Regensburger Tagebuch

Notizen von der nördlichsten Stadt Italiens

Montag, 29. März 2010

Neustart der Cafe-Bar Palletti im Jubiläumsjahr 2010

Regensburg, 29. März 2010

Im Palletti wird seit Tagen gründlich renoviert. Vielleicht kann man auch von einem Umbau sprechen, doch am Gesamteindruck des Gastraums ändert sich wenig. Für uns Stammgäste bleibt es die kultige Cafe-Bar mit Nachtbetrieb.

Hinter den Arbeiten steckt jedoch mehr als nur eine Renovierung. Denn mitten im 25. Jubiläumsjahr gibt es im Palletti einen Inhaberwechsel. Bisher wurde das Palletti von der Namenlos GmbH unter der Leitung von Neli Färber geführt (bzw. verpachtet); künftig soll eine Dreier-GbR das Lokal übernehmen. 

Anfang März war ein Aufschrei durch Regensburgs Szene gegangen. Das Regensburger "Palletti"  war plötzlich zu. Schnell kursierte die Nachricht: der Pächter sei ohne Vorwarnung untergetaucht und habe das Lokal zugesperrt. Laut einem Bericht der Mittelbayerischen Zeitung hatte er per SMS die Verpächterin (die "Namenlos GmbH") informiert und war dann verschwunden.

Das Bibbern ging los. Ist jetzt das Palletti auch in Gefahr? Eines der ersten und immer noch eines der schönsten Cafe-Bars in Regensburg. Dort, wo "man" sich trifft, alt und jung? Ist es denn nicht schlimm genug, dass man uns die Cafe-Bar in der Gesandtensraße nehmen will? Vor ein paar Wochen was dies nämlich eine weitere Schreckensmeldung, denn der Mietvertrag dort läuft aus und wird vom Vermieter nicht verlängert. Müssen wir, die schon älteren Semester der Regensburger Szene, neue Treffpunkte  suchen?

Nun steht fest, dass das Lokal weiter geführt wird. Der Name bleibt ebenso erhalten wie der charakteristische Einrichtungsstil – und natürlich auch die Theke italienischer Art.

Und durch den enormen Einsatz der Mitarbeiter konnte der Wiedereröffnungstermin - ursprünglich auf 1. April geplant - um ein paar Tage vorverlegt werden. Die tatsächliche Eröffnung fand am 25.03.2010 statt und wurde durch Mund-zu-Mund-Propaganda verbreitet.

Die Fortführung im alten Stil freut mich sehr. Denn die Eröffnung dieses Lokals im Jahr 1985 war ein Glücksfall für uns Regensburger. Der italienisch geprägte Stil und das Angebot haben sich als zeitlos erwiesen, und das Palletti hat sich mit seinem Angebot und seiner bunt gemischten Stammkundschaft zu einem echten Kultlokal entwickelt. Es wäre schade gewesen, wenn das Palletti einem neuen Lokal hätte weichen müssen.

Für Nicht-Regensburger: die Bar befindet sich etwas versteckt in der so genannten Pustet-Passage. Diese Einkaufspassage entstand ungefähr 1957 beim Umbau des Gebäudekomplexes der Traditionsfirma Pustet und war im beschaulichen Regensburg ein Highlight, wie mir meine Eltern bestätigten. In den Siebzigern war es zu einem reinen Durchgang verkommen und wurde als öde angesehen. Dann kam 1985 die Wiederbelebung, zuerst durch das Lokal Palletti, dann durch die legendäre Disco "Scala" und das ebenso legendäre Cafe "Metropol".  Die Passage entwickelte sich zu einem Treffpunkt der Regensburger Szene, und das hat sich bis heute nicht geändert, auch wenn das Metropol vor Jahren weggezogen ist.


Bilder vom 25. März.2010

Letzte Renovierungsarbeiten im Palletti - abends muss alles fertig sein


Der Innenraum steht schon




Der Name bleibt. Für uns Stammkunden scheint sich nichts zu ändern










Am gleichen Abend geht der Betrieb los:




Ältere Fotos:







Die Pustetpassage - der Hit bei Einführung 1957, in Vergessenheit geraten in den 70ern, durch Palletti und Metropol wiederbelebt in den 80ern.

Und gegenüber das GAFFEL




Hinweis: Diesen verloren geglaubten Artikel aus dem Jahre 2010 konnte ich im Juli 2026 erfolgreich wieder herstellen. 



Montag, 8. März 2010

Tone Schmid und Jürgen Huber: esse nicht den gelben Schnee

Artikel rekonstruiert und neu veröffentlicht im Februar 2016


Ausstellungseröffnung zu "... esse nicht den gelben Schnee ..."

Künstler:


  • Tone Schmid, Skulptur und Installation,

  • Jürgen Huber, grobe Malerei




Dienstag, 12. Januar 2010

Eis am Regendorfer Wehr

6.2.2009 Eislandschaft am Regendorfer Wehr
6.2.2009 Eislandschaft am Regendorfer Wehr

Freitag, 25. Dezember 2009

Frohe Weihnacht 2009, liebes Regensburg

25. Dezember 2009 - ein Blick vom Dechbettener Weinberg auf die nächtliche Stadtkulisse






Mittwoch, 9. Dezember 2009

Andrea Rössler auf Afrika-Reise

Ein Tipp für alle Afrika-Fans, nicht nur aus unserer Stadt: Lesen Sie doch mal die aktuellen Reiseberichte über ihre Afrika-Reise von Andrea Rössler auf ihrer Homepage "roessler-andrea.de". Andrea Rössler ist Regensburgerin, war jahrelang bei Travel Overland tätig, und ist derzeit auf einem Acht-Monate-Trip in Afrika unterwegs. Derart große Reisen machte die Globetrotterin Andrea Rössler schon seit ihrer Jugend.

Über diese Reisen macht sie auch Dia-Vorträge - zwölf an der Zahl inzwischen. Einige dieser sehr lebendigen Veranstaltungen habe ich selbst mit erlebt, und ich konnte und kann sie ohne schlechtes Gewissen weiterempfehlen.


Auf ihrer derzeitigen Reise sendet sie regelmäßig eine email an alle Freunde und Interessierten mit dem neuesten Erlebten. Ihr Lebenspartner, der Kunsthistoriker Werner Mayer (siehe Eintrag im Mai 2009 Inschriften im Regensburger Domkreuzgang), stellt die Berichte provisorisch in die Homepage ein. Bilder fehlen, diese werden erst nach Abschluss der Reise hinzu kommen. Das liegt nicht nur daran, dass die Aufbereitung von Bildern für eine Webseite sehr zeitintensiv ist, sondern auch daran, dass die Übermittlung der Bilddateien nicht einfach wäre.

Die Homepage wiederum, so war es vorgesehen, sollte ich in Zusammenarbeit mit Andrea technisch realisieren. Wegen der Reisevorbereitungen im letzten Jahr war es terminlich nicht möglich, die Entwürfe zu realisieren. Das Entscheidende hier sind nämlich die Texte über die bisherigen Reisen und vor allem die Bildergalerien; beides konnte von Andrea nicht mehr vorbereitet werden. Damit zumindest die aktuellen Tagebuchberichte aus Afrika eingestellt werden können, haben wir die Webseite nur im Grundgerüst mit Minimalausstattung erstellt. Dort könnt Ihr zumindest schon mal die Afrika-Berichte lesen und, wenn Andrea im Mai 2010 zurückkommt, auf einen weiteren Ausbau der Webseite hoffen.


Übrigens: die unter Globtrottern bekannte (und legendäre) Firma Travel Overland, von der es auch eine Filiale in der Bachgasse in Regensburg gab,  wurde im Jahre 2005 von der Otto Freizeit und Touristik Gmb übernommen, ebenso wie travelchannel.de und flug.de (siehe Pressemitteilung auf openpr.de). Die Filiale in Regensburg mutierte in der Zeit danach zu einem gewöhnlichen Reisebüro, in der vorrangig Pauschalreisen vermittelt wurden - was genau das Gegenteil von dem ist, was Travel Overland von Anfang an war und sein sollte. Ich hatte die Entwicklung dieser Institution von Anfang an mitverfolgt und war über das Ende sehr traurig. Insofern war die Schließung der Regensburger Filiale im letzten Jahr fast schon wieder eine Erlösung für alle T-O-Kunden und Mitarbeiter, und machte Andrea Rössler den Weg frei für eine weitere Expedition, diesmal nach Afrika.

Die ungefähre Reiseroute der Afrika-Reise: Kenia, Uganda, Ruanda, Tansania, Sambia, Botswana, Namibia (derzeitiger Aufenthaltsort), Angola, Kongo (Congo), Gabun, Kamerun, Nigeria, Niger.




Zu Andrea Rössler: Andrea schreibt über sich auf ihrer Homepage:

Als ich zwölf war, wusste ich, dass ich nach Timbuktu will und nach Machu Picchu. Also habe ich nach dem Abitur voll Hoffnung eine Ausbildung als Reiseverkehrskauffrau gemacht, sinnigerweise in einem Busreisebüro, in dem hauptsächlich Senioren Fahrten in die benachbarten Bäder gebucht haben. Echt spannend! 

Nach dem Studium der Grundschulpädagogik und dem anschließendem Referendariat, eine Zeit, in der man weder in den Semester- als auch den Schulferien wirklich vernünftig verreisen konnte, kam die Lehrerschwemme. So bin ich doch wieder im Reisebüro gelandet, und auf einmal hat die Arbeit wirklich Spass gemacht.



Inzwischen hatte ich auch den Bogen raus, wie man es schafft, sich Freiräume für mehrmonatige Reisen zu schaffen. Hier ein halbes Jahr Mittel- und Südamerika (inklusive Machu Picchu), da drei Monate Indien, und als Highlight die neunmonatige Marco Polo Tour von Jordanien über Syrien, Iran, Pakistan, Afghanistan, Tibet, China, Kasachstan, Usbekistan schweren Herzens wieder zurück.


Dann habe ich Afrika entdeckt, und zwar an seiner breitesten Stelle! Sieben Monate von Marokko, Mauretanien, Senegal, Mali (Timbuktu!!!), Niger, Tschad und Sudan nach Äthiopien. Ein unvergleichliches Erlebnis.


Aus meinen x-tausenden Bildern habe ich inzwischen zwölf Reise-Vorträge zusammengestellt, mit denen ich in verschiedenen Städten unterwegs bin, aber leider nur sporadisch. Denn momentan ruft wieder Afrika, von Kenia aus um den Viktoriasee, dann in Richtung Namibia, aber es rufen wahrscheinlich auch beide Kongos (im Duett!) und Angola und vielleicht auch ein bisschen Nigeria, mal schaun.


Quelle: www.roessler-andrea.de/ueber-mich