Regensburger Tagebuch

Notizen von der nördlichsten Stadt Italiens

Montag, 24. Juli 2017

Ausstellung von Helmut Wolf im Josefskrankenhaus eröffnet

Letzte Woche wurde im Josefskrankenhaus eine interessante Ausstellung eröffnet:

"Tierisch-Menschlich" 

mit Skulpturen und Bildern von Helmut Wolf. Schauen Sie doch mal rein - die Werke finden Sie gleich im EG im ersten Gang nach links und sind wirklich sehenswert. Dauer der Ausstellung: 19.07.2017 bis 15.10.2017

Ich benutzte eine kleine Arbeitspause und besuchte die Vernissage am 19. Juli um 19.30.


Die Veranstaltung wurde organisiert von der Arbeitsgruppe "Kunst und Kultur am Caritas-Krankenhaus St. Josef" (KuK).

Die Gäste wurden zunächst von Gabi Pinkert  (KuK) und Geschäftsführer Florian Glück begrüßt.

Die launige Laudatio mit viel Wortwitz  hielt der Künstler und Weggenosse Matthias Schlüter; er erhielt dafür großen Beifall. Die beiden Künstler Helmut Wolf und Matthias Schlüter arbeiten seit 1995 zusammen, bis 2005 in einem gemeinsamen Atelier in Regensburg. Sie treten öfters mit gemeinsamen Projekten auf.

Die Musik kam von dem äußerst vielseitigen Künstler Peter Knoll, der weit mehr als nur die Gitarre beherrschte und wohl für viele Gäste eine echte Überraschung war. Auch er erhielt - zu recht - sehr viel Applaus. Peter Knoll ist ein renommierter deutsch-amerikanischer Gitarrist ist. Seine Webseite: www.peterknoll.com. Ein interessanter Zeitungsartikel über ihn: hier


Fotos aus 1982 - Teil 2

Fortsetzung des Blogartikels über die "Fotos aus 1982 - Blick vom Fernsehturm"

Damit die Ladezeit für den Artikel erträglich ist, habe ich die Bilder auf zwei Artikel verteilt.
Am Ende dieses zweiten Teils präsentiere ich noch ein paar am PC erstellte Bildausschnitte. Alle Fotos von Dieter Drexl (Kontakt: siehe www.atelier-drexl.de), digitalisiert von Hannes Drexl.



Fotos aus 1982 - Blick vom Fernsehturm auf Regensburg

Das ist eine Rarität - Fotos von 1982, vom Regensburger Fernsehturm aus geschossen, nachträglich digitalisiert. Da steht von der Uni-Klinik nur ein kleiner Kern.

Ein treuer Leser sandte sie mir zu.  Die Fotos selbst stammen von seinem Vater anlässlich eines Besuchs auf dem Fernsehturm. Der Sohn hat die Abzüge digitalisiert, um sie dem Regensburger Tagebuch zur Verfügung zu stellen.

Zu meiner Überraschung stellten wir dann fest: seinen Vater kenne ich sehr gut, wir waren damals oft zusammen. Es ist der Künstler Dieter Drexl, der lange Zeit in Regensburg wohnte, und von dessen Ausstellungen ich hier gelegentlich schon berichtet hatte. genaugenommen seit 2007 - die Fotos von einer seiner Vernissagen gehören zu den ersten Blogeinträgen überhaupt. Mittlerweile lebt Dieter Drexl in Hauzenberg (www.atelier-drexl.de)

Zurück zu den Fernsehturm-Fotos aus 1982. Die Fotos entstanden  ohne künstlerische Absicht, es waren nur Erinnerungsfotos, und das Wetter war damals sehr schlecht. Ich habe die Digitalisate nochmals am PC nachbearbeitet.

Alle Rechte an den SW-Fotos bei Dieter Drexl (Kontakt: www.atelier-drexl.de)

Die Uni-Klinik 1982

Übrigens: wer google-earth neben die Fotos schiebt, und die 3D-Gebäude-Ansicht einstellt, kann zum Fernsehturm navigieren und von dort aus die gleichen Blickwinkel suchen.



Sonntag, 23. Juli 2017

Hoffentlich ein Glückskäfer

Nachdem ich nun schon seit Wochen Tag und Nacht jede verfügbare Minute in ein juristisches Gutachten stecke, bin ich heute mitten im Endspurt dieser Fristsache. Und da sehe ich, dass ich einen Begleiter auf meinem Schreibtisch habe, der sich hier wohl fühlt. Hoffentlich ein Glückskäfer.
Der Käfer



Montag, 17. Juli 2017

Mauricio Mendes und Silvio Fortes am Samstag in Landshut


Mauricio Mendes & Silvio Fortes
Live im Weingarten
brasilianische Rhytmen. Bossa flova.

Samstag 22.07.2017, 19:00 Uhr
Lokal Portucalis, Kirchgasse 229, Landshut


Viele haben mittlerweile Silvio und Mauricio in Regensburg auf der Straße gehört und wissen: das ist ganz andere brasilianische Musik, als es der bisherigen Vorstellung entsprach. Von wegen das nervige "Trommeln, Samba", statt dessen sanft-melodische Harmonien und butterweicher Gesang.

Silvio erzählte mir, dass er solche Vorurteile weltweit erlebt, ähnlich wie das Klischee vom lederbehost-jauchzenden Bayern, das sich hartknäckig in jeden Winkel des Globus hält, von New York bis China.

Nun, wer  an der Musik der beiden interessiert ist: sie treten am Samstag in Landshut auf. Das erfuhr ich so nebenher, als ich sie beim Üben im Garten traf. Silvio sandte mir dann wunschgemäß den Flyer:


Achtung: die Adresse ist "Kirchgasse 229", auch wenn bei tripadvisor und anderen Webseiten eine andere Straße angegeben ist. Offenbar ist das Lokal umgezogen.

Montag, 10. Juli 2017

Heartchor am 16.07. in der St. Paul-Kirche

Heartchor, hier bei einem Kirchenauftritt in 2012
Wer die  Auftritte an Uni-Sommerfest, Bürgerfest und der A-Cappella-Nacht verpasst hat oder  einfach den Chor mit seiner ernsteren Seite hören möchte:

Am kommenden Sonntag, 16.07. könnt ihr dem Heart Chor in der blauen Stunde in der Kirche St. Paul lauschen.

Der Chor gestaltet auch dieses Semester wieder gerne einen Gottesdienst für die KHG und freut sich auf die schöne und ruhige Atmosphäre. Der Gottesdienst beginnt um 21 Uhr.

Die genaue Adresse ist:

Kirche St. Paul
Friedrich-Ebert-Str. 46
93051 Regensburg




Samstag, 8. Juli 2017

Teil 2 - Abendstimmung in Regensburg Ost


Ich fahre weiter flussabwärts, am kaum bekannten Yachthafen vorbei bis hin zur Donauspitze, wo wir unseren Spaziergang fortsetzen. Yorki hat so unendlich viel zu schnuppern, und ich mache mein von Paragraphen verwobenes Großhirn frei, indem ich fotografiere.



Abendstimmung in Regensburg Ost - Teil 1



Am Bayernhafen-Gebiet entlang läuft eine idyllische  Uferstrecke an der Donau, vom IT-Speicher über die Schwabelweiser Bahnbrücke bis zur Donauspitze bei der Osttangente, mit Blick nach Schwabelweis.

Vor einigen Tagen suchte ich dort mit Yorki einige Stellen zum Spazierengehen auf. Obwohl schon nach 21.00 Uhr, schien immer noch die Sonne und lieferte wunderschöne Stimmungsbilder vom Regensburger Stadtrand.

Freitag, 7. Juli 2017

Unwetter über Regensburg

War das ein Tornado? Riesige Hagelkörner und peitschender Sturm kamen urplötzlich daher, man sah nur noch eine weiße Wand, wenn man in der Blumenstraße aus dem Fenster blickte. Kurz vorher rauschte eine Besucherin herein. Die war auf der Flucht vor diesem  Sturm. Den wiederum hatte sie kurz vorher vom Dach des DEZ aus fotografiert - bis sie sich dachte, dass sie vielleicht mal losfahren sollte.

Mit seiner Trichterform erinnert die Unwetterwolke an einen Tornado. Aber keine Ahnung, ob man das so bezeichnen kann. Im Internet finde ich noch keine Nachrichten dazu. Jedenfalls könnte es sein, dass diese Wolke nur einen Streifen durch Regensburg verursachte, und die übrigen Regensburger nichts gemerkt haben.

Fotos: Petra Schmidt (Terre des Langues)

Samstag, 1. Juli 2017

Bilder von der Ausstellungseröffnung im DEZ - 10 Jahre Charity Art Group

Hier sind die Bilder von der Ausstellungseröffnung. Für einen Blogartikel fehlt im Moment leider die Zeit.

Was das 10jährige Jubiläum des Vereins betrifft, weise ich auf den Blogartikel von vor ein paar Wochen hin: http://www.regensburger-tagebuch.de/2017/06/das-charity-art-group.html


Mittwoch, 28. Juni 2017

Morgen Ausstellungseröffnung der Charity-Art 2017 im DEZ!



10 Jahre Regensburger Charity Art Group

Benefiz-Ausstellung und Aktionen

26. Juni bis 15. Juli 2017



Ausstellungseröffnung

29.06.2017 um 19 Uhr


Donaueinkaufszentrum

(vor Sparda-Bank/Drogerie Müller)

Musik:

PICASSODUO = Petra Soden (vocal)  Stephan Nierwetberg (keyboard)

und
Andreas Gubik mit Kindern derGruppe Urmel des Thomas Wiser Hauses




Die diesjährige Benefizveranstaltung der Regensburger Charity Art Group im DEZ beginnt.

Morgen um 19.00 Uhr sind die Feierlichkeiten zur Ausstellungseröffnung. Die Ausstellung mitsamt Tombola läuft allerdings schon seit gestern.

Und es läuft sehr gut dieses Jahr, da die Aktion mittlerweile einen hervorragenden Ruf hat. Daher wurden schon im Vorfeld Bilder verkauft, bei der Hängung vor zwei Tagen gab es auch

Montag, 26. Juni 2017

Hutstand am Bürgerfest

Dieser Artikel betrifft  den  Hutstand der Diakonie, die seit 1995 auf dem Regensburger Bürgerfest aktiv ist, und die Vorläufer-Gruppe von 1981 bis 1992.





Der Hutstand der Diakonie, Bürgerfest 2017


Impressionen vom Regensburger Bürgerfest 2017

Fotos vom ersten Tag des Bürgerfests, Freitag abend, 18.00 Uhr bis 24.00 Uhr

Die 7 Sinalcos, Stadtamhof, Bühne vor dem Andreasstadel


Freitag, 23. Juni 2017

Galicien - zauberhaftes Nordwest-Spanien - Vernissage 28.6.2017

Die folgende Aktion gehört noch zur diesjährigen CinEScultura, es ist sozusagen der letzte Programmhöhepunkt:

Fotoausstellung "Faszinierendes Galicien"
Stadtbücherei Thon-Dittmer-Palais
Vernissage am  28. Juni 2017 um 19.00 Uhr 
 
Ausstellungsdauer: 29. Juni – 09. September 2017
eine Veranstaltung von CINESCULTURA


Galicien, so heißt der  Nordwesten von Spanien. Wer dort war, schwärmt von  zauberhaften Landschaften und Kulturdenkmälern, aber auch von dem galizischen Essen.

Letzteres wird demonstriert, indem die Gäste mit kulinarischen Spezialitäten verwöhnt werden. Natürlich nur Ausstellungseröffnung, danach nicht mehr.





Fotoausstellung "Faszinierendes Galicien", Juni 2017, Stadtbücherei Regensburg


Samstag, 17. Juni 2017

Atempause am Flohmarkt

Samstag abend - der dritte Tag ist zu Ende. Es kehrte Ruhe ein am Dultplatzgelände. Der tagsüber eher kühle Wind hält seine Temperatur und wird zur milden Abendluft. Gemurmel da und dort, kleine Gruppen von Flohmarktverkäufern, die zusammen sitzen. Morgen früh geht es weiter - der letzte Tag des 4-Tage-Flohmarkts vom 15.-18. Juni 2017.
Dultplatz, 20:40 Uhr. Noch 10 Minuten bis zum Sonnenuntergang.

Mittwoch, 14. Juni 2017

Atelierfest bei Helmut Wolf, Beratzhausen



Auch dieses Jahr gibt es wieder einen Tag des offenen Ateliers beim Bildhauer Helmut Wolf. Ich war vor drei Jahren dort und erlebte einen wunderschönen Tag in angenehmer Atmosphäre. Und in dem begehbaren Atelierhaus gibt es unglaublich viel zu entdecken.

Atelierfest und Tag der offenen Tür 
Helmut Wolf, Bildhauer

Samstag, den 24.06.2017 ab 15.00 Uhr


Beratzhausen, Bischhof- Weig- Str. 47

ab 20:00 Live Musik: Trio „Sonamanos“



Fotos vom Atelierfest 2014

siehe auch Blog-Artikel
http://www.regensburger-tagebuch.de/2014/07/bilder-vom-atelier-fest-2014-bildhauer.html

Montag, 12. Juni 2017

Irgendeine Biene, irgeneine Blüte


Um genau zu sein: eine Blüte am Wegesrand in Wolfsegg. Ich fotografiere gerade mit dem Teleobjektiv die Burg. Und zwischendurch sehe ich mir gerne die Welt im Makrobereich an. Wozu das Teleobjektiv ebenfalls taugt - es ist wie eine Lupe, mit der die unscheinbare Natur ringsherum plötzlich interessant wird.

Die Fotos: nichts Besonderes, oft schon fotografiert. Aber immer wieder faszinierend.

Sonntag, 11. Juni 2017

Farben am Unteren Wöhrd


Ein paar Fotos von einem meiner Spaziergänge mit Yorki am Unteren Wöhrd. Seine frühere Lieblingsstrecke, zwischen DLRG und Grieser Steg.

Samstag, 10. Juni 2017

Städtischer Baustadel - Entwicklung am Unteren Wöhrd

Städtischer Baustadel, 05.06.2017

Beim Vorbeifahren sah ich: der denkmalgeschützte Stadel wird jetzt saniert. Also kehrte ich um und machte ein Foto. Ich erinnere mich an die letzten Jahre: das verdreht auf dem Gelände stehende Gebäude hat die Verwertung und Sanierung des Geländes erschwert. Ein Käufer wurde trotzdem gefunden, die Neubauten stehen schon.



Aber was ist das überhaupt für ein Gebäude? Laut Denkmalliste heißt es "Baustadel" am Unteren Wöhrd 33, nicht zu verwechseln mit dem "Bauholzstadel", dem riesigen, vor Jahren sanierten Stadel weiter unten in der Wöhrdstraße 54.


Abstecher zur Burg Wolfsegg

Bei einer Spazierfahrt an der Naab machte ich einen Abstecher zur Burg Wolfsegg. Die habe ich doch tatsächlich  noch nie gesehen.

Die Burg Wolfsegg stammt aus 1278. Wegen der abgelegenen Lage wurde sie nie zerstört und ist durchgehend aus gotischer Bausubstanz. Sagt jedenfalls Wikipedia. Besichtigen konnte ich sie nicht, denn wie sich herausstellte, geht das nur am Wochenende


Die Weiße Frau und die Parapsychologen

Bekannt ist die Burg wegen der Sage von der Weißen Frau, die in der Burg umgehen soll. Es wird behauptet, dass die Sage auf das 15. Jahrhundert zurückgeht, allerdings findet sich in einer Sagensammlung von 1848 noch nichts von dieser Geschichte.

Es gibt Mutmaßungen, dass es sich dabei um die Frau des Burgherrn Ulrich von Laaber, Klara von Helfenstein, handelt, die dieser töten ließ, nachdem sie sich auf eine Liebschaft mit seinem Widersacher Georg Moller von der Hammermühle von Heitzenhofen eingelassen hatte. Dies ist aber mit der historischen Sachlage nicht in Einklang zu bringen, denn besagte Klara überlebte ihren Gatten um vier Jahre.

Die Sage griff in den 60-er Jahren auch eine Regensburger Wochenzeitung auf. 1968 reiste dazu der New Yorker Parapsychologe Hans Holzer mit seinem Medium Edith Riedl aus Wien an, das die Weizkammer als Tatort des Mordes identifizieren zu können glaubte. Von Lichterscheinungen wird ebenfalls berichtet.

In der Burg wurden immer wieder unerklärliche Geräusche aus der Höhle wahrgenommen, die vermutlich von Wilderern stammten, die dort ihre Beute versteckten und den Ruf als Geisterhöhle zu ihrem Nutzen pflegten.

Mehr Informationen zur Burg gibt es auf: https://de.wikipedia.org/wiki/Burg_Wolfsegg





Seht ihr sie, die weiße Frau? Da im rechten Fenster! Oh Manno, ihr seid immer so langsam ... jetzt ist sie weg.








(Webseite: www.burg-wolfsegg.de)





 Die vermeintlich alte Kirche gegenüber, die ich noch nebenher dokumentiert habe, ist in Wirklichkeit relativ neu - sie stammt aus dem Jahr 1935. Es ist die Pfarrkirche Christkönig (https://de.wikipedia.org/wiki/Christk%C3%B6nig_(Wolfsegg))












Freitag, 9. Juni 2017

Der Storch von Kallmünz hat ein Junges

Abstecher nach Kallmünz am 9. Juni 2017. Ich sehe gerne bei der kleinen Gastwirtschaft vorbei, die auch so einen Yorkshire Terrier  haben - Blacky heißt er, und er und mein Hund kennen sich schon.

Und dabei sehe ich endlich mal den Kallmünzer Storch, der mir in den vielen Jahren nie aufgefallen war. Der nistet nämlich auf diesem Anwesen.

Huch - da fotografiert mich jemand!

Schöne Abend-Impressionen am Reinhausener Ufer

Es ist immer wieder schön, dort spazieren zu gehen: am Regenufer von Reinhausen, dort wo das Neubaugebiet der Holzlände ist. Besonders in den letzten Sonnenstrahlen findet man idyllische Ansichten.



Zeichnung aus 1816 - Unterer Wöhrd und Steinerne Brücke

Durch Zufall fand ich eine historische Zeichnung, die ich bisher noch nirgendwo gesehen habe. Sie stammt aus dem Jahr 1816, Zeichner war ein Johann Christoph Erhard.

Der Titel:  Ansicht des Unteren Wöhrds mit Blick auf die Stadt Regensburg und den nördlichen Teil der Steinernen Brücke


Johann Christoph Erhard. Ansicht des Unteren Wöhrds mit Blick auf die Stadt Regensburg und den nördlichen Teil der Steinernen Brücke, 1816
Gefunden habe ich die Zeichnung auf der Webseite der Hamburger Kunsthalle, dort kann man das Originalwerk auch käuflich erwerben (Daten am Ende des Artikels).

Zuerst musste ich die Orientierung finden. Man könnte sich vorstellen, dass man auf dem heutigen Grieser Steg steht und zur Steinernen Brücke rüber sieht. Dann sieht man den nördlichen Teil der Brücke, links die Jahninsel, hinter dessen Bäumen wäre (verdeckt) der andere Donauarm und dann die Türme der Altstadt.

Donnerstag, 8. Juni 2017

Und was ist mit dem Bruckmandl?

Regensburger Bruckmandl

 Die Steinerne Brücke soll also Ende 2017 fertig sein. Aber was ist mit dem Bruckmandl?

Das arme (da einarmige) Bruckmandl wird offenbar erst am Ende montiert. Restauriert ist es bereits, wie es in einer Meldung der Stadt Regensburg Ende 2016 hieß:

Weitgehend abgeschlossen ist auch die Instandsetzung des Bruckmandls, die von einer Fachfirma im städtischen Bauhof durchgeführt wird. Der rechte Arm, den die Figur im Dezember 2012 verloren hatte, wurde erneuert und ergänzt und muss nun noch abschließend bearbeitet und mit den verantwortlichen Stellen bei der Stadt und dem Landesamt für Denkmalpflege endgültig abgestimmt werden.  (Aus: https://www.regensburg.de/steinerne/aktuelles/stand-der-sanierungsarbeiten-zum-jahresende-2016)
Bekannlicherweise wurde das Mandl von der "gemeinen" Steinlaus beschädigt:
http://www.regensburger-tagebuch.de/2013/01/ratsel-um-verschwundenen-bruckmandl-arm.html

Eine wesentlich ernsthaftere Reportage über die Historie des Bruckmandl findet ihr in zwei Teilen hier:
Dort erfährt ihr auch, dass "unser" Bruckmandl eigentlich die dritte Version ist und außerdem schon die ganze Zeit an falscher Stelle steht. Und dass es wahrscheinlich ein "Südweiser" war, also die Richtung nach Süd anzeigte, und überhaupt nichts mit irgendwelchen Wetten oder sonstigen Sagen zu tun hat.


Steinerne Brücke 2007 bis 2017 - ein Rückblick



Die Sanierung der Steinernen Brücke liegt im Zeitplan.  Wir sind im 4. Bauabschnitt, das ist auch der letzte. Saniert werden die Bögen 6 bis 9. Ende 2017 soll die Brücke wieder ganz begehbar sein (den Zeitplan kann man hier einsehen).

Ich habe mir die Mühe gemacht, meine Fotos der letzten 10 Jahre durchzugehen und Bilder von der Steinernen Brücke herauszusuchen.

Beachtet bitte die Fotos vom  Oktober 2008 - hier wurde die Brücke endgültig autofrei.

Mittwoch, 7. Juni 2017

Brasilianische Klänge in der Blumenstraße

Der  Wegfall von Gerlinde Munoz - der Donaustrudel widmete ihr in der letzten Ausgabe eine Ehrenseite-  hatte auch in der Blumenstraße ein Loch gerissen. Denn  25 Jahre lang bereicherte und prägte sie unsere Hausgemeinschaft mit ihren dreihunderprozentigen Lebensfreude, Kontaktfreude, sozialen Engagement und ihren lyrischen und darstellerischen Talenten.

Nun kommen tröstliche Klänge ins Haus, von zwei würdigen und sympathischen Nachfolgern. Gerlinde kannte und wertschätzte einen von ihnen, nämlich den brasilianischen Musiker Mauricio Mendes. Er brachte einen zweiten brasilianischen Musiker: Silvio (Machado) Fortes.

Silvio ist ein langjähriger Freund von Mauricio, den ich schon bei einigen Auftritten gesehen hatte, und der schon seit einiger Zeit von München nach Regensburg umsiedeln wollte. Beide bereichern jetzt die Hausgemeinschaft, und ich denke, Gerlinde wäre sehr zufrieden damit gewesen.

Mauricio Mendes und Silvio Fortes bei einer spontanen Session anlässlich eines nachbarschaftlichen Besuchs

Das zweite Buch der Dominschriften wird vorgestellt

Am Dienstag 13. Juni in der Ulrichskirche wird nun der zweite Band der Dominschriften vorgestellt:  "Die Inschriften des Regensburger Doms von 1051 bis 1700"

Die Inschriften des Regensburger Doms
von 1501 bis 1700;
Nachfolger von Teil 1, das die Zeit bis 1500 erfasst


Das wissenschaftlich ausgerichtete Buch ist eigentlich schon seit 2016 erhältlich. Da auch bei der Vorstellung des zweiten Bandes wieder viel Prominenz beteiligt ist, deren Terminpläne zu berücksichtigen waren, ist die Vorstellung erst jetzt möglich. Ich will hier auch nicht Werbung für die wissenschaftlich ausgerichteten Bücher machen, sondern über die Hintergründe berichten.

Über das erste Buch hatte ich 2008 berichtet. 

Sechs Jahre lang haben die  Kunsthistoriker Werner Mayer und Walburga Knorr die Inschriften in Dom und Domkreuzgang erforscht. Sie haben mühsam die alten, verwitterten Texte enträtselt und übersetzt, schließlich wissenschaftlich dokumentiert. Der Wälzer ist natürlich für die Fachwelt gedacht - aber durchaus nicht nur für die theologische Fachwelt.


Für die Regensburger Geschichtsforschung ist er z.B. deshalb interessant, weil er Informationen über die Geschichte des Regensburger Bürgertums enthält

"Inschriften" befinden sich nämlich hauptsächlich auf Grabplatten, daneben auch in den gotischen Fenstern oder auf Messgewändern und liturgischen Geräten. Hauptsächlich die Grabinschriften sagen etwas aus über die Stifter, z. B. ob sie aus Adelsfamilien kamen oder reiche Regensburger Kaufleute waren. Es konnte sich schließlich nicht jeder leisten, im Dom begraben zu werden.

Grabplatten in Kirchen?

Vielleicht ist Ihnen das schon mal aufgefallen: in Regensburger Kirchen, also auch dem Dom und im Domkreuzgang, findet man hunderte von Grabplatten - sowohl in die Wand eingelassen oder im Fußboden integriert, auch an Außenwänden (betrachten Sie doch mal das Peterskirchlein am Bahnhof etwas genauer).

Wie schwer die Texte zu enträtseln sind, die man in verschiedenen Sprachen und in altdeutschen Schriftarten und zudem abgewetzt vorfindet, habe ich über die Jahre hinweg mit verfolgt, weil mir der Autor Werner Mayer immer wieder mal Beispiele demonstrierte, z.B. bei der Besichtigung des Domkreuzgangs kurz vor dessen renovierungsbedingter Schließung.



Werner Mayer erklärt mir eine Inschrift im Regensburger Domkreuzgang
Besuch am Tag der offenen Tür, 2015

Montag, 5. Juni 2017

Die Charity-Art-Group Jubiläumsbroschüre ist da

Die Benefizgruppe "Regensburger Charity Art Group" hat ihr 10 jähriges Jubiläum, und seit Monaten arbeiten wir an einem entsprechenden Druckwerk. Jetzt  ist es fertig. Rita Dendorfer hat die ersten Exemplare anlässlich ihrer Vernissage letzte Woche verteilt.



Recherche-Pause

Foto: S.T.
Ich habe da ein Foto für das Regensburger Tagebuch, sprach mich eine Palletti-Stammgast-Bekannte an, als ich die Augen wieder mal öffnete. Und sendete mir dann das obige Bild.

Neugestaltung Bahnhofsareal doch ein Jahrhundertwerk?

Jahrhundertaufgabe Neugestaltung Bahnhofsareal
Quelle: www.regensburg.de


Also gut, ich gebe zu: ich habe mich  getäuscht, und zwar gewaltig getäuscht. Die Bürgerbeteiligung an der Gestaltung des Bahnhofareals, inszeniert als Aktion "Stadtraum Gestalten", hatte doch Sinn, und war nicht das übliche Beteiligungsfeigenblatt.


Erstes von 6 Videos über die sechs Aktionstage "stadtraum-gestalten" in Regensburg: https://youtu.be/QKUdpiJpTbE?list=PL6pF1KBkRZGs4aLqzjQjzVSh-rKoQ31jK


Allein die Beteiligung selbst war gewaltig, und weit ernsthafter, als ich es vermutet hätte. Eindrucksvoller als irgendwelche Pressemitteilungen beweisen mir das  sechs Videos von den zwei Ideenwerkstätten im März und Anfang Mai 2017, die man auch auf youtube abrufen kann.

Aber vor allem: wie ich kürzlich  erfahren habe, kamen dabei geniale Vorschläge heraus - sowohl von Bürgern, als auch von externen Fachleuten. Vorschläge mit Lösungen, an die  bisher keiner dachte. So gibt es jetzt sogar die Aussicht, dass der gefürchtete Verlust von Bäumen durch die neue S-Bahn vermieden werden kann, ja sogar am Ende mehr Grün da ist, als vorher. Und es gibt Ideen, wie man auf simple Weise den "Angstraum" um die Bushaltestellte Albertstraße beseitigen kann, was für sich allein schon ein gewaltiger Erfolg für uns Regensburger wäre.


Samstag, 3. Juni 2017

Spiegelselfie im Multiversum des Wiener Naschmarktes

Verwirrter Blick in's Multiversum

In meiner Fototasche fand ich vor ein paar Tagen - so überrascht wie überglücklich - eine verschollene SD-Karte mit Fotos aus meinem letzten Wienbesuch. Die Bilder entstanden fast genau vor einem Jahr, also im Mai 2016.

Bei den Fotos waren auch ein paar Spiegelselfie-Bilder dabei. Spiegelselfies zu machen, habe ich mir vor ein paar Jahren angewohnt. Egal ob im Parkhauslift vom Dachauplatz oder im Lift des ars-electronica-centers in Linz, ob in den Schaufenstern der Stadt Regensburg oder im verspiegelten Waschraum eines Imbisses des Wiener Naschmarktes.

Ecce Homo - Leidenswege von Menschen


Ausstellungseröffnung "Ecce Homo - Kreuzwege" von Rita Dendorfer, 1. Juni 2017


Gestern besuchte ich eine schöne Vernissage in der Oberen Bachgasse mit hervorragenden Künstlern und absolut sehenswerten  Werken.  Aber noch  nachhaltiger beschäftigt mich eine Ausstellungseröffnung vom Tag davor, die viel unscheinbarer daher kam, und von der ich erzählen möchte:

"Ecce Homo - Kreuzweg zum Leben"

Ausgestellt wird ein Bilderzyklus von Rita Dendorfer - eine Serie, dich ich schon 2012 im Schloss Spindlhof als "Kreuzweg in 15 Stationen" erlebt habe.

Diesmal findet man die Bilder im hinteren Bereich der Stadtparrkirche Herz Marien in der Rilkestraße, und zwar in der Zeit vom 2.6. bis 8.9. 2017.

Bürgermeister Jürgen Huber gelang eine sehr lebendige und interessante Einführung bei der Eröffnung am 1. Juni.

"Die Bilder sind hervorragend geeignet, um darin spazieren zu gehen, und eigene Betrachtungen zum Thema Leidensweg anzustellen".

So ungefähr formulierte er  Jürgen Huber, der bekanntlicherweise selbst Künstler ist, in seiner  Einführung.  Und diese und andere Gedanken arbeiten immer noch in mir nach.

Und darum möchte ich hier weniger über die Bilder selbst schreiben, deren Qualität ich schon an früherer Stelle Respekt zollte, sondern über das Thema "Leidenswege"- warum das Thema Ecce Homo es bis heute in der Kunst auftaucht, und was es mit "uns" zu tun hat.

Gut, zugegeben, mit "uns" meine ich schon  die  etwas älteren Mitmenschen. Denn je älter man wird, je mehr man sieht und miterlebt (oder gar selbst erlebt), desto klarer wird die Erkenntnis, dass dem Menschen Leidenswege vorprogrammiert zu sein scheinen. Auch wenn er reich und schön ist, gut verdient und Freunde hat.


Samstag, 27. Mai 2017

Das Dörnberggelände in der Abendsonne

Es wiederstrebt mir einfach, zu sagen: "Das Dörnberg". Das tut doch weh. Dann noch lieber "das Dörnberg-Gelände". Die "Gegend um die Ladehofstraße" kann man auch nicht mehr sagen, da die Ladehofstraße umgenannt wurde. Vielleicht noch Schenker-Gelände, damit könnten einige was anfangen.

Aber mitterweile weiß wohl jeder, welche Ecke Regensburg mit "Dörnberg" gemeint ist.

 



Das "Große Gräberfeld" der Römer von Dahlem

Nämlich da, wo die toten Römer hausten. Rechts und links von der Kumpfmühler Brücke also. Da waren vor zweitausend Jahren die die Gräberfelder der Römer. Natürlich gab es damals keine Brücke, schließlich gab es keine Bahn. Aber es gab die Ausfallstraße nach Augsburg, die auch heute noch zum Ziegetsberg führt, die entscheidende Fernstrecke im Westen der Stadt - die Via Augustana.