Regensburger Tagebuch

Notizen von der nördlichsten Stadt Italiens

Samstag, 21. Januar 2017

Nu is er weg - der Schlauchturm

(Update 31.1.2017)

Nur zwei Tage lang habe ich nicht vorbeigesehen - und plötzlich war der Schlauchturm weg.  Dort wurden die 20 m langen Schläuche zum Trocknen aufgehängt. Außerdem wurde der Turm für Einsatzübungen benutzt. Er befand sich am östlichen Ende der Feuerwache in der Greflingerstraße.

Ein Artikel von Heinz Klein in der Mittelbayerischen enthält mehr Informationen über diesen Turm.



Der Turm sollte schon im Dezember abgebaut werden. Jeden Tag machte ich abends beim Heimkehren einen Abstecher an das Ende der Blumenstraße, um die Situation zu kontrollieren. Aber am 18.1. wurde Wolbergs verhaftet, und an diesem und dem nächsten Tag hatte ich anderes im Kopf. Und genau an diesen beiden Tagen wurde der Schlauchturm demontiert.


Zwei freundliche Leser haben mir Fotos vom Abriss zur Verfügung gestellt, so dass ich den Vorgang hier dokumentieren kann.


Mittwoch, 18. Januar 2017

Wolbergs verhaftet

J. Wolbergs in der Wahlnacht 2014 (Leerer Beutel)


Seit heute morgen überschlagen sich die Nachrichten: OB Wolbergs ist zusammen mit zwei anderen Personen verhaftet worden.

Mittlerweile ist es von der Staatsanwaltschaft gegenüber den Medien bestätigt worden, obwohl auf der Staatsanwaltschafts-Webseite unter Aktuelles immer noch "keine Meldungen" steht. Mit verhaftet worden sind zwei weitere Personen, deren Identität die StA nicht nennt - Dies sind laut Medienberichten der Bauunternehmer Volker Tretzel (Bauteam Tretzel) und dessen früherer Mitarbeiter und jetziger Leiter der Stadtbau Regensburg, Franz Wild.

Montag, 9. Januar 2017

Rooty Blue in Tom's Bühne - Jazz und Latin

Klingt gut:
Rooty Blue
Freitag 13. Januar 2017, 20.00
Tom's Bühne, Regenstauf



Musikrichtung: Jazz & Latin – verwurzelt im Blues – verzweigt mit Rock & Soul


Und statt des Pressetextes binde ich hier einfach zwei Soundcloud-Beispiele ein: die Stücke  Moondance und Frühlingsgroove. Weitere Sound-Beispiele findet man auf der unten genannten Webseite.




Sonntag, 8. Januar 2017

Das geheimnisvolle Nibelungenareal Teil 3

Das ist Teil 3 des Artikels über "das geheimnisvolle Nibelungenareal",
und somit die Fortsetzung zu Teil 2

Blick nach Osten. Am unteren Bildrand die Gabelsberger Straße. diese 3D-Ansicht von google-earth ist erst vor kurzem aktualisiert worden, aber auf Basis von Bildern vom März 2016 (im März 2016 dagegen waren die Bilder noch vom Stand 2014)

Zur Benennung des Areals

Nach reiflicher Überlegung nenne ich das Baugebiet "Nibelungenareal". Dieser Begriff wurde gelegentlich schon in den Medien verwendet, ist aber kein offizieller Begriff - und eigentlich nicht ganz korrekt. Denn hier hausten keine Nibelungen. Aber Nibelungenkasernen-Areal ist zu umständlich. Und wenn ich jedesmal schreibe "Areal der ehemaligen Nibelungenkaserne" ist das auch schwer lesbar. Und vielleicht auch ein wenig abwertend für alle, die künftig hier wohnen oder arbeiten. Wer will schon diesen Ort mit einer "Kaserne" in Verbindung gebracht sehe.

Also nenne ich es Nibelungenareal.

Etwas zur Geschichte des Geländes  (Quelle):

Die Kaserne wurde 1939 bis 1941 für eine Flakeinheit gebaut. Von hier wollte man das Messerschmitt-Flugzeugwerk im Westen und den Hafen im Osten schützen.

Schwere Schäden entstanden durch den Luftangriff der Amerikaner am 13. März 1945. Am 27. April nahmen die Amerikaner die Kaserne ein und nutzen sie bis 1964 unter dem Namen "Fort Skelly" für das Kavallerieregiment "Black Horse".

Im September 1965 zogen Flugabwehrtruppen der Bundeswehr ein, die Kaserne wurde in Nibelungenkaserne umbenannt

Ende März 2007 zogen das Fernmeldebataillon 4 und die Division Spezielle Operation (DSO) ab, das restliche Dienstleistungszentrum wurde 2010 geräumt. Danach stand die Kaserne leer. Für uns Regensburger, die täglich daran vorbeifuhren, unbemerkt.


Samstag, 7. Januar 2017

Das geheminisvolle Nibelungenareal Teil 2

Das hier ist Teil 2, also die Fortsetzung des ersten Teils.

Da der Artikel viele Bilder enthält, habe ich aus Rücksicht auf die Ladezeit den Artikel aufgeteilt.



Das geheimnisvolle Nibelungenareal in Regensburg

 Mitten in Süd-Regensburg liegt ein riesiges Gebiet, das kaum ein Regensburger kennt - das geheimnisumwitterte Nibelungenareal.

Genaugenommen, das "Baugebiet der ehemaligen Nibelungenkaserne". Ein gigantisches Gebiet, das erst seit ein paar  Jahren öffentlich zugänglich ist. Aber außer den Schülern der BOS, die seit dem Frühjahr 2016 dort lernen, kennt es kaum jemand. Es ist so unbekannt wie  Hogwarts bei den Muggels.


Nibelungenareal - Baugebiet ehemalige Nibelungenkaseren Regensburg


Dabei wird das Areal laufend in den Medien erwähnt - wegen der Bautätigkeiten des Baunternehmers Volker Tretzel, und wegen des  Bezugs, den die Medien in der Regensburger Spendenaffäre zwischen der OB Wolbergs  und der Auftragsvergabe herzustellen versuchen (gerade diese Tage gibt es einen sehr interessanten Aufsatz im Regensburger Wochenblatt, wo die schlampige Berichterstattung der SZ zu dieser Angelegenheit aufgedeckt wird)


Im Mai 2016 entdeckte ich erstmals das Areal, als ich das neue Gebäude der BOS suchte (an der ich 30 Jahre vorher mein Abitur  nachholte). Und ich musste ganz schön suchen, so als wenn ich die Winkelgasse in Harry Potters Welt entdeckten wollte.  Zwei völlig unscheinbare Zugangspunkte gibt es in der Hermann-Geib-Straße, an denen ich erst mal vorbeigefahren bin. Mittlerweile gibt es einen weitere Zufahrt in der Galgenbergstraße, gegenüber Uni und OTH, aber irgendwie auch unspektakulär.

Zufahrten zum Nibleungenareal (ehemalige Nibelungenkaserne)

Terra inkognita, und gleichzeitig Paradies für Fotografen

Als ich am 1. Mai das Gebiet erstmals erkundete, war ich völlig überrascht.  Die vielen Gebäude, die in google-earth (bei entsprechender Zeit-Einstellung) noch sichtbar waren, waren geschleift worden, Hasen hüpfen in dem idyllischen Gebiet umher, eine Melange von eingeebneten Flächen,  Sträuchern und Bäumen, zwei alten leerstehenden Verwaltungsgebäuden und der neuen BOS. Gegenüber dieser sah man den Erdaushub für die nächsten Gebäude (heute, da ich dies schreibe,  stehen hier schon wieder Rohbauten - siehe untenstehende Fotos vom Oktober 2016). Schade, dass die Sonne schon unterging und ich nur ein Handy dabei hatte. Das Gebiet war eine Augenweide für Fotografen.

Ein riesiges Areal

Meine Überraschung war noch größer, als ich google-earth bemühte: das ist ja ein riesiges Areal von 40 ha, zwischen der Uni und der Hermann-Geibstraße, an dem ich während des Studiums und danach so oft vorbeigefahren bin. Seine Größe erschließt sich nun mal bei besten willen nicht von außen. Egal, ob wir Regensburg durch die Hermann-Geib-Straße oder die Gabelsberger Straße fahren -  das Gelände ist wirklich gut versteckt.


Die Planung

Ich zitiere hier mal am besten aus Wikipedia:

Gemäß dem Flächennutzungsplan soll rund ein Drittel der Fläche als „TechCampus Regensburg“ gewerblich genutzt werden. Durch die unmittelbare Nähe zum Hochschulcampus mit der Universität Regensburg und der OTH Regensburg sollen Wissenschaft und Wirtschaft entwickelt werden. Das Konzept sieht vor Raum für beispielsweise außeruniversitäre Forschung und junge High-Tech-Unternehmen zu schaffen. Die ersten Gebäude sollen 2015 im TechCampus bezugsfertig sein.[2] Darüber hinaus sollen auf dem ehemaligen Gelände der Nibelungenkaserne rund 800 Wohnungen und etwa 300 Studentenwohnungen gebaut werden.
Die entsprechende Projektseite der Stadt Regensburg enthält mehr Informationen, ist aber auch auf dem Stand 2015

Meine Fotodokumentation

Bei meinem ersten Spaziergang mit Yorki in den Abenstunden des ersten Mai habe ich mit dem Handy erste Eindrücke eingefangen. Eine Woche später, am 8. Mai, nutzte ich die Abendsonne und machte mit der Spiegelreflex umfangreiche Aufnahmen in besserer Qualität. An einemen sonnigen Sonntag im Oktober spazierte ich erneut mit Yorki durch das Gelände und dokumentierte den Fortschritt.

Aus den vielen Aufnahmen im Jahre 2016  habe ich jeweils die interessantesten herausgefiltert, mit Aufnahmedatum versehen,  und in ein eigenes Bilder-Album bei Picasa hochgeladen. Ferner habe ich ein zweites Album mit kommentierten google-earth-Screenshots erstellt. Die Arbeiten an der Aufbereitung waren so zeitraubend, dass sich der für Mai geplante Artikel bis heute hingezogen hat.


Das Baugebiet - Vergleich Stadtplanung (vor Baubeginn) und google-earth-Ansicht Mai 2016


Dieser Artikel zeigt neben google-earth-screenshots die ausgewählten Aufnahmen vom 1.5.2016, 8.5.2016 und 16.10.2016.

Wer alle Fotos sehen will: hier sind die Links zu den Alben: