Regensburger Tagebuch

Notizen von der nördlichsten Stadt Italiens

Samstag, 15. Oktober 2016

Eine historische Verwechslung - Regensburg und Straubing

Es tauchte bei meinen Internet-Recherchen immer wieder auf: ein  Bild von Francesco Valegio, betitelt mit Ratisbona, also Regensburg.

In Wirklichkeit gab es eine Verwechslung. Jemand hat Straubing und Regensburg verwechselt.

Wie ich im Laufe der Recherche herausfand, wurde in dem Buch "Universus terrarum orbis ...", einem mehrbändigen Geschichtsbuch aus den Jahren um 1713,  Straubing als Regensburg und Regensburg als Straubing bezeichnet, und zwar INNERHALB des Stichs, also nicht im Begleittext.

Man könnte also auch vermuten: nicht der Buchautor hat das Buch verwechselt, sondern derjenige, der vorher schon die Stiche machte. Und der Buchautor hat auf die falschen Stiche zurückgegriffen.

War es so?



Die beiden verwechselten Valegio-Bilder Regensburg und Straubing

Freitag, 14. Oktober 2016

Lost Places im Stadtosten


Stadtosten an der Bahn, 21. September 2016. Die Gebäude sind gekündigt und geräumt, die Gegend wartet auf eine Neubebauung. Ich nutze eine paar Sonnenstunden, fahre mit Yorki dort hin, und dokumentiere den Stand der Dinge..


Donnerstag, 13. Oktober 2016

Der verschollene Hafenkanal um die Steinerne Brücke

Gab es ihn wirklich, und wenn ja, wie sah er aus - der verschollene Kanal, der die Steinerne Brücke umgehen sollte? Und der im oberen Bereich erweitert gewesen sein soll, den Schiffen also möglicherweise als Hafen diente?

Ausschnitt aus Regensburg, Weltchronik von Schedel, 1493 ff
 Mit diesem Artikel will ich keine Forschung betreiben, sondern nur dem Durchschnittsleser diese - eigentlich spannende - Geschichte  vorstellen, die sonst nur den Fachleuten und wenigen Interessierten bekannt ist. Einzelheiten können Sie u.a. in den beiden unten genannten Fachaufsätzen lesen, die freundlicherweise in vollem Wortlaut im Internet zur Verfügung stehen.



Rund um den südlichen Brückenkopf

Mittwoch, 12. Oktober 2016

Wilde Magie der Bilder - noch bis 4. November


Die herrlichen Bilder der drei Künstler aus Ecuador sind noch bis 4. November zu sehen. Ich habe angefragt, ob ich Fotos von  einzelnen Bildern zeigen darf, insbesondere von den Details - um meinen Lesern zu zeigen, dass es sich hier um hochwertige Werke handelt. Ich bekam die Erlaubnis. Für weitere Fotos gibt es einen Link am Ende.




Noch bis 4. November: Ausstellung Wilde Magie im Aurelium in Lappersdorf (Foyer)

Öffnungszeiten (laut Veranstaltungsseite):
  • Freitag 13-17 Uhr
  • Samstag 13-17 Uhr
  • Sonn- und Feiertage 11-17 Uhr
  • und während anderer Veranstaltungen

So grün ist Regensburg - Spaziergang an der Donau

Noch ist alles grün. Ein Spaziergang an der Holzlände in Reinhausen zeigt schöne Impressionen vom Grieser Spitz und Stadtamhof.


Dienstag, 11. Oktober 2016

Zeitreise in das Jahr 1807 - Regensburger Plan von Mayr

Regensburg im Jahre 1808  - die Stadt befand sich noch innerhalb seiner Stadtmauern, obwohl es 1803 seinen Status als freie Reichsstadt verloren hatte und ein Fürstentum geworden war. Aber es sollte noch ein Jahr dauern, bis Napoleon 1809 die Stadt bombardiert und Regensburg kurz danach (1810) Teil von Bayern werden würde, so dass sich die Bürger endlich nach außen hin ausbreiten können.

Denn Jahrhundertelang war Regensburg innerhalb seiner engen Stadtmauern gefangen. Der Nachteil eines "Stadtstaates", bzw. wie man damals sagte, einer "freien Reichsstadt".

Es gibt einen Plan von Mayr aus dieser Zwischenzeit von 1803 bis 1810, und es ist spannend, die vertrauten Winkel von Regensburg aus diesem Blickwinkel zu sehen.

Da war außerhalb des Jakobstors noch keine Bebauung -  nur der Schießplatz und die Reste der Richtstätte waren da, die Prüfeningerstraße ging durchs Grüne. Eine Maximilianstraße gab es noch nicht, da Napoleon dieses Gebiet noch nicht bombardiert hatte. Dementsprechend auch keinen Ausgang in der Stadtmauer an der Stelle, wo es heute zum Bahnhof geht. Den wiederum gab es natürlich auch noch nicht, die Bahn eroberte erst in den 1870er Jahren unser Land.

Seht euch mal um. Als ich vor einiger Zeit eine hochauflösende (aber nicht zoombare) Version dieses seltenen Plans von Mayr entdeckte, machte ich Screenshots von den einzelnen Teilen und speicherte sie als eigene Bilder ab. So könnt ihr bequem durch das Regensburg in 1807 spazieren.


http://daten.digitale-sammlungen.de/~db/0009/bsb00092200/images/index.html?id=00092200&seite=00001&fip=193.174.98.30&nativeno=%2F&groesser=100%25