Regensburger Tagebuch

Notizen von der nördlichsten Stadt Italiens

Freitag, 29. Oktober 2021

Bericht von der Eröffnung der Ausstellung von Günter Krempl

Am Dienstag gab es im DEZ die Eröffnung der bereits angekündigten Ausstellung von Günter Krempl. 




Günter Krempl


Man konnte sehr viele Musiker im Publikum sehen, was nicht verwunderlich ist. Günter Krempl hatte sich in den 80er Jahren als Mitbegründer und Namensgeber der Band CRAMPLE einen Namen in der Musikszene gemacht. So traf ich denn auch etliche Bekannte aus dieser Szene.

Nach der Eröffnung durch DEZ-Geschäftsführer Thomas Zink führte der Laudator in die Arbeit von Krempl ein. Er erzählte von den vielen Reisen des Künstlers, der hauptberuflich unter anderem als IT-Spezialist arbeitete. Bei den Reisen interessierten ihn stets auch die Kunstausstellungen. Etwa im Jahre 2009 begann er dann selbst mit der künstlerischer Betätigung und realisierte seitdem sein Talent als Skulpteur und Bildhauer.

Die vielen Reisen spiegeln sich deutlich  in der erstaunlich breiten Palette von Stilen und Materialien wieder, die beim Betrachten der Ausstellung sofort auffällt.

Es falle ihm auch schwer, zweimal im selben Stil zu arbeiten, erzählte später der Künstler selbst in seiner Ansprache. Das ging soweit, dass ihm die Fertigstellung der Serie "Paare" - Doppelportraits - Schwierigkeiten machte, weil er nach der ersten Person sich überwinden musste, die zweite Person in selber Machart herzustellen.

In der Regel verwendet er wenig Farbe. Zu den Ausnahmen gehört aber ein Art von Ultramarin-Blau, eine Mischung, die er sich selbst erarbeitet hat. Offenbar hat er die Farbe im Jardin Majorelle in Marokko gesehen und entsprechende Recherchen angestellt. In dieser Farbe leuchteten dann auch die fazinierenden, offenbar aus Gartenmöbelresten hergestellten Figuren rund um das Rednerpult.

Was noch auffällt ist, dass der Künstler auch im Bereich Holzschnitt Talent zeigt.

Die Ausstellung mit vielen faszinierenden Objekten ist noch bis zum  13.11.2021 zu sehen. Ort: Ausstellungsfläche vor Sparda-Bank.


Mittwoch, 27. Oktober 2021

Renate Haimerl Brosch im Schaufenster "neunkubikmeter"

Bis Ende Dezember  hat das Kulturamt den Schaukasten  Nr. 4 in der Pustetpassage angemietet, um ihn Künstlern und Kulturschaffenden zur Verfügung zu stellen - eine Unterstützungsaktion in Corona-Zeiten.

Zuerst hatte ihn Florian Toperngpong verwendet, um dort jeden Mittag ein Interview durchzuführen (https://www.regensburger-tagebuch.de/2021/09/12-uhr-mittags-ein-lunch-talk-im.html)

Ab Mittwoch, 27. Oktober 2021, wird der Kunst- und Kulturraum „neunkubikmeter“ in der Pustetpassage drei Wochen lang zur Bühne von Renate Haimerl-Brosch mit der künstlerischen Installation „Fadenspiel“. 

Das Gespinst entwickelt sich aus feinem Eisendraht vor japanischem Reispapier.






Die Vision hinter dem „Fadenspiel“

Netze aus feinem Eisendraht spannen sich von Wand zu Wand, von Boden zur Decke. Die zarten Linien dieser zarten Formation spielen mit der Hell-Dunkelwirkung, die durch Drehung und Verspannung verstärkt wird. Zwischen den Netzen finden sich dicht gewickelte Kokons. Den Hintergrund bildet japanisches Reispapier, welches durch rückwärtige Beleuchtung ein diffuses Licht wirft. Die Installation wurde ursprünglich im September 2020 in Landshut zum 50jährigen Jubiläum des Kunstvereins Landshut im Schaufenster eines Stoffladens gezeigt und wandert nun in einer modifizierten Form nach Regensburg in den Kunst-, Kultur und Ideenraum „neunkubikmeter“.

Über die Künstlerin

Renate Haimerl-Brosch hat Sozialpädagogik mit Zusatzqualifikation Kunsterziehung und Kulturmanagement studiert und arbeitet primär in Regensburg und im AtelierHaus Neukirchen. 

Neben der Arbeit an ihren zahlreichen preisgekrönten künstlerischen Ausstellungen ist sie seit einigen Jahren 2. Vorsitzende des Neuen Kunstvereins Regensburg.

Weitere Informationen: https://www.regensburg.de/presseservice/aktuelle-pressemitteilungen/391583/488742/installation-aus-feinem-eisendraht-von-renate-haimerl-brosch-im-schaukasten-neunkubikmeter.html

Cinescultura - neue Termine und Informationen

Nicht nur viel Kino, sondern auch ganz viele Filmgespräche und interessante Begegnungen bietet das XIV. spanische Film- und Kulturfestival im zweiten Live-Block vom 28. Oktober bis zum 1. November 2021 im Festivalkino filmgalerie im Leeren Beutel in Regensburg. 

Beachte vor allem die Filmpreisverleihung am 31. Oktober!

Fünf Deutschlandpremieren in der Sektion Opéra Prima, acht hervorragende Filme und drei Filmgespräche mit Filmschaffenden mit breitem thematischen Spektrum versprechen äußerst interessante Diskussionen. Außerdem sind die Jurymitglieder der Sektion Ópera Prima und des Kurzfilmpreises vollzählig anwesend. Als Ehrengast kommt auch Alexa Portilla, die den Preis für die beste Regisseurin in der Sektion Ópera Prima im Namen von CIMA verleihen wird. Ein absolut dichtes Programm! Das streaming auf www.cinescultura-stream.de läuft bis 15. November weiter.

Die Filmgespräche

In der Sektion Dokumentarfilm läuft 31. Oktober um 20:00 Uhr Das Jahr der Entdeckung / El año del descubrimiento
Die 200 Minuten sind wahrlich monunmental, jedoch absolut sehenswert. Ein notwendiger, wichtiger Dokumentarfilm, ein Kunstwerk in der spanischen Filmgeschichte. 2020 wurde der Film mit zwei Goyas ausgezeichnet: Als bester Dokumentarfilm und für den besten Schnitt. Zum Filmgespräch ist der Produzent des Films Pedro Palacios anwesend. Pedro Palacios produzierte viele Formate für das spanische öffentlich-rechtliche Fernsehen. Er ist Mitbegründer der LACIMA-Filmproduktionsgesellschaft und ausführender Produzent.

Mädchen / Chavalas läuft am 29. Oktober 2021 um 20:45 als Deutschlandpremiere. 
Dieses Loblied auf die Freundschaft gewann 2021 auf dem Filmfest von Málaga den Publikumspreis. Gelobt wurden die herzerfrischende Darstellerinnen voller Charisma und Authentizität. Die Regisseurin Carol Rodríguez Colás hat für ihre Kurzfilme zahlreiche Preise bekommen. Derzeit arbeitet sie an einem Dokumentarfilm. 

Zwei neue Ausstellungen im Luftmuseum am 29.10. - Bildhauerei aus Regensburg und neue Werke von Peter Lang

Zugegeben - ich habe mich in diesem Sommer in das Luftmuseum in Amberg verguckt. Das ist aber nicht der einzige Grund, warum ich eine am Freitag startende Doppelausstellung ankündige, denn ein wenig hat sie schon auch mit Regensburg zu tun. Mit dabei sind nämlich das Regensburger Bildhauerduo Katharina Ganslmeier und Markus Genzwürker.

Mit zwei neuen Sonderausstellungen startet das Luftmuseum in die Winterzeit. Pünktlich zum Ferienbeginn werden die Ausstellungen „Landsyn“ und „Nenne es Himmel“ am Freitag, 29. Oktober 2021 um 19 Uhr im Luftmuseum eröffnet. Alle Interessierten sind zur Vernissage eingeladen. Es gelte 3G, hieß es in der Ankündigung. Ich könnte mir aber vorstellen, dass die Eröffnung als solche wieder vor dem Eingangstor stattfindet, so dass man zumindest Getränke zur Verfügung stellen kann (bei Vernissagen in Innenräumen ist es wegen der Maskenpflicht aktuell nicht möglich zu "catern").


„Nenne es Himmel“ von Katharina Ganslmeier und Markus Genzwürker

In der gotischen Hauskapelle wird  das Regensburger Bildhauerduo Ganslmeier und Genzwürker Arbeiten aus Blech, Silber, Holz und Wachs präsentieren. Sie verwenden für ihre Werke christlich-religiöse Motive und daraus bekannte eindrucksvolle Ornamente. Es entstehen ganz neue Ansichten von Strahlenkränzen und Faltenwürfen, Wolkenformen und Heiligenflügeln. Katharina Ganslmeier und Markus Genzwürker sind Holzbildhauer und leben in Regensburg.


„LANDSYN“ von Peter Lang

Der Oberpfälzer Peter Lang ist Maler und Druckgrafiker, und dem Leser des regensburger-tagebuchs sicherlich bekannt. Denn er stellte in den letzten Jahren öfters im Art Affair und in Adlmannstein aus.

Im Zentrum seiner Arbeiten steht die Transformation des sinnlich Wahrnehmbaren beim Betrachten von Landschaften in oftmals großformatige Bildwerke. Die Gemälde bewegen sich zwischen Abbildung und Abstraktion. Im Sommer 2021 realisierte Peter Lang ein einzigartiges Projekt und begab sich auf ein Schiff, das mehrere Wochen lang Island umrundete. Die neu entstandenen Bilder der Serie „Landsyn“ (Isl: Land in Sicht) werden im Luftmuseum nun zum ersten Mal präsentiert.



Frühere Vernissage am Eingang des Luftmuseums, Foto vom  30.07.21

Dienstag, 26. Oktober 2021

Künstlerbegegnung in der St. Ulrichkirche am 31.10.21

Zum Abschluss der Ausstellung in der Ulrichskirche, "Der göttliche Funke II":

Künstlerbegegnung mit Markus Lüpertz 
in der St. Ulrich Kirche 
am Sonntag den 31.10.21 
von 19.00 bis 20.00 Uhr 
Eintritt frei (3G beachten)


Markus Lüpertz


Die Galerie "Art Affair" teilt mit:

"Der göttliche Funke" unsere sehr schöne Zusammenarbeit mit Dr. Maria Baumann und dem Diözesan Museum St. Ulrich sowie Markus Lüpertz geht langsam zu Ende. Nicht nur in der Presse sondern auch von vielen Besuchern gab es sehr positives Echo für alle Beteiligten. Der wirklich letzte Termin ist damit: Künstlerbegegnung mit Markus Lüpertz in der St. Ulrich Kirche am Sonntag den 31.10.21 von 19.00 bis 20.00 Uhr, Eintritt frei. 
Es gelten die 3G-Regeln

Lüpertz-Ausstellung in Ulrichskirche, 2021