Regensburg im Jahre 1808 - die Stadt befand sich noch innerhalb seiner Stadtmauern, obwohl es 1803 seinen Status als freie Reichsstadt verloren hatte und ein
Fürstentum geworden war. Aber es sollte noch ein Jahr dauern, bis Napoleon 1809 die Stadt bombardiert und Regensburg kurz danach (1810) Teil von Bayern werden würde, so dass sich die Bürger endlich nach außen hin ausbreiten können.
Denn Jahrhundertelang war Regensburg innerhalb seiner engen Stadtmauern gefangen. Der Nachteil eines "Stadtstaates", bzw. wie man damals sagte, einer "freien Reichsstadt".
Es gibt einen Plan von Mayr aus dieser Zwischenzeit von 1803 bis 1810, und es ist spannend, die vertrauten Winkel von Regensburg aus diesem Blickwinkel zu sehen.
Da war außerhalb des Jakobstors noch keine Bebauung - nur der Schießplatz und die Reste der Richtstätte waren da, die Prüfeningerstraße ging durchs Grüne. Eine Maximilianstraße gab es noch nicht, da Napoleon dieses Gebiet noch nicht bombardiert hatte. Dementsprechend auch keinen Ausgang in der Stadtmauer an der Stelle, wo es heute zum Bahnhof geht. Den wiederum gab es natürlich auch noch nicht, die Bahn eroberte erst in den 1870er Jahren unser Land.
Seht euch mal um. Als ich vor einiger Zeit eine hochauflösende (aber nicht zoombare) Version dieses seltenen Plans von Mayr entdeckte, machte ich Screenshots von den einzelnen Teilen und speicherte sie als eigene Bilder ab. So könnt ihr bequem durch das Regensburg in 1807 spazieren.
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