee beim "Kreuzbund" zu erhalten. Der war immer schnell alle. Aber ich wollte diese geniale Organisation unterstützen. Also gab es extra-Trinkgeld und nicht den angebotenen reduzierten Preis, "weil Sie so lange warten mussten".

Das AAG-Gelände

Was mich besonders begeistert hat, war der AAG-Sportplatzbereich. Hier entdeckte ich dann auch zum ersten mal die Organisation "AktionKulturSozial" die mit Kindern an einer Friedenssäule bastelten. Leiterin ist Sabine Watzlawik, von der wir Regensburger schon öfters in der Zeitung gelesen haben, und  eine treibende Kraft der Organisation ist unter anderem Stephanie Zuber. Die kannte ich von früher, und sie sprach mich an und erklärte mir die Aktion und vor allem die Organisation.

Hinter dem unscheinbaren Namen steckt im Kern die Idee, Kindern das Thema Archäologie und Geschichte näher zu bringen. Mittlerweile haben sich so viele anderere Freiwillige angeschlossen, dass es nicht nur um Geschichte alleine geht. Sondern um Kultur. Aber die Archäologie ist das Hauptthema. So gibt es auch für Schulen oder Kinderfeste lehrreiche Konzepte, zum Beispiel die Ausgrabungs-Box. Mit der können die Kinder lernen, worauf bei Ausgrabungen zu achten ist (siehe https://aktionkultursozial.de/, dort "Archäologie in der Box". Ich kann diesen Abschnitt leider nicht direkt verlinken)

Was die Friedenssäule-Aktion betrifft: Vorbild ist die Marc-Aurel-Säule in Rom. Die Kinder konnten mit Modelliermasse Friedenssymbole gestalten. Die werden spiralförmig an der Säule befestigt und bemalt. Die Friedenssäule soll im Anschluss im Foyer des Historischen Museums ausgestellt werden und im kommenden Jahr für ein guten Zweck versteigert werden. Hierzu folgt ein gesonderter Artikel von mir.

Sabine Watzlawik hat mir ihren Helfern schon so einige aufsehenerregende Aktionen organisiert. So hatten sie und ihre Helfer die Idee, nach dem Keltenschatz-Raub zusammen mit Kindern die Münzen des Keltenschatzes zu imitieren. Sogar das Vergolden durften die Kinder lernen. Der Schatz wurde dann dem Manchinger Museum geschenkt (siehe https://www.br.de/nachrichten/bayern/trost-aus-regensburg-goldschatz-aus-knete-fuer-keltenmuseum,TlgeknT)

Das Wetter? Naja, der Freitag abend war verregnet und für die Katz. So einige Standbetreiber gingen frierend nach Hause - weit früher als gedacht. Aber Samstag und Sonntag herrschte wunderbares Wetter, und es gab schöne Sonnenuntergänge.  

Am Sonntagabend führte ich dann noch interessante Gespräche über die Stadtentwicklung beim Stand der Altstadtfreunde. Ich wollte noch schnell ein Foto machen, bevor der Stand abgebaut wird, und da kam auch noch die Oberbürgermeisterin vorbei. Die musste dann natürlich auch mit drauf.

Ich blieb noch länger und hörte mir das wunderschöne Konzert an der Donaulände an, bevor ich nach Hause fuhr.
 

Ausstellung - Der Stadtnorden nach der Eingemeindung 1924 - ab 8.Juli 2024

Anlässlich des Jubiläums "100 Jahre Eingemeindung der nördlichen Stadtteile" kündigt das DEZ eine Fotoausstellung an, die der Verein "Kultur am Regen" kuratiert:

Der Stadtnorden nach der Eingemeindung 1924
08.07.2024 bis 20.07.2024
Vernissage am 8. Juli um 17 Uhr (vor Drogerie Müller)

Donaueinkaufszentrum

Alte Fotos von Regensburg sind natürlich immer interessant. Aber Fotos von Stadtteilen wie Reinhausen, Steinweg, Sallern etcetera sind eher selten zu sehen. Insofern erhoffe ich mir von der Ausstellung einige mir noch unbekannte Bilder.

Hintergrund der Ausstellung ist ein Jubiläum. Denn ein historischer Meilenstein jährt sich zum einhundertsten Mal: Am 1. April 1924 wurden Stadtamhof, Steinweg, Reinhausen, Sallern, Weichs, Schwabelweis sowie Ober- und Niederwinzer eingemeindet. Auch die heutigen Stadtteile Brandlberg-Keilberg und Konradsiedlung-Wutzlhofen entstanden in Folge dessen auf städtischem Grund. Regensburg wurde auf einen Schlag zur „Großstadt“!

Zentrale Dokumente zu diesem Ereignis sind die jeweiligen Eingemeindungsverträge, die zeigen welche Punkte im Einzelnen geregelt werden mussten. Die Vertragstexte, die im Stadtarchiv überliefert sind, können Sie hier einsehen: https://www.regensburg.de/rathaus/aemteruebersicht/kulturreferat/amt-fuer-kulturelles-erbe/100-jahre-stadterweiterung

Auf dieser Seite befinden sich auch Veranstaltungshinweise, bei denen aber die obige Fotoausstellung nicht dabei ist.

Dienstag, 2. Juli 2024

Papierkunst-Triennale in Deggendorf - noch bis 6.10.24

Ein Artikel in der Zeitschrift "lichtung" hat mich auf eine sehr interessante Papierkunstausstellung aufmerksam gemacht, an der Künstler aus aller Welt teilnehmen.  Diese Triennale präsentiert mit ungewöhnlichen Papier-Objekten die schönsten Seiten eines alltäglich wirkenden Materials.


Papier Global Paper 6
Papierkunst-Triennale in
Stadtmuseum und Handwerksmuseum Deggendorf
49 Künstler aus 20 Ländern

12.05. - 06.10.2024

Kompletter Flyer siehe hier



Bereits zum sechsten Mal werden die Museen der Stadt Deggendorf zum Zentrum internationaler Papierkunst. Den Rahmen für Papier Global 6 bieten das Handwerksmuseum und die Stadtgalerie im Stadtmuseum, die insgesamt 400 qm ausschließlich der Papierkunst widmen.

Auf die Ausschreibung für die Ausstellung „Papier Global 6“ hin hatten sich rund 530 Kreative aus aller Welt beworben. 49 Künstler wurden von der Jury ausgewählt. Sie kommen aus 20 Ländern bis hin zu Südkorea, Australien, USA, Mexiko oder Japan.

Die Ausstellung zeigt die unterschiedlichsten Formen zeitgenössischer Papierkunst, die Papier als Medium einer eigenständigen Kunstsprache zum Ausdruck bringen. Die Teilnehmenden verarbeiten die unterschiedlichsten  Papierarten von Polymerpapier über handgeschöpfte Papiere, Papierpulpe, Industriepapier bis hin zu recycelten Papieren aus dem Alltagsgebrauch. 

Die ausgewählten Arbeiten zeigen eine große Vielfalt der Techniken von Faltungen, gewebten Arbeiten über Papierschnitt bis hin zu Mixed Media. Auch die Themen, mit denen sich die Papierkünstler auseinandersetzen, sind vielfältig. Neben freien Arbeiten stehen der Klimawandel, Nachhaltigkeit, die Zerstörung der Natur, das Insektensterben, Migration sowie persönliche Geschichten und Schicksale im Fokus.

Zur Ausstellung erscheint ein reich bebilderter Katalog in deutscher und englischer Sprache.


Künstler bei Papier Global 6

Josefien Alkema (NL), Jacobo Alonso (MX), Sally Baldwin (IQ/GB), Ilka Bauer (DE/CA), Paola Bazz (IT), Anna Maria Bellmann (DE), Roswitha Berger-Gentsch (DE), Anna Bludau-Hary (DE), Anna van Bohemen (NL), Christian Born (DE), Angelika Brackrock (DE), Helen Efe Doghor-Hötter (NG/DE), Christiane Dreyer (DE), Loretta Faveri (CA), Helmut Frerick (DE), Heiko Elias Friedrich (DE), Alexandra Fromm (DE), Marianne Goldbach (DE), Anja-Katrin Grimm (DE), Bastian Hoff mann (DE), Pia Höhfeld (DE), Kato Kaori (JP), Suyoung Kim (KR/DE), Sabine Köhl (DE), Wolfgang Kowar (DE), Tina Kraus (DE), Hélène Lacquement (FR), Mariella Maier (DE), Drew Matott
(US/DE), Michaela Menzel (DE), Harald Metzler (AT), Frank Nordiek (DE), Christine Ott (DE), Dongsam Park (KR), Karen Perry (MX), Aleksandra Pietrzak-Pieczyńska (PL), Kirstin Rabe (DE), Elysha Rei (SA/AU), Priska Riedl (AT), Anne Rudanovski (EE), Uli Schmid (DE), May Lucy Süess (CH), Lia Tietz-Muñoz (DE), Akiko Tomikawa (JP/DE), Helene Tschacher (DE), Michael Velliquette (US), Jen Weissenbacher (DE), Marina Witte Mann (RU/DE), Xiaoxue Xu (CN/AT)



https://stadtmuseum.deggendorf.de/veranstaltungen/event/papier-global-6

https://stadtmuseum.deggendorf.de/media/Papier-Global-Paper-6-Folder-Web.pdf





Montag, 1. Juli 2024

Regensburger Tagebuch vor 10 Jahren - Juli 2014

Auch der 10-Jahres-Rückblick zum Juli zeigt wieder interessante Entwicklungen in Regensburg.

 Übrigens: die zitierten Artikel über die Straßenbahn betrafen ausschließlich die historische Straßenbahn, und haben nichts mit dem kürzlich gestorbenen Stadtbahnprojekt zu tun.


Juli 2014. Kater Fritzi, wie er leibte und lebte


 Artikel, die im Juli 2014 im Tagebuch erschienen:

Die Rückblicke der anderen Monate findet ihr in der Rubrikenliste unter der Rubrik "Zeitsprung"