Regensburger Tagebuch

Notizen von der nördlichsten Stadt Italiens

Sonntag, 3. August 2014

Das Milchschwammerl in 3D-Ansicht

Ein 3D-Modell vom Milchpilz in Regensburg, hier direkt eingebunden. Sie können mit gedrückter Maustaste das Modell beliebig drehen.

Gehen Sie mit der Maus auf das Bild, drücken Sie die linke Maustaste und halten Sie die Taste gedrückt, während Sie die Maus bewegen.



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Sie können dasModell  über untenstehenden Link auch herunterladen.


Das Milchschwammerl an der Albertstraße ist ein Zeuge der frühen Nachkriegszeit.

Schon ab 1950 gab es Bestrebungen, in den Bahnhofsanlagen wieder ein Milchhäuschen zu errichten, denn der Milchkiosk, den die Milchwerke auf einem bereits 1926 von der Stadt dafür gepachteten Grundstück unterhielten, war der „Bombeneinwirkung“ zum Opfer gefallen.



Dafür sollte in der Allee Ersatz geschaffen werden und zwar in Form eines Milchschwammerls, das von der Firma Waldner aus Wangen im Allgäu stammt.

Als Nummer 38 der insgesamt 40 als „Milchverbrauchswerber“ ausgelieferten Milchpilze, gehört es zu den wenigen Überlebenden seiner Gattung, neben den Pilzen in Wangen, in Bregenz und in Lindau.

Im Regensburger Adressbuch des Jahres 1957 ist es unter der Hausnummer Albertsstraße 14 als „Milchpilz“ aufgeführt, 1970 als „Milchgeschäft“, 1980 als „Gaststätte Milchpilz“ und in einem amtlichen Bescheid des Jahres 1998 als „Imbissstand Milchpilz“. Das 1954 als Provisorium eingepflanzte „Schwammerl“ steht heute noch. Seit dem 25. Mai 2007 wird das Regensburger Schwammerl als Stehcafé genutzt.

Gerhard Probst

Albertstraße 14

93047 Regensburg

3D Modell by framefusion GbR
Weitere Informationen finden Sie unter:
http://3d-regensburg.de


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Facebook-Seite:

https://www.facebook.com/pages/Regensburger-Schwammerl-Stehcaf%C3%A9-im-Milchpilz/128106734033853


Interessanter MZ-Artikel:

Ein Blues-Kenner, dem der Kaffee nie ausgeht 
Früher trieb er sich in San Francisco herum, heute betreibt Gerhard Probst das Milchschwammerl-Café. Mit uns sprach er übers Wetter und Musik.
Von Jürgen Scharf, MZ, 17.08.2012


Fotos aus Mai 2013:







Und was sagt Wikipedia dazu?

Pilzkiosk

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Milchpilz in Lindau im Bodensee (errichtet 1952)




Ein Pilzkiosk ist ein für die 1950er Jahre typisches Kioskgebäude in Form eines Fliegenpilzes, das ursprünglich für die Verkaufsförderung von Milch und Milchprodukten als „Milchpilz“ entwickelt wurde. Der Hersteller dieser Kioskhäuschen ist die Firma Waldner aus Wangen im Allgäu. Die Pilze wurden nicht nur in Deutschland vertrieben, sondern auch nach Österreich, in die Schweiz, nach Italien und nach Griechenland exportiert.[1]

Die eigentliche Konstruktion des Bauwerks ist aus weiß bemaltem Holz. In der ursprünglichen Form wurde der Kiosk von einer flexiblen, wasserabweisenden Dachhaut überspannt, die rot mit weißen Punkten war. Im Lauf der farblichen und strukturellen Alterung ergab sich auch eine merkliche Schrumpfung dieses Teils, so dass manches Exemplar bald mit einer massiven Dachhaut aus Metall überzogen und danach in vergleichbarem Stil bemalt wurde.

Von den ehemals über 50 verkauften Kiosken sind heute nur noch acht in Betrieb: in Bad Sachsa, Borgholzhausen, Bregenz, im Freilichtmuseum am Kiekeberg, in Lindau im Bodensee, Regensburg, Wangen im Allgäu und am Radauwasserfall im Harz.

Der Kiosk in Borgholzhausen wird als Schnellimbiss genutzt. Der Innenraum des Pilzes dient zur Speisenzubereitung, diese können in einem Holzanbau verzehrt werden. Der Bestand dieses Kiosks ist durch den Weiterbau der Bundesautobahn 33 zwischen Borgholzhausen und Bielefeld gefährdet. Während derzeit der Verkehr vom Ausbauende der Autobahn noch vollständig am Kiosk vorbeigeführt wird, ist durch die Vollendung des Lückenschlusses mit einer starken Reduktion des Verkehrsaufkommens zu rechnen. Daher hat der Betreiber etwa drei Kilometer weiter südlich an einem Autohof einen größeren Nachbau des Pilzes erstellen lassen, der schon jetzt ebenfalls als Imbiss betrieben wird.

In Bregenz steht seit 1953 ein Milchpilz, in dem immer noch Molkereiprodukte und Backwaren angeboten werden. Dieser Pilz steht am Bodenseeufer genau wie die Lindauer Ausgabe. In diesem Kiosk werden heute Getränke, Eis und Süßigkeiten angeboten.

Der Pilzkiosk in Regensburg steht seit 2003 unter Denkmalschutz[2] und dient mittlerweile als Stehcafé.



Der Wangener Pilz, der bei einer Restauration mit neuen Wänden mit gebogenen Fenstern ausgestattet wurde, wird als asiatischer Imbiss genutzt.

Das Freilichtmuseum am Kiekeberg erhielt einen der letzten Kioske als Geschenk. Im restaurierten Objekt am Wasserspielplatz werden Getränke, Eis und kleine Leckereien angeboten.[3]

Bekannt geworden sind diese „Pilze“ [4] auch durch eine Miniaturausgabe der Firma Faller für Modelleisenbahnen.

Weblinks

 Commons: Pilzkiosk – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Der Schwammerl in Regensburg - Bayern 1
  2. Milch vom Fliegenpilz Deutsche Stiftung Denkmalschutz
  3. Milchpilz - Ein Kiosk aus den 1950ern! Freilichtmuseum am Kiekeberg
  4. www.modelleisenbahnfan.de – Produktbeschreibung