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| Ausstellungseröffnung: "Und Lise soll gleich die ganze Welt" von Jürgen Huber |
Es war Jürgen Hubers erste Vernissage nach langer Zeit: die Eröffnung der Ausstellung im Regierungsgebäude am Emmeramsplatz. Außer einem kleinen Eintrag im Kulturjournal habe ich im Internet keinen Hinweis gefunden. Aber als ich den Andrang am Eingang sah, war mir klar, warum diese Veranstaltung keine große Werbung in den Medien benötigte.
Dabei kamen die Leute zweifellos, um Jürgen Huber nur in seiner Eigenschaft als Künstler zu würdigen. Denn seine Zeit als Kommunalpolitiker, die er 2008 begann, endete bereits im letzten Jahr. Im April 2020 gab er das Bürgermeisteramt ab und im Herbst 2020 endete die Stadtratsmitgliedschaft.
Und noch im Jahre 2020 zog der Wahlregensburger um in sein Atelier-Haus in Schönsee nahe der tschechischen Grenze, wo er offenbar diese Werke ausbrütete. 80 Bilder seien entstanden, von denen er 61 ausgewählt hatte.
Die 61 Bilder sind zum Teil im Raum rechts von der Eingangshalle, zum Teil im Gang hinter der Eingangshalle gehängt, und aus noch zu erklärenden Gründen empfehle ich dem Besucher genau diese Reihenfolge.
Kurz vor den Eröffnungsrede durch Regierungspräsident Axel Bartelt warf ich nun also einen Blick auf die Bilder im ersten Raum - und war so überrascht wie begeistert. Wunderbare, detailreiche Collagen mit witzigen, teils anrührenden Texten. Je mehr ich während des Abends die Bilder studierte, desto mehr verliebte ich mich in sie. Ich wusste, was Jürgen Huber künstlerisch auf dem Kasten hat, aber dieser neue Werkzyklus war eine große Überraschung für mich.
Das Ausstellungsthema
Zentrales Thema ist die Sorge um Mutter Erde, meist gesehen aus der Sicht eines Kindes, das sich nach und nach mit dem Thema beschäftigt. Es war dem Künstler wichtig darauf hinzuweisen, dass es sich nicht um Illustrationen einer ausgedachten Geschichte handelt, sondern um frei entstandene Werke, die er durch Veränderungen und witzigen Kommentierungen so modifizierte, dass sie in das Rahmenthema - Schutz von Mutter Erde - passen. Gleichzeitig entstand durch einige der Bilder eine Art Rahmengeschichte: