Regensburger Tagebuch

Notizen von der nördlichsten Stadt Italiens

Samstag, 4. Juli 2020

Baufortschritt Nibelungenareal

Da ich in der Nähe unterwegs bin, mache ich einen Abstecher in das Nibelungenareal, also das Gebiet der ehemaligen Nibelungenkaserne. Ich will sehen, was sich dort in den letzten Monaten getan hat.

Im Südflügel des Nibelungenareals entstand und entsteht ein Haus nach dem anderen - ich schätze, das sind hunderte von Wohnungen. Nur noch einige Blöcke sind im Rohbau. Hier habe ich keine Fotos gemacht, das wäre langweilig. Interessanter war für mich, was sich an der Franz-Mayer-Straße tut. Hier wurde oder wird nur vereinzelt gebaut. Neu für mich: ein Studentwohnheim ist auf der Nordseite entstanden. Auf der Südseite der Straße entstand auch ein neues Gebäude, das gemäß google-maps der Firma GEFASOFT gehört. Und die Seitenstraßen werden befestigt.

Das neue Studentenwohnheim Nibelungenkaserne

Donnerstag, 2. Juli 2020

Ab 9.7. im Neuen Kunstverein: Ayako Koike



Am 9.Juli gibt es nach der Corona-Durststrecke eine richtige Vernissage in Regensburg, und zwar im Neuen Kunstverein. Eröffnet wird die Ausstellung HIKARI - das Licht

HIKARI - das Licht
Ayako Koike
10.7. bis 2.8.2020
Eröffnung am 9. Juli
 
Neuer Kunsterverein , Schwanenplatz, Regensburg

Begrüßung: Renate Haimerl Brosch

Vernissage und Künstlergespräch mit aktuellen Hygieneauflagen
bitte bringen Sie Schutzmasken mit



Die Webseite der in japan geborenen und 1977 nach Europ übergesiedelten Künstlerin ist hier:



Neuer Kunstverein Regensburg
Schwanenplatz 4, 93047 Regensburg
www.neuerkunstverein.de
info@neuerkunstverein.de
Do/Fr 16.00 - 18.00h Sa/So 12.00 - 14.00h

Dienstag, 30. Juni 2020

Noch bis 5. Juli im Neuen Kunstverein: Arbeiten von Gigglberger


Noch bis 5. Juli im Kunstverein am Schwanenplatz zu sehen:

„Neueste Arbeiten“ von Peter Giggelberger

Peter Gigglberger zeigt eine Auswahl seiner neuesten Arbeiten, darunter ein großes Diptychon mit Titel „Verkündigung“. Obwohl die Bilder aus den letzten zwei Jahren stammen, sollen sie doch einen guten Querschnitt der Arbeitsweise und des Themenbereichs seiner Malerei umfassen.

Es sind Acrylkombinationen auf Leinwand auf der Basis vorgefundener atmosphärischer Situationen, die dann umgebaut und verdichtet werden, Situationen, die übergangen werden könnten.

Gigglbergers Arbeitsgrundlage sind zum einen die Absicht, visuelle Rettungsmaßnahmen durchzuführen, zum anderen den Betrachter um Einhalt zu ersuchen, bestimmte ausgewählte Vergänglichkeiten wertzuschätzen.

Außerdem sind Fotografien auf Alu-Dibond zu sehen.

Siehe auch: https://www.neuerkunstverein.de/index.php/aktuell/bilder-des-monats-juli.html


Neuer Kunstverein Regensburg
Schwanenplatz 4, 93047 Regensburg
www.neuerkunstverein.de
info@neuerkunstverein.de
Do/Fr 16.00 - 18.00h Sa/So 12.00 - 14.00h

Sonntag, 28. Juni 2020

SAME SAME but different - erste Ausstellung der Galerie Lesmeister im ehemaligen Kunstkabinett



Nach Übernahme des Kunstkabinetts durch Galeristin Isabelle Lesmeister und nach mehreren Wochen Umbau im wurden die Räume des Kunstkabinetts neu eröffnet, und zwar mit einer sehenswerten Ausstellungen, in der sowohl die Künstlerriege der Galerie Lesmeister als auch die Künstler der bisherigen Galerie Kunstkabinett gezeigt werden. Der Titel passt perfekt:



SAME SAME but different
Ausstellung: 23.05.2020 - 18.07.2020
 
Galerie Lesmeister (im ehemaligen Kunstkabinett)
Untere Bachgasse 7


Durch die Übernahme der Galerie Kunstkabinett erweitert die Galerie Isabelle Lesmeister ihr Programm, das sich ausdrücklich auf jüngere Künstler konzentriert hatte. Ab jetzt werden auch Druckgrafiken renommierter Künstler gezeigt.

Die Ausstellung „SAME SAME but different“ ist eine Gruppenausstellung die das neue Profil der Galerie gut spiegelt. Neben Kunstgrößen wir Günther Uecker, Alex Katz und Robert Longo sind Arbeiten von aufstrebenden Künstlern wie Jeremy Holmes, Mathias Hornung, Giulia Dall ́Olio und huber.huber zu sehen.

Die Ausstellung zeigt  Arbeiten in Schwarz/Weiß. Der unterschiedliche Umgang der 16 internationalen Künstler mit diesen „Nichtfarben“ und vor allem auch die sehr unterschiedliche technische Herangehensweise soll den Reiz dieser Ausstellung ausmachen.


Galerie Isabelle Lesmeister
Dr. Isabelle Lesmeister
Untere Bachgasse 7
93047 Regensburg
tel: 0941 57856
mobil: 0163 698 86 82
eMail: info@galerie-lesmeister.de
www.galerie-lesmeister.de

Opening hours
Tuesday through Friday 11 am - 6 pm
Saturday 11 am - 4 pm


Zu den einzelnen Künstlern:

ASHWAN (UK) zeigt Street Art, geistreiche Fotoprints und Stahlskulpturen. Leopoldo Cuspinera (MEX) ist mit Papierarbeiten vertreten, wobei er in einer speziellen Technik Papier und Pigmente mischt und eindrucksvolle Gletscherlandschaften entstehen lässt.

Giulia Dall ́Olio (IT) hat eigens für die Ausstellung eine 190x190cm große Kohlezeichnung mit einem für sie so typischen Motiv, dem Baum, geschaffen.


Galeristin Isabelle Lesmeister übernimmt Kunstkabinett


Links oben:Marianne Schönsteiner-Mehr, rechts oben: Isabelle Lesmeister;
Zeile unten: ehemalige Galerie Lesmeister in der Obermünsterstraße, Rest: Galerie Kunstkabinett Bachgasse 7

Ein Paukenschlag in der Kunstszene, so formuierte es Marianne Sperb in der Mittelbayerischen, als sie Anfang März darüber berichtet. Und das ist es wirklich: die Galeristin Isabelle Lesmeister, die seit 10 Jahren erfolgreich eine Galerie in der Obermünsterstraße betreibt, übernahm im Frühjahr 2020 die beliebte Galerie von Marianne Schönsteiner-Mehr, also das "Kunstkabinett".

Frau Schönsteiner-Mehr nimmt  ihren Abschied von über 40 Jahren Galerietätigkeit. Beide Galeristinnen freuen sich über diesen Wechsel, der auch aus der Sicht der Kunstinteressierten nicht besser hätte arrangiert werden können.

Nach acht Wochen Umbauphase begann vor etlichenTagen die erste Ausstellung unter der neuen Führung mit dem passenden Titel "same same but different". Eine durchaus sehenswerte Ausstellung übrigens.

Ich war letzte Woche dort und begrüßte Frau Lesmeister. Frau Lesmeister kenne ich, seit ich mich im Jahre 2013 an dem Galerie-Projekt "Die Kunstzelle"in der Obermünsterstraße beteiligt hatte. Ich schloss damals Kontakte mit vielen Nachbarn in der Straße. Isabelle Lesmeister hatte zwei Jahre zuvor die Galerie am Ende der Obermünster Straße gegründet, nachdem sie vorher im Art Affair beschäftigt war. Mit ihrer eigenen Galerie konnte sie aber das verwirklichen, was ihr Traum war: echte Galeristen-Tätigkeit. Das bedeutet, nicht nur Ausstellungen in der eigenen Galerie organisieren, sondern eine ausgewählte Gruppe von Künstlern permanent zu vertreten und deren Interessen zu fördern. Dazu gehört zum Beispiel auch, auf internationalen Messen unterwegs zu sein, um dort die Künstler zu vertreten und zu betreuen.

Sie hat seit der Gründung im Jahre 2011 einen guten Stamm angesehener Künstler aufgebaut, und ich habe ihre  Ausstellungen mit Interesse verfolgt. Einige Berichte darüber finden Sie in diesem Tagebuch, wenn Sie die Suchfunktion benutzen.


Das Kunstkabinett wiederum ist nicht nur eine der interessantesten Galerien in Regensburg, sondern auch die derzeit dienstälteste. Das kam bei meiner mehrteiligen Reportage im Jahr 2016 heraus. Nachdem Herr Bäumler ein paar Jahre zuvor aufgegeben hatte, war die Galerie von Frau Schönsteiner Mehr auf dem Spitzenplatz.

Die Galerie öffnete 1979, damals in der Unteren Bachgasse 13 (mit späterem Umzug auf Nr. 7)  und wurde von Frau Schönsteiner-Mehr nun insgesamt 41 Jahre lang sehr erfolgreich geführt. Über 250 Ausstellungen gab es dort, entnehme ich dem MZ-Bericht, und die Galerie vertritt wirklich hervorragende Künstler.



Ab 2015 war das Kunstkabinett die dienstälteste Galerie in Regensburg


Da die neue Galeristin nicht einfach die Räume, sondern die Galerie insgesamt übernahm, werden auch die bisherigen Künstler dort vertreten. Wer also einen Druck von Flora oder von Sillner sucht, der findet dort die vertraute Anlaufstelle.

Wer die aktuellen Ausstellungen im Kunstkabinett  wissen will, oder die Öffnungszeiten eruieren will, muss auf die Webseite der Galerie Lesmeister gehen. Die Webseite der "alten" Galerie existiert aktuell noch, ist aber konsequenterweise auf dem Stand März 2020 und wurde offenbar nicht übernommen.


Mehr Informationen über den Wechsel und die Galeristen findet man noch in dem Artikel von Frau Marianne Sperb in der MZ vom 2.03.2020, der sicherlich auch online abrufbar ist (sofern Sie nicht, wie ich, beim Recherchieren wieder mal die 4-Artikel-pro-Monat-Grenze überschritten haben). 

Fotografischer Rückblick

Im Folgenden habe ich ein paar Fotos herausgesucht, die ich in den letzten Jahren für das Regensburger Tagebuch veröffentlicht hatte. Es sind natürlich nicht alle.Wer die Suchfunktion dieses Blogs bemüht, findet Artikel über beide Galerien mit mehr Fotos.

Samstag, 27. Juni 2020

Ausstellung von Peter Dorn im Schaulager der Erdel-Galerie




Im Schaulager des "artspace Erdel" startete eine interessante Ausstellung des Grafikers und Installationskünstlers Peter Dorn.

Von "non finito" bis "ad infinitum"
Peter Dorn
25.6.2020 bis zum 31.7.2020
Schaulager des Artspace Erdel
(Am Schallern 4)

Montag bis Freitag 11-18 Uhr
und nach Vereinbarung (insbesondere, wenn
ein Gespräch mit dem Künstler gewünscht wird)

Peter Dorn, 1938 im tschechoslowakischen Aussig geboren, hat angewandte Grafik an der Nürnberger Kunstakademie studiert. Er lebt in Regensburg, seit 1964 als freischaffender Künstler, und ist verheiratet mit der Künstlerin Astrid Schröder. Seit Atelier befindet sich im palastähnlichen Ambiente in der Mitte der Altstadt.

Peter Dorn


Seit über 60 Jahren stellt nun Peter Dorn schon aus. 1979 erhielt er den Kulturförderpreis Regensburg, 1993 den Kulturpreis Ostbayern und 2010 den Gerfried-Schellberger-Kunstpreis.

Vor sechs Jahren gab es eine Retrospektive im Historischen Museum in Regensburg, wo er 35 Jahre zuvor bereits ausgestellt hatte (Reportage von G. Mayer in https://www.mittelbayerische.de/kultur/alltagsdinge-gewinnen-neuen-sinn-21852-art1096432.html) . Dabei wurde deutlich, dass sich sein langjähriges Schaffen vorrangig um das Thema "Vergänglichkeit einerseits und um Dauerhaftigkeit, im Sinne von Unabgeschlossenheit und Fortsetzbarkeit andererseits" dreht - "non finito" und "ad infinitum"
Als Beispiel wurde anlässlich der Retrospektive die große Installation von 2009 genannt, die gleich am Eingang aufgebaut war. Sie bestand als alten Einladungskarten zu diversen Regensburger Kunstereignissen vergangener Jahre – aber sie ist aufstockbar, in die Zukunft hinein, ad infinitum.

Zur aktuellen Ausstellung


Die Galerie Erdel zeigt sowohl neuere Arbeiten, entstanden in den Jahren 2019 und 2020, und stellt sie ausgewählten Stücken aus seinen bisherigen (Museums-)Ausstellungen gegenüber. Die Ausstellung findet nicht im Hauptraum am Fischmarkt, sondern in der Nähe im Schaulager (Am Schallern 4) statt.