Regensburger Tagebuch

Notizen von der nördlichsten Stadt Italiens

Freitag, 23. Juni 2017

Galicien - zauberhaftes Nordwest-Spanien - Vernissage 28.6.2017

Die folgende Aktion gehört noch zur diesjährigen CinEScultura, es ist sozusagen der letzte Programmhöhepunkt:

Fotoausstellung "Faszinierendes Galicien"
Stadtbücherei Thon-Dittmer-Palais
Vernissage am  28. Juni 2017 um 19.00 Uhr 
 
Ausstellungsdauer: 29. Juni – 09. September 2017
eine Veranstaltung von CINESCULTURA


Galicien, so heißt der  Nordwesten von Spanien. Wer dort war, schwärmt von  zauberhaften Landschaften und Kulturdenkmälern, aber auch von dem galizischen Essen.

Letzteres wird demonstriert, indem die Gäste mit kulinarischen Spezialitäten verwöhnt werden. Natürlich nur Ausstellungseröffnung, danach nicht mehr.





Fotoausstellung "Faszinierendes Galicien", Juni 2017, Stadtbücherei Regensburg


Samstag, 17. Juni 2017

Atempause am Flohmarkt

Samstag abend - der dritte Tag ist zu Ende. Es kehrte Ruhe ein am Dultplatzgelände. Der tagsüber eher kühle Wind hält seine Temperatur und wird zur milden Abendluft. Gemurmel da und dort, kleine Gruppen von Flohmarktverkäufern, die zusammen sitzen. Morgen früh geht es weiter - der letzte Tag des 4-Tage-Flohmarkts vom 15.-18. Juni 2017.
Dultplatz, 20:40 Uhr. Noch 10 Minuten bis zum Sonnenuntergang.

Mittwoch, 14. Juni 2017

Atelierfest bei Helmut Wolf, Beratzhausen



Auch dieses Jahr gibt es wieder einen Tag des offenen Ateliers beim Bildhauer Helmut Wolf. Ich war vor drei Jahren dort und erlebte einen wunderschönen Tag in angenehmer Atmosphäre. Und in dem begehbaren Atelierhaus gibt es unglaublich viel zu entdecken.

Atelierfest und Tag der offenen Tür 
Helmut Wolf, Bildhauer

Samstag, den 24.06.2017 ab 15.00 Uhr


Beratzhausen, Bischhof- Weig- Str. 47

ab 20:00 Live Musik: Trio „Sonamanos“



Fotos vom Atelierfest 2014

siehe auch Blog-Artikel
http://www.regensburger-tagebuch.de/2014/07/bilder-vom-atelier-fest-2014-bildhauer.html

Montag, 12. Juni 2017

Irgendeine Biene, irgeneine Blüte


Um genau zu sein: eine Blüte am Wegesrand in Wolfsegg. Ich fotografiere gerade mit dem Teleobjektiv die Burg. Und zwischendurch sehe ich mir gerne die Welt im Makrobereich an. Wozu das Teleobjektiv ebenfalls taugt - es ist wie eine Lupe, mit der die unscheinbare Natur ringsherum plötzlich interessant wird.

Die Fotos: nichts Besonderes, oft schon fotografiert. Aber immer wieder faszinierend.

Sonntag, 11. Juni 2017

Farben am Unteren Wöhrd


Ein paar Fotos von einem meiner Spaziergänge mit Yorki am Unteren Wöhrd. Seine frühere Lieblingsstrecke, zwischen DLRG und Grieser Steg.

Samstag, 10. Juni 2017

Städtischer Baustadel - Entwicklung am Unteren Wöhrd

Städtischer Baustadel, 05.06.2017

Beim Vorbeifahren sah ich: der denkmalgeschützte Stadel wird jetzt saniert. Also kehrte ich um und machte ein Foto. Ich erinnere mich an die letzten Jahre: das verdreht auf dem Gelände stehende Gebäude hat die Verwertung und Sanierung des Geländes erschwert. Ein Käufer wurde trotzdem gefunden, die Neubauten stehen schon.



Aber was ist das überhaupt für ein Gebäude? Laut Denkmalliste heißt es "Baustadel" am Unteren Wöhrd 33, nicht zu verwechseln mit dem "Bauholzstadel", dem riesigen, vor Jahren sanierten Stadel weiter unten in der Wöhrdstraße 54.


Abstecher zur Burg Wolfsegg

Bei einer Spazierfahrt an der Naab machte ich einen Abstecher zur Burg Wolfsegg. Die habe ich doch tatsächlich  noch nie gesehen.

Die Burg Wolfsegg stammt aus 1278. Wegen der abgelegenen Lage wurde sie nie zerstört und ist durchgehend aus gotischer Bausubstanz. Sagt jedenfalls Wikipedia. Besichtigen konnte ich sie nicht, denn wie sich herausstellte, geht das nur am Wochenende


Die Weiße Frau und die Parapsychologen

Bekannt ist die Burg wegen der Sage von der Weißen Frau, die in der Burg umgehen soll. Es wird behauptet, dass die Sage auf das 15. Jahrhundert zurückgeht, allerdings findet sich in einer Sagensammlung von 1848 noch nichts von dieser Geschichte.

Es gibt Mutmaßungen, dass es sich dabei um die Frau des Burgherrn Ulrich von Laaber, Klara von Helfenstein, handelt, die dieser töten ließ, nachdem sie sich auf eine Liebschaft mit seinem Widersacher Georg Moller von der Hammermühle von Heitzenhofen eingelassen hatte. Dies ist aber mit der historischen Sachlage nicht in Einklang zu bringen, denn besagte Klara überlebte ihren Gatten um vier Jahre.

Die Sage griff in den 60-er Jahren auch eine Regensburger Wochenzeitung auf. 1968 reiste dazu der New Yorker Parapsychologe Hans Holzer mit seinem Medium Edith Riedl aus Wien an, das die Weizkammer als Tatort des Mordes identifizieren zu können glaubte. Von Lichterscheinungen wird ebenfalls berichtet.

In der Burg wurden immer wieder unerklärliche Geräusche aus der Höhle wahrgenommen, die vermutlich von Wilderern stammten, die dort ihre Beute versteckten und den Ruf als Geisterhöhle zu ihrem Nutzen pflegten.

Mehr Informationen zur Burg gibt es auf: https://de.wikipedia.org/wiki/Burg_Wolfsegg





Seht ihr sie, die weiße Frau? Da im rechten Fenster! Oh Manno, ihr seid immer so langsam ... jetzt ist sie weg.








(Webseite: www.burg-wolfsegg.de)





 Die vermeintlich alte Kirche gegenüber, die ich noch nebenher dokumentiert habe, ist in Wirklichkeit relativ neu - sie stammt aus dem Jahr 1935. Es ist die Pfarrkirche Christkönig (https://de.wikipedia.org/wiki/Christk%C3%B6nig_(Wolfsegg))












Freitag, 9. Juni 2017

Der Storch von Kallmünz hat ein Junges

Abstecher nach Kallmünz am 9. Juni 2017. Ich sehe gerne bei der kleinen Gastwirtschaft vorbei, die auch so einen Yorkshire Terrier  haben - Blacky heißt er, und er und mein Hund kennen sich schon.

Und dabei sehe ich endlich mal den Kallmünzer Storch, der mir in den vielen Jahren nie aufgefallen war. Der nistet nämlich auf diesem Anwesen.

Huch - da fotografiert mich jemand!

Schöne Abend-Impressionen am Reinhausener Ufer

Es ist immer wieder schön, dort spazieren zu gehen: am Regenufer von Reinhausen, dort wo das Neubaugebiet der Holzlände ist. Besonders in den letzten Sonnenstrahlen findet man idyllische Ansichten.



Zeichnung aus 1816 - Unterer Wöhrd und Steinerne Brücke

Durch Zufall fand ich eine historische Zeichnung, die ich bisher noch nirgendwo gesehen habe. Sie stammt aus dem Jahr 1816, Zeichner war ein Johann Christoph Erhard.

Der Titel:  Ansicht des Unteren Wöhrds mit Blick auf die Stadt Regensburg und den nördlichen Teil der Steinernen Brücke


Johann Christoph Erhard. Ansicht des Unteren Wöhrds mit Blick auf die Stadt Regensburg und den nördlichen Teil der Steinernen Brücke, 1816
Gefunden habe ich die Zeichnung auf der Webseite der Hamburger Kunsthalle, dort kann man das Originalwerk auch käuflich erwerben (Daten am Ende des Artikels).

Zuerst musste ich die Orientierung finden. Man könnte sich vorstellen, dass man auf dem heutigen Grieser Steg steht und zur Steinernen Brücke rüber sieht. Dann sieht man den nördlichen Teil der Brücke, links die Jahninsel, hinter dessen Bäumen wäre (verdeckt) der andere Donauarm und dann die Türme der Altstadt.

Donnerstag, 8. Juni 2017

Und was ist mit dem Bruckmandl?

Regensburger Bruckmandl

 Die Steinerne Brücke soll also Ende 2017 fertig sein. Aber was ist mit dem Bruckmandl?

Das arme (da einarmige) Bruckmandl wird offenbar erst am Ende montiert. Restauriert ist es bereits, wie es in einer Meldung der Stadt Regensburg Ende 2016 hieß:

Weitgehend abgeschlossen ist auch die Instandsetzung des Bruckmandls, die von einer Fachfirma im städtischen Bauhof durchgeführt wird. Der rechte Arm, den die Figur im Dezember 2012 verloren hatte, wurde erneuert und ergänzt und muss nun noch abschließend bearbeitet und mit den verantwortlichen Stellen bei der Stadt und dem Landesamt für Denkmalpflege endgültig abgestimmt werden.  (Aus: https://www.regensburg.de/steinerne/aktuelles/stand-der-sanierungsarbeiten-zum-jahresende-2016)
Bekannlicherweise wurde das Mandl von der "gemeinen" Steinlaus beschädigt:
http://www.regensburger-tagebuch.de/2013/01/ratsel-um-verschwundenen-bruckmandl-arm.html

Eine wesentlich ernsthaftere Reportage über die Historie des Bruckmandl findet ihr in zwei Teilen hier:
Dort erfährt ihr auch, dass "unser" Bruckmandl eigentlich die dritte Version ist und außerdem schon die ganze Zeit an falscher Stelle steht. Und dass es wahrscheinlich ein "Südweiser" war, also die Richtung nach Süd anzeigte, und überhaupt nichts mit irgendwelchen Wetten oder sonstigen Sagen zu tun hat.


Steinerne Brücke 2007 bis 2017 - ein Rückblick



Die Sanierung der Steinernen Brücke liegt im Zeitplan.  Wir sind im 4. Bauabschnitt, das ist auch der letzte. Saniert werden die Bögen 6 bis 9. Ende 2017 soll die Brücke wieder ganz begehbar sein (den Zeitplan kann man hier einsehen).

Ich habe mir die Mühe gemacht, meine Fotos der letzten 10 Jahre durchzugehen und Bilder von der Steinernen Brücke herauszusuchen.

Beachtet bitte die Fotos vom  Oktober 2008 - hier wurde die Brücke endgültig autofrei.

Mittwoch, 7. Juni 2017

Brasilianische Klänge in der Blumenstraße

Der  Wegfall von Gerlinde Munoz - der Donaustrudel widmete ihr in der letzten Ausgabe eine Ehrenseite-  hatte auch in der Blumenstraße ein Loch gerissen. Denn  25 Jahre lang bereicherte und prägte sie unsere Hausgemeinschaft mit ihren dreihunderprozentigen Lebensfreude, Kontaktfreude, sozialen Engagement und ihren lyrischen und darstellerischen Talenten.

Nun kommen tröstliche Klänge ins Haus, von zwei würdigen und sympathischen Nachfolgern. Gerlinde kannte und wertschätzte einen von ihnen, nämlich den brasilianischen Musiker Mauricio Mendes. Er brachte einen zweiten brasilianischen Musiker: Silvio (Machado) Fortes.

Silvio ist ein langjähriger Freund von Mauricio, den ich schon bei einigen Auftritten gesehen hatte, und der schon seit einiger Zeit von München nach Regensburg umsiedeln wollte. Beide bereichern jetzt die Hausgemeinschaft, und ich denke, Gerlinde wäre sehr zufrieden damit gewesen.

Mauricio Mendes und Silvio Fortes bei einer spontanen Session anlässlich eines nachbarschaftlichen Besuchs

Das zweite Buch der Dominschriften wird vorgestellt

Am Dienstag 13. Juni in der Ulrichskirche wird nun der zweite Band der Dominschriften vorgestellt:  "Die Inschriften des Regensburger Doms von 1051 bis 1700"

Die Inschriften des Regensburger Doms
von 1501 bis 1700;
Nachfolger von Teil 1, das die Zeit bis 1500 erfasst


Das wissenschaftlich ausgerichtete Buch ist eigentlich schon seit 2016 erhältlich. Da auch bei der Vorstellung des zweiten Bandes wieder viel Prominenz beteiligt ist, deren Terminpläne zu berücksichtigen waren, ist die Vorstellung erst jetzt möglich. Ich will hier auch nicht Werbung für die wissenschaftlich ausgerichteten Bücher machen, sondern über die Hintergründe berichten.

Über das erste Buch hatte ich 2008 berichtet. 

Sechs Jahre lang haben die  Kunsthistoriker Werner Mayer und Walburga Knorr die Inschriften in Dom und Domkreuzgang erforscht. Sie haben mühsam die alten, verwitterten Texte enträtselt und übersetzt, schließlich wissenschaftlich dokumentiert. Der Wälzer ist natürlich für die Fachwelt gedacht - aber durchaus nicht nur für die theologische Fachwelt.


Für die Regensburger Geschichtsforschung ist er z.B. deshalb interessant, weil er Informationen über die Geschichte des Regensburger Bürgertums enthält

"Inschriften" befinden sich nämlich hauptsächlich auf Grabplatten, daneben auch in den gotischen Fenstern oder auf Messgewändern und liturgischen Geräten. Hauptsächlich die Grabinschriften sagen etwas aus über die Stifter, z. B. ob sie aus Adelsfamilien kamen oder reiche Regensburger Kaufleute waren. Es konnte sich schließlich nicht jeder leisten, im Dom begraben zu werden.

Grabplatten in Kirchen?

Vielleicht ist Ihnen das schon mal aufgefallen: in Regensburger Kirchen, also auch dem Dom und im Domkreuzgang, findet man hunderte von Grabplatten - sowohl in die Wand eingelassen oder im Fußboden integriert, auch an Außenwänden (betrachten Sie doch mal das Peterskirchlein am Bahnhof etwas genauer).

Wie schwer die Texte zu enträtseln sind, die man in verschiedenen Sprachen und in altdeutschen Schriftarten und zudem abgewetzt vorfindet, habe ich über die Jahre hinweg mit verfolgt, weil mir der Autor Werner Mayer immer wieder mal Beispiele demonstrierte, z.B. bei der Besichtigung des Domkreuzgangs kurz vor dessen renovierungsbedingter Schließung.



Werner Mayer erklärt mir eine Inschrift im Regensburger Domkreuzgang
Besuch am Tag der offenen Tür, 2015

Montag, 5. Juni 2017

Das Charity-Art-Group Jubiläumsbroschüre ist da

Die Benefizgruppe "Regensburger Charity Art Group" hat ihr 10 jähriges Jubiläum, und seit Monaten arbeiten wir an einem entsprechenden Druckwerk. Jetzt  ist es fertig. Rita Dendorfer hat die ersten Exemplare anlässlich ihrer Vernissage letzte Woche verteilt.



Recherche-Pause

Foto: S.T.
Ich habe da ein Foto für das Regensburger Tagebuch, sprach mich eine Palletti-Stammgast-Bekannte an, als ich die Augen wieder mal öffnete. Und sendete mir dann das obige Bild.

Neugestaltung Bahnhofsareal doch ein Jahrhundertwerk?

Jahrhundertaufgabe Neugestaltung Bahnhofsareal
Quelle: www.regensburg.de


Also gut, ich gebe zu: ich habe mich  getäuscht, und zwar gewaltig getäuscht. Die Bürgerbeteiligung an der Gestaltung des Bahnhofareals, inszeniert als Aktion "Stadtraum Gestalten", hatte doch Sinn, und war nicht das übliche Beteiligungsfeigenblatt.


Erstes von 6 Videos über die sechs Aktionstage "stadtraum-gestalten" in Regensburg: https://youtu.be/QKUdpiJpTbE?list=PL6pF1KBkRZGs4aLqzjQjzVSh-rKoQ31jK


Allein die Beteiligung selbst war gewaltig, und weit ernsthafter, als ich es vermutet hätte. Eindrucksvoller als irgendwelche Pressemitteilungen beweisen mir das  sechs Videos von den zwei Ideenwerkstätten im März und Anfang Mai 2017, die man auch auf youtube abrufen kann.

Aber vor allem: wie ich kürzlich  erfahren habe, kamen dabei geniale Vorschläge heraus - sowohl von Bürgern, als auch von externen Fachleuten. Vorschläge mit Lösungen, an die  bisher keiner dachte. So gibt es jetzt sogar die Aussicht, dass der gefürchtete Verlust von Bäumen durch die neue S-Bahn vermieden werden kann, ja sogar am Ende mehr Grün da ist, als vorher. Und es gibt Ideen, wie man auf simple Weise den "Angstraum" um die Bushaltestellte Albertstraße beseitigen kann, was für sich allein schon ein gewaltiger Erfolg für uns Regensburger wäre.


Samstag, 3. Juni 2017

Spiegelselfie im Multiversum des Wiener Naschmarktes

Verwirrter Blick in's Multiversum

In meiner Fototasche fand ich vor ein paar Tagen - so überrascht wie überglücklich - eine verschollene SD-Karte mit Fotos aus meinem letzten Wienbesuch. Die Bilder entstanden fast genau vor einem Jahr, also im Mai 2016.

Bei den Fotos waren auch ein paar Spiegelselfie-Bilder dabei. Spiegelselfies zu machen, habe ich mir vor ein paar Jahren angewohnt. Egal ob im Parkhauslift vom Dachauplatz oder im Lift des ars-electronica-centers in Linz, ob in den Schaufenstern der Stadt Regensburg oder im verspiegelten Waschraum eines Imbisses des Wiener Naschmarktes.

Ecce Homo - Leidenswege von Menschen


Ausstellungseröffnung "Ecce Homo - Kreuzwege" von Rita Dendorfer, 1. Juni 2017


Gestern besuchte ich eine schöne Vernissage in der Oberen Bachgasse mit hervorragenden Künstlern und absolut sehenswerten  Werken.  Aber noch  nachhaltiger beschäftigt mich eine Ausstellungseröffnung vom Tag davor, die viel unscheinbarer daher kam, und von der ich erzählen möchte:

"Ecce Homo - Kreuzweg zum Leben"

Ausgestellt wird ein Bilderzyklus von Rita Dendorfer - eine Serie, dich ich schon 2012 im Schloss Spindlhof als "Kreuzweg in 15 Stationen" erlebt habe.

Diesmal findet man die Bilder im hinteren Bereich der Stadtparrkirche Herz Marien in der Rilkestraße, und zwar in der Zeit vom 2.6. bis 8.9. 2017.

Bürgermeister Jürgen Huber gelang eine sehr lebendige und interessante Einführung bei der Eröffnung am 1. Juni.

"Die Bilder sind hervorragend geeignet, um darin spazieren zu gehen, und eigene Betrachtungen zum Thema Leidensweg anzustellen".

So ungefähr formulierte er  Jürgen Huber, der bekanntlicherweise selbst Künstler ist, in seiner  Einführung.  Und diese und andere Gedanken arbeiten immer noch in mir nach.

Und darum möchte ich hier weniger über die Bilder selbst schreiben, deren Qualität ich schon an früherer Stelle Respekt zollte, sondern über das Thema "Leidenswege"- warum das Thema Ecce Homo es bis heute in der Kunst auftaucht, und was es mit "uns" zu tun hat.

Gut, zugegeben, mit "uns" meine ich schon  die  etwas älteren Mitmenschen. Denn je älter man wird, je mehr man sieht und miterlebt (oder gar selbst erlebt), desto klarer wird die Erkenntnis, dass dem Menschen Leidenswege vorprogrammiert zu sein scheinen. Auch wenn er reich und schön ist, gut verdient und Freunde hat.


Samstag, 27. Mai 2017

Das Dörnberggelände in der Abendsonne

Es wiederstrebt mir einfach, zu sagen: "Das Dörnberg". Das tut doch weh. Dann noch lieber "das Dörnberg-Gelände". Die "Gegend um die Ladehofstraße" kann man auch nicht mehr sagen, da die Ladehofstraße umgenannt wurde. Vielleicht noch Schenker-Gelände, damit könnten einige was anfangen.

Aber mitterweile weiß wohl jeder, welche Ecke Regensburg mit "Dörnberg" gemeint ist.

 



Das "Große Gräberfeld" der Römer von Dahlem

Nämlich da, wo die toten Römer hausten. Rechts und links von der Kumpfmühler Brücke also. Da waren vor zweitausend Jahren die die Gräberfelder der Römer. Natürlich gab es damals keine Brücke, schließlich gab es keine Bahn. Aber es gab die Ausfallstraße nach Augsburg, die auch heute noch zum Ziegetsberg führt, die entscheidende Fernstrecke im Westen der Stadt - die Via Augustana.

Höhen und Tiefen des Vatertagausflugs in Regensburg

Freier Tag nach turbulenten Wochen. Ich könnte im Garten abhängen. Vatertagswanderungen waren nie mein Ding. Aber ich muss wie jeden Frühling vor dem Föhngeräuschen der wartenden Züge fliehen - da hält man es weder im Garten noch am Balkon noch in der Wohnung aus. Also wieder mal stundenlange Spaziergänge durch Regensburg, wie sich herausstellt, verteilt auf drei Touren.

Zuerst packe ich Yorki, der ja sowieso mal raus muss, und fahre Richtung Dörnberg. Dort will ich schon lange den Baufortschritt dokumentieren.

Unterwegs eine Offenbarung: der Milchpilz, dessen aktueller Betreiber am 25.Mai 2017 den zehnten Milchpilz-Geburtstag feierte, lockt mit einem dringendst benötigten Cappuccino. Und da! Da ist tatsächlich auch ein Parkplatz frei! Keine hundert Meter entfernt!

Der Regensburger Milchpilz.
Wissenswertes hierzu: http://www.regensburger-tagebuch.de/2014/08/das-milchschwammerl-in-3d-ansicht.html

Also raus mit Yorki und wir nähern uns dezimeterweise dem Pilz. Yorki schnuppert jeden Grashalm ab, in dieser Anlage gibt es anscheinend enorm viel Chat-Botschaften der anderen Hunde. Ich lasse ihm das Vergnügen. Irgendwann bekomme ich auch meinen Cappuccino.

Ausgelassene Stimmung bei der Eröffnungsfeier DEZ e Arte

Bis tief in die Nacht - die Mariachi-Band sorgte für eine ausgelassene Stimmung

Am 22. Mai war die Eröffnung von "DEZ e Arte" im Einkaufszentrum. Und die war wirklich gelungen.

Campanile und Obermünsterruine - positive Entwicklung?




Der Campanile wird saniert! Das entdeckte ich bei meinen Spaziergängen in den letzten beiden Tagen. Ich habe noch nicht herausgefunden, ob das im Rahmen des Gesamtprojekts der seit Jahren laufenden Obermünsterviertelsanierung statt findet, oder eine zufällige Aktion des Bistums ist.



Obermünster Campanile; vom Jesuitenplatz aus gesehen. Foto: 26.05.2017

Sonntag, 21. Mai 2017

Morgen Eröffnung - DEZeARTE - Kooperation cinescultura und panamericanarte


DEZeARTE - hier handelt es sich um lateinamerikanische Kunst im Donau-Einkaufszentrum im Rahmen des Jubiläumsprogramms von CinEScultura.


Kunst: DEZeARTE

Ausstellungsdauer: 22.05. – 06.06.

Donau- Einkaufszentrum

Vernissage: Mo, 22.05. / 19.00 Uhr



Werke von 13 verschiedenen Künstlern, der sechs von cinEScultura eingeladenen Länder, von denen vier Künstler vor Ort sein werden und für Gespräche und Fragen zur Verfügung stehen. In Anwesenheit von Mariana Steiner, Robert Barberena de la Rocha und Fred Andrade.


Vom 23. Mai bis 3. Juni 2017 werden im DEZ zahlreiche Kunstwerke aus Lateinamerika ausgestellt. 13 Künstler aus Mexiko, Nicaragua, Kolumbien, Ecuador, Peru und Argentinien präsentieren ihre Arbeiten auf der großen Ausstellungsfläche im 2. Flur des Hauses.

Kuratiert wird die Ausstellung von dem Galeristen Michael Schäffer, der mit seiner PanAmericanArte Galerie diese Künstler vertritt.

Parallel und begleitend zur großen Kunstausstellung läuft im Center eine Foto-Ausstellung auf der Fläche vor der Sparda Bank/Drogerie Müller. FotoArt by PanAmericanArte zeigt auf großflächigen Fotoarbeiten spektakuläre Landschaften, Natur und Menschen dieser sechs lateinamerikanischen Gastländer.

Sonntag, 7. Mai 2017

Bilder von der Ausstellungseröffnung im Leeren Beutel - Renate Christin



Heute mittag wurde die Ausstellung von Renate Christin eröffnet. Der Saal im I. Stock des Leeren Beutel war rappelvoll.


Die "Städtische Galerie", geleitet von  Dr. Reiner Meyer, ist Teil der Regensburger Museen. Die "Museen in Regensburg" wiederum haben seit dem 1. Mai 2017 eine neue Leiterin,  die  Kunsthistorikerin Dr. Doris Gerstl. Diese trat als erste Rednerin auf.

Es sprachen noch Dr. Reiner Meyer, Bürgermeisterin Maltz-Schwarzfischer und Kulturjournalist Harald Raab.

Samstag, 6. Mai 2017

Sommer auf Probe


Was für ein Tag. Nach Sonne ausgehungert strömen die Regensburger schon am frühen Samstagmorgen in die Stadt, über die Donauinseln, über die Brücke und durch Stadtamhof. Ich mache mit Yorki einen mehrstündigen Spaziergang vom Unteren Wöhrd über Thundorfer Straße, Brücke und Stadtamhof.

Freitag, 5. Mai 2017

A Capella Nacht am 23.5. im Aurelium


Heartchor im Uni-Sommerfest 2012


Wie ich gerade vom Heartchor erfahren (bei dem ich jahrelang mitgesungen hatte) kommt bald eine interessante Veranstaltung der Music Academy.

Das Music College hat nämlich 20 jähriges Jubiläum und lädt ein zur
 
1. REGENSBURGER A CAPPELLA NACHT 
am 23.05.2017 im Aurelium Lappersdorf

mit 

HEART CHOR 
SINGBAR
CHOR DES MUSIC COLLEGE
COLLEGE VOICES
LOKEMOTION


Auf Einladung des Music College, das in diesem Schuljahr sein 20-jähriges Jubiläum feiert, haben sich verschiedene Chöre und Vokalgruppierungen der Regensburger Szene zu einem großen A Cappella-Projekt zusammengetan. Die Absicht: nicht nur die „Arbeit“ der Chöre  präsentieren, sondern auch  zeigen, was „Chor“ heute kann – in seiner ganzen stilistischen und sängerischen Bandbreite.

Dabei stehen vor allem moderne A Cappella-Arrangements aus der Pop-, Rock- und Jazzstilistik im Mittelpunkt.

Donnerstag, 4. Mai 2017

Neues von Amaro Ameise

Es gibt  eine neue Webseite von und über Amaro Ameise:


Sie enthält einen geschichtlichen Überblick über die letzten 12 Jahre. Was er aktuell 2017 macht, hat er in verschiedenen blogähnlichen Artikeln hier eingetragen:



Lesenswert ist der Eintrag vom 17.2.  (Titel "Der Sinn meiner Arbeit") anlässlich seine Säuberungsaktion in der Hermannstraße. Der Artikel gibt sehr gut wieder, welche Philosophie hinter den langjährigen Aktionen von Amaro Ameise steht. Denn da geht es nicht um den Petersweg und die dortige Bebauung, wie viele meinen, sondern um etwas anderes. Aber lest selbst - jede Zusammenfassung würde den Inhalt verfremden.


Ich selbst hatte das Bemühen von Amaro Ameise - nach einem längeren Gespräch mit ihm - in folgender Reportage im Jahre 2011 erläutert:
Der Artikel ist nach wie vor lesenswert, da er zum Nachdenken anregt. Wie können wir durch vorbildhaftes Tun das Verhalten der anderen verbessern? (und nebenher dafür sorgen, dass sich die Pfoten von Yorki und anderen Hunden nicht durch Glassplitter entzünden)

Auf der neuen Webseite fand ich  ein Video mit einem Kurzportrait, das auch auf youtube abrufbar ist (Stand 2016):

Samstag, 29. April 2017

Renate Christin in der Städtischen Galerie

Auf diese Ausstellung freue ich  mich sehr: die Städtische Galerie stellt Werke von Renate Christin aus.

Davon gibt es soviele, dass sie kaum zu "überblicken" sind (daher scheint der Ausstellungstitel zu stammen). Daher hängen sie folgerichtig auch im Treppenhaus und in der Jazzgalerie.


"überblicken" - Werke von Renate Christin
Städtische Galerie im Leeren Beutel
7. Mai bis zum 25. Juni 2017
 
 Vernissage:  Sonntag, 7. Mai 2017 um 11 Uhr

Musik: Hofbauer & Hofbauer


Es sprechen:
  • Dr. Doris Gerstl und Dr. Reiner Meyer (Museen Regensburg)
  • Harald Raab (Kulturjournalist),
  • Gertrud Maltz-Schwarzfischer (Bürgermeisterin)




Donnerstag, 27. April 2017

Finissage Fred Andrade - Ausstellung am 4. Mai 2017

Pura Vida en Colores - Fred Andrade, 2017
Am 4. Mai gibt es die Abschlussfeier zur Ausstellung von Fred Adrade im Leeren Beutel.

 Der in Amerika hochangesehene Künstler wird zu diese Veranstaltung von Kolumbien anreisen. Im Jahre 2014 reiste er mit damals 74 Jahren zur ersten seiner Ausstellungen in Deutschland, die von PanamericanArte organisiert wurde. Dass er sich diese Mühe macht, ist erfreulich und letztlich den Bemühungen des Kurators Michael Schäffer zu verdanken, der seit Jahren hochkarätige Künstler aus Nord- und Südamerika nach Regensburg bringt.

Mittwoch, 26. April 2017

Erster Todestag Martin Gunther

Heute vor einem Jahr verstarb im Josef-Hospiz Pentling ein guter Freund und Kollege, kurz nach seinem 50. Geburtstag: Martin Gunther. Er erlag trotz erbitterter Gegenwehr letztlich doch einem aggressiven Hirntumor.

Er war ein beliebter Dozent, intelligent, sozial engagiert. Wir Kollegen an den Eckert-Schulen vermissen noch heute seine Schlagfertigkeit und seinen trockenen Humor. Manchmal überlegen wir lachend,  welche spitzen Bemerkungen er zu einem bestimmten Thema loslassen würde. Darin war er genial.

Er war aber auch ein begnadeter Fotograf, von dem ich sehr viel lernte - und noch hätte lernen wollen. Unter anderem erklärte er mir in diversen Sessions die moderne Blitzlichtfotografie. Die Ausleuchtungsregeln haben sich seit meinen ersten Fotokursen in den 70ern kaum geändert, aber die Technik sehr wohl. Und da ich über die Jahrzehnte hinweg lernte, ohne Blitz zu fotografieren, fehlte mir dieses technische Wissen.

Montag, 24. April 2017

Erinnerung: Vernissage Volker Pfüller am 27.04.

Zur Erinnerung: am 27.4. findet die Ausstellungseröffnung von Volker Pfüller statt; auf die Ausstellung selbst hatte ich bereits hingewiesen


Hier kommen noch ein paar Bilder und zusätzliche Informationen:

In der DDR war er ein Star, im Westen hoch gefragt. Seine Theaterplakate, Kostümentwürfe und Bühnenbilder für die Münchner Kammerspiele oder für die Staatsoper in Stuttgart wurden legendär. Volker Pfüller ist Illustrator und Grafiker mit großer Liebe zur Literatur.



Pfüllers erster großer Auftraggeber war das Deutsche Theater in Berlin. Hier erlebte er seinen Durchbruch mit dem Bühnenbild zu Dantons Tod (1982):

Sonntag, 23. April 2017

Neues von den Rathausturm-Wanderfalken


Mit den Falken im Rathausturm beginnt eine spannende Zeit: die Küken sind geschlüpft und über die Webcam kann man in den nächsten Wochen die Fütterung der jungen Falken sehen.

Das ist natürlich schon spannender, als das bisherige Brüten der Eier.

Hier geht es zur Webcam: http://www.rathausturm-wanderfalken.de

Wenn ich mal etwas Luft habe, werde ich meine Fotoserie von den Regenstaufern Turmfalken im Jahre 2009 aufbereiten und zeigen. Aus ein paar Meter Entfernung konnten wir Dozenten und Schüler vom 4. Stock der Eckert-Schulen aus das Turmfalken-Nest in einem Tannenbaum beobachten. Vom Brüten bis zum ersten Flug.